ich weiss meine laienhaft Art will so gar nicht zu meinem Auto passen. Ich hoffe, dass die "Ethikkommision der HJ61 Besitzer" hier nicht mitliest. 😄 Wie gesagt ich habe das mit der voll eingeschlagenen Lenkung plus Allrad noch nie probiert. Ich bin sicher, dass es genau so ist wie Du und Kurt es beschrieben habt. Somit ist die eigentliche Frage des Threaderstellers (wie immer) wunderbar und vollumfänglich beantwortet.
fordfahrer schrieb: Das passiert, da Du kein Mitteldifferential hast, sondern ein Verteilergetriebe. Deswegen anhalten - Vorderradantrieb zuschalten (starr) - Mitteldiff brauchst Du beim Permanentallrad, da dass ja diese Problematiken immer ausgleichen muss.
Verstanden! ABER bei meinem HJ61 ist doch nichtsdestotrotz die Krafverteilung auf die beiden Achsen bei eingeschaltetem Allrad nicht 50:50, oder? Leider habe ich auf die Schnelle dazu im Netz nix gefunden. Jedenfalls hatte ich bisher immer das Gefühl, dass vorne weniger Kraft auf die Räder kommt als hinten.
fordfahrer schrieb:Aus dem Sand wärst Du mit "richtigen" Reifen und weniger Luft rausgekommen .
Also wirklich das würd ja bedeuten ICH hätte was falsch gemacht. Das kann (und will) ich mir nicht vorstellen. 🤩
Gruß Carl
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fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200819. Juli 2011 · #22
nee - ich denke 50/50 ist das nicht - eher 40/60 - also hinten mehr - aber eben starr zwischen vorn und hinten durch unterschiedliche Zahnräder auf den Wellen im Verteilergetriebe. Gruss Christian musst halt die EUR 1.000 für die (manuelle) Sperre investieren (ARB) - es gibt aber auch selbstsperrenden Sperren für die Toyota Achse, die Kosten so um die EUR 350.
das mit den Sperren mach ich nachdem ich dem Wagen ein Old Emu Fahrwerk spendiert habe. Erstmal muss er wieder hinten hoch 😉
Gruß Carl
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fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200819. Juli 2011 · #24
wenn Du den 4H oder 4L eingeschaltet hast und Du kannst bei voll eingeschlagenem Lenkrad genauso fahren (auf Asphalt) wie ohne 4x4 ist irgendwas faul - ich hab mal versucht in eine Halle zu fahren, aus der ich ohne 4x4 rausgefahren bin - das Tor hätte fast dran glauben müssen😮 . Das passiert, da Du kein Mitteldifferential hast, sondern ein Verteilergetriebe. Deswegen anhalten - Vorderradantrieb zuschalten (starr) - Mitteldiff brauchst Du beim Permanentallrad, da dass ja diese Problematiken immer ausgleichen muss.
@Christian
Um die Sache noch ein wenig 'komplizierter' zu machen 😉 : es gibt auch Fahrzeuge mit zuschaltbarem Allrad UND Mitteldifferential, das dann in Regel auch sperrbar ist. Damit fährst du bei eingeschaltetem Allrad problemlos um die Kurve ohne das der Antriebsstrang knatscht...
Gruß
Ulli
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Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200619. Juli 2011 · #26
Hallo Carl
ich habe das zwar schon geschrieben, bei meinem Zebra ist die Verteilung im Permanent 36/65 zwichen Vorderrädern und Hinterrädern. Dies ist wohl so gewollt, beim Bergauffahren zb an einer Böschung kommt das Gewicht nach Hinten. Im Regelfall brauchst du hinten eben mehr Antrieb. Wenn ich das Mitteldiff. sperre wird dann die Kraft 50/50 verteilt.
Hinterachssperrre im lockeren Sand ist ist ein Teufelzeug, in der Regel gränst du dich noch schneller ein. Im Gegensatz dazu zB auf rutschiegem Fels, da brauchst du jedês Mü Antrieb. Bergauf auf Fels kann es sogar sein das Vorderachssperren Sinn machen.
Im Sand hast du meiner Meinung eher zuviel Traktin das du ja den Belag "Wegschaufelst" Das Gegenteil wäre dan Eis, da hast du zuwenig Traktion, da kommt keine Verbindung zwischen Belag und Rad zustande. Weshalb so wie ich meine im Sand wirklich nur das Ablassen von Luft in kombination mit 4WD hilft.
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Rocky1964709 Beiträge · seit 201119. Juli 2011 · #27
Hi,
leider gibt es mittlerweilen wahrscheinlich 1000 Allradsysteme. War vor 10a anders.
Ich kenne ja nicht die Ausführung des HiLuxe welchen Afrikavirus gemietet hatte und mieten will.
Bei japanischen Pickups ist es meist so, daß man 2 Schalthebel hat. 1. Schalthebel für das Schaltgetriebe der Gänge 1-5+R. 2. Schalthebel für 2H (Hinterradantrieb ohne Untersetzung), 4H (Hinterradantrieb mit starr zugeschalteter Vorderachse ohne Untersetzung) und 4L (Hinterradantrieb mit starr zugeschalteter Vorderachse mit Untersetzung). Vordere Naben werden entweder manuell, automatisch (einlegen des Gangs 4H oder 4L und beim Anfahren verriegeln die Naben selbst, zum entriegeln 1...2m rückwärts fahren) oder elektrisch verriegelt. Es gibt auch Fahrzeuge, wie teils bei Jeep, wo die Naben immer verriegelt sind und die ganze Vorderachse immer mitkullert, jedoch nicht über die Motorkraft sondern über die Straße angetrieben. Bei zuschaltbarem Allrad gibt es keine Mitteldifferentiale, kann also auch nicht gesperrt werden. Serienmäßige Sperren gibt es nicht. Als Zusatzpaket aber automatisch wirkende Differentialbremsen in der Hinterachse (mit "Sperrwirkung", richtiger Bremswirkung je nach Hersteller, Verschleiß, Diff.öl so bei 30...60%) oder 100%-Sperren an der Hinterachse. Diese 100%-Sperre (DiffLock) kann mit Knopf, Hebel, Schalter eingeschaltet werden.
Bei zugeschalteter Vorderachse, also 4h oder 4L, wird die Kraft starr auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Wenn an jeder Achse ein Rad durchdreht gehts nur noch zum Mittelpunkt der Erde. Wenn eine Differentialbremse verbaut ist, sollte diese einen Teil der am durchdrehenden Hinterrad verpuffenden Kraft an das andere Rad verteilen. Ist aber nicht immer sicher. Notfalls kann die auf die Hinterachse wirkende Handbremse mäßig betätigt werden, das hilft manchmal die Bremswirkung der Differentialbremse zur Wirkung zu bringen. Bei 100%-Sperre kann DiffLock betätigt werden, dann wird die Kraft in der Hinterachse zu jedem Hinterrad gleich starr verteilt. Dies ist nur im Falle des Steckenbleibens einzusetzen. Diese 100%-Sperre wird jedoch im gesperrten Zustand beim Betrieb auf griffigem Untergrund zerstört inkl. Hinterachsdiffi. Da viele nicht wissen, wie man die Allradtechnik richtig bedient, legen manche Vermieter zumindest die Sperre lahm.
super Filme und in der Tat sehr lehrreich! Besonders die Bundeswehr Übungsfilme haben ja einen sehr eigenen Charme. (Ich schätze die gefallen auch Bwana Tucke-Tucke. 🙂 ) Es ist wirklich schlau, sich bei grundlegenden Technikbeschreibungen Informationen aus der Vergangenheit zu besorgen, dort wird noch schön gradlinig und ohne großes SchnickSchnack erklärt.
Danke und Gruß Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
Reinhard728 Beiträge · seit 200619. Juli 2011 · #30
Hallo Rocky, Du schreibst: "Bei zuschaltbarem Allrad gibt es keine Mitteldifferentiale, kann also auch nicht gesperrt werden."
Ich gehe davon aus, dass dies beim Hilux der Fall ist. Das Mitteldifferential kann man sich sparen, weil Allrad ohnehin nur bei rutschigem Untergrund eingelegt wird? Das heißt, bei 4H oder 4l sind Vorder- und Hinterachse starr miteinander verbunden? Wenn ja, erübrigt sich natürlich die Frage nach der Sperrung des Mitteldifferentials. Wo nichts ist, kann auch nichts gesperrt werden, muss aber andererseits auch nicht, weil ohnehin eine starre Verbindung vorliegt. Richtig? Gruß Reinhard
Bei zuschaltbarem Allrad gibt es keine Mitteldifferentiale, kann also auch nicht gesperrt werden
Bei einem Hilux (und wohl allen kleineren 4x4) stimmt das. Als pauschale Aussage wäre es aber falsch. Denn wie schon erwähnt gibt es auch Fahrzeuge mit zuschaltbarem Allrad UND Mitteldifferential -(sperre). Gruß
Ulli
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Rocky1964709 Beiträge · seit 201119. Juli 2011 · #32
Ulli schrieb:
Bei zuschaltbarem Allrad gibt es keine Mitteldifferentiale, kann also auch nicht gesperrt werden
Bei einem Hilux (und wohl allen kleineren 4x4) stimmt das. Als pauschale Aussage wäre es aber falsch. Denn wie schon erwähnt gibt es auch Fahrzeuge mit zuschaltbarem Allrad UND Mitteldifferential -(sperre). Gruß
Ulli
Hi Ulli,
ich schrieb:
Rocky1964 schrieb:Hi,
leider gibt es mittlerweilen wahrscheinlich 1000 Allradsysteme. War vor 10a anders. ... Bei japanischen Pickups ist es meist so, ... Bei zuschaltbarem Allrad gibt es keine Mitteldifferentiale, kann also auch nicht gesperrt werden. ... Rocky
AfrikavirusThemenstarter74 Beiträge · seit 201119. Juli 2011 · #33
Einen schönen guten Abend an alle schreibwütigen. Jetzt bin ich wieder online und muss erst einmal die ganzen Infos verarbeiten.B) Ich hätte nie gedacht das ich hier so eine (Schee- o. Sand- o. Technik) Lawine lostrete.:) Ich werde jetzt mal alle Beiträge lesen und die Videos anschauen vielleicht hilft mir dass ja schon weiter. In Wdhk hätte ich auch kein Problem mal fix aus der Stadt rauszufahren in den Sand, aber diese Jahr ist unser Startpunkt Joburg und da werde ich sicher froh sein wenn ich aus dem Stadtgetümmel raus bin.
Also Danke an alle für die Informationen
und sollte es neue Erkenntnisse geben dann her damit😃
Gruß Afrikavirus
P.S. Unsere Situation im CKGR, da liegt aber schon 1 h Arbeit hinter uns mit HiJack anheben Holz unerbauen... Aber das gelbe Abschleppseil gehört einer netten Fam. aus Botswana die uns entgegen kamen und problemlos uns passiert haben, sein Kumpelwartet im Hintergrund und unsere Rettung ist nah.
Rocky1964709 Beiträge · seit 201119. Juli 2011 · #34
Afrikavirus schrieb: ... Gruß Afrikavirus
P.S. Unsere Situation im CKGR, da liegt aber schon 1 h Arbeit hinter uns mit HiJack anheben Holz unerbauen... Aber das gelbe Abschleppseil gehört einer netten Fam. aus Botswana die uns entgegen kamen und problemlos uns passiert haben, sein Kumpelwartet im Hintergrund und unsere Rettung ist nah.
Hi Afrikavirus,
man sieht auf dem Foto:
Euren Pickup mit voller Dachlast, die Ladefläche bis zu Oberkante beladen. Relativ schmale Seriereifen auf dem HiLuxe. Relativ weicher Sand (zusehen an den Füßen des Fleißigen mit der Schippe).
Unter diesen Umständen kann man sich mit funktionierendem Allrad sehr schnell festfahren. Eigentlich hilft hier nur Schwung.
Gruß
Rocky
PS: Mal zum Vergleich.
Beide KFZ waren ebenfalls voll beladen, höher gelegt und mit größeren Rädern versehen. Beide Fahrer OffRoad-kundig. Trotzdem haben sich beide festgefahren. An einer einfachen Stelle auf der Suche nach einem Stellplatz bei scheinbar festem Untergrund:
Und hier mit Schwung durch die Weichsanddünen in der Sahara:
Unter diesen Umständen kann man sich mit funktionierendem Allrad sehr schnell festfahren. Eigentlich hilft hier nur Schwung.
Und hier mit Schwung durch die Weichsanddünen in der Sahara:
Hi Rocky,
die pads haben oft extreme Löcher bzw. verfestigte Wellen, manchmal durch Verwerfungen oder Verwehungen gar nicht zu erkennen. Wenn ich nun bei auf 1,2 bis 1,5 abgelassenen Reifen mit heftigem Schwung da durchsiebe, schüütelt und schlägt es nicht nur gewaltig, ich beschädige auch leicht die Decke. Was soll mann/frau in diesem Fall tun?
P.S.: keine Ahnung, ob die pads in der Sahara auch so beschaffen sind
Rocky1964709 Beiträge · seit 201120. Juli 2011 · #37
steinbeisser schrieb:
Rocky1964 schrieb:
Unter diesen Umständen kann man sich mit funktionierendem Allrad sehr schnell festfahren. Eigentlich hilft hier nur Schwung.
Und hier mit Schwung durch die Weichsanddünen in der Sahara:
Hi Rocky,
die pads haben oft extreme Löcher bzw. verfestigte Wellen, manchmal durch Verwerfungen oder Verwehungen gar nicht zu erkennen. Wenn ich nun bei auf 1,2 bis 1,5 abgelassenen Reifen mit heftigem Schwung da durchsiebe, schüütelt und schlägt es nicht nur gewaltig, ich beschädige auch leicht die Decke. Was soll mann/frau in diesem Fall tun?
P.S.: keine Ahnung, ob die pads in der Sahara auch so beschaffen sind
Hi steinbeisser,
wie soll ich Dir auf diese sehr sehr theoretische Frage antworten? Vieleicht mit: Offroad fährt man "So langsam wie möglich, so schnell wie nötig".
Ich müßte die Stelle sehen. Welches KFZ, welche Beladung, welche Reifen, welche Tageszeit usw. Ein voller HiLuxe verhält sich anders als ein leerer HZJ76.
Man kann den Luftdruck in den Reifen bei mittlerer Beladung meist bis 0,8bar ablasen. Kommt aber auch auf die Dimension an.
Und ich schrieb ja, daß im Weichsand oft nur Schwung hilft. Ansonsten hift ja vieleicht noch, wo anders lang zu fahren, zurückfahren, das KFZ zu entlasten, d.h. auspacken, Gepäck vortragen, die Piste per Hand und Schaufel zu präparieren usw usf.
Irgendeinen Tod muß man sterben...
Vom Rechner aus eine mehr als sehr sehr theoretische Frage...
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200620. Juli 2011 · #38
Rocky1964 schrieb:
Irgendeinen Tod muß man sterben...
Rocky
Hi-Hi Hiii 😄 genau so ist es.
Hallo AfrikaVirus,
so eine lossgetretene Lawine bring doch spannung ins Leben 🙂 Ist doch interessant zu welchen (verschiedenen) Schlüssen man kommen kann.
Nun denn, ich denke eine der Hauptursache des sich Festfahrens liegt wohl weniger an mangeldem Technikverständnis (wenn auch gelegentlich nur von theoretischer Natur) sondern daran das viele von uns nur im Urlaub mit 4x4 Unteregs sind.
Dazu kommt das wir meist bis oben bepackt sind, zum Teil Dachlasten haben die jedem TÜV-Prüfer den Ansgstschweiss ins Gesicht treiben würde. Das Fahrverhalten unserer «Serien-Allrad» mit wie auch erwähnt meist Standart-Reifen und möglicherweise nicht optimalen Luftdruck führen nun mal zu Situationen die uns zu «Wühlmäusen» werden lässt.
Ob der 4x4 funktioniert, nun mein aller erster Gedanke war - das muss doch der Vermieter feststellen können wenn er was von seinem Produkt versteht
Zudem ist doch das Freischaufeln eines Autos so was von Männlich 😄 Und gibt schöne Urlaubsbilder 😉
Grüsse Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Hallo Afrikavirus, ich habe diesen von Dir initiierten Austausch aufmerksam studiert. Vieles habe ich nicht verstanden und bin jetzt jedenfalls so verspannt wie ein 4x4 auf fester Straße sein sollte. Von mir folgender Vorschlag: Wenn Zweifel bestehen, ob der Vorderradantrieb zugeschaltet ist, braucht man eigentlich nur zu schauen ob sich die vordere Antriebswelle bei eingelegtem Gang dreht. Betr. Zweifel über Funktion einer Freilaufnabe habe ich folgendes erlebt. Eine Nabe rastete hörbar ein, der Pfeil stand aber nicht bei „LOCK“. Ich wollte nicht riskieren, dass ich vielleicht nur 3x4 habe und jemand hat mir folgenden Tipp gegeben: Auf eine steile Böschung langsam auffahren, Hinterachse im Ebenen auf losem Untergrund. Man merkt dann wohl ob nur die Hinterachse schiebt (und durchdreht) oder auch die Vorderachse zieht. Grüße, Werner