fluxThemenstarter82 Beiträge · seit 201114. Apr. 2011 · #1Hallo Zusammen,
Nun bin ich mir nicht ganz sicher ob ich mir Malaria-Prohylaxe besorgen muss, da ich auf meiner Namibia-Reise, als nördlichsten Punkt den Etosha Nationalpark ansteuere?
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Gruss Marc
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200614. Apr. 2011 · #2Hi Marc,
siehe hier www.namibia-wiki.com/wiki/Kategorie:Gesundheit
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
KAKatja122 Beiträge · seit 201114. Apr. 2011 · #3Hallo Marc,
Wenn du in die Caprivi fahren wuerdest kann man ueberlegen Tabletten zu nehmen aber nicht wenns nur in Etosha Park geht. Das ist kein Malaria gebiet.
GRUSS
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200614. Apr. 2011 · #4Hi Katja,
nur als Tipp: wenn Du keine Ärztin bist, würde ich nicht solche Aussagen machen.
Deshalb mein Hinweis auf das Wiki, da es ein sehr häufiges Thema hier war und eigentlich alles gesagt wurde!
Sonnige Grüße
Christian
P.S. Etosha zählt übrigens laut Tropeninstituten etc. durchaus während der Regenzeit zum Malariagebiet.
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fluxThemenstarter82 Beiträge · seit 201114. Apr. 2011 · #5Vielen Dank Euch beiden!
Ich werde im August im Etosha National Park sein.
Ich werde wohl noch einen Tropenarzt in meiner Nähe besuchen und Ihn befragen, damit ich mir sicher bin.
Bazi2'721 Beiträge · seit 200614. Apr. 2011 · #6Das ist die beste Lösung.
Ich würde mich in punkto Gesundheit nie auf die sicher sehr gut gemeinten Meinungen und Empfehlungen von Laien verlassen.
Gisela
JUKoehler415 Beiträge · seit 201014. Apr. 2011 · #7Wie hier Gisela schon ganz richtig schreibt: verlasse Dich bei der Beantwortung dieser Fragen bitte nicht auf ein Forum - dazu bist Du viel zu individuell!
Zitat AZonline vom 03.03.2011 (
LINK )
"Malaria-Prophylaxe
In den vergangenen Jahren hat sich die Verbreitung der Anopheles-Mücke nach Süden ausgebreitet, während der Parasit Plasmodium falciparum (einzelligen Parasit, der als Krankheitserreger der lebensgefährlichen Malaria tropica beim Menschen überragende Bedeutung hat) zunehmend resistent gegen die Prophylaxe geworden ist.
Es ist deshalb immer wichtig zu beachten, wann man nach Namibia reist, wohin und wie lange. Das Malariarisiko ist während der Regenzeit (Oktober bis Mai) im Norden (zentraler Norden, Regionen Kavango und Caprivi) besonders hoch.
Die zentralen und zentralnördlichen (inklusive Etoscha-Nationalpark) Landesteile weisen nur in der Regenzeit ein gewisses Malariarisiko auf, der äußerste Nordwesten, die Küste und der südliche Landesteil sind keine gefährdeten Gebiete. Besuchern, die in Malaria-Gebiete reisen wollen, wird empfohlen, sich bei ihrem Arzt oder direkt im Urlaubsland über eine Prophylaxe zu informieren.
Da die Inkubationszeit von Malaria mindestens sieben, höchstens zwölf Tage beträgt, befinden sich viele Reisende bereits wieder in der Heimat bzw. in einer Stadt, wo sie problemlos behandelt werden können, wenn die Malaria ausbricht. (Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Durchfall und Erbrechen) Sollte man aber länger als die genannte Zeit unterwegs sein, empfiehlt sich ein Malaria-Schnelltest, der in der Apotheke erhältlich ist. Von einem Arzt in Namibia kann man sich des Weiteren die Medikamente für die Behandlung mitgeben lassen, wenn man weiß, man ist lange im Busch und hat keine Möglichkeit Krankenhaus oder Arzt zu erreichen. Es ist empfehlenswert, sich die Medikamente vor Ort verschreiben zu lassen, da der Malariaerreger bereits gegen einige Wirkstoffe resistent ist.
Prinzipiell ist es immer besser, mit entsprechenden Mitteln Malaria vorzubeugen:
- lange Hosen und langärmlige Hemden, bzw. T-Shirts, besonders in der Dämmerung,
- Moskitocremes oder -sprays
- Moskitonetz
- Anti-Mücken-Hilfsmittel (z.B. Anti-Mückenspi- rale)
- Fenster und Türen weitgehend geschlos- sen halten, wenn keine entsprechenden Schutzgitter vorhanden sind"
LG
Jens-Uwe
Ach ja, Gelbfieber: wird nur notwendig sein, wenn Du über ein Gelbfiebergebiet einreist.
(ich bin kein Laie 🙂 )
Swakop521'223 Beiträge · seit 201014. Apr. 2011 · #8flux schrieb:Vielen Dank Euch beiden!
Ich werde im August im Etosha National Park sein.
Ich werde wohl noch einen Tropenarzt in meiner Nähe besuchen und Ihn befragen, damit ich mir sicher bin.
Kein in Mitteleuropa ansässiger Arzt oder sog. Tropenarzt weiß wie es zu welcher Jahreszeit wie in NAM aussieht. Es ist Illusion dort eine realistische Antwort zu bekommen, eher Ratestunde, aber eher bei einem in NAM ansässigen Arzt, der nicht einmal Tropenmediziner sein muß.
Risiko:
Es hat in diesem Jahr viel Regen gegeben und es ist sehr viel Wasser im Veld, daher wird es bis in die Winterzeit viele Moskitos geben. Der August ist aber normalerweise sehr trocken mit nicht allzuvielen Moskitos.
Lies mal die diversen älteren Threads durch:
Du hast durchaus die Chance in Windhoek einen ansteckenden Malariabiß zu bekommen, und in der Etoschapfanne keinen. Hängt immer davon ab ob sich dort Anopheles-Mücken befinden, und ob ein Infizierter vorher von diesen gestochen wurde.
Ich habe mich jahrelang im Bereich Etoschapfanne, südliches Ovamboland und Tsumeb aufgehalten und dort gelebt. Ohne Prophylaxe und ohne Malaria. Wo käme man hin, das ganze Jahr Chinin oder Antibiotikaprophylaxe zu futtern?
Wer ins Ausland reist hat immer ein Restrisiko. In Deutschland kann man auch vom Zeckenstich oder vor Angst sterben. So ist es auch in NAM. Man kann auch vor Angst in der Etoschapfanne Prophylaxe futtern wenn einem besser dabei ist. Ich tue es nicht, würde es aber in diesem Jahr im nörlichen Ovamboland, Kavango und Caprivi nehmen. Bis einschließlich Juni.
Aber: Du mußt es allein für Dich entscheiden.
Das Risiko ist und bleibt die Nähe von Menschenansammlungen, worunter sich immer Infizierte befinden können. Die sind das Risiko durch Mithilfe der Anopheles-Mücke als Überträger.
Nimm Prophylaxe mit und frage einen Arzt in NAM, ob sinnvoll oder unnötig.
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Tobias499 Beiträge · seit 200614. Apr. 2011 · #9Hallo Marc,
probier mal die Suchfunktion. Auch ich habe mich (als promovierter Mediziner) mehrfach zu dem Thema geäussert. Und Badboy's Kommentar stimme ich zu.
Gruss
Tobias
JUKoehler415 Beiträge · seit 201014. Apr. 2011 · #10Kein in Mitteleuropa ansässiger Arzt oder sog. Tropenarzt weiß wie es zu welcher Jahreszeit wie in NAM aussieht. Es ist Illusion dort eine realistische Antwort zu bekommen, eher Ratestunde, aber eher bei einem in NAM ansässigen Arzt, der nicht einmal Tropenmediziner sein muß.
Hm, woher kommt diese Erkenntnis?
Ich beziehe meine Information über ein weltweit vernetztes survey (14-tägiges update)
Basis dafür ist die Erfassung und Auswertung von Informationen über Infektions- und andere reiserelevante Gesundheitsrisiken. Basis dazu sind wiederum u.a. internationale reisemedizinische Informationsnetzwerke (denen natürlich auch namibische Kollegen angehören) aus mehr als 200 Regionen. Ich habe mir die Erfassung vor Ort angeschaut und war erstaunt, wie akribisch und ernsthaft das die Kolleginnen und Kollegen im Malariagebiet vor Ort machen. Warum sollten wir diesen Informationen nicht trauen?
Aber diese Diskussion haben wir ja alle Jahre wieder...
flux, Du hast Dich ja schon ganz richtig entschieden!
kowo359 Beiträge · seit 201014. Apr. 2011 · #11Liebe Fomis,
eigentlich wollte ich mich ja nicht an dem Thread beteiligen. Da dieser aber anscheinend eines der Lieblingsthemen aufgreift und wieder etwas ausartet kribbelt es doch in den Fingern.
Auch wenn früher schon eingehend darüber diskutiert wurde finde ich es persönlich auch immer wieder gut wenn Themen von Interesse neu aufgegriffen werden, da viele neue User sich einfach nicht durch die alten Beiträge wühlen wollen.
Also richtig ist es sich eine eigene Meinung zu bilden und sich diese nicht aufzwingen zu lassen. Aber genauso wichtig ist es, sich ein möglichst klares Bild mit Hilfe aller Beiträge zu machen. Hier würde ich ganz persönlich jedoch abwägen ob diese Beiträge von Usern stammen die in Europa wohnen und vielleicht einmal im Jahr im Urlaub nach Namibia kommen und solchen die hier im Malariagebiet wohnen.
Ärztlicher Rat aus Deutschland ist zwar legitim aber da kommt es total drauf an, an wen man gerät: bei unserer Vorbereitung zum Auslandsaufenthalt hatten wir Ärzte die uns für verrückt erklärt haben mit Kindern in den Caprivi zu gehen (Tropeninstitut Berlin) und solche die absolut kein Risiko sahen. Die ganze Bandbreite.
Natürlich ist Malaria eine der häufigsten und tödlichsten Krankheiten im südlichen Afrika und nicht zu unterschätzen. Die Frage lautet aber warum ist das so? Unter anderem weil solche Menschen daran sterben, die a) nicht oder nicht rechtzeitig behandelt werden weil sie dazu nicht in der Lage sind, b) aus Unwissenheit und c) räumlicher Entfernung zu Ärzten und bitterer Armut. Für alle anderen ist das Risiko gegeben aber bis zu einem gewissen Grad kalkulierbar. Ich kenne die Statistiken zwar nicht aber bin mir sicher, das das Risiko für Mitteleuropäer höher ist durch einen Autounfall, Überfall und vielleicht Saufen in Verbindung mit fettem Essen an der Hotelbar zu sterben als durch Malaria.
Tatsache ist: Wir (zwei Erwachsene mit zwei Kindern 1 und 5) leben im Caprivizipfel und hatten bisher noch keine Malaria. Wir sind erst seit einem halben Jahr hier und damit bestimmt nicht die allwissenden aber wir haben bei unserer Ankunft Prophylaxe genommen. Wir wollten uns erst einmal ein Bild der Gefährdungslage machen und die ärztliche Versorgung checken. Nachdem wir dies getan hatten und uns auch mit hier wohnenden Menschen und Ärzten unterhalten haben, haben wir die Prophylaxe eingestellt. Das Risiko ist für uns aber auch geringer da wir abseits wohnen, früh ins Bett gehen und früh aufstehen und unser Haus relativ Mückenfrei bekommen haben.
Hilfreich vor Ort waren neben den Einheimische zum einen der Apotheker der Luisenapotheke in Windhoek und seine Angestellte die lange im Caprivi gewohnt hat und bei unserer Ankunft unser örtlicher Arzt. Die Malariafälle haben (jedenfalls hier im Caprivi) seit einigen Jahren übrigens rapide abgenommen.
Aber gerade Touristen sind besonders gefährdet, da sie sich meist in Gruppen aufhalten (nur eine bereits infizierte Mücke überträgt die Malaria) und nunmal gerne bei Dunkelheit noch draußen sitzen. Neben den Repellentien, geschlossenen Moskitonetzen, heller Kleidung usw. würde ich daher bei einem Kurzaufenthalt immer zur Prophylaxe tendieren. Die Frage ist da eher welches Mittel.
Und: bei jedem Fieber ab zum Arzt, auch wenn man nebenbei noch Schnupfen hat und meint sicher zu sein das es nur eine Erkältung ist. Auch bei Rückkehr nach Hause darauf bestehen. Der Test kostet nur ein paar Dollar ist relativ (nicht ganz) sicher und beruhigt. Unsere Krankenversicherung mag es uns verzeihen aber wir haben schon einige Tests hinter uns.
Gruß Kowo
DEDieter ElstermannGast14. Apr. 2011 · #12Während der Regenzeit bis Ende April ist der gesamte Norden Namibias Malariagebiet, dazu gehört auch Etosha. Wenn man keine Prophylaxe einnehmen will, sollte man wenigstens Standby Medikamente ( z.B. Malarone ) mitnehmen und ie bei unklarem Fieber etc. einnehmen. Ich habe mehere Jahre als Arzt im Owamboland gelebt und vile Patienten mit Malaria behandelt.
Fahamu58 Beiträge · seit 201115. Apr. 2011 · #13Hallo Flux,
nach den letzten regenreichen Wochen, kann ein Notfallmedikament bestimmt nicht schaden.
Mach es wie ich, mein Hausarzt gibt mir das Notfallmedikament mit.
Wenn ich ihm später die Orginalverpackung unbeschädigt zurück bringe,
stellt er sie mir auch nicht in Rechnung 🙂
Ein schönes Wochenende wünscht
Fahamu
Tobias499 Beiträge · seit 200615. Apr. 2011 · #14Hallo,
einige Fomis berichten auch, dass ihre Krankenkassen die Kosten für die Malariaprophylaxe übernommen haben!
Viele Grüsse
Tobias
JUKoehler415 Beiträge · seit 201015. Apr. 2011 · #15Ergänzung zu Tobias Beitrag:
LINK zu den Kostenübernahmen der verschiedenen KassenStand 13.04.2011
Gruß
Jens-Uwe
Kandanga115 Beiträge · seit 201015. Apr. 2011 · #16Der Bericht von Jens-Uwe ist sehr gut. Ich kann noch empfehlen, hom. Globolis in der Namib (?) Pharamca bei Frau Schörgkhofer zu holen. Ich nehme diese seit Jahren und bin oft in Malaria Gebieten. Seit ich sie nehme, habe ich keine Anfälle mehr. Wer nicht dran glaubt, soll`s bleiben lassen. Die Nebenwirkungen der Chemie sind manchmal nicht unerheblich. Und mit den Tipps von Jens Uwe, sollte jeder ohne Malaria heim kommen. Ich habe in 11 Jahren als Reiseleiter noch keine malariainfizierte Touristen erlebt. Aller-
dings schon welche, die von der Chemie gequält wurden.
Gruß,
Kandanga
JUKoehler415 Beiträge · seit 201015. Apr. 2011 · #17Hallo Hugo (Kandanga), ich habe keinen Bericht geschrieben. Sicher meinst Du aber das Zitat aus der Allgemeinen Zeitung Namibia, das ich hier eingestellt habe.
Um es ganz klar zu sagen: Ich habe Homöopathika zur Malariaprophylaxe nicht empfohlen - werde ich auch niemals.
Schon klar, dass Du keine malariainfizierten Touristen sehen kannst... Ich gehe davon aus, dass Du keine Untersuchungen bei Deinen Kunden machst - dann kannst Du natürlich auch die frische Infektion eben noch nicht sehen. An Malaria erkrankte Touristen wirst Du ebenfalls kaum sehen, weil die meisten bereits wieder zu Hause sind, wenn die Inkubationszeit abgelaufen ist. Ich schon!
Und dann zitierst Du nochmal meine Tipps - Meine Richtigstellung dazu: ich habe KEINE Tipps abgegeben und ich werde in diesen Medien auch zukünftig keine konkreten reisemedizinische Tipps abgeben, weil sowas immer nur ganz individuell geschehen MUSS.
Nichts für Ungut, aber das musste ich richtigstellen.
Ein schönes Wochenende
Jens-Uwe
Red71192 Beiträge · seit 201116. Apr. 2011 · #18Ich habe bei einer aktuellen Buchung ein Blatt mit Hinweisen bekommen.
Dies kommt von Udo Weck der die Reservierung für die Vingerklip Lodge macht.
Das schreibt er zum Thema Gesundheit
Malaria:
Malaria wird ausschliesslich von der Anopheles Mücke übertragen. Jedoch NUR von den weiblichen Tieren und von diesen nur von ganz wenigen "Trägerinnen". Man kann also durchaus 10 oder 50 Stiche bekommen (passiert jedoch nie) und keine
Malaria bekommen. Die Mücken brüten auf offenem, stillstehenden Wasser, oder
auf grossen Rasenflächen, die regelmässig gewässert werden. Offenes und
stillstehendes Wasser wie auch grosse Rasenflächen hat Namibia jedoch SEHR
wenig. Andererseits ist es jedoch Tatsache, dass sich Malaria weltweit immer weiter ausbreitet. Die Gründe dafür sind (laut englischer Wissenschaftler):
1) Die Einnahme von Prophylaxen während der letzten Jahrzehnte
(Die Mücken sind mehr und mehr resistent geworden) und
2) Moderne Transportmittel wie Flugzeug und Auto, durch welche die Mücken
verbreitet werden. (Man kann heute in Europa Malaria bekommen, wenn man
im Nahbereich der grossen Flughäfen wie Frankfurt, London, Paris, Zürich,
Amsterdam etc. lebt. Anscheinend gibt es zur Zeit einen Durchschnitt von 17
Fällen pro Jahr in Europa.)
Wir, die wir hier leben, nehmen fast alle keine Prophylaxe, obwohl wir genauso
wenig "immun" sind wie jeder Besucher. Trotzdem haben die meisten von uns noch
nie Malaria gehabt, selbst wenn und wannimmer wir im Caprivi oder Kavango waren. (Dort ist das Risiko höher als im sonstigen Namibia, weil es viel offenstehendes
Wasser geben kann wenn die Flüsse gut Wasser führen oder geführt haben und das Wasser über die Ufer getreten sind.)
Die beste Prophylaxe, die man machen kann, ist die sog.
"Expositionsprophylaxe". Dies heisst, dass man ab der Abenddämmerung bis zur Morgendämmerung - denn nur dann ist die Anophelesmücke wirklich aktiv - lange
Hosen, feste Schuhe mit dickeren Socken, lange Hemdärmel etc. tragen sollte und
nicht kurze Hosen, Sandalen ohne Strümpfe, T-Shirt, etc. Wenn man sich "richtig"
wie genannt anzieht, hat man nur noch Hände, Gesicht und Hals frei. Hier kann man
sich mit "Autan" oder dem hier in Namibia hergestellten "Fabupharm" (nichts anderes als Zitronella-Öl auf Vaseline-Basis) schützen und braucht dann keine andere
Prophylaxe. Somit würde man auch die teilweise schlimmen Nebenwirkungen der
diversen Prophylaxen vermeiden ! (Auch in den Gebieten Kavango / Caprivi
verlassen die meisten von uns sich bisher erfolgreich ausschliesslich auf
Expositionsprophylaxe !)
Wenn ein Gast trotzdem lieber eine Prophylaxe nehmen will (trotz eventuellen und
manchmal schlimmen Begleiterscheinungen) so würden wir in jedem Fall abraten
von "Lariam" denn dieses ist keine Prophylaxe, sondern eine Kur ! Wenn jemand
"Lariam" als Prophylaxe genommen hat und dann trotzdem Malaria bekommt - was
durchaus möglich ist - , hat er/sie ein richtiges Problem weil es dann anscheinend
nur noch ein Mittel als Kur gibt, und dieses anscheinend nur in den USA. Die
Tatsache, dass europäische Ärzte immer noch ab und zu "Lariam" als Prophylaxe
verschreiben, hat unserer Meinung nach mit der Rechtsfrage zu tun. Auch sind die
Prophylaxen in Europa extrem teuer und man könnte in Südafrika für hiesige
Zustände hergestellte Prophylaxen für einen Bruchteil der europäischen Kosten hier
in Windhoek oder Swakopmund in (auch deutschsprachigen) Apotheken
bekommen.
Ein "Stand-by Mittel" würden wir auch nicht empfehlen, es sei denn es ist jemand
dabei, der feststellen kann, dass man wirklich Malaria hat. Und Letzteres sollte man
hier (oder zu Hause nach der Inkubationszeit) doch lieber von einem Arzt machen
lassen.)
Eine noch ganz wichtige Sache betreffend Malaria:
Wenn sich jemand mal von einem Arzt auf Malaria untersuchen lassen will, wird dem Patienten ein Tropfen Blut abgenommen indem man ihm einen kleinen Stich in den
Finger macht. Hier bei uns können die Ärzte innerhalb von 10 Minuten feststellen ob
man Malaria hat, und, falls positiv, innerhalb von 30 Minuten welche Malaria.
Das Wichtige dabei ist, dass bei dem Patienten zur Zeit der Blutabnahme die
Temperatur so hoch wie möglich sein muss ! (Bei Malaria gibt es eine Fieber- kurve, die rauf und runter geht.) Sollte die Blutabnahme erfolgen wenn die
Fieberkurve ganz unten ist, wird der Arzt Malaria nicht feststellen können !
Swakop521'223 Beiträge · seit 201016. Apr. 2011 · #19Stimmt nur bedingt, und dazu ist der liebe Udo Weck als Nichtmediziner ganz schön mutig, zumal er auch nicht die Mittel kennt, die Ärzte zumeist verschreiben. Es ist eigentlich vorher alles gesagt worden. Der letzte Beitrag ist nicht unbedingt hilfreich, wie Dir die Mediziner hier im Forum bestätigen werden.
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
ELelhu22 Beiträge · seit 201116. Apr. 2011 · #20Hallo zusammen
Wir waren vor ca. 3 Wochen beim Arzt und klärten die benötigten Impfungen ab, die wir für unseren Urlaub im September in Namibia brauchen.
Gegen Malaria haben wir uns nicht impfen lassen, sondern wir nehmen ein Notfallmedikament (Malarone) mit. Wir hatten noch eines, welches wir vor einigen Jahren für eine Reise nach Vietnam kauften.
Das Malarone haben wir nach unserer Vietnam-Reise auch schon Freunden für ihre Südamerika-Reise mitgegeben und nehmen es nun dieses Jahr nach Namibia mit. So ein Notfallmedikament kann immer wieder mitgenommen werden (Verfallsdatum beachten).
Wenn jemand von uns am Abend, wenns dunkel wird, krank wird und niemand mehr auf die Strasse geht (wir wissen nicht, ob das wirklich so ist - wir sind das erste Mal in Afrika/Namibia), bin ich doch beruhigt, dass wir ein Medikament dabei haben, dass wir nehmen können. Den Arzt würden wir am nächsten Tag auf jeden Fall aufsuchen.
Gruss Elian