Was ist das Internet?

8 Antworten · 3'096 Aufrufe · gestartet 08. Aug. 2006 von Chrigu
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Themenstarter7'267 Beiträge · seit 200608. Aug. 2006 · #1
Hallo

Ich habe von Carsten Möhle (www.bwana.de) einen Vorschlag für einen Wettbewerb erhalten den ich hier gerne einstelle.

Wie erklärt man Buschleuten das Internet?

Die Erklärung könnt Ihr ganz normal auf Deutsch hier im Forum posten. Zu gewinnen gibt es eine legendäre dreistündige Stadtrundfahrt durch Windhoek mit Carsten Möhle. Den Preis gewinnt derjenige der, nach der Ansicht von Carsten, die verständlichste Erklärung für Buschleute liefert.

In einigen Wochen wird Carsten wieder mit Buschleuten auf Tour sein. Hier hat es noch mehr Infos:
http://www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_joomlaboard&func=view&catid=131&id=19890

Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
1'335 Beiträge · seit 200608. Aug. 2006 · #2
Super Idee!


Welche Voraussetzungen bringen die Buschleute mit? Wissen sie was ein Computer res. Monitor ist und wie der arbeitet?
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Themenstarter7'267 Beiträge · seit 200608. Aug. 2006 · #3
Hallo Parnassia

ich würde einfach mal sagen: Nein, davon darfst Du nicht ausgehen. Das vereinfacht die Aufgabe doch ungemein 🙄

Chrigu
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1'910 Beiträge · seit 200608. Aug. 2006 · #4
Ha da denk ich an den Film der schon oft im TV war, mit der Colaflasche die vom Himmel gefallen ist.

Eine Herausforderung für uns, nicht zu erklären was man damit machen kann...

Ob ein Buschmann oder Frau es gebrauchen können ist wohl hier die Frage welche! Was bringt es "mir" Internet zu haben, brauche ich es fürs Leben ?

Darum... "Was ist das Internet?"

allerbester Gruss, Klaus
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
7'296 Beiträge · seit 200608. Aug. 2006 · #5
Parnassia schrieb:
Welche Voraussetzungen bringen die Buschleute mit? Wissen sie was ein Computer res. Monitor ist und wie der arbeitet?
... das ist 'ne entscheidende Frage. Wenn die nicht mal wissen, was elektrischer Strom ist (was durchaus denkbar ist), dann wirds echt spannend.

Versetzt Euch mal in die Zeit vor 20 Jahren und versucht aus heutiger Sicht, jemandem, der Fernseher und Videorecorder kannte, das Internet zu erklären. Nehmt Euch als Beispiel jemanden aus Eurem Bekanntenkreis mit zwei linken Händen und lauter Daumen dran. Denkt auch mal an die Fehleinschätzung von Bill Gates bzgl. des Internets aus den 80ern. Viel Spaß ...

Das geht nur völlig abstrakt:
Und selbst die Erklärung, man kann mit fremden Menschen weltweit Informationen austauschen, wird auf die Gegenfrage stoßen: "Wofür soll das gut sein?" Die Buschleute wissen -bezogen auf ihren Lebensraum- mehr als alles, was man im Internet nachlesen kann. Welche Informationen sollten sie austauschen?

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
100 Beiträge · seit 200609. Aug. 2006 · #6
Hier ein Vorschlag um das Internet einem Buschmann zu erklären :

Ich gehe mit einem Buschmann einige hundert Meter aus seinem Dorf hinaus und zeige auf eine Steinbockherde die am Horizont erkennbar ist. Ich zeichne diese mit einem kleinen Stock schemenhaft in den Sand mit den markantesten Landschaftsmerkmalen in unmittelbarer Umgebung und dem Dorf. Mit Hand und Fuß wird nun darauf hingewiesen dass nun die Zeit zum Jagen gekommen ist und der Buschmann Hilfe durch seine Stammesangehörigen benötigt. Die Sandzeichnung wird in beide Hände genommen und in den Wind geworfen. Wichtig ist hierbei dass die Windrichtung in Richtung des Dorfes geht. Da man vorher bereits heimlich vor der Hütte eines Freundes des Buschmanns eine identische Sandskizze gemacht hat, wird der Buschmann mit dem man nun zum Dorf zurückrennt sicherlich überrascht sein das selbe Bild bereits im Dorf vorzufinden ist. Er wird zwar sicherlich den Trick durchschauen, aber unser Kommunikationssystem vielleicht erahnen können.
Wenn man die Herde Fotografiert hat und als Bild auf einem Monitor abbildet , dieses dann vor seinen Augen wegklickt und als e-mail auf einem anderen PC wieder aufruft, wird die Erkenntnis über das Funktionieren des Internets vielleicht noch deutlicher.


Gruß Namib2006
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum !
730 Beiträge · seit 200609. Aug. 2006 · #7
Ein interessantes Projekt ist:
CyberTracker
... als praktisches Beispiel
... auch wenn in dem Artikel etwas vom einzigen Computer im Umkreis von 350 km steht, finde ich es gut, eine allg. verständliche Antwort auf die Frage „Was ist...?“ parat zu haben und bin auch gespannt auf die Antworten.

Mir fällt da nur ein Beitrag im deutschen „Bildungsfernsehen“;) ein:
Internet bei der Sendung mit der Maus
...vielleicht als Ansatz zum stark abwandeln.


Die Maus auf dem Vormarsch in die Kalahari:
Striemengrasmaus und Kap-Elefanten-Spitzmaus

Gruß Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
1'335 Beiträge · seit 200611. Aug. 2006 · #8
Es ist schwer für eine nicht bekannte Lerngruppe etwas zu erarbeiten.
Ich bin davon ausgegangen, dass die Buschleute keine Ahnung von Computern haben, aber Maschinen oder Geräte gesehen haben sowie Bücher und Filme einordnen können. Das Ganze ist extremst didaktisch reduziert und mit natürlichen Gegenheiten erläutert, was u.U. die Richtigkeit grenzwertig erscheinen lässt. Aber ein Versuch ist es und der ist ggf. sogar ausbaufähig, vielleicht sogar von Carsten selbst!

Manche Worte können durch die, die in Klammern stehen, ersetzt werden. Wichtig ist, Erklärung mit Handlung (s.u.) zu verbinden.

Vielleicht geht es so:

Menschen benutzen Geräte (Maschinen), die Computer, die so ähnlich sind wie Bücher, sie enthalten Geschriebenes (Worte) und Bilder. Computer aber können mehr als Bücher, denn dort können sich Bilder sich bewegen, es können Filme u.a. gezeigt werden [das kann man nach gusto vertiefen].

Da die Computer so interessant (viel Spaß machen) und die Menschen neugierig sind, wollten die Leute auch gerne mal die Sachen sehen, die Geräte zeigen, die ein anderer Mensch hat. Da sich aber nicht alle besuchen und dann dort in das Gerät schauen können, hatten einige Leute eine prima Idee: Man hat so etwas wie ein Fernglas gebaut, das es einem ermöglicht in das Gerät eines anderen Menschen zu gucken. Das ist kein wirkliches Fernglas, sondern ein Kabel, das aber wie ein Fernglas arbeitet. Dieses Kabel wurde zwischen die beiden Geräte gesteckt und schon konnte man von seinem Computer aus, ohne aufzustehen, die Bilder und Worte im Computer von anderen Menschen ansehen.

(Falls die Buschleute kein Fernglas kennen, kann man das mit „Augen“ erklären, dass Menschen ein Kabel (Schnur) gebaut haben, mit dem „die Augen des Computers“ bis in den Computer des anderen gucken können.)

Ich schlage vor, Wollfäden o.ä. zu verteilen, die die Kabel anschaulich darstellen (jeweils zwischen 2 Buschleuten, die gegenüber stehen einen Faden) und diese Fäden sich überkreuzen zu lassen, damit diese den Eindruck eines Netzes erhalten (Spinnennetze sind ja bekannt!).
Beim ersten Faden erklärt Carsten, dass jetzt der Computer von Buschmann X durch das Kabel mit Guckfunktion in den Computer von Buschmann Y sehen kann. Dann werden weitere Fäden verteilt, hier kann variiert werden, ob der 3. Buschmann mit Buschmann 4 verbunden wird, oder mit den beiden vorangegangen. Dies sollte man überlegen.

Die Kabel (Wolle) sind leider ohne die Fernglas- oder Sehfunktion. Ggf. kann Carsten auch ein Netzwerkkabel zeigen, das eben diese tolle Funktion des „Sehens“ hat, die Augen von Menschen können leider nicht dadurch sehen, nur die „Augen“ von Computern können durch das Kabel die Bilder der anderen Geräte sehen..

Anhand des Fadennetzes aus Wolle könnte Carsten das Wort Internet erklären. Am besten wäre es, wenn er die Buschleute fragt, woran sie das Gebilde, diese vielfältige Überkreuzung der Fäden, erinnert. Möglicherweise kommen sie selbst drauf, dass es an Spinnennetze o.ä. erinnert, das wäre dann eine didaktische Meisterleistung!

Carsten kann dann ggf. weiter erklären, dass man nicht jeden Computer mit jedem anderen verbinden muss, sondern nur bis zu einem ersten „Faden“ gelangen muss, um dann den Computer (das Gerät) von einem anderen anzusehen.
Dies kann man praktisch mit dem Wollnetz von oben nachempfinden:
Gibt es einen Weg von Buschmann X zu Buschmann Y?
Was ist, wenn jetzt Buschmann Z ganz neu hinzukommt, müssen wir ein ganz neues Netz bauen oder geht es einfacher?

Dann kann man erzählen, dass immer mehr Menschen neugierig werden und sich Kabel kaufen und sich verbinden.

Von hier aus kann man vielfältig in die verschiedensten Richtungen weiter erläutern (wenn es noch nicht genug ist):
Dass sich nicht jeder in seinen Rechner gucken lassen möchte, dass man manche Sachen geheim hält, dass man extra Bilder macht, die für andere sind, dass es Menschen gibt, die sich über Namibia und ihre Buschleute informieren und dann man sogar Nachrichten verschicken kann, dass manche auch damit Spionage betreiben, Betrügereien möglich sind …

Es ist natürlich total didaktisch reduziert! Es ist mir klar, dass viele wichtige Elemente, wie die interaktiven Teile und Kommunikation (wie das Namibia-Forum) ausgespart (oder nur vage angesprochen) werden. Das ist leider so.
Liebe Grüße
Cora
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1'287 Beiträge · seit 200614. Aug. 2006 · #9
Sehr geehrte Forumgemeinde,

mit den ersten Hinweisen können wir schon ein wenig anfangen. Wir suchen immer noch nach einer geeigneten einfachen Beschreibung.

Bei einigen der Buschleute wird der Computer "Clever machine" genannt.

Wir versuchen zur Zeit Erläuterungen, bei denen die Ahnen und Ahnengeister eine Rolle spielen, mit einzubringen.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle <br><br>Post geändert von: Carsten Möhle, am: 14/08/2006 03:06