Löwen töten Kinder

13 Antworten · 6'843 Aufrufe · gestartet 25. Juli 2006 von Crazy Zebra
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Themenstarter3'766 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #1
Hallo Zusammen,

ich erinnere mich neulich in einem Tread die Frage gelesen zu haben ob Löwen Menschen nicht als natürliches "Futter" ansehen!

In folgendem Artikel den ich aus der Zeitung kopiert habe, sollte diese Frage geklärt sein.

Ich bitte jetzt schon keine Polemik aufkommen zu lassen, zu tragisch ist dieser Fall, aber immer wieder scheinen Touristen die Löwen in Etoscha im Krügernationalpark und anderswo mit Hauskatzen zu verwechseln.
(im Artkel geht es nicht um Touris)
Wer hat nicht schon Touristen gesehen die aus dem Auto aussteigen obwohl Verboten um das "Foto seines Lebens" zu machen. So schön wie die Natur in Afrika ist, ist sie noch immer wild (und wird es hoffentlich auch bleiben) Besonders in Jahreszeiten mit reduziertem "Nahrungsangebot" ist ein Touri dann halt auch nur ein "Appetithäpchen". Also immer schön die Zelte verschliessen 😗

Wie gesagt, dieser Artikel soll nur Informativ sein!!

Artikel -->

Löwen töten in Ostkenia vier Kinder

Ein Rudel Löwen hat im Osten Kenias vier Kinder getötet. Die zehn Raubtiere fielen die Kinder Berichten von Anwohnern zufolge in einem Haus an, in denen die Kleinen schliefen.

Das jüngste Opfer sei ein einmonatiges Baby gewesen, sagte der Vize-Polizeichef der Region Garissa rund 300 Kilometer östlich der Hauptstadt Nairobi. In einem Nachbargebäude seien drei weitere Menschen verletzt worden.

Die Tiere seien vermutlich wegen der anhaltenden Trockenheit auf der Suche nach Futter in das Wohngebiet eingedrungen, wo sie auch 34 Ziegen gerissen hätten. Bereits im vergangenen Monat waren in derselben Region vier Menschen von Löwen getötet worden.

In Ostafrika werden Löwen, die Menschen anfallen, Man-eater genannt. Das Phänomen ist äusserst selten. Der berühmteste Fall ist jener von Tsavo im heutigen Kenia von 1898, als zwei Löwen mehrere Arbeiter der ugandischen Eisenbahn töteten, die über dem Tsavo-Fluss eine Eisenbahnbrücke bauten.

Diese Geschichte und die Geschichte der Jagd auf die beiden Men-eater wurde 1996 mit Michael Douglas und Val Kilmer verfilmt in «The Ghost an the Darkness».

Quelle: SDA/ATS
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1'155 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #2
Die Regel ist, dass Löwen Menschen nicht anfallen, falls sich diese richtig Verhalten.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Nimmt man den Kazten die Nahrungsgrundlage werden sie zu Menschenfressern.

Sehr drastisch wird einem dies in Indien in den Sunderbans vor die Augen geführt. Dort hat der Mensch das Territorium der Tiger so stark eingeschränkt, dass sich die Katzen zwangsläufig auf Menschen spezialisiert haben..

...und ein Löwe oder Tiger der schon einmal einen Menschen angefallen hat wird es immer wieder tun. Es gab vor ein paar Jahren ein Rudel im Krüger, dass sich auf Flüchtlinge die illegal durch den Park von Mocambique nach RSA geflüchtet sind "spezialisiert" hat...

Man eater sind aber sehr selten...in Etoscha und Bostwana gibt es keine..
221 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #3
... in Malawi gab es vor etwa 2 Jahren regelrechte Hyänenüberfälle auf Dörfer. Mit etwa 5 Toten und unzähligen Verletzten. (MIt den Zahlen bin ich mir nicht mehr ganz sicher) Die haben ebenfalls Leute aus den Hütten gezogen und vorwiegend Kinder angegriffen. Das endete erst, als die Tiere alle abgeschossen waren.

Malawi = total überbevölkert, wenig Lebensraum für die Tiere.
Gruss
Roland www.dt800.de
291 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #4
Sowas ist natürlich schlimm, aber man sollte es natürlich nicht zu allgemein sehen. Wenn den Tieren, egal welchen, die Lebensgrundlage genommen wird, bzw. der Lebensraum eingeschränkt wird, kommt sowas vor. Kinder sind dann besonders gefährdet.

Grundsätzlich bleibe ich aber bei meiner Aussage, das Löwen den Menschen nicht als ihr natürliches "Futter" ansehen. Auch richtig ist allerdings: Es sind keine Kuscheltiere!

Gruss,
Christian
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1'130 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #5
www.dt800.de schrieb:
... in Malawi gab es vor etwa 2 Jahren regelrechte Hyänenüberfälle auf Dörfer. Mit etwa 5 Toten und unzähligen Verletzten. (MIt den Zahlen bin ich mir nicht mehr ganz sicher) Die haben ebenfalls Leute aus den Hütten gezogen und vorwiegend Kinder angegriffen. Das endete erst, als die Tiere alle abgeschossen waren.

Malawi = total überbevölkert, wenig Lebensraum für die Tiere.
Gruss
Roland www.dt800.de
das hatten wir doch auch vor einiger Zeit auf den Camps im Bereich Seesriem, mehrere Schwerverletzte.
Aber warum so weit weg, in den letzten Tagen zwei Übergriffe durch Hunde mit Todesfolge in Deutschland, mehrere Tote durch Ellis in Thailand, Bärenübergriffe in Aspen, mehrere Tote durch Bären in Rumänien, Elch tötet Wanderer in Nordschweden, Kühe greifen Wanderer auf der Alm in Österreich an usw.usw.
Was soll uns das alles sagen?
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
749 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #6
hallo an alle,

da darf ich auch noch zwei Geschichten beitragen:

die alten Hasen in Bezug Namibia erinnern sich sicher an den (ich glaube Münchner) Studenten, der 93 oder 1994 in Okaukejo von einem Löwen getötet wurde. Der Student ist auf einer dieser Bänke am Wasserloch eingeschlafen. War damals in allen Zeitungen.

Und noch eine Geschichte:
1993 in Zimbabwe, Manapools sitzen wir abends im Zeltcamp am Lagerfeuer. Der Ranger erzählt uns - wie üblich - unglaubliche Geschichten, Jägerlatein. Unseren Freunden - zum ersten Mal in Afrika - läuft das Grauen über den Rücken. Unter anderem hören wir folgende Geschichte:
ein anderer Ranger hat etwas flußaufwärts eine kleine Hütte. Sitzt eines abends, das Fenster ist offen, in seiner Hütte, als ein Löwe mit seiner Pranke durch das Fenster den Ranger skalpiert.
Wir haben unsere Freunde mit Engelsgeduld versucht zu überzeugen, dass dies nun wirklich nur Jägerlatein ist. Trotzdem haben sie die ganze Nacht kein Auge zugetan und uns bei dem leisesten Geräusch vor Angst aufgeweckt.
Am nächsten Morgen machten wir einen Gamedrive. Es kam uns ein anderer Jeep entgegen und stoppte. Ich dachte noch, der sieht aber komisch aus. Und ihr dürft es wirklich glauben, es war der Skalpierte !

Man/frau soll sich trotzdem nicht verrückt machen, Solche Dinge passieren leider mal, aber doch eher selten.

Grüße Wüstenfee
221 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #7
... also dann auch noch eine kleine Geschichte. Ein Bekannter, der gelegentlich mit uns auf Tour ist, hat jetzt gerade Sambia durchquert. Im N-Luangwa NP hat er eine Geräusch an seinem Auto. Steigt aus und bemerkt als er vorne am Kotflügel ist 2 m neben sich einen Löwen .... schleicht zurück zur Türe und kommt unverletzt ins Auto.
Glück muss man haben.
Gruss
Roland www.dt800.de
1'457 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #8
. . . . und den "skalpierten" hat man dann erst gefunden ? man hat sich nicht auf die Suche nach ihm gemacht ? und woher wusste man dann, dass er skalpiert war ?? 🤨

- war das in Okaukejo damals nicht ein Leopard ?
221 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #9
Okaukuejo war ein Löwe. Daraufhin hat man den Zaun erhöht. An dieser Stelle saßen wir auch schon manchen Abend....
Gruss
Roland www.dt800.de
1'130 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #10
Sind da auch nicht letztens einige Löwen auf der Flucht vor Ellis durchs Camp marschiert und wurde da nicht ein Löwe direkt an der Mauer erschossen, weil einige Touris glaubten, sie müßten ihn aus wenigen Metern Entfernung beim Essen fotografieren?
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
749 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #11
hallo Konno,

den Ranger hat man, wie weiß ich nicht mehr, blutüberströmt in seiner Hütte gefunden. Das war wohl eine Jahr davor.
Als wir ihn an diesem Morgen im Jeep trafen, sah man an den Narben
(d.h. der ganze Kopf war voller Narben) dass es der Skalpierte war.
Unser Fahrer hat uns dies auch bestätigt.

Wüstenfee
1'457 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #12
*hust* hi wüstenfee nun habe ich es verstanden DANKE !, ich sollte mir manchmal doch mehr Zeit zum Lesen nehmen. Dachte schon ihr habt den im blutigen Zustand gefunden. Das kam mir spanisch vor, nachdem ihr die Story am Abend vorher gehört habt. . . 😊<br><br>Post geändert von: konno, am: 26/07/2006 00:48
249 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #13
Kommt ans Voodoo-Treffen da erzähl ich euch die Geschichte von unsere Löwenbelagerung in der Zentral-Kalahari.
Erika,Toni und Gisi haben es auch überlebt.
peter
Themenstarter3'766 Beiträge · seit 200625. Juli 2006 · #14
peterB schrieb:
Kommt ans Voodoo-Treffen da erzähl ich euch die Geschichte von unsere Löwenbelagerung in der Zentral-Kalahari.
Erika,Toni und Gisi haben es auch überlebt.
peter
Da wär ich nur zu gerne dabei, leider bin ich am Tatoo in Edinburg, aber ich wette die Geschichten gehen bis zum nächsten Jahr nicht aus😃
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