Tueren abschliessen, auch, wenn man danebensteht. Am besten bleibt immer einer im Auto sitzen. Leute, die da nix zu suchen haben, auf Distanz halten. Niemals etwas erkennbar im Auto liegen haben! Koffer etc. ggf. auf Rücksitzbank anbinden und eine Decke o.ä. drüber. Dann sollte so ein Mist auch nicht passieren.
bei Übernachtungen: Sofern die hintere Tür -Kofferraumtür- sich seitlich öffnen läßt UND der hintere Teil des KFZ keine Fenster hat, Wertsachen rein und rückwärts an einen Baum heranfahren. Dann läßt sich die Tür nicht mehr öffnen. NISSAN Navara oder Land-Rover, wenn Kofferraum hier oben/unten unterteilt.
Bodenzelt: Wertsachen IN den Schlafsack! Schnell hat man das Zelt geöffnet und dem Schlafenden den Rucksack aus'm Zelt geklaut. So geschehen 05.2008 im Audi-Camp (Maun) AUF der Camp-Site. Habe mein Kamera-Equipment teilw. auch in den Schlafsack mitgenommen.
Einkauf: Wie schon geschrieben von Matou66: Einer bleibt im Auto und hat die Knöpfchen aller Türen unten. Wenn nur zu zweit: Der Security lieber mal ein paar Dollar oder NAM geben, um auf's Auto aufzupassen.
Das Einladen der Einkäufe: Wieder das Auto verschließen und gemeinsam einladen. Alle Fremde fernhalten, die auch gerne etwas zum Verkauf anbieten . Auch nichts hinten in den Hosentaschen haben.
Klauen geht auch super beim Reifenwechsel an einer Service-Garage. So geschehen bei Bekannten (Handy gestohlen)
Beste Grüße
Sven
Erdmänchen98 Beiträge · seit 201028. Feb. 2012 · #4
Hallo zusammen, die Verhaltensregeln gelten im übrigen auch an jeder italienischen Autobahn! Gruß Michael 😉 😉
steenbok143 Beiträge · seit 200928. Feb. 2012 · #5
Hallo zusammen, "weniger ist manchmal mehr" - wir reisen einfach nur mit extrem kleinen Gepäck, was man nicht dabei hat, braucht man auch nicht - und wir verzichten auch gerne auf die "modischen Touristen-Hinweise": (bunter) Rucksack mit Stickern drauf, Herrenhandtasche Leder schwarz, Brillenetui mit Logo, "Safari-Dress-mit-Bügelfalte" und den obligatorischen neuen Hut mit breiter Krempe, "modische Extra-Sonnenbrille". Damit sind wir zwar weder "in", noch "hipp und hopp" - aber werden auch nicht belästigt - und hatten bislang glücklicherweise auch noch keine "Ausrüstungsabgänge" zu beklagen.
Hat das Auto dann auch noch ein paar "Beulen", wird man auch nicht so schnell als Touri wahrgenommen 😉
Gute Fotos darf man auch analog machen, damit kennt sich eh keiner mehr richtig aus 😵 und wir haben viele gute Bilder mit einer 5-Megapixel-Kamera gemacht, letztere ist klein und handlich und ist gebraucht günstig zu haben - damit ist dann auch das fast letzte "Erkennungszeichen" als Touri fast "unsichtbar":)
Gelegenheit macht Liebe - äh "Diebe", und weckt Begehrlichkeiten. Das ist überall auf der Welt so und nun kein besonderes Alleinstellungsmerkmal für Namibia. Hier spricht man nur mehr darüber - anscheinend. "Sicherheit steht ja auch hoch im Kurs" und ist auch ein Wirtschaftsfaktor.
Gelegenheit macht Liebe - äh "Diebe", und weckt Begehrlichkeiten. Das ist überall auf der Welt so
Gruß steenbok
... das habe ich leider etwas anders erlebt …
In Afrika wird alles geklaut was nicht Niet und Nagelfest ist. Das fängt in vielen Staaten –es gibt löbliche Ausnahmen- ganz oben an, plündern der Entwicklungshilfe, Vetternwirtschaft und Korruption und es hört ganz unten auf, wenn dir der Gärtner wieder einmal die Gartenschere geklaut hat 🙁
Ich bin 10 Jahre im Senegal aufgewachsen und habe auch 5 Jahre in Südafrika gelebt.
Ich hätte nichts schreiben sollen. Jeder wird von Afrika ein anderes subjektives Empfinden haben, der Tourist der 2 Wochen dort ist und derjenige der in Afrika lebt. Solche Diskussionen drehen sich in der Regel im Kreis und man sollte sie gar nicht führen…
Seit ich in Zürich wohne passe ich überhaupt nicht mehr auf. Habe schon oft den Laptop und das IPad im Auto auf dem Vordersitz vergessen. Es war immer noch alles da am nächsten Morgen. In Johannesburg ist mir das genau einmal passiert, als ich kurz in einen Bottleshop ging, da war nachher alles weg und der Parkplatz war bewacht.
Es kann auch sein, dass die relative Häufigkeit eines Ereignisses in Afrika anders ist 😉
steenbok143 Beiträge · seit 200928. Feb. 2012 · #9
@Carmen on tour: wir beobachten halt, dass, wenn nichts zum Klauen da ist, eben auch nichts geklaut werden kann; wir verharmlosen damit nicht die Tatsache als solches, aber erstens weiß es ja sowieso jede/r besser und zweitens kann man auch ganz prima zuhause und auch noch im eigenen Bett "beklaut" werden. Da hat es halt Diogenes im Fass deutlich besser. Häufig verführt der Bestohlene selbst zum "Beklautwerden", was nicht heißen soll, dass wir Diebstahl für einen Kavaliersdelikt halten.
Wir waren bislang auf drei Kontinenten aktiv als "Selbstfahrer" unterwegs von der City bis aufs platte Land, haben uns auf die Menschen vor Ort eingestellt, uns dabei nicht "verbogen", häufig unsere Fahrzeuge offen gelassen (in der Vergangenheit), dann ging auch keine Scheibe zu Bruch( 😉 ) und sind eben auch (noch) nicht "beklaut" worden - im Gegenteil, häufig haben wir gerade dort Hilfe erhalten, wo wir es gar nicht erwartet hätten, z.B. im Bürgerkriegsgebiet, und von Menschen, die da selbst nichts hatten, aber den Mangel an allem gerne mit einem Fremden teilten, egal ob das Lagerfeuer, Trinkwasser oder auch eine Mahlzeit.
Ärgerlich ist es natürlich, wenn professionell gestohlen wird, Solar-Panel genauso verschwinden, wie eine Solarpumpe oder Diesel am Posten, Benzin auf der Farm "verdunstet", der Wodka auf einmal "alkoholfrei" wird und keine dicken Kopf mehr macht oder aber einfach das eigene Hemd knitterfrei vom "schwarzen" oder "weißen" "Bruder" getragen wird - und man es doch auf der Wäscheleine gerade noch wähnte. 🙄
Dir Ursache können wir im "Sündenfall" der Bibel suchen 😉 die 10 Gebote als Gegenmaßnahme dazu anführen - und schaut man selbst in den Gewehrlauf - gibt man doch gerne auch selbst sehr "freizügig" - oder hat das "Gegenargument" parat (???), fragt sich nachdenklich steenbok auch mit einem Blick auf deutsche Rechtsstaatlichkeit 🙁 und die aktuelle T-€ (Teuro-)Hilfe für beispielsweise Griechenland
Fazit: Diebstahl begründet kein Eigentum, duldet (durch den Bestohlenen) eine "nicht vermeidbare(?) Fremdnutzung" und verschafft dem Täter eine vorübergehende "Nützlichkeit" und damit einen steuerfreien "Mehrwert" zum eigenen oder fremden Vorteil (siehe Robin Hood) - und wir wollen dies so nicht mit tragen, meint steenbok
steenbok schrieb:Hat das Auto dann auch noch ein paar "Beulen", wird man auch nicht so schnell als Touri wahrgenommen 😉
Die meisten Touristen sind, unabhängig davon wie gut sie sich anpassen oder verkleiden oder wie verbeult das Auto ist, auf 3 Meilen Entfernung als Touristen zu erkennen. Dachzelte, Aufkleber der Autovermietung uvm.. sind weithin sichtbare Identifikationsmerkmale.
Ich hätte nichts schreiben sollen. Jeder wird von Afrika ein anderes subjektives Empfinden haben, der Tourist der 2 Wochen dort ist und derjenige der in Afrika lebt. ...
Na wie so das denn? Hier sagt jeder seine Meinung und gibt seine Erfahrungen wieder, das ist der Sinn dieses Forums. Und nun sind die 14-Tagetouristen sicher auch ganz froh, dass jemand da ist, der Afrika wirklich kennt!
Gruß
Reinhard
steenbok143 Beiträge · seit 200928. Feb. 2012 · #12
Hallo zurück,
@ Guido: eigentlich ging es ja um die Gefahr von Diebstählen und ggf. Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren 😉 . Aber prima, dass "man-n" auf 3 Meilen auch so einen "Touri" ausmachen kann... und manche eben "Adleraugen" haben! Dann wäre ja das lager schon aufgebaut, wenn wir kommen 🙂
Wir testen das jetzt in Kürze in Namibia mal mit dem nützlichen Zubehör "Touri-(stik)-Dachzelt" und werden dann berichten...
Jede(r) erlebt halt seine "eigene" Realität (s.o) und macht auch seine Beobachtungen, ist ja auch gut so. Davon lebt das Forum. Und einen Diebstahl wünschen wir halt keinem.
Ja, und wir maßen uns nicht an "Afrika oder die Afrikaner zu kennen", das bezweifelte schon Albert Schweitzer selbst für sich vor 100 Jahren in Lambarene.
Vieles hängt davon ab wie man sich verhält. Behandelt man die Personen (Parkwächter etc.) mit Respeckt, dann passiert einem so schnell nichts. Im Umkehrschluss, kenne ich eine Person in Lesotho, die hat alle mies behandelt. Insbesondere die Parkwächter. Dies führte dazu das sie in 3 Jahren 5 mal überfallen wurde. Und alle haben weggeguckt... .
Es ist kein 100% Schutz, aber es kann glaub ich schon helfen. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, in Deutschland ist mir mehr passiert als jeh in afrika. z.B. Scheibe eingeschlagen beim Auto, Navi geklaut, Taschendiebstahl etc. In Afrika ist mir bis dato nur 2 mal etwas passiert. In Johannesburg, dort wurde unser Auto geklaut. und In Mocambique, wo man uns den Rucksack entwendet hat. Das man mal übers Ohr gehauen wird, habe ich jetzt mal nicht eingerechnet, dass passiert auch in Deutschland zur genüge.
Allerdings muss ich uch sagen, gelegenheit macht Diebe. Wenn wirklich ein IPOD o.Ä. auf den Sitz liegt, möchte ich für nix garantieren. Aber das sind Dinge welche vermeidbar sind. Abschliessen ist klar. Was ich allerdings übertrieben finde, ist das beim tanken immer einer im Auto sitzen muss. Denn wenn die Personen wirklich etwas haben wollen ist es denen egal ob man drin sitzt oder sicht. Meiner Meinung Pseudo Schutz. Das ist genau dasselbe wenn jemand sich eine Pistole kauft und damit sicher fühlt. Die wenigsten sind in der Lage, im Falle eines Überfalls richtig zu agieren. Ist villeicht ein makaberer Vergleich, geht aber in dieselbe Richtung.
Und ich spreche hier aus Erfahrung, habe 2,5 Jahre in Afrika gelebt (Namibia und Lesotho), bereise den Kontinent seit 1996 regelmässig.