Touri-Entertainmentprogramm geht so: Von unserer rechtsgedrehten Position richten wir uns langsam in eine senkrechte Position auf...
.. warten bis die bestellte leichte Windbrise kommt und blicken dann majestätisch für 10 Sekunden nach links ...
Lake Masek, 17. 00 Uhr, leichte Brise: Die Frisur sitzt! 🤩
Dann blickt Löwe für zehn Sekunden nach vorne, dann für 10 Sekunden nach links.
Alle Fotos geschossen? Gut, denn dann ist der Spuk auch schon vorbei und es wird sich wieder hingepflatscht 😄 . Man muss es ja nicht übertreiben, oder? 😉
Und der Frisör hat nun wirklich hervorragende Arbeit geleistet, findet ihr nicht auch?
Der Pascha mit seiner tollen Frisur im Wind geht daher in die Reiseannalen als „Die Fönfrisur“ ein. 😄
Aber es ist wirklich nicht so, als würden wir an diesem Tag nur Katzen sehen (wirklich nicht) … Wir sehen auch noch viele Dikdiks...
.. ein paar Giraffen auf und neben der Straße...
... einige Hippos, sogar ein Nilkrokodil und ein paar Flamingos dürfen wir auch noch sehen. 🙂
Gegen dreiviertel sieben, kurz vor Sonnenuntergang kommen wir glücklich und bestaubt in unser Camp zurück. Was für ein Tag! 😁 Da macht es auch nichts, dass der Sonnenuntergang heute wegen Wolken nicht ganz so spektakulär ist.
Nach einer kurzen Dusche treffen sich die meisten Gäste des Camps dann am Lagerfeuer und tauschen ihre Erlebnisse des Tages aus. Neben uns sind noch ein anderes deutsches Paar, eine fünfköpfige Gruppe Australier und vier Amerikaner aus der Nähe von Seattle hier. Die Runde ist sehr vergnügt, jeder ist von seinem Safaritag hellauf begeistert. 🙂 Das Essen ist erneut super gut und wir fragen uns abermals, wie der Koch das in seiner kleinen Buschküche zaubert. Danach fallen wir hundemüde ins Bett… immerhin wollen wir morgen wieder frühmorgens losfahren. Morgen soll es in Richtung Zentral-Serengeti gehen. Was wir dort sehen werden? Lasst euch überraschen. Es wird auf jeden Fall laut und staubig 🙂 . Oder in den Worten von Godfrey: „Morgen fahren wir dorthin, wo die von BBC und National Geographic immer hin wollen!“ 🤩
In diesem Sinne eine schöne Nacht 🙂 …
LG Steffi
Teil 2220. März 2012
Tag 7
Die Nacht endet mal wieder früh. Mit unseren Taschenlampen bewaffnet arbeiten wir uns auch heute Morgen mit Dämmerung aus unserem Zelt heraus. Damit die paar Meter zum „Parkplatz“ nicht gar zu langweilig werden, steht bei schlechter Beleuchtung heute „Büffelhinterlassenschaften-Überspringen“ auf dem frühmorgendlichen Sportprogramm 🤩 .
Vielen Dank, liebe Büffel, aber wenn ihr uns schon nachts besucht, muss es denn unbedingt direkt vor unserem Zelteingang sein?… 😵
Nachdem den Häufchen erfolgreich ausgewichen worden ist und wir auch für andere Dinge aufnahmefähig sind, klappt uns der Kinnladen nach unten: Um unser Camp herum sind die Bäume über und über mit Vögeln übersät.
Was für ein Anblick!
Mit diesen ersten beeindruckenden Bildern im Kopf klettern wir zu unseren beiden Guides ins Auto, grüßen die zwei Dikdiks vor dem Camp 🙂 und machen uns auf in Richtung Naabi Hill-Gate. Heute steht die Zentralserengeti bzw. der Serengeti Nationalpark an sich auf dem Programm (bisher hatten wir uns immer noch in der Ngorongro Conservation aufgehalten zu der das Ndutu-Gebiet gehört). Auf dem Weg dorthin queren wir die große Ebene vor Naabi Hill.
Aber zuerst einmal den Tag begrüßen 🙂 …
… nicht zu vergessen ein paar Löwen im „drive-by-shooting“ mitnehmen 😎 (Familie Löwe hat an diesem Morgen leider keine Lust auf neugierige Touri-Paparazzi und setzt sich schnell ins Gebüsch ab… 😄 ) …
Heute morgen ist es recht neblig, was für eine wunderschöne Stimmung sorgt …
Bereits im Wald sehen wir viele Zebras und Gnus, doch als wir auf die Ebene hinausfahren, wird es unmöglich die Tiere zu zählen...
...
Teil 2320. März 2012
...
Wir fahren und fahren nur an Unmengen von Gnus, Zebras, Grantgazellen und Thompsongazellen vorbei. Es hüpft, „gnuooht“ und „brrrt“ vor uns neben uns und hinter uns. Oftmals ist die Straße vor uns voller Tiere, die nur langsam dem Fahrzeug eine Schneise freigeben, die sich ca. 20 Meter hinter dem Wagen sofort wieder schließt…
Sowas habe ich noch nicht gesehen und ich vermute etwas Ähnliches werde ich in meinem Leben nie wieder sehen. Klar, man kennt die Fotos, die Erzählungen und hat es vielleicht schon das ein oder andere Mal im Fernsehen bestaunt, aber diese riesigen Herden auf dieser wahrhaft endlos erscheinenden Ebene zu sehen, mittendrin zu stehen, dort wo die Herden nicht links und rechts vom Fernsehbildschirm aufhören, das ist für mich eine unglaubliche Dauergänsehauterfahrung. Die Bilder einer Ebene nicht endend wollender Gnu- und Zebraleiber sind sicherlich diejenigen, die sich bei mir am Meisten von dieser ganzen Reise eingebrannt haben.
Eine gute Stunde fahren wir – Fotostopps inklusive - die Straße entlang und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Zwischen den Antilopen laufen auch immer wieder Raubtiere auf und ab, viele Schakale sind dabei und noch viel mehr Hyänen. Man meint fast, sie begutachten ihr Frühstücksbuffett…
Und – tatatata – im Gnugewirre rennt uns doch tatsächlich auch eine kleine Herde Elands über den Weg. Aus diesem Grund hier im besten Gegenlicht fotografiert mein Eland-Dokumentationsfoto!
Es tut mir wirklich leid, dass das Schauspiel auf den Fotos eigentlich kaum wiederzugeben ist und mit Worten schon gar nicht. Aber vielleicht konnte ich euch wenigstens einen kleinen Eindruck von diesem Schauspiel vermitteln…
Den hier will ich euch auch nicht vorenthalten...
Weiter geht’s dann morgen mit unserer Pirschfahrt im Serengeti Nationapark oder auch der Geschichte, wie ich fast in einen Elefanten lief 😗 …
LG Steffi
Teil 2421. März 2012
Weiter geht's...
Tag 7 - Fortsetzung die Erste 🙂
Am Naabi Hill Gate angekommen muss erst einmal das mittlerweile wohlbekannte „Einreiseprozedere“ für den Nationalpark erledigt werden. Während Komba dies erledigen will, schlägt uns Godfrey vor, dass wir doch zum Aussichtpunkt spazieren, von dem aus man einen tollen Blick über die Ebene hat. Na, das machen wir doch 🙂 !
Der Weg ist ausgeschildert und während die Männer noch tratschen marschiere ich beschwingt und mit der Kamera bewaffnet schon einmal los. Allerdings komme ich nicht recht weit, denn nach ca. 100 Metern bricht hinter mir leichte Panik aus 🙄 . Mit einer Mischung aus Flüstern und Schreien (jap, das geht tatsächlich 😎 ) tönt es dreistimmig hinter mir: „Steffi“ Stopp! Elefant!“ Wie? Wo? Was? Elefant? 🤨 Ich blicke einmal rundherum – wie Elefant? 🙄
Nachdem die fuchtelnden Männerhände dann aber alle in eine Richtung deuten, sehe ich ihn dann doch: Keine 50 Meter vor mir steht ein paar Meter neben der Treppe ein Elefantenpopo 🤩 (der Rest vom Elefanten, so möchte ich anmerken, ist aufgrund eines Baumes vööööllig verdeckt, es ist also kein Wunder, dass ich das Kerlchen übersehen habe 😗 ). Der Elefantenpopo veranlasst mich aber nun doch den Rückzug anzutreten 😎 .
Wir entschließen uns dann den Aussichtspunkt von der anderen Seite aus zu besteigen. Allerdings werde ich dabei keine Sekunde von meinen zwei Begleitern aus den Augen gelassen … hmpf … na, danke, nur weil frau mal einen Elefantenhintern übersieht 😗 …
Die Aussicht ist dann wirklich toll! Viele kleine Gnu- und Zebrapunkte sprengeln die Ebene vor unseren Füßen. Schööönnn! 🙂
Nachdem wir uns so die Füße ein wenig vertreten konnten und das Eintrittsprozedere abgeschlossen ist, geht es auf in den Serengeti Nationalpark.
Hier sieht es mal wirklich Klischee -Serengeti-mäßig aus …
Weites Land…
Und das Empfangskomitee steht auch schon bereit 😄 …
Nicht nur einer, sondern gleich acht Löwen begrüßen uns kurz hinter dem Gate...
Und sie liegen mal nicht im Dreck 😄 ...
Aber was wollen wir mit Löwen – Godfrey und Komba haben sich heute das Ziel gesetzt uns einen Leoparden zu zeigen… schauen wir mal …
Generell sind hier – verglichen mit dem Ndutu-Gebiet sehr wenige Antilopen unterwegs. Das liegt am hier sehr hoch gewachsenen Gras, welches den Gnus und Zebras zu hoch ist. Die vergnügen sich lieber auf den Kurzgrasebenen vor dem Naabi Hill Tor. Anstatt der großen Herden treffen wir hier kleinere Verbünde von Impalas und Topis.
Und Elefanten(hintern) 😉 …
Dann kommt mal wieder ein Funkspruch herein und, wieder einmal, düsen wir im Wagen los . Neben uns folgen auch noch vier andere Fahrzeuge dem Funkspruch, was schon fast Rallyecharakter hat 🤨 … unsere Guides scheinen einen tierischen Spaß zu haben 🙂 …
Und dann in einem Baum weit weg, ganz klein, ein Leopard 🤩 . Ferngläser ausgepackt – dann wird auch der Leopard größer. Gut 10 Minuten klettert er im Baum herum und schärft sich die Krallen am Baum, dann scheint es ihm aber doch nicht zu gefallen und er verschwindet wieder im hohen Gras. Aber, hey, ein Leopard 😄 … Mit den tollen Leopardenfotos von Nicole im anderen Reisebericht kann ich zwar nicht mithalten (ganz und gar nicht 😕 ) … aber hier aus der Ferne ein kleines Leoparden-Dokumentationsfoto.
Ziele für die nächste Afrika-Reise: Eland und Leopard mal näher rankriegen! 🙂
Weiter geht es morgen mit ein paar Sichtungen, die wir so noch nicht hatten…
LG Steffi
Teil 2522. März 2012
Hi ihr,
@ nicole: Oje, du Arme, da wünsch ich dir gute Besserung! Und wirklich weit bin ich mit meinem Reisebericht auch noch nicht gekommen, ich bin immer noch erst bei Tag 7 von 14 😎 - da fehlt noch ein bisschen was. Bis zur nächsten Namibia-Reise muss er doch fertig werden 🙂 . Und ich bleibe dabei: Gegen deine Leoparden-Fotos stinkt mein Doku-Foto ja sowas von ab 😄 .
@ picco: Vielen herzlichen Dank, jetzt hast du meine Liste noch zu sehender Dinge in Afrika um zwei Kandidaten erweitert ... neben Elands (nah) und Leopard (nah), Klippspringer (überhaupt einmal) und Wildhund (überhaupt einmal) stehen darauf nun auch Serval und Baum der durch Leopard wächst (beide überhaupt einmal) 😎 . Wo seh ich das jetzt alles? 😉
Weiter geht's!
Tag 7 - Fortsetzung No. 2 🙂
Nach unserer Leopardensichtung (der mit der vielen Umgebung drumherum 😄 ) begeben wir uns zu einem verspäteten Frühstückspicknick zum Informationszentrum. Das Informationszentrum ist wirklich sehr nett gestaltet und hat einen schönen Garten mit vielen Vögeln. Da wir recht spät dran sind, sind wir auch fast allein … fast … 🙂
Nun ist es ja so… auf Safari begegnet man nicht nur Tieren, sondern auch anderen Mitreisenden. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber manchmal macht das Menschenbeobachten mindestens genauso viel Spaß wie Tiere zu beobachten 🙂 . Da sind zum Beispiel die asiatischen Reisegruppen, die immer geballt auftreten und allesamt mit ihren I-Pads die Umgebung filmen 🙄 , da ist der deutsche (Hobby-)Ornitologe, der beim Anblick eines Storches derart in Verzückung gerät, dass er zehn Minuten lang nur noch aufgeregt „Ein Storch! Ein Storch! Sieh! Ein Storch!“ von sich gibt 🤨 . Da ist die klapprige alte Lady aus den Staaten, die keine drei Minuten mehr aufrecht stehen kann, aber frohen Mutes eine Heißluftballonfahrt bucht 😵 , und und und… 🙂
Und dann ist da in diesem Infrmationszentrum noch diese Reisegruppe, nennen wir sie einfach S-Reisegruppe 🙂 . Die S-Reisegruppe besteht aus rund 20 Deutschen, die allesamt sehr nett und interessiert aussehen und einer blonden Reiseleiterin, wir nennen sie jetzt einmal Heike 🙂 . Heike führt also ihre S-Reisegruppe in das Informationszentrum, kommt aber nicht weit. Denn gleich am Anfang steht eine Tafel auf der sich viele Tiere des Serengeti-Ökosystems finden samt ihren Namen 🤩 . Um nun ihre Kompetenz zu zeigen, scharrt Heike ihre Schäfflein um sich ... und meinen Mann ... 😣 !
Jetzt muss ich dazu sagen, dass mein Mann einen unglaublichen „Bloss-Nicht!“-Grusel Reisegruppen gegenüber hat. Als mir also auffällt, dass mir Christian abhanden gekommen ist, finde ich ihn zusammen mit der S-Reisegruppe um dieses Schild und Heike gescharrt mit einem extrem verzückten Gesichtsausdruck ... oh weia .. 😵 . Und ich muss sagen, was sich da abspielt ist wirklich einzigartig 🙂 . Heike geht doch tatsächlich Tier für Tier auf dem Schild ab und sagt dazu den Namen. Klingt dann so: „Das ist eine Giraffe. Die haben wir heute schon gesehen. Das ist eine Hyäne, die haben wir gestern gesehen. Das ist ein XX und das ist ein YY…“ 🤩 Und alle hören ihr total gespannt zu! 🙄 An dieser Stelle hätte ich wohl meinen Mann langsam entfernen sollen, ich war nur selbst von der Lehrstunde derart fasziniert, … 😗 ... Jedenfalls ... irgendwann waren wir beim Leoparden auf dem Schild angekommen und Heike meinte „Das ist ein Leopard, den haben wir leider noch nicht gesehen!“ woraufhin mein Göttergatte leise aber immer noch zu laut meint: „Wir schon! Wir schon!“ 😵 Ja, ähm … könnt ihr euch die Blicke unserer Reisegruppennachbarn und den strengen Blick von Reiseleiterin Heike vorstellen? 😗 Ich rechne schon fast mit einem Verweis der Gruppe, aber nein – Heike ist Profi, sie macht dann einfach mit dem Gnu weiter – und das hat die S-Reisegruppe heute tatsächlich auch schon gesehen! 😛
Was wir noch gesehen haben? Nun ja, nachdem ich Christian unter Gewaltandrohungen von der Reisegruppe loslösen konnte, liefen uns noch diese netten Kerlchen über den Weg…
Und einer sonnt sich tatsächlich keine 30cm neben uns! (ich muss zugeben, hier war ich kurz zuvor ihn in meine Tasche zu packen und mitzunehmen 😉 ) …
Irgendwann reißen wir uns dann aber von den Klippschliefern los und steigen wieder in den Wagen. Weiter geht die Pirsch! Neben einigen Hippos (Mann können diese Viehcher stinken! 😵 ) sehen wir viele Impalas, Giraffen, Impalas, Giraffen, Impalas und eine badende Elefantenherde! 🙂
Elefanten beim Baden zuzusehen ist echt immer ein Erlebnis!
Vor lauter Plantschen scheuchen die Elis sogar einen Riedbock auf, der aufgeschreckt an uns vorbeihüpft. Was für ein Service!
Und zum Schluss wird frischgebadet an den Touris vorbeigeflitzt… 🙂
Dann kommt mal wieder ein Funkspruch herein. Und wieder treten unsere Guides aufs Gas (soweit das hier möglich ist). Weshalb wird uns auch diesmal nicht verraten. Es habe keine Punkte und sei kein Tiger, grinst uns Godfrey an …:P
Und? Erkennt ihr, was wir gefunden haben?
Ich darf präsentieren: Baumlöwennachwuchs in Ausbildung 😄
Mehr davon dann im nächsten Teil – leider erst am Samstag! Bis dahin …
LG Steffi
Teil 2624. März 2012
Hallo zusammen,
ja, ich weiß, ich bin spät dran - aber noch ist Samstag 😉 !
Und ich beschwere mich doch gar nicht - ich plane nur meine Tierbestellungen für die nächste Afrika-Reise 😄 ! Mit unseren Löwensichtungen in der Serengeti waren wir megaglücklich und unseren ersten Leoparden fanden wir ja auch ganz toll. Wenn er nur 4 Meter neben dem Auto vorbeigelaufen wäre, hätten wir ja auch keine Herausforderungen für die nächsten Reisen 😉.
Weiter geht's ...
Tag 7 - Forsetzung No. 3 🙂
Weiter geht’s mit unseren Baumlöwen in Ausbildung 🙂 . Wir kommen genau richtig zur heutigen Nachmittagslektion, die da heißt: Baumabsteigen leicht gemacht! 😄 Naja, leicht ist relativ. Für die große Mama ist es ein Katzensprung, für die beiden Kleinen ein weiter Weg nach unten. Weswegen sich die zwei auch erst einmal dafür entscheiden auf dem Baum zu bleiben …
Vielleicht kommt die Mama ja wieder…
Mama Löwin scheint aber andere Pläne zu haben und kommt nicht zurück auf den Baum. Die zwei Kleinen versuchen den besten Weg nach unten finden – was gar nicht so einfach ist …
Nachdem pro Minilöwe ungefähr 10 Absteigversuche in letzter Sekunde abgebrochen werden (was bei uns zum einen oder anderen Lacher führt 😄 ), haben sich die beiden letztendlich doch auf eine Abstiegsvariante geeinigt…
Wir klettern auf den am tiefsten hängenden Ast (gar nicht so dumm…)…
Und dann lassen wir uns einfach wie ein nasser Löwensack fallen! 🤩 Ein Bild für Götter. Leider habe ich kein Foto davon – wir waren zu sehr mit Lachen beschäftigt. 😄
Nach unserem Minilöwen-Erlebnis machen wir uns langsam wieder zurück in Richtung Ndutu-Gebiet. Auf dem Rückweg sehen wir noch dieses schöne Exemplar einer Felsagame…
Und hinter dem Naabi Hill Tor wieder Gnus, Zebras, Gnus, Gnus, Gnus, Zebras, Gnus …
Der Verkehr ist am späten Nachmittag wesentlich stärker als er am frühen Morgen gewesen ist. So haben wir die Herden diesmal nicht wirklich für uns alleine. Aber wenigstens kann man so ein paar Fotos machen, die dokumentieren, wie die Autos vom Gnu- und Zebra-Street-Crossing 🙂 umschlossen werden.
Außerdem kann man auch gut sehen, wie es hier staubt!
Den letzten Teil von Tag 7 gibt’s dann morgen…
LG Steffi
Teil 2726. März 2012
Weiter geht's! 🙂
Tag 7 - Ende
Wir fahren die Straße entlang der Ebene zurück in Richtung Ndutu. Und um uns herum: „Gnuuoh! Nooöh! Brrr!“ 🙂
Abseits des Staubs empfiehlt es sich immer mal wieder stehen zu bleiben und dem Treiben zuzusehen.
Hier ein paar lästernde Zebras…
… da kleiner Zebranachwuchs…
… und dort ein Thommy in Staub gehüllt.
Wehmütig verlassen wir wenig später die großen Herden auf der Ebene und bewegen uns langsam aber sicher wieder in Richtung unseres Camps.
Am Lake Ndutu genießen die Weißstörche derweil ihren Cluburlaub! 😄 Die riesigen Ansammlungen von Weißstörchen erstaunen uns immer wieder aufs Neue...
Ist euch aufgefallen, wenn wir heute noch gar nicht gesehen haben? Hier ein paar kleine Hinweise: Es sind acht an der Zahl, die bevorzugt im Dreck liegen und dösen 😉 . Ja, genau: Unser benachbartes Löwenrudel. 🙂
Und was treiben die Herrschaften am späten Nachmittag? … Wie sollte es anders sein, sie liegen im Dreck und schlafen… 😎 Damit die Touris ein bisschen unterhalten werden, gibt’s aber brav wieder links gedrehte und rechts gedrehte Löwen. 😉
Naja und den sterbenden Schwan… 😄
Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir im Camp an.
Nach einer kurzen Dusche begebe ich mich kurz zum Hauptzelt um die Tipp-Box ein wenig zu füttern, komme aber nicht weit. Denn als ich um die Ecke des Hauptzelts biege, kommt mir der Manager des Camps mit wedelnden Armen entgegen und scheucht mich mit einem leicht hysterischen „He’s charging! He’s charging!“ ins Zelt! 🙄 Huh? Im Zelt stehen die Australier vom gestrigen Abend bereits perplex umher 🤨 . Und so langsam klärt sich auch, wer da gerade zum Angriff blasen wollte. Als die Australier nämlich soeben ihren Platz am Lagerfeuer einnehmen wollten, gesellte sich ein alter Büffel ans Lagerfeuer, der wohl der Ansicht war, dass es schöner allein wäre 🤩 . Dies führte dann zur Flucht der Australier und die „He’s charging!“ Aktion des Managers.
Also beobachten wir den alten Büffel gemeinsam aus unserer Zeltdeckung heraus, bis es ihm nach gut 15 Minuten zu langweilig wird so allein am Lagerfeuer und er sich wieder in den Busch trollt. Dann dürfen auch die Menschen ans Lagerfeuer. 😄
Der Büffel ist dann auch Hauptgesprächsthema beim Essen. Das Essen ist abermals vorzüglich und bei uns breitet sich zum zweiten Mal an diesem Tag ein bisschen Wehmut aus: Morgen werden wir diesen schönen Fleck Erde verlassen. 🙁
Kleines Fazit zur Serengeti, den Ndutu-Gebiet und dem Serengeti Savannah Camp:
Toll, traumhaft, sofort wieder (bezogen auf alles drei!) 🙂
Nein im Ernst, der Besuch des Ndutu-Gebiets, unser Abstecher in die Zentralserengeti, die unglaublich vielfältige Tierwelt hier wie dort haben uns wirklich verzaubert. Das Serengeti Savannah Camp mit seinem unglaublich freundlichen Personal, dem leckeren Essen und die tolle Buschatmosphäre hat dem Ganzem den perfekten Rahmen gegeben. Wie schon gesagt: Hier hätten wir es auch noch 1-2 Tage länger ausgehalten! 🙂 Sollten wir noch einmal zu dieser Jahreszeit nach Tansania reisen, so werden wir hier sicherlich versuchen einen längeren Stopp einzulegen!
Morgen müssen wir uns dann von den ganzen Gnus verabschieden: Es geht zum Lake Eyasi, wo wir uns zwei (mehr oder weniger 😉 ) gemütliche Tage machen werden. Bis dann…
LG Steffi
Teil 2828. März 2012
Hallo zusammen,
vielen Dank für das Lob, wobei die Fotos nur deshalb so gut geworden sind, weil die tierischen Models so fotogen waren 🙂 .
@ uli: Wenn ich mich recht erinnere, fährt du doch fast sofort los, oder? 😉 *neid*
Und weiter geht's mit Tag 8 und ganz viel Serengeti-Abschiedsschmerz...
Tag 8
Eigentlich wollen wir heute Morgen einmal ausschlafen. Naja, was heiß ausschlafen – wir wollen anstatt um 6 Uhr erst um 7 Uhr sozusagen mit Sonnenaufgang losfahren und deshalb ein Stündchen länger im Bett liegen. Eigentlich … wären da nicht die Nachbarn… 😵
Nein, ich meine nicht unsere Zeltnachbarn, die sind alle schön brav und ruhig. Ich meine unsere Campnachbarn: das allerliebste Löwenrudel. Scheinbar haben die Kätzchen beschlossen, nachdem sie immer von den Touris beim Schlafen gestört werden, heute Morgen einmal zurückzuschlagen 🙄 . Und so wird ab etwa 5 Uhr morgens geröhrt und gebrüllt, was das Zeug hält 😣 . Herzlichen Dank, liebe Löwen, wir sind wach! 😎
Uns wird zwar später versichert, dass die Löwen weiterhin gut einen Kilometer vom Camp entfernt sind, aber von der Lautstärke her, könnten sie auch zehn Meter neben dem Zelt stehen. Wie klingt denn dann erst ein Löwe, der wirklich zehn Meter neben jemanden zum Brüllen anfängt (also außer absolut beängstigend 😵 …)?
Und so schaffen wir es dank der Löwen auch heute den Sonnenaufgang mitzunehmen 😎 – heute allerdings nicht ganz so spektakulär, weil keine hübschen Wölkchen am Himmel.
Dafür zum Abschluss noch einmal ein Blick auf die Zeltgalerie im Serengeti Savannah Camp.
Fast schon traurig verlassen wir schließlich diesen wunderschönen Ort, verabschieden uns von unseren Dikdik-Bodyguards und besuchen schnell noch unsere katzigen Nachbarn, bei denen mittlerweile wieder etwas Ruhe eingekehrt ist. 🙂
Die Herrschaften scheinen dem Gesichtsausdruck zufolge sehr zufrieden mit ihrer Wecker-Leistung zu sein…. 😄
Noch schnell ein, zwei Fotos und dann geht’s auch schon weiter zurück in Richtung Parkeingang…
Wir verabschieden uns von den Grantgazellen und Thommys…
… und von den Zebras und den Dokumentar-Elands (auch heute lassen uns die Viehcher nicht nahe an sich ran 😠 ) – nicht zu vergessen die Hyänen im Vordergrund, die mal wieder Frühstücksbuffet begutachten… 🙂
Und natürlich von den Gnus… 🙂
Und dann sind wir auch schon wieder im Ngorongoro-Crater, wo heute an den „Einfalltoren“ schon fast stauartige Zustände herrschen 🙄 . Was sind wir froh, dass wir heute nur auschecken müssen, was dann doch leidlich schnell geht (für hiesige Verhältnisse 😉 ).
Danach fahren wir in Richtung Lake Eyasi. Unsere nächste Unterkunft ist das Kisima Ngeda Camp...
Weiter dann im nächsten Reiseberichtteil.
LG Steffi
Teil 2929. März 2012
Weiter geht's ...
Tag 8 - Teil 2
Auf holpriger Piste geht es in Richtung Lake Eyasi. Gegen Mittag kommen wir in unserer nächsten Unterkunft an: Kisima Ngeda. Die Lodge besteht (wenn wir richtig gezählt haben) nur aus sieben Zelte und schmiegt sich als kleine Oase an den Eyasi-See an. Mit einem Wort: SCHÖÖÖÖÖN! 🙂
Die Lodge wird von Christian einem Deutschen und seiner argentinischen Frau Nani geführt und wir fühlen uns sofort wie zuhause. Die Zelte sind riesig, liebevoll eingerichtet, mit tollem Blick auf den See und die gesamte Lodge ist mit unglaublich viel Liebe zum Detail angelegt. 🙂
Unser Zelt:
Allerdings: Der Eyasi-See wurde uns als Vogelparadies angepriesen – nur: Kein Vogel in Sicht! 🙄 Naja, kein Vogel ist übertrieben, aber abgesehen von fünf Flamingos und zwei Marabus lässt sich auf dem See kein Federvieh ausmachen! 🤨 Also irgendwie will das mit den Vögeln nicht so ganz klappen… den für den Nachmittag angedachten Vogelbeobachtungsspaziergang sagen wir dann auch ab (sehr zur Freude unserer Guides, die sich sehr über einen touri-freien Nachmittag freuen 😉 ).
Da wir morgen für unsere Buschwanderung mit den Hazabe-Buschmännern wieder früh aus den Federn müssen, beschließen wir den Nachmittag erst einmal faul im Zelt zu verbringen und später auf eigene Faust an den „Strand“ auf Vogelsuche zu gehen.
Und hier ein Tipp für alle, die einmal in Kisima Ngeda übernachten sollten: So schön es ist, draußen auf der Terrasse zu sitzen und das Wedeln der Palmzweige auf sich wirken zu lassen, geht auch mal ins Zelt, macht den Moskitaschutz runter, setzt euch still aufs Bett und wartet. Denn dann geht die Vorführung los 🙂 . Zuerst wandert ein Nilwaran einmal von links nach rechts, dann von rechts nach links über die Terrasse (scheinbar muss er prüfen, ob wir die Terrasse auch bloß sauber hinterlassen haben 😉 …).
Und dann kommt die Horde grüner Meerkatzen. Die Kerlchen haben es auf die kleinen Kokosnüsse auf den Plamen abgesehen, die sie fröhlich von den Palmen auf den Weg zu unserem Zelt herunterwerfen und dann aufsammeln, anknabbern, sich darum streiten,…! Es ist einfach nur köstlich, den Affen dabei zuzusehen, wie sie geschäftig hin- und her hüpfen, miteinander agieren und ihre Babys zurechtweisen, wenn sie mal wieder über die Stränge schlagen. Eigentlich wollten wir ja etwas dösen - das können wir vergessen – das Entertainmentprogramm ist einfach zu gut 😄 . Ein kleines Affenbaby ist dann sogar so neugierig und versucht durch das Moskitonetz ins Zelt zu spitzen – als der Kleine uns aber auf dem Bett sitzen sieht, erschrickt er unglaublich (ich könnte schwören, dass ihm alle Haare zu Berge gestanden sind 😄 ), schmeißt die Arme hoch und kreischt sich zu seiner Mama rennend einen ab. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie wir uns lachend auf dem Bett gekugelt haben? 😄
Nachdem die Affenbande abgezogen ist, spazieren wir ein wenig in Richtung See. Und tatsächlich: Auch wenn nach wie vor nur fünf einzelne Flamingos auf dem See zu sehen sind, gar keine Vögel sehen wir dann doch nicht 🙂 . Wir sehen neben den fünf Flamingos, Marabus, Nilgänse und ein paar Reiher. Und dann noch ein paar Vögel, die ich Vogelversager (mal wieder 😊 ) nicht beim Namen nennen kann, aber auch nicht fotografisch festhalten konnte.
Beschlammt aber zufrieden kehren wir kurz vor Sonnenuntergang wieder zum Zelt zurück, machen uns kurz frisch und genießen dann einen traumhaften Sonnenuntergang. 🙂
Das Essen danach ist exzellent – es ist einfach unglaublich schmackhaft und rundet das Bild von der Lodge perfekt ab. Hier fühlen wir uns wirklich sehr wohl und sind froh, dass wir hier zwei Nächte gebucht haben. Zum Seele baumeln lassen der perfekte Ort. 🙂
Morgen treffen wir dann die Hazabe-Buschmänner, eine Schlange und lernen Bogen schießen! …
LG Steffi
Teil 3002. Apr. 2012
Guten Abend zusammen 🙂 ,
weiter geht es...
Tag 9
Die Nacht mache ich kaum ein Auge zu. Nicht weil die Betten schlecht wären (ganz im Gegenteil) oder wir vom Fliegen geplagt wären (ebenfalls ganz im Gegenteil), sondern weil es palmwedelt 🙄 . Wirklich, ich hätte nie gedacht, dass Palmen derart viel „Lärm“ machen! Der Göttrgatte findet es beruhigend und schläft selig vor sich hin 🙄 - mich bringt es dieses immerwährende wie Regen klingende Rascheln um den Schlaf 😵 .
Dementsprechend gerädert fühle ich früh morgens um fünf dann auch 😕 . Willkommen erster und einziger Morgen dieser Reise an dem ich mir wünsche, dass wir mal etwas weniger frühaufstehenden Urlaub machen würden… 😐 Aber wie war das nochmal: Reise nicht Urlaub, gell? 😎
Jedenfalls der Service hier: ein Traum 🙂 . Wir werden mit Kaffee und Keksen geweckt, sogar meine gestern gewünschte Banane liegt auf dem Tablett, welches es unser „Weckmeister“ reicht. Im Auftrag von Christian muss ich an dieser Stelle übrigens mal den Kaffee in Kismima Ngeda loben, der hat nämlich mal wirklich die Bezeichnung „Kaffee“ verdient und ist richtig gut 🙂 (in anderen Unterkünften hatte der Kaffee oftmals eher weniger Ähnlichkeit zu unserem Kaffee zuhause...).
Dann machen wir uns auf zu den Hazabe-Buschmännern…
Ich hab’s ja schon einmal erwähnt: Mit Kulturtourismus fühlen wir uns eigentlich nicht ganz so richtig wohl. Nichtsdestotrotz haben wir uns für diesen Programmpunkt entschieden – erstens kann es ja sein, dass wir danach ganz begeistert sind und zweitens klang das Ganze dann doch noch halbwegs authentisch.
Wir tuckern also los und kurz nach halb sieben sind wir mit Sonnenaufgang bei „unserem“ Dorf. Ehrlich gesagt nehme ich den Hazabe hier – im Gegensatz zu den meisten Massai entlang der Touristenstrecken – auf Anhieb ab, dass sie so leben, wie sich das hier darstellt. Wir werden von den Herren des Stammes freundlich begrüßt und nach ein paar freundlichen Worten werden uns drei Jungs im Alter von geschätzt 12-15 Jahren zugeteilt, mit denen wir nun Jagen gehen dürfen. Mit von der Partie ist auch ein einheimischer Guide als Übersetzer und Godfrey, der heute Lust auf Morgensport hat 🤨 .
Gejagt werden heute Vögel. Ich glaube Vögel werden immer mit Touris gejagt, da so eine Vogeljagt noch am touristenkombatibelsten und unblutigsten ist 😉 . Und wir müssen sagen, die Vogejagd mit Pfeil und Bogen haben die drei richtig gut drauf. Die können das! 🙂
Erbeutete Vögel werden uns dann immer feierlich präsentiert … naja … und ich handle mit dann gleich mal den Touriseltsamheitsbonus ein, weil ich anfangs keine Fotos von den Jungs und ihrer Beute mache, was diese sichtlich komisch finden 😕 .
Nachdem ich dann doch irgendwann mich überwinde und Fotos machen, sind sie aber zufrieden 😄 . Als wir dann noch anmerken, dass sie den Vögeln nicht unbedingt hinter unserem Rücken den Hals rumdrehen müssen, werden wir reichlich verzaubert angeguckt, steigen aber auch merklich im Ansehen. 🙂
Wer einmal andenkt eine Tour mit den Hazabe zu machen – hier ein Tipp: Versucht erst gar nicht mit denen Schritt zu halten – das wird nicht funktionieren 😄 . Die kennen das Terrain und vor allem sind die viel kleiner als der Otto-Normal-Tourist 😉 . Während ich noch gut nachkomme, reißt Christian mit seinen fast zwei Metern den halben Busch nieder… 😗 . Und die Jungs laufen natürlich auch immer einen Tick schneller als wir – ist ja klar 😛 . Nach einer guten halben Stunde entscheiden wir uns also, den dreien ihren Spaß zu lassen und ein bisschen die Hektik rauszunehmen (auch wenn es ständig anders behauptet wird, die warten natürlich auf dich, wenn man etwas langsamer läuft, die sind ja auch nur wegen dir hier draußen… 😉 ). Wir machen also kurzerhand eine naturkundliche Buschführung aus dem Ganzen und löchern Godfrey, der dabei ist fröhlich, was das für eine Pflanze ist, was das für ein Vogel ist etc, etc. Und dann macht so eine Wanderung durch den Busch auch wirklich Spaß 🙂 – auch wenn es bei Christian an der einen oder anderen Stelle in einen Kampf mit dem Busch ausartet und er so einige Kriegsverletzungen vom Kampf mit Busch X und Baum Y davonträgt 😎 …
Nachdem ein paar Vögel gesammelt sind, machen die drei Jungs unter einem großen Baobab Rast und grillen einen Teil der Vögelchen.
Von einer erlegten Taube bekommen wir dann auch die Filetstücke angeboten und steigen nochmals im Ansehen, als wir das Ganze dann auch tatsächlich verkosten (ich muss aber sagen: Taube wird zukünftig nicht unsere Leibspeise werden 😎 . Wir finden sie nur sehr bedingt empfehlenswert 😵 😉 …). Ja, und was machen die lustigen deutschen Touris, wenn ihnen was zum Essen angeboten wird? Sie überlegen sich gleich mit was sie sich revangieren könnten … allerdings haben die deutschen Touris mal wieder nicht mitgedacht und nur TicTacs in ihrem Rucksack 😗 . Godfrey und der einheimische Guide sind sofort Feuer und Flamme von den TicTacs (lustigerweise hat der einheimische Guide auch noch ein altes TicTac-Werbeshirt an und freut sich wie ein Schnitzel, weil er das naschen darf, was da auf seinem T-Shirt gedruckt ist 🤩 .). Vor lauter Begeisterung vergißt er jedoch den drei Hazabe-Jungs zu erklären, dass sie die TicTacs lutschen müssen 😕 . Was dazu führt, dass drei Hazabe herzhaft zubeißen… naja 😊 … könnt ihr euch die Gesichter vorstellen? 🤩 😵 🤩
Ich glaube, die drei fühlen sich in diesem Moment fürchterlich veräbelt, unser schwerst erarbeitetes Ansehen schwinden innerhalb wenige Augenblicke 😊 😗 und wir können nichts anderes als betröbbelt gucken, während sich Godfrey und der andere Guide fast schlapp lachen. 😎
Da versucht man sich einmal im kulturellen Brückenbau und dann das! Merke: TicTacs sind eher nichts um die Verständigung der Völker voranzutreiben. 😉 😛 😉
Irgendwann begeben wir uns wieder in Richtung Dorf. Auf den Weg dorthin, geraten die drei Jungs plötzlich in Aufregung und schubsen mich ziemlich vehement von einem Baum weg unter dem ich gerade laufen wollte. Aus gutem Grund: Dort oben baumelt nämlich eine schwarze Mamba! 🙄 🤩
An dieser Stelle gucken wir und guckt auch Godfrey erst einmal blöd aus der Wäsche 🙄 . Die drei Jungs setzen dazu an, die Mamba vorsichtig aus dem Baum zu holen – so nah an ihrem Dorf wollen sie das Tier nicht am Leben lassen. Und als sich die Schlange so nach und nach aufrollt, kann ich die drei auch ein bisschen verstehen – Tierschutz hin oder her – das Tier ist riesig und ich würde es auch nicht in meiner unmittelbaren Nachbarschaft haben wollen 😵 . Und angeblich ist das noch eine junge Mamba…
Nach diesem sehr beeindruckenden Erlebnis geht es zurück ins Dorf, wo wir bzw. Christian noch eine Lektion im Pfeil- und Bogenschießen bekommt 😄 . Das ist tatsächlich sehr nett gemacht, muss ich sagen. Mit Kulturtourismus an sich werden wir an diesem Tag zwar immer noch nicht richtig warm, aber unser Besuch bei den Hazabe war kurzweilig und interessant und die drei Jungs hatten auch ihren Spaß uns davonzulaufen 😉 – insofern passt scho 😉 ! …
Gegen elf sind wir zurück in der Lodge und bekommen einen 5-gängigen Brunch aufgefahren. Unglaublich lecker, unglaublich tolle Ideen und der Service ist 1a. Wir sind mal wieder begeistert. 🙂
Den restlichen Nachmittag verbringen mit Affenbeobachtung, ein bisschen faulenzen und einen Spaziergang an den See. Flamingos sind heute noch weniger zu sehen als gestern, dafür aber ein paar andere Vögelchen. Weiß jemand zufällig, was das hier ist? (er ist auf jeden Fall sehr laut!)
Hier die Lodge vom See aus fotografiert…
Nachdem nun die Hälfte unserer Reise vorbei ist, fangen wir schon wieder an, Pläne für unseren nächsten Januarurlaub zu schmieden 🙂 . Recht schnell ist klar: Es wird wohl wieder Afrika werden 😗 … Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang engen wir das Ganze zumindest mal auf drei Länder ein, die uns so vorschweben würden: Kenia, der nördliche Teil von Südafrika und Botswana 🙂 . Weiter kommen wir an diesem Abend aber nicht mehr…
Stattdessen lassen wir einen phänomenalen Sonnenuntergang auf uns wirken…
Selbst nachdem die Sonne am Horizont versunken ist, strahlt der Himmel noch in den schönsten Farben.
Das Essen ist abermals fantastisch und wir fallen nach interessanten Gesprächen mit den anderen Gästen gegen zehn Uhr hundemüde aber überaus zufrieden ins Bett. 🙂
Und morgen statten wir den Tse-Tse-Fliegen im Tarangire-Nationalpark einen Besuch ab! 😵
LG Steffi
Teil 3111. Apr. 2012
Hallo zusammen,
@BriZA: Ja, mit Intelligenz haben die Mietzen bei der Kabelaktion wirklich nicht geglänzt 🙄 ... ich muss zugeben, ich schiebe seither auch leichte Panik wegen sämtlicher anderer Kabel in der Wohnung ... wobei die bisher alle heil erscheinen. Kabel waren auch bisher kein Problem (sind ja Katzen, keine Nager ... eigentlich 😎 ) - keine Ahnung, was die geritten hat, dass mein PC-Kabel plötzlich als Kauschnurr herhalten musste 😠 .
Eigentlich sollte es ja heute in den Tarangire gehen, aber mein Göttergatte hat eingeworfen, dass ich unbedingt vor dem Tarangire etwas zu ein paar Themen allgemein auf dieser Reise schreiben müsste - die da wären: Fliegen, Mitreisende und Mitreisende 🙂 . Dem werde ich jetzt mal Folge leisten - die Elfanten müssen somit noch einen Tag warten.
FLIEGEN
Steckmücken und derlei waren zugegeben vor der Abflug mein diesmaliger Reisehorror. Nachdem man ja immer liest, was so eine kleine Stehmücke an bösen Krankheiten alles übertragen kann in Ostafrika, war mir doch ein wenig mulmig zumute. Gelbfieberimpfung war klar, Malaria-Prophylaxe auch, aber es gibt da ja auch noch andere "nette" Sachen, gegen die es derlei Schutz nicht gibt 😵 . Ich muss aber sagen, vor Ort war es dann tatsächlich viel harmloser als gedacht 🙂 . Oder auch anders formuliert:
Mückenabwehrzeugs funktioniert tatsächlich 😁 !
Fliegen und Stechmücken gibt es Tansania nämlich tatsächlich zuhauf, wenn man allerdings genügend nach Mückenabwehr duftet 😉 - so zumindest unsere Erfahrung - lassen einen die kleinen Biester ziemlich in Ruhe. Wir haben uns immer fleissig mit No Bite eingecremt und unsere Kleidung ebenfalls mit No Bite imprägniert. Das hat dann im Endeffekt dazu geführt, dass die Mücke in den Wagen geflogen ist, uns gerochen hat und dann unseren beiden Guides um die Köpfe geschwirrt ist und uns in Ruhe gelassen hat, was wir immer äußerst freundlich fanden 😎 ! In den ersten neun Tagen unserer Reise ist Christian so mit ganzen zwei Stichen und ich mit einem davongekommen. Christian hat dabei das Kunststück vollbracht, sich seine beiden Stiche am Kraterrand zuzuziehen - was unsere beiden Guides doch sehr verwundert hat, da es dort oben wohl nur sehr, sehr wenige Stechmücken gibt. Christian scheint sie alle gefunden zu haben 😉 . Insofern haben sich hier unsere Befürchtungen nicht realisiert ... zumindest bis wir dann in den Tarangire kamen 😗 ...
Hier mal ein kleines Foto, was ganz gut die in der Serengeti umherschwirrenden Mückenmengen verdeutlicht: Ich präsentiere Mücken mit Grantgazelle 😉
TseTse-Fliegen sind uns bis zum Tarangire-Park nur sehr vereinzelt um die Nase geschwirrt. Im Lake Manyara haben wir genau drei gesehen (da dachte ich noch: "Boah, was machen die alle ein Aufheben um die Viecher, so schlimm sind die doch gar nicht!" 😉 ... hhhm, ich sollte noch eines Besseren belehrt werden 😕 ) und in der Serengeti ist unser Wagen in der Nähe der Sopa Lodge mal von einer etwa 15-köpfigen TseTse-Fliegentruppe angegriffen worden. Das war dann etwas hektisch im Auto für zwei Minuten, aber danach waren wir wieder Tse-Tse-Mückenfrei und weiterhin stichlos. Das sollte sich mit dem Tarangire aber noch ändern....:S
MITREISENDE
Was uns wirklich aufgefallen ist während der zwei Wochen ist die unterschiedliche Zusammensetzung der Reisenden in Tansania im Vergleich zu Namibia. Als wir letztes Jahr nach Namibia flogen, sah man bereits im Flieger, dass hier vielfach ein ganz bestimmter Typ Reisender unterwegs ist - ich nenne ihn jetzt mal den Afrika-Virus-infizierten-Mehrfachtäter 😉 , der zumeist auch eine Aura des "Ich kenne mich hier aus!" versprühte 🙂 . Auch während der Rundreise in Namibia sind wir immer wieder auf diesen Typ Reisenden gestossen. Tansania hat sich da in der Zusammensetzung seiner Reisenden anders präsentiert. Zum einen ist das Durschnittsalter höher. In unserem Alter (um die 30) war sonst kaum einer unterwegs. Auch fanden wir das Publikum hier internationaler. Wo wir in Namibia hauptsächlich Deutsche, Holländer und Italiener trafen, hatten wir in Tansania ein Sammelsurium von Koreanern, Australiern, Brasilianern, unglaublich viele Amerikaner (lustigerweise alle aus der Gegend um Seattle 😄 ), Spaniern etc, etc. Natürlich auch Deutsche, die dann aber - und das fanden wir ganz interessant - immer erzählt haben, dass Tansania und die Migration ihr großer Traum immer schon gewesen sei und sie deswegen jetzt endlich mal nach Afrika gereist seien. Grundsätzlich fanden wir die Interaktion zwischen den vielen Nationen abends bei Lagerfeuer immer richtig schön und bereichernd - und als Element für sich die Reise schön abrundend 🙂 .
MITREISENDE
Ich bin jetzt schon mehrfach per PM gefragt worden, wie es denn ist, mit Fahrer unterwegs zu sein für zwei Wochen. Ich kann da natürlich nur für uns sprechen - aber wir fanden es schon gewöhnungsbedürftig. Das mag aber auch daran liegen, dass wir da aber auch ein bisschen speziell sind und bisher immer nur alleine unterwegs waren;) . Grundsätzlich haben wir es absolut nicht bereut mit Fahrer unterwegs gewesen zu sein: Wir haben Dank der beiden vieles gesehen, was wir alleine nie gesehen hätten und gerade mit Komba haben wir uns beide auch richtig, richtig gut verstanden 🙂 . Nichtsdestotrotz verbringt man viel Zeit mit eigentlich wildfremden Menschen und das ist und bleibt für uns ein Kompromiss- oder in den Worten meines Mannes 😉 : "Es hat schon seinen Grund, warum die meisten Safaris hier nicht länger als 8 Tage dauern - ab Tag 8 fängt's an zu nerven!" 😉 Christian hat dann spätestens ab Mitte der Reise auch vor sich hingeträumt, die Tour selbst fahren zu können 😎 . Wenn es uns noch einmal nach Ostafrika verschlagen wird, dann werden wir das auch in die Tat umsetzen - gesehen haben wir Dank unserer beiden Guides auf dieser Reise alles, dann können wir uns beim nächsten Mal ohne große Erwartungshaltung selbst auf die Suche begeben 🙂 . Dadurch dass wir die beiden Guides mit an Bord hatten, haben wir - ich denke das sollte auch noch erwähnt werden - nicht nur mehr Tiere gesehen, als ohne - wir haben auch sehr viel mehr über Land und Leute erfahren, als wir das getan hätten, wären wir alleine unterwegs gewesen. Die Gespräche mit den beiden sind auch ein Element dieser Reise, das ich eigentlich nicht hätte missen wollen - auch wenn die ständige Begleitung mich ab etwa Tag 8 ebenfalls etwas genervt hat 😉 .
Da hatten wir aber noch keine Bekanntschaft mit der Tse-Tse-Fliegen-Horde im Tarangire-Park gemacht und wussten dementsprechend auch noch gar nicht, was wirkliches Nerven bedeutet 😉 .
Darüber dann mehr morgen! 🙂
LG Steffi
Teil 3212. Apr. 2012
Hallo zusammen,
wie versprochen heute die Fortsetzung
Tag 10 oder auch: Der Tag an dem wir erfahren durften, dass ein Elefant im Bad nichts, aber wirklich nichts, außer Probleme macht 😎
Heute dürfen wir einmal ausschlafen, wir fahren nämlich erst um 8.30 Uhr los. 😄 Nach einem leckerem Frühstück verabschieden wir uns vom Lake Eyasi und der schönen Kisima Ngeda Lodge und machen uns auf den Weg in den Tarangire Nationalpark.
Auf dem Weg dorthin machen wir dann noch an einem Souvernirstand halt - allerdings müssen wir zu unserem innerlichen Entsetzen feststellen, dass man hier nur sehr wenig Freude am Handeln hat und eher unmotiviert auf dem Taschenrechner umhertippt 🤩 . Jetzt hab ich mich schon so auf Handeln gefreut und nun das! Godfrey amüsiert sich köstlich über unser Entsetzen und meint, die fehlende Motivation des Verkäufers liege wahrscheinlich daran, dass die US-Touristen sofort jeden noch so utopischen Preis ohne mit der Wimper zu zucken zahlen würden. 😵 Naja, wir nicht 🙄 - zumindest nicht ohne ein gewisses Handel-Entertainment. 🙂 Unsere beiden Guides finden unsere Kaufverweigerung ohne Handel-Entertainment sehr lustig (wenigstens zwei, die hier entertaint werden 😉 ) und versprechen uns auf den Weg zurück nach Arusha noch wohin zu fahren, wo wir nach Lust und Laune handeln könnten. 🙂 Yippiy! 😄
Gegen Mittag kommen wir im Tarangire-Park an. Am Eingang ist wieder Einreiseprozedere zu erledigen und so wandern wir ein bisschen durch die Anlage, die hier sehr hübsch angelegt ist und vor Vögeln nur so wimmelt.
Hier also mal wieder ein (Aggro- 😉 )Vogel mit Kumpels dessen Namen ich Vogelbanause mir mal wieder nicht gemerkt habe 😊 ...
Wenige Minuten später dürfen wir dann in den Park. Der Tarangire-Park wurde uns im Vorfeld von Godfrey immer als "unser Elefantenpark" beschrieben und er scheint seinem Namen alle Ehre zu machen: Keine 300 Meter hinter dem Eingang stehen wir in einer Herde Elefanten 🤩 .
Die Herrschaften grüßen uns sogar freundlich 😄 :
Dabei sind einige richtige Prachtexemplare...
So aus nächster Nähe sind die Tiere schon verdammt groß und beeindruckend...
Zwischen den grauen Giganten schauen immer mal wieder ein paar Impalas aus dem hohen Gras heraus...
Und die Elefanten? Die kommen immer näher ans Auto heran. Was liegt denn auch ferner, als sich direkt neben drei Autos in aller Ruhe seine Stoßzähne am Baum zu wetzen? 🤩 An dieser Stelle heißt es dann fotografisch "Byebye Teleobjektiv", dann damit wären nur noch Detailaufnahmen von Elefantenwimpern möglich 😄 . Trotz aller Ehrfurcht vor dem riesen Koloss der keine zwei Meter entfernt genüßlich seiner Stoßzahnpflege nachging, hab ich es doch geschafft mit dem kleinen Objektiv ein Foto von dem "Kerlchen" zu schießen...
Irgendwann ist Elefant dann mit seinen Stoßzähnen zufrieden, wandert bedächtig über die Straße und schaut dabei mal kurz nach, was es bei uns im Auto so zu sehen gibt 🤩 ...
Scheinbar sind im Auto aber nur langeweilige deutsche Touris zu finden 😎 - dann doch lieber am nächsten Baum sich anlehnen und ein wenig abhängen 😄 ...
...
Teil 3312. Apr. 2012
...
irgendwann sind dann alle Elefanten vorbeigetrottet und wir fahren in Richtung Picknickplatz um über unser heutiges Lunchpaket herfallen zu können. Auf dem Weg dorthin begegnen wir noch weiteren kleinen Verbünden von Elefanten, die wahlweise gemeinsam unter einem Baum stehen und dösen, vor sich hinfuttern oder vergnügt im Schlamm plantschen 🙂 ...
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich nach einer Stunde Tarangire schon den Überblick über unseren "Elefanten-Count" verlieren würde 😄 - es ist aber tatsächlich so. Wir können an diesem Tag kaum einen Kilometer fahren ohne nicht wenigstens einen Elefanten zu sehen. 🤩
Und wir können auch keinen Kilometer fahren, ohne nicht mindestens 5 neue Tse-Tse-Fliegen im Auto zu haben 😵 . Nun bin ich ja wirklich tierlieb (wirklich!) und gestehe eigentlich jedem Tier sein Recht auf Leben zu: Die Tse-Tse-Fliege als solche brachte mich aber zugegebenermassen hier an meine Grenzen. 😠 Und eigentlich halte ich mich mit Schmipftirraden wirklich zurück - aber solche - entschuldigt 😊 - Drecksviehcher sind mit bislang noch nicht untergekommen 😠 😵 😠 . Die greifen alleine, im Schwarm, offensiv direkt ins Gesicht fliegend und hinterücks sich versteckend aus dem Hinterhalt an. 🙄 Und sie sind nicht kaputt zu kriegen. 🙄 😠 Du schlägst drei Mal auf die Fliege und sie fliegt immer noch um deine Nase herum 😵 ! Und kaum freut man sich, das Auto Tse-Tse-Mücken frei bekommen zu haben, greift schon die nächste Formation der Blutsauger an 😣 ....
Nach zwei halben Tagen und einen ganzen Tag Tarangire haben wir ein Schlachtfeld voller toter Tse-Tse-Mücken hinterlassen 😵 : Wenn man Christians Angaben Glauben schenken darf, hat er alleine in dieser Zeit rund 100 von den Viehchern im Auto erlegt bzw. aus dem Auto geschmissen. Ich sicherlich nicht ganz soviele, aber an die 50 dürften es schon gewesen sein 😵 .
Nach der zigsten Tse-Tse-Attacke haben wir dann auch unsere Tse-Tse-Mord-Strategie bis ins letzte Detail optimiert: Am Effktivsten ist tatsächlich die "Tse-Tse-Zermalmungsmethode" mit dem Reiseführer als Werkzeug. Funktioniert in etwa 95% der Fälle hervorragend. 😎 Empfehlenswert im Kampf gegen die Biester sind auch helle, langärmelige Klamotten (dann sieht man sie eher, wenn sie auf einem landen, außerdem habe ich mir eingebildet, dass sie Weißes eher nicht als Landebahn bevorzugen ;)) .
Unser Kampf gegen die Tse-Tses war insoweit erfolgreich, als dass wir beide "nur" je 2x von den Biestern gebissen wurden. Für die Menge, die uns da um die Köpfe herumschwirrte, finden wir das ganz okay 🙂 - wer ganz ohne Tse-Tse-Mückenstich einen ganzen Tag im Tarangire-Park verbringt, hat jedenfalls unseren vollsten Respekt und darf uns gerne in seine Tse-Tse-Strategie einweihen 😄 .
Neben den fliegenden Blutsaugern haben wir aber auch noch ein anderes Problem: Der Stoßdämpfer unseres Wagens gibt plötzlich seltsame Geräusche von sich. Glücklicherweise ist es bis zum Picknickplatz nicht allzu weit und Komba nimmt sich dort gleich unter tatkräftiger Unterstützung einiger anderer Guides der Sache an 🙂 .
Der Picknickplatz ist Tse-Tse-frei und wir können uns in aller Ruhe über unser Lunchpaket hermachen 🙂 . Und die niedlichen Tiere hier beobachten...
Neben den kleinen Hörnchen sind auch viele Vögel hier versammelt. Hauptsächlich - Achtung, Achtung, ich habe mir einmal einen Vogelnamen gemerkt 😄 - viele Dreifarbenglanzkopfstare (und jetzt hoffe ich wirklich, dass ich mir das auch richtig gemerkt habe 😉 )
Die können ganz lieb schauen...
... aber auch sehr verwegen 🙂 ...
Dann ist auch unser Wagen wieder abfahrbereit. Die Stoßdämpfer konnte provisorisch gerichtet werden (wie, wollen wir ehrlich gesagt gar nicht wissen 🙄 ), erzählt uns Komba stolz und heute Abend würde auch schon ein Ersatzteil geliefert werden. Bis dahin könnten wir aber unsere Fahrt im Park fortsetzen. Na, dann - wir hoffen das Beste 🙂 .
Der Tarangire Park wartet neben der ganzen Tse-Tse-Mückenplage im Übrigen auch mit einer wirklich phänomenal schönen Landschaft auf.
Sehr interessant und auch sehr imposant sind die vielen Leberwurstbäume, die hier stehen...
Und wie es auf der Pirsch weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Teil (allerdings erst am Sonntag, weil wir morgen Besuch bekommen 🙂 )
LG Steffi
Teil 3416. Apr. 2012
Tag 10 - Fortsetzung
Auf unserer Pirschfahrt durch den Trangire sehen wir neben vielen Tse-Tse-Fliegen 😣 und Elefanten auch Wasserböcke (bevorzugt von hinten 😉 ) einige Strauße und ganz viele Impalas:
und Elefanten ...
... Elfanten 🙂 ...
und Impalas 😄 ...
Der Tarangire ist wirklich ein einziges großes Elfanten- und Impalaland 🙂 . Neben den "Großen" sind aber auch viele "Kleine" unterwegs: Vögel zum Beispiel ... leider mal wieder namenlos 😗 (für die nächste Reise gelobe ich wirklich Besserung, was das Federvieh angeht, versprochen 😊 ).
Insofern also hier ein schöner blauer Vogel 😉
Und noch ein ein hübscher Vogel, bei dem ich glaube, dass es sich um einen kleineren Nashornvogel handelt 😕 ... aber hübsch ist er 😄 , das ist sicher!
Und hier noch ein Raub?Adler (???) 😕 😊 😗
Gegen sechs machen wir uns auf zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: die Roika Tented Lodge. Zuvor aber noch schnell ein Foto der rüsselwerklichen Kunst der Elefanten: Baobab-Baum mit Loch!
Eigentlich sollten wir ja in einer anderen Lodge unterkommen, nur wurde die Zufahrtsstraße zu dieser Lodge wenige Wochen vor unserer Reise wggespült 🤨! Da die Straße bis zu unserer Ankunft nicht wieder aufgebaut war und die Anfahrt zum Park sich deshalb stark verlängerte, wurden wir in die Roika Lodge umgebucht. Die Roika Lodge liegt eigentlich nur 8 Kilometer Luftlinie vom Park entfernt, die Anfahrt vom Park zur Lodge und umgekehrt dauert aufgrund der etwas ruckeligen Straße und viel Ziegen- Kuh- und - wie sollte es anders sein 😉 - Elefantenverkehr jedoch gut 25 Minuten.
Die Roika Lodge ist eine etwas größere Lodge, die erst vor wenigen Monaten eröffnet hat, mit etwa 28 Zimmern. Jedoch sind davon während unseres Aufenthaltes nur etwa 5-8 Zimmer belegt. Es ist also recht ruhig und beschaulich. Architektonisch hat sich hier jemand mit großer Vorliebe für Schnitzereien ausgelebt 🙂 . Jedes Zimmer bzw. Zelt steht zudem unter einem bestimmtem Motto.
Wir bekommen das Elefantenzelt. Bedeutet für uns, dass nicht nur das Bett liebevoll mit Elefantenschnitzereien verziert ist, sondern dass im eigentlich sehr großem Badezimmer ein riesiger Elefant steht 🙄 . D.h. genauer gesagt eine riesige Elefantenbadewanne 🤩 . Das Teil ist wirklich schön. Nur wurde es mit ein bisschen viel Liebe zum Detail angefertigt, denn der Badewannenschreiner hat dem Elefanten auch riesige Füße verpasst und die sind einfach immer im Weg 😵 . Geht man ins Badezimmer, ist da ein Elefantenfuß, überwindet man diesen erfolgreich und bewegt sich Richtung Toilette, so ist da bereits der nächste Elefantenfuß, der heimtückisch darauf lauert, dass man sich im Kampf Menschenzehe - Elefantenfuß mit ihm misst 🙄 .
5 schmerzende Begegnungen mit den Elefantenfüßen später, stellen wir fest, dass der Elefant noch ein anderes Problem darstellt: Er hat uns scheinbar das ganze Duschwasser weggetrunken, denn aus unserem Duschhahn, tropfen nur ein paar vereinzelte eiskalte Tropfen 🙄 . Das Duschen wird so zu einem sportlich-erfrischendem "Fang den Tropfen"-Erlebnis 😄 . Wir erlauben uns dann doch beim Abendessen den fehlenden Wasserdruck samt fehlendem warmen Wasser freundlich anzumahnen. Das Essen ist okay, wenn auch nicht so gut, wie in den vergangenen Tagen.
Danach fallen wir recht schnell hundemüde und geschlaucht von den heißen Tag, der Tse-Tse-Mücken Jagd (heute kein Biss - yeah! 😎 ) und den ganzen Elefantenerlebnissen in die bequemen Betten.
Morgen geht es für den ganzen Tag in den Tarangire Nationalpark auf Jagd nach Tse-Tse-Mücken 😎 .
LG Steffi
Teil 3506. Mai 2012
Hallo zusammen,
oh wei - im Hinblick auf Hängematte (übrigens: Willkommen an Bord 🙂!) teile ich mal schuldbewusst eine Ladung Sonnencreme aus 😊 !
Sorry, dass es hier in den letzten Tagen nicht voran gegangen ist, aber bei uns ging es irgendwie drunter und drüber sowohl auf Arbeit als auch im Privaten, dann hab ich definitv zuviele Sachen noch vor meiner Anfahrt nach Namibia geplant (merke für den nächsten Urlaub: Langsamer angehen lassen 😉 ) und dann hat auch noch der PC meines Göttergatten einen Abflug gemacht, weswegen Mann seit einer Woche äußerst aufmerksamkeitsbedürftig ist 😄 !
Aber ich habe euch nicht vergessen: Und ich schulde euch ja noch ein paar Elefanten und Impalas. Also: Alle wieder aufgehopst, wir tuckern weiter 🙂 !
Tag 11 - oder auch: Mist, es juckt! 😕
Die Nacht ist wirklich erholsam und ruhig - sieht man mal von den nächtlichen Fußattacken unseres Elefanten im Bad ab, der uns beide jeweils zwei halbblaue Zehen einbringt. 😵 Selbst wenn man weiß, dass er da ist, irgendwie ist vor ihm kein Entkommen 😐 . Wir stellen fest: Elefanten haben im Bad definitiv nichts verloren - Elefanten scheiden hiermit und für immer als potentielles Haustier aus 😉 !
Morgens springen wir gut gelaunt aus unseren Betten. Nachdem unsere beiden Guides gestern abend bis elf den Wagen noch repariert haben, haben wir heute die Abfahrt auf sieben Uhr morgens verschoben, damit sich die beiden auch noch etwas ausruhen konnten.
Über eine Buckelpiste holpern wir in Richtung Parkeingang. Da es auch im Tarangire keine Zäune gibt, ist aber auch vor dem Parkeingang die Tierdichte recht hoch: Es begrüßt uns ein Schakal und eine Herde Giraffen.
Und im Park natürlich: Impalas 🙂
... und Impalas 😄 ...
Ich finde Impalas ja wirklich außergewöhnlich hübsche Tiere und finde es außerdem zum Brüllen komisch, wenn man mal für ein paar Minuten einen Impala-Pascha beim Managen seiner Herde zusieht, inkl. Fluchtversuche einiger Impala-Damen etc. 🙂 - aber im Tarangire setzt ein bisschen das impalische Gnu-Moment ein: Es sind fast schon zuviele, als dass man sie einzeln noch würdigen kann. 🤨
Die TseTses ignorierend - soweit das eben geht - pirschen wir uns durch den Park. Und treffen auch noch auf andere Bewohner des Parks:
Klippschliefer, die ein morgendliches Sonnenbad nehmen...
Bitte recht freundlich 🙂
Wasserböcke gibt es hier auch einige, allerdings präsentieren sie sich mal wieder bevorzugt von hinten 🤨 ...
Und dann gibt's natürlich Elefanten, Elefanten, Elefanten. Ich weiß nicht, wie groß die Herden hier sind - Christian hat einmal rund 70 Elefanten auf einmal um uns herum gezählt, ich hab zuhause zudem einige Fotos gefunden, auf denen mehr als 40 Tiere zu sehen sind. Es sind auf jeden Fall unglaublich viele!
Wir versuchen heute von den Herden ein bisschen Abstand zu halten (was gar nicht so einfach ist!) und beobachten das Spiel der Elefanten ein bisschen aus der Ferne. Denn wenn man den Kolossen nicht alzu nahe rückt, steigt der Entertainment-Faktor steil an. Da rangeln die Halbstarken, ärgern die Babys die Mütter und alles wuselt lustig durcheinander. Fazit: So eine Elefantenherde ist schon ein Erlebnis! 🙂 Den "Kerlchen" sieht man richtig den Spaß am Leben an! 🙂
Hier ein paar Impressionen:
...
Teil 3606. Mai 2012
...
Die Tse-Tses haben wir heute auch wenn sie in irrsinnigen Mengen auftreten ganz gut im Griff. Langärmelige helle Kleidung hilft tatsächlich etwas, wenn auch nicht immer.
Aber irgendwie: Obwohl wir bisher erst jeweils einmal von dien Mistviehchern gebissen wurden - irgendwie juckt es uns am ganzen Körper... 🤨 ... vielleicht ein psychologischer Nebeneffekt von Tse-Tse-Mücken-Dauerstress? 😐
Jedenfalls auch wenn es sich wiederholt 😉 : Blendet man die TseTses aus, ist der Tarangire wirklich ein landschaftlich wunderhübscher Park.
Hier Landschaft mit ein paar Tierchen garniert 🙂 :
Vogeltaxi 😎
Und dann wieder Elefanten links von der Straße, Elefanten rechts von der Straße, Elefanten auf der Straße, usw. 😄
Am niedlichsten sind wirklich die kleinen Babys ...
Gegen Mittag wird es im Park fast unerträglich heiß. Während wir nach einer Mittagspause im Schatten verschwitzt und nach TseTse-Mücken schlagend uns weiter durch den Park pirschen, halten die Nilwarane noch Mittagssiesta im Baum 🙂 ...
...
Teil 3706. Mai 2012
...
Ein paar kleine Dikdiks dürfen natürlich auch nicht fehlen 🙂 ..
Und hier noch einmal hübsche Landschaft aus dem Tarangire...
Dann am späten Nachmittag .. wir haben zugegebenermassen schon fast einen Impala- und Elefanten-Overkill, treffen wir an einem Tümpel endlich einmal auf eine Gruppe Wasserböcke, die uns nicht nur ihre Kehrseite zeigen 🙂 . Schööön 😄 !
Vor lauter Wasserbock übersehen wir auch fast, die kleine 12-köpfige wuselige Gruppe Zebramangusten, die es sich am Tümpel ebenfalls bequem gemacht hat. 🙂
Gegen sechs entschließen wir uns den Park zu verlassen: Es ist heiß, wir sind verschwitzt, jucken und die TseTse nerven einfach tierisch. So schön der Park ist, aber an diesem Abend haben wir ihn irgendwann ein bisschen TseTse satt 😕 .
Im Roika Camp angekommen, der Schock: Das Jucken war nicht nur eingebildet, wir sind an Armen und Beinen bepustelt 😵 - und die Pusteln jucken wie blöde 😣 . Christian wirft in den Raum, ob wir hier im Zimmer vielleicht irgendein Ungeziefer haben? - Aber das Zimmer ist doch blitzeblank sauber, hier könnte man vom Boden essen? 😐 Vor uns hinrätselnd, springen wir abermals den "Dusch"-Tropfen im Elefanten hinterher (der Wasserdruck ist auch heute noch nichtexistent und warmes Wasser gibt es ebenfalls nicht 😵 ), packen die Antijuckcreme aus und begeben uns zum Essen.
Das Essen ist auch heute wieder ordentlich, wenn auch nicht so gut, wie wir es auch dieser Reise schon hatten. Danach fallen wir hundemüde ins Bett und hoffen, dass sich der Verdacht mit dem Ungeziefer hier im Zimmer nicht bestätigt. ...
Morgen geht's dann zu einer letzten Pirschfahrt in den Tarangire und dann zurück nach Arusha. Und es wird jucken, ganz übel jucken 😵 ...
LG Steffi
Teil 3808. Mai 2012
Hallo ihr,
jetzt muss ich mich gleich vorweg mal entschuldigen: Denn eigentlich hatte ich wirklich vor, diesen Reisebericht vor meiner Abreise nach Namibia fertig zu stellen ... nur ... angesichts der Tatsache, dass wir morgen Abend fliegen, wird das doch ein wenig eng 😗 ...
Ich muss euch also mit einem weiteren Teil der Reise vertrösten und verspreche, dass ihrch euch das Ende der Tansania-Reise samt dann topaktuellem Impala-Paarverhaltens-Vergleich Namibia-Tansania 😎 um Pfingsten herum nachreichen werde.
Ich hoffe, ihr seid mir nicht allzu sehr böse 😊 - und für Hängematte auf dem Landroverdach habe ich für die nächsten zwei Wochen Wartezeit auch gleich einen Karton Sonnenmilch besorgt 😉 !
@ Karsten: Also, wenn wir das gewusst hätten mit dem fatalen Zusammenhang Guide und TseTses, dann hätte Christian unsere beiden Guides wahrscheinlich am Parktor ausgesetzt 😄 ! Ist aber schon beruhigend zu wissen, dass das mit der Mückenplage nicht immer so ist - den der Park ist wirklich mehr als einen Besuch wert! Vielleicht testen wir das nächste Mal auch ohne Guide 🙂 !
@ Bele und nicole: Nur soviel vorweg: Das Jucken hielt auch noch eine Woche nach dem Urlaub an 😣 und Bele hat ziemlich ins Schwarze getroffen 😵 !
Jetzt geht's aber weiter - ich schulde euch ja immer noch ein paar Elefanten 🙂 !
Tag 12 - Vom Tarangire nah Arusha oder: Wenn's juckt, dann juckt's!
Auch wenn man es vielleicht nicht glauben mag, aber auch diese Nacht schlafen wir traumhaft gut. Nur das Aufwachen ... naja ... zum einen stoße ich mir zum zigsten Mal meinen großen Zeh an dem blöden Elefanten, zum anderen ist das mit dem Jucken nicht wirklich besser geworden. Eher im Gegenteil: Die Pusteln von gestern haben sich in ihrem Umfang eher verdoppelt und strahlen grellrot vor sich hin 😵 ! Naja, kann man jetzt auch nicht helfen, Antijuckzeug drauf und das Beste hoffen - wir checken ja heute sowieso aus. Christian geht es ein bisschen besser - seine Pusteln sind wenigstens gleich groß geblieben...
Kurz vor sieben brechen wir zu unserer letzten halbtägigen Pirschfahrt in den Tarangire auf. Das Licht heute morgen ist reichlich seltsam ...
Heute wird es sehr schnell richtig heiß ich Park, die TseTses sind auch schon alle wach 😣 und wir jucken, jucken und jucken. 😵 Dann beißt mich auch noch eine von den TseTse-Biestern in den Hals 😕 - autsch - und so ein Quarantäne-Ganzkörperanzug gewinnt immer mehr an Reiz 😉 ! Kurzum: Heute ist nicht wirklich unser Pirschtag!
Nichtsdestotrotz: Tiere sehen wir auch heute, auch wenn die Tierausbeute nicht ganz so hoch wie gestern ist...
Ein paar Großvögel 😉 in der Morgensonne...
Und ein paar freche Impaladamen laufen uns auch über den Weg (die scheinbar die deutschen Touris genauso doof finden, wie die deutschen Touris die tansanianischen TseTse-Mücken 😄 )...
Auch wenn wir heute beide nicht s wirklich gut gelaunt sind, unsere Guides reißen sich wirklich ein Bein aus, um uns bei Laune zu halten. Wir - bzw. hauptsächlich ich - werden im Laufe des Tages zunehmend mehr bemitleidet, denn meine Pusteln werden im Laufe des Tages zunehmend mehr und zunehmend größer 😵 und dummerweise auch zunehmend mehr juckend 😣 . Godfrey erzählt uns, dass es in Tansania große Probleme mit Bettwanzen immer dann gibt, wenn die Wäsche nicht heiß genug gebügelt wird, weswegen das Personal eigentlich imme sehr genau darauf geschult werde, die Bettlaken und alles andere so heiß wir möglich zu bügeln. Im Roika Camp scheint irgendwer das wohl vergessen zu haben 😕 . Godfrey meint, dass er das auf jeden Fall auch weitergeben würde, da sowas gar nicht gehen würde ...
Aber ... wenn einem die Elefanten so nett grüßen, dann vergißt man auch kurz einmal seinen Juckreiz und freut sich einfach nur über die tolle Tierwelt hier 🙂
Hier noch ein hübscher Kleinvogel 😉 beim Morgenfrühstück - ich glaube es ist ein Kingfisher...
Und auch heute wieder: Elefanten, Elefanten, Elefanten 🙂 ...
...
Teil 3908. Mai 2012
...
und Elefanten 🙂
und Elefanten (ich verspreche, dass das dann auch das letzte Elefantenfoto dieser Reise ist 😉 )
Aber wir sehen auch noch andere Tiere: Zwar verstecken sich die Großkatzen trotz angestrengter Suche unsere Guides auch heute vor uns (könnten das vielleicht einmal die TseTses tun 😉 ? Aber Katzen haben wir ja reichlich in der Serenegti gesehen 🙂 ! Daher freuen wir uns heute über vereinzelte Büffel, ein einsames Zebra, Impalas, Giraffen...
und Sträuße...
Gegen zwölf verlassen wir den Park und ehrlich gesagt: Wir sind froh drum! 😕 So schön der Park ist, heute war einfach nicht unser Pirschtag.
Wir fahren nach Arusha und unsere beiden Guides machen ihr Versprechen wahr und fahren uns tatsächlich zu einem kleinen Souvenirmarkt, der etwas abseits liegt, der aber weitaus schönere Sachen hat als die Stände an den Touristraßen - und - das Beste 🙂 - hier kann man richtig schön handeln 😄 ! Da vergeße ich sogar für etwas länger die lästige Juckerei.
Gegen vier kommen wir in unserer Unterkunft für die letzten drei Nächte an, der Arumeru River Lodge etwas außerhalb von Arusha. Die Lodge wird von einem deutschen, super netten paar geführt und wir fühlen uns sofort wohl. Die Anlage ist wunderschön, mit großem gepflegten Garten und einigen Dikdik-Familien, Perlhühnern, unzähligen Vögeln und grünen Meerkatzen als "Dekoration" 😉 ...
Nachdem wir unser (sehr schönes) Zimmer bezogen haben erst einmal der Schock: Meine Beine sehen aus wie rotes Pustelgebirge 🤩 - kein Wunder, dass es mich so juckt! Ohne Garantie auf Völlständigkeit zähle ich alleine an meinen Beinen und Füßen 70 Stiche 😵 (oder genauer gesagt: bei 70 höre ich zu zählen auf und ergebe mich dem Juckreiz 😖). Christian sieht nicht wirkich viel besser aus, allerdings werden die Pusteln bei ihm nicht gar so riesig! Glücklicherweise habe ich mir zuhause für den Fall der Fälle von unserem Hausarzt eine Kortisoncreme verschreiben lassen (die war eigentlich für böse TseTse-Stiche gedacht 😉 ) - die wird nun ausgepackt! Und sie hilft auch glücklicherweise ein wenig - zumindest stoppt sie bei mir das Pustelwachstum (man ist ja schon für Kleinigkeiten dankbar 😉 ).
Ansonsten lassen wir den Rest des Tages die Seele baumeln, schauen den Dikdiks und Hühnern im Garten zu und genießen abends das ausgesprochen leckere Essen der Lodge. Eigentlich ein sehr runder, schöner Tag - vom Jucken mal abgesehen...
Und die Dikdiks sind wirklich sowas von niedlich 🙂
Morgen geht's dann in den Arusha Nationalpark ... bzw. für euch leider erst in zweieinhalb Wochen 😊 .
Ich verabschiede mich bis zum 25.5. ersteinmal nach Namibia 🙂 und werde dort zusammen mit meiner besten Freundin die Pads unsicher machen 😄 .
Liebe Grüße und bis bald Steffi
Teil 4030. Mai 2012
Hallo zusammen,
nachdem alle schon wieder brav in den Wagen gestiegen sind, läute ich doch gleich mal zur Abfahrt (für all diejenigen, die die Abfahrt verpassen: Keine Sorge - heute geht es nicht weit 😉 ).
Tag 13 - Arusha Nationalpark
Eigentlich sollte der heutige Tag der Anfang unserer Reise sein. Doch durch Überbuchungsprobleme in Arusha ist der Besuch des Arusha Natinalparks ans Ende unserer Reise gerutscht. Programmtechnisch - soweit gleich vorweg - zum Nachteil. Der Arusha Natinnalpark ist klein und fein, mit der Serengeti und ihren Herden, dem Lake Manyara Nationalpark und auch dem Tarangire kann er aber nicht mithalten - soll und braucht er aber auch nicht. Für den Einstieg in eine Safari und zur Akklimatisierung ist er aber ideal und für uns bzw. insbesondere für mich erwies sich der Park als Rettung, denn in dem von bösen Mücken freien Park konnte ich einen Tag länger meinen Juckreiz ausleben 😗 ... es folgt also die Geschichte, wie ich in kurzen Hosen und Sandalen durch den Arusha Park stiefelte und als Touri-Schreck fungierte ("Siehst du Kind und genau deshalb sollte man in Tansania Mückenabwehrmittel auftragen!" 😈 ).
Für alle die daher auf eine Meru-Besteigung hoffen 😉 - ich muss euch leider enttäuschen, mit Sandalen geht das dann doch nicht (aber zugegebenermassen reizen täte es uns für irgendwann in der Zukunft schon irgendwie, dann aber mit Wanderschuhen und ohne Juck-Pusteln 😗 ).
In diesem Sinne, lassen wir den Tag beginnen 😄 .
Um zum Tag zu kommen, muss ich aber erst einmal bei der vorgehenden Nacht anfangen. Die nämlich ist das absolute Juck-Grauen. Die Cortison-Salben-Tube wird in diesen Stunden meine beste Freundin und ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich das angefühlt hätte, hätte ich die Salbe nicht mit dabei gehabt. 😵 Christian der Glückspilz hat mit seinen Bissen nicht gar soviele Probleme, aber ich sehe spätestens am nächsten Morgen so aus, als wolle ich für ein Mückenschutzmittel Reklame machen unter der Aufschrift: "Und deshalb sollten sie besser vorsorgen!" 😣
Da an Wanderschuhe, ja gar Socken und eine lange Hose nicht zu denken ist - jap, die Pusteln jucken bei Kontakt mit irgendetwas nur noch stärker 😵 - geht's daher in kurzer Hose und offenem Schuhwerk in den Park.
Der Arusha Nationalpark ist schnell erreicht, liegt er doch eigentlich unmittelbar an Arusha angrenzend. Nicht zu übersehender Höhepunkt des Parks ist der Mount Meru, der hier alles überragt.
Vom Arusha Nationalpark hat man an klaren Tagen auch einen Blick auf den Kilimanjaro. Bei uns war es zwar nicht mehr ganz so klar, aber sehen konnte man ihn trotzdem noch 🙂
Der Park selbst ist vor allem wegen seiner großen Anzahl an Giraffen, der dort vorkommenden Colobus-Affen (oder so 😉 😗 ) und den Flamingoschwärmen, die dort zeitweise die Sodaseen bevölkern bekannt. Da es heute recht windig ist, gibt es erst einmal Giraffen im Staub 🙂 ...
Gefolgt von Affen in den Bäumen 🙂 ...
Die Affen finde ich persönlich wirklich äußerst niedlich und auch recht hübsch mit ihrem langen Schwanz. Da die Herrschaften es aber vorziehen weit oben in den Baumwipfeln umherzuturnen, ist es schwierig anständige Fotos von den Kerlchen zu machen...
Neben den Giraffen und den Affen sehen wir auch noch viele Vögel hier - zwar bisher keine Flamingos, aber ein paar Reiher, Kronenkraniche und den auch hier lauthals vertretenen Hagedasch (und das sind jetzt nur die Vögel, die ich kenne 😉 , da ist noch einiges andere für mich Undefinierbares rumgeflogen 😎 ).
Und Warzenschweine gibt's auch ... hier hatte gerade die Milchbar geöffnet 🙂 ...
Einige Giraffen weiter...
... waren wir dann an den Sodaseen angekommen - die wirklich ein schönes Bild in der kargen Landschaft der hinteren Seite des Parks bieten. Allerdings: Flamingos auch hier mal wieder Fehlanzeige!