Routenvorschläge durch Botswana

8 Antworten · 3'135 Aufrufe · gestartet 13. Aug. 2006 von Tobel
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Themenstarter5 Beiträge · seit 200613. Aug. 2006 · #1
Hallo Forum

Ich brauche eure Unterstützung und wenn ihr könnt mir ein paar Tipps zu Routen in Botswana zu geben.
Wir gehen diesen Oktober zum drittenmal nach Namibia und möchten auch 11/2 Wochen in Botswana verbringen (nebst 11/2 in Namibia). Botswana ist neu für uns und sicher eine Spur mehr Abenteuer als Namibia. Wir sind eine Familie mit 4 Personen mit einem 4x4 aber vorerst noch bedingten Erfahrungen mit 4x4.
Nun wir kommen über Windhoek nach Maun und möchten über den Caprivistreifen wieder zurück oder wieder Maun nach Windhoek.
Nun meine Bitte, wie könnte ich eine interessante Route ab Maun gestalten? Ich habe mitgelesen, dass die staatlichen Campingplätze weit voraus zu reservieren sind, da sind wir vermutlich mehr als zu spät. Wir können uns vorstellen auch als Tagestouristen einzureisen und dann am Abend wieder zurückzukehren. Gibt es nebst diesen staatlichen auch andere Campingplätze die empfehlenswert wären. (Moremi, Chobe, Panhandle). Wir möchten einen ersten Einblick bekommen als nur wenige Plätze anfahren und dann später wiederkommen
Herzlichen Dank für die Unterstützung von euch Spezialisten
Gruss Tobel
1'287 Beiträge · seit 200614. Aug. 2006 · #2
Sehr geehrte Familie Tobel,

Reservierungen sind kaum noch zu bekommen. Ein bißchen schwanger mit Botswana ist immer schlecht.

eine lange Möglichkeit wäre:

Tag 1: Windhoek - Ghanzi - Ghanzi Trail Blazer
Tag 2: Ghanzi - Maun - Rundflug über Delta - Mankwe Bush Camp
Tag 3: Moremi / Chobe - Mankwe Bush Camp
Tag 4: Savute -Chobe Waterfront - Kubu Lodge Camping
Tag 5: Chobe Waterfront - Kubu Lodge Camping
Tag 6: Vic Falls
Tag 7: Vic Falls
Tag 8: Chobe -Ostcaprivi - Kwando - Nambwa Camping
Tag 9: Kwando - Nambwa Camping
Tag 10: Okavango - Buschleute - White Sands Camping
Tag 11: Mahango Park - Rundu - Mbamba Camping
Tag 12: Grootfontein - Etosha

mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
3'766 Beiträge · seit 200614. Aug. 2006 · #3
Hallo Fam. Tobel,

nun 2 Dinge sind vorerst mal eher "Suboptimal" 😗 erstens die Jahreszeit, da Hochsaison und zweitens das Ihr keine Reservationen habt.

Nun könnte ich vorschlagen die Botswanatour für dieses Jahr aus zu lassen und diese für ein anderes Mal gründlich vorzubereiten, was sicher das Vernünftigste wäre.

Sei’s drum, ein Routenvorschlag zu machen ohne Reservierungen ist fast nicht möglich weil zu viele Faktoren unbestimmt sind hinlänglich der Übernachtungen.

Ich würde in Maun bei der Staatlichen Reservierungsstelle versuchen den einen oder anderen Campingplatz zu buchen und die Route anhand der eventuell freien Plätze spontan gestallten.

Die 2. Variante ist einfach drauf los zu fahren, sehr oft werden noch Campingplätze frei und können vor Ort dann vergeben werden, auch ist es möglich sich jemanden anzuschliessen da die Stellplätze sehr oft für 2 Fahrzeuge platz haben.

Da Ihr mit Dachzelt unterwegs seit könnt ihr im Notfall auch vor den Toren übernachten.

All diese Varianten haben aber einen Nachteil das ihr unter umständen sehr viel Zeit vergeudet mit dem suchen von freien Campingplätzen, und da ihr „nur“ 1 ½ Wochen für Botswana reserviert habt ist dies sicherlich auch zu bedenken.

4*4 Kenntnisse sind sicher kein Nachteil, Botswana hat neben einem gut ausgebauten Verkehrsnetz das die Hauptorte mit einander verbindet fast nur Sandpisten die an die „schönen“ Orte und Parks führen.

Ich persönlich würde jedoch auf ein 1 ½ Wochen Abenteuer verzichten und bei besserer Vorausplanung dafür einmal Botswana länger besuchen, dieses Land ist wie Namibia riesig und interessant so das m E 3-4 Wochen das ideale sind für den ersten Besuch.

Gruss VirusAfricanum<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 14/08/2006 08:15
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7'272 Beiträge · seit 200614. Aug. 2006 · #4
Hallo

So eng wie VirusAfricanum würde ich das nicht sehen. In eineinhalb Wochen lässt sich schon einiges von Botswana sehen. Allerdings fallen einige lange Fahrstrecken an.
Zum Campieren haben wir ja schon einiges geschrieben. Genau wie in Namibia hat es auch in Botswana eigentlich immer Platz auf den Campingplätzen obschon diese schon seit einem Jahr alle "Fully Booked" sind.
Vic-Falls würde ich auslassen, weil es in dieser Jahreszeit wenig Wasser hat. Dann ist es eher ein grosser aber normaler Wasserfall. Ansonsten kann ich mich der Tour von Carsten anschliessen. Die zwei zusätzliche Tage könntet Ihr z.B. in Savute und am Linyanti verbringen. Auf jeden Fall solltet Ihr eine Bootstour auf dem Chobe machen.

Chrigu

P.S. Solltet Ihr mehr Zeit erübrigen können, solltet Ihr den Moremi NP noch ausdehnen.
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2'732 Beiträge · seit 200614. Aug. 2006 · #5
Also wir waren das erste Mal auch im Oktober an den Vic Falls. Obwohl das Wasser weniger war, war es dennoch beeindruckend.

Moremi wuerde ich eventuell auslassen und mich lieber im Chobe Park vergnuegen. Da die Strecke auch als Transit genutzt werden kann ist es evtl. leichter in den Park zu kommen. 2 - 3 Tage Savuti sind sicherlich sehr erlebnisreich fuer euch. Dann auf der Hauptpiste nach Kasane. Bis auf die 30 km ausserhalb des Parks ohne groessere Probleme zu befahren. (Tipps zu Sandfahrten bekommt ihr unter www.dt800.de). Keine Angst vor dem bischen offroaden. Als wir das erste Mal unterwegs waren hatte ich auch nur die Erfahrung, welche ich bei der Bundeswehr sammeln durfte - und da war kein Sandfahren dabei!

Wenn ich dann 2 - 3 Tage in Kasane bleibt koennt ihr von der Lodge aus einen Tagesausflug zu den Vic Falls machen. Das hat den Vorteil, dass ihr euch einiges an Geld fuer die Einfuhr des Autos spart (ca. 80 US$). Ihr muesst in Zimbabwe eigentlich alles in US$ zahlen. Deshalb nehmt genuegend Geld mit. Fast alle Lodges bieten Schifffahrten auf dem Chobe an. Daran solltet ihr auch unbedingt teilnehmen.

Von der Lodge aus koennt ihr dann an die Chobe River Front fuer 1 Tag fahren . Dort gibt es einen Campingplatz (Ithala). Wenn alles ausgebucht ist, lohnt es sich dennoch hier zu verweilen.

Ueber den Caprivi koennt ihr dann in gemuetlichen 2 Tagen fahrt nach Grootfontein fahren und bequem in den Etosha Park etc. fahren.


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Alternativ koenntet ihr auch von Maun aus ueber die Hautpstrasse nach Nata fahren. Unterwegs kommt ihr an den Makgadikgadi Pans vorbei. Der Abzweig an den Boteti River lohnt sich um diese Jahreszeit. Der Park ist einfach zu erreichen. Vom Campingplatz aus koennt ihr ca. 24 km Sandpiste (davon etwa 10 km tiefsandiger) zurueck zur Hauptstrasse fahren. Der Abzweig in die Nxai Pans rentiert sich um diese Jahreszeit kaum. Von Gweta aus habt ihr die Moeglichkeit nach Kubu Island zu fahren und seit am naechsten Tag in Nata. Von Nata aus ist es ein "afrikanischer" Katzensprung nach Kasane (weiter s. oben).
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Gast14. Aug. 2006 · #6
moin,

ich sehe garkeine Probleme, in der Zeit den "Milky Way" zu fahren, also Moremi, Savuti, Chobe und evtl. Livingston. Bei meinen vielen Touren durch Botswana habe ich nur ein einziges Mal eine Buchung gehabt, und die habe ich von einem Guide bekommen, dessen Clients nicht kommen konnten. Es ging immer(!) irgendwas auf den verschiedenen Camping-Areas. Dabei ist es völlig egal, ob Ihr Dach- oder normale Zelte habt.
Also nur Mut..........

Gruss Gernot
7'272 Beiträge · seit 200614. Aug. 2006 · #7
Andreas Cierpka schrieb:
Also wir waren das erste Mal auch im Oktober an den Vic Falls. Obwohl das Wasser weniger war, war es dennoch beeindruckend.
Wahrscheinlich sind wir als Schweizer auch ein bisschen von Wasserfällen verwöhnt 😎
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406 Beiträge · seit 200614. Aug. 2006 · #8
hallo tobel!
bin vor einer woche aus botswana retour und möchte dir empfehlen
den rat von gernot eicker anzunehmen.
die route maun-moremi-chobe-kasane ist mit normalen offroad kenntnissen zu befahren. die campingplätze hatten immer noch reserveplätze frei.
also freue dich und fahre los.
gruss karl
3'766 Beiträge · seit 200614. Aug. 2006 · #9
chrigu schrieb:
Hallo

So eng wie VirusAfricanum würde ich das nicht sehen. In eineinhalb Wochen lässt sich schon einiges von Botswana sehen. Allerdings fallen einige lange Fahrstrecken an.
Zum Campieren haben wir ja schon einiges geschrieben. Genau wie in Namibia hat es auch in Botswana eigentlich immer Platz auf den Campingplätzen obschon diese schon seit einem Jahr alle "Fully Booked" sind.
Vic-Falls würde ich auslassen, weil es in dieser Jahreszeit wenig Wasser hat. Dann ist es eher ein grosser aber normaler Wasserfall. Ansonsten kann ich mich der Tour von Carsten anschliessen. Die zwei zusätzliche Tage könntet Ihr z.B. in Savute und am Linyanti verbringen. Auf jeden Fall solltet Ihr eine Bootstour auf dem Chobe machen.

Chrigu

P.S. Solltet Ihr mehr Zeit erübrigen können, solltet Ihr den Moremi NP noch ausdehnen.
Hallo Chrigu,

ja ja ich weiss, manchmal bin ich ein richtiger Miesepeter😄

natürlich sehe ich es auch nicht so eng wie es scheinen mag auf den ersten Blick. Aber sehr oft werden in der Euphorie einfach die negativen Seiten etwas ausgeblendet. Daher fand ich es nur richtig auch die anderen Faktoren zu erwähnen, die "wenn allles optimal verläuft" Faktoren werden ja durchwegs erwähnt. Ich wollte nur erwähnen das wenn mal der Wurm drinn ist und die angesteuerten Wunschcampingplätze ausgebucht sind kann das zu einem Ärgernis führen dass nachhaltig in Erinnerung bleibt und dann auch so als Urlaubserinnerung zurück bleibt.

Was mich denoch erstaunt das immer wieder darauf hingewiesen wird wie schwer es sein soll, und dies vor allem in Botswana während der Hauptsaison, einen nicht reservierten Campingplatz zu ergatteren, und im nächsten Forumsbeitrag das alles wieder keine Gültigkeit mehr hat.

Wenn jemand flexiebel genug ist, sich mit den Verfügbaren Angeboten zufrieden zu geben und auch bereit ist unter Umständen die Zeit für die Suche nach freien Campingplätzen zu opfern, lässt sich auch in gut einer Woche vieles erleben. Ich war einfach der Meinung auch die unangenehmen Folgen einer solchen Blitztour kurz zu erwähnen. Wer wie was gewichtet ist sowieso von Fall zu Fall verschieden, da gibt es spontanere Menschen die sich einfach gerne treiben lassen, aber hier sehe ich das es eine Familie ist und mit Kindern kann das suchen nach Campingplätzen sehr schnell zur Herausvorderung werden in verschiedenster Hinsicht.

Mein Fazit, 1 1/2 Wochen ohne Reservieung auf Campingplaätzen ist sicher machbar und kann super toll werden, man soll nur nicht entäuscht sein wenn's dann halt nicht ganz so reibungslos funzelt, Griessli VirusAfricanus<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 14/08/2006 12:58
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