Pauschal oder individuell - was ist günstiger?

13 Antworten · 3'949 Aufrufe · gestartet 26. Feb. 2012 von Frieda
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Themenstarter49 Beiträge · seit 201226. Feb. 2012 · #1
Hallo Ihr Lieben,

wir möchten im Juli/August diesen Jahres gerne zum ersten Mal nach Namibia reisen.
Voraussichtlich buchen wir eine Selbstfahrertour bei einem Anbieter. Ich denke, dass das für Afrika-Anfänger besser ist - auch nachdem mir in meinem ersten Beitrag dazu geraten wurde.
Nun stelle ich mir die Frage, was günstiger ist:
- ich buche alles komplett über einen Veranstalter
- ich suche mir die Wunschroute aus dem Katalog aus und buche alles online und alleine.

Kann man das grob beantworten, was billiger ist?

Ich vermute aber auch fast, dass "billiger" hier nicht das Argument sein wird, sondern: auf was kann ich mich mehr verlassen. Und als "Ersti" vermute ich fast, dass die Profis sich besser auskennen und ich mich auf diese verlassen sollte... 😉
361 Beiträge · seit 201126. Feb. 2012 · #3
Aufgrund schlechter Erfahrungen mit den sogenannten Reisefachveranstaltern werden wir nur noch unsere Reisen selber zusammenstellen und auch direkt buchen. Macht auch weitaus mehr Spaß, da man sich ausführlich mit der Reise vorher befasst.

Lies hier einfach im Forum rum, schau Dir die Reiseberichte an, dann weisst Du schon, was ihr sehen möchtet, welche Unterkünfte euch gefallen. Stell dann Deine Route hier rein und lass Dir dann bei den Feinheiten helfen. Und schon hast Du eine wahrscheinlich perfekte Reise für Dich 😉

So haben wir auch unsere erste Namibia Reise im letzten Jahr zusammengestellt...die zweite folgt nun in diesem Oktober/November.

Das ist natürlich meine persönliche Meinung aufgrund unserer Erfahrungen.

LG Sven
Reisebericht Namibia Glücksreise Oktober/November 2011 http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/213149-die-16-tage-qwas-haben-wir-fuer-ein-glueckq-reise.html
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2012
Themenstarter49 Beiträge · seit 201226. Feb. 2012 · #4
Hi Sven,

seid ihr auch so bei eurer allerersten Afrika-Reise vorgegangen?

Wir sind wirklich blutige Anfänger, zumal in den nächsten Wochen mit wenig Zeit....und ich glaube, DAS spricht schon eher für einen Reiseveranstalter...auch, wenn wir dann in den sauren Apfel beißen und evtl. etwas mehr Geld zahlen müssen...

LG Frieda
361 Beiträge · seit 201126. Feb. 2012 · #5
Hi Frieda,

das war unsere erste Namibia-Reise. Ich kann es nur empfehlen (kannst ja mal in meinem Reisebericht lesen - war in meinen Augen die perfekte Einsteigertour).

Wie gesagt, wenn Du eine Reiseberichte liest, hast Du ja schon auch eine fertige Tour bzw. mixt Dir dann Deine Unterkünfte zusammen. Sicherlich wird Sossusvlei euch vorkommen, wie auch Etosha und womöglich auch Swakopmund. Dann hast Du ja schonmal das räumliche eingegrenzt und musst dann noch die Zwischenetappen füllen. Traut euch ruhig das selber zu planen, ihr werdet hier Hilfe bekommen und eine tolle Tour dann am Ende haben.

Die 10 Unterkünfte dann als letzte Handlung anschreiben ist dann auch kein Problem mehr 😉

LG Sven
Reisebericht Namibia Glücksreise Oktober/November 2011 http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/213149-die-16-tage-qwas-haben-wir-fuer-ein-glueckq-reise.html
Themenstarter49 Beiträge · seit 201226. Feb. 2012 · #6
Habe ich sogar schon gelesen - sehr beeindruckend!

Ich denke mal drüber nach und berichte zwischendurch mal vom Stand der Dinge!

Danke für deinen Tipp!
5'538 Beiträge · seit 200826. Feb. 2012 · #7
Hallo Frieda,

so einfach lässt sich Deine Frage nicht beantworten. Grundsätzlich bin ich ein Typ, der gerne selbst die Route und die Unterkünfte festlegt. Das würde ich Euch raten. Jetzt kommt aber der Punkt: Mitte Juli/August könnte schon bei vielen von Euch ausgesuchten Wunschlodgen ausgebucht sein. Und da finde ich die Einschaltung eines einheimischen Agenten, der Euch dann aufgrund seiner Verbindungen und seiner Kenntnisse angemessene Ersatzunterkünfte empfehlen kann. Hier im Forum gibt es genügend Leute, die das tun, z. B. Schmettau, Namib Tom, Travel Namibia, Carsten oder Michael Iwanowski.

Anders sieht es aus, wenn Ihr campt. Da könntet Ihr mit Ausnahme von Etoscha und Sesriem noch überall Platz finden.

Liebe Grüße
Gerd
727 Beiträge · seit 200826. Feb. 2012 · #8
Hallo Frieda und herzlich willkommen im Forum.

Zunächst mal ist dieses Thema hier schon öfter angesprochen worden. Bemüh doch mal die Suchfunktion.

Ich habe hier schon mal etwas dazu geschrieben.

Wenn ich dann auch nochmal den Oberlehrer raushängen darf: "pauschal" ist mitnichten das Gegenteil von "individuell"

Wikipedia sagt dazu: "Pauschalreise ist eine Reise, bei der ein Reiseveranstalter eine Gesamtheit von Reiseleistungen zu einem einheitlichen Gesamtpreis und im eigenen Namen zu erbringen verspricht."

Gute spezialisierte Reiseveranstalter bieten Dir durchaus die Möglichkeit Deine Reise "individuell" zusammenzustellen und das ganze dann "pauschal" zu buchen. D.h. Du suchst Dir zusammen mit dem Veranstalter die Route und die Unterkünfte aus, bezahlst dann aber nur an den Veranstalter.

Das hat einige Vorteile:
- Der Reiseveranstalter verkauft Dir ein Gesamtpaket und ist dann auch dafür verantwortlich. Wenn Du bei einem deutschen Veranstalter buchst, gilt deutsches Recht, wenn es Probleme bei der Reise gibt.
- Wenn es Probleme gibt (z.B. bei den momentan öfter mal vorkommenden Flugverlegungen), kümmert sich der Reiseveranstalter um den Umbau Deiner Reise.
- Du hast immer einen Ansprechpartner, wenn es mal Probleme vor Ort gibt, z.B. weil Ihr Eure Reisepläne ändern müsst. Stell Dir mal den Aufwand für Dich persönlich vor, wenn Du alle selbst gebuchten Unterkünfte um einen Tag verlegen müsstest.
- Teurer ist es beim Veranstalter meistens auch nicht, denn große Reiseveranstalter haben Kontingentpreise, die oft günstiger sind, als wenn Du selber vor Ort buchst.

Also meine Empfehlung bei einer "Ersttätertour": Sucht Euch einen guten Veranstalter.

Es gibt übrigens einen Unterschied zwischen "Veranstalter" und "Vermittler". Auf den ersten Blick tun beide das Gleiche. Der Unterschied ist der, dass der Vermittler nicht "im eigenen Namen" verkauft. Er haftet dann auch nicht bei Problemen mit einer Unterkunft, da er nur vermittelt. Einige "Vermittler" bieten noch nicht einmal einen "Reisepreis-Sicherungsschein", was ich persönlich für fragwürdig halte. Ich würde also einen "echten Veranstalter" wählen.

Gruß

Dino
Gast26. Feb. 2012 · #9
Wir reisen heute nur noch allein, haben unsere allererste Reise aber auch mit einem Veranstalter in einer Kleingruppe gemacht. Und zwar mit Chamäleon Reisen. Alles hat klasse geklappt, keine Hektik, die Gruppe war nett. Für uns war's damals als Anfänger wirklich okay. Wer sich's nicht zutraut, selbst zu fahren als Anfänger (so wie wir damals), dem kann ich den Veranstalter empfehlen. Meine persönliche Meinung, sicher gibt es auch andere gute Veranstalter.
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2012
444 Beiträge · seit 201127. Feb. 2012 · #10
Hallo Frieda!

Seit ihr zu zweit oder mit Kindern unterwegs?

Wir (Familie) buchen immer alles vor Ort. Da wir an die Ferien gebunden sind, sind wir immer im August und September unterwegs).

Wir machen immer eine Mischung aus Dachzel- und Lodgeurlaub.

Kommt für Euch Camping in Frage?

Dadurch sind wir bei unseren Reisen sehr flexibel - wir haben bei unseren Namibia oder Botswanaurlauben noch nie eine Lodge oder Platz nicht bekommen.

Vor allem im September waren wir machmal die einzigen Gäste auf den Lodges!

Ich hoffen, daß ich Euch mit dem Vorschlag "CAMPING" nich ganz verunsichert habe. Egal für was man sich entscheidet: Namibia ist leicht zu bereisen.

Gruß

Jochen66
1'287 Beiträge · seit 200827. Feb. 2012 · #11
Frieda schrieb:
Wir sind wirklich blutige Anfänger, zumal in den nächsten Wochen mit wenig Zeit....und ich glaube, DAS spricht schon eher für einen Reiseveranstalter
Hallo Frieda,

ich denke, dass Du damit Deine Frage schon selbst beantwortet hast. Selbst buchen kann u.U. günstiger sein, aber es ist in jedem Fall deutlich zeitaufwendiger.
Wenn Du alles schon im Voraus gebucht und sicher haben möchtest, musst Du eben vor Eurem Start schon einige Zeit zum Lesen der Reiseberichte und Reisführer einplanen und dann auch für die Kommunikation mit den jeweiligen Unterkünften.

Alternativ ginge natürlich auch, nur Flug und Auto im Vorfeld zu buchen und dann auf's Geradewohl durch Namibia zu reisen. Aufgrund der teilweise recht hohen Entfernungen und der teilweise eher dünnen Infrastruktur an passenden (und bezahlbaren) Unterkünften wird das dann eben im Urlaub einen Teil Eurer Zeit beanspruchen (Recherche vor Ort, Telefonieren, ggf. vor Ort anfragen etc.)

Meine Empfehlungen hinsichtlich potentieller Reiseveranstalter habe ich ja schon im anderen Thread benannt. 🙂

Viel Spaß und Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2012
911 Beiträge · seit 200727. Feb. 2012 · #12
Hallo Frieda,

wie schon von anderen geantwortet, dürfte preislich kein großer Unterschied zwischen einem spezialisierten Veranstalter und Selbstbuchen liegen, so dass das kaum das entscheidende Argument sein dürfte.

Wir haben unsere erste Reise nach Namibia und alle folgenden immer selbst gebucht, allenfalls den Flieger über das Reisebüro. Wirkliche Probleme gab es dabei nie, im Gegenteil.

Nahezu alle Lodges oder Gästefarmen antworten sehr freundlich auf e-mail-Anfragen und, wenn man selbst etwas kommunikativ ist entwickelt sich oft ein kleiner e-mail-Wechsel, nach dem man seinen zukünftige Gastgeber schon etwas zu kennen glaubt. Wir haben dann oft kurz vor der Reise uns noch mal angekündigt und sind dabei bei Bedarf kleine Sonderwünsche losgeworden (ruhige Lage oder Doppelbett usw.)und wurden dann oft auch als bereits bekannte Gäste empfangen.

Ich bin auch beruflich mit einer 70-Stunden-Woche gut ausgelastet, aber das Vorplanen und Buchen macht mir jedes Mal richtig Spaß und man hat von seinem Reiseablauf dann auch eine recht gute Vorstellung.

Aber das ist halt Ansichtssache und wer sich lieber in das weitgehend gemachte Bett eines Veranstalters legt, hat sicher auch seine guten Gründe dafür.

Ach so: Denkt mal über die bereits angesprochene Alternative Toyota Hilux mit Dachzelt und Lodges/Gästefarmen kombiniert nach. Bei uns meist 2/3 Dachzelt, 1/3 Lodges. Da sind die Mehrkosten für das Auto durch die entfallenden Lodge-Übernachtungen halbswegs ausgeglichen. Und wir beide (50+ und 60+) genießen die einsamen Nächte am Lagerfeuer unter dem tollen Sternenhimmel und die Nächte in der Natur; dann mal wieder Komfort und richtig Duschen in einer Lodge.

Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
Themenstarter49 Beiträge · seit 201227. Feb. 2012 · #13
Hallo zusammen,

erstmal wieder DANKE für eure Tipps! Ich bin immer wieder erstaunt, wie ausführlich und nett ihr schreibt. 🙂 Aus anderen Foren kenne ich das eher nicht so...!😈

Aufgrund unseres Zeitmangels und unserer fehlenden Fernreiseerfahrungen haben wir uns nun entschieden über einen spezialisierten Anbieter eine Reise zu buchen.
Mein Freund wäre - mit mehr Vorbereitungszeit - auch alleine losgezogen, ich hingegen finde es sehr angenehm die Reise gebucht zu bekommen. Zumal ich etwas Sicherheit im Rücken (Ansprechpartner, kein mittelschweres Chaos bei Flugstornierung o.ä.) bei so einer ersten weiten Reise ganz gut finde.

Das schöne bei unserer Reiseroute die wir im Auge haben, sie kann noch individuell verändert werden. So haben wir ein Grobgerüst und können dann noch mal die ein oder andere Feinheit ändern.

Sobald wir tatsächlich gebucht haben, werde ich mal berichten, was daraus geworden ist!
Ich freue mich jetzt schon wie ein Schneekönig (oder besser Wüstenkönig!)B)

LG Frieda