Ist Namutoni mückenfrei?

31 Antworten · 7’582 Aufrufe · gestartet 11. März 2011 von carancho
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Themenstarter13 Beiträge · seit 201111. März 2011 ·
Hallo zusammen,

nachdem nun unsere Route komplett ist und alle Unterkünfte gebucht sind, haben wir festgestellt, dass es in Namutoni scheinbar keine Moskitonetze gibt. Das kann man unter der virtuellen Tour bei NWR sehr gut sehen. In Halali und Okaukuejo sind Moskitonetze vorhanden, wie eigendlich in allen von uns gebuchten Unterkünften. Da hier immer wieder geschrieben wird, das Etosha zum Risikogebiet für Malaria gehört hat uns das sehr gewundert.

Wir würden nun gerne von Euch wissen, ob das so stimmt. Also ob dort wirklich keine Moskitonetze vorhanden sind, ob sie nicht benötigt werden, oder ob man sich sinnvollerweise ein Netz mitnehmen sollte. Ach ja, falls es wichtig ist, wir werden Anfang Juni dort sein.

Danke schonmal im voraus für Eure Antworten.

Viele Grüße
Tina+Andreas
2’047 Beiträge · seit 200711. März 2011 ·
Hallo Tina und Andreas,
ob es in Namutoni Moskitonetze gibt kann ich Euch leider nicht sagen. Eigentlich sind die Camps aber ähnlich ausgestattet, dafür gibt es aber bei NWR keine Garantie.
Namutoni ist die unattraktivste Unterkunft in Etosha und Preis/Leistung sind nicht akzeptabel. Ich übernachte daher im Osten immer außerhalb des .Parks.Das würde ich Euch im Zweifel auch raten (ich gehe nach Sachsenheim, mit mehr Geld sind die näherrgelegenen Lodges sicher auch attraktiv)
Mückenfrei ist es dort aber definitiv nicht. Das Malariarisiko begrenzt sich aber ohnehin weitgehend auf die Regenzeit, d.h. ab Mai dürfte das kein Thema mehr sein. Mücken gibt es dann aber immer noch, die dich stechen können. Das gilt aber für beinahe das ganzze Land. Hier hilft im Zweifel auch Peaceful sleep. Für eine Nacht würde ich kein Netz mitnehmen.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
3’491 Beiträge · seit 200611. März 2011 ·
Hallo Tina und Andreas,
da kann ich Jaw wieder nur in jeder Hinsicht zustimmen. Namutoni hat auch unserer Meinung nach durch die Totalrenovierung unheimlich verloren. Wir haben es daher aus unserer Unterkunftsplanung gänzlich gestrichen.Zwar müssen wir dadurch das tägliche Hinein- und Hinausfahren in Kauf nehmen, aber dafür haben wir außerhalb des Osttores Unterkunftsvarianten, die sowohl vom Preis als auch von der Leistung her echte Alternativen sind.
Das Mückenrisiko ist in Namutoni genauso groß oder klein, wie in den anderen Etosha-Camps. Zu Eurer Reisezeit eher klein, aber vorhanden. Das Malaria-Risiko ist noch etwas kleiner, da es in Etosha "zu wenige" Malariaerkankte gibt - woher sollen die Mücken dann die Erreger bekommen, um sie weiterugeben zu können ?! Zudem sind m.W. inzwischen alle Unterkünfte mit Klimaanlagen ausgestattet - auch das hilft gegen die Mücken.
Dem verbleibenden kleinen Restrisiko kann man wirklich sehr gut mit Peacefullsleep o.ä. begegnen.
Gruß Joli
351 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Hi,

wir waren bei einer Tropenmedizinerin gewesen. Laut ihr besteht auf unserer Route ein mittleres Malariarisiko im Etosha und ein hohes in Tsumeb.Sie hat das nicht zeitabhängig gemacht.Wir sind dort Mitte Mai.
Wir wissen trotzdem noch nicht, was wir machen. Wahrscheinlich Malariaprophylaxe mitnehmen und dann kurzfristig entscheiden, was wir machen. Vielleicht vorher nochmal bei Vreugde nachfragen 😉 😕 ....keine Ahnung....und dann vom Gefühl her entscheiden.
Wenn man die Nebenwirkungen 🤢 abschätzen könnte....

LG
Alex
33,2k Beiträge · seit 200611. März 2011 ·
Hi Alex,

vorab: Ich bin kein Mediziner und habe folglich keine Ahnung!

Aus eigener Erfahrung, der ich in der Nähe Etosha aufgewachsen bin (übrigens ohne jemals ein Moskitonetz gesehen zu haben), ist das Risiko auf Höhe Etosha und südlich davon in der Regenzeit klein und in der Trockenheit gleich null. Und bei Danie und Elsie (unsere Nachbarn) auf Vreugde sieht das nicht anders aus!

Ansonsten schau mal im Wiki www.namibia-wiki.com/wiki/Kategorie:Gesundheit

Sonnige Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
154 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Hallo Alex

Zu den Nebenwirkungen kann ich dir Feedback geben. Wir waren vor 5 Jahren mit einer 37-köpfigen Reisegruppe in Südafrika unterwegs. Da wir mehrere Tage im Krüger NP verbracht haben, wurde uns allen dringend ans Herz gelegt, Malaria-Prophylaxe einzunehme. Nun, 36 Personen haben dies auch getan und ich kann dir versichern, alle - aber auch wirklich alle - haben im Nachhinein festgestellt, dass sie null Nebenwirkungen oder Probleme hatten. Niemand klagte über Übelkeit, Kopfschmerzen (und wenn, dann war der Grund ein anderer 😉 ) oder Änliches.

Wir werden dieselbe Malaria-Prohylaxe wieder nach Namibia mitnehmen.

lg
Vögali
Es stolpern mehr Menschen über ihre Zunge als über ihre Füsse.
zuletzt bearbeitet 11. März 2011
2’346 Beiträge · seit 200611. März 2011 ·
Hallo "Vögali",

ich halte deinen Kommentar zu den (nicht vorhandenen?) Nebenwirkungen von Malaria-Prophylaxe für recht blauäugig. Das klingt so nach dem bekannten Spruch "Esst Scheiße - Millionen Fliegen können nicht irren". Ganz so easy ist das nicht! Malaria-Prophylaxe sind kein Traubenzucker! Persönliche Erfahrungen - auch eigene - könnten sicher einen zehnseitigen Thread hier im Forum füllen (was ich aber keinesfalls provozieren möchte). Es lohnt sich also m. E. auf jeden Fall, mögliche Nebenwirkungen einer Prophylaxe mit in die Überlegungen einzubeziehen und mit einem Facharzt zu besprechen.

Viele Grüße
Armin
351 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Hi,

@Christian
😄 na dann kann ich mir das Fragen auf Vreugde ja schonmal sparen...
Und hier im Forum hab ich schon alles zum Thema Malaria gelesen,
das hat mich ja auch dazu bewogen, zur Tropenmedizin zu gehen...aber die Entscheidung, was wir machen, hab ich trotzdem noch immer nicht getroffen, auch wenn die Ärztin gesagt hat : "schön brav Malaria Prophylaxe nehmen!"Hab ja noch ca. 8,5 Wochen Zeit 😉. Mal schauen, wie mutig ich dann bin.....

@Vogäli
Ich nehme sehr ungern Medikamente ein...vor allen Dingen solche Sachen mit denen ich gar so keine Erfahrung habe und die Nebenwirkungen nicht einschätzen kannhab auch keien Lust nen ganzen Koffer Immodium mitzuschleppen...wie gesagt ich werde das gefühlsmäßig unterwegs entscheiden....Trotzdem Danke ist ja schonmal gut zu wissen 🙂

@Armin
Tropenmedizinerin : Och Gott, ich hatte bis jetzt noch nie Nebenwirkungen...man sollte hier den Schaden und den Nutzen miteinander aufwägen... 🤪 🤩
OOOOOOOOOOkay!!! 😄

LG
154 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
@armin

ich habe bloss eine persönliche Beobachtung geschildert - weiter nichts. Natürlich können die Mittel Nebenwirkungen haben, liest man ja auch in der Packungsbeilage.
Letztlich muss jeder selber entscheiden, was er einnimmt oder nicht.

lg
Vögali
Es stolpern mehr Menschen über ihre Zunge als über ihre Füsse.
1’222 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Ich kann der Aussage von Christian nur beipflichten.

Die Regel:
Viel Regen, viel Wasser, viele Moskitos.

Hab schon vor 30 Jahren die Etoschapfanne in der Regenzeit zu Fuß plattgelaufen; keiner von uns hat die damalige eklige Prophylaxe von Chininpillen, so groß wie die halbe Hand, geschluckt, und es hat nie einer Malaria bekommen, obwohl wir total zerstochen waren.

Aber es ist wie im Lotto: ist ein Infizierter von einem Mossie gestochen worden, und dieser Mossi findet Dich, dann hast Du eben die A-Karte.

In Namutoni wäre ich heute etwas vorsichtiger, denn dort gibt es eine Anhäufung von Menschen aus Risikogebieten, wo der eine oder andere möglicherweise Träger der Krankheit sein könnte.

Übrigens hat es nie mossiefreie Zeiten in der Etoschapfanne gegeben; nur in der Trockenzeit im Winter sind sie eben weniger.
Im übrigen habe ich fast 7 Jahre in Tsumeb gelebt, wo auch niemand aus meiner Umgebung jemals Malaria hatte. Man kann doch nicht tagaus tagein Prophylaxe schlucken; die heutige Prophylaxe ist Antibiotika und ist nicht unschädlich. Zum Teil verursachen selbst Mittel wie Malarone bei einigen kräftig "Montezumas Rache".

Malaria kann man sich in Keetmanshoop, in Windhoek, in Kamanjab oder sonstwo einfangen. Früher sorgten die Stadtverwaltungen dafür, daß offene Wassertanks oder Wässer etc. mit ein paar Tropfen Petroleum beträufelt wurden um die Mossies vom Brüten abzuhalten. Leider passiert das seit der Unabhängigkeit nicht mehr. Entsprechend ist auch die Rate der Infektionen in den Ortschaften gestiegen. Aber auch hier ist es wieder wie im Lotto...

BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 11. März 2011
351 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Im Lotto hab ich so gut wie nie Glück..... 🙁 😄
461 Beiträge · seit 200811. März 2011 ·
Immer wenn das Thema Malaria hochkommt wird erzählt dass man schon lange dort ist und nicht krank geworden ist. Parallel rät der Arzt die Malariaprophylaxe zu nehmen.

Fakt ist doch:
- Wer dort lebt muss damit notgedrunden anders umgehen. Wer krank wird lässt sein Blut untersuchen und nimmt dann das passende Gegenmittel.
- Wer als Tourist kommt muss sich diesem Risiko nicht aussetzen. Malaria ist eine ganz üble Krankheit.
- Jedes Medikament hat Nebenwirkungen, steht ja auch so auf den Beipackzetteln. Ich hatte auch noch nie Nebenwirkungen und meine 75 Jahre alten Eltern auch nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist klein.
- Die Wahrscheinlichkeit Malaria zu bekommen ist ebenfalls klein.

Man kann nun abwägen zwischen eventuellem Kopfweh/Durchfall und eventueller Malaria. Die Unterschiede in den Konsequenzen sind enorm.

Der Arzt ist die Fachperson und sagt nimm die Prophylaxe. Ja um himmelswillen hört doch auf den Arzt - beim Auto hört ihr ja auch auf den Mechaniker !

Wünsche allen weiterhin viel Gesundheit.

Gruss
Tom
3’766 Beiträge · seit 200611. März 2011 ·
Es war mir gar nicht bewusst wie lange ich auf mein Lieblingsthema verzichten musste 😄 😄

Hast du angst vor dem Medikament- dann versuch doch mal die Krankheit 😛

so ähnlich ein passendes englisches Sprichwort - Grüsse K.
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
351 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Hatte ich da was falsch verstanden???
Durch die Prophylaxe wird nicht die Infektion verhindert sondern nur die Symptome unterdrückt????
Zusätzlich zur Prophylaxe nuß man dafür sorgen, dass man nicht gestochen wird.
Wenn mir garantiert werden kann , dass die Prophylaxe die Ansteckung verhindert, wäre das ein Argument, die Medikamente auf jeden Fall zu nehmen.
Es erschliesst sich mir nur nicht, wenn ich die Ansteckung dadurch nicht verhindern kann...
Ich dachte, wenn man einmal Malaria hat, kann die immer mal wieder ausbrechen....
Das heißt, wenn ich Malariaprophylaxe einnehme, gestochen werde und das Pech habe, dass die blöde Mücke infiziert war,dann bekomme ich keine Symptome...wegen der Prophylaxe.
Es kann aber sein, dass die Malaria dann irgendwann später ausbricht, oder lege ich hier total daneben???? 🙄
LG
Alex
1’222 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Tom,
hinterfrage doch mal kritisch: wie viele Ärzte gibt es, die höchstens mal einen Schwarzen aus Afrika gesehen haben, mehr auch nicht, geschweige denn in Afrika waren?

Wie soll so eine Person mir eine qualifizierte Antwort geben? Auch ein Arzt ist ein Mensch, der nicht alles wissen kann. Am allerwenigsten wo man wie welche Prophylaxe nehmen soll. Wie viele Doc´s verschreiben Medikamente die sie noch nie verschrieben haben, - sie tun das weil ihr Computer das sagt.

Auch mit den Nebenwirkungen kommt es manchmal aus heitem Himmel. Malarone habe ich zweimal bestens vertragen, beim dritten Mal hat selbst Immodium Montezumas Rache nicht stoppen können. Das nächste Mal nehm ich wahrscheinlich nix mehr. Und verlasse mich aufs Lotto, das ich auch sonst nie gewinne, und hoffe daß Herr Murphy nicht um die Ecke lauert....

BadBoy

P.S. @ Alex
Google mal ein bischen, gib ein "Malaria"...
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 11. März 2011
351 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Der Artz kuckt in ein Buch und auf eine Karte...dann befindet man sich z.B.bei Etosha so ungefähr genau im Grenzbereich zwischen ja und nein....
Supi..... 🙂

@ Bad Boy
Hab ich doch schon 🤨
zuletzt bearbeitet 11. März 2011
Gast11. März 2011 ·
Hier kannst Du mal etwas stöbern und es ist die Richtline unserer Regierung.....
📎 http://www.namibia-forum.ch/media/kunena/attachments/legacy//files/MalariaMerkblatt.pdf


PS: Ich nehme nix mehr, da es mich vor Jahren mal arg gebeutelt hat - die Prophylaxe. Hab aber immer ein Stand By mittel mit.

Coartem + Doxy

Gruß
zuletzt bearbeitet 11. März 2011
351 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
Danke Sambezi,

da steht mehr und vor allen Dingen Anderes, als das was die Tropenmedizinerin gesagt hat....
Die hat aber auch gemeit, dass in Deutschland nicht mehr gegen Polio geimpft wird.....wurde mir mittlerweile auch widerlegt 😕
Das macht mir Angst...was soll nur aus uns werden, wenn die Mediziner einem jetzt acuh schon veräpplen 🤩 😄
351 Beiträge · seit 201011. März 2011 ·
AAAAAAAAAAAAAAAAHHHH, du hast ganz viel Immodium gebraucht???? 😮 🤩
3’766 Beiträge · seit 200611. März 2011 ·
Alex0807 schrieb:
Es kann aber sein, dass die Malaria dann irgendwann später ausbricht, oder lege ich hier total daneben???? 🙄
LG
Alex
Ja das tust du, aus meiner Sicht 😛

Das Medikament reichert das Blut mit Abwehrstoffen an, wirst du angesteckt hat das Blut in der Regel genügend Abwehrstoffe um einen Ausbruch zu verhindern, nimmst du das Mittel genügend lange über den Zeitpunkt der Ausreise aus solchen Gebieten, ist die Wahrscheinlichkeit gross dass alles vorbei ist bezw. nie ausbricht. Ohne, falls es zur infiszierung kommt, können sich die Erreger in aller Ruhe verbreiten (und lange unendeckt bleiben) bis zu dem Grade wo es tötlich enden kann.

Schau die mal im Netz Filme an von sterbenden Malariapatzienten, ich denke dagegen ist etwas Durchfall und Kopfweh das ggf bei Wenigen auftreten kann "Kinderkram"

Ich weiss nicht weshalb bei den möglichen Nebenwirkungen von Malariamedikamenten so ein "Theater" gemacht wird, hingegen wird tonnenweise
anderes "Zeugs" geschluckt ohne auch nur ein Blick in den Beipakzettel zu werfen 😛

Ich persönlich bin deshalb froh das ein falscher Entscheid (Malaria) nur der betroffenen Person schaden kann - man stelle sich vor wenn es sich wie die Schweinegrippe übertagen liesse - dann würden Viele zur Imfpung rennen, notabene, ohne zuvor den Beipakzettel zu lesen 😄

Macht was ihr für richtig haltet - es ist eure Gesundheit.

Viel Glück bei der richtigen Entscheidung wünsch ich, Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 11. März 2011