namibThemenstarter304 Beiträge · seit 200703. Mai 2011 · #1Vor einiger Zeit las ich folgende Empfehlung einer Fahrzeugvermietung:
"Sie sollten 4H (4x4 Hochgeschwindigkeit) auf allen Scotterstrassen gebrauchen.
Der Hauptgrund,warum 4H empfohlen wird, besteht darin, dass es bessere Haftung auf glitschigen Strassen gibt."
Frage:
Was sagen die "Experten" zu dieser Empfehlung?
Gruß
Gerhard
Oshivambo1'159 Beiträge · seit 200703. Mai 2011 · #2Hallo,
selbstverständlich hast du bei vier angetriebenen Rädern eine wesentlich bessere Bodenhaftung als bei nur zwei angetriebenen Rädern; erst recht auf einer Gavelpad mit "rutschigem" Untergrund!
Ich fahre (bei längeren Fahrten) auf Sandstraßen immer mit eingeschaltetem 4x4.
Aber: Auch vier angetriebene Räder setzen nicht die Physik außer Kraft! Übermut tut selten gut...
Sonnige Grüße!
PS: Schau auch mal unter:
http://www.namibia-wiki.com/wiki/Kategorie:Fahrzeuge oder
http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/61887-gelaendewagenfahren-in-namibia.htmlOshivambo
Enda nawa
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
Tobias499 Beiträge · seit 200603. Mai 2011 · #3Genau so machen wir es auch:
auf Teer 2x4 (spart Sprit und schont die Diff.)
auf Gravel 4x4H
Gruss
Tobias
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200603. Mai 2011 · #4Hallo,
da wie einen permanenten 4x4 habe stellt sich die Frage nicht wirklich.
Was wir aber tun wenn wir den Asphalt verlassen ist das Mitteldiff. einzuschalten -somit wird von 65/35 auf 50/50 Antribskrafftverteilung umgeschaltet.
Was immer wieder vorkommt ist das Menschen die bessere Traktion gleichsetzen mit besserem Fahr/Bremsverhalten. Dem ist m.A. nicht so. Das Kurvenfahren verschlechtert sich und der Bremsweg auf Schotter wird dadurch auch nicht kürzer.
Bei Bergabfahrten kann der 4x4 hingegen das Tempo besser halten vorausgesetzt es wurde ein günstiger Gang eingelegt. Bessere Traktion - Ja - beseres Fahrverhalten eher nein.
Gruss Kurt
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WAwanetaba81 Beiträge · seit 200603. Mai 2011 · #5Da heutzutage in den meisten 4x4(Miet)Fahrzeugen Differenzialgesteuerte Allradantrieb eingesetzt werden, kann man ruhigen Gewissens ob der besseren Traktion mit 4x4H fahren. Vor- und Nachteile (Bremsen usw.) wurden hier ja schon fundiert beschrieben.
Hervorheben möchte ich noch, das das Fahrzeug im Extremfall nicht "ausbricht" (wie bei Heck- oder Frontantrieb), sondern "neutral" geradeaus "weiterschiebt".
Nur sind diese Situationen im Normalfall selten, habe dies beim Landcruiser J12 in hiesigen Gefilden und Wintern auch nur schwerlich herbeiführen können...
Sollte man doch irgendwann auf ein 4x4 mit Kupplungsgesteuertem Allrad treffen, ist es sinnvoller den Allrad erst bei Bedarf einzulegen, da es durch den fehlenden Drehzahlausgleich bei (zugeschalteten) Allrad zu Spannungen im Antriebsstrang kommen kann, im unglücklichsten Fall kann das zu teuren Pannen führen...
oribi818 Beiträge · seit 200703. Mai 2011 · #6Und wie macht sich das beim Verbrauch bemerkbar?
4:2 und 4x4H
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200603. Mai 2011 · #7oribi schrieb:Und wie macht sich das beim Verbrauch bemerkbar?
4:2 und 4x4H
Bei meinem Auto laut Hersteller ca. 0.5 Liter je Hundert
Gruss Kurt
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WAwanetaba81 Beiträge · seit 200603. Mai 2011 · #8"Und wie macht sich das beim Verbrauch bemerkbar?
4:2 und 4x4H "
die zuschaltbaren Allrader haben gegenüber den permanent angetriebenen Allrader unter normalen Fahrbedingungen (zB Teer) kaum weniger Verbrauch. Also sollte das Verhältnis zwischen 4x2 und 4x4H ähnlich sein.
Meine persönliche Meinung ist, dass ich bei den verhältnismäßig günstigen Spritpreisen im südlichen Afrika lieber etwas mehr verbrauche und dafür den Komfort des 4x4H nicht missen möchte (wenn ich letztes Jahr an EN1 Xai-Xai Richtung Chidenguele bei Regen denke 😉 ).
oribi818 Beiträge · seit 200703. Mai 2011 · #9Ich erinnere mich noch, dass ich einst in Rakops (BOT) keinen Sprit bekam und dann durchs CKGR gefahren bin. Das waren ca. 800 km Fahrleistung in 4 Tagen oder so. 900-1.000 km hätte der Sprit in meinen Tanks unter normalen Umständen reichen müssen, was er auch tat.
Ich will damit nur sagen, manchmal ist man auf jeden Liter angewiesen.
Gut zu wissen, dass es vielleicht 1/2 Liter auf 100km ausmacht.
Rocky1964709 Beiträge · seit 201103. Mai 2011 · #10Hallo,
die bisherigen Antworten zeigen Mehreres:
Es gibt verschiedene Allradsysteme, welche völlig verschieden funktionieren und verschieden bedient werden müssen.
Es gibt viel gefährliches Halbwissen.
Z.B. "Differenzialgesteuerte Allradantrieb" Was auch immer das sein mag...
Klassisch gibt es zuschaltbaren Allrad. Meist wird die Hinterachse angetrieben und die Vorderachse wird zugeschaltet. Bei den meisten Fahrzeugen müssen die vorderen Radnaben per Hand verriegelt werden. Dies wird wohl auf die meisten Pickups in NAM zutreffen.
Bei manchen KFZ läuft die Vorderachse immer mit, manche haben automatische Naben oder elektrische Naben.
Es gibt permanenten 4x4-Antrieb. Bei manchen macht die Elektronik Alles. Bei den meisten muß man zumindest wissen, was es bedeutet den 4WD- oder 4x4-Knopf zu drücken.
Und jetzt gibt es noch Sperren!
Wenn ein KFZ ein Kurve fährt, hat jedes Rad einen andern Kurvenradius. Dies gleichen die Differentiale aus: Mitteldifferential zwischen Vorder- und Hinterachse, Vorder- und Hinterachsdiffi zwischen rechts und links. Diese Diffis kann man oft sperren. Ohne Sperren genügt bei einem Allradfahrzeug mit permanetem Allrad ohne Sperren ein durchdrehendes Rad damit Nichts mehr geht. Bei Zuschaltallrad und meist ohne Mitteldiffi müssen schon an jeder Achs 1 Rad durchdrehen, damit Nichts mehr geht. usw. usf. ff.
Fazit
Jeder Mieter sollte sich zuvor informieren, was er mietet und über die entsprechenden Grundkenntnisse verfügen oder sich diese vor Reisebeginn aneignen. Dies im Heimatland beim Händler (haben in D oft keine Ahnung), bei Off-Road-Vereinen oder ähnlichen Firmen. Bzw bei der Übergabe des KFZ.
Im Zweifelsfall 4x4 nur abseits Teerstraßen und bei definiert mitlaufender Vorderachse.
Gruß
Rocky
http://www.4x4club-leipzig.de/wir.html--------------------------
...der schon öfter 4x4 in Afrika war...
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http://www.baja-deutschland.de/
Kandanga115 Beiträge · seit 201020. Mai 2011 · #11Hallo Gerhard!
Die meisten Autovermieter werden Dir sagen: Allrad nur zuschalten, wenn Du ihn brauchst.
Das hängt aber, wie im Forum schon erklärt, vom Fahrzeugstyp ab. Allradfahrzeuge mit einer Kette im Allradgetriebe sollte "möglichst" wenig ohne Allrad gefahren werden (um den Verschleiß zu minimieren).
Land Rover fährt natürlich permanent im Allrad, ist dank der Konstruktion aber auch dafür ausgelegt. Fahrzeuge mit Starrachse vorne verkraften langes Allradfahren schon mal eher, allerdings steigt der Verschleiß und auch der Spritverbrauch. Den Allrad auf Schotter zuzuschalten ist sicherlich nicht schlecht, aber nicht unbedingt nötig. Passe die Geschwindigkeit an und Du kommst auch sicher an!
Viel Spaß,
Kandanga
Reinhard728 Beiträge · seit 200620. Mai 2011 · #12Hallo Gerhard,
wenn du üblicherweise so fährst, dass die Reifen so gerade noch (und manchmal auch nicht mehr) die Haftung zum Untergrund halten (egal, ob Asphalt - in NAM Teer genannt - oder auf Schotter oder Sand) und in solchen Situationen gern mal Vollgas gibst, so dass die Reifen, die ohnehin an der Haftgrenze sind, die Haftung verlieren: dann hast du Vorteile, wenn die durch dein Vollgasgeben auftretenden Kräfte von 4 und nicht von zwei Reifen übertragen werden. Aber auch nur dann. Ich vermeide solche Fahrsituationen, zuhause und erst recht in Namibia und deshalb fahre ich solange es geht im Zweiradbetrieb. Der Verbrauch ist ein ganzes Stück geringer, eine konkrete Zahl kann ich dir nicht nennen. Im Allradbetrieb müssen eine größere Zahl von Zahnrädern bewegt werden, die alle eine Reibung haben, die überwunden werden muss - und das kostet Leistung. bzw. verbraucht Sprit.
Es gilt das, was Kadanga sagt: passe die Geschwindigkeit an und du kommst sicher an!
Dem Allradantrieb werden traditionell allerlei Wunderdinge zugeschrieben (sicherer, komfortabler usw.) die ich zum Teil für Aberglauben halte.
Mit unserem geliehenen Toyota Hilux bin ich vergangenen Jahr die Strecke Savuti - Linyanti (40 km) durchgehend im 4x4-Betrieb gefahren und vergleichbare Strecken ebenso. Mein Eindruck hinterher war jedoch, dass man manche Strecke auch mit 4x2 hätte fahren können. Der Hilux hatte nur ein sperrbares Differential (von drei möglichen): das an der Hinterachse. Das haben wir nur äußerst selten für 50 bis 100 Meter eingesetzt. Und ebenso selten haben wir auf 4x4L umgeschaltet. Z.B bei Wasserdurchfahrten, die fahren wir nämlich ganz langsam. Auf You Tube-Filmen mag es für Laien richtig "abenteuerlich" aussehen, mit 40 Sachen durch tiefes Wasser zu brettern, wenn das Wasser 10 Meter zur Seite spritzt. Manche wundern sich hinterher, dass ihnen die Bugschürze fehlt. Merke: ein Auto ist kein Schiff und nicht für hohe Geschwindigkeiten im Wasser gebaut.
Die Sperre, wie auch die Umschaltung von 2x4 auf 4x4 ließen sich auch bei unserem älteren Modell im Stand im Innenraum vom Fahrersitz aus vornehmen. Nur noch bei ganz alten Hilux musst du aussteigen und die Vorderräder per Hand mit den stets mitlaufenden vorderen Antriebswellen verbinden: von Rocky "verriegeln" genannt.
Ein sperrbares Mitteldifferential sowie ein ebensolches an der Vorderachse wären das Optimum. Das haben aber nur "echte" Geländewagen. Ihre Geländetauglichkeit (im Sand und Schlamm) erhöht sich damit in einigen seltenen Grenzfällen etwas, möglicherweise aber entscheidend. Solche Grenzfälle habe ich bisher erfolgreich vermieden.
Für mich geht es bei 4x4 um das Durchkommen und nicht um das "Nicht-aus-der-Kurve-fliegen".
Gruß
Reinhard
Rocky1964709 Beiträge · seit 201121. Mai 2011 · #13Hi,
bei 4x4-Fahrzeugen mit zuschaltbarem Allradantrieb und mit automatischen Naben an der Vorderachse sollte man beachten, daß beim kurzen Rückwärtsfahren diese bereits wieder entriegelt sind! Dann wird vom Mitteldiff zwar die vordere Kardanwelle und die beiden Achswellen angetrieben, aber eine schlüssige Verbindung zwischen Achswellen und Vorderrad besteht nicht mehr.
Und bei diesen Fahrzeugen (egal welche Naben an der Vorderachse) ist das Mitteldiff starr und damit immer gesperrt, es gibt also keinen Ausgleich zwischen vorderer und hinterer Kardanwelle. Daher kommt es bei diesen 4x4-Fahrzeugen auch zu massiven Verspannungen im Antriebsstrang, wenn der Allrad auf festen Untergrund eingelegt wird, was zu schweren Schäden im Antriebsstrang führt.
Manuelle Naben sind im Gelände eindeutig von Vorteil!
Der Mehrverbrauch bei 4x4-Fahrzeugen mit zuschaltbarem Allradantrieb liegt im Allradbetrieb bei ca. 1..2l/100km.
Bei Wasserdurchfahrten ist es so wie von Reinhard geschrieben. Wie es H2O rechts und links wegspritzt, genau so spritzt es auch in den Motorraum. Moderne Motoren mit Elektronik mögen das nicht, Abgasturbolader, Limas auch nicht und die Gefahr des Wasseransaugens mit anschl. Motorschaden durch Wasserschlag besteht.
Eine Sperre setzt man erst dann ein, wenn es nicht mehr ohne geht.
Abseits der Teerstraße gilt: So schnell wie nötig und nicht so schnell wie möglich.
Gruß
Rocky
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http://www.baja-deutschland.de/ GUGuido.Gast21. Mai 2011 · #14Hallo,
Ob bei Vollgas mal die Räder durchdrehen, ist in Sachen Sicherheit nur wenig relevant. Der Allradantrieb erhöht vor allem in Kurven drastisch die Sicherheit.
Jeder Reifen kann nur eine bestimmte Menge an Kraft auf den Boden übertragen. An Kräften wirken auf den Reifen im Wesentlichen der Vortrieb und die Fliehkraft.
Angenommen jeder Reifen kann 10 Einheiten Kraft übertragen, Für den Vortrieb müssen vom Motor gerade 16 Einheiten Kraft übertragen werden und in einer Kurve treten 12 Einheiten an Fliehkraft auf. Dann liegen ohne Allradantrieb an den 2 angetriebenen Rädern 8 Einheiten Vortriebskraft (16/2) und 3 Einheiten Fliehkraft (12/4) an. Ergibt zusammen 11 Einheiten Kraft. Die Reifen können nur 10 übertragen, d.h. 2 Reifen verlieren die Haftung und das Auto bricht aus. Bei Allradantrieb liegen an den 4 Rädern bei gleicher Geschwindigkeit in der gleichen Kurve je 4 Einheiten Vortriebskraft (16/4) und 3 Einheiten Fliehkraft (12/4) an. Ergibt 7 Einheiten an Kraft pro Rad. Das Rad kann 10 Einheiten übertragen. Das Auto fährt also völlig sicher durch die Kurve und hat dabei noch erhebliche Haftungsreserven.
Es ist richtig, dass der Allradantrieb die Reibungsverluste erhöht. Nur bringt so ein voll geladener Camping-Pickup an die 2,5 Tonnen auf die Waage und hat durch die Bauhöhe, Dachzelt, etc. einen recht üblen Luftwiderstand. Da ist das bisschen mehr Reibung durch den Allradantrieb dann nicht mehr der entscheidende Punkt für den Verbrauch.
Insofern bin ich auf Schotterpisten auch für 4x4H. Das sollte einem modernen 4x4 nichts ausmachen. Wichtig ist nur, dass man nicht versehentlich die Differentialsperren drin lässt.
Beste Grüße
Guido
Reinhard728 Beiträge · seit 200621. Mai 2011 · #15Lieber Guido,
du hast völlig recht. Genau das wollte ich ohne Zahlen auch ausdrücken. Wenn du so sehr Gas gibst, dass die Räder in die Nähe der Haftgrenze kommen (beinahe durchdrehen) und du dann noch schnell durch eine Kurve fährst, bist du mit 4-Rad-Antrieb besser dran.
Die Schlussfolgerung, die ich daraus ziehe ist folgende. In den letzten Jahrzehnten bin ich weder zuhause noch im Ausland jemals in die Nähe einer solchen Situation gekommen. Ich fahre nicht so schnell in die Kurve, dass die Reifen Mühe haben, nicht wegzurutschen (schon gar nicht im Urlaub im Ausland und dann noch mit einem Hilux!) und gebe dann auch noch heftig Gas. Wer macht denn sowas? Mit Verlaub: ein Kopfschütteln wäre eine milde Reaktion. Unser geliehener Hilux 2,5 D bringt die Räder, glaube ich, selbst auf Schotter nicht zum Durchdrehen. Wär mir auch peinlich. Sein phlegmatisches Wesen ist mir im Urlaub völlig ausreichend und reicht allemal, um durch zu kommen.
Also: im Prinzip hast du recht, allerdings ist so eine Fahrsituation von meiner nun 4 Jahrzehnte umfassenden Fahrpraxis weit entfernt.
Gruß
Reinhard
Rocky1964709 Beiträge · seit 201121. Mai 2011 · #16😮 Nichts ist schlimmer als gefährliches Halbwissen...
Vereine, Geländwagenhersteller, Geländewagenzeitschriften, Offroadveranstalter bieten Off-Road-Fahrschulen an. Die Teilnahme kann ich EINIGEN hier nach einigen obigen Beiträgen und allen 4x4-Neulingen nur empfehlen...
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http://www.baja-deutschland.de/ WEwernerbauerGast10. Juli 2011 · #174x4 schont die Nerven, das Fahrzeug und vor allem die Pisten:
Ich meine, dass gerade für nicht so versierte Fahrer (wie mich) gelten sollte: Eher unnötig 4x4, als zu wenig oder zu spät. Begründung:
4x4 erst dann zu verwenden, wenn es schon wirklich nicht mehr ohne geht, hat meines Erachtens kaum Vorteile aber mehrere Nachteile: Auch wenn keine Gefahr zum "Steckenbleiben" besteht, das Fahr- und Lenkverhalten im 4x4 bei ständig wechselnder Bodenhaftung ist unvergleichlich besser und sicherer. Dafür ist der 4x4 ja auch vorhanden. Den Unterschied merkt man erst bei (unvorhergesehen) starken Lenkmanövern. Auf den Treibstoffverbrauch kann der 4x4 nach meiner Auffassung wenig Einfluss haben, denn der unter diesen Verhältnissen erhöhte Verbrauch entsteht hauptsächlich durch den hohen Rollwiderstand und das Fahren in den niedrigen Gängen. Die bisschen zusätzlich bewegte Masse und Reibung des vorderen Antriebstranges sollte dann eine vernachlässigbare Größe sein. Man kann schon mal kurze Sandstücke im Zweirad "mit Schwung" nehmen, aber dazu braucht man Streckenkenntnis und freie Sicht, dass es nicht lange so weitergeht. Hat man die nicht, ist immer 4x4 die bessere Option. Die Verteilung der Schläge bei Lastwechsel auf zwei Achsen schont auch den Antriebsstrang insgesamt. Die Praxis, Sand und losen Schotter im Zweirad durch hohe Geschwindigkeit „zu nehmen“, halte ich für gefährlich und rücksichtslos, weil keine Kontrolle über das Fahrzeug besteht. Diese Fahrweise gestattet kaum gefahrlose Lenk- oder Ausweichmanöver, der Gegenverkehr muss "aus der Bahn flüchten". Außerdem beschädigt diese Fahrweise die ohnehin schon schlechten Wege noch stärker. Die Löcher und Wellen in der Fahrbahn entstehen durch Schlupf zwischen Rad und Untergrund. 4x4 halbiert die Antriebskraft auf der Achse, reduziert folglich Schlupf und schont die Piste.
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200610. Juli 2011 · #18Hallo
in Südafrika gibt es eine Webseite von Andre St. Pierre-White. Er schreibt Bücher und macht viele Filme zum Thema 4x4, Offroad Reisen etc. Unter anderem gibt es auch ein paar Grais Filme unter:
http://www.4xforum.com/sample-videosGleich der erste Film hat zum Thema:
Wann schalte ich den 4x4 einDas dürfte sicher den einen oder andern hier interessieren.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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