Herzlich willkommen zu unserem Reisebericht „Go visit Tanzania!“, der – ihr werdet es wahrscheinlich schon erraten haben - von unserer Tansania Reise Mitte Januar bis Anfang Februar diesen Jahres handelt.
Insgesamt waren wir mit An- und Abreise 16 Tage unterwegs und haben die klassische Nordroute „abgegrast“. Dieses Mal sind wir nicht selber gefahren (das war uns für das erste Mal Ostafrika dann doch zu heikel), sondern haben uns fahren lassen. Neben uns beide – Christian und Steffi – begleitet ihr dieses Mal also auch Godfrey und Komba auf die Reise mit.
Nichtsdestotrotz: In unserem Land Rover ist noch genug Platz, ihr könnt also gerne zusteigen! 🙂
Warum gerade Tansania? Nun eigentlich haben wir das Reiseziel einem lustigen Gästebucheintrag im Okaukuejo-Camp im Etosha Nationalpark im Januar 2011 zu verdanken. Dort ließ sich damals eine Amerikanerin lang und breit darüber aus, dass es im Etosha ja gar keine Tiere zu sehen gäbe (was wir nun wirklich nicht bestätigen konnten!) Ihre Ausführungen beendete die Dame mit einem riesengroßem Aufruf: „Go visit Tanzania!“ Unsere Neugier war geweckt! 😄
Doch schnell stellten wir fest, dass so eine Tansania-Reise – auch oder vielleicht gerade, wenn man sich entschließt nicht selbst zu fahren – eine Wissenschaft für sich ist. Die meisten Anbieter kombinieren nämlich 3-8 Tage Safari mit Baden am Meer. Nun finde ich das Meer zwar toll, mein Göttergatte weigert sich aber standhaft mit etwas schwimmen zu gehen, was lebt und kein Mensch ist. 😗 Hinzu kommt, dass es uns am Strand immer fürchterlich schnell langweilig wird …
Einen Anbieter zu finden, der zwei Wochen Safari – noch dazu, wie wir sie uns vorstellten, d.h. mit eher weniger kulturtouristischen Elementen - und das auch noch zu einem bezahlbaren Preis anbietet war deshalb gar nicht mal so einfach. Aber wir sind letzten Endes fündig geworden! 🙂
Unsere Route sah dann letzten Endes folgendermaßen aus: Tag 0: Abflug Tag 1: Ankunft – Arusha Tag 2: Arusha – Lake Manyara NP Tag 3: Lake Manyara NP – Karatu Tag 4: Karatu – Ngorongoro Krater Tag 5: Ngorongoro Krater – Serengeti (Ndutu) Tag 6: Serengeti (Ndutu) Tag 7: Serengeti (Seronera) Tag 8: Serengeti – Lake Eyasi Tag 9: Lake Eyasi („Spaziergang“ mit den Hazabe-Buschmännern) Tag 10: Lake Eyasi – Tarangire NP Tag 11: Tarangire NP Tag 12: Tarangire NP – Arusha Tag 13: Arusha NP Tag 14: Arusha (Besuch eines Dorfes in der Nähe von Arusha) Tag 15: Arusha - zuhause
Achja, falls es in diesem Reisebericht öfter mal „Gnuuöt!“ bitte nicht wundern – nach drei Tagen Serengeti während der Migration und der entsprechenden Geräuschkulisse fängt jeder irgendwann an, ein bisschen Gnu zu sein. 😉
In diesem Sinne… bitte einsteigen, bald geht es los!
Alle Nachzügler und Neuzugänge können zur besseren Lesbarkeit oben rechts in der Titelleiste auf die Sonne klicken und landen dann bei den gesammelten Reiseberichtsteilen ohne Kommentare!
Teil 207. März 2012
Hallo zusammen,
wie versprochen - los geht's!
Tag 1
Kurz vor sieben geht mit Blick auf den Kilimanjaro und die umliegende Gebirgskette die Sonne auf. Nach gut acht Stunden Nachtflug sind wir fast am Ziel – keine Stunde später landen wir am Kilimanjaro Airport in Tansania.
Hurra, wir sind im Urlaub! 😄
Bzw. wir sind fast im Urlaub - noch haben wir ja das Einreiseprozedere vor uns. Der Flughafen Kilimanjaro Airport besticht durch eine gewisse Übersichtlichkeit und 70er Jahre Bausündencharm 😄. Das wichtigste hier: Bloss nicht den Flughafen fotografieren, dass wird in Tansania scheinbar nicht gerne gesehen . Nun gut, hatten wir auch nicht vor, so hübsch ist er wirklich nicht 😗.
Im Flughafen teilen sich die Ankommenden in zwei Schlangen: Die, die bereits ein Visum haben und die, die sich dieses noch holen müssen. Wir haben unsere bereits in Deutschland beantragt und können uns daher gleich bei den Einreiseschaltern anstellen – und sind tatsächlich die Ersten 🤩 . Die Dame hinter dem Schalter begrüßt uns sehr freundlich und arbeitet uns richtig schnell ab 🙄 . Und das Gepäck ist tatsächlich auch schon da 🤩 ! Wir sind verblüfft – so schnell sind wir noch nie im Urlaub durch das Einreiseprozedere gekommen – und das in Afrika 🙂 ! Da fängt der Urlaub ja schon super an!
In der kleinen Empfangshalle werden wir auch schon empfangen. Neben Godfrey unserem Guide wird uns auch noch unser Fahrer Komba auf die Reise begleiten. Warum wir gleich zwei Guides abbekommen haben, ist uns nach wie vor ein gewisses Rätsel, scheint aber manchmal zu passieren, wenn gerade einer übrig ist und die örtliche Agentur einem etwas Gutes tun will (oder vielleicht auch nur einen Guide beschäftigen will ;)).
An diesem ersten Tag fahren die beiden uns nur nach Arusha ins Hotel. EIn Programm hatten wir für diesen ersten Tag nicht vorgebucht, weil wir uns nicht sicher waren wg. Verspätung etc. Dies wollten wir ggf. vor Ort noch angehen. Allerdings war diesmal der Vorurlaubsstress zuhause derart übel, sodass wir in Kombination mit dem NAchtflug ziemlich gerädert ankamen. Insofern unsere Entscheidung den Tag ruhig anzugehen und uns nur ein bisschen vom Nachtflug zu erholen und die Seele baumeln zu lassen. 🙂
Auf der Fahrt vom Flughafen nach Arusha haben wir auch gleich einen guten Ausblick auf den Kilimanjaro. Unsere beiden Guides sind recht begeistert – so klar ist die Sicht wohl nicht allzu oft. Und eines merken wir bereits auf der dreiviertelstündigen Fahrt zum Hotel ganz klar: Hier staubt's! Und wie! Man liest ja immer davon, aber in echt vor Ort, steht man dann doch mit einer gewissen Faszination vor diesem unglaublich feinem Staub, der hier überall ist und durch alle Ritzen kriecht. Der Staub sollte dann auch für die nächsten 14 Tage unser treuer Begleiter werden 😉, mal mehr mal weniger, aber da war er eigentlich immer.
Unser Hotel für die erste Nacht, das African Tulip liegt direkt in Arusha in einer kleinen Seitenstraße.
Es ist eine kleine Anlage, aber sehr gepflegt, mit sehr schönen Zimmern und sehr engagiertem Personal. Der Manager ist ein Inder, der sich zuallererst entschuldigt, dass unsere Zimmer noch nicht bezugsfrei sind. Huh? 🙄 Es ist erst kurz nach 9.30 Uhr morgens – mit bezugsfertigen Zimmern hatten wir echt noch nicht gerechnet. Dem Manager scheint das aber sehr peinlich zu sein – er entschuldigt sich gefühlte 1000x und bugsiert uns in die Bar, wo wir Getränke aufs Haus bekommen 😁 . Keine 15 Minuten später ist dann auch unser Zimmer bezugsfertig. Das ging doch nun wirklich einmal schnell. Wir verabschieden uns von Godfrey und Komba und verabreden uns für den nächsten um neun Uhr zum Start unserer Tour.
Dann holen wir ein bisschen Schlaf nach und genießen den Rest des Tages im kleinen Garten der Anlage bei Vogelgezwitscher und lecker indischem Essen.
Achja, Gnus haben wir an diesem ersten Tag gesehen – die hingen nämlich über unserem Bett 😄 !
Fazit: African Tulip - Arusha Als erste der letzte Übernachtung ist das kleine aber feine Hotel wirklich perfekt. Es liegt einigermassen ruhig, ist sehr gepflegt, der Manager liest einem wahrscheinlich auch wirklich jeden Wunsch von den Lippen ab 😉 und das Essen ist auch sehr schmackhaft.
Teil 307. März 2012
und wie versprochen, hier auch noch der zweite Tag!
Allerdings reichlich "Gnuuööh"-los 🙁 - dafür hab ich als Entschädigung für euch aber ein paar "Törööös" zu bieten! 😉
Ich hoffe außerdem, ihr habt nichts gegen Fotos - davon kommen in den nächsten Beiträgen nämlich jetzt einige 😗 !
Tag 2
Nach einer erholsamen Nacht blicken wir am nächsten Morgen froh und munter unserer ersten Safari entgegen. Das Frühstück ist gut und reichhaltig und es gibt ANANAS – echte, frische Ananas 🤩 . Ehrlich gesagt: Ich könnte mich in frischen Ananas baden, so gut sind sie 😊 ! Kein Vergleich zu den Ananas zuhause.
Nachdem Frühstück packen wir unser Sachen und marschieren zur Lobby, wo wir schon erwartet werden. Heute soll es in den Lake Manyara Park gehen. Godfrey fragt uns, welche Tiere wir uns heute wünschen! Uih - wir dürfen Wünsche äußern 😁 - dann wünschen wir uns doch mal einen Elefanten. 😄
Zuvor geht’s aber noch zum Wasserkaufen und Geldwechseln. Die damit verbundene Tour durch Arusha ist sehr interessant. Neben dem leicht chaotischen Verkehr beeindrucken uns am meisten die sehr langgezogenen, direkt an den Straßen liegenden Gärtnereien. Die ein oder andere dort strauch- oder baumartig groß gewachsene Pflanze, steht bei uns in klein auf der Fensterbank. Dass die Pflanzen in ihren Heimatgefilden größer werden, war uns ja bewusst, es dann aber tatsächlich zu sehen, ist ein Augenöffner. Aus diesem Grund rufen wir während der Stadtfahrt mindestens zwanzigmal überrascht. „Uh, so groß werden die eigentlich!“ aus. Unsere Guides finden das ziemlich witzig: Da kommen die deutschen Touris und flippen bereits bei den Pflanzen in den Gärtnereien voll aus! 😄
Und überhaupt scheint sich das Geschäftsleben hier hauptsächlich entlang der Hauptstraßen abzuspielen, was für uns jede Menge erste Eindrücke vom Land bedeutet. Den Verkehr an sich finden wir zwar etwas kreativ chaotisch mit einer gehörigen Portion „Survival oft he Fittest!“, aber noch so, dass man sich wahrscheinlich schnell daran gewöhnen kann.
Nachdem wir fertig sind, geht es los Richtung Lake Manyara Nationalpark. In Mto Wa Mbu einem kleinen quirligen Städtchen vor den Toren des Nationalparks gibt es noch schnell ein kleines Mittagspicknick. Und unsere erste am Strauch gereifte Banane. Was für ein Genuss! Wenn ich neben den Tieren das Beste unserer Reise benennen müsste, dann wäre es ganz klar das frische Obst. Es ist unglaublich wie toll auf unserer Reise die Ananas, Bananen, Mango und auch Avocado geschmeckt haben. 🙂
Bei unserem kurzen Picknick fliegen dann auch schon die ersten Marabus über unseren Köpfen hinweg. Hurra – wir sehen Tiere (wir freuen uns ja grundsätzlich mal über alles – nicht nur über Pflanzen). 😉
Dann geht es ab in den Nationalpark.
Der Lake Manyara Nationalpark ist ein recht kleiner Nationalpark mit nur etwa 330 Quadratkilometern. Davon umfasst aber der Lake Manyara je nach Ausdehnung rund 230 Quadratkilometer. Dadurch, dass hier das ganze Jahr über Wasser vorhanden ist, soll es hier viele Tiere geben. Schauen wir mal!
Der Park begrüßt uns grün – richtig grün! Man fährt nämlich direkt durch den dort wachsenden Grundwasserregenwald. Passend zum Dschungel laufen uns auch sofort Affen über den Weg. Paviane belagern die Straße, so ganz ohne Scheu vor den neugierigen Touris.
Ich muss zugeben, mit Affen und Pavianen im Speziellen konnte ich bisher nicht wirklich viel anfangen – aber unser Besuch im Lake Manyara NP hat das geändert. Irgendwie sind sie doch ziemlich faszinierende Tiere, wenn man ihnen mal etwas länger zusieht.
Dann fahren wir aus dem Wald heraus in Richtung See, wo sich auf den freien Flächen Zebras und Büffel tummeln. Leider alle sehr weit weg von der Straße, sodass wir durch die hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme nur Zebrapunkte flimmern sehen. Ein Stückchen weiter sehen wir verflimmert einen Elefanten aus dem Wald kommen.
Einer? Nein eine ganze Herde von ca. 40 Tieren versammelt sich auf einer Lichtung und marschiert umgeben von einer Staubwolke dann in aller Seelenruhe in unsere Richtung. 🤩
Wir sind baff. 🙄 Die Herde wandert wirklich genau aus uns zu. 20 Meter vor unserem Auto kommt die Truppe zu einem abrupten Stopp – die Leitkuh muss sich ihren Bauch an einem Termitenhügel reiben. Hinter ihr stoppt alles! So ein bisschen stellt sich Dschungelbuchatmosphäre ein, den zwanzig Elefanten, die abrupt abbremsen, sehen einfach nur zum Quietschen komisch aus! 🙂
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Teil 407. März 2012
Tag 2 - Fortsetzung
Nachdem sich die Dame den Bauch fertig geschrubbt hat, stampft die Herde völlig unbeeindruckt an uns vorbei zum Tümpel auf der anderen Seite der Straße.
Während sich die Großen so gar nicht um uns kümmern, finden die kleinen Elefanten die Autos teils doch sehr interessant uns starten äußert putzig anzusehende Scheinangriffe auf unser Auto.
Und zum Schluss wird dann auch noch ein ganz kleiner Babyelefant von seiner Mutter an uns vorbeigeschoben. Wir sind begeistert. 😄
Irgendwann verschwinden die Elefanten dann wieder im Gestrüpp und wir pirschen mit einem verzückt-grenzdebilen Grinsen im Gesicht weiter durch den Park. Wir sehen Giraffen, Zebras, Paviane, Meerkatzen, einen Wasserbock von hinten und an den Hippo-Pools auch ein paar Flusspferde.
Dann treffen wir noch auf eine kleine Impalaherde, die uns aber nicht so toll findet was eine Impaladame auch recht deutlich zum Ausdruck bringt. 😎
Um kurz nach sechs verlassen wir den Park und machen uns auf zu unserer Unterkunft, der Kirurumu Tented Lodge- Die Anfahrt ist reichlich abenteuerlich und schon fast ein Highlight für sich selbst. 🙂 Die Lodge liegt am Rande des Grabenbruchs mit einem eigentlich fantastischen Blick ins Tal und auf den Lake Manyara. Heute Abend ist es aber sehr schwül und diesig und als wir ankommen auch schon dämmrig, sodass wir die Aussicht nicht wirklich zu sehen bekommen. Aber vielleicht morgen.
Nachdem wir uns kurz in unseren sehr schönen, geräumigen Zelten frisch gemacht haben, geht es ab zum Essen. Das Essen hier ist gut, wenn auch etwas zu ambitioniert – was es eigentlich gar nicht nötig hätte. Gut gesättigt fallen wir schon recht bald müde von unserem ersten Safaritag ins Bett – mal sehen, was der nächste Tag so bringt….:)
Teil 508. März 2012
Einen wunderschönen Abend liebe Mitreisende,
ich muss feststellen, dass es in unserem Wagen mittlerweile richtig schön kuschlig geworden ist, bei sovielen Zugestiegenen 😉 . Schön, dass ihr uns alle auf unsere Reise zurückbegleitet. Damit ihr nicht warten müsst gibt es heute auch schon den dritten Tag. Heute geht es noch einmal in den Lake Manyara Nationalpark und im Anschluss in das eine gute Fahrstunde entfernte kleine Städtchen Karatu, nicht weit weg vom Ngorongoro-Krater.
Also, alles auf die Plätze - es geht weiter 🙂 !
Tag 3
In der Nacht zieht ein Gewitter auf. Dementsprechend fällt mein schöner Plan am Morgen bei phänomenaler Aussicht einen atemberaubenden Sonnenaufgang zu fotografieren auch flach 😐 . Zwar hat es am frühen Morgen bereits aufgehört zu regnen, die Wolken hängen aber nach wie vor schwer am Himmel. Trotzdem: So einsam alleine auf der Terrasse vor seinem Zelt zu sitzen und einfach in die Natur hinein zu lauschen und zu warten bis es hell ist, ist irgendwie schon Luxus pur. 🙂
Danach gibt es ein schnelles Frühstück (Ananas, *yamyam* 😛 ) und auf geht es wieder in den Lake Manyara Park. Berühmt ist der Park im Übrigen hauptsächlich für zwei Sachen:
1. Für die Flamingos, die zeitweise in Scharren dort anzutreffen sind. Für alle die nun scharrenweise Flamingo-Fotos erwarten – ich muss euch leider enttäuschen 😕 . Überall dort, wo man uns auf unserer Reise Flamingos im Überfluss in Aussicht stellte, trafen wir völlig flamingofreie Zonen an. Im Lake Manyara sahen wir auch großer Entfernung gerade eine handvoll. Mit den Flamingos hatten wir also eher Pech!
2. Für die Löwen, die dort gerne auch Bäume klettern sollen, um ein bisschen Ausschau zu halten und um den Mücken zu entkommen (die hier scheinbar bevorzugt tiefer als zwei Meter fliegen – bitte fragt mich nicht wieso – unsere zwei Guides haben uns im Brustton tiefster Überzeugung versichert, dass dem wirklich so sei). Mittlerweile sind die Baumlöwen nur noch selten anzutreffen, da sich das im Lake Manyara ansässige Rudel wohl irgendwann teilte und man davon ausgeht, dass es zum Großteil in die Serengeti abgewandert ist, denn angeblich tauchten dort in dem Moment Baumlöwen auf, als sie auch dem Lake Manyara NP verschwanden.
Bevor wir losfahren, dürfen wir uns wieder etwas wünschen 😄 ! Ehrlich gesagt, wünschen wir uns heute hauptsächlich, dass die Sonne heute ein bisschen hinter den Wolken versteckt bleibt, denn das schwül-heiße Klima hier ist schon etwas gewöhnungsbedürftig 😕 . Ohne Sonne ist es jedenfalls wesentlich besser auszuhalten. Tiere sollen wir uns aber auch noch wünschen, meinen Godfrey und Komba. Hhmm, dann wünsche ich mir ein Warzenschwein 😎 ! Die beiden schauen uns etwas entgeistert an – ein Warzenschwein 🙄 ? Als ich ausführe, dass ich Warzenschweine unglaublich niedlich finde, werfen die beiden Herren meinem Göttergatten einen verstört-ungläubigen Blick zu. Scheinbar gibt es hier wenig Urlauber, die ihre Begeisterung für Warzenschweine kund tun (völlig unverständlicherweise, wie ich finde 😛 ). Sie sind erst beruhigt als sich Christian noch ein paar Elefanten wünscht. Das scheint ein anständiger Tierwunsch zu sein 🙂 ! Kurz vor acht sind wir wieder am Parktor angelangt. Und sehen gleich wieder: Affen! 🙂 Diademmeerkatzen, Paviane und Grüne Meerkatzen sind zu sehen.
Hier eine Diademmeerkatze, die ich wirklich unglaublich hübsch finde:
Die Paviane sind alle noch recht verschlafen, von den Touris in ihren Autos lassen sie sich aber auch heute nicht stören. Und mit jeder Minute mit der ich den Pavianen zusehe, werden sie mir symapthischer. 🙂
Elefanten gibt es auch heute wieder – touristenfreundlich präsentieren sie sich neben und auf der Straße.
Wir fahren ein bisschen die Loops des gestrigen Tages ab und sehen die üblichen Verdächtigen: Impala, einen Wasserbock von hinten (von vorne mögen uns die Herrschaften scheinbar nicht 😉 ), Giraffen und eine Buschbockdame, die aber schnell wieder im Dickicht verschwindet. Das Wetter tut uns übrigens den Gefallen und bleibt wolkig und damit deutlich erträglicher von den Temperaturen her als gestern. 🙂
Irgendwann kommt uns ein anderes Safarifahrzeug entgegen. Wir stoppen und die Guides unterhalten sich aufgeregt. Und dann geht’s los! Im Park sind 50 Stundenkilometer Fahrgeschwindigkeit erlaubt. Angeraten werden eher 25 bis 30. Und wie wir feststellen, hat das auch seinen Grund – denn als unser Fahrer nun plötzlich mit gut 40-50 Stundenkilometern durch den Busch und Urwald „brettert“, werden wir ganz schön durchgeschüttelt. Nicht zu vergessen die Elefanten, die heute bevorzugt mitten auf den Straßen lagern. Mit mehr als 30 Stundenkilometern braucht man hier im Park tatsächlich nicht um eine nicht einsehbare Kurve fahren (es tut auch tatsächlich niemand, egal wie eilig es gerade ist...), denn dass dahinter ein Elefant mitten auf der Straße steht, ist hier nicht unwahrscheinlich. 🤩
Warum wir es plötzlich so eilig haben, wollen die beiden nicht verraten – Fakt ist, dass wir in den hinteren Teil des Parks müssen. Die Fahrt dorthin ein Erlebnis für sich: Nicht nur weil wir fleißig durchgerüttelt werden, sondern auch, weil die Vegetation im hinteren Parkteil unserem Empfinden nach noch einmal schöner als im vorderen Teil ist – aber auch weil hier außer uns kaum einer unterwegs ist. Nach gut einer dreiviertel Stunde fangen unsere beiden Guides sehr angestrengt an, die Umgebung zu beobachten und endlich werden wir auch eingeweiht: Hier wurden heute Morgen zwei Baumlöwen gesichtet. 🤩 Na das wäre doch mal was – mit Baumlöwen hatten wir ja eigentlich nicht gerechnet.
...
Teil 608. März 2012
Tag 3 - Fortsetzung
Also angestrengt Ausschau gehalten. Aber zu sehen ist ... nichts! 😕 Wir pirschen uns langsam durch den Urwald. Wie man in diesem Gestrüpp aber Löwen sehen soll, ist uns ein Rätsel. 🤨 Die Tiere könnten 10 Meter neben der Straße liegen und wir würden sie nicht sehen. 😐
Und dann urplötzlich als wir um die Ecke biegen und sich eine kleine T-Kreuzung vor uns auftut, liegt doch tatsächlich eine Löwin seelenruhig auf der Straße. Wie toll! 🤩 Die Dame liegt zwar nicht auf einem Baum und findet uns zudem doof und verschwindet sofort im Gestrüpp – aber hey: Ein Löwe! 😄 Wir grinsen wie Honigkuchenpferde –sehr zum Amüsement unserer Guides und merken gar nicht dass die beiden das Fahrzeug langsam einen kleinen Hügel hinunterrollen lassen.
Und dann haben wir sie doch noch: Unsere Baumlöwen!
Direkt neben der Straße schlafen zwei Löwinnen im Baum. Oder vielleicht sollte man eher sagen: Hängen zwei Löwinnen im Baum ab!
So nah diese Großkatzen zu sehen, das hatten wir uns nicht wirklich erwartet. Aus der Nähe bemerkt man erst, wie riesig die Tiere doch sind und wie enorm groß die Pranken. Die Tiere sind vielleicht zwei, drei Meter von uns entfernt – wenn sie wollten könnten sie wohl mit einem kleinen Sprung bei uns auf dem Autodach landen – und wir sind hier völlig allein mit den beiden! 🙂
Mit den beiden? Nicht ganz, denn plötzlich erscheinen auf der Straße auch noch eine weitere Löwin und zwei Halbstarke.
Alle drei sind tatsächlich so nett und klettern ebenfalls in den Baum. Nr. 3 ist mit ihrer Baumposition aber nicht wirklich zufrieden – das könnte u.a. daran liegen, dass die zwei Halbwüchsigen ständig über und auf ihr rumklettern 😄 . Sie verzieht sich daher recht schnell wieder. Wir schauen derweil den beiden Halbstarken zu, wie sie übereinander stolpernd versuchen, ganz hoch in den Baum zu kommen.
Irgendwann ist es geschafft und die beiden machen es sich weit oben bequem. Wir sind innerlich nur noch am verzückt Seufzen 🙂. Nach einer guten dreiviertel Stunde ganz alleine mit *unseren* Löwen reißen wir uns los. Wir müssen den Park um kurz nach zwölf verlassen und haben ja noch eine weite Strecke bis zum Tor vor uns.
Auf der Fahrt zurück sehen wir abermals die üblichen Verdächtigen dieses Parks: Impala, Giraffen, Elefanten neben der Straße und auf der Straße und auch ein Dik-Dik spitzt einmal aus dem Gebüsch hervor.
Selbst eine Warzenschweinfamilie sehen wir tatsächlich noch 🙂 – allerdings nur von hinten, von vorne mögen sie sich uns nicht zeigen. Um kurz nach halb eins kommen wir am Tor an mit etwas Verspätung. Unsere Ausrede mit den Baumlöwen sorgt aber dafür, dass die Ranger am Tor beide Augen zudrücken. Danach geht es zum lecker Mittagessen in die Lodge zurück, bevor wir am Nachmittag in Richtung Karatu aufbrechen.
Unsere Unterkunft für die Nacht ist die Kudu Lodge in Karatu. Es ist eine etwas größere Unterkunft mit etwa 40 Zimmern und einer fantastischen Gartenanlage. Den verbliebenen Nachmittag spazieren wir etwas durch den Garten und schauen den Vögeln zu, bevor wir abends mit unseren beiden Guides gemeinsam essen. Das Essen hier ist etwas einfacher gehalten, eher in Richtung Hausmannskost, aber richtig gut. Wir essen uns an diesem Abend hauptsächlich an den Lammrippchen satt 🙂 .
Morgen geht es dann in den Ngorongoro Krater… - irgendwelche Tierwünsche? 😉
Kleines Fazit zum Lake Manyara Nationalpark: Ein kleiner, aber wirklich feiner Park, mit angeblich einer der höchsten Elefantendichte in ganz Afrika. Inwieweit das stimmt, können wir nicht beurteilen, aber gesehen haben wir an den zwei halben Tagen jedenfalls jede Menge Elefanten. Die Löwen waren natürlich die Krönung, aber auch sonst haben wir in diesem Park viele Tiere gesehen und würden hierher auf jeden Fall noch einmal kommen. Den Park einfach so auf der Durchfahrt mitzunehmen, wie dies wohl viele Touren machen, sodass man effektiv nur 2-3 Stunden in ihm verbringt, ist eigentlich zu schade. Nicht nur, weil man den Eintritt immer für 24 Stunden bezahlt, sondern auch weil der Park unserer Meinung nach, ohne dass Langeweile aufkommt genug für 1-2 Tage zu bieten hat.
Die Kirurumu Tented Lodge als Unterkunft fanden wir auch sehr nett. Die Anfahrt zur Lodge ist allerdings ziemlich abenteuerlich und braucht einfach Zeit. Bis man von der Lodge im Park ist, vergehen somit schon etwa 25 bis 30 Minuten – für alle, die ganz früh schon im Park sein wollen, ist die Lodge also eher nichts, denn im Dunkeln will man die Anfahrtsstrecke, glaube ich, nicht fahren 🙄 . Die Zimmer/ Zelte dort waren sehr schön, sauber und geräumig und das Essen gut, wenn auch etwas unnötig verschnörkselt. Und die Aussicht trotz des eher schlechten Wetters, welches wir hatten, sehr beeindruckend. Vielleicht müssen wir noch einmal bei gutem Wetter kommen… 😉
Liebe Grüße Steffi
Teil 710. März 2012
Alle einsteigen - weiter geht's 🙂 !
Tag 4
Heute können wir mal etwas länger schlafen, erst gegen neun wollen wir in Richtung Krater starten. Das hat einen Grund: Der Aufenthalt im Krater ist aufgrund seines Status als Weltnaturerbe auf sechs Stunden beschränkt. Konkret ist es wohl so, dass das bei der Ausfahrt aus dem Krater niemand so wirklich kontrolliert – Hauptsache man ist um 18.00 Uhr draußen - aber wir wollen es ja auch nicht ausreizen. Und Ausschlafen ist ja auch einmal schön! 🙂
Bevor man zum Kraterrand hoch darf, muss man jedoch erst einmal sich anmelden und Eintritt zahlen. Das Gate bzw. die Straße dahinter dient zudem auch als Zufahrt zur Serengeti.
Das Prozedere hierbei ist vor allem eins: zeitaufwendig! 😐 Gut eine halbe Stunde müssen wir warten, bis alle Formulare ausgefüllt, überprüft und die Gebühren für die nächsten Tage abgebucht und quittiert sind. Und wir haben noch Glück – bei unserer Ausfahrt wenige Tage später werden wir sehen, was richtiger Andrang hier ist. Insofern waren wir mit einer halben Stunde wohl noch gut dabei. 😉
Wenig später geht es dann über Serpentinen hoch zum Kraterrand. Die Fahrt dorthin ist toll – der Kraterrand auf unserer Seite ist mit Regenwald bewaldet – wahre Baumgiganten stehen neben der Straße. Leider darf man hier nicht anhalten und Fotos machen – der Verkehr ist nämlich ziemlich abenteuerlich. Und da die schmale, kurvenreiche Strecke auch LKWs fahren dürfen, wird es oftmals recht eng. 🙄 Wir begnügen uns deshalb damit staunenden Auges im Auto zu sitzen und die Szenerie auf uns wirken zu lassen (und bloß nicht zulange über den mörderischen Verkehr hier nachdenken…:S )
Oben angekommen geht’s erst einmal zum Aussichtspunkt. Obwohl es heute ziemlich staubig ist und die Sicht nicht sehr klar ist, der erste Blick in den Krater ist einfach ein Erlebnis. Wenn man sich anstrengt, kann man unten tatsächlich schon die ersten Tiere als ganz kleine Punkte herumlaufen sehen. 🙂
Hier ein Foto vom Aussichtspunkt am nächsten Tag (da war's wesentlich klarer 🙂 )
Auch ist es hier merklich kühler und weniger schwül – wie angenehm. 🙂 Angenehm scheinbar aber nur für uns – unsere beiden Guides stiefeln plötzlich mit Mütze und dicker Jacke durch die Gegend und erklären uns, dass es hier viel zu kalt wäre. Huh? 🤨 Wir reden von vielleicht 25 Grad, die es hier hat – und unsere beiden Guides bibbern tatsächlich vor sich hin. Wirklich lustig, wie unterschiedlich Temperaturempfinden sein kann. 🙂
Um Zugang zum Krater zu bekommen, muss man den Kraterrand sozusagen umvierteln – der zentrale Zugang liegt auf der Westseite des Kraters, die zentrale Ausgang hingegen auf der Ostseite. Bevor es hinab geht, genießen wir aber noch einmal die Aussicht.
Und dann geht es auch schon hinunter….
Teil 810. März 2012
Liebe Mitreisende,
bevor wir in den Krater fahren, erlaube ich mir an dieser Stelle einen kleinen Exkurs und auch Vorgriff auf die kommenden Tage einzuschieben.
Bevor in den nächsten Tagen die Tierüberflutung einsetzt, möchte ich kurz innehalten und mich einem Tier widmen, was im Serengeti-Ökosystem nicht wegzudenken ist, es aber irgendwie schafft bei einer Reise in die Serengeti doch oft nur eine Statistenrolle abzubekommen.
Ihr erratet es vielleicht schon – ich spreche vom Gnu. 🙂
Nun kann man sich fragen, warum das so ist:
- Zum einen sind sicherlich die Touristen an sich schuld. In Tansania herrscht doch eine rechte Katzenfixierung. Man kann stundenlang alleine durch den Busch fahren, aber dort wo es Großkatzen gibt, findet man Wagenkolonnen vor. Das andere Getier wird da oftmals nur als nette Dreingabe gesehen, das einem auf der Suche nach Löwen, Geparden und Leoparden über den Weg läuft. Es gibt viele Reisende, denen es nie in den Sinn kommt, für Zebras und Antilopen ihre Fahrt zu unterbrechen – wir wurden wirklich unzählige Male gefragt, ob wir hier wirklich stehen, um Antilope X oder Y anzusehen oder ob da nicht noch eine Katze ich Gebüsch verborgen liegt.
- Zum anderen ist es einfach so, dass es so verdammt viele von diesen Viehchern gibt. 🤩 Bevor wir nach Tansania gefahren sind, hatte ich den Anspruch, jedes Tier, dem wir begegnen würden, für sich zu würdigen. Vergesst es! Das ist unmöglich! Das geht weder mit Gnus, noch mit Zebras, irgendwelchen anderen Antilopen und selbst bei den Elefanten tat ich mich schon schwer. 😐 Insofern dann vielleicht auch wieder die gerade angesprochene Katzenfixierung – die sind nämlich einfach nicht in diesen Massen zu sehen.
Nichtsdestotrotz sollte sich jeder einmal ein paar Minütchen Zeit nehmen und bei einer Herde Gnus stehen bleiben – es lohnt sich wirklich! 🙂 Und auch wenn Gnus zugegebenermaßen nicht zu den Hellsten gehören, der Entertainmentfaktor der Kerlchen ist phänomenal.
Warum wir also das Gnu schätzen sollten: 😄
1. Kein anderes Tier kann so toll verpeilt in der Gegend herumstehen und vor sich hin „Gnuuuohn“.
das geht alleine…
oder auch in der Gruppe …
2. Gnus sind gesellig. Und man hat bei Ihnen auch oft das Gefühl, dass sie sich untereinander wirklich mögen.
Dadurch dass man zumeist auf mehrere Gnus auf einmal trifft, ist die Wahrscheinlichkeit auch recht groß, dass man neben verpeilt dreinblickenden Gnus auch Gnus dabei hat, die gerade irgendetwas Lustiges anstellen. 😎
3. Problemlösung auf Gnuuöisch ist manchmal schlichtweg zum Brüllen komisch! 😄 Als wir zum Bespiel eines Nachmittags im Ndutu-Gebiet unterwegs waren, blieben wir bei einer Herde Gnus stehen. Alle Gnus liefen in eine Richtung und hatten scheinbar ein Ziel. Im Boden schien an einer Stelle allerdings eine kleine Mulde zu sein – kein großes Problem – die Gnus stolzierten einfach mit einem großen Schritt darüber hinweg. Bis ein Revoluzzer-Gnu entschloss über die Mulde hinwegzuspringen. Was dann folgte, war besser wie Kino: Sämtliche anderen Gnus in der Reihe sprangen ebenfalls über die Mulde.
Sie liefen also bis vor die Mulde, bremsten abrupt ab und machten dann einen meist nicht wirklich eleganten Satz darüber. Und so ging das eins nach dem anderen…
Ich glaube wir durften insgesamt rund 80 Gnus dabei zusehen, wie sie über dieses Ding hopsten, anstatt einfach darüber zuschreiten oder außen herumzulaufen (was durchaus auch möglich gewesen wäre). 😄
4. Egal was Gnus gerade anstellen, sie haben dabei immer einen unvergleichlich „gnuuuohigen“-Gesichtsausdruck.
5. und zu guter Letzt: Gnus sind unglaublich kommunikativ. Wir sind durch Zebraherden gefahren und haben kaum einen Laut vernommen – bei Gnus passiert einem das nicht! Es ist ein ständiges „Gnuuöh!“ „Nöööh“ „Gnöööh“ „Brrrr“ um einen herum, wenn man entlang einer Herde von Gnus fährt. Die Geräuschkulisse einer Herde Gnus ist sicherlich einer der einprägsamsten Eindrücke, die ich aus Tansania mitgenommen habe. 🙂
Daher, liebe Gnus, an dieser Stelle einmal ein herzliches Danke an euch: Ohne euch wäre unsere Reise nicht das geworden, was sie geworden ist. Und auch wenn es oft nicht möglich war, euch einzeln wertzuschätzen, zusammen seid ihr einfach der Hammer!
Teil 911. März 2012
Hallo zusammen,
gleich geht's weiter 🙂 !
@Ina: Tolles Video (ich bewundere ja immer Leute, die filmen - das ist etwas was ich wirklich nicht zustande bringe 😐 ). Ich werde mir erlauben an Tag fünf nocheinmal auf dieses Video zu verweisen - zu diesem Ort habe ich nämlich auch noch etwas zu sagen und dein Video passt perfekt dazu 😁.
So und jetzt bitte alle Platz nehmen, wir fahren hinunter zum Kraterrand.
Tag 4 - Fortsetzung
Um in den Krater zu gelangen, muss man eine schmale Serpentinenstraße hinunter. Während wir uns mit dem Wagen an der Kraterwand hinunterschlängeln, tut sich vor unseren Augen ein wunderschönes Schauspiel auf: Da steht hier eine kleine Herde Zebras, dahinter liegt eine Gruppe Büffel im Gras, dazwischen springen Thompson- und Grantgazellen umher, ein paar Gnus gnuuoen vor sich hin und über allem Schwärme von Schwarzstörchen. 🙂 Und – man mag es kaum glauben – der See ist rosafarben vor Flamingos! 🤩 Ja, wir haben sie doch noch gefunden!
Den Ngorongoro-Krater in Worte zu fassen ist schwierig, wenn nicht unmöglich. Der Tierreichtum in Arten und Anzahl ist einfach unglaublich beeindruckend. Dazu die ganzen Vögel, die durch die Lüfte schwirren und man möchte sofort unterschreiben, dass man sich so und genau so das Tierparadies schlechthin vorgestellt hat. Naja fast … den es gibt nicht nur eine Vielzahl von Tieren, es gibt auch eine Menge Verkehr im Krater. 😕 Richtig, richtig viel Verkehr! Und es staubt unglaublich! 😐
Wir entscheiden uns daher fürs Erste die stark frequentierten Hauptstraßen zu meiden. Durch den von den Autos aufgewirbelten Staub halten sich die Tiere sowieso immer etwas von den Straßen entfernt und wenn wir die Wahl haben zwischen Zebra 15 Meter entfernt und Zebra 30cm entfernt, nehmen wir doch glatt das Letztere (wirklich interessant aber ist, dass auf diese Idee wirklich wenige Leute kommen und die meisten Autos tatsächlich kolonnenartig einmal um den Krater ziehen. Und so ist es tatsächlich auch im Krater möglich Flecken zu finden wo man völlig alleine mit den Tieren ist. Hier ein paar Eindrücke von Zebras, Thommys und Büffeln...
Was uns im Krater geboten wird, ist schwer zu beschreiben: Da können wir aus einiger Entfernung vier Hyänen beobachten, wie sie (erfolgreich!) Flamingos jagen (Fotos gibt es leider keine, weil verflimmert 😕 ), andernorts springen Grant- und Thompsongazellen vergnügt über die Straße. An einem kleinen Teich können wir sogar beobachten wie drei Adler in Formation zuerst über unser Auto hinweg schießen und dann Jagd auf einen Schwarm Schwarzstörche machen. Dieses Exemplar hier wäre vor lauter Panik fast in unseren Wagen geflogen und landete dann ganz perplex hinter uns (was gar keine schlechte Taktik war, denn hier haben die Adler nicht nach Beute gesucht 😄 ).
Und hey, sogar Nashörner konnten wie gleich zwei Mal zwei Stück sehen – zwar weit, weit weg, aber mit dem Fernglas waren sie definitiv als solche zu erkennen. 😄
Um kurz nach zwei begeben wir uns für ein spätes Mittagspicknick zum Picknickplatz. Wir sind absichtlich so spät dran um den Menschenmassen ein wenig zu umgehen. Klappt auch ganz gut 🙂 – außer uns sind nur drei weitere Wägen hier. Und jede Menge Milane, die sich darauf spezialisiert haben, den Touris das Mittagessen zu mopsen. Was folgt ist großes Entertainment, vor allem als Christian das Ganze einmal testet und mit Sandwich einmal ums Auto läuft und sich sofort zwei Milane aus der Luft auf ihn herabstürzen. 🤩 Der Rest der Mahlzeit nimmt der Göttergatte dann zusammen mit uns anderen dreien brav im Auto ein und beobachtet das Treiben am Himmel aus gesicherter Position.
Ohne Essen ließen einen die lieben Tierchen aber brav in Frieden, sodass wir auch noch die Hippos im Wasser und die Stare auf den Bäumen begutachten und uns die Füße ein wenig vertreten konnten.
Ohne Essen in der Hand sind die Milane sogar zu einem kleinen Fotoshooting bereit 😁 :
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Teil 1011. März 2012
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Tag 4 - Fortsetzung (der Fortsetzung 😉 )
Nach unserem Picknick machen wir uns wieder auf Tour durch den Krater. Obwohl es erst 15 Uhr ist hat sich der Krater schon ziemlich gelehrt. Nicht von Tieren, sondern von Menschen in Fahrzeugen. Das ist insofern toll, als weniger Autos, weniger Staub bedeutet und plötzlich sind auch die Straßen voller Tiere 😄 . Wir beschließen also so lange wie nur möglich im Krater zu bleiben – auch wenn uns unsere Guides warnen, dass je später wir zu unserer heutigen Unterkunft der Ngorongoro Sopa Lodge kommen, desto weiter unten am Hang wir ein Zimmer bekämen (bekamen wir dann auch 😎 ).
Von 15 bis 18 Uhr sehen wir so mindestens dreimal so viele Tiere wie in den ersten vier Stunden im Krater. Es lohnt sich also wirklich hier die Randzeiten auszunutzen.
Als wir schon in Richtung Ausfahrt (oder eher Hochfahrt) unterwegs sind, läuft uns tatsächlich noch dieses Kerlchen über den Weg und bequemt sich direkt vor unserem Wagen über die Straße. 🤩
Wie schöööönn… Zwischendrin düngt der Liebe fleißig die Gegend – ein markierendes Nashorn hat tatsächlich sehr viel mit einer Sprinkleranlage gemeinsam als ich dachte! 😄
Ach ja, und ganz zum Schluss sehen wir auch noch diese hübsche Dame:
Ein Löwe, das ist doch der perfekte Abschluss für einen tollen Tag 🙂 . Um kurz vor sechs Uhr verlassen wir zusammen mit den letzten fünf anderen Wagen den Krater. Zwischenzeitlich hat es ziemlich zugezogen und es tröpfelt ein wenig, was für eine dramatische Sonnenuntergangsstimmung sorgt.
An der Lodge angekommen sind wir tatsächlich eine der Letzten Ankommenden und landen tatsächlich zimmertechnisch weit, weit unten am Hang. Ist aber nicht weiter schlimm, Bewegung ist ja auch mal gut 🙂 . Merklich kühler ist es hier jedoch. Die Fleecejacke können wir heute Abend tatsächlich mal gebrauchen. Die Sopa Lodge am Kraterrand ist zwar eine recht große Anlage aber gepflegt und für eine Nacht absolut okay. Die Aussicht vom Hauptgebäude aus ist bombastisch, die Zimmer geräumig und hübsch, der Service gut und das Essen wirklich lecker. Buschfeeling kommt hier mit den vielen Leuten freilich nicht auf, aber dafür haben wir ja die nächsten Tage. 😄
Also, ab ins Bett – morgen fahren wir in die Serenegti und besuchen ganz viel Gnus! 😉
LG Steffi
Teil 1112. März 2012
Hallo zusammen,
weite geht es mit der ersten Hälfte von
Tag 5
Der neue Tag grüßt uns mit einer morgendlichen atemberaubenden Aussicht in den Krater. Wir frühstücken schnell am sehr umfangreichen Frühstücksbuffet (mit einer hervorragenden Auswahl an frischen Früchten – yamyam 😄 ) und hüschen um kurz vor halb acht bepackt mit unseren Lunchboxen in den Wagen. Das heutige Ziel: Das Serengeti Savannah Camp im Ndutu Gebiet.
Zuerst aber noch ein paar kleine Impressionen von der Ngorongoro Sopa Lodge:
Um auf den „Highway“ in die Serengeti zu kommen, müssen wir den Kraterrand wieder halb umrunden. Wir sind auf der östlichen Seite, die Zufahrt zur Serengeti ist auf der westlichen Seite. D.h. gute 40 Minuten lustige Fahrt auf der Kraterrundstraße, die auch am frühen Morgen bereits wieder mit abenteuerlichem Verkehr aufwartet 🤩 (und ein paar Büffeln auf der Straße, die den Abenteuerfaktor dieser Straße scheinbar noch etwas in die Höhe treiben wollen 😗 …).
Wenn man von der Fahrweise hier allerdings mal abgehärtet ist, macht es riesig viel Spaß – und die Landschaft ist einfach nur bombastisch schön 🙂. Irgendwann geht es dann rechts wieder den Krater hinunter, in Stückchen weiter links in Richtung Serengeti. Wie biegen heute links ab.
Auf der Strecke in die Serengeti gibt es eigentlich drei bemerkenswerte Sachen:
1. Die Oldovai-Schlucht: Dies ist einer der Orte in Ostafrika, die den Titel „Wiege der Menscheit“ für sich beanspruchen, da man in der Schlucht Knochen Überreste von ersten humanioden Lebewesen bzw. vom Zwischenstadium Affe – Mensch gefunden hat. Neben einem Blick in die Schlucht, kann man auch ein kleines Museum besuchen, Souvenirs kaufen und einem kleinen Vortrag lauschen. Das Ganze ist nett, aber vom Informationsgehalt steht in den meisten Reiseführern tatsächlich mehr. Und es ist für unser Empfinden etwas überteuert was die Eintrittsgelder angeht 😕 . Richtig interessant finden wir jedoch die alten Fotos von den ersten Ausgrabungen in der Schlucht.
Hier der Blick in die Schlucht:
2. Die Massai entlang der Straße. Wir haben im Wagen die lustige Situation, dass Godfrey so gar nicht gut auf die Massai zu sprechen ist (wir können während der ganzen Reise aber nicht herausfinden, ob es daran liegt, dass er sie schlichtweg nicht mag, oder weil die an den Haupttouristenrouten lebenden Massai sich den Tourismus unglaublich zu Nutzen gemacht haben), wohingegen Komba die Massai entlang der Straße zwar auch nicht sooo gerne mag, aber auf traditionelle Massai-Medizin Stein und Bein schwört (woraufhin Godfrey immer mit den Augen rollt 😄 ). Das Ganze verpacken die beiden aber derart vorsichtige, neutrale Aussagen, dass wir irgendwann nur noch amüsiert hinten im Wagen sitzen 😄 . Wir sind selbst keine wirklichen Fans vom sogenannten Kulturtourismus, einfach weil wir uns dabei irgendwie nicht wohl fühlen, eher wie Eindringlinge 😕 (auch wenn einem die Leute eigentlich nie diesen Eindruck vermitteln, es mag schlichtweg an uns selbst liegen 😐 ). Brauche ich zu erwähnen, dass wir keine der Massai Siedlungen entlang des Weges besucht haben 😉 ? Zwar lassen sich unsere Guides – wie so oft – auch hier die kritischen Informationen ein bisschen aus der Nase ziehen, aber wenn Godfrey nach viel Winden zugibt, dass in den Massai-Siedlungen entlang der Straße zu 85% Prozent Schauspiel für die Touristen gibt und kaum Authentizität, dann heißt das übersetzt wohl so viel wie 150% Schauspiel und null Authenzität. Das schönste und für uns einprägsamste Bild in diesem Zusammenhang ist eine Gruppe von etwa 15 jungen Massaihirten, die wir auf einem kleinen Hügel fernab sitzen sehen und die hinab auf eines der Massai-Touristen-Dörfer schauen und sich beim „Touri-Fernsehen“ scheinbar köstlich amüsieren. 😄
3. Die Straße an sich … d.h. Straße? 🙄 Also eigentlich ist die „Straße“ als einziger Zustand zu bezeichnen 😵 . Wie man die Hauptverkehrsstraße zu dem touristischen Highlight im Land derart verkommen lassen kann, ist uns ein Rätsel 🤨 . Wir sind uns unklar, ob dies Kalkulation ist, Nicht-Können oder einfach nur Desinteresse. Die Straße ist je nach Zustand einmal einspurig, dann wieder dreispurig (wobei dir mittlere, gute Spur den Abenteuerlustigen vorbehalten ist, denn wenn hier Gegenverkehr von der anderen Richtung kommt, darf man gut 1 – 1,5 Meter hohe Geröllhaufen überfahren, um auf die andere Spur ausweichen zu können 🤩 ). Als wir die Straße entlang fahren, müssen wir unweigerlich an die Diskussion um die Straße durch die Serengeti denken, die neu gebaut werden sollte, – wie man so ein Projekt nur andenken kann, während man gleichzeitig diese Straße hier so verkommen lässt, ist uns nicht begreiflich 🤨 . Denn hier fahren auch nicht wenige LKWs (und das sieht dann meist richtig gefährlich aus! 😕 )und das Verkehrsaufkommen ist für den schlechten Zustand der Piste einfach zu hoch!
Irgendwann kommt man unweigerlich zu dem Punkt, an dem man den Straßenzustand einfach ignoriert und den Blick hinaus in die Ferne schweifen lässt. Und der ist toll 🙂 … Bereits hier versammeln sich viele Gnus, Zebras und Antilopen.
Dann biegen unsere Guides plötzlich links in einen schmalen Weg hinein und wir sind mitten drin im Tierparadies 🙂 . Wobei dies erst der Vorgeschmack sein soll.
Ach, fast vergessen: Was haben wir uns heute eigentlich gewünscht? Auf unserer Wunschliste stehen heute fotogene Geier und ich möchte gerne auch Elenantilopen sehen. Das mit den Geiern scheint keine große Herausforderung zu sein, das mit den Elenatilopen umso mehr. Letztere sind recht scheu hier und haben eine sehr große Fluchtdistanz. Nach den Gründen gefragt, windet sich Godfrey etwas, meint dann aber letztendlich dass das daran liegt, dass die Elands sowohl in den umliegenden Game Reserves als auch von den Einheimischen gerne gejagt werden. Überhaupt: Wilderei ist ein Thema über das man hier nicht gerne spricht, das aber definitiv weit verbreitet ist. Nur: Die meisten Touristen wollen davon gar nichts hören, also wird es auch nicht erwähnt. Auf die Frage: „Habt ihr ein Problem mit Wilderei?“ folgt die Standardantwort „Wilderei ist bei uns verboten!“. Erst nachdem wir nachbohren, erzählen uns die beiden von den vielen Problemen, die es im Land mit Wilderei gibt...
Geier aber sind leicht 🙂 . Denn wir finden ein erst kürzlich verendetes Zebra, das als Mittagsmahl für eine Gruppe Geier dient. Was für ein Staub! Was für ein Lärm! Was für eine Szenerie! 🤩 Fasziniert beobachten wir das Schauspiel – und stellen fest: So ein Geier ist ein ganz schöner Brocken 🙄 .
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Teil 1212. März 2012
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Dann sehen wir noch eine Hyäne unter einem Busch Siesta machen. So freundlich wie es für eine Hyäne geht, lächelt sie in die Kamera 🙂 ! Hab ich erwähnt, dass ich Hyänen mag 😛 ?
Unter einer großen Schirmakazie machen wir Mittagspause und vertilgen unsere Lunchpakete (bzw. eher deren Inhalt 😉 ).
Und wie es an Tag 5 weitergeht, das erfahrt ihr morgen! 🙂
Bis dann!
LG Steffi
Teil 1313. März 2012
Hi,
weiter geht's mit der Fortsetzung von
Tag 5
Nach unserem Mittagspicknick pirschen wir uns weiter in Richtung Ndutu-See. Was uns auffällt: Während im Ngorongoro-Krater noch alle Zebras hochschwanger umherliefen und nur einige wenige Thompson-Gazelllen ihre Jungen schon zur Welt gebracht hatten, so sind hier die Zebrafohlen schon auf der Welt. Und auch viele kleine Grant- und Thompsongazellen sind zu sehen. 🙂
Ein besonderes Highlight liegt auch gleich neben unserem Weg:
Wir wollen das Baby-Thommy und seine Mutter aber nicht weiter stören und fahren nach einem schnellen Foto gleich wieder weiter.
Auch Elenantilopen sehen wir tatsächlich noch (yuhuhhh! 😄 ), sogar eine ganze Herde von gut 30 Stück. Aber sie sind wirklich so scheu, dass sie sofort Reißaus vor uns nehmen 😕 . Ziel für die nächsten Tage: Ein Dokumentationsfoto von einem Eland schießen, damit wir beweisen können, dass wir auch tatsächlich eins gesehen haben 😎 .
Entlang des Weges nehmen sehen wir immer wieder kleinere und größere Verbünde von Gnus und Zebras stehen.
Ab und zu gesellt sich auch ein Elefant dazu. Die Landschaft finden wir hier richtig zauberhaft und wunderschön grün.
Dann fahren wir am Lake Masek vorbei. Der Lake Masek, so erzählen uns unsere Guides, ist eines der bevorzugten Jagdgebiete der Löwen hier, weil die Gnus über kurz oder lang hierher zum Trinken kommen müssen. Das glaubt man auch sofort: Entlang des Ufers bis hinauf zum Schilf liegt ein Knochen neben dem anderen 🙄 – einen wahren Gnufriedhof haben sich die Löwen hier erjagt.
Welche Szenen sich hier teilweise abspielen müssen – wir können es nur erraten (oder in diesem Zusammenhang Inas Video auf S. 6 dieses Berichts ansehen, dann bekommt man einen kleinen Eindruck! 🙂 ) – die Löwen scheinen heute Urlaub zu machen 😎 . Weit und breit ist keiner zu sehen und die Gnus und Zebras können am Ufer unbehelligt ihres Weges ziehen!
Auch Vögel gibt es hier in rauer Menge: Große, kleine, bunte – überall zwitschert und flattert es. Sogar ein paar Flamingos geben sich die Ehre.
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Teil 1413. März 2012
... Tag 5 Fortsetzung der Fortsetzung 😉
Über dieses Exemplar hier freuen sich unsere beiden Guides besonders – und wir versagen total 😐 . Denn obwohl uns mehrfach gesagt wird, dass das ein junger XXX ist, vergessen wir leider, was genau der junge ist 😊 . Insofern präsentiere ich hier heute einen jungen Irgendwas mit Federn 😛 und hoffe, dass mir vielleicht irgendjemand hier bei der Namensfindung helfen kann (bitte, bitte 🙂 ):
Zwischenzeitlich fangen Godfrey und Komba ein wenig zu Murren an – sie sind ganz und gar nicht mit unserer Löwenausbeute bisher zufrieden 🙄 . Dass wir heute noch keinen Löwen gesehen haben, finden wir eigentlich nicht schlimm – wir hatten ja gestern und vorgestern schon welche 🙂 . Aber unseren beiden Guides gefällt das gar nicht. Sie werden uns schon noch einen Auftreiben, versprechen sie.
Und tatsächlich: Gut eine halbe Stunde später liegt diese nette hochschwangere Dame direkt neben der Straße 🙂 .
Merke: In der Serengeti nicht nach Löwen im Gestrüpp suchen – die liegen hier auf der Straße rum 😄 . Madame ist mit ihrer Gesamtsituation merklich unzufrieden, die perfekte Liegeposition scheint mit so einem dicken Bauch schwer auffindbar 😗 . Da geteiltes Leid bekanntlich halbes Leid ist, gesellt sich noch eine zweite Löwin dazu. Doch noch Löwen gefunden, wir freuen uns! 🙂
Fast schöner als die Löwen ist allerdings eine Familie Löffelhunde, die uns über den Weg läuft. Das sind niedliche Tiere 🤩 -da möchte man ja fast aussteigen und alle mal durchknuddeln 😉 . Ich oute mich hiermit als bekennender Löffelhundfan!
Auf dem Weg zu unserem Camp begegnen wir noch vielen weiteren Gnus, Zebras, Giraffen, Kuh-Antilopen und und und. Die Tierdichte und die Tiervielfalt sind hier wirklich sehr beeindruckend.
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Teil 1513. März 2012
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Tag 5 - Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung (oder so 😛 )
Das Ende unserer heutigen Reise ist das Serengeti Savannah Camp, welches wir um kurz nach sechs Uhr erreichen – ein temporäres Zeltcamp mit 8 – 12 Zelten. Die Zelte sind sehr geräumig, haben ein großes Bett mit guten Matratzen und im hinteren Bereich eine Campingdusche und ein chemisches Klo.
Alles sehr hübsch und das Duschen ist ein echtes Highlight, da das Duschwasser hinter dem Zelt auf Wunsch von einem Angestellten erhitzt wird und man so lustige Unterhaltungen mit diesem führen kann/ muss /sollte, während man unter der Dusche steht 😄 .
Neben den Zelten für die Gäste gibt es auch zwei größere Zelte, in denen das Essen serviert wird und einen Lagerfeuerplatz. Alles sehr gepflegt mit unglaublich zuvorkommendem Personal: Wir fühlen uns hier sofort pudelwohl 🙂 und genießen bei einem super leckerem Essen (man muss sich tatsächlich wundern, was der Koch in seiner Buschküche zaubert 🤩 ) und später am Lagerfeuer mit einigen anderen Gästen bei viel Buschromantik die nächtliche Geräuschkulisse. Irgendwann fallen wir dann wie zwei Steine ins Bett.
Der morgige Tag steht ganz dem Ndutu Gebiet zur Verfügung – wir sind gespannt, was er uns bringen wird. 🙂
LG Steffi
Teil 1614. März 2012
Tag 6 - der Anfang 😉
Um halb sechs ist die Nacht vorbei, wir wollen ja schließlich den Sonnenaufgang in der Serengeti mitnehmen. Nach einer kurzen Katzenwäsche und ein bisschen Übereinandergestolpere im Zelt (für koordinierte Bewegungen ist es dann doch noch zu früh 😉 ), sitzen wir um sechs abfahrtsbereit mit Frühstücks- und Lunchpaketen bewaffnet im Wagen.
Godfrey und Komba sind heute Morgen mal wieder für den Wintereinbruch gerüstet mit Wollmütze und dicker Jacke 😎 – wobei wir zugeben müssen, dass es in der Nacht schon überraschend kühl geworden ist. Was für uns angenehm ist, ist für die beiden Afrikaner frostig kalt und sie verstehen auch gar nicht wieso wir nicht frieren... 😄
Der Pirschtag beginnt mit den Bodyguards des Camps, die uns gestern Abend bereits aufgefallen sind. Ein Dikdik-Pärchen siedelt scheinbar in unmittelbarer Nähe zum Camp und hüpft uns in aller Frühe bereits über den Weg (zuhause habe ich tatsächlich festgestellt, dass ich von den beiden nie kein einziges Foto gemacht habe… 🙁 ).
Langsam wird es heller. Viele Schleierwolken hängen am Himmel und geben ein wunderschönes Farbspiel kurz vor Sonnenaufgang ab.
Und Gnus und Grantgazellen stellen sich wunderbar dekorativ in diese lila und rosa gefärbte Welt….
Es ist aber nicht so, als wären schon alle hier wach – Langschläfer gibt es auch in der Serengeti 😄 :
Dann geht die Sonne auf…
Wir pirschen in dieser schönen Morgenstimmung ein bisschen durch den Busch und sehen die üblichen Verdächtigen: Gnus (was sonst 😉 ), Zebras, Grant- und Thompsongazellen. Plötzlich fliegt ein riesiger Schwarm Weißstörche über die Steppe. Was für eine Szene! 🤩 Wir sind baff – die Störche wollen gar nicht mehr aufhören.
Und dann besuchen wir diese nette Truppe hier: Ich darf vorstellen – unser Camplöwenrudel, welches seine „Zelte“ nur etwa einen Kilometer von unserem Camp aufgestellt hat 🙂 . Hier ist man auch schon wach … naja, zumindest ein bisschen… 😉
Hat irgendjemand mal behauptet Katzen wären reinliche Tiere? 😎 Diese Löwen scheinen im Geiste Elefanten zu sein 😄 und finden Schlammbaden richtig schön (hält scheinbar auch bei Löwen die Fliegen fern 🙂 )
Mehr von Tag 6 gibt's dann morgen...
LG Steffi
Teil 1716. März 2012
Hallo zusammen,
sorry wegen der Zwangspause gestern, aber ohne Bilder ist der Reisebericht ja auch doof! Mittlerweile funktioniert's aber wieder und daher: Weiter geht's (und diesmal wirklich 😄 )!
Tag 6 - Fortsetzung 1
…
Unsere Camp-Löwentruppe besteht aus 6 Weibchen und einem halbstarkem Männchen. Ein ausgewachsener männlicher Löwe aber fehlt. Godfrey meint, dass er vielleicht mit den Löwen am Lake Masek Urlaub macht 😄 … naja, das würden wir ihm sogar gönnen 😎 . Und vielleicht läuft uns ja an anderer Stelle noch ein Löwenpascha über den Weg.
Vorsichtig wünschen wir uns mal einen für den restlichen Tag! (Mein eigentlicher Wunsch „mehr Löffelhunde!“ war ja bereits vor Sonnenaufgang erfüllt worden 🙂 )
Nach ausgiebiger Betrachtung unserer Schlammlöwen begeben wir uns weiter auf Pirsch. Auf einer Ebene parken wir unseren Wagen für eine Weile und betrachten das Treiben um uns herum. Wir sehen, Gnu, Gnu, Gnu, Zebra, Zebra, Gnu, Zebra, Gnu, Grantgazelle, Gnu, Gnu, Gnu, Gnu, Zebra, Gnu, Gnu, Impala, Gnu, Gnu, Gnu, usw 😄 . Auf jeden Fall viel davon. Auch ein Steinböckchen springt uns über den Weg, verschwindet dann aber gleich wieder im Gebüsch.
Neben den vielen Antilopen treffen wir auch auf ein paar Hyänen...
…und auf Gnus, Zebras, Gnus… 😉
… irgendwann sind dann auch die Löffelhunde aufgewacht… 😎 .
Gegen elf verabschieden wir uns von den Herden, Godfrey und Komba meinen, sie müssten uns etwas zeigen. Tatsächlich fahren wir zurück zu unseren Schlammlöwen – zwischenzeitlich etwas abgetrocknet und gesäubert 😄 , um ein Mitglied reicher, aber sowas von müde. Aber: Der Pascha ist aus dem Urlaub zurückgekommen! 🤩
Wer schon immer wissen wollte, wie nah man den Tieren hier kommt …
Vom Touristenandrang lässt sich aber keine der Großkatzen stören, die brauchen ihren Schönheitsschlaf inkl. Pfotenauflegen 😄 …
...
Teil 1816. März 2012
Tag 6 - Fortsetzung 2 🙂
Also verabschieden wir uns nach einer Weile wieder und lassen die acht weiter vor sich hin dösen. Wir sehen ein paar Vögel, ein paar weitere Gnugemenge mit Zebratupfen 😛 , picknicken mit Aussicht auf eine paar hundert Gnus und fühlen und genießen einfach. 🙂
Nach dem leckerem Lunch geht es dann wieder los auf. Und auf was treffen wir?
Ganz neu in Mode, frisch aus der Serengeti – die neue Löwengesichtstarnung! 🤩
Jetzt sag noch einer, schlafende Löwen böten keine Unterhaltung und Abwechslung - die gibt's links gerollt, rechts gerollt, auf den Rücken gerollt, mit Nasentarnung etc. 😎 !
Weil ich es ganz veranschaulichend finde, hier mal ein Foto, was die Staubentwicklung vor Ort ein bisschen vor Augen führt: Et voilà: Staub mit Gnus 😛
Dann nimmt Komba einen Funkspruch an und drückt plötzlich auf die Tube. Über Stock und Stein geht es auf rudimentären Wegen kreuz und quer durch den Busch. Da muss es wohl etwas Interessantes geben – was wollen uns unsere beiden Guides aber nicht verraten! Wir sollen raten. Okay … ein Löwen kann es eher nicht sein, die hatten wir heute schon ein paar Mal … dann kann es doch nur 😎 … ein Tiger sein 😉 ! Merke: Nie deinen Guide veralbern, es könnte in einer Fast-Vollbremsung mitten im Busch enden! 😉 Die beiden schauen uns an, als wären wir vom Himmel gefallen 🙄 , dann meint Godfrey ganz, ganz vorsichtig „Tiger gibt’s hier nicht! Tut mir echt leid!“. 😄
Nachdem sich der Wagen samt seinen Insassen von darauf folgendem Gelächter erholt hat, wird weitergefahren - wir haben ja schließlich ein Ziel. Um weiteren gewollten oder ungewollten Tier-Kontinente-Verwechslungen vorwegzugreifen, verrät uns Godfrey, dass wir auf der Suche nach etwas Gepunktetem sind. Uih – da haben wir schon fast wieder eine Vermutung … 🙂
Wohin uns die beiden fahren, ist uns völlig schleierhaft – längst haben wir schon die Orientierung in diesem Akazienwald verloren. Wie man hier alleine mit einer kurzen Funkangabe ein Tier finden soll – wir wissen es nicht 🤨 . Wirklich viel Hoffnung machen wir uns ehrlich gesagt aufgrund der Unübersichtlichkeit hier auch nicht …
Und dann plötzlich sehen wir es: Unter einem Busch liegt eine Gepardin. Und sie ist nicht allein ...
Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gelyncht werde – wie es weiter geht, erfahrt ihr später am Abend! 😗
LG Steffi
Teil 1916. März 2012
Huhu,
@ Bele: Ja, also das mit dem Frisör... er schien recht gut nachgefragt zu sein im Ndutu-Gebiet - allerdings wollte uns niemand verraten, wie wir einen Termin bei ihm bekommen können. Scheint ein Geheimtipp für exklusives Klientel zu sein 😄. Wobei die Frisuren, die wir sehen konnten uns auch alle ein wenig zu 80er-Jähre mässig gewesen sind 😛 .
hier nun die Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung (oder so 😉 )
Tag 6 - Fortsetzung der gepunkteten Art 😎
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Vor uns liegt Mama Gepard mit insgesamt vier Jungen. Und was sind die süß! 🤩
Liebe Löffelhunde, es tut mir wirklich leid, aber hiermit seid ihr auf der Niedlichkeitsskala auf Platz 2 verwiesen worden. 😄
Die vier kleinen Geparde sind wirklich herzallerliebst, sie gemeinsam aufs Bild zu bekommen, ist allerdings genauso unmöglich, wie einen Sack Flöhe zu hüten 🙄 .
Heute Nachmittag steht auf dem Gepardenprogramm aber zuerst einmal Katzenwäsche 😎 :
Zuerst kommt die Mama dran …
… dann auch die Babys …(es folgt mein absolutes Lieblingsbild dieser Reise 🙂 )
Dann ist ein bisschen Sportprogramm auf der Mama angesagt 😄 …
Und zum Schluss wird die Milchbar eröffnet! 😄
Fast eine halbe Stunde stehen wir da und schauen den fünfen zu. Mit uns haben nur drei andere Autos den Weg zu den Geparden gefunden und wir alle sind total verzaubert von so viel Niedlichkeit auf einen Haufen.
Irgendwann ruft die Gepardenmama aber zum Abmarsch und die fünf verlassen uns. Wenn vier Gepardenbabys ihrer Mama hinterhopsen ist das fast schon wieder zum Brüllen komisch. Die Kleinen erinnern mich dabei eher an einen Hasen, als an einen zukünftigen grazilen Jäger der Savanne 😄 .
Schön in diesem Zusammenhang ist auch, dass kein Wagen der kleinen Familie hinterherfährt, sondern die fünf in Ruhe weiterziehen können 😁 .
Mit einem fetten Grinsegesicht (Marke Honigkuchenpferd 😄 ) machen wir uns wieder auf die Pirsch nach ungepunkteten Lebewesen... und werden auch fündig…
Mehr davon aber im nächsten Teil, den ich aber wahrscheinlich erst am Sonntag einstellen werde können.
Nur so viel sei verraten: Wir haben tatsächlich noch einen anderen Kunden des mysteriösen Serengeti-Frisörs gefunden 🤩 (allerdings ungepunkteter Art 😉 ).
LG Steffi
Teil 2018. März 2012
Hallo zusammen,
auch wenn mir mein Kalender sagt, dass immer noch Sonntag ist, wenn ich eure Nachrichten hier so lese, fühl ich mich schon fast zu spät dran 😊 . Ihr seid ja echt lieb 🙂 *dankööö* und ich werde mich weiter anstrengen, möglichst jeden Tag einen neuen Teil einzustellen ... nur jeden Tag geht's halt leider nicht...
Aber jetzt gibt's endlich den Abschluss von Tag 6 - insofern, liebe Bele, Tasse bereit halten, wir fahren weiter 😄 .
Tag 6 - Fortsetzung, die x-te 😉
…
Nachdem wir die kleine Gepardenfamilie verlassen haben, pirschen wir vergnügt weiter. Und damit nicht keine Missverständnisse aufkommen: Wir haben an diesem Tag nicht nur Großkatzen gesehen, da gab es auch viele andere Tiere, die wir gesehen haben:
Viele Giraffen zum Beispiel…
Und auch Impalas…
Bei den Impalas können wir etwas sehr Seltsames feststellen. In Tansania gibt es entweder Herden die nur aus männlichen Tieren bestehen, oder Herden mit weiblichen Tieren und einen männlichem Pascha. Gemischtgeschlechtliche Herden gibt’s da nicht. Als wir im Januar 2011 im Etosha NP waren, liefen uns hingegen nur gemischte Herden über den Weg 🙄 … Kennt sich da jemand aus mit Impalas? Haben sich die Impalas in Namibia nur wegen der Regenzeit zusammengeschlossen oder weil gerade die Jungen geboren waren? Oder sind die Impalas in Namibia einfach moderner im Lebensstil? 😎
Unsere beiden Guides meinten, dass in Tansania die Herden normalerweise das ganze Jahr über getrennt bleiben - nur der Pascha einer Weibchenherde wird alle paar Monate ausgetauscht, weil er sich zu sehr aufarbeitet 🙄 . In diesem Zusammenhang empfehlen wir jedem einmal 10 Minuten an einer Weibchen-Pascha-Impala-Herde stehenzubleiben und zu beobachten, wie sich der arme Pascha einen abläuft um seine Damen beieinander zu halten, Fluchtversuche zu vereiteln und andere Männchen zu vertreiben… 🤩
Nach ein paar weiteren Giraffen und ein paar Gnus und Zebras liegt dann – ich muss schon fast sagen „mal wieder“ 😊 – das hier mitten auf der Straße…
Madame ist aber nicht sehr erbaut darüber, dass wir kommen und ihren Schönheitsschlaf stören, aufstehen will sie aber auch nicht 😎 . Also müssen wir tatsächlich einen Bogen um den Löwen fahren 😄 . Straßenblockade durch müde Löwin – wer hätte das gedacht!
Das Dikdik findet’s auch ein wenig seltsam (wobei auch Dikdiks hier teilweise eine sehr niedrige Fluchtdistanz gegenüber Autos haben)… aber auf der Straße liegen sie dann doch noch nicht rum…
Überhaupt: Löwen pflatschen sich ja wirklich überall hin wo es Ihnen gerade einfällt. Bei unserem Besuch im Ndutu-Gebiet war das bevorzugt im Dreck 🤨 . Nehmen wir mal dieses Exemplar hier 🙂 :
Der Gute liegt zusammen mit einem Weibchen mitten im Nirgendwo im Dreck und sonnt sich. Sehr amüsant ist, dass die beiden gut zehn Meter auseinander liegen und sich nicht ansehen. 😄 Vielleicht Ehekrieg?
Meister Löwe ist ebenfalls gar nicht beglückt darüber, dass er von Touris entdeckt worden ist (sie schaut gar nicht erst in unsere Richtung..) – stört ja den wohlverdienten Löwenschlaf 😣 . Vielleicht sollte man ihm einmal verraten, dass es sich an weniger offensichtlichen Stellen geruhsamer schläft, als direkt am Ufer der Lake Masek, wo so ziemlich alle Autos fahren, wenn sie hier von A nach B wollen. 😉
Mit zerknautschtem Gesicht macht der Löwe eine kurze Bestandsaufnahme …
Aha, fünf Autos beieinander … na dann, machen wir doch mal ein kurzes Touri-Entertainmentprogramm…
Teil 2118. März 2012
Tag 6 - das Ende
...
Touri-Entertainmentprogramm geht so: Von unserer rechtsgedrehten Position richten wir uns langsam in eine senkrechte Position auf...
.. warten bis die bestellte leichte Windbrise kommt und blicken dann majestätisch für 10 Sekunden nach links ...
Lake Masek, 17. 00 Uhr, leichte Brise: Die Frisur sitzt! 🤩
Dann blickt Löwe für zehn Sekunden nach vorne, dann für 10 Sekunden nach links.
Alle Fotos geschossen? Gut, denn dann ist der Spuk auch schon vorbei und es wird sich wieder hingepflatscht 😄 . Man muss es ja nicht übertreiben, oder? 😉
Und der Frisör hat nun wirklich hervorragende Arbeit geleistet, findet ihr nicht auch?
Der Pascha mit seiner tollen Frisur im Wind geht daher in die Reiseannalen als „Die Fönfrisur“ ein. 😄
Aber es ist wirklich nicht so, als würden wir an diesem Tag nur Katzen sehen (wirklich nicht) … Wir sehen auch noch viele Dikdiks...
.. ein paar Giraffen auf und neben der Straße...
... einige Hippos, sogar ein Nilkrokodil und ein paar Flamingos dürfen wir auch noch sehen. 🙂
Gegen dreiviertel sieben, kurz vor Sonnenuntergang kommen wir glücklich und bestaubt in unser Camp zurück. Was für ein Tag! 😁 Da macht es auch nichts, dass der Sonnenuntergang heute wegen Wolken nicht ganz so spektakulär ist.
Nach einer kurzen Dusche treffen sich die meisten Gäste des Camps dann am Lagerfeuer und tauschen ihre Erlebnisse des Tages aus. Neben uns sind noch ein anderes deutsches Paar, eine fünfköpfige Gruppe Australier und vier Amerikaner aus der Nähe von Seattle hier. Die Runde ist sehr vergnügt, jeder ist von seinem Safaritag hellauf begeistert. 🙂 Das Essen ist erneut super gut und wir fragen uns abermals, wie der Koch das in seiner kleinen Buschküche zaubert. Danach fallen wir hundemüde ins Bett… immerhin wollen wir morgen wieder frühmorgens losfahren. Morgen soll es in Richtung Zentral-Serengeti gehen. Was wir dort sehen werden? Lasst euch überraschen. Es wird auf jeden Fall laut und staubig 🙂 . Oder in den Worten von Godfrey: „Morgen fahren wir dorthin, wo die von BBC und National Geographic immer hin wollen!“ 🤩
In diesem Sinne eine schöne Nacht 🙂 …
LG Steffi
Teil 2220. März 2012
Tag 7
Die Nacht endet mal wieder früh. Mit unseren Taschenlampen bewaffnet arbeiten wir uns auch heute Morgen mit Dämmerung aus unserem Zelt heraus. Damit die paar Meter zum „Parkplatz“ nicht gar zu langweilig werden, steht bei schlechter Beleuchtung heute „Büffelhinterlassenschaften-Überspringen“ auf dem frühmorgendlichen Sportprogramm 🤩 .
Vielen Dank, liebe Büffel, aber wenn ihr uns schon nachts besucht, muss es denn unbedingt direkt vor unserem Zelteingang sein?… 😵
Nachdem den Häufchen erfolgreich ausgewichen worden ist und wir auch für andere Dinge aufnahmefähig sind, klappt uns der Kinnladen nach unten: Um unser Camp herum sind die Bäume über und über mit Vögeln übersät.
Was für ein Anblick!
Mit diesen ersten beeindruckenden Bildern im Kopf klettern wir zu unseren beiden Guides ins Auto, grüßen die zwei Dikdiks vor dem Camp 🙂 und machen uns auf in Richtung Naabi Hill-Gate. Heute steht die Zentralserengeti bzw. der Serengeti Nationalpark an sich auf dem Programm (bisher hatten wir uns immer noch in der Ngorongro Conservation aufgehalten zu der das Ndutu-Gebiet gehört). Auf dem Weg dorthin queren wir die große Ebene vor Naabi Hill.
Aber zuerst einmal den Tag begrüßen 🙂 …
… nicht zu vergessen ein paar Löwen im „drive-by-shooting“ mitnehmen 😎 (Familie Löwe hat an diesem Morgen leider keine Lust auf neugierige Touri-Paparazzi und setzt sich schnell ins Gebüsch ab… 😄 ) …
Heute morgen ist es recht neblig, was für eine wunderschöne Stimmung sorgt …
Bereits im Wald sehen wir viele Zebras und Gnus, doch als wir auf die Ebene hinausfahren, wird es unmöglich die Tiere zu zählen...
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Teil 2320. März 2012
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Wir fahren und fahren nur an Unmengen von Gnus, Zebras, Grantgazellen und Thompsongazellen vorbei. Es hüpft, „gnuooht“ und „brrrt“ vor uns neben uns und hinter uns. Oftmals ist die Straße vor uns voller Tiere, die nur langsam dem Fahrzeug eine Schneise freigeben, die sich ca. 20 Meter hinter dem Wagen sofort wieder schließt…
Sowas habe ich noch nicht gesehen und ich vermute etwas Ähnliches werde ich in meinem Leben nie wieder sehen. Klar, man kennt die Fotos, die Erzählungen und hat es vielleicht schon das ein oder andere Mal im Fernsehen bestaunt, aber diese riesigen Herden auf dieser wahrhaft endlos erscheinenden Ebene zu sehen, mittendrin zu stehen, dort wo die Herden nicht links und rechts vom Fernsehbildschirm aufhören, das ist für mich eine unglaubliche Dauergänsehauterfahrung. Die Bilder einer Ebene nicht endend wollender Gnu- und Zebraleiber sind sicherlich diejenigen, die sich bei mir am Meisten von dieser ganzen Reise eingebrannt haben.
Eine gute Stunde fahren wir – Fotostopps inklusive - die Straße entlang und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Zwischen den Antilopen laufen auch immer wieder Raubtiere auf und ab, viele Schakale sind dabei und noch viel mehr Hyänen. Man meint fast, sie begutachten ihr Frühstücksbuffett…
Und – tatatata – im Gnugewirre rennt uns doch tatsächlich auch eine kleine Herde Elands über den Weg. Aus diesem Grund hier im besten Gegenlicht fotografiert mein Eland-Dokumentationsfoto!
Es tut mir wirklich leid, dass das Schauspiel auf den Fotos eigentlich kaum wiederzugeben ist und mit Worten schon gar nicht. Aber vielleicht konnte ich euch wenigstens einen kleinen Eindruck von diesem Schauspiel vermitteln…
Den hier will ich euch auch nicht vorenthalten...
Weiter geht’s dann morgen mit unserer Pirschfahrt im Serengeti Nationapark oder auch der Geschichte, wie ich fast in einen Elefanten lief 😗 …
LG Steffi
Teil 2421. März 2012
Weiter geht's...
Tag 7 - Fortsetzung die Erste 🙂
Am Naabi Hill Gate angekommen muss erst einmal das mittlerweile wohlbekannte „Einreiseprozedere“ für den Nationalpark erledigt werden. Während Komba dies erledigen will, schlägt uns Godfrey vor, dass wir doch zum Aussichtpunkt spazieren, von dem aus man einen tollen Blick über die Ebene hat. Na, das machen wir doch 🙂 !
Der Weg ist ausgeschildert und während die Männer noch tratschen marschiere ich beschwingt und mit der Kamera bewaffnet schon einmal los. Allerdings komme ich nicht recht weit, denn nach ca. 100 Metern bricht hinter mir leichte Panik aus 🙄 . Mit einer Mischung aus Flüstern und Schreien (jap, das geht tatsächlich 😎 ) tönt es dreistimmig hinter mir: „Steffi“ Stopp! Elefant!“ Wie? Wo? Was? Elefant? 🤨 Ich blicke einmal rundherum – wie Elefant? 🙄
Nachdem die fuchtelnden Männerhände dann aber alle in eine Richtung deuten, sehe ich ihn dann doch: Keine 50 Meter vor mir steht ein paar Meter neben der Treppe ein Elefantenpopo 🤩 (der Rest vom Elefanten, so möchte ich anmerken, ist aufgrund eines Baumes vööööllig verdeckt, es ist also kein Wunder, dass ich das Kerlchen übersehen habe 😗 ). Der Elefantenpopo veranlasst mich aber nun doch den Rückzug anzutreten 😎 .
Wir entschließen uns dann den Aussichtspunkt von der anderen Seite aus zu besteigen. Allerdings werde ich dabei keine Sekunde von meinen zwei Begleitern aus den Augen gelassen … hmpf … na, danke, nur weil frau mal einen Elefantenhintern übersieht 😗 …
Die Aussicht ist dann wirklich toll! Viele kleine Gnu- und Zebrapunkte sprengeln die Ebene vor unseren Füßen. Schööönnn! 🙂
Nachdem wir uns so die Füße ein wenig vertreten konnten und das Eintrittsprozedere abgeschlossen ist, geht es auf in den Serengeti Nationalpark.
Hier sieht es mal wirklich Klischee -Serengeti-mäßig aus …
Weites Land…
Und das Empfangskomitee steht auch schon bereit 😄 …
Nicht nur einer, sondern gleich acht Löwen begrüßen uns kurz hinter dem Gate...
Und sie liegen mal nicht im Dreck 😄 ...
Aber was wollen wir mit Löwen – Godfrey und Komba haben sich heute das Ziel gesetzt uns einen Leoparden zu zeigen… schauen wir mal …
Generell sind hier – verglichen mit dem Ndutu-Gebiet sehr wenige Antilopen unterwegs. Das liegt am hier sehr hoch gewachsenen Gras, welches den Gnus und Zebras zu hoch ist. Die vergnügen sich lieber auf den Kurzgrasebenen vor dem Naabi Hill Tor. Anstatt der großen Herden treffen wir hier kleinere Verbünde von Impalas und Topis.
Und Elefanten(hintern) 😉 …
Dann kommt mal wieder ein Funkspruch herein und, wieder einmal, düsen wir im Wagen los . Neben uns folgen auch noch vier andere Fahrzeuge dem Funkspruch, was schon fast Rallyecharakter hat 🤨 … unsere Guides scheinen einen tierischen Spaß zu haben 🙂 …
Und dann in einem Baum weit weg, ganz klein, ein Leopard 🤩 . Ferngläser ausgepackt – dann wird auch der Leopard größer. Gut 10 Minuten klettert er im Baum herum und schärft sich die Krallen am Baum, dann scheint es ihm aber doch nicht zu gefallen und er verschwindet wieder im hohen Gras. Aber, hey, ein Leopard 😄 … Mit den tollen Leopardenfotos von Nicole im anderen Reisebericht kann ich zwar nicht mithalten (ganz und gar nicht 😕 ) … aber hier aus der Ferne ein kleines Leoparden-Dokumentationsfoto.
Ziele für die nächste Afrika-Reise: Eland und Leopard mal näher rankriegen! 🙂
Weiter geht es morgen mit ein paar Sichtungen, die wir so noch nicht hatten…
LG Steffi
Teil 2522. März 2012
Hi ihr,
@ nicole: Oje, du Arme, da wünsch ich dir gute Besserung! Und wirklich weit bin ich mit meinem Reisebericht auch noch nicht gekommen, ich bin immer noch erst bei Tag 7 von 14 😎 - da fehlt noch ein bisschen was. Bis zur nächsten Namibia-Reise muss er doch fertig werden 🙂 . Und ich bleibe dabei: Gegen deine Leoparden-Fotos stinkt mein Doku-Foto ja sowas von ab 😄 .
@ picco: Vielen herzlichen Dank, jetzt hast du meine Liste noch zu sehender Dinge in Afrika um zwei Kandidaten erweitert ... neben Elands (nah) und Leopard (nah), Klippspringer (überhaupt einmal) und Wildhund (überhaupt einmal) stehen darauf nun auch Serval und Baum der durch Leopard wächst (beide überhaupt einmal) 😎 . Wo seh ich das jetzt alles? 😉
Weiter geht's!
Tag 7 - Fortsetzung No. 2 🙂
Nach unserer Leopardensichtung (der mit der vielen Umgebung drumherum 😄 ) begeben wir uns zu einem verspäteten Frühstückspicknick zum Informationszentrum. Das Informationszentrum ist wirklich sehr nett gestaltet und hat einen schönen Garten mit vielen Vögeln. Da wir recht spät dran sind, sind wir auch fast allein … fast … 🙂
Nun ist es ja so… auf Safari begegnet man nicht nur Tieren, sondern auch anderen Mitreisenden. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber manchmal macht das Menschenbeobachten mindestens genauso viel Spaß wie Tiere zu beobachten 🙂 . Da sind zum Beispiel die asiatischen Reisegruppen, die immer geballt auftreten und allesamt mit ihren I-Pads die Umgebung filmen 🙄 , da ist der deutsche (Hobby-)Ornitologe, der beim Anblick eines Storches derart in Verzückung gerät, dass er zehn Minuten lang nur noch aufgeregt „Ein Storch! Ein Storch! Sieh! Ein Storch!“ von sich gibt 🤨 . Da ist die klapprige alte Lady aus den Staaten, die keine drei Minuten mehr aufrecht stehen kann, aber frohen Mutes eine Heißluftballonfahrt bucht 😵 , und und und… 🙂
Und dann ist da in diesem Infrmationszentrum noch diese Reisegruppe, nennen wir sie einfach S-Reisegruppe 🙂 . Die S-Reisegruppe besteht aus rund 20 Deutschen, die allesamt sehr nett und interessiert aussehen und einer blonden Reiseleiterin, wir nennen sie jetzt einmal Heike 🙂 . Heike führt also ihre S-Reisegruppe in das Informationszentrum, kommt aber nicht weit. Denn gleich am Anfang steht eine Tafel auf der sich viele Tiere des Serengeti-Ökosystems finden samt ihren Namen 🤩 . Um nun ihre Kompetenz zu zeigen, scharrt Heike ihre Schäfflein um sich ... und meinen Mann ... 😣 !
Jetzt muss ich dazu sagen, dass mein Mann einen unglaublichen „Bloss-Nicht!“-Grusel Reisegruppen gegenüber hat. Als mir also auffällt, dass mir Christian abhanden gekommen ist, finde ich ihn zusammen mit der S-Reisegruppe um dieses Schild und Heike gescharrt mit einem extrem verzückten Gesichtsausdruck ... oh weia .. 😵 . Und ich muss sagen, was sich da abspielt ist wirklich einzigartig 🙂 . Heike geht doch tatsächlich Tier für Tier auf dem Schild ab und sagt dazu den Namen. Klingt dann so: „Das ist eine Giraffe. Die haben wir heute schon gesehen. Das ist eine Hyäne, die haben wir gestern gesehen. Das ist ein XX und das ist ein YY…“ 🤩 Und alle hören ihr total gespannt zu! 🙄 An dieser Stelle hätte ich wohl meinen Mann langsam entfernen sollen, ich war nur selbst von der Lehrstunde derart fasziniert, … 😗 ... Jedenfalls ... irgendwann waren wir beim Leoparden auf dem Schild angekommen und Heike meinte „Das ist ein Leopard, den haben wir leider noch nicht gesehen!“ woraufhin mein Göttergatte leise aber immer noch zu laut meint: „Wir schon! Wir schon!“ 😵 Ja, ähm … könnt ihr euch die Blicke unserer Reisegruppennachbarn und den strengen Blick von Reiseleiterin Heike vorstellen? 😗 Ich rechne schon fast mit einem Verweis der Gruppe, aber nein – Heike ist Profi, sie macht dann einfach mit dem Gnu weiter – und das hat die S-Reisegruppe heute tatsächlich auch schon gesehen! 😛
Was wir noch gesehen haben? Nun ja, nachdem ich Christian unter Gewaltandrohungen von der Reisegruppe loslösen konnte, liefen uns noch diese netten Kerlchen über den Weg…
Und einer sonnt sich tatsächlich keine 30cm neben uns! (ich muss zugeben, hier war ich kurz zuvor ihn in meine Tasche zu packen und mitzunehmen 😉 ) …
Irgendwann reißen wir uns dann aber von den Klippschliefern los und steigen wieder in den Wagen. Weiter geht die Pirsch! Neben einigen Hippos (Mann können diese Viehcher stinken! 😵 ) sehen wir viele Impalas, Giraffen, Impalas, Giraffen, Impalas und eine badende Elefantenherde! 🙂
Elefanten beim Baden zuzusehen ist echt immer ein Erlebnis!
Vor lauter Plantschen scheuchen die Elis sogar einen Riedbock auf, der aufgeschreckt an uns vorbeihüpft. Was für ein Service!
Und zum Schluss wird frischgebadet an den Touris vorbeigeflitzt… 🙂
Dann kommt mal wieder ein Funkspruch herein. Und wieder treten unsere Guides aufs Gas (soweit das hier möglich ist). Weshalb wird uns auch diesmal nicht verraten. Es habe keine Punkte und sei kein Tiger, grinst uns Godfrey an …:P
Und? Erkennt ihr, was wir gefunden haben?
Ich darf präsentieren: Baumlöwennachwuchs in Ausbildung 😄
Mehr davon dann im nächsten Teil – leider erst am Samstag! Bis dahin …
LG Steffi
Teil 2624. März 2012
Hallo zusammen,
ja, ich weiß, ich bin spät dran - aber noch ist Samstag 😉 !
Und ich beschwere mich doch gar nicht - ich plane nur meine Tierbestellungen für die nächste Afrika-Reise 😄 ! Mit unseren Löwensichtungen in der Serengeti waren wir megaglücklich und unseren ersten Leoparden fanden wir ja auch ganz toll. Wenn er nur 4 Meter neben dem Auto vorbeigelaufen wäre, hätten wir ja auch keine Herausforderungen für die nächsten Reisen 😉.
Weiter geht's ...
Tag 7 - Forsetzung No. 3 🙂
Weiter geht’s mit unseren Baumlöwen in Ausbildung 🙂 . Wir kommen genau richtig zur heutigen Nachmittagslektion, die da heißt: Baumabsteigen leicht gemacht! 😄 Naja, leicht ist relativ. Für die große Mama ist es ein Katzensprung, für die beiden Kleinen ein weiter Weg nach unten. Weswegen sich die zwei auch erst einmal dafür entscheiden auf dem Baum zu bleiben …
Vielleicht kommt die Mama ja wieder…
Mama Löwin scheint aber andere Pläne zu haben und kommt nicht zurück auf den Baum. Die zwei Kleinen versuchen den besten Weg nach unten finden – was gar nicht so einfach ist …
Nachdem pro Minilöwe ungefähr 10 Absteigversuche in letzter Sekunde abgebrochen werden (was bei uns zum einen oder anderen Lacher führt 😄 ), haben sich die beiden letztendlich doch auf eine Abstiegsvariante geeinigt…
Wir klettern auf den am tiefsten hängenden Ast (gar nicht so dumm…)…
Und dann lassen wir uns einfach wie ein nasser Löwensack fallen! 🤩 Ein Bild für Götter. Leider habe ich kein Foto davon – wir waren zu sehr mit Lachen beschäftigt. 😄
Nach unserem Minilöwen-Erlebnis machen wir uns langsam wieder zurück in Richtung Ndutu-Gebiet. Auf dem Rückweg sehen wir noch dieses schöne Exemplar einer Felsagame…
Und hinter dem Naabi Hill Tor wieder Gnus, Zebras, Gnus, Gnus, Gnus, Zebras, Gnus …
Der Verkehr ist am späten Nachmittag wesentlich stärker als er am frühen Morgen gewesen ist. So haben wir die Herden diesmal nicht wirklich für uns alleine. Aber wenigstens kann man so ein paar Fotos machen, die dokumentieren, wie die Autos vom Gnu- und Zebra-Street-Crossing 🙂 umschlossen werden.
Außerdem kann man auch gut sehen, wie es hier staubt!
Den letzten Teil von Tag 7 gibt’s dann morgen…
LG Steffi
Teil 2726. März 2012
Weiter geht's! 🙂
Tag 7 - Ende
Wir fahren die Straße entlang der Ebene zurück in Richtung Ndutu. Und um uns herum: „Gnuuoh! Nooöh! Brrr!“ 🙂
Abseits des Staubs empfiehlt es sich immer mal wieder stehen zu bleiben und dem Treiben zuzusehen.
Hier ein paar lästernde Zebras…
… da kleiner Zebranachwuchs…
… und dort ein Thommy in Staub gehüllt.
Wehmütig verlassen wir wenig später die großen Herden auf der Ebene und bewegen uns langsam aber sicher wieder in Richtung unseres Camps.
Am Lake Ndutu genießen die Weißstörche derweil ihren Cluburlaub! 😄 Die riesigen Ansammlungen von Weißstörchen erstaunen uns immer wieder aufs Neue...
Ist euch aufgefallen, wenn wir heute noch gar nicht gesehen haben? Hier ein paar kleine Hinweise: Es sind acht an der Zahl, die bevorzugt im Dreck liegen und dösen 😉 . Ja, genau: Unser benachbartes Löwenrudel. 🙂
Und was treiben die Herrschaften am späten Nachmittag? … Wie sollte es anders sein, sie liegen im Dreck und schlafen… 😎 Damit die Touris ein bisschen unterhalten werden, gibt’s aber brav wieder links gedrehte und rechts gedrehte Löwen. 😉
Naja und den sterbenden Schwan… 😄
Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir im Camp an.
Nach einer kurzen Dusche begebe ich mich kurz zum Hauptzelt um die Tipp-Box ein wenig zu füttern, komme aber nicht weit. Denn als ich um die Ecke des Hauptzelts biege, kommt mir der Manager des Camps mit wedelnden Armen entgegen und scheucht mich mit einem leicht hysterischen „He’s charging! He’s charging!“ ins Zelt! 🙄 Huh? Im Zelt stehen die Australier vom gestrigen Abend bereits perplex umher 🤨 . Und so langsam klärt sich auch, wer da gerade zum Angriff blasen wollte. Als die Australier nämlich soeben ihren Platz am Lagerfeuer einnehmen wollten, gesellte sich ein alter Büffel ans Lagerfeuer, der wohl der Ansicht war, dass es schöner allein wäre 🤩 . Dies führte dann zur Flucht der Australier und die „He’s charging!“ Aktion des Managers.
Also beobachten wir den alten Büffel gemeinsam aus unserer Zeltdeckung heraus, bis es ihm nach gut 15 Minuten zu langweilig wird so allein am Lagerfeuer und er sich wieder in den Busch trollt. Dann dürfen auch die Menschen ans Lagerfeuer. 😄
Der Büffel ist dann auch Hauptgesprächsthema beim Essen. Das Essen ist abermals vorzüglich und bei uns breitet sich zum zweiten Mal an diesem Tag ein bisschen Wehmut aus: Morgen werden wir diesen schönen Fleck Erde verlassen. 🙁
Kleines Fazit zur Serengeti, den Ndutu-Gebiet und dem Serengeti Savannah Camp:
Toll, traumhaft, sofort wieder (bezogen auf alles drei!) 🙂
Nein im Ernst, der Besuch des Ndutu-Gebiets, unser Abstecher in die Zentralserengeti, die unglaublich vielfältige Tierwelt hier wie dort haben uns wirklich verzaubert. Das Serengeti Savannah Camp mit seinem unglaublich freundlichen Personal, dem leckeren Essen und die tolle Buschatmosphäre hat dem Ganzem den perfekten Rahmen gegeben. Wie schon gesagt: Hier hätten wir es auch noch 1-2 Tage länger ausgehalten! 🙂 Sollten wir noch einmal zu dieser Jahreszeit nach Tansania reisen, so werden wir hier sicherlich versuchen einen längeren Stopp einzulegen!
Morgen müssen wir uns dann von den ganzen Gnus verabschieden: Es geht zum Lake Eyasi, wo wir uns zwei (mehr oder weniger 😉 ) gemütliche Tage machen werden. Bis dann…
LG Steffi
Teil 2828. März 2012
Hallo zusammen,
vielen Dank für das Lob, wobei die Fotos nur deshalb so gut geworden sind, weil die tierischen Models so fotogen waren 🙂 .
@ uli: Wenn ich mich recht erinnere, fährt du doch fast sofort los, oder? 😉 *neid*
Und weiter geht's mit Tag 8 und ganz viel Serengeti-Abschiedsschmerz...
Tag 8
Eigentlich wollen wir heute Morgen einmal ausschlafen. Naja, was heiß ausschlafen – wir wollen anstatt um 6 Uhr erst um 7 Uhr sozusagen mit Sonnenaufgang losfahren und deshalb ein Stündchen länger im Bett liegen. Eigentlich … wären da nicht die Nachbarn… 😵
Nein, ich meine nicht unsere Zeltnachbarn, die sind alle schön brav und ruhig. Ich meine unsere Campnachbarn: das allerliebste Löwenrudel. Scheinbar haben die Kätzchen beschlossen, nachdem sie immer von den Touris beim Schlafen gestört werden, heute Morgen einmal zurückzuschlagen 🙄 . Und so wird ab etwa 5 Uhr morgens geröhrt und gebrüllt, was das Zeug hält 😣 . Herzlichen Dank, liebe Löwen, wir sind wach! 😎
Uns wird zwar später versichert, dass die Löwen weiterhin gut einen Kilometer vom Camp entfernt sind, aber von der Lautstärke her, könnten sie auch zehn Meter neben dem Zelt stehen. Wie klingt denn dann erst ein Löwe, der wirklich zehn Meter neben jemanden zum Brüllen anfängt (also außer absolut beängstigend 😵 …)?
Und so schaffen wir es dank der Löwen auch heute den Sonnenaufgang mitzunehmen 😎 – heute allerdings nicht ganz so spektakulär, weil keine hübschen Wölkchen am Himmel.
Dafür zum Abschluss noch einmal ein Blick auf die Zeltgalerie im Serengeti Savannah Camp.
Fast schon traurig verlassen wir schließlich diesen wunderschönen Ort, verabschieden uns von unseren Dikdik-Bodyguards und besuchen schnell noch unsere katzigen Nachbarn, bei denen mittlerweile wieder etwas Ruhe eingekehrt ist. 🙂
Die Herrschaften scheinen dem Gesichtsausdruck zufolge sehr zufrieden mit ihrer Wecker-Leistung zu sein…. 😄
Noch schnell ein, zwei Fotos und dann geht’s auch schon weiter zurück in Richtung Parkeingang…
Wir verabschieden uns von den Grantgazellen und Thommys…
… und von den Zebras und den Dokumentar-Elands (auch heute lassen uns die Viehcher nicht nahe an sich ran 😠 ) – nicht zu vergessen die Hyänen im Vordergrund, die mal wieder Frühstücksbuffet begutachten… 🙂
Und natürlich von den Gnus… 🙂
Und dann sind wir auch schon wieder im Ngorongoro-Crater, wo heute an den „Einfalltoren“ schon fast stauartige Zustände herrschen 🙄 . Was sind wir froh, dass wir heute nur auschecken müssen, was dann doch leidlich schnell geht (für hiesige Verhältnisse 😉 ).
Danach fahren wir in Richtung Lake Eyasi. Unsere nächste Unterkunft ist das Kisima Ngeda Camp...
Weiter dann im nächsten Reiseberichtteil.
LG Steffi
Teil 2929. März 2012
Weiter geht's ...
Tag 8 - Teil 2
Auf holpriger Piste geht es in Richtung Lake Eyasi. Gegen Mittag kommen wir in unserer nächsten Unterkunft an: Kisima Ngeda. Die Lodge besteht (wenn wir richtig gezählt haben) nur aus sieben Zelte und schmiegt sich als kleine Oase an den Eyasi-See an. Mit einem Wort: SCHÖÖÖÖÖN! 🙂
Die Lodge wird von Christian einem Deutschen und seiner argentinischen Frau Nani geführt und wir fühlen uns sofort wie zuhause. Die Zelte sind riesig, liebevoll eingerichtet, mit tollem Blick auf den See und die gesamte Lodge ist mit unglaublich viel Liebe zum Detail angelegt. 🙂
Unser Zelt:
Allerdings: Der Eyasi-See wurde uns als Vogelparadies angepriesen – nur: Kein Vogel in Sicht! 🙄 Naja, kein Vogel ist übertrieben, aber abgesehen von fünf Flamingos und zwei Marabus lässt sich auf dem See kein Federvieh ausmachen! 🤨 Also irgendwie will das mit den Vögeln nicht so ganz klappen… den für den Nachmittag angedachten Vogelbeobachtungsspaziergang sagen wir dann auch ab (sehr zur Freude unserer Guides, die sich sehr über einen touri-freien Nachmittag freuen 😉 ).
Da wir morgen für unsere Buschwanderung mit den Hazabe-Buschmännern wieder früh aus den Federn müssen, beschließen wir den Nachmittag erst einmal faul im Zelt zu verbringen und später auf eigene Faust an den „Strand“ auf Vogelsuche zu gehen.
Und hier ein Tipp für alle, die einmal in Kisima Ngeda übernachten sollten: So schön es ist, draußen auf der Terrasse zu sitzen und das Wedeln der Palmzweige auf sich wirken zu lassen, geht auch mal ins Zelt, macht den Moskitaschutz runter, setzt euch still aufs Bett und wartet. Denn dann geht die Vorführung los 🙂 . Zuerst wandert ein Nilwaran einmal von links nach rechts, dann von rechts nach links über die Terrasse (scheinbar muss er prüfen, ob wir die Terrasse auch bloß sauber hinterlassen haben 😉 …).
Und dann kommt die Horde grüner Meerkatzen. Die Kerlchen haben es auf die kleinen Kokosnüsse auf den Plamen abgesehen, die sie fröhlich von den Palmen auf den Weg zu unserem Zelt herunterwerfen und dann aufsammeln, anknabbern, sich darum streiten,…! Es ist einfach nur köstlich, den Affen dabei zuzusehen, wie sie geschäftig hin- und her hüpfen, miteinander agieren und ihre Babys zurechtweisen, wenn sie mal wieder über die Stränge schlagen. Eigentlich wollten wir ja etwas dösen - das können wir vergessen – das Entertainmentprogramm ist einfach zu gut 😄 . Ein kleines Affenbaby ist dann sogar so neugierig und versucht durch das Moskitonetz ins Zelt zu spitzen – als der Kleine uns aber auf dem Bett sitzen sieht, erschrickt er unglaublich (ich könnte schwören, dass ihm alle Haare zu Berge gestanden sind 😄 ), schmeißt die Arme hoch und kreischt sich zu seiner Mama rennend einen ab. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie wir uns lachend auf dem Bett gekugelt haben? 😄
Nachdem die Affenbande abgezogen ist, spazieren wir ein wenig in Richtung See. Und tatsächlich: Auch wenn nach wie vor nur fünf einzelne Flamingos auf dem See zu sehen sind, gar keine Vögel sehen wir dann doch nicht 🙂 . Wir sehen neben den fünf Flamingos, Marabus, Nilgänse und ein paar Reiher. Und dann noch ein paar Vögel, die ich Vogelversager (mal wieder 😊 ) nicht beim Namen nennen kann, aber auch nicht fotografisch festhalten konnte.
Beschlammt aber zufrieden kehren wir kurz vor Sonnenuntergang wieder zum Zelt zurück, machen uns kurz frisch und genießen dann einen traumhaften Sonnenuntergang. 🙂
Das Essen danach ist exzellent – es ist einfach unglaublich schmackhaft und rundet das Bild von der Lodge perfekt ab. Hier fühlen wir uns wirklich sehr wohl und sind froh, dass wir hier zwei Nächte gebucht haben. Zum Seele baumeln lassen der perfekte Ort. 🙂
Morgen treffen wir dann die Hazabe-Buschmänner, eine Schlange und lernen Bogen schießen! …
LG Steffi
Teil 3002. Apr. 2012
Guten Abend zusammen 🙂 ,
weiter geht es...
Tag 9
Die Nacht mache ich kaum ein Auge zu. Nicht weil die Betten schlecht wären (ganz im Gegenteil) oder wir vom Fliegen geplagt wären (ebenfalls ganz im Gegenteil), sondern weil es palmwedelt 🙄 . Wirklich, ich hätte nie gedacht, dass Palmen derart viel „Lärm“ machen! Der Göttrgatte findet es beruhigend und schläft selig vor sich hin 🙄 - mich bringt es dieses immerwährende wie Regen klingende Rascheln um den Schlaf 😵 .
Dementsprechend gerädert fühle ich früh morgens um fünf dann auch 😕 . Willkommen erster und einziger Morgen dieser Reise an dem ich mir wünsche, dass wir mal etwas weniger frühaufstehenden Urlaub machen würden… 😐 Aber wie war das nochmal: Reise nicht Urlaub, gell? 😎
Jedenfalls der Service hier: ein Traum 🙂 . Wir werden mit Kaffee und Keksen geweckt, sogar meine gestern gewünschte Banane liegt auf dem Tablett, welches es unser „Weckmeister“ reicht. Im Auftrag von Christian muss ich an dieser Stelle übrigens mal den Kaffee in Kismima Ngeda loben, der hat nämlich mal wirklich die Bezeichnung „Kaffee“ verdient und ist richtig gut 🙂 (in anderen Unterkünften hatte der Kaffee oftmals eher weniger Ähnlichkeit zu unserem Kaffee zuhause...).
Dann machen wir uns auf zu den Hazabe-Buschmännern…
Ich hab’s ja schon einmal erwähnt: Mit Kulturtourismus fühlen wir uns eigentlich nicht ganz so richtig wohl. Nichtsdestotrotz haben wir uns für diesen Programmpunkt entschieden – erstens kann es ja sein, dass wir danach ganz begeistert sind und zweitens klang das Ganze dann doch noch halbwegs authentisch.
Wir tuckern also los und kurz nach halb sieben sind wir mit Sonnenaufgang bei „unserem“ Dorf. Ehrlich gesagt nehme ich den Hazabe hier – im Gegensatz zu den meisten Massai entlang der Touristenstrecken – auf Anhieb ab, dass sie so leben, wie sich das hier darstellt. Wir werden von den Herren des Stammes freundlich begrüßt und nach ein paar freundlichen Worten werden uns drei Jungs im Alter von geschätzt 12-15 Jahren zugeteilt, mit denen wir nun Jagen gehen dürfen. Mit von der Partie ist auch ein einheimischer Guide als Übersetzer und Godfrey, der heute Lust auf Morgensport hat 🤨 .
Gejagt werden heute Vögel. Ich glaube Vögel werden immer mit Touris gejagt, da so eine Vogeljagt noch am touristenkombatibelsten und unblutigsten ist 😉 . Und wir müssen sagen, die Vogejagd mit Pfeil und Bogen haben die drei richtig gut drauf. Die können das! 🙂
Erbeutete Vögel werden uns dann immer feierlich präsentiert … naja … und ich handle mit dann gleich mal den Touriseltsamheitsbonus ein, weil ich anfangs keine Fotos von den Jungs und ihrer Beute mache, was diese sichtlich komisch finden 😕 .
Nachdem ich dann doch irgendwann mich überwinde und Fotos machen, sind sie aber zufrieden 😄 . Als wir dann noch anmerken, dass sie den Vögeln nicht unbedingt hinter unserem Rücken den Hals rumdrehen müssen, werden wir reichlich verzaubert angeguckt, steigen aber auch merklich im Ansehen. 🙂
Wer einmal andenkt eine Tour mit den Hazabe zu machen – hier ein Tipp: Versucht erst gar nicht mit denen Schritt zu halten – das wird nicht funktionieren 😄 . Die kennen das Terrain und vor allem sind die viel kleiner als der Otto-Normal-Tourist 😉 . Während ich noch gut nachkomme, reißt Christian mit seinen fast zwei Metern den halben Busch nieder… 😗 . Und die Jungs laufen natürlich auch immer einen Tick schneller als wir – ist ja klar 😛 . Nach einer guten halben Stunde entscheiden wir uns also, den dreien ihren Spaß zu lassen und ein bisschen die Hektik rauszunehmen (auch wenn es ständig anders behauptet wird, die warten natürlich auf dich, wenn man etwas langsamer läuft, die sind ja auch nur wegen dir hier draußen… 😉 ). Wir machen also kurzerhand eine naturkundliche Buschführung aus dem Ganzen und löchern Godfrey, der dabei ist fröhlich, was das für eine Pflanze ist, was das für ein Vogel ist etc, etc. Und dann macht so eine Wanderung durch den Busch auch wirklich Spaß 🙂 – auch wenn es bei Christian an der einen oder anderen Stelle in einen Kampf mit dem Busch ausartet und er so einige Kriegsverletzungen vom Kampf mit Busch X und Baum Y davonträgt 😎 …
Nachdem ein paar Vögel gesammelt sind, machen die drei Jungs unter einem großen Baobab Rast und grillen einen Teil der Vögelchen.
Von einer erlegten Taube bekommen wir dann auch die Filetstücke angeboten und steigen nochmals im Ansehen, als wir das Ganze dann auch tatsächlich verkosten (ich muss aber sagen: Taube wird zukünftig nicht unsere Leibspeise werden 😎 . Wir finden sie nur sehr bedingt empfehlenswert 😵 😉 …). Ja, und was machen die lustigen deutschen Touris, wenn ihnen was zum Essen angeboten wird? Sie überlegen sich gleich mit was sie sich revangieren könnten … allerdings haben die deutschen Touris mal wieder nicht mitgedacht und nur TicTacs in ihrem Rucksack 😗 . Godfrey und der einheimische Guide sind sofort Feuer und Flamme von den TicTacs (lustigerweise hat der einheimische Guide auch noch ein altes TicTac-Werbeshirt an und freut sich wie ein Schnitzel, weil er das naschen darf, was da auf seinem T-Shirt gedruckt ist 🤩 .). Vor lauter Begeisterung vergißt er jedoch den drei Hazabe-Jungs zu erklären, dass sie die TicTacs lutschen müssen 😕 . Was dazu führt, dass drei Hazabe herzhaft zubeißen… naja 😊 … könnt ihr euch die Gesichter vorstellen? 🤩 😵 🤩
Ich glaube, die drei fühlen sich in diesem Moment fürchterlich veräbelt, unser schwerst erarbeitetes Ansehen schwinden innerhalb wenige Augenblicke 😊 😗 und wir können nichts anderes als betröbbelt gucken, während sich Godfrey und der andere Guide fast schlapp lachen. 😎
Da versucht man sich einmal im kulturellen Brückenbau und dann das! Merke: TicTacs sind eher nichts um die Verständigung der Völker voranzutreiben. 😉 😛 😉
Irgendwann begeben wir uns wieder in Richtung Dorf. Auf den Weg dorthin, geraten die drei Jungs plötzlich in Aufregung und schubsen mich ziemlich vehement von einem Baum weg unter dem ich gerade laufen wollte. Aus gutem Grund: Dort oben baumelt nämlich eine schwarze Mamba! 🙄 🤩
An dieser Stelle gucken wir und guckt auch Godfrey erst einmal blöd aus der Wäsche 🙄 . Die drei Jungs setzen dazu an, die Mamba vorsichtig aus dem Baum zu holen – so nah an ihrem Dorf wollen sie das Tier nicht am Leben lassen. Und als sich die Schlange so nach und nach aufrollt, kann ich die drei auch ein bisschen verstehen – Tierschutz hin oder her – das Tier ist riesig und ich würde es auch nicht in meiner unmittelbaren Nachbarschaft haben wollen 😵 . Und angeblich ist das noch eine junge Mamba…
Nach diesem sehr beeindruckenden Erlebnis geht es zurück ins Dorf, wo wir bzw. Christian noch eine Lektion im Pfeil- und Bogenschießen bekommt 😄 . Das ist tatsächlich sehr nett gemacht, muss ich sagen. Mit Kulturtourismus an sich werden wir an diesem Tag zwar immer noch nicht richtig warm, aber unser Besuch bei den Hazabe war kurzweilig und interessant und die drei Jungs hatten auch ihren Spaß uns davonzulaufen 😉 – insofern passt scho 😉 ! …
Gegen elf sind wir zurück in der Lodge und bekommen einen 5-gängigen Brunch aufgefahren. Unglaublich lecker, unglaublich tolle Ideen und der Service ist 1a. Wir sind mal wieder begeistert. 🙂
Den restlichen Nachmittag verbringen mit Affenbeobachtung, ein bisschen faulenzen und einen Spaziergang an den See. Flamingos sind heute noch weniger zu sehen als gestern, dafür aber ein paar andere Vögelchen. Weiß jemand zufällig, was das hier ist? (er ist auf jeden Fall sehr laut!)
Hier die Lodge vom See aus fotografiert…
Nachdem nun die Hälfte unserer Reise vorbei ist, fangen wir schon wieder an, Pläne für unseren nächsten Januarurlaub zu schmieden 🙂 . Recht schnell ist klar: Es wird wohl wieder Afrika werden 😗 … Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang engen wir das Ganze zumindest mal auf drei Länder ein, die uns so vorschweben würden: Kenia, der nördliche Teil von Südafrika und Botswana 🙂 . Weiter kommen wir an diesem Abend aber nicht mehr…
Stattdessen lassen wir einen phänomenalen Sonnenuntergang auf uns wirken…
Selbst nachdem die Sonne am Horizont versunken ist, strahlt der Himmel noch in den schönsten Farben.
Das Essen ist abermals fantastisch und wir fallen nach interessanten Gesprächen mit den anderen Gästen gegen zehn Uhr hundemüde aber überaus zufrieden ins Bett. 🙂
Und morgen statten wir den Tse-Tse-Fliegen im Tarangire-Nationalpark einen Besuch ab! 😵
LG Steffi
Teil 3111. Apr. 2012
Hallo zusammen,
@BriZA: Ja, mit Intelligenz haben die Mietzen bei der Kabelaktion wirklich nicht geglänzt 🙄 ... ich muss zugeben, ich schiebe seither auch leichte Panik wegen sämtlicher anderer Kabel in der Wohnung ... wobei die bisher alle heil erscheinen. Kabel waren auch bisher kein Problem (sind ja Katzen, keine Nager ... eigentlich 😎 ) - keine Ahnung, was die geritten hat, dass mein PC-Kabel plötzlich als Kauschnurr herhalten musste 😠 .
Eigentlich sollte es ja heute in den Tarangire gehen, aber mein Göttergatte hat eingeworfen, dass ich unbedingt vor dem Tarangire etwas zu ein paar Themen allgemein auf dieser Reise schreiben müsste - die da wären: Fliegen, Mitreisende und Mitreisende 🙂 . Dem werde ich jetzt mal Folge leisten - die Elfanten müssen somit noch einen Tag warten.
FLIEGEN
Steckmücken und derlei waren zugegeben vor der Abflug mein diesmaliger Reisehorror. Nachdem man ja immer liest, was so eine kleine Stehmücke an bösen Krankheiten alles übertragen kann in Ostafrika, war mir doch ein wenig mulmig zumute. Gelbfieberimpfung war klar, Malaria-Prophylaxe auch, aber es gibt da ja auch noch andere "nette" Sachen, gegen die es derlei Schutz nicht gibt 😵 . Ich muss aber sagen, vor Ort war es dann tatsächlich viel harmloser als gedacht 🙂 . Oder auch anders formuliert:
Mückenabwehrzeugs funktioniert tatsächlich 😁 !
Fliegen und Stechmücken gibt es Tansania nämlich tatsächlich zuhauf, wenn man allerdings genügend nach Mückenabwehr duftet 😉 - so zumindest unsere Erfahrung - lassen einen die kleinen Biester ziemlich in Ruhe. Wir haben uns immer fleissig mit No Bite eingecremt und unsere Kleidung ebenfalls mit No Bite imprägniert. Das hat dann im Endeffekt dazu geführt, dass die Mücke in den Wagen geflogen ist, uns gerochen hat und dann unseren beiden Guides um die Köpfe geschwirrt ist und uns in Ruhe gelassen hat, was wir immer äußerst freundlich fanden 😎 ! In den ersten neun Tagen unserer Reise ist Christian so mit ganzen zwei Stichen und ich mit einem davongekommen. Christian hat dabei das Kunststück vollbracht, sich seine beiden Stiche am Kraterrand zuzuziehen - was unsere beiden Guides doch sehr verwundert hat, da es dort oben wohl nur sehr, sehr wenige Stechmücken gibt. Christian scheint sie alle gefunden zu haben 😉 . Insofern haben sich hier unsere Befürchtungen nicht realisiert ... zumindest bis wir dann in den Tarangire kamen 😗 ...
Hier mal ein kleines Foto, was ganz gut die in der Serengeti umherschwirrenden Mückenmengen verdeutlicht: Ich präsentiere Mücken mit Grantgazelle 😉
TseTse-Fliegen sind uns bis zum Tarangire-Park nur sehr vereinzelt um die Nase geschwirrt. Im Lake Manyara haben wir genau drei gesehen (da dachte ich noch: "Boah, was machen die alle ein Aufheben um die Viecher, so schlimm sind die doch gar nicht!" 😉 ... hhhm, ich sollte noch eines Besseren belehrt werden 😕 ) und in der Serengeti ist unser Wagen in der Nähe der Sopa Lodge mal von einer etwa 15-köpfigen TseTse-Fliegentruppe angegriffen worden. Das war dann etwas hektisch im Auto für zwei Minuten, aber danach waren wir wieder Tse-Tse-Mückenfrei und weiterhin stichlos. Das sollte sich mit dem Tarangire aber noch ändern....:S
MITREISENDE
Was uns wirklich aufgefallen ist während der zwei Wochen ist die unterschiedliche Zusammensetzung der Reisenden in Tansania im Vergleich zu Namibia. Als wir letztes Jahr nach Namibia flogen, sah man bereits im Flieger, dass hier vielfach ein ganz bestimmter Typ Reisender unterwegs ist - ich nenne ihn jetzt mal den Afrika-Virus-infizierten-Mehrfachtäter 😉 , der zumeist auch eine Aura des "Ich kenne mich hier aus!" versprühte 🙂 . Auch während der Rundreise in Namibia sind wir immer wieder auf diesen Typ Reisenden gestossen. Tansania hat sich da in der Zusammensetzung seiner Reisenden anders präsentiert. Zum einen ist das Durschnittsalter höher. In unserem Alter (um die 30) war sonst kaum einer unterwegs. Auch fanden wir das Publikum hier internationaler. Wo wir in Namibia hauptsächlich Deutsche, Holländer und Italiener trafen, hatten wir in Tansania ein Sammelsurium von Koreanern, Australiern, Brasilianern, unglaublich viele Amerikaner (lustigerweise alle aus der Gegend um Seattle 😄 ), Spaniern etc, etc. Natürlich auch Deutsche, die dann aber - und das fanden wir ganz interessant - immer erzählt haben, dass Tansania und die Migration ihr großer Traum immer schon gewesen sei und sie deswegen jetzt endlich mal nach Afrika gereist seien. Grundsätzlich fanden wir die Interaktion zwischen den vielen Nationen abends bei Lagerfeuer immer richtig schön und bereichernd - und als Element für sich die Reise schön abrundend 🙂 .
MITREISENDE
Ich bin jetzt schon mehrfach per PM gefragt worden, wie es denn ist, mit Fahrer unterwegs zu sein für zwei Wochen. Ich kann da natürlich nur für uns sprechen - aber wir fanden es schon gewöhnungsbedürftig. Das mag aber auch daran liegen, dass wir da aber auch ein bisschen speziell sind und bisher immer nur alleine unterwegs waren;) . Grundsätzlich haben wir es absolut nicht bereut mit Fahrer unterwegs gewesen zu sein: Wir haben Dank der beiden vieles gesehen, was wir alleine nie gesehen hätten und gerade mit Komba haben wir uns beide auch richtig, richtig gut verstanden 🙂 . Nichtsdestotrotz verbringt man viel Zeit mit eigentlich wildfremden Menschen und das ist und bleibt für uns ein Kompromiss- oder in den Worten meines Mannes 😉 : "Es hat schon seinen Grund, warum die meisten Safaris hier nicht länger als 8 Tage dauern - ab Tag 8 fängt's an zu nerven!" 😉 Christian hat dann spätestens ab Mitte der Reise auch vor sich hingeträumt, die Tour selbst fahren zu können 😎 . Wenn es uns noch einmal nach Ostafrika verschlagen wird, dann werden wir das auch in die Tat umsetzen - gesehen haben wir Dank unserer beiden Guides auf dieser Reise alles, dann können wir uns beim nächsten Mal ohne große Erwartungshaltung selbst auf die Suche begeben 🙂 . Dadurch dass wir die beiden Guides mit an Bord hatten, haben wir - ich denke das sollte auch noch erwähnt werden - nicht nur mehr Tiere gesehen, als ohne - wir haben auch sehr viel mehr über Land und Leute erfahren, als wir das getan hätten, wären wir alleine unterwegs gewesen. Die Gespräche mit den beiden sind auch ein Element dieser Reise, das ich eigentlich nicht hätte missen wollen - auch wenn die ständige Begleitung mich ab etwa Tag 8 ebenfalls etwas genervt hat 😉 .
Da hatten wir aber noch keine Bekanntschaft mit der Tse-Tse-Fliegen-Horde im Tarangire-Park gemacht und wussten dementsprechend auch noch gar nicht, was wirkliches Nerven bedeutet 😉 .
Darüber dann mehr morgen! 🙂
LG Steffi
Teil 3212. Apr. 2012
Hallo zusammen,
wie versprochen heute die Fortsetzung
Tag 10 oder auch: Der Tag an dem wir erfahren durften, dass ein Elefant im Bad nichts, aber wirklich nichts, außer Probleme macht 😎
Heute dürfen wir einmal ausschlafen, wir fahren nämlich erst um 8.30 Uhr los. 😄 Nach einem leckerem Frühstück verabschieden wir uns vom Lake Eyasi und der schönen Kisima Ngeda Lodge und machen uns auf den Weg in den Tarangire Nationalpark.
Auf dem Weg dorthin machen wir dann noch an einem Souvernirstand halt - allerdings müssen wir zu unserem innerlichen Entsetzen feststellen, dass man hier nur sehr wenig Freude am Handeln hat und eher unmotiviert auf dem Taschenrechner umhertippt 🤩 . Jetzt hab ich mich schon so auf Handeln gefreut und nun das! Godfrey amüsiert sich köstlich über unser Entsetzen und meint, die fehlende Motivation des Verkäufers liege wahrscheinlich daran, dass die US-Touristen sofort jeden noch so utopischen Preis ohne mit der Wimper zu zucken zahlen würden. 😵 Naja, wir nicht 🙄 - zumindest nicht ohne ein gewisses Handel-Entertainment. 🙂 Unsere beiden Guides finden unsere Kaufverweigerung ohne Handel-Entertainment sehr lustig (wenigstens zwei, die hier entertaint werden 😉 ) und versprechen uns auf den Weg zurück nach Arusha noch wohin zu fahren, wo wir nach Lust und Laune handeln könnten. 🙂 Yippiy! 😄
Gegen Mittag kommen wir im Tarangire-Park an. Am Eingang ist wieder Einreiseprozedere zu erledigen und so wandern wir ein bisschen durch die Anlage, die hier sehr hübsch angelegt ist und vor Vögeln nur so wimmelt.
Hier also mal wieder ein (Aggro- 😉 )Vogel mit Kumpels dessen Namen ich Vogelbanause mir mal wieder nicht gemerkt habe 😊 ...
Wenige Minuten später dürfen wir dann in den Park. Der Tarangire-Park wurde uns im Vorfeld von Godfrey immer als "unser Elefantenpark" beschrieben und er scheint seinem Namen alle Ehre zu machen: Keine 300 Meter hinter dem Eingang stehen wir in einer Herde Elefanten 🤩 .
Die Herrschaften grüßen uns sogar freundlich 😄 :
Dabei sind einige richtige Prachtexemplare...
So aus nächster Nähe sind die Tiere schon verdammt groß und beeindruckend...
Zwischen den grauen Giganten schauen immer mal wieder ein paar Impalas aus dem hohen Gras heraus...
Und die Elefanten? Die kommen immer näher ans Auto heran. Was liegt denn auch ferner, als sich direkt neben drei Autos in aller Ruhe seine Stoßzähne am Baum zu wetzen? 🤩 An dieser Stelle heißt es dann fotografisch "Byebye Teleobjektiv", dann damit wären nur noch Detailaufnahmen von Elefantenwimpern möglich 😄 . Trotz aller Ehrfurcht vor dem riesen Koloss der keine zwei Meter entfernt genüßlich seiner Stoßzahnpflege nachging, hab ich es doch geschafft mit dem kleinen Objektiv ein Foto von dem "Kerlchen" zu schießen...
Irgendwann ist Elefant dann mit seinen Stoßzähnen zufrieden, wandert bedächtig über die Straße und schaut dabei mal kurz nach, was es bei uns im Auto so zu sehen gibt 🤩 ...
Scheinbar sind im Auto aber nur langeweilige deutsche Touris zu finden 😎 - dann doch lieber am nächsten Baum sich anlehnen und ein wenig abhängen 😄 ...
...
Teil 3312. Apr. 2012
...
irgendwann sind dann alle Elefanten vorbeigetrottet und wir fahren in Richtung Picknickplatz um über unser heutiges Lunchpaket herfallen zu können. Auf dem Weg dorthin begegnen wir noch weiteren kleinen Verbünden von Elefanten, die wahlweise gemeinsam unter einem Baum stehen und dösen, vor sich hinfuttern oder vergnügt im Schlamm plantschen 🙂 ...
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich nach einer Stunde Tarangire schon den Überblick über unseren "Elefanten-Count" verlieren würde 😄 - es ist aber tatsächlich so. Wir können an diesem Tag kaum einen Kilometer fahren ohne nicht wenigstens einen Elefanten zu sehen. 🤩
Und wir können auch keinen Kilometer fahren, ohne nicht mindestens 5 neue Tse-Tse-Fliegen im Auto zu haben 😵 . Nun bin ich ja wirklich tierlieb (wirklich!) und gestehe eigentlich jedem Tier sein Recht auf Leben zu: Die Tse-Tse-Fliege als solche brachte mich aber zugegebenermassen hier an meine Grenzen. 😠 Und eigentlich halte ich mich mit Schmipftirraden wirklich zurück - aber solche - entschuldigt 😊 - Drecksviehcher sind mit bislang noch nicht untergekommen 😠 😵 😠 . Die greifen alleine, im Schwarm, offensiv direkt ins Gesicht fliegend und hinterücks sich versteckend aus dem Hinterhalt an. 🙄 Und sie sind nicht kaputt zu kriegen. 🙄 😠 Du schlägst drei Mal auf die Fliege und sie fliegt immer noch um deine Nase herum 😵 ! Und kaum freut man sich, das Auto Tse-Tse-Mücken frei bekommen zu haben, greift schon die nächste Formation der Blutsauger an 😣 ....
Nach zwei halben Tagen und einen ganzen Tag Tarangire haben wir ein Schlachtfeld voller toter Tse-Tse-Mücken hinterlassen 😵 : Wenn man Christians Angaben Glauben schenken darf, hat er alleine in dieser Zeit rund 100 von den Viehchern im Auto erlegt bzw. aus dem Auto geschmissen. Ich sicherlich nicht ganz soviele, aber an die 50 dürften es schon gewesen sein 😵 .
Nach der zigsten Tse-Tse-Attacke haben wir dann auch unsere Tse-Tse-Mord-Strategie bis ins letzte Detail optimiert: Am Effktivsten ist tatsächlich die "Tse-Tse-Zermalmungsmethode" mit dem Reiseführer als Werkzeug. Funktioniert in etwa 95% der Fälle hervorragend. 😎 Empfehlenswert im Kampf gegen die Biester sind auch helle, langärmelige Klamotten (dann sieht man sie eher, wenn sie auf einem landen, außerdem habe ich mir eingebildet, dass sie Weißes eher nicht als Landebahn bevorzugen ;)) .
Unser Kampf gegen die Tse-Tses war insoweit erfolgreich, als dass wir beide "nur" je 2x von den Biestern gebissen wurden. Für die Menge, die uns da um die Köpfe herumschwirrte, finden wir das ganz okay 🙂 - wer ganz ohne Tse-Tse-Mückenstich einen ganzen Tag im Tarangire-Park verbringt, hat jedenfalls unseren vollsten Respekt und darf uns gerne in seine Tse-Tse-Strategie einweihen 😄 .
Neben den fliegenden Blutsaugern haben wir aber auch noch ein anderes Problem: Der Stoßdämpfer unseres Wagens gibt plötzlich seltsame Geräusche von sich. Glücklicherweise ist es bis zum Picknickplatz nicht allzu weit und Komba nimmt sich dort gleich unter tatkräftiger Unterstützung einiger anderer Guides der Sache an 🙂 .
Der Picknickplatz ist Tse-Tse-frei und wir können uns in aller Ruhe über unser Lunchpaket hermachen 🙂 . Und die niedlichen Tiere hier beobachten...
Neben den kleinen Hörnchen sind auch viele Vögel hier versammelt. Hauptsächlich - Achtung, Achtung, ich habe mir einmal einen Vogelnamen gemerkt 😄 - viele Dreifarbenglanzkopfstare (und jetzt hoffe ich wirklich, dass ich mir das auch richtig gemerkt habe 😉 )
Die können ganz lieb schauen...
... aber auch sehr verwegen 🙂 ...
Dann ist auch unser Wagen wieder abfahrbereit. Die Stoßdämpfer konnte provisorisch gerichtet werden (wie, wollen wir ehrlich gesagt gar nicht wissen 🙄 ), erzählt uns Komba stolz und heute Abend würde auch schon ein Ersatzteil geliefert werden. Bis dahin könnten wir aber unsere Fahrt im Park fortsetzen. Na, dann - wir hoffen das Beste 🙂 .
Der Tarangire Park wartet neben der ganzen Tse-Tse-Mückenplage im Übrigen auch mit einer wirklich phänomenal schönen Landschaft auf.
Sehr interessant und auch sehr imposant sind die vielen Leberwurstbäume, die hier stehen...
Und wie es auf der Pirsch weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Teil (allerdings erst am Sonntag, weil wir morgen Besuch bekommen 🙂 )
LG Steffi
Teil 3416. Apr. 2012
Tag 10 - Fortsetzung
Auf unserer Pirschfahrt durch den Trangire sehen wir neben vielen Tse-Tse-Fliegen 😣 und Elefanten auch Wasserböcke (bevorzugt von hinten 😉 ) einige Strauße und ganz viele Impalas:
und Elefanten ...
... Elfanten 🙂 ...
und Impalas 😄 ...
Der Tarangire ist wirklich ein einziges großes Elfanten- und Impalaland 🙂 . Neben den "Großen" sind aber auch viele "Kleine" unterwegs: Vögel zum Beispiel ... leider mal wieder namenlos 😗 (für die nächste Reise gelobe ich wirklich Besserung, was das Federvieh angeht, versprochen 😊 ).
Insofern also hier ein schöner blauer Vogel 😉
Und noch ein ein hübscher Vogel, bei dem ich glaube, dass es sich um einen kleineren Nashornvogel handelt 😕 ... aber hübsch ist er 😄 , das ist sicher!
Und hier noch ein Raub?Adler (???) 😕 😊 😗
Gegen sechs machen wir uns auf zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: die Roika Tented Lodge. Zuvor aber noch schnell ein Foto der rüsselwerklichen Kunst der Elefanten: Baobab-Baum mit Loch!
Eigentlich sollten wir ja in einer anderen Lodge unterkommen, nur wurde die Zufahrtsstraße zu dieser Lodge wenige Wochen vor unserer Reise wggespült 🤨! Da die Straße bis zu unserer Ankunft nicht wieder aufgebaut war und die Anfahrt zum Park sich deshalb stark verlängerte, wurden wir in die Roika Lodge umgebucht. Die Roika Lodge liegt eigentlich nur 8 Kilometer Luftlinie vom Park entfernt, die Anfahrt vom Park zur Lodge und umgekehrt dauert aufgrund der etwas ruckeligen Straße und viel Ziegen- Kuh- und - wie sollte es anders sein 😉 - Elefantenverkehr jedoch gut 25 Minuten.
Die Roika Lodge ist eine etwas größere Lodge, die erst vor wenigen Monaten eröffnet hat, mit etwa 28 Zimmern. Jedoch sind davon während unseres Aufenthaltes nur etwa 5-8 Zimmer belegt. Es ist also recht ruhig und beschaulich. Architektonisch hat sich hier jemand mit großer Vorliebe für Schnitzereien ausgelebt 🙂 . Jedes Zimmer bzw. Zelt steht zudem unter einem bestimmtem Motto.
Wir bekommen das Elefantenzelt. Bedeutet für uns, dass nicht nur das Bett liebevoll mit Elefantenschnitzereien verziert ist, sondern dass im eigentlich sehr großem Badezimmer ein riesiger Elefant steht 🙄 . D.h. genauer gesagt eine riesige Elefantenbadewanne 🤩 . Das Teil ist wirklich schön. Nur wurde es mit ein bisschen viel Liebe zum Detail angefertigt, denn der Badewannenschreiner hat dem Elefanten auch riesige Füße verpasst und die sind einfach immer im Weg 😵 . Geht man ins Badezimmer, ist da ein Elefantenfuß, überwindet man diesen erfolgreich und bewegt sich Richtung Toilette, so ist da bereits der nächste Elefantenfuß, der heimtückisch darauf lauert, dass man sich im Kampf Menschenzehe - Elefantenfuß mit ihm misst 🙄 .
5 schmerzende Begegnungen mit den Elefantenfüßen später, stellen wir fest, dass der Elefant noch ein anderes Problem darstellt: Er hat uns scheinbar das ganze Duschwasser weggetrunken, denn aus unserem Duschhahn, tropfen nur ein paar vereinzelte eiskalte Tropfen 🙄 . Das Duschen wird so zu einem sportlich-erfrischendem "Fang den Tropfen"-Erlebnis 😄 . Wir erlauben uns dann doch beim Abendessen den fehlenden Wasserdruck samt fehlendem warmen Wasser freundlich anzumahnen. Das Essen ist okay, wenn auch nicht so gut, wie in den vergangenen Tagen.
Danach fallen wir recht schnell hundemüde und geschlaucht von den heißen Tag, der Tse-Tse-Mücken Jagd (heute kein Biss - yeah! 😎 ) und den ganzen Elefantenerlebnissen in die bequemen Betten.
Morgen geht es für den ganzen Tag in den Tarangire Nationalpark auf Jagd nach Tse-Tse-Mücken 😎 .
LG Steffi
Teil 3506. Mai 2012
Hallo zusammen,
oh wei - im Hinblick auf Hängematte (übrigens: Willkommen an Bord 🙂!) teile ich mal schuldbewusst eine Ladung Sonnencreme aus 😊 !
Sorry, dass es hier in den letzten Tagen nicht voran gegangen ist, aber bei uns ging es irgendwie drunter und drüber sowohl auf Arbeit als auch im Privaten, dann hab ich definitv zuviele Sachen noch vor meiner Anfahrt nach Namibia geplant (merke für den nächsten Urlaub: Langsamer angehen lassen 😉 ) und dann hat auch noch der PC meines Göttergatten einen Abflug gemacht, weswegen Mann seit einer Woche äußerst aufmerksamkeitsbedürftig ist 😄 !
Aber ich habe euch nicht vergessen: Und ich schulde euch ja noch ein paar Elefanten und Impalas. Also: Alle wieder aufgehopst, wir tuckern weiter 🙂 !
Tag 11 - oder auch: Mist, es juckt! 😕
Die Nacht ist wirklich erholsam und ruhig - sieht man mal von den nächtlichen Fußattacken unseres Elefanten im Bad ab, der uns beide jeweils zwei halbblaue Zehen einbringt. 😵 Selbst wenn man weiß, dass er da ist, irgendwie ist vor ihm kein Entkommen 😐 . Wir stellen fest: Elefanten haben im Bad definitiv nichts verloren - Elefanten scheiden hiermit und für immer als potentielles Haustier aus 😉 !
Morgens springen wir gut gelaunt aus unseren Betten. Nachdem unsere beiden Guides gestern abend bis elf den Wagen noch repariert haben, haben wir heute die Abfahrt auf sieben Uhr morgens verschoben, damit sich die beiden auch noch etwas ausruhen konnten.
Über eine Buckelpiste holpern wir in Richtung Parkeingang. Da es auch im Tarangire keine Zäune gibt, ist aber auch vor dem Parkeingang die Tierdichte recht hoch: Es begrüßt uns ein Schakal und eine Herde Giraffen.
Und im Park natürlich: Impalas 🙂
... und Impalas 😄 ...
Ich finde Impalas ja wirklich außergewöhnlich hübsche Tiere und finde es außerdem zum Brüllen komisch, wenn man mal für ein paar Minuten einen Impala-Pascha beim Managen seiner Herde zusieht, inkl. Fluchtversuche einiger Impala-Damen etc. 🙂 - aber im Tarangire setzt ein bisschen das impalische Gnu-Moment ein: Es sind fast schon zuviele, als dass man sie einzeln noch würdigen kann. 🤨
Die TseTses ignorierend - soweit das eben geht - pirschen wir uns durch den Park. Und treffen auch noch auf andere Bewohner des Parks:
Klippschliefer, die ein morgendliches Sonnenbad nehmen...
Bitte recht freundlich 🙂
Wasserböcke gibt es hier auch einige, allerdings präsentieren sie sich mal wieder bevorzugt von hinten 🤨 ...
Und dann gibt's natürlich Elefanten, Elefanten, Elefanten. Ich weiß nicht, wie groß die Herden hier sind - Christian hat einmal rund 70 Elefanten auf einmal um uns herum gezählt, ich hab zuhause zudem einige Fotos gefunden, auf denen mehr als 40 Tiere zu sehen sind. Es sind auf jeden Fall unglaublich viele!
Wir versuchen heute von den Herden ein bisschen Abstand zu halten (was gar nicht so einfach ist!) und beobachten das Spiel der Elefanten ein bisschen aus der Ferne. Denn wenn man den Kolossen nicht alzu nahe rückt, steigt der Entertainment-Faktor steil an. Da rangeln die Halbstarken, ärgern die Babys die Mütter und alles wuselt lustig durcheinander. Fazit: So eine Elefantenherde ist schon ein Erlebnis! 🙂 Den "Kerlchen" sieht man richtig den Spaß am Leben an! 🙂
Hier ein paar Impressionen:
...
Teil 3606. Mai 2012
...
Die Tse-Tses haben wir heute auch wenn sie in irrsinnigen Mengen auftreten ganz gut im Griff. Langärmelige helle Kleidung hilft tatsächlich etwas, wenn auch nicht immer.
Aber irgendwie: Obwohl wir bisher erst jeweils einmal von dien Mistviehchern gebissen wurden - irgendwie juckt es uns am ganzen Körper... 🤨 ... vielleicht ein psychologischer Nebeneffekt von Tse-Tse-Mücken-Dauerstress? 😐
Jedenfalls auch wenn es sich wiederholt 😉 : Blendet man die TseTses aus, ist der Tarangire wirklich ein landschaftlich wunderhübscher Park.
Hier Landschaft mit ein paar Tierchen garniert 🙂 :
Vogeltaxi 😎
Und dann wieder Elefanten links von der Straße, Elefanten rechts von der Straße, Elefanten auf der Straße, usw. 😄
Am niedlichsten sind wirklich die kleinen Babys ...
Gegen Mittag wird es im Park fast unerträglich heiß. Während wir nach einer Mittagspause im Schatten verschwitzt und nach TseTse-Mücken schlagend uns weiter durch den Park pirschen, halten die Nilwarane noch Mittagssiesta im Baum 🙂 ...
...
Teil 3706. Mai 2012
...
Ein paar kleine Dikdiks dürfen natürlich auch nicht fehlen 🙂 ..
Und hier noch einmal hübsche Landschaft aus dem Tarangire...
Dann am späten Nachmittag .. wir haben zugegebenermassen schon fast einen Impala- und Elefanten-Overkill, treffen wir an einem Tümpel endlich einmal auf eine Gruppe Wasserböcke, die uns nicht nur ihre Kehrseite zeigen 🙂 . Schööön 😄 !
Vor lauter Wasserbock übersehen wir auch fast, die kleine 12-köpfige wuselige Gruppe Zebramangusten, die es sich am Tümpel ebenfalls bequem gemacht hat. 🙂
Gegen sechs entschließen wir uns den Park zu verlassen: Es ist heiß, wir sind verschwitzt, jucken und die TseTse nerven einfach tierisch. So schön der Park ist, aber an diesem Abend haben wir ihn irgendwann ein bisschen TseTse satt 😕 .
Im Roika Camp angekommen, der Schock: Das Jucken war nicht nur eingebildet, wir sind an Armen und Beinen bepustelt 😵 - und die Pusteln jucken wie blöde 😣 . Christian wirft in den Raum, ob wir hier im Zimmer vielleicht irgendein Ungeziefer haben? - Aber das Zimmer ist doch blitzeblank sauber, hier könnte man vom Boden essen? 😐 Vor uns hinrätselnd, springen wir abermals den "Dusch"-Tropfen im Elefanten hinterher (der Wasserdruck ist auch heute noch nichtexistent und warmes Wasser gibt es ebenfalls nicht 😵 ), packen die Antijuckcreme aus und begeben uns zum Essen.
Das Essen ist auch heute wieder ordentlich, wenn auch nicht so gut, wie wir es auch dieser Reise schon hatten. Danach fallen wir hundemüde ins Bett und hoffen, dass sich der Verdacht mit dem Ungeziefer hier im Zimmer nicht bestätigt. ...
Morgen geht's dann zu einer letzten Pirschfahrt in den Tarangire und dann zurück nach Arusha. Und es wird jucken, ganz übel jucken 😵 ...
LG Steffi
Teil 3808. Mai 2012
Hallo ihr,
jetzt muss ich mich gleich vorweg mal entschuldigen: Denn eigentlich hatte ich wirklich vor, diesen Reisebericht vor meiner Abreise nach Namibia fertig zu stellen ... nur ... angesichts der Tatsache, dass wir morgen Abend fliegen, wird das doch ein wenig eng 😗 ...
Ich muss euch also mit einem weiteren Teil der Reise vertrösten und verspreche, dass ihrch euch das Ende der Tansania-Reise samt dann topaktuellem Impala-Paarverhaltens-Vergleich Namibia-Tansania 😎 um Pfingsten herum nachreichen werde.
Ich hoffe, ihr seid mir nicht allzu sehr böse 😊 - und für Hängematte auf dem Landroverdach habe ich für die nächsten zwei Wochen Wartezeit auch gleich einen Karton Sonnenmilch besorgt 😉 !
@ Karsten: Also, wenn wir das gewusst hätten mit dem fatalen Zusammenhang Guide und TseTses, dann hätte Christian unsere beiden Guides wahrscheinlich am Parktor ausgesetzt 😄 ! Ist aber schon beruhigend zu wissen, dass das mit der Mückenplage nicht immer so ist - den der Park ist wirklich mehr als einen Besuch wert! Vielleicht testen wir das nächste Mal auch ohne Guide 🙂 !
@ Bele und nicole: Nur soviel vorweg: Das Jucken hielt auch noch eine Woche nach dem Urlaub an 😣 und Bele hat ziemlich ins Schwarze getroffen 😵 !
Jetzt geht's aber weiter - ich schulde euch ja immer noch ein paar Elefanten 🙂 !
Tag 12 - Vom Tarangire nah Arusha oder: Wenn's juckt, dann juckt's!
Auch wenn man es vielleicht nicht glauben mag, aber auch diese Nacht schlafen wir traumhaft gut. Nur das Aufwachen ... naja ... zum einen stoße ich mir zum zigsten Mal meinen großen Zeh an dem blöden Elefanten, zum anderen ist das mit dem Jucken nicht wirklich besser geworden. Eher im Gegenteil: Die Pusteln von gestern haben sich in ihrem Umfang eher verdoppelt und strahlen grellrot vor sich hin 😵 ! Naja, kann man jetzt auch nicht helfen, Antijuckzeug drauf und das Beste hoffen - wir checken ja heute sowieso aus. Christian geht es ein bisschen besser - seine Pusteln sind wenigstens gleich groß geblieben...
Kurz vor sieben brechen wir zu unserer letzten halbtägigen Pirschfahrt in den Tarangire auf. Das Licht heute morgen ist reichlich seltsam ...
Heute wird es sehr schnell richtig heiß ich Park, die TseTses sind auch schon alle wach 😣 und wir jucken, jucken und jucken. 😵 Dann beißt mich auch noch eine von den TseTse-Biestern in den Hals 😕 - autsch - und so ein Quarantäne-Ganzkörperanzug gewinnt immer mehr an Reiz 😉 ! Kurzum: Heute ist nicht wirklich unser Pirschtag!
Nichtsdestotrotz: Tiere sehen wir auch heute, auch wenn die Tierausbeute nicht ganz so hoch wie gestern ist...
Ein paar Großvögel 😉 in der Morgensonne...
Und ein paar freche Impaladamen laufen uns auch über den Weg (die scheinbar die deutschen Touris genauso doof finden, wie die deutschen Touris die tansanianischen TseTse-Mücken 😄 )...
Auch wenn wir heute beide nicht s wirklich gut gelaunt sind, unsere Guides reißen sich wirklich ein Bein aus, um uns bei Laune zu halten. Wir - bzw. hauptsächlich ich - werden im Laufe des Tages zunehmend mehr bemitleidet, denn meine Pusteln werden im Laufe des Tages zunehmend mehr und zunehmend größer 😵 und dummerweise auch zunehmend mehr juckend 😣 . Godfrey erzählt uns, dass es in Tansania große Probleme mit Bettwanzen immer dann gibt, wenn die Wäsche nicht heiß genug gebügelt wird, weswegen das Personal eigentlich imme sehr genau darauf geschult werde, die Bettlaken und alles andere so heiß wir möglich zu bügeln. Im Roika Camp scheint irgendwer das wohl vergessen zu haben 😕 . Godfrey meint, dass er das auf jeden Fall auch weitergeben würde, da sowas gar nicht gehen würde ...
Aber ... wenn einem die Elefanten so nett grüßen, dann vergißt man auch kurz einmal seinen Juckreiz und freut sich einfach nur über die tolle Tierwelt hier 🙂
Hier noch ein hübscher Kleinvogel 😉 beim Morgenfrühstück - ich glaube es ist ein Kingfisher...
Und auch heute wieder: Elefanten, Elefanten, Elefanten 🙂 ...
...
Teil 3908. Mai 2012
...
und Elefanten 🙂
und Elefanten (ich verspreche, dass das dann auch das letzte Elefantenfoto dieser Reise ist 😉 )
Aber wir sehen auch noch andere Tiere: Zwar verstecken sich die Großkatzen trotz angestrengter Suche unsere Guides auch heute vor uns (könnten das vielleicht einmal die TseTses tun 😉 ? Aber Katzen haben wir ja reichlich in der Serenegti gesehen 🙂 ! Daher freuen wir uns heute über vereinzelte Büffel, ein einsames Zebra, Impalas, Giraffen...
und Sträuße...
Gegen zwölf verlassen wir den Park und ehrlich gesagt: Wir sind froh drum! 😕 So schön der Park ist, heute war einfach nicht unser Pirschtag.
Wir fahren nach Arusha und unsere beiden Guides machen ihr Versprechen wahr und fahren uns tatsächlich zu einem kleinen Souvenirmarkt, der etwas abseits liegt, der aber weitaus schönere Sachen hat als die Stände an den Touristraßen - und - das Beste 🙂 - hier kann man richtig schön handeln 😄 ! Da vergeße ich sogar für etwas länger die lästige Juckerei.
Gegen vier kommen wir in unserer Unterkunft für die letzten drei Nächte an, der Arumeru River Lodge etwas außerhalb von Arusha. Die Lodge wird von einem deutschen, super netten paar geführt und wir fühlen uns sofort wohl. Die Anlage ist wunderschön, mit großem gepflegten Garten und einigen Dikdik-Familien, Perlhühnern, unzähligen Vögeln und grünen Meerkatzen als "Dekoration" 😉 ...
Nachdem wir unser (sehr schönes) Zimmer bezogen haben erst einmal der Schock: Meine Beine sehen aus wie rotes Pustelgebirge 🤩 - kein Wunder, dass es mich so juckt! Ohne Garantie auf Völlständigkeit zähle ich alleine an meinen Beinen und Füßen 70 Stiche 😵 (oder genauer gesagt: bei 70 höre ich zu zählen auf und ergebe mich dem Juckreiz 😖). Christian sieht nicht wirkich viel besser aus, allerdings werden die Pusteln bei ihm nicht gar so riesig! Glücklicherweise habe ich mir zuhause für den Fall der Fälle von unserem Hausarzt eine Kortisoncreme verschreiben lassen (die war eigentlich für böse TseTse-Stiche gedacht 😉 ) - die wird nun ausgepackt! Und sie hilft auch glücklicherweise ein wenig - zumindest stoppt sie bei mir das Pustelwachstum (man ist ja schon für Kleinigkeiten dankbar 😉 ).
Ansonsten lassen wir den Rest des Tages die Seele baumeln, schauen den Dikdiks und Hühnern im Garten zu und genießen abends das ausgesprochen leckere Essen der Lodge. Eigentlich ein sehr runder, schöner Tag - vom Jucken mal abgesehen...
Und die Dikdiks sind wirklich sowas von niedlich 🙂
Morgen geht's dann in den Arusha Nationalpark ... bzw. für euch leider erst in zweieinhalb Wochen 😊 .
Ich verabschiede mich bis zum 25.5. ersteinmal nach Namibia 🙂 und werde dort zusammen mit meiner besten Freundin die Pads unsicher machen 😄 .
Liebe Grüße und bis bald Steffi
Teil 4030. Mai 2012
Hallo zusammen,
nachdem alle schon wieder brav in den Wagen gestiegen sind, läute ich doch gleich mal zur Abfahrt (für all diejenigen, die die Abfahrt verpassen: Keine Sorge - heute geht es nicht weit 😉 ).
Tag 13 - Arusha Nationalpark
Eigentlich sollte der heutige Tag der Anfang unserer Reise sein. Doch durch Überbuchungsprobleme in Arusha ist der Besuch des Arusha Natinalparks ans Ende unserer Reise gerutscht. Programmtechnisch - soweit gleich vorweg - zum Nachteil. Der Arusha Natinnalpark ist klein und fein, mit der Serengeti und ihren Herden, dem Lake Manyara Nationalpark und auch dem Tarangire kann er aber nicht mithalten - soll und braucht er aber auch nicht. Für den Einstieg in eine Safari und zur Akklimatisierung ist er aber ideal und für uns bzw. insbesondere für mich erwies sich der Park als Rettung, denn in dem von bösen Mücken freien Park konnte ich einen Tag länger meinen Juckreiz ausleben 😗 ... es folgt also die Geschichte, wie ich in kurzen Hosen und Sandalen durch den Arusha Park stiefelte und als Touri-Schreck fungierte ("Siehst du Kind und genau deshalb sollte man in Tansania Mückenabwehrmittel auftragen!" 😈 ).
Für alle die daher auf eine Meru-Besteigung hoffen 😉 - ich muss euch leider enttäuschen, mit Sandalen geht das dann doch nicht (aber zugegebenermassen reizen täte es uns für irgendwann in der Zukunft schon irgendwie, dann aber mit Wanderschuhen und ohne Juck-Pusteln 😗 ).
In diesem Sinne, lassen wir den Tag beginnen 😄 .
Um zum Tag zu kommen, muss ich aber erst einmal bei der vorgehenden Nacht anfangen. Die nämlich ist das absolute Juck-Grauen. Die Cortison-Salben-Tube wird in diesen Stunden meine beste Freundin und ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich das angefühlt hätte, hätte ich die Salbe nicht mit dabei gehabt. 😵 Christian der Glückspilz hat mit seinen Bissen nicht gar soviele Probleme, aber ich sehe spätestens am nächsten Morgen so aus, als wolle ich für ein Mückenschutzmittel Reklame machen unter der Aufschrift: "Und deshalb sollten sie besser vorsorgen!" 😣
Da an Wanderschuhe, ja gar Socken und eine lange Hose nicht zu denken ist - jap, die Pusteln jucken bei Kontakt mit irgendetwas nur noch stärker 😵 - geht's daher in kurzer Hose und offenem Schuhwerk in den Park.
Der Arusha Nationalpark ist schnell erreicht, liegt er doch eigentlich unmittelbar an Arusha angrenzend. Nicht zu übersehender Höhepunkt des Parks ist der Mount Meru, der hier alles überragt.
Vom Arusha Nationalpark hat man an klaren Tagen auch einen Blick auf den Kilimanjaro. Bei uns war es zwar nicht mehr ganz so klar, aber sehen konnte man ihn trotzdem noch 🙂
Der Park selbst ist vor allem wegen seiner großen Anzahl an Giraffen, der dort vorkommenden Colobus-Affen (oder so 😉 😗 ) und den Flamingoschwärmen, die dort zeitweise die Sodaseen bevölkern bekannt. Da es heute recht windig ist, gibt es erst einmal Giraffen im Staub 🙂 ...
Gefolgt von Affen in den Bäumen 🙂 ...
Die Affen finde ich persönlich wirklich äußerst niedlich und auch recht hübsch mit ihrem langen Schwanz. Da die Herrschaften es aber vorziehen weit oben in den Baumwipfeln umherzuturnen, ist es schwierig anständige Fotos von den Kerlchen zu machen...
Neben den Giraffen und den Affen sehen wir auch noch viele Vögel hier - zwar bisher keine Flamingos, aber ein paar Reiher, Kronenkraniche und den auch hier lauthals vertretenen Hagedasch (und das sind jetzt nur die Vögel, die ich kenne 😉 , da ist noch einiges andere für mich Undefinierbares rumgeflogen 😎 ).
Und Warzenschweine gibt's auch ... hier hatte gerade die Milchbar geöffnet 🙂 ...
Einige Giraffen weiter...
... waren wir dann an den Sodaseen angekommen - die wirklich ein schönes Bild in der kargen Landschaft der hinteren Seite des Parks bieten. Allerdings: Flamingos auch hier mal wieder Fehlanzeige!
...
Teil 4130. Mai 2012
...
wobei ... ganz flamingolos ist der Park dann doch nicht. Während unserer Rundfahrt um die Sodaseen können wir doch noch eine Gruppe Flamingos erspähen, allerdings weit entfernt...
Dann nehmen wir doch lieber den Wasserbock (von vorne! 🙂 ) direkt neben der Straße liegend
Oder die Zebras, die es auch in diesem Park gibt...
Mein kleines Highlight des Tages ist aber unsere Begegnung mit einer Buschbockdame, die einmal nicht wie ihre Artgenossen vor ihr, panisch davonhüpft als unser Auto anrollt, sondern ganz entspannt stehen bleibt und sich bewundern lässt. 🙂
Allerdings scheint sie uns dann doch nicht soooo toll zu finden, denn mal wieder bekommen wir die Zunge herausgestreckt 😄 ...
Ist es eigentlich normal, dass man soviele Fotos von Tieren mit ausrausgetreckter Zunge mit aus seinem Afrika-Urlaub bringt? *grübel*
Am Nachmittag machen wir uns dann wieder auf in die Lodge. Den restlichen Nachmittag lassen wir in der Arumeru River Lodge die Seele baumeln, bestaunen ein kleines Aggro-Hörnchen, wie es ständig und sehr ausdauernd Vögel aus seinem Busch vertreibt und gehen auf Dikdik-Fotojagd 🙂
Auch heute ist das Essen wieder sehr lecker und gegen Abend bilde ich mir langsam ein, dass auch das Jucken langsam nachlässt. Vielleicht habe ich mich aber auch einfach daran gewöhnt 😵 .
Morgen bricht dann unser letzter Tag in Tansania an und dem wir eine lustige Dorfbesichtung/ wanderung machen werden 🙂 .
Bis dahin LG Steffi
Teil 4217. Juni 2012
Hallo zusammen,
tut mir leid, dass ihr auf den letzten Teil des Reiseberichts ein wenig warten musstet, aber ich war so abgelenkt von den ganzen anderen tollen Reiseberichten, die derzeit hier im Forum kursieren 😗 und dann mussten ja auch noch die Fotos für den neuen Namibia Reisebericht gesichtet und aussortiert werden 🙂 .
Zuvor aber der letzte Teil des Tansania Reiseberichts. Ich muss gestehen, so ein letzter Teil ist irgendwie doof. Nach der richtigen Reise geht nun auch das "Wiederaufleben per Reisebericht" zuende 🙁 ... und auch hier will ich ja eigentlich nicht, dass es zuende geht.
Bevor wir aber den Rückflug antreten, geht es am letzten Tag noch einmal zu einem Dorfbesuch in der Nähe von Arusha ... oder eher gesagt: zu einer Dorfwanderung 😉 .
Tag 14
Diese Nacht ist glücklicherweise nicht ganz s juckintensiv wie die letzte 🙂 . Freundlicherweise geben die Bettwanzenbisse langsam aber sicher etwas mehr Ruhe - vielleicht hab ich mich aber auch mittlerweile an das ständige Jucken gewöhnt 😎 . Böse aussehen tut's nach wie vor, aber wenigstens kann ich an diesem Morgen meine Wanderschuhe schnüren ohne danach lustige Kratzverenkungen im Zimmer anstellen zu müssen 😉 .
Heute wollen wir ein Dorf in der Nähe von Arusha besuchen. Ehrlich gesagt haben wir uns davon nicht wirklich viel versprochen: Kulturtourismus ist nicht wirklich unser Ding, aber für den letzten Tag dachten wir, dass es ein entspannter Ausklang werden könnte. Nunja... wir lagen völlig falsch 😄 .
Aber von vorne: Um halb acht holen uns Godfrey und Komba ab und entschuldigen sich gleich einmal: Irgendwas scheint gestern schief gelaufen zu sein und sie müssen vor der Dorfbesichtung erst noch kurz irgendwelche Unterlagen im Büro unseres Safariveranstalters abholen. Kein Problem - dann fahren wir dort halt hin! Was rückblickend, eine super Sache war, denn so haben wir eine klasse Stadtrundfahrt in Arusha abseits der üblichen Touristenpfade bekommen, inklusive einem Abstecher in das Reichenviertel und das war schon sehr augenöffnend 🤩 . Der Kontrast war schon wirklich krass und dass es bei den Reichen in Arusha scheinbar zum Teil dazu gehört sich einen englischen Rasen zu züchten und Hecken fein säuberlich trimmen zu lassen, verstört uns dann doch ein wenig 😄 . Jetzt haben wir noch gar nicht mit dem eigentlichen Programm angefangen und haben schon ein Highlighterlebnis 🙂 .
Danach fahren wir ca. 35 Minuten an den Stadtrand bzgl. eigentlich an einen Berg am Stadtrand. Unsere Dorfführung entpuppt sich nämlich als Dorfwanderung am Berg 🙂 . Und es ist überhaupt nicht so Klischeekulturtouristisch wie wir uns das vorgestellt haben. Zum einen wird das Dorf wirklich von wenigen Touristen besucht. Im Gästebuch, in welchem wir uns beim Dorfvorsitzenden eintragen dürfen, stehen außer uns für den Monat Januar nur 5 weitere Einträge. Merklich authentisch ist dann auch die Wanderung. Wir bekommen einen netten Dorfführer zur Seite gestellt und der wandert mit uns dann tatsächlich durch die Felder, Wege und verschlungenen Pfade des riesigen Dorfareals.
Vorbei an Kaffeefeldern, Bananenfelder, weiteren Obst- und Gemüsefelder geht es langsam den Berg hinauf.
Die Menschen, denen wir begegnen, grüßen uns freundlich, sind aber geradezu schüchtern und unglaublich zurückhaltend. Nur einige Kinder schließen sich uns neugierig für ein kleines Stück an, aber auch diese sind unglaublich unaufdringlich und schüchtern. Die kleine Bande:
Von ihrem Foto sind die Kleinen total begeistert, als wir es ihnen zeigen 🙂 .
Dann besuchen wir noch eine Massai und dürfen ihre Boma besuchen. Die Massai ist eine der reicheren Frauen in der Gemeinde und hat neben einem Bullen auch noch vier weibliche Rinder, einieg Ziegen und ein paar Hennen. Ziegen, Hennen und der Bulle leben mit der Frau und ihrer jüngsten Tochter gemeinsam im Boma. Die Massairundhütte ist von innen tatsächlich erstaunlich geräumig, wie wir finden. Wirklich sehr interessant. Natürlich hat man uns da eine das Wohnzimmer einer wirklich wohlhabenden Massai gelassen, genauso wie das ganze Dorf zu den eher wohlhabenderen Gemeinden hier gehört, aber interessant ist es allemal.
Gut vier Stunden wandern wir über die Hänge und Pfade der Gemeinde. Unser Dorfguide, den wir zur Seite gestellt bekommen haben, ist ein wirklich netter, sehr interessierter Bursche und so haben wir sehr interessante Gespräche über Anbaumethoden in Tansania, Telefongebühren, den Stellenwert von Kindern in Tansania und Deutschland und darüber, dass ein Massai-Mann hier viele Rinder für eine Frau wie mich löhnen würde 🤩 . Christian befürchtet aber, dass einige Rinder noch mehr Arbeit machen würden als eine Frau und beschließt, mich lieber zu behalten. 😎
Am frühen Nachmittag sind wir wieder zurück in der Lodge und genießen den restlichen Tag im Garten mit unserem Aggrohörnchen von gestern und den Dikdiks.
Das Aggrohörnchen 🙂 :
Ein Schmetterling:
Und zum Abschied noch einmal ein Dikdik:
Ja und damit ist der Urlaub dann auch schon fast zuende 🙁 ! Der Rest ist schnell erzählt: Das Abendessen ist noch einmal richtig gut, die letzte Nacht ruhig und geruhsam und in aller Hergttsfrühe werden wir von Godfrey und Komba zum Flughafen gebracht, wo wir uns von den beiden verabschieden. Der Flug nach Hause ist unspektakulär und so finden wir uns am Abend des 1. Februars zurück im nasskalten Deutschland (aber glücklicherweise schneefrei 🙂 ).
Was bleibt? - tolle Erinnerungen an einen wunderschönen Urlaub mit Tiererlebnissen, die ihresgleichen suchen 🙂 . - wir haben ein wunderschönes Land kennenlernen dürfen, das Lust auf mehr Ostafrika gemacht hat 🙂 . - wir haben festgestellt, dass wir - so nett wie unsere Guides waren und soviel wir dank der beiden gesehen haben - in Zukunft wohl eher auch diese Region der Welt nur noch als Selbstfahrer erkunden werden. Für den Einstieg und die erste Reise nach Ostafrika war es genial - aber für das nächste Mal juckt es uns in den Fingern es selbst zu versuchen 🙂 . - Tse-Tse-Fliegen sind böse, böse, Viehcher! 😄 - Ich mag keine Bettwanzen mehr 😗 ! - Tansania ist toll! ... und achja 😉 : Go visit Tanzania!!!
Ich danke euch ganz herzlich fürs Mitfahren, Kommentieren und Begleiten während des Reiseberichts. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr wurdet ein bisschen unterhalten!
Während ihr euch nun eine kleine Pause gönnen könnt, werde nun meinen Mann zuhause abliefern 😗 , meine Freundin Gabi ins Auto packen und dann kann es auch schon bald losgehen mit dem neuen Reisebericht über Namibia 🙂 .