TItiefrotThemenstarter12 Beiträge · seit 201102. Mai 2011 · #1Hallo zusammen,
Bislang habe ich fleißig mitgelesen in diesem Forum aber noch nichts Eigenes reingeschrieben. Deshalb erst einmal hallo an alle Mitverrückten. 🙂
Es wird ernst(er). Meine Freundin (nach 16 Jahren darf man sicher auch Frau sagen) und ich fahren im Oktober nach Namibia und Botswana für den gesamten Monat. Flüge und 4x4 Toyota mit Dachzelt sind gebucht und nun geht’s um die Planung. Vielleicht habt Ihr uns ein paar Tipps. Wir fahren mit einem 4x4 Toyota mit Dachzelt durch die Gegend. Lodges würden wir nur sehr selten ansteuern, wenn es mal Zeit für eine Waschmaschine wird, d.h. 1-2mal in 2 Wochen.
Unsere Idee war es, nach der Ankunft in Windhoek direkt nach Botswana rüber zu fahren. Das große Ziel ist das Okavango-Delta, der Chobe-NP und anschl. rüber zu den Viktoria-Wasserfällen zu fahren. Anschl. haben wir uns gedacht über den Caprivi-Zipfel, Caprivi-GP bis zum Etosha-NP zu fahren, einen Abstecher im Kaokoveld und Skeleton Coast zu machen und weiter nach Swakopmund zu fahren. Wenn die Zeit noch reicht würden wir auch noch gerne Sossusvlei anschauen.
Frage 1: Wir wollen uns nicht durch den Urlaub hetzen und ich will viel fotografieren. Haben wir uns zuviel vorgenommen? Oder sind 4 Wochen in Ordnung dafür?
Frage2: Wo muß ich unbedingt einen Stellplatz vorbuchen?
Frage3: Kann man im Okavango-Delta eine kleine Kanu-Tour machen (gerne mit Übernachtung im Zelt)?
Frage4: Man sollte nicht zu viel über Parasiten und Krankheiten lesen. Ich möchte auch auf dem Boden rumrutschen können, um Makroaufnahmen mit der Kamera zu machen, ohne gleich irgendwelche lustigen Larven in der Haut zu haben. Habt Ihr hier schlechte Erfahrungen gemacht?
Frage 5: Geheimtipps!! Immer her damit!! Ich will eigentlich nicht die Haupt-Touri-Strecke fahren. Was ich während den 4 Wochen so wenig wie möglich sehen will sind andere Touris. 😉 habt Ihr ein paar Tipps für Botswana?
Hach ja, Fragen über Fragen.
LG,
Marcus.
Andrea 1961306 Beiträge · seit 200802. Mai 2011 · #2Hallo Markus, erst einmal willkommen im Forum. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Planen.
4 Wochen hört sich lang an, ist aber auch schnell um. Wir sind immer 3 1/2 Wochen unterwegs und haben nie die komplette Runde gemacht. Ich würde, wenn ihr zuerst nach Botswana wollt, den Sossusvlei weglassen. Sogar vielleicht Etosha. Tiere siehst du im Moremi und Chobe viel. Wenn ihr Euch lieber Zeit lassen wollt, dann macht das da.Noch einen Ausflug von Kasane zu d
en Vic Falls. Und außerdem, werdet ihr sowieso wieder fahren und dann ist der Rest dran. Das ist so mit dem Virus.
Ich würde zunächst versuchen die Camps im Moremi und Chobe zu buchen, weil das könnte eng werden. Alles andere dürfte eigentlich kein Problem sein.
Stellt doch mal in groben Zügen eine Route zusammen.
Ich denke dann gibt es noch jede Menge Tipps.
Wir sind auch wieder Ende Oktober in Botswana.
Liebe Grüße Andrea
GUGuido.Gast02. Mai 2011 · #3Hallo,
tiefrot schrieb:Frage 1: Wir wollen uns nicht durch den Urlaub hetzen und ich will viel fotografieren. Haben wir uns zuviel vorgenommen? Oder sind 4 Wochen in Ordnung dafür?
Meines Erachtens ist das in 4 Wochen gut machbar.
tiefrot schrieb:Frage2: Wo muß ich unbedingt einen Stellplatz vorbuchen?
Okavango, Chobe, Etosha. Oktober ist da überall Hauptsaison. Anfang Oktober, wenn ihr im Okavango-/Chobe sein wollt, sind in Südafrika auch noch Ferien. Das treibt die Auslastung üblicherweise zusätzlich hoch. Ihr könntet schon zu spät dran sein.
tiefrot schrieb:Frage4: Man sollte nicht zu viel über Parasiten und Krankheiten lesen. Ich möchte auch auf dem Boden rumlutschen können, um Makroaufnahmen mit der Kamera zu machen, ohne gleich irgendwelche lustigen Larven in der Haut zu haben. Habt Ihr hier schlechte Erfahrungen gemacht?
Nein, wenn Du auf Schlagen und Skorpione achtest und darauf, dass Dich kein Elefant als Fußmatte benutzt, hast Du höchstens noch Spaß mit Dornen, die auch mühelos Schuhsohlen durchbohren.
tiefrot schrieb:Frage 5: Geheimtipps!! Immer her damit!! Ich will eigentlich nicht die Haupt-Touri-Strecke fahren. Was ich während den 4 Wochen so wenig wie möglich sehen will sind andere Touris.
Wenn man Geheimtipps hier postet, sind es danach keine mehr. Diese Attitüde "Ich will aber nicht diese normale Touriroute machen sondern was ganz Besonderes und einmalige Fotos mitbringen" haben immer mehr. Eigenartig.
Eine Frage wäre vielleicht noch, wie viel Afrika-, Offroad- und Camping-Erfahrung Ihr eigentlich habt? Einige würden auf der allerersten Reise im südlichen Afrika vielleicht nicht unbedingt empfehlen, gleich die 2. Nacht Camping in Savuti zu machen und durch das Kaokoveld zu fahren.
Beste Grüße
Guido
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #4Hallo Marcus,
willkommen im Forum!
Nun gehe ich mal direkt zum Punkt Touris, die du nicht sehen möchtest und die dich nicht sehen möchten Touriströme entwickeln sich nun mal leider dort wo es auch was zu sehen gibt 😉
Aber keine Bange Botswana gilt nicht als Disney-Land. Je abgelegener ein Punkt ist desto eigenverantwortlicher ist man(n) dann auch unterwegs und sollte geeignetes Equipment dabei haben.
Zu den Vicoriafällen, selbst fahren – nun für einen oder zwei Tage lohnt sich das Prozedere im allgemeinen nicht schon alleine durch die Gebühren für das Fahrzeug. einige Vermieter erlauben sogar die Fahrt nach Zimbawe nicht – das müsstest du abklären.
Tagestouren lassen sich bequem ab Kasane organisieren zum fairen Preis.
Stellplätze, auch Campsites genannt, müssen in Botswana in den Nationalparks vorgebucht werden
und kosten ab 50US$ Nacht/Person plus Parkgebühren.
Parasiten, an Flussufern und in Menschlichen Ansiedlungen besonderes in der Nähe von Klos
können durchaus solche Vorkommen.
Grüsse Kurt
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ANNICK8'054 Beiträge · seit 200802. Mai 2011 · #5Hallo Marcus,
Da muss ich mich Andrea anschliessen. Wenn Ihr gerne fotografiert is euer Programm schon stark!B)
Ich würde von Windhoek nach Gantsi fahren. Danach Maun. Minimum 4 Nächte im Okavango Delta, dann Savuti, Chobe. Die Vic Falls würde ich als Tagestour von Kasane aus organisieren.
Danach Richtung Camp Kwando, Mahangu, Rundu.
Hier würde ich mich entweder für Etosha oder Kaokoland entscheiden.
Danach Damaraland, Swakopmund, Sesriem und zurück Windhoek.
Es grüsst
Annick
TItiefrotThemenstarter12 Beiträge · seit 201102. Mai 2011 · #6Hi zusammen.
Also das mit den Touris war natürlich überspitzt gemeint. Vielen dank für eure schnellen Antworten.
In Südafrika sind Ferien. Na super. Nach England und Frankreich habe ich geschaut. Huiuiui, dann muß ich aber Gas geben mit den Planungen. Mein Problem ist, daß ich so gut noch nicht abschätzen kann wie lange ich brauche. Botswana läßt sich ja noch gut abschätzen aber alle nach der zweiten Wochen kann ich nur mutmaßen.
Danke für den Tipp mit Kasane. Klar müssen wir da nicht selber hin fahren.
Was meine Offroad-Erfahrungen in Afrika angeht kann ich leider keine Erfahrungen aufweisen. Nichtsdestotrotz halte ich mich nicht für einen Rennfahrer. Ich fahre beruflich gern und viel, auch im Urlaub bin ich immer Selbstfahrer. Linksverkehr wird aber durchaus mal was Neues für mich.
Etosha streichen und dafür Okavango ausbauen? Das wird ein hartes Stück Überredungsarbeit Zuhause. Aber wir hier Andrea schon richtig bemerkt hat wird das nur die erste Tour gewesen sein von vielen.
Eine ganz wichtige Frage habe ich noch. Gibt es Geparden- / Großkatzen-Aufzuchtstationen? Gerne auch mal mit zahmen Geparden? Ich würde die Tiere einfach gerne einmal richtig kennen lernen. ...Jaja ich weiß, KIEETSCHIG!!. 🙂
LG, Marcus.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #7Hallo Marcus,
lade die "Basecamp" Software von Garmin runter im Netz - da kannst du die wichtigsten Routen grob planen. Danach würde ich dir Tracks for Afrika empfehlen auch T4A im Netz genannt. Diese kannst du für kleines Geld online beziehen.
Ich würde dir empfehlen ggf. ein Navi von Garmin zu besorgen - muss kein Neues sein - aber kann gute Dienste leisten.
Gruss Kurt
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klaus63630 Beiträge · seit 200802. Mai 2011 · #8Hallo Marcus,
Touristen sind immer dort, wo es etwas zu sehen gibt und die Preise bezahlbar sind. Wer im Urlaub keine (anderen!) Touristen sehen will, muss sich also entweder etwas extrem Unattraktives und/oder extrem Teures aussuchen. Es ist nicht so schlimm, in Namibia oder Botswana der Route mit den Hauptsehenswürdigkeiten zu folgen. Man sieht dann auch am Meisten und so voll ist es im Regelfall auch nicht.
Die Okavangorunde, beginnend und endend in Windhuk, braucht ohne Etosha, Kaokoveld, Sesriem und Co. etwa 3 Wochen. Ich würde mich also entscheiden, welchen Namibiateil Ihr dazunehmt. Alles geht nicht. Nachdem im Caprivi und Chobe bis auf die schönen Flussläufe (und die Victoriafälle!) das Landschaftsbild etwas zu kurz kommt, würde ich vielleicht doch einen Abstecher nach Sesriem unternehmen.
Um mal eine etwas einsamere Gegend kennen zu lernen, könntest Du statt über Rundu auch über die Tsodilo Hills, Dobe, Tsumkwe, Grashoek zurück nach Windhuk fahren. Es ist aber eine lange Fahrt auf teilweise sehr montonen Pisten.
Viele Grüße
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200802. Mai 2011 · #9Hi Marcus again,
Ja es gibt Geparden-Grosskatzen Aufzuchtstationen in Namibia. So KIEETCHIG auch wieder nicht.....Musste es auch ausprobieren!:P
Da kann man wirklich tolle Bilder schiessen.:)
Zum Beispiel:
- Cheetah Conservation Fund
www.cheetah.org
- Otjitotongwe Cheetah Guest Farm (da kann man sie sogar streicheln)
- Okonjima Africat
- Düsternbrook Guest Farm
Es grüsst
Annick
joli3'491 Beiträge · seit 200602. Mai 2011 · #10Hallo Tiefrot,
auch von mir ein herzliches Willkommen.
wenn es Euch so schwer fällt, Etosha aus der Planung zu nehmen, empfehle ich aus "reisedramaturgischen Gründen", die ganze Reise " zu drehen", d.h. mit Etosha anzufangen und dann über den Caprivi nach Kasane zu fahren.Das Okavango-Delta dann zum Schluss. Etosha ist gegenüber Chobe und vor allem gegenüber dem Okavango-Delta dann doch schon ein bisschen "2.Wahl". Sorry, ich sag das ungern, weil ich ein ausgesprochener Etosha-Fan bin, aber das Delta ist wirklich ein Bonbon und deshalb sollte es quasi als Krönung der Reise zum Schluss gelutscht werden.Sossusvlei, Kaokoveld und Swakopmund auch noch mit in diese Reise zu packen, wird etwas eng.Geh doch einfach mal für Deine Planung davon aus, dass Ihr bis Kasane 14 Tage braucht und ebenso lange auch wieder zurück.Mit dieser Vorgabe käme ich zu folgender Route: Windhoek (1) - Etosha (6) - Rundu/Umgebung (2) - Kongola/Umgebung (2) - Kasane (3 + 2 Tage Chobe:5) - schwupp und schon sind die ersten 16 Tage weg. Dann 2 Tage bis Maun und 4-6 Tage Okavango und von dort 3 Tage bis Windhoek, wobei Ihr Euch aussuchen könnt, ob Ihr die etwa langweilige, aber schnelle Straße über Ghanzi-Buitepos nehmt oder aber den etwas abenteuerlicheren Weg um das Delta herum über Dobe-Tsumkwe. Im letzteren Fall böte sich ein 2-tägiger Stop bei den Buschleuten von Grashoek an, dann braucht Ihr aber mindestens 4 Tage bis Windhoek.
Gruß Joli
TItiefrotThemenstarter12 Beiträge · seit 201104. Mai 2011 · #11...Äääähm. ist das deren Ernst im Moremi Park? 50US$? Kann mir jemand seine Geldpresse leihen? Gibt es da tatsächlich nix preiswerteres im Okavango-Delta? Zugegebeneermaßen bin ich gerade erst am durchstöbern der Plätze aber spiele nun durchaus mit dem Gedanken mein Augenmerk eher auf andere Gegenden zu legen. Ist Chobe und die anderen NPs auch so übel teuer?
Heftig.
LG, Marcus.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200604. Mai 2011 · #12tiefrot schrieb:
Ist Chobe und die anderen NPs auch so übel teuer?
Heftig.
LG, Marcus.
kann man mit JA beantworten, Gruss Kurt
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Topobär5'479 Beiträge · seit 200904. Mai 2011 · #13Bin eine vergleichbare Runde in 3 1/2 Wochen gefahren, ohne mich gehetzt zu fühlen. In dieser Hinsicht sollte Eure Planung also voll aufgehen.
Gernot Eicker68 Beiträge · seit 201004. Mai 2011 · #14moin,
ich nehme an, das soll ein Urlaub werden? Wenn ja, dann wäre für mich die Hälfte viel, viel mehr!
Als "Beginner" würde ich zuerst mal eine Runde in Namibia drehen. Und wenn Ihr dort gut mit Camping zurecht gekommen seid, dann im nächsten Urlaub die Runde in Botswana.
(Es sei denn, Ihr habt schon Camp-Erfahrungen in Ostafrika: dann wisst Ihr ja, was Euch erwarten kann)
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200604. Mai 2011 · #15Hallo
Es gibt immer wieder mal günstige Camps in den Regionen. Bei Kasane z.B. das Senyati Camp.
Anstatt Chobe und Moremi kann man auch einige Tage im Caprivi verbringen. Das ist wirklich nur über die Grenze bzw. den Fluss.
Camps gibt es auch ausserhalb des Moremis z.B. Mankwe.
Auch die Region am Okawango Panhandle (bei Shakawe) ist eine Option und dabei deutlich günstiger.
Zudem kosten ja einige Camps "nur" 150 Pula anstatt 50 US$.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Eintracht545 Beiträge · seit 200604. Mai 2011 · #16Hallo tiefrot,
ja Botswana ist durchaus ein teures Pflaster!
Und auch eine Tagestour von Kasane zu den Vic Falls kostet den einen oder anderen Pula, genaue Preise kenne ich nicht, mir ist das zu teuer.
Außerdem müßte ich dann zu "Robert" fahren.
Irgendwie habe ich doch das Bedürfniss auf deine Frage mit den Parasiten und sonstigen Kleingetier einzugehen.
Du solltest berücksichtigen, das du in den einzelnen Nationalparks nicht aus dem Auto Aussteigen darfst.
Also irgendwie auf dem Bauchliegend im Chobe auf einen Elefenten warten ist nicht so ganz erlaubt.
Du kannst sicherlich auf deine Campsite den ganzen Tag liegen und warten was vorbeikommt, aber nicht außerhalb der markierten Campsite.
Einträchtliche Grüße