Gefälschte Malariamittel in Umlauf !

9 Antworten · 6’173 Aufrufe · gestartet 17. Jan. 2012 von squirrel
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387 Beiträge · seit 200617. Jan. 2012 ·
Hallo Squirrel,

dass Arzneimittel gefälscht werden ist nichts Neues. Auch bei uns gibt es solche im Internethandel ().

In armen Ländern ist es nicht weiter verwunderlich, dass dieser Handel blüht.
Betrifft übrigens nicht nur Malariamittel.

Gruß Joachim
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3’700 Beiträge · seit 200917. Jan. 2012 ·
Wenn die Gewinnmargen nicht mehr so hoch sind, wird´s uninteressant.

Hier ein aktueller Artikel zu diesem Thema:

Hoffentlich profitiert von einer preiswerten Produktion auch einmal flächendeckend die in Malariagebieten lebende Bevölkerung. Vor allem die Kinder!!!

HG
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
570 Beiträge · seit 201118. Jan. 2012 ·
Dem kann man teilweise auch zustimmen! Generica können einen sinnvollen Beitrag leisten. Eine freie Marktwirtschaft mit Patenten funktioniert im Gesundheitssektor einfach nicht. Sowohl in unserem Krankenkassen-, Ärzte-, und auch Apothekensystem versagen Marktkräfte teilweise beziehungsweise wurden bewusst komplett ausgeschaltet.

Als kleine Aufmunterung:
Martin Sonneborn zum Thema Generica

Grüße Amos

P.s. Dennoch Danke für die Warnung!
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
818 Beiträge · seit 200718. Jan. 2012 ·
Ich fürchte, dass dieser Artikel im Interesse europäischer Pharmakonzerne erstellt wurde. Zwar mag es gefälschte und minderwertige Malaria-Medikamente geben, aber hauptsächlich geht es doch bei der Herstellung um Gewinnmaximierung der Konzerne. Klar, dass die Einhalt gebieten wollen, wenn immer mehr Malariatabletten für 20 EUR gekauft werden als umstrittene Produkte wie Lariam für hundere Euronen.
Aber wenns in der Zeitung steht, kann es ja nicht gelogen sein ...

Wie viele Afrikaner, die afrikanische Malariaprodukte einnehmen, sind denn an Malaria erkrankt? Und wie viele von denen, die europäische Produkte verwenden?

Manchmal sollte man Dinge einfach hinterfragen, glaube ich.
http://www.oribi.de/
Themenstarter111 Beiträge · seit 200619. Jan. 2012 ·
oribi schrieb:
Manchmal sollte man Dinge einfach hinterfragen, glaube ich.
Dem will ich nicht widersprechen. Tut man das aber mit all seinen klischierten Vorurteilen die man gegen die böse,böse Pharmalobby hat, kann's allerdings auch schief laufen !

Du hast die Originalarbeit, insbesondere die Autorenliste aber schon studiert, gell ?

Was ich übrigens daran interessanter finde ist, dass sich Leute xtausend Euronen teure Reisen nach Afrika leisten, hier aber dann nachfragen ob man die Malariamittel in Afrika nicht günstiger bekommen kann.
zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2012
3’700 Beiträge · seit 200919. Jan. 2012 ·
Hallo Squirrel,

ich wollte 2011 unbedingt ein Malaria-Medikament mit Artemisinin als Notfallmedikation (Coartem/Riamet). Habe ich in D nicht bekommen. In Windhoek war Coartem erhältlich. Leider zu einem ähnlich hohen Preis, wie Malarone in D. Ansonsten empfiehlt die WHO den Wirkstoff Artemisinin und er wird (so weit ich weiß) auch bereits in Kenia zur Malariabehandlung hergestellt und verabreicht. Natürlich wesentlich preiswerter, wie in D.

Herzliche Grüße
Marina
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zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2012
11 Beiträge · seit 201222. Feb. 2012 ·
Gibt es irgendwas woran man gefälschte Malariamittel erkennt?
Oder gibt es irgendwelche Anlaufstellen, wenn man sich nicht sicher ist?
2’047 Beiträge · seit 200722. Feb. 2012 ·
Hallo Marina,
ich wollte 2011 unbedingt ein Malaria-Medikament mit Artemisinin als Notfallmedikation (Coartem/Riamet). Habe ich in D nicht bekommen. In Windhoek war Coartem erhältlich. Leider zu einem ähnlich hohen Preis, wie Malarone in D. Ansonsten empfiehlt die WHO den Wirkstoff Artemisinin und er wird (so weit ich weiß) auch bereits in Kenia zur Malariabehandlung hergestellt und verabreicht. Natürlich wesentlich preiswerter, wie in D.
Artemisin ist kein Medikament der Malariaprophylaxe sondern der Malariatherapie. Daher sollte es auch nur bei gesicherter Diagnosestellung eingemommen werden.
Die Verwendung wirksamer Therapeutika zur unkritischen und bei Nebenwirkungen viel zu oft zu kurzen Prophylaxe würde nur der Entwicklung weiterer Resistenzen Vorschub leisten.
Soweit ich weiß wurde das Mittel zunächst aus Pflanzen extrahiert. Erst seit kurzem gibt es ein chemisches Herstellungsverfahren aus einer leichter verfügbaren Grundsubstanz. Und nur deshalb wurde es jetzt in einigen Ländern sehr viel günstiger auf den Markt gebracht. Ich bin mir nicht sicher, ob diese chemische Variante schon eine EU-Arzneimittelzulassung hat.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
3’700 Beiträge · seit 200922. Feb. 2012 ·
Hallo Jaw,
Artemisin ist kein Medikament der Malariaprophylaxe sondern der Malariatherapie.
Du hast natürlich recht. Coartem nutze ich nur als Stand-by-Medikament.

Einen recht guten und m.E.aktuellen Überblick gibt es auf wikipedia.

Herzliche Grüße und Dank für die Richtigstellung
Marina
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