Einsteigertour Namibia und Botswana September

7 Antworten · 1'711 Aufrufe · gestartet 03. März 2012 von pipistrella
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Themenstarter14 Beiträge · seit 201203. März 2012 · #1
Liebe FoMis,
seit Wochen lesen wir schon mit Begeisterung die Erfahrungsberichte und Tipps im Forum. Jetzt haben wir für den September 2012 unseren Flug nach Windhoek gebucht - und auch das Fahrzeug: Discoverer-X, Campaufbau auf einem Nissan Patrol 4x4 (nach unserer Vorstellung der Camping-Traum!!).
Kurz zu uns: wir sind frisch verheiratet, reisebegeistert und campingerfahren. Unsere Campingerfahrungen (Zelt, Campingbus) beschränken sich auf Europa, aber wir haben schon oft wild gecampt, so dass uns spartanische Campingplätze nicht abschrecken (im Gegenteil 🙂 )
Wir wollen viel Landschaft und vor allem Tiere sehen, aber auch nicht nur durchrasen...
Schöngelegene Campsites haben es uns angetan 🙂

was haltet Ihr denn von unserem "Planungserstlingswerk"? ca. 4 Wochen

1.9. Ankunft in Windhoek morgens, ausruhen, Stadt erkunden und Übernachtung
2. Übernachtung in Windhoek (Sonntag)
3. frühmorgens Übernahme Fahrzeug, Einkauf, Fahrt nach Sesriem, Übernachtung in Sesriem Campsite
4. Übernachtung Sesriem Campsite, tagsüber Sossusvlei erkunden
5.-7. Übernachtung in Swakopmund, hier wollen wir uns eine oder mehrere der Touren aussuchen (Little Five? Ausflug zum Cape Cross?)
8. Aufbruch Richtung Norden, Übernachtung vielleicht in der Nähe des Petrified Forest
9.-11. Sesfountain/Palmwag/Opuwo Landschaft erkunden und ein Himbadorf besuchen
wir dachten vielleicht an das Camp Aussicht von Marius Steiner
12.-14. 3 Nächte Etosha NP Okaukuejo Camp Site
15. 1 Nacht Halali Camp Site
16. Fahrt zum Caprivi-Zipfel, Übernachtung im Mahango NP
17. Übernachtung Mahango NP

so und ab dann wird es ziemlich ungenau...am 28. müssen wir das Auto zurückgeben (versuche gerade den 29. zu kriegen), am 30. fliegen wir

d.h. es verbleiben noch ca. 10 Tage Botswana
Wir dachten an 4 Tage Chobe (Ihaha-Camp im Park oder Kasane, evtl. auch Flusssafari von Kasane, Tagesausflug zu den Victoriafällen), dann 4 Tage Moremi/Okavango

Allerdings können wir nicht einschätzen, ob wir als 4x4-Anfänger alle Straßen bewältigen können...der Vermieter meint, klar, kein Problem, aber so sicher fühlen wir uns da nicht...
wie sieht es denn aus mit Savuti im Chobe oder mit den Pisten im Moremi? Ist Third Bridge oder Xakanaxa machbar? Im Caprivi-Streifen erschien uns der Mahango am lohnendsten bzw. auch zu bewältigen.
oder sollten wir mehr Tage für Botswana verwenden? Vielleicht auch die Makgadikgadi Pans?
auch Tsodilo-Mountain würden wir wir gerne einbauen (lohnt sich das?) - ist das am besten als Abstecher vom Caprivi-Streifen nach Süden (trotz der Grenzformalitäten) oder sollten wir dann besser die Tour herumdrehen?

Für Etosha/Sesriem hab ich heute beim nwr angefragt, für die botswanischen Parks muss ich mich wohl auch beeilen, hab ich gehört.

Für Eure Tipps, auch hins. schöner Campsites wären wir sehr dankbar!!! vor allem können wir echt nicht einschätzen, ob die Strecken von der Entfernung her machbar sind...

danke!!
2'048 Beiträge · seit 200703. März 2012 · #2
Hallo Pipistrella,
erstmal herzlich willkommen im Forum.
Ihr könnt Euch für den Caprivi Zeit nehmen. Für Vorschläge gibt es gerade einen anderen Thread.
Anschl. würde ich Chobe riverfront (Ihaha) und dann 2 Nächte auf Chobe Safari Lodge Campintplatz bleiben. Von dort könnt ihr wunderbar Touren (Vikfalls, Bootsfahrt) unternehmen, ohne mit dem Mietwagen nach Zimbabwe zu fahren.
Empfehlen kann ich auch sehr 2 Nächte auf Senyti Camp (gibt es mehrere Threads dazu).
Für das sind die Allradkünste überschaubar, im September ist der Wasserstand am Zambesi eher niedrig, also auch nicht problematisch. Ein Möglichkeit wäre dann auch ncoh ein Abstecher nach Lynanti, das ist aber schon anspruchsvoller und es kommt nicht so schnell jemand vorbei, wenn du Probleme bekommst.
Ihr könnt mit dem Vermieter dann klären ob ihr in Katima Mulilo das Auto abgeben könnt und von dort nach Windhuk fliegt oder ob ihr in 2-3 Tagen nach Windhuk zurückfahrt (alles Teerpad). Natürlich könnt ihr die Ziele im Caprivi dann auf Hin- und Rückweg aufteilen.
Oder ihr rasteher durch den Caprivi eher durch - dann habt ihr noch Zeit für Savuti und Moremi. Hier ist aber mehr Offroad-fahren gefordert. Wasserdurchfahrten am Kwai obligat zu jeder Jahreszeit. Über die Branschneise zum Southgate trockener. Einfacher zu erreichen sind die Camps Southgate und Xaksanaxa, Third Bridge kann je nach Wasserstand anspruchsvoll bis abenteuerlich werden. Wobe September noch der einfachste Zeitraum sein dürfte. Interessant sind aber auch Savuti Marsch und die Pfannen. Aber es dehnt sich alles und die Fahrstrecken sind dann wirklich ein Teilziel der weiteren Reise.
Meine Art Urlaub zu machen und meine Empfehlung es Euch diesmal anzusehen, eher weniger Strecke und mehr erleben zu planen. Statt den ganzen Tag zu fahren lieber zu sitzen und Afrika zu erleben / genießen. Hebt Euch Savuti, Moremi und den Rest für die nächste Reise auf. Kommt wieder und macht es richtig, statt jetzt alles reinzupacken und eigentlich nichts richtig zu sehen.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
521 Beiträge · seit 201103. März 2012 · #3
Hallo Pipistrella,

Zu der Tour kann ich nicht so viel sagen, aber wenn Ihr Euch mit dem Offroadfahren unsicher seid, könntet Ihr doch noch ein Offroad-training in Deutschland machen.
Uns hat das sehr viel gebracht und in so mancher Situation waren wir schon froh, zu wissen, was so ein Auto alles kann und wie man zum Beispiel mit Tiefsand, Matsch oder extremen Gefälle umgeht.
In den Magkadigkadi Pans war bei uns im September extrem viel Tiefsand, aber dafür auch unglaublich viele Elefanten, Zebras, Gnus, Löwen und andere Wildtiere. Andere Reisende haben wir dort nicht getroffen und die Pans kamen mir sehr viel wilder als Namibia und auch als Moremi und Chobe vor.
Aber Moremi und Chobe lohnen sich auf jeden Fall und sind wahrscheinlich für Euch als Ersttäter empfehlenswerter.

Viel Spaß beim Weiterplanen,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
2'048 Beiträge · seit 200703. März 2012 · #4
Hallo nochmal,
ich habe vergessen:
Ihr kommt Samstag an, übernehmt Sonntag das Auto. Das machen nur Anfänger so 😈
Du bekommst in Namibia nur bis Samstag 14.00 Uhr alkoholische Getränke. Dann ist Schluß - überall - auch Tanke etc. 🤩
Der Minimarkt in Sesrim wäre am Montag eure erste Möglichkeit. Ansonten campt ihr unter afrikanischem Sternenhimmel ohne Bier oder Wein.
Also am Samstag einplanen noch rechtzeitig zumindest das einzukaufen. Supermärkte haben am Sonntag auf, alles andere könnt ihr am Sonntag problemlos besorgen, nur den "Stoff" nicht.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
1'816 Beiträge · seit 200803. März 2012 · #5
Hallo Pippistrella, und ein herzliches Willkommen 🙂 🙂 .

Ich war noch nicht im Caprivi, ist dieses Jahr dran 😄 😄
aber man schafft es meiner Meinung nach nicht an einem Tag von Halali bis Mahango NP. Ganz ganz grob nach meiner Tracks4Africa Karte sind auf der kürzesten Strecke ca. 600 bis 650 km. Man kann natürlich auch über Grootfontein fahren, aber dann sind es mehr als 700 km.

Wenn ihr Opuwo/Sesfontein weglassen würdet, hättet ihr einige Nächte gewonnen und deutlich weniger Stress.

Wir waren letztes Jahr von der Grootberg Lodge aus in einem Himba Dorf und das war nicht so ganz mein Ding. Ich kann mir nicht helfen, aber es kam so ein Zoo-Feeling auf. Ist aber nur meine persönliche Meinung.

Noch viel Spaß beim Planen

Gruß Boris
1'816 Beiträge · seit 200803. März 2012 · #6
Ach noch was: würde eine Nacht in WDH einsparen, aber ich glaube, dass ihr schon gebucht habt ?!

Boris
Themenstarter14 Beiträge · seit 201204. März 2012 · #7
Hallo,
erst einmal vielen Dank für die Ratschläge!
Ich werde dann morgen mal versuchen, das Auto schon eher zu bekommen...(sonst ist nichts gebucht) zunächst dachte ich mir das sei mit der Übernahme nicht am Flugtag unstressiger, da man ja bestimmt müde ist und dann gleich das ungewohnte Auto und so - aber man gewinnt natürlich einiges an Zeit und wir fahren ja nicht wegen Windhoek nach NAM/Bots, sondern wegen der Natur. Das Einkaufsargument ist ja auch nicht von der Hand zu weisen 🙂 , danke für den praktischen Tipp!
Senyati Camp hört sich echt toll an, das werden wir mal versuchen. Was Ihaha betrifft, bin ich wegen der Affen noch unsicher, aber das ändert die Gesamtplanung ja nicht. Wahrscheinlich fahren wir doch Chobe - Moremi und dann über den Okavango Panhandle/Tsodilo Hill und den Caprivi-Zipfel zurück (nicht über Maun direkt nach WDH). Da können wir uns in den Parks dann Zeit lassen. Leider kann man ja nicht spontan vor Ort erst entscheiden, ob man sich die Anfahrt z.B. nach Third Bridge nun zutraut oder nicht, wegen der Vorbuchung, aber ok. Die Pans machen wir halt dann beim nächsten Mal 🙂 🙂
Halali - Mahango ist wohl schon zu weit...da legen wir dann einen (nicht vorgebuchten Zwischenstopp ein), man will ja auch nicht aus dem Etosha rausrasen...
Viele Grüße, danke nochmal, und eine schöne Woche!
5'479 Beiträge · seit 200905. März 2012 · #8
boris schrieb:
Ich war noch nicht im Caprivi, ist dieses Jahr dran 😄 😄
aber man schafft es meiner Meinung nach nicht an einem Tag von Halali bis Mahango NP. Ganz ganz grob nach meiner Tracks4Africa Karte sind auf der kürzesten Strecke ca. 600 bis 650 km. Man kann natürlich auch über Grootfontein fahren, aber dann sind es mehr als 700 km.
Ich war schon mehrfach im Caprivi und bin die Strecke schon häufiger gefahren, weshalb ich sagen muss, dass diese Antwort schlichtweg falsch ist.

Ich empfehle, auf jeden Fall über Grootfontein zu fahren, auch wenn es ein paar Kilometer mehr sind. Man hat dann ab Etosha durchgehend besten Asphalt. Wir sind schon mehrfach in einem Rutsch bis zum Mahango NP. Bei unserer letzten Tour sind wir sogar bis zum Kwando (Horseshoe) durchgefahren, was ebenfalls noch passt.
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