carlos666Themenstarter48 Beiträge · seit 201013. Jan. 2012 · #1Hi Leute,
eigentlich wollten wir schon 2011 nach Namibia aber es hat sich alles ein wenig verschoben,
ich habe noch einen guten alten Bekannten wieder getroffen der wie ich auch schon einige Afrika Durchquerungen (Deutschland – Kenia) gemacht hat und schon mehrmals in Namibia war.
Am 24.02.2012 geht’s los mit Air Namibia für 3 Wochen. Unterkünfte in den Camps haben wir keine vor-gebucht (wäre in dieser Zeit nicht notwendig). Auto haben wir bei Savanna in Windhoek gebucht und haben einen guten Preis bekommen da mein Bekannter dort schon in vergangen Jahren gemietet hatte und zufrieden war. Haben einen Toyota Hillux 3 Ltr. Diesel, höher gelegt, größere Bereifung mit 2 Dachzelten und allem möglichem Zubehör bekommen.
Nun zur Route erst mal Grob umrissen:
1. Windhoek
Unterkunft: Hotel Uhland
2. Maltahöhe
Unterkunft: Maltahöhe Hotel
3. Soosusvlei
Unterkunft: Dessert-Camp oder Betesda-Lodge Camp oder Hauchabfontein Camp.
4. Weiter über Remhoogte, Spreetshoogte Pass nach Rostock Ritz
Unterkunft: Rostock Ritz Camping Area
5. Swakopmund
Unterkunft: Deutsches Haus
6. Weiterfahrt über Uis, Palmwag, Sesfontein, Puros, Orupembe, Rooidrom, Marienfluss bis ganz nach oben.
Unterkunft: Die einzelnen Unterkünfte stehen noch nicht fest.
7. Zurück über die D3703 oder D3707 nach Opuwo (wie sind die befahrbar?) und weiter an die Epupa Falls.
Unterkunft: Epupa Comm. Camp die anderen Übernachtungen vorher stehen noch nicht fest.
Jetzt sind wir am überlegen ob wir nun Etosha oder zügig nach Osten und in den restlichen Tagen den Caprivi Streifen mithehmen. Was wäre den besser für Tierbeobachtungen? Oder ist das ganze schon zuviel an km?
Vielleicht hat einer noch einen Tip bez. der Route und schönen Camps usw.
Mir raucht vom tagelangem Lesen der Reiseberichte schon der Kopf.
LG Carlos666
Transafrika - 1983 + 1991
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200814. Jan. 2012 · #2Hallo Carlos,
eine ziemlich ungewöhnliche Runde, die Du da im Süden fahren willst. Hast Du die bewusst so gewählt, um die beiden Pässe fahren zu können - Remshoogte hoch und Spreetshoogte wieder runter? Keine schlechte Idee.
Allederdings würde ich von Windhoek nicht bis Maltahöhe durchfahren. Da gibt es wirklich wenig zu sehen. Deshalb solltest Du einen Zwischenstopp in der Bagatelle Kalahari Game Ranch oder der Anib machen. Da siehst Du wenigstens etwas von der Kalahari. Und von da aus würde ich dann gleich durchfahren bis zum Desert Camp. Das schafft Ihr gut. Wenn Ihr etwas preiswerter schlafen wollt, dann wäre auch die Desert Homestead eine gute Wahl. Die gefällt mir auf jeden Fall besser als Bethesda.
Du hast gerade mal drei Wochen Zeit. Da sind die von Dir genannten Ziele nicht zu schaffen. Wenn Du in Swakopmund ankommst, dann hast Du schon fast ein Drittel des Urlaubs hinter Dir.
1. Windhoek Unterkunft: Hotel Uhland 1. Nacht
2. Kalahari 2. Nacht
3. Soosusvlei Unterkunft: Dessert-Camp oder Betesda-Lodge Camp oder Hauchabfontein Camp.
Nächte 3 und 4
4. Weiter über Remhoogte, Spreetshoogte Pass nach Rostock Ritz Unterkunft: Rostock Ritz Camping Area Nacht 5 (und 6)
Deshalb würde ich mir ernsthaft überlegen, ob ich bis ganz nach oben fahre. Die Zeit, die Du für Hin- und Rückweg bis zur Etoscha brauchst, beträgt ganz locker 10 - 12 Tage oder Du "rauschst" da einfach durch, was bei den Straßen aber nicht möglich ist. Bedenke, dass wir im Februar Regenzeit haben, die gerade in den von Dir genannten Regionen häufig die Straßen weg spült oder Dich zu einem unverhofften Aufenthalt zwingt, weil ein Rivier läuft und nicht durchfahren werden kann.
Letztlich heißt das maximal ein bis zwei Tage für Tierbeobachten in der Etoscha. Natürlich siehst Du auch bzw. gerade im Nordwesten viele Tiere und mit Glück sind Elefanten und Löwen dabei. Aber eben nur mit Glück. Und ein Namibia-Urlaub ohne Tierherden und Nashörner und Löwen? Nein, das wäre nichts für mich.
Liebe Grüße
Gerd
carlos666Themenstarter48 Beiträge · seit 201014. Jan. 2012 · #3Hallo Gerd,
danke für die Antwort.
Remshoogte hoch und Spreetshoogte wieder runter haben wir bewusst so gewählt, mein Freund ist da schon gefahren und meint es würde sich lohnen.
Maltahöhe können wir auch auslassen das ist nur eine Option. Wir können um Zeit zu sparen auch direkt zum Dessert Camp oder Homestead durchfahren.
Mein Mitfahrer ist der Meinung das der Nordwesten auch Landschaftlich sehr Interessant ist, deshalb wollten wir den Teil mit einbauen. Aber wir sind ja flexibel wenn es die Straßenzustände nicht zulassen fahren wir eine andere Route. Ich stelle mir gerade mit Basecamp verschiedene Teilrouten zusammen damit wir dann die passende auswählen können.
Was die Tierbeobachtungen angeht so wollen wir schon einige Zeit dafür aufwenden. Da ich ja ein leidenschaftlicher Fotograf bin gehören die Tiere auf jeden Fall dazu.
Aber wenn Du meinst das der Nordwesten und Etoscha zusammen zu viel Zeit beansprucht dann müssen wir noch einiges ändern.
LG
Georg
Transafrika - 1983 + 1991
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200814. Jan. 2012 · #4Hallo Georg,
Du hast unbedingt Recht - der Nordwesten gehört landschaftlich zum Schönsten, was Namibia zu bieten hat. Ihr müsst Euch halt vor Abfahrt immer nach dem Zustand der Straßen erkundigen. Da Ihr ja noch nichts gebucht habt, könnt Ihr Euch auch entsprechend anpassen. Wenn Ihr in so abgelegene Gegenden um diese Jahreszeit fahrt, solltet Ihr Euch auf zwei Autos verteilen bzw. einen "Reisepartner" für bestimmte Teilstrecken suchen. Außerdem würde ich ein SAT-Telefon mitnehmen, denn da hast Du mit dem Handy wirklich keinen Empfang.
Liebe Grüße
Gerd
carlos666Themenstarter48 Beiträge · seit 201014. Jan. 2012 · #5Hallo Gerd,
Die Einsamkeit und die weiten Landschaften sind genau das was wir lieben. Und das das Handy mal nicht geht stört mich auch nicht. 1983 sind wir zu zweit das erste mal durch die Sahara. Sat-Navigation gab es kaum und wenn dann so um die 30.000 DM. Und da hatten wir auch nur einen Kompass. Aber natürlich ist es in der heutigen Zeit schon ein angenehmes Gefühl wenn man mit dem Handy Hilfe holen kann.
ich habe gelesen das ganz oben am Cunene River das Camp Syncro 2010 abgebrannt sei weißt Du vielleicht ob sich da in der zwischenzeit was getan hat. Auf meiner GPS-Karte im Basecamp sehe ich da noch Okarohombo Campsite und etwas nördlicher das Okarohombo River Camp.
Und dann würde mich noch Interessieren ob jemand schon mal die D3703 oder D3707 nach Opuwo gefahren ist.
LG
Georg
Transafrika - 1983 + 1991
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200814. Jan. 2012 · #6Hallo Georg,
da muss ich jetzt passen. Zuletzt war ich da oben ca. 2007 - das ist einfach zu lange her.
Liebe Grüße
Gerd
joli3'491 Beiträge · seit 200614. Jan. 2012 · #7Hallo Carlos,
herzlich willkommen im Forum.
Ich stimme Gerd voll zu - Deine Route ist so, wie geplant, in 3 Wochen nicht zu schaffen - und schon gar nicht im Februar.Einerseits "verbummelt" Ihr die Zeit ( Windhoek-Sesriem und Sesriem-Swakopmund sind jeweils in einem Rutsch machbar, also Zwischenübernachtungen sind nicht notwendig), andererseits bringt Ihr durch den "Abstecher" zum Kunene unheimlich Stress in die Tour. Das ist dort oben eine wunderschöne Landschaft - keine Frage - aber in so kurzer Zeit kann man eben nicht alles "abklappern", d.h. Ihr müsst Euch entscheiden - entweder Kunene oder Etosha. Wegen der möglichen Behinderungen durch das Wetter würde ich mich für Etosha entscheiden. Dazu kommt Gerds Hinweis, dass man das Kaokoveld eigentlich nur mit 2 Fahrzeugen besuchen und ein SAT-Phon ( Handy nützt Dir überhaupt nichts) dabei haben sollte.Hebt Euch das Kaokoveld für spätere Namibia-Reisen auf.
An Eurer Stelle würde ich vermutlich den Süden Namibias bereisen - der ist ebenfalls landschaftlich besonders reizvoll und im Februar weniger "witterungsgefährdet" als der Norden. Noch seid Ihr ja frei in Euren Entscheidungen.
Gruß Joli
carlos666Themenstarter48 Beiträge · seit 201014. Jan. 2012 · #8Hallo Joli,
Sesriem müssen wir machen, da meine Liebe unbedingt mal die großen Sanddünen (Sossusvlei) sehen will.
Was den Norden betrifft so werden wir das wahrscheinlich erst vor Ort beraten und richten uns nach dem jeweiligen Wetter. Wir haben ja nichts vorgebucht und können in die eine oder andere Richtung entscheiden.
LG
Georg
Transafrika - 1983 + 1991
peter 081'927 Beiträge · seit 200814. Jan. 2012 · #9...um hier anzuknüpfen:
Ich würde die Route anders rum fahren. Der Norden ist unberechenbarer. Gibt es im Kaokoveld Verzögerungen durch den Regen, lasst ihr einfach den Süden aus. Umgekehrt geht das nicht.
Gruß
Peter
carlos666Themenstarter48 Beiträge · seit 201014. Jan. 2012 · #10Hallo Peter,
habe deinen Resisebericht eben noch gelesen.
Sehr schön!
Ja in umgekerter Richtung zu fahren wäre auch eine Möglichkeit. Es hängt wahrscheinlich alles vom Wetter ab was machbar ist und was nicht. Bin jetzt gerade dabei verschiedene Teilrouten mit den Übernachtungsmöglichkeiten zusammen zu stellen das man nicht jedesmal suchen muss wenn wir wegen des Wetters anders fahren müssen.
LG
Georg
Transafrika - 1983 + 1991
peter 081'927 Beiträge · seit 200814. Jan. 2012 · #11Danke Georg 🙂
Wir waren bisher auch immer Jan/Feb für 3 Wo unterwegs und da kann ich Gerd + Joli nur zustimmen, Dein Programm ist zu umfassend, Namibia läuft Dir ja nicht davon.
Zu den Strassen gibt es hier Berichte (Suchfunktion), es sind aber auch ganz gute Beschreibungen der D 3703 + 3707 in der CP-Liste von Thomas Richter.
http://www.namibia-forum.ch/camping.htmlEtosha haben wir im Feb schon gähnend leer erlebt, 2011 habe ich mich allerdings geärgert, dass wir nicht länger geblieben sind, weil so viele Tiere tagsüber zu sehen waren. Nachts blieben die Wasserlöcher meist unbesucht.
Mit Schwerpunkt Landschaft und Einsamkeit würde ich mich auf den Nordwesten Namibias begrenzen und auf das Caprivi verzichten. Bei Savanna bist Du ja in besten Händen. Wir sind 2010 mal parallel mit Berti Ham und seiner Truppe gefahren, die Fahrzeuge und Ausrüstung waren wirklich Spitze.
Mein Tipp wäre über die Etosha nach Norden, das Kaokoveld genießen und dann langsam wieder nach Süden. Vorbuchen brauchst Du nichts, bist also ungebunden.
Viel Spaß noch bei der Planung
schöne Grusse
Peter