Tanja und AndyThemenstarter7 Beiträge · seit 201103. Nov. 2011 · #1
Hallo
Wir möchten im April 2012 den Khowarib Trail vom Galton Gate kommend Richtung Sesfontain fahren. Wir haben einen Toyota Hilux 3TD und sind Anfänger im Offroad fahren.
Ist das möglich mit diesem KFZ? Was müssen wir außer genug Sprit (wo würdet Ihr nocheinmal volltanken) und genug Wasser beachten.
Viele Grüße
Tanja und Andy
Topobär5'479 Beiträge · seit 200903. Nov. 2011 · #2
Der Wagen ist auf jeden Fall geeignet. Erkundigt Euch vor Ort über den Zustand der Strecke. Kommt Ihr aus dem Ostteil des Etosha NP? Dann ist Okaukuejo die letzte Tankstelle, die Ihr auf jeden Fall nutzen solltet. Habt Ihr Navi oder gutes Kartenmaterial?
JABULANI250 Beiträge · seit 201003. Nov. 2011 · #3
... als Anfänger würde ich diese Route nicht fahren, hat einige haarige Stellen... schau mal wie es den armen Landcruiser „verbiegt“... dann noch viel Tiefsand und Bulldust...
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)
ALalbrechtj123236 Beiträge · seit 201003. Nov. 2011 · #4
Hallo, ich bin im Feb.11 von hinten vom Kadescha Kontrollpoint durch die Schlucht gefahren, obwohl ich kein Änfänger bin bin ich bei den Flußüberqerungen ganz schön ins schwitzen geraten.Einmal währe ich ohne Hilfe eines Einheimischen der plötzlich dastand nicht über den Fluß gekommen, wir haben gemeinsam eine geeignete Stelle gesucht. Wir waren zuvor im Marienflußtal das war einfacher. Ich würde als Änfänger nicht unbedingt die Khowaribschlucht aussuchen.
Gruß Albrecht
Tanja und AndyThemenstarter7 Beiträge · seit 201103. Nov. 2011 · #5
Ja Navi haben wir.
Kommen aber direkt aus dem Westteil Etosha / Galton Gate.
das Hauptproblem ist meines Erachtens, dass es im April in der Ecke mit einiger Wahrscheinlichkeit noch regnet. Die Piste kann sich dann in wenigen Stunden gravierend verschlechtern und die zahlreichen Querungen des Hoanib unpassierbar werden.
Ich schließe mich den Vorrednern NICHT an. Wir sind als absolute Anfänger dieses Jahr im September (!!!) durch die Khowarib-Schlucht gefahren. Es gibt eine Süd- und eine Nord-Route. Wir sind die Südroute gefahren.
* Man sollte sich auf jeden Fall vor dem Einstieg vor Ort nach der Strecke erkundigen. Natürlich können die Bedingungen zu einer anderen Jahreszeit erheblich anders sein. Die kleinen Furten, die wir duchquerten, waren alle sandig und wenn das alles Matsch und das Wasser hoch ist, ist es bestimmt schwieriger zu fahren.
* Man hat keinen Handy-Empfang dort.
* Es gibt sehr viele Tracks, ein GPS ist mehr als hilfreich, um durch die Schlucht zu navigieren.
* Ausreichend Wasser und Proviant für einige Tage, und auch ein Begleitfahrzeug sind sinnvoll. Auch wenn wir leider viel schneller durch die Schluchtr durchwaren, als wir wollten.
* Auf der Südroute gibt es kaum Bulldust, jedenfalls hat er uns nicht behelligt. Dafür fährt man ein ganzes Stück durch das Flussbett, was landschaftlich nicht mehr ganz so reizvoll ist. Aber dafür haben wir dort viele ECHT wilde Tiere gesehen. Auch Giraffen und Leoparden(spuren).😗
Wir sind auf KEINE brenzligen Passagen gestoßen, auch wenn es sich vom Fahrersitz aus anders angefühlt hat. Aber die gefühlten 40° Neigung waren nichtmal 10°, von außen betrachtet. Es war landschaftlich, vor allem im ersten Teil von der Khowarib Lodge aus gesehen, traumhaft schön und das Fahren hat superviel Spaß gemacht.
Da ich vor unserer Tour auch nur wenige und sehr widersprüchliche Informationen gefunden habe, möchte ich hier eine Dokumentation über unsere Tour durch die Schlucht einstellen. Das wird aber noch ein bisschen dauern... Aber bis 2012 ist ja noch was Zeit! 😉
Geht mit dem nötigen Respekt ran, aber lasst euch das Abenteuer nicht entgehen!
Viele Grüße!
tom
Wir hatten das Pech, dass es im Etosha viele Buschfeuer gab, sodass wir mehrere Tage, leider auch in der Khowarib, keinen tiefblauen, sondern eher grauen Himmel hatten... trotzdem fanden wir es schön!
PS: Schick mir doch mal deine E-Mail Adresse, dann kann ich dir eine nette, alte Doku über den Trail in deiner Fahrtrichtung senden. 🙂
LandRobert351 Beiträge · seit 200803. Nov. 2011 · #8
Hallo,
also ich würde sagen, ein Problem liegt auch in der Reisezeit. Und im März/April kann einem der Regen leider noch einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen !
Schöne Grüße aus Bayern
Niemals aufgeben !
JABULANI250 Beiträge · seit 201004. Nov. 2011 · #9
Na ja Marlowe ... Foren wie dieses sind schnell einmal Anleitungen zum Leichtsinn ...
Vor 2 Jahren sind wir durch die Schlucht, im April. Es hatte eigentlich nicht viel Wasser. In der Mitte etwa sind wir auf ein relativ entnervtes Paar aus Nord DE gestossen. Sie sind mit ihrem Highlux bis zum Chassis mit allen vier Räder im Sumpf gesteckt. Da ging gar nichts mehr und 2 Tage später hätten sie zurückfliegen sollen ...
Wir haben dann von Kamanjab eine Bergung organisiert .... keine Ahnung was das am Ende gekostet hat und wie lange es gedauert hat, bis die wieder fahrtüchtig waren, den Flug haben sie mit Sicherheit verpasst..
Gruss Tom
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)
heuchef911 Beiträge · seit 200704. Nov. 2011 · #10
Philip Marlowe schrieb: PS: Schick mir doch mal deine E-Mail Adresse, dann kann ich dir eine nette, alte Doku über den Trail in deiner Fahrtrichtung senden. 🙂
@ Tom, ist das der Bericht, den ich Dir geschickt hatte? - Dann brauche ich ihn nicht mehr zu schicken....B)
@Albrecht:
Wir sind die Khowarib schon mehrere Mal gefahren, immer im Juli August, also praktisch trocken.
Schwierigkeiten, die für einen erfahrenen guten Autofahrer (der im Leben nicht nur Autobahn gefahren ist)sehr große Probleme machen, haben wir da nicht gesehen. Man sollte etwas offroad-Erfahrung habe und an manchen Stellen natürlich äußerst vorsichtig fahren.
Ohne GPS (oder Garmin nüvi mit T4A) würde ich es wegen der unzähligen Fahrspuren nicht machen.
Wohlgemerkt: Unsere Erfahrungen gelten für die trockene Zeit. Wenn es mehr Wasser gibt, haben wir auch schon unsere anderen Erfahrung gemacht 🤨 :
und das machte dann schon mal 3 Stunden harte Arbeit 🤩 🤩 🤩
(Das war aber im Ugap)
Mit zwei Fahrzeugen unterwegs zu sein, ist dann schon mal ein Vorteil.
heuchef schrieb: @ Tom, ist das der Bericht, den ich Dir geschickt hatte? - Dann brauche ich ihn nicht mehr zu schicken....B)
Ja, genau!! 🙂 Vielen Dank nochmal. 😉
Zur Khowarib: Ich denke es ist immer entscheidend, wie man insgesamt fährt und sich verhält. Wir haben in 27 Tagen keinen Reifen zerstört, aber von Leuten gehört, die in kürzerer Zeit 4 komplett neue Reifensätze auf normalen Schotterstraßen geschrottet haben. Da frag ich mich, wie das gehen soll. Aber es scheint zu funktionieren.
Ich kenne den Zustand der Khowarib-Schlucht im April nicht und mehr Wasser gibt es unglaublich viele Abschnitte, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie sehr schlammig sein können. Aber die Khowarib gilt wohl (nicht nur) bei den Einheimischen als ganzjährig befahrbar.
Ich weiß nicht, ob ich sie gerne bei viel Schlamm befahren würde, in der Trockenzeit war es -auch für uns als Anfänger- gut machbar und schön.
🙂
heuchef911 Beiträge · seit 200704. Nov. 2011 · #13
Hallo Bloke,
Ganz einfach:
Du fährst im Flussbett den Reifenspuren eines früheren Fahrzeugs nach und denkst, dass du da auch durchkommst, wo der durch kam. Und plötzlich wird es muddy 🤩 . Allrad ist natürlich drin, auch low gear. Also noch mal ganz kurz probieren wirklich ganz kurz, aber schon ist er eingegraben.
Und erst dann siehst du, dass die andere Reifenspur 10m weiter in ähnlichen 4 Löchern endet, wie Du sie gerade gemacht hast 😵 .
Der größte Fehler : wir hätten uns 8km davor bei der white Lady Lodge ja mal nach der Befahrbarkeit dieser Strecke erkundigen können 😊 .
Aber alles ging gut, auch der Muskelkater war bald weg und man hat was zu erzählen 😗 .
Falls wir nicht selbst klar gekommen wären, hatten wir übrigens ein Sat-phone dabei, das ist auf solchen Strecken schon eine gewisse Lebensversicherung .
Bloke1'920 Beiträge · seit 200804. Nov. 2011 · #14
heuchef schrieb:Hallo Bloke,
Ganz einfach:
Du fährst im Flussbett den Reifenspuren eines früheren Fahrzeugs nach und denkst, dass du da auch durchkommst, wo der durch kam. Und plötzlich wird es muddy 🤩 . Allrad ist natürlich drin, auch low gear. Also noch mal ganz kurz probieren wirklich ganz kurz, aber schon ist er eingegraben.Und erst dann siehst du, dass die andere Reifenspur 10m weiter in ähnlichen 4 Löchern endet, wie Du sie gerade gemacht hast 😵 .
Der größte Fehler : wir hätten uns 8km davor bei der white Lady Lodge ja mal nach der Befahrbarkeit dieser Strecke erkundigen können 😊 .
Aber alles ging gut, auch der Muskelkater war bald weg und man hat was zu erzählen 😗 .
Falls wir nicht selbst klar gekommen wären, hatten wir übrigens ein Sat-phone dabei, das ist auf solchen Strecken schon eine gewisse Lebensversicherung .
Grüße Helgi
Hi Helgi
AUTSCH !!!!!!!!!!!!
Das ist der Stoff aus den die Geschichten gemacht werden , die du dann deinen Enkeln erzählen kannst 😄
Bitte fahrt als Anfänger NICHT durch die Khowarib Schlucht im April!
Wie schon erwähnt: Eure avisierte Reisezeit liegt am Ende unserer Regenzeit! Die Lehmböden sind naß und der Hoanib wird noch Wasser führen! Die Pfade zur und durch die Schlucht sind schon in der Trockenzeit nicht einfach zu befahren!
FAHRT NICHT DIESE STRECKE!
Besorgte Grüße aus Windhuk!
Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
Hanne6'152 Beiträge · seit 200605. Nov. 2011 · #16
Hallo Olli,
endlich kommt die Warnung - nicht fahren, danke. Wir sind die Strecke vor Jahren mit Hubertus von Ekongo gefahren - auch für ihn war es nicht einfach- obwohl er diese Strecke schon einige Male gefahren war.Wir waren froh, ihn als Fahrer gehabt zu haben. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Bin ich froh daß es doch noch Leute gibt mit Verantwortungsbewußtsein.
Unerfahrene Touris die von Etoscha kommen in die Khowarib-Schlucht zu schicken mit dem einfachen Hinweis sich doch vorher nach dem Zustand der Tracks zu erkundigen und vorher vollzutanken ist doch mehr als fahrlässig. Bitte bei wem sollen sie sich denn erkundigen? Steht ja nicht alle paar Meter jemand am Weg der Bescheid weiss.
Am vernünftigsten bei Carsten Möhle oder noch besser bei Uwe von der Falkenbergarage in Kamanjab, weil er es sein wird , der dort liegen gebliebene Fahrzeuge bergen wird.
Aber woher soll das ein Selbstfahrerneuling wissen?
Die häufigsten Tipps kommen von Leuten die kaum als Selbstfahrer in Eigenverantwortung unterwegs waren, sondern mit gut organisierten Gruppenreisen. Genau diese geben hier dann die "guten" Tipps und das völlig ohne Rücksicht auf die Jahreszeit.
Entschuldigt bitte daß ich so direkt bin aber, das muß auch einmal gesagt werden denke ich.
LG Lumela
DSds34mail9 Beiträge · seit 201223. Okt. 2012 · #18
Hi, wir sind die Strecke West->Ost letzte Woche gefahren - da war es erwartungsgemäß sehr trocken. Wir sind dann recht bald auf einen festgefahrenen Hillux gestoßen, der komplett im Powder Dust steckte... Im Troß dann weiter und dann schnell noch mal nen Ford Ranger ausgraben.
Allein sollte man diese Strecke auch bei Trockenheit nicht machen.
mit meiner Frau habe ich die Strecke bereits 2008 im Alleingang befahren, von Ost (Kamanjab ) aus nach Warmquelle,im Dezember - alles trocken, trotzdem im Bett war immer wider mal Wasser, bevor wir aber dahin kamen saßen wir einige Stunden in sengender Hitze im Dust fest - ist genauso besch... wie im Wasser. Konnten uns aber selbst befreien. Die Entschädigung für den leichten Stress war die Sicht auf eine wunderbare Landschaft.
Potje schrieb:Fazit : Für Anfänger ist das Nichts - Hände weg !
Das kann ich nur unterstützen. Wir sind vor 2 Wochen durch, von West nach Ost. Ich war 2-3 Mal ganz schön gefordert, - und das Auto auch 😉 . Der Powderdust ist stellenweise ganz schön arg, vor allem weil man den Untergrund, der z.T. ganz schön holperig ist, nicht sieht. Wenn die Staubwolke dann noch über die Motorhaube kommt, ist es endgültig vorbei mit der Fahrt nach Sicht, dann hilft nur noch das Popometer.