Windhoek in den Norden zu den Vic Fällen

13 Antworten · 2'588 Aufrufe · gestartet 07. Aug. 2011 von rueckkehrerin
Bilder klein
Antworten
Themenstarter2 Beiträge · seit 201107. Aug. 2011 · #1
Hej alle zusammen,

nach über zwölf Jahren habe ich vor wenigen Tagen mich entschlossen aus Berlin für drei Wochen zu flüchten und meinem absoluten Traumland Namibia einen Besuch abzustatten. Klar denken sicherlich jetzt einige von euch, ich sollte so etwas länger Planen. Nun... jetzt der Flug gebucht. 🙂 Ich hoffe sehr einige von Euch sind nicht über meine Spontanität zu entsetzt und können mir einige Fragen beantworten. Ich fliege Anfang September los und werde sehr wahrscheinlich bis Okahandja erstmal alleine sein 🙁 , da mein Vater zu dieser Zeit bei Bekannten in der Nähe dort sein wird. Da mein Vater jetzt schon mehrmals in der Etoscha Pfanne war und in Swakopmond (auch dieses Jahr), habe ich mir eine Alternativroute ausgedacht (siehe unten).

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir sagen könntet, ob dies realistisch ist oder nicht?
Weiß jemand, wie die Strassenverhältnisse im Norden/Caprivizipfel sind?
Brauchen wir eine Allradantrieb?
Was ist besser von Katima Mulilo über Sambia zu den Vic Fällen zu fahren oder über Kasane?
Kennt jemand jemanden der vielleicht auch Shuttle oder so ähnliches zu Katima Mulilo zu den Vic Fällen anbietet? Irgendwie habe ich dazu im Internet nichts gefunden oder ich war blind.
Wenn sich jetzt jemand fragt, warum wir nicht über Botswana zurückfahren. Weil wir wieder in die Nähe von Okahandja zurückkehren wollen.

Tag 1
Windhoek Flughafen - Grootfontein (ich weiß, ist eine ziemlich lange
Route, eventuell bauen wir eine Zwischenstopp am Waterberg ein)

Tag 2
Grootfontein - Divundu

Tag 3
Divundu

Tag 4
Divundu - Kongula

Tag 5
Kongula

Tag 6
Kongula - Katima Mulilo über den Mudumu National Park

Tag 7
Katima Mulilo - Vic Fällen

Tag 8
Vic Fällen - Kongula

Tag 9
Kongula - Rundu

Tag 10
Rundu - Waterberg

Tag 11
Waterberg - zu Bekannten in der Nähe von Okahandja

Vielen vielen Dank schon mal im Voraus Ich bin sehr dankbar für jeden Rat.
114 Beiträge · seit 200907. Aug. 2011 · #2
Hallo Rückkehrerin,
ist doch nicht schlimm das ganze jetzt spontan zu buchen, musst du deine Vorbereitungen halt ein wenig intensivieren- was aber ja nichts anderes heisst als "geballte Vorfreude in kurzer Zeit"!
sagtest du nicht drei Wochen und reist du erst alleine und ab Okahandja mit deinem Vater? Ob Allrad oder nicht kannst du hier im Forum lesen! I.d.R. bis in den Caprivi nicht(mit Ausnahmen z.B. Lodges Zufahrten), aber ab da könnte es Naß und in den Nationalparks auch schwer für nen normalen PKW sein. Aber was sagt denn dein Vater?
Gruß
Themenstarter2 Beiträge · seit 201107. Aug. 2011 · #3
Hej,

ja geballte Vorfreude pur! Bzgl. 2x4 oder doch 4x4 gibt es hier im Forum doch sehr unterschiedliche Anmerkungen.
Geplant ist, dass ich in Windhoek am Flughafen mich ins Auto setze und dann weiterfahre und in der Nähe von Okahandja meinen Vater abhole und dann geht es zu zweit weiter. Alleine würde ich mich nicht auf die Reise machen! Bzgl. 2x4 oder doch 4x4 kann mein Vater auch nichts Konkretes sagen. Er kennt ja auch nur die guten asphaltieren Strassen bzw. die guten schotterpisten und da brauch man jetzt definitiv kein 4x4.

😐 Daher bin ich auf aktuelle Tipps sehr angewiesen, weil so langsam müsste ich auch mal ein Auto reservieren.

18 Tage werden wir dort sein, also ich. Wir besuchen halt noch Freunde und daher ist die Route in den Norden - Vic Faelle auf max. 12Tage begrenzt.
5'538 Beiträge · seit 200808. Aug. 2011 · #4
Hallo Rückkehrerin,

ich denke, dass Du keinen 4 x 4 brauchst auf dieser Strecke und um diese Zeit.

Die Strecke Windhoek nach Grootfontein ist lang, aber es ist alles asphaltiert und Du solltest - auch bei Einhaltung der 120 kmH, was ich unbedingt wegen der Radarfallen auf dieser Strecke empfehle - in etwa 6 - 7 Stunden da sein. So viel gibt es unterwegs nicht zu sehen und ich würde auf den Zwischenstopp verzichten. Was mich erstaunt, dass Ihr in Kasane keinen Aufenthalt einplant. Da solltet Ihr mindestens zwei Tage = drei Nächte einplanen. Ihr könnt mal versuchen, in der Water Lily Lodge unterzukommen. Die ist preiswert. In Kasane müsst Ihr unbedingt einen Bootstrip auf dem Chobe einplanen. Wird von Walter in der Water Lily angeboten. Am zweiten Tag würde ich dann mit dem Shuttle von Kasane nach Vic Falls fahren. Dafür könnt Ihr notfalls, aber wirklich nur notfalls, auf Katima verzichten.

Wenn Ihr nicht nach Kasane wollt, dann fahrt von Katima aus zur Kalizo Lodge und bleibt da zwei Tage. Die arbeiten auch mit Walter von der Water Lily zusammen und organisieren den Trip zu den Vic Falls.

Ansonsten verstehe ich ja, dass Ihr gerne bei Bekannte seid, aber ich würde trotzdem meinen Besuch dort zugunsten der tollen Fahrt auf drei Tage beschränken und die gewonnenen Tage "unterwegs" verbringen.

Liebe Grüße
Gerd
3'491 Beiträge · seit 200608. Aug. 2011 · #5
Hallo Rückkehrerin,
alles, was Du jetzt noch tun kannst, steht unter riesigem Zeitdruck und dem generellen Vorbehalt der Mach- und Buchbarkeit. Das ist eben der Preis der Spontanität - und macht sich dann auch bei bei den Lodgepreisen bemerkbar.
Am Ankunftstag gleich bis Grootfontein fahren zu wollen, halte ich für sehr unglücklich. Fahr bis Okahandja und bleib dort die erste Nacht.Dann am nächsten Tag bis Grootfontein, wobei ich mich frage, was Du dort willst ( außer übernachten) ?
Grootfontein - Divundu geht auch, ist aber bloße km-Fresserei. Bei Divundu unterstelle ich, dass Ihr nicht im Ort, sondern nahe des Mahangu-NP übernachten wollt. Da gibt es ja einige Lodges ( Ndhovu und Mahangu Lodge z.B.)
Für Divundu - Kongala gilt Ähnliches:das Kwando Camp scheint mir dort eine gute Empfehlung zu sein.
Von Kongola würde ich bis Kasane durchfahren und dort versuchen unterzukommen. Kasane hat viele Unterkunftsalternativen und bietet die gute Möglichkeit, per Shuttle zu den Fällen zu fahren.
Und zurück geht es dann, was ich schlicht langweilig finde, über die B8 wieder zurück wie von Dir geplant.Also Kongola-Rundu-Waterberg-Okahandja. Nur blöde Fahrerei ohne neue Eindrücke.Schade drum, aber bei Deinem Zeitkorsett geht es wohl nicht anders.
Für die gesamte Tour brauchst Du absolut kein 4x4. Du wirst fast ausschließlich auf Teerpad oder guter Gravelroad unterwegs sein.
Gruß Joli
1'223 Beiträge · seit 201008. Aug. 2011 · #6
rueckkehrerin schrieb:Hej alle zusammen,

für jeden Rat.
In kurzen Worten, ich habe beide Varianten Victoriafälle vergangenes und dieses Jahr abgefahren. Meine erste Wahl wäre Livingstone, und zwar über Katima Mulilo/ Sesheke, denn die Fähre Kazangula von Kasane aus ist ein Moloch.
Die zambische Seite der Victoriafälle ist die Schönere.

Wenn Du stramm und konstant fährst, kannst Du die Strecken wie folgt ablegen (früh losfahren und wenige kurze Pausen):

Tag 1: Windhoek bis Popa Falls (das staatliche Camp hat
Chalets, die Anlage ist OK)
Tag 2: Popa F. über Katima Mulilo/ Sesheke nach Livingstone
Ankunft abends.
Größenordnung: Windhoek/ Katima sind ca. 1500 km

Gute Anlaufstelle in Livingstone (war vor 6 Wochen dort) ist die Waterfront Lodge/ Camping.

Unbedingt empfehlenswert ist in jedem Falle ein Hubschrauberrundflug mit Batoka Sky Helicopter, die gleich ganz nahe der Waterfront Lodge angesiedelt liegen.
Kosten US $ 140 p.P.

Wenn Du unbedingt für das bereits Bezahlte noch einmal zahlen willst, kannst Du über die Brücke und Grenzübergang auch auf die Zimbabwische Seite wechseln und Dir diese auch noch anschauen. Auf beiden Seiten der Grenze stehen eine Unmenge Taxis. Ich täte es nicht. Das Geld wäre im Hubschrauberflug besser angelegt. Da siehst Du alles, sogar Elefanten und Hippos entlang des Flusses.

Für die gesamte Strecke reicht in jedem Falle ein ganz normaler PKW, sogar ein Kleinwagen, da durchgehend asphaltiert und gute Straßen vorhanden sind.

Viel Spaß!
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2011
3'700 Beiträge · seit 200908. Aug. 2011 · #7
Hallo,

der Helikopterflug ist mit an Spaziergang direkt parallel zu den Fällen nicht zu vergleichen. Es sind fotografisch total unterschiedliche Perspektiven. Livingstone Denkmal, Devils Cataract etc. kann man m.E. nur von ZIM aus sehen.

Botswana2011-1567.jpg


Auf Zimbabwe-Seite kostet der Heliflug nur $ 125,00. Da hat man mal eben zu zweit $50 gespart. Wenn man die Fälle in ganzer breiter zu Fuß abwandern und fotografieren will, geht das m.E. nur von Zimbabwe-Seite (Victoria Falls National Park, Eintritt $30 pP). Dann müsste man auch noch Visumsgebühr und Shuttle zahlen, um vom Sambia nach Zimbabwe zu kommen.

Botswana2011-1666.jpg


Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
5'538 Beiträge · seit 200808. Aug. 2011 · #8
Hallo Rückkehrerin,

ich muss Marina Recht geben. Von der Zimbabwe-Seite hast Du mehr von den Fällen. Außerdem kenne ich weder von Katima noch von Kasane keinen Shuttle, der die Sambia-Seite anfährt.

Liebe Grüße
Gerd
1'223 Beiträge · seit 201008. Aug. 2011 · #9
Gerd,
es ist nicht nach Shuttle, sondern nach Anfahrtmöglichkeiten gefragt worden.

Wer beide Seiten nicht ausgiebig gesehen hat, sollte nicht von "besser" reden.

Das Schöne sind auf Zambischer Seite sind die zwei Inseln mit ausgedehnten Wander- bzw. Uferwegen wegen, wo Du im oberen Bereich auch direkt das Wasser erreichen kannst. Und wenn Du so heiß auf ein Denkmal bist, kannst Du das Denkmal der Gefallenen Nord-Rhodesiens ausgiebig betrachten. An den Fällen.

Wenn ich wieder die Wahl habe, wäre meine ERSTE Präferenz Livingstone/ Zambia. Und wollte ich die Zimbabwischer Seite betrachten wollen, kommt man noch immer zu Füß über die Brücke hin.

Übrigens an Marina: Wer so viel Geld ausgibt um dorthin zu reisen, und dann einen Aldi sucht um 15 $ am einmaligen Hubschrauberflug sparen zu können....na ja....
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
3'700 Beiträge · seit 200908. Aug. 2011 · #10
@Swakop,

bis Du geschrieben hast, wie teuer der Heliflug in Sambia ist, wusste ich gar nichts von den Preisdifferenzen. Ich habe mich bewusst für Zimbabwe entschieden, um möglichst viel von den Fällen zu sehen! Bei einer zweiten reise würde ich sicherlich auch ev. Sambia in Erwägung ziehen, aber für die nächsten Jahre reicht einmal Victoria Fälle.

Einen Aldi haben wir bestimmt nicht gesucht. Das waren neben Paris die teuersten 2 Tage in unserer Reisegeschichte ($800 ohne Unterkunft) und wir haben es uns bewusst gegönnt.

Und es ist doch gut, die anderen Fomis auf die Kostenunterschiede hinzuweisen, oder? Dann kann sich jeder informiert entscheiden.

P.S.: Mein Mann wollte aber nicht das xy-Denkmal besuchen, sondern das Livingstone Denkmal!

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'223 Beiträge · seit 201008. Aug. 2011 · #11
Hi Marina,
ich weiß nicht bei welcher Apotheke Ihr gebucht habt, aber der Besuch ab Kasane ohne Übernachtung und Hubschrauberflug, jedoch mit Sprit und Eintritt und Rückgebühren nach Botswana hat uns keine 250$ gekostet...
Beste Grüße,
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
5'538 Beiträge · seit 200808. Aug. 2011 · #12
Hallo Swakop,

nachstehend die Frage von Rückkehrerin:

Kennt jemand jemanden der vielleicht auch Shuttle oder so ähnliches zu Katima Mulilo zu den Vic Fällen anbietet?

jetzt Deine Antwort auf meine Empfehlung:

Gerd,
es ist nicht nach Shuttle, sondern nach Anfahrtmöglichkeiten gefragt worden.


Fazit: Wer aufmerksam liest und sich nicht nur auf sich selbst konzentriert, gibt auch mal richtige Antworten.

Liebe Grüße

Gerd
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2011
1'182 Beiträge · seit 200609. Aug. 2011 · #13
Ja, Gerd, das hab` ich auch schon hin und wieder gedacht.

Aber hinsichtlich der Fälle teile ich BadBoys Meinung. Wir waren auf beiden Seiten. Als wir auf der Zim-Seite waren, führte der Zambesi so viel Wasser, dass wir in der Gischt kaum etwas sehen konnten - das ist natürlich nicht immer so - hat uns aber nicht sonderlich gefallen. Auf der Sambia-Seite hatten wir eine wesentlich bessere Sicht und haben ein Lunch auf der Insel vor dem Abgrund und ein Bad im Natural Pool nahe am Abgrund sehr genossen.

Übrigens sind nach Vic. Falls mit dem eigenen Auto gefahren und nach Livingstone mit einem Shuttle von Kasane. Das war sehr angenehm, weil wir zuerst an die Fähre Kazangula gefahren wurden, dort mit einem kleinen Boot übergesetzt wurden und mit einem anderen Auto - vorbei an den wartenden Kolonnen - nach Livingstone gefahren wurden. Das alles war billiger als mit dem eigenen Fahrzeug. Ich wollte das nur mal erwähnen, falls einer sich interessiert, obwohl - ich hab`s gelesen - nur nach Anfahrtmöglichkeiten gefragt wurde.

Gruß,
Bernd
0
5'538 Beiträge · seit 200809. Aug. 2011 · #14
Danke, Bernd,

da habe ich mit dem Shuttle wieder dazu gelernt. Was die Fälle angeht, ist es eine Frage der Jahreszeit. Wenn ohnehin wenig Wasser da ist, dann "vertrocknet" die Sambia-Seite wegen des Kraftwerks. Ansonsten würde ich mich, wenn ich nur einmal da bin, in die Kosten des Visums von Vic Falls (Zim) nach Sambia stürzen und mir beide Seiten ansehen.

Liebe Grüße
Gerd