Himba Dorf?

39 Antworten · 9'636 Aufrufe · gestartet 11. Dez. 2011 von toemi
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Themenstarter100 Beiträge · seit 200611. Dez. 2011 · #1
Hallo Forum,
darf ich nochmal um eure wertvollen Tipps bitten:
Wo kann man am besten einen Eindruck der Himba's und ihrer Lebenskultur bekommen?
Gibt es eine Möglichkeit, ohne großen Umweg von Palmwag nach Etosha?
Die Vingerklip Lodge bietet eine Tour zu einem authentischen Himbadorf an, das scheint aber ziemlich gekünstelt für Touris zu sein.
Gibt's Alternativen?

Danke & Gruß,
Toemi
5'538 Beiträge · seit 200811. Dez. 2011 · #2
Hallo Toemi,

die von der Vingerklippe fahren normalerweise mit ihren Gästen zu Gelbingen Safaris bei Kamanjab. Das läge auf dem Weg von Palmwag über Kamanjab und dann Outjo/Okaukuejo.

Gekünstelt??!! Ich kenne viele Himbadörfer - auch solche weiter im Norden, die nicht auf Farmen liegen. Unterschiede? Ja, aber Du kannst Dir auf Gelbingen trotzdem einen ganz guten Eindruck von dem Leben da verschaffen.

Liebe Grüße
Gerd
723 Beiträge · seit 201111. Dez. 2011 · #3
Hallo Toemi,
wir haben das von der Grootberglodge aus gemacht.Die Menschen die wir nach einer 3-stündigen Fahrt (mit Führer) getroffen haben waren sehr authentisch. Wir hatten interessante Gespräche und damit einen guten Einblick in die Lebensweise der Himbas.
Die Hütten die wir gesehen haben, wurden sicher nur noch für Touristenbesuche genutzt.
Das eigentliche Dorf (die Wohnstube) bekamen wir nicht zu sehen. Sprach irgendwie auch für den Wunsch der Himbas nach einer authentischen Lebensweise. Wir haben das respektiert und waren dankbar für den freundlichen und offenherzigen Empfang!
Die Grootberglodge liegt auf dem Weg und ist sehr schön!
Gruß Reinhard
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2011
2'346 Beiträge · seit 200611. Dez. 2011 · #4
Hallo Toemi,

kann die Ansicht von Reinhard nur bestätigen. Die Himba-Tour von der Grootberg Lodge aus ist ein Erlebnis. Allein die Fahrt dorthin durch ein wahres Paradies mit Palmen und Bachlauf ist schon faszinierend. Und die Begegnung mit den Himba war auch sehr harmonisch und informativ, wenn auch auf Touristen ausgerichtet. Einziger Wermutstropfen: Die Tour ist unverschämt teuer und es müssen (wie fast überall) mindestens vier Personen gebucht haben bzw. bezahlen.

Viel Spaß
Armin
8'672 Beiträge · seit 201012. Dez. 2011 · #5
Hallo Toemi,

es gab in meinem Thread mal eine Diskussion über den Besuch eines Himbadorfes (Gelbingen) - vielleicht möchtest du das ja mal durchlesen. Hier der Link in der Hoffnung, dass man gleich auf die Seite kommt, wo das Thema beginnt (es geht über ein paar Seiten):

http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187180-i-did-it--busrundreise-durch-namibia-.html?limit=6&start=162

Jeder hat da seine eigene Meinung zu....

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
723 Beiträge · seit 201112. Dez. 2011 · #6
Armin schrieb:Hallo Toemi,

... Die Himba-Tour von der Grootberg Lodge aus ist ein Erlebnis. Allein die Fahrt dorthin durch ein wahres Paradies mit Palmen und Bachlauf ist schon faszinierend. ...
Hallo,
dazu auch ein Bild:

IMG_2293.JPG


Wir hatten Unterkunft und Himbatour zusammen von Deutschland aus gebucht und dabei wahrscheinlich Glück gehabt. Eine Mindestteilnehmerzahl war nicht erforderlich. Wir waren nur zu zweit (meine Frau und ich).
Gruß Reinhard
Themenstarter100 Beiträge · seit 200612. Dez. 2011 · #7
Erst mal Danke alle für die interessanten Antworten.

Verstehe ich das richtig, dass die Tour von der Grootberg Lodge nicht (!) zu der Gelbingen Farm führt. Dies sind zwei unterschiedliche 'Himba' Dörfer, oder?

Habe mir mal ein paar Berichte zu Gelbingen angesehen, hmmm, ...
Leider scheint es auf der Grootberg keine Camping Plätze zu geben ... habe mal angefragt, ob man auch nur die Tour machen kann.

Gäbe es evtl. in der Nähe von Sesfontstein noch Alternativen?
Also noch nehmen wir Tipps an, ein möglichst natürliches (sicherlich bei dem heutigen Tourismus schwierig) Himba Dorf zu besichtigen?

Viele Grüße,
Toemi
2'346 Beiträge · seit 200612. Dez. 2011 · #8
Hallo Toemi,

das Himba-Dorf, das von der Grootberg-Lodge aus besucht wird, ist definitiv nicht Gelbingen, das wir aufgrund der zweifelhaften Berichte hier im Forum nicht besuchen wollten.

Himba-Dörfer kann man auch von der Palmwag Lodge oder vom Fort Sesfontein aus auf geführten Touren besuchen, letzteres haben wir auch schon mal gemacht. Liegt aber viele Jahre zurück.

Viel Spaß
Armin
723 Beiträge · seit 201113. Dez. 2011 · #9
Hallo Toemi,
zur Grootberglodge gehört auch ein sehr schöner Platz der direkt an der Straße nach Kamanjab liegt. Dort stehen jetzt auch die Pferde der Lodge die man aufgrund von Löwenattacken vom Berg
hierhin umgesiedelt hat. Wir haben auf der Rückfahrt vom Himbadorf dort einen Zwischenstop eingelegt. Meiner Meinung nach sollte man dort auch campen können. Da wir keine Camper sind registrieren wir die Dinge die damit in Verbindung stehen leider nicht nachhaltig genug, um es verbindlich sagen zu können.
Gruß Reinhard
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2011
1'816 Beiträge · seit 200813. Dez. 2011 · #10
Reinhard1951 schrieb:Hallo Toemi,
zur Grootberglodge gehört auch ein sehr schöner Platz der direkt an der Straße nach Kamanjab liegt. Dort stehen jetzt auch die Pferde der Lodge die man aufgrund von Löwenattacken vom Berg
hierhin umgesiedelt hat. Wir haben auf der Rückfahrt vom Himbadorf dort einen Zwischenstop eingelegt. Meiner Meinung nach sollte man dort auch campen können. Da wir keine Camper sind registrieren wir die Dinge die damit in Verbindung stehen leider nicht nachhaltig genug, um es verbindlich sagen zu können.
Hallo,

das Camp wurde im Sept- renoviert, müsste aber sicher nächstes Jahr fertig sein.
Wir haben die Himba Tour von der Lodge aus gemacht - ich fand die Fahrt sehr schön, bei den Himba hab ich mich nicth sooo wohl gefühlt - ich konnte mich eines gewissen Zoo-Feelings nicht erwehren. Aber das ist Ansichtssache.

Grüßle Boris
8'672 Beiträge · seit 201013. Dez. 2011 · #11
Reinhard1951 schrieb:Hallo Toemi,
zur Grootberglodge gehört auch ein sehr schöner Platz der direkt an der Straße nach Kamanjab liegt. Dort stehen jetzt auch die Pferde der Lodge die man aufgrund von Löwenattacken vom Berg
hierhin umgesiedelt hat. Wir haben auf der Rückfahrt vom Himbadorf dort einen Zwischenstop eingelegt. Meiner Meinung nach sollte man dort auch campen können. Da wir keine Camper sind registrieren wir die Dinge die damit in Verbindung stehen leider nicht nachhaltig genug, um es verbindlich sagen zu können.
Hallo Toemi,

wir waren zur Mittagspause dort auf dem von Reinhard beschriebenen Campingplatz und ich fand es auch sehr schön - obwohl nichts renoviert war, waren die sanitären Anlagen der Site, an der wir saßen, völlig in Ordnung. Ich würde diesbezüglich einfach mal bei der Grootberg Lodge anfragen.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter100 Beiträge · seit 200613. Dez. 2011 · #12
Hallo,
leider bietet die Grootberglodge alle Aktivitäten (auch Himba-Tour) nur an, wenn man auch auf der Lodge übernachtet. Habe heute leider diese Absage von der Grootberglodge erhalten.

Da wir nun aber auch festgstellt haben, das unser Plan, vom Desert Rhino Camp aus auf Nashornsuche gehen zu können, geplatzt ist, da nur Kinder ab 12 teilnehmen dürfen, haben wir gerade 1-2 Tage mehr, und können vielleicht doch weiter nach Norden (z.B. Fort Sesfontein) fahren.
Bin wie wild im Forum und Reiseberichten insbesondere über Himba-Touren am lesen, die Meinungen gehen ja doch ziemlich auseinander.
Dennoch würde es mich und uns interessieren, neben Tier und Landschaft, etwas (Himba)Kultur mitzubekommen. Also ein bischen 'touristisch' würden wir akzeptieren,und ist sicher unvermeidbar, aber ein echtes 'Zoo-Feeling' muß es doch nicht sein. Ich hoffe wir finden noch was interessantes ... und sind über weitere Tipps dankbar.

Gruß,
Toemi
5'538 Beiträge · seit 200813. Dez. 2011 · #13
Hallo Toemi,

ich habe schon einige Himbatouren mitgemacht. Bei allen war ich der Meinung, dass die Menschen dort sich zwar nicht als Zootiere sehen/sahen, dass sie sich aber nicht ungekünstelt verhielten. Deshalb komme noch einmal auf Gelbingen zurück. Gelbingen wird nicht von allen uneingeschränkt positiv beurteilt. Das geht auch nicht, denn jeder Besucher sieht so ein Dorf mit anderen Augen, in einer anderen Stimmung und zu einer anderen Tageszeit. Und dadurch kommen auch unterschiedliche Meinungen zustande.

Meines Erachtens ist dieses Dorf durchaus sehenswert. Ich war gerade im Oktober mit Freunden aus Deutschland wieder da, die ursprünglich auch mit großen Vorbehalten in dieses Dorf gefahren waren. Am Ende waren sie sehr begeistert.

Ansonsten kannst Du die gewonnen Tage ja dazu verwenden, mal nach Opuwo zu fahren und Dir dort das Leben auf der Straße zu sehen. Opuwo ist (fast) Afrika pur. Du siehst dort alle Stämme Namibias und die meisten Menschen dort tragen "Stammestracht". Die Ovahimbas auch. Manche meinen aber, dass Opuwo "verkommen" ist, denn die Menschen in Afrika leben anders als wir, manche freuen sich aber auch, dass sie das (fast) ursprüngliche Afrika so erleben können. Auch hier wirst Du wieder viele unterschiedliche Meinungen hören/finden.

Wenn Du die Tour nach Opuwo machst - ich kenne Deinen genauen Tourplan nicht - dann gestalte die Tour so, dass Ihr den Joubert Pass nicht hoch, sondern runter fahrt.

Wenn Du dazu weitere Fragen hast, schicke mir eine pm.

Liebe Grüße von der endlich wieder sonnigen Atlantikküste
Gerd
463 Beiträge · seit 200713. Dez. 2011 · #14
Guten Abend,

vielleicht ein wenig am direkten Thema vorbei,
Ihr mögt mir verzeihen...
jedoch:

Wie sind Eure Eindrücke vom Living Museum der San
im Erongogebirge?

Ich bin da zwar einige Male knapp daran vorbeigefahren,
jedoch noch nie da gewesen,
nun plane ich eine erneute Reise für Februar 2012
und überlege ob es einen halben Tagesausflug wert
ist von einer Unterkunft in der Nähe von Omaruru...

Lieben Dank für jegliche Kommentare!

Heike
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1'816 Beiträge · seit 200814. Dez. 2011 · #15
Tigermamba schrieb:Guten Abend,

vielleicht ein wenig am direkten Thema vorbei,
Ihr mögt mir verzeihen...
jedoch:

Wie sind Eure Eindrücke vom Living Museum der San
im Erongogebirge?

Ich bin da zwar einige Male knapp daran vorbeigefahren,
jedoch noch nie da gewesen,
nun plane ich eine erneute Reise für Februar 2012
und überlege ob es einen halben Tagesausflug wert
ist von einer Unterkunft in der Nähe von Omaruru...

Lieben Dank für jegliche Kommentare!

Heike
Hallo Heike,

wir waren im San-Dorf in Grashoek, ich nehme mal an, dass das ähnlich ist.
Ich fand es deshalb besser als das Himba-Dorf, weil man für die Sachen, die man machen will (Wanderung, Tänze usw) selber dort bezahlt. Bei der Grootberg Lodge zahlt man eine horrende Summe (ich glaube, es waren 850 NAM$) und die guides bringen dann eine Plastiksack mit Essen, evtl. Decken mit.
Mir persönlich ist es lieber, für etwas direkt zu bezahlen, da meldet sich mein trotzdem schlechtes Gesissen nicht so massiv...

LG Boris
27 Beiträge · seit 201114. Dez. 2011 · #16
Hallo Heike,
also das San-Dorf im Erongo kann ich nur empfehlen,wir waren im juni diesen Jahres dort,war sehr schön und für mich in manchen Augenblicken auch unvergesslich.Du solltest gut zu Fuß sein.Einer der San spricht ganz gut english ,das ist also auch kein Problem.
Kurz zum Himba-Dorf: wir sind dort einfach hingefahren, da kam dann ein Guid und die Sache war gelaufen.Vorteil: wir waren ganz alleine und hatten massig zeit uns umzusehen.
Auch das für uns ein eimaliges Erlebnis.
Gruß Michael
Themenstarter100 Beiträge · seit 200614. Dez. 2011 · #17
Hallo Michael,
Kurz zum Himba-Dorf: wir sind dort einfach hingefahren
Wo seid ihr denn hingefahren?

Gruß,
Toemi
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2011
27 Beiträge · seit 201114. Dez. 2011 · #18
Hallo Toemi,
das ist so ca. 20 km südlichvon Kamanjab, ich glaube an
der C 40, ist ein ganz verstecktes Hinweisschild,aber zu sehen.
Du fährst dann so und kommst an ein Tor, da sind die Guids.
Hat natürlich was touristisches ,hält sich aber in Grenzen.
Gruß Michael
723 Beiträge · seit 201114. Dez. 2011 · #19
braunpaul schrieb:Hallo Toemi,
das ist so ca. 20 km südlichvon Kamanjab, ich glaube an
der C 40, ist ein ganz verstecktes Hinweisschild,aber zu sehen.
Du fährst dann so und kommst an ein Tor, da sind die Guids.
Hat natürlich was touristisches ,hält sich aber in Grenzen.
Gruß Michael
Hallo Michael,
nach deiner Beschreibung könnte das das Dorf sein, welches auch vo der Grootberglodge angefahren wird. Durch so ein Tor sind wir auch gefahren. Sieh dir doch mal mein Bild (weiter vorn) an. Vielleicht kommt dir da wrwas bekann vor!
Gruß Reinhard
2'346 Beiträge · seit 200614. Dez. 2011 · #20
Hallo Reinhard,

das kann nicht sein. Das Himba-Dorf, das von der Grootberg Lodge angefahren wird, liegt nördlich von der C40 zwischen Kamanjab und dem Grootberg Pass.

Gruß
Armin