Radioaktiv bestrahlte Lebensmittel in Namibia

15 Antworten · 4'160 Aufrufe · gestartet 01. März 2012 von christian
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Themenstarter852 Beiträge · seit 200601. März 2012 ·
Hi!

Wer kennt Sie nicht, Eier ohne verfallsdatum, die sogar im tiefsten Mozambique verkauft werden 🙄

Nur bei der Superspar-Merua haben wir bisher Bioeier mit verfallsdatum entdeckt.

Wir möchten in unserem Urlaub zumindest keine radioaktiv bestrahlten Lebensmittel mehr kaufen.

Wer hat Infos, was alles Radioaktiv bestrahlt wird?
Kennzeichnungspflichtig ist scheinbar nichts 😊

Gruß Christian
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zuletzt bearbeitet 01. März 2012
3'175 Beiträge · seit 200601. März 2012 ·
na auf die antworten bin ich sehr gespanntt
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Themenstarter852 Beiträge · seit 200601. März 2012 ·
Hi Joerg!

Ich bin auch gespannt, wer dieses Rätsel lösen kann 😗

Im Internet ist nur wenig zu finden.

Mal fürs erste:

http://www.bonvoyage-online.de/ri_lebensmittel.html


Strahlende Grüße

Christian
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415 Beiträge · seit 201001. März 2012 ·
Interessante Frage. Das Konservierungsverfahren wird seit 1906 angewendet und wird seit 1/2 Jahrhundert immer wieder auf den Prüfstand gestellt.

Meines Wissens gibt es nichts auf der Oberfläche unseres Planeten, was nicht bestrahlt wird.
Ursache dafür sind zahlreiche natürliche Strahlungsquellen wie kosmische ionisierende Strahlung oder natürlichen Radionuklide in den Böden und Gesteinen der Erdkruste, die als terrestrische Strahlung bezeichnet wird.
Die Stärke der kosmischen Strahlung ist u.a. auch von der Reiseflughöhe auf dem Weg nach Namibia abhängig. Bei einer Reiseflughöhe von 10-12 Kilometer wird eine stündliche zusätzliche Dosis von 5 µSv hinzukommen (also gut 50 µSv je Flugstrecke). Natürlich hängt das auch von der Sonnenaktivität ab - zur Zeit haben wir im 11-Jahreszyklus besonders starke Eruptionen gehabt.

Natürlichen Radionuklide in den Böden und Gesteinen der Erdkruste haben eine effektive Dosis von etwa 300 µSv pro Jahr. So gelangen die natürlichen Radionuklide in Wasser, Pflanzen, Tiere und damit in die Nahrung des Menschen. Alle Nahrungsmittel und auch das Wasser enthalten geringe Konzentrationen natürlicher Radionuklide. Am häufigsten ist das radioaktive Element Kalium-40. Dies führt dazu, dass auch der Mensch selbst eine gewisse Menge natürlicher Radionuklide enthält. Diese sind die Ursache für eine Aktivität von etwa 9.000 Becquerel (Bq) im Körper eines Menschen.

Fazit: es gibt keine unbestrahlten Lebensmittel.

Für mich persönlich sind künstlich bestrahlte Lebensmittel kein Problem. Kein anderes Verfahren zur Bearbeitung von Lebensmitteln wurde in den letzten 50 Jahren derart gründlich untersucht. Bisher wurden keine nachteilige Wirkung festgestellt. (J.F. Diehl, Safety of Irradiated Foods, Marcel Dekker, New York, 1995)

Ich will mit meinem Beitrag wirklich keine Grundsatzdebatte lostreten, möchte nur darauf hinweisen, dass sich DESWEGEN niemand Sorgen machen sollte, wenn auf einem Lebensmittel kein Verfallsdatum zu finden ist. Dafür könnten auch noch viele weitere Gründe in Frage kommen....

Nichts für Ungut Christian.
LG Jens
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Themenstarter852 Beiträge · seit 200601. März 2012 ·
Hallo Janet!

Leider hilft das nicht, da mit ioniesierenden Strahlen behandelte Lebensmittel nicht selbst strahlen.
Rätsel nicht gelöst!

Christian
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zuletzt bearbeitet 01. März 2012
Themenstarter852 Beiträge · seit 200601. März 2012 ·
@jens

Ich bevorzuge frische Produkte deren Frische ich selber erkennen kann. Ob eine bestrahlung die gesundheit beeinträchtig ist da erst mal gar nicht so wichtig. Förderlich ist es sicher nicht. Auf jeden Fall Danke für Deine Info.

Aber: Was wird bestrahlt? Ich möchte es einfach einmal wissen.

Christian
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zuletzt bearbeitet 01. März 2012
57 Beiträge · seit 201201. März 2012 ·
Ehrliche Antwort? Die mag aber hier wahrscheinlich keiner lesen.
Du selbst bist es, die radioaktive- und UVStrahlung auf Langstreckenflügen ist extrem hoch, deshalb werden amerikanische Piloten übrigens regelmäßig untersucht.
Und deshalb werde ich es auch nie verstehen, warum Eltern ihren Kindern mehrmals im Jahr einen Langstreckenflug zumuten,einschliesslich notwendiger Medikamente, um für 14 Tage ihre eigene Träume zu erfüllen.
Sorry, konnte jetzt meine Finger nicht stillhalten.Mich macht Deine Frage fast wütend, obwohl Du dafür ja auch nichts kannst.
Zu den Lebensmitteln, wenn sie per Flugzeug eingeführt werden, dann werden sie eben bestrahlt sein.Geht garnicht anders
Gruß Katzenmama
415 Beiträge · seit 201001. März 2012 ·
@Christian

Die ioniosierenden Strahlen zerbrechen das Genom von Mikroorganismen. Damit ist deren Fortpflanzungs- und Lebensfähigkeit komplett eingeschränkt. Die DNA im Genom der Mikroorganismen ist wegen dessen Größe wesentlich empfindlicher als die kleineren Moleküle in dem Lebensmittel an sich. Die Strahlendosis wird nun so gewählt, dass die großen Genome zerbrechen, aber die kleineren Moleküle im Lebensmittel noch unverändert bleiben.
Das ist der Grund dafür, dass die Eigenschaften des Lebensmittel - übrigens im Gegensatz zu allen anderen bisher bekannten Konservierungsmethoden - nicht verändert werden. Ein rohes Lebensmittel bleibt roh, Farbe, Geschmack, Eigenschaft von Gewürzen usw. bleiben völlig unberührt - ist also tatsächlich von einem frischen Produkt nicht zu unterscheiden.

Christian, nimm ein Eier legendes Huhn mit... ganz aufrichtiges und nett gemeintes 😉
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zuletzt bearbeitet 01. März 2012
Themenstarter852 Beiträge · seit 200601. März 2012 ·
@Jens

Ich esse diese Eier jetzt seit über 10 Jahren. Sie schmecken nach ein paar wochen halt schrecklich. Wir haben extra einen Eierpiekser dabei. Weil sie beim kochen wegen der Luftblase immer platzen. Bei bioeiern wären wir vielleicht schon an einer Salmonellose verstorben, von daher ist eine Bestrahlung natürlich gesundheitsfördernd.

Aber: Die frage ist hier: was wird bestrahlt,nichts anderes.

Grundsatzdiskussionen finde auch ich nicht sinnvoll. Ich möchte halt einfach wissen bei welchen Lebensmitteln ich nicht erkennen kann, ob sie eine Woche oder 1 Jahr alt sind(Zum Beispiel Kartoffeln). Bio ist gut aber in Afrika muss ich abstriche machen. Auf den Märkten (MOZ) gab es beispielsweise sehr gutes frisches Gemüse und Obst.

LG Christian
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zuletzt bearbeitet 01. März 2012
Gast01. März 2012 ·
Hallo Katzenmama,
Katzenmama schrieb:Ehrliche Antwort? Die mag aber hier wahrscheinlich keiner lesen.
Du selbst bist es, die radioaktive- und UVStrahlung auf Langstreckenflügen ist extrem hoch, deshalb werden amerikanische Piloten übrigens regelmäßig untersucht.
Und deshalb werde ich es auch nie verstehen, warum Eltern ihren Kindern mehrmals im Jahr einen Langstreckenflug zumuten,einschliesslich notwendiger Medikamente, um für 14 Tage ihre eigene Träume zu erfüllen.
Sorry, konnte jetzt meine Finger nicht stillhalten.Mich macht Deine Frage fast wütend, obwohl Du dafür ja auch nichts kannst.
Dir ist aber schon bekannt, dass Langstreckenflug nicht gleich Langstreckenflug ist? Ein Flug Hamburg-Vancouver ist genauso 8.000 Km lang wie ein Flug Frankfurt-Windhoek. Bei gleicher Flughöhe bekommst Du auf dem Flug nach Vancouver aber mehr als 3 mal so viel Strahlung ab wie auf dem Flug nach Windhoek. Ursache dafür ist, dass die Strahlung zu den Polen hin stärker ist und zum Äquator hin am niedrigsten. Ein paar hundert Prozent mehr oder weniger machen ja vielleicht schon einen Unterschied in der Diskussion ...

Pro Jahr bekommt ein Mensch in Deutschland etwa 4 mSv an Strahlung ab. Ein Flug nach Windhoek erhöht die jährliche Dosis um 0,7 Prozent. Hin- und Rückflug um etwa 1,4 Prozent. Schlimme Gesundheitsgefahr. Daran geht man bestimmt kaputt. Darüber sollte man sich wirklich den Kopf zerbrechen, besonders wenn man Raucher ist.B)

Beste Grüße

Guido
57 Beiträge · seit 201201. März 2012 ·
Hallo Guido,
ich habe vorhin sehr spontan geschrieben, kam auch gerade vom Arzt, der sich über dieses Thema sehr aufregte.
Weißt Du, ob ich mich durchs Rauchen umbringe, das ist meine Entscheidung, ich bin erwachsen.Ein Kind ist aber auf den Schutz seiner Eltern angewiesen. Der Arzt sagte mir, dass es in den letzen Jahren immer mehr zunimmt. dass Eltern mit ihren Kindern in allen Ferien mehrmals mal für 14 Tage dahin, dann wieder dahin fahren, jedesmal natürlich mit den entsprechenden Impfungen und Prophylaxe, in jedem Land verschieden, teils mit völlig neuen Medikamenten, Tollwut ist da grad neu raus und unerprobt.Und manche erkundigen sich nicht einmal, welche Impfungen angebracht wären, geschweige denn, dass sie von einer Strahlenbelastung wissen, oder wissen wollen. Ich frage mich eben, muss das sein?
Ich denke schon, dass man sich über die Strahlenbelastung gerade bei Kindern und ihren noch nicht ausgewachsen kleinen Körper Gedanken machen sollte, ob jedes Ziel wirklich angesteuert werden muss, oder ob nicht ein europäisches Ziel für 2 Wochen Urlaub auch in Betracht gezogen werden könnte.
Zumindest bevor man sich fragt, ob ein Ei in Namibia möglicherweise strahlenbelastet ist.
Ich weiß, dass ist eine unbequeme Fragesstellung, ich hätte doch meine Finger verknoten sollen, sorry.
Liebe Grüße Katzenmama
Gast02. März 2012 ·
Hallo Katzenmama,
Katzenmama schrieb:Ich weiß, dass ist eine unbequeme Fragesstellung, ich hätte doch meine Finger verknoten sollen,
Nein, das ist nicht unbequem. Wenn so etwas hier diskutiert wird, stellt sich ja manchmal auch ein Erkenntnisgewinn ein - gerade wenn sich Fachleute wie Jens-Ue beteiligen. Nur habe ich manchmal das Gefühl, das die Gefahren bar aller Fakten reichlich übertrieben werden und die Beurteilung sehr einseitig erfolgt.

Wenn es um das Reisen mit kleinen Kindern geht, so gibt es z.B. auch Studien die besagen, dass Kinder die viel gereist sind, später einfacher/besser in der Schule lernen (u.a. von Prof. Folta, Uni Heidelberg). Je fremdartiger die Reize auf Reisen umso besser für das Gehirn.

Wenn man ein Urteil fällen will, kann man nicht nur einseitig die negativen Aspekte heranziehen, sondern muss positive und negative Aspekte abwägen. Ich versuche mich zu allen Risiken im Kontext Reisen mit Kindern zu informieren. Den Stein der Weisen habe ich deshalb sicher nicht gefunden und möglicherweise habe ich in der Zukunft neue Erkenntnisse und beurteile das rückwirkend mal völlig anders als heute.

Aktuell halte ich es nach bestem Wissen und Gewissen für eine gute Idee 1-2 mal pro Jahr Reisen in bestimmte Gegenden mit unserem Kind zu machen. Unsere Kinderärztin hat da übrigens auch keine Bedenken. Viele Risiken wie auch die Notwendigkeit spezieller Impfungen oder von Malariaprohylaxe kann man durch Wahl von Reiseregion und -zeitraum auch ausschließen oder minimieren. Deswegen halte ich pauschale Urteile, das Fernreisen mit Kind unverantwortlich sind, für falsch. Man kann immer nur einen konkreten Fall beurteilen (Region, Reisezeitraum, Anamnese des individuellen Kindes, ..).

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 02. März 2012
33,1k Beiträge · seit 200602. März 2012 ·
Hallo Christian,
Grundsatzdiskussionen finde auch ich nicht sinnvoll. Ich möchte halt einfach wissen bei welchen Lebensmitteln ich nicht erkennen kann, ob sie eine Woche oder 1 Jahr alt sind(Zum Beispiel Kartoffeln). Bio ist gut aber in Afrika muss ich abstriche machen. Auf den Märkten (MOZ) gab es beispielsweise sehr gutes frisches Gemüse und Obst.
Du kannst mal das Namibia Agronomic Board oder die Namibia Agricultural Union dazu befragen... die werden Dir sagen, dass 95 % der namibischen (!) Lebensmittel alle nach europäischer Norm als Bio gelten würden, da hier keinerlei "unnatürliche Verfahren" Anwendung finden. Soll heißen, dass jedes Stück Fleisch eines namibischen Rindes oder z.B. Kudu, jedes Ei von Waldschmidt und jeder Salat aus Dordabis absolut Bio sind. Du musst also was Namibia angeht eigentlich keine Abstriche machen. Da die "Industralisierung" in Südafrika schon weiter fortgeschritten ist, sieht es mit dortigen Produkten womöglich anders aus. Also kaufst Du am besten nur namibische Produkte (sind meisten mit "Team Namibia" oder "Proudly Namibian" oder "Be Namibia Buy Namibian" gekennzeichnet). Nur Du zahlst halt, egal für welches Gemüse o.ä. mehr, wenn es ein namibisches Produkt ist (z.B. Oliven). Du kannst auch jeden Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr auzf den Biomarkt in Windhoek gehen und dort farmfrische Produkte von den Farmern direkt kaufen. Ähnlich auf dem Shalom-Markt samstags in Swakopmund.

Sonnige Grüße
Christian

P.S. Oder Du kaufst bei Woolworth Food, wovon es einen in Südafrika an jeder Ecke gibt, in Namibia jedoch nur eine kleine Abteilung bei Woolworth in Windhoek (Wernhil). Alle Produkte dort sind garantiert Bio.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter852 Beiträge · seit 200602. März 2012 ·
@Christian

Du bist Dir sicher das die waldschmidt -Eier nicht
bestraht werden? OK, das hätte ich jetzt nicht gedacht.

Wenn ich etwas Zeit habe, werde ich versuchen etwas mehr herauszufinden. Namibia-Fleisch wird sicher nicht bestrahlt, das habe ich auch nicht gedacht, aber Hühner aus Südafrika,das wäre schon sehr gut möglich.

Kannst Du mir noch sagen, wo dieser Markt samstags ist?
Gehört habe ich schon davon, leider vergessen wo er stattfindet(Klein Windhoek?)

Christian
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zuletzt bearbeitet 02. März 2012
33,1k Beiträge · seit 200602. März 2012 ·
Hallo Christian,
Du bist Dir sicher das die waldschmidt -Eier nicht bestraht werden? OK, das hätte ich jetzt nicht gedacht.
Ich würde fast darauf wetten!
...aber Hühner aus Südafrika,das wäre schon sehr gut möglich.
Tja, das hat ja bald ein Ende, da ab Juni eine der größten Hühnerfarmen Afrikas bei Okahandja in vollem Betrieb ist (/www.az.com.na/wirtschaft/die-ersten-eier-im-kasten.143768.php)

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!