Himbadorf

8 Antworten · 2'302 Aufrufe · gestartet 22. März 2012 von Bergfex1968
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201222. März 2012 · #1
Hallo zusammen,
ich würde auf meiner Selbstfahrer-Reise gerne ein Himbadorf besuchen. Ist das problemlos möglich oder gibt es da was zu beachten? Hat jemand evtl. einen Tipp für ein bestimmtes Dorf?
Grüße
Peter
Gast22. März 2012 · #2
Hallo Peter,

fotografierwillige Himbas findet man zwar auch in Swakopmund und anderen größerer Orten, aber ansonsten findet man Himbadörfer vor allem im Nordwesten. Du müsstest für eine konkrete Empfehlung mal Deine geplante Route nennen, da Du vermutlich nicht extra 5 Tage Umweg fahren willst.

Beste Grüße

Guido
3'491 Beiträge · seit 200622. März 2012 · #3
Hallo Peter,
vor allem anderen herzlich willkommen im Forum.
Dein Wunsch, Himba zu besuchen, ist verständlich - aber gar nicht so leicht zu realisieren, wenn man so etwas mit Rücksicht und Respekt machen möchte /sollte. Das Volk der Himba ist mit dem wachsenden Tourismus immer mehr zum bloßen Schau-Objekt verkommen und es tut schon richtig weh, wenn man miterleben muss, was den Himba damit angetan wurde. Extrem deutlich wird das m.E. in Opuwo, der Hauptstadt der Kunen-Region.Um dieser Entwicklung nicht auch noch Vorschub zu leisten, empfehle ich unbedingt, sich für einen solchen Besuch einen kundigen Führer mitzunehmen. Das kann von Palmwag, Sesfontein oder auch von einigen Lodges/Gästefarmen im Damaraland aus geschehen.So etwas allerdings kostet Geld und Zeit.Etwas schonender, weil in der Wirkung begrenzter, ist der Besuch von sog. Showsiedlungen, in denen das Leben der Himba nachgestellt wird. Dort musst Du Dir auch keine Gedanken darüber machen, dass der Wert Deiner Kamera das Jahreseinkommen eines Himba vermutlich um ein Vielfaches übersteigen dürfte.
Gruß Joli
Themenstarter6 Beiträge · seit 201222. März 2012 · #4
Danke Joli, ich werde mir von Palmwag einen Führer nehmen. Aber vielleicht noch zur Info: Wo gibt es denn diese Showsiedlungen?
Gruß Peter
4'140 Beiträge · seit 200922. März 2012 · #5
Hallo Peter,
die Situation zwischen Himba und Tourismus ist eben so, wie schon beschrieben und nicht mehr umkehrbar. Es macht wenig Sinn zu sagen, dass man Himbadörfer nicht mehr besuchen soll, um deren Tradition zu wahren. Längst sind in jedem Himbadorf Handys und die wollen auch geladen werden und dazu braucht es Geld und das verdienen auch die Himba meist nur durch den Tourismus.
Du hast folgende Möglichkeiten ein Himbadorf zu besuchen:
1. Du nimmst dir z.B. in Swakop oder Windhoek einen Führer und fährst ganz individuell zu einem Dorf, das er kennt. (Teuerste Variante!)
2. Fahrt nach Opuwo und Übernachtung im Opuwo Country Hotel, von dort werden fast täglich Führungen in verschiedene Himbadörfer angboten. Ich fand eine solche sehr informativ mit vielen Möglichkeiten zum Fotografieren. Die Himba wissen worum es geht und sehen sich auch nicht als Schauobjekt.
3. Besuch des Himadorfes "Gelbingen" von Kamanjab aus. Kenne ich nicht, soll aber nicht so toll sein.
4. Fahrt nach Ruacana (Übernachtung an den Hippo Pools, Campsite, die von Himba geleitet wird) und von dort Fahrt zusammen mit einem Einheimischen in ein Dorf. Ziemlich "authentisch", sei aber nicht überrascht, wenn die Himba Bergstiefel und Parka tragen!
5. Fahrt nach Epupa und dort von der Lodge oder von der Campsite Besuch eines Himbadorfes.
6. Fahrt nach Purros und Besuch des "Himba-Schaudorfes".
Was für dich in Frage kommt, hängt ganz davon ab, wie deine Reisepläne sind.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Themenstarter6 Beiträge · seit 201222. März 2012 · #6
Wow Burschi, das sind mal ein paar tolle Infos! Ich werde auf jeden Fall versuchen einen Besuch der Himba in die Reise einzubauen. Und genügend Anregungen habe ich ja jetzt.
Vielen Dank
Peter
2'346 Beiträge · seit 200622. März 2012 · #7
Hallo Peter,

und noch ein Tipp:

Übernachtung in der empfehlenswerten Grootberg Lodge und eine Himba-Tour von dort aus buchen. Sowohl Übernachtung als auch die Himba-Tour sind nicht ganz billig, aber die außergewöhnliche Lage der Lodge und auch die idyllische und schwer zugängliche Lage des besuchten Himba-Dorfs rechtfertigen m. E. die Preise.

Viel Spaß
Armin
115 Beiträge · seit 201224. März 2012 · #8
Hallo Peter
Viele machbare Lösungen sind schon aufgezählt. Hier noch (m)eine Ergänzung: Im Camp Aussicht (zwischen Sesfontein und Opuwo, Nähe Joubert-Pass) lässt es sich gut verweilen, der Gastwirt dort bietet ebenfalls Begleitungen in Himba-Dörfer an. Trotz oder vielleicht gerade wegen seiner kritischen Haltung gegenüber des Einflusses, die der Tourismus hier nimmt, gestalten sich diese Besuche mit ihm gut und angenehm. Ich kann seine Führungen, aber auch das Camp als solches bestens empfehlen.
Grüss mir Namibia,
Stefan
4'129 Beiträge · seit 200825. März 2012 · #9
Hallo, Bergfex1968!

Es gibt auch ein Museumsdorf der Himba.
Siehe unter: http://www.lcfn.info/en/ovahimba/blog
Frage doch mal bei Living Culture Foundation nach, ob die Lage bezüglich der fairen Verteilung des verdienten Geldes mittlerweile geklärt ist und ob das Ovahimba-Museum „besuchsreif“ ist.
Auch hier im Forum steht schon einiges über die Projekte der Living Culture Foundation geschrieben. Da gibt es viele Möglichkeiten, das kulturelle Leben unterschiedlicher Völker zu erleben.

Weiteres unter:
http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/217573-geht-in-die-living-museum.html

Zusätzlich findest du noch eine Menge Lesefutter zum orientieren, wenn du hier die Suchbegriffe: Himba, Himbadorf und Living Culture Foundation, LCF, LCFN eingibst.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 25. März 2012