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Im Atkora Gebirge im Norden Benins lebt der Hexer. Sein Volk hat Hütten in den Bergen und im Tal. Wenn die Felder bestellt werden müssen, übersiedeln alle arbeitsfähigen Männer und Frauen aus den kühleren Bergen ins Tal. Zurück bleiben nur die Alten und Kinder.
Ein uralter Brauch vor der Bestellung der Felder ist den Boden zu befruchten. Der Feldbesitzer bohrt ein Loch in die Erde, steckt seinen Penis hinein und befruchtet mit seinem Samen den Boden.
Der Hexer ist viel mehr als der Häuptling, Zauberer und Heiler. Nach seinem Altergefragt: 90 Jahre. Da habe ich ernsthafte Zweifel. Anderen Orts alte Männer befragt, hören wir häufig als Altersangabe 90 Jahre.
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Zu den Insignien seiner Häuptlingswürde gehört die rote Kappe, die Pfeife und der Lendenschurz aus Antilopenleder.
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Seine Frau. scheint wesentlich jünger zu sein. Die Schnittnarben im Gesicht sind Schmucknarben, Stammeszeichen und sollen vor dem eindringen böser Geister schützen.
Bei einigen Stämmen in Afrika werden den Mädchen vorn im Ober, - und Unterkiefer je ein Schneidezahn entfernt. Nach dem Sinn gefragt habe ich immer nur die Antwort bekommen – Tradition.
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Tochter, Urenkelin, Enkelin? Auch hier die Schmucknarben im Gesicht des Kindes.
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Die meisten Afrikaner haben überhaupt kein Verhältnis zu Tieren. Die Hühner werden nicht gefüttert. Entweder finden sie genug oder verhungern, deshalb sind sie auch zäh wie Leder und kaum genießbar. Hunde sieht man im Vergleich mit anderen Ländern in Benin selten und dann sind sie meist im beklagenswerten Zustand.
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Ganz anders bei dem Hund des Hexers. Das Tier ist gepflegt und gut genährt.
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Zwischen dem Hexer und seinem Hund besteht ein inniges Vertrauensverhältnis. In beiden Gesichtern ist eine tiefe Zufriedenheit.
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In den weitgehend von der Zivilisation unberührten Regionen gibt es noch die mit Gras gedeckten Lehmbauten. Bei fast vierzig Grad ist es eine schweißtreibende Angelegenheit im Gelände herum zu laufen. Der Schweiß kommt aus allen Poren. Meine Sorge war immer, dass Schweiß zwischen Display und Gehäuse gerät und die Kamera lahm legt.
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Küche, Wohnraum, fast alles spielt sich im Freien ab. Fließendes Wasser, Elektrizität, Radio Fernsehen nichts dergleichen. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, scheinen diese Menschen zufrieden zu sein. Am Abend sitzt die Großfamilie zusammen. Der Hexer erzählt Gesichten. Überlieferte, erfundene
egal, gebannt hören alle zu.
Kein Streben nach immer mehr. Häufig wird behauptet die Afrikaner wären nur faul. Nein, dass ist nicht richtig. Sie verhalten sich dem Klima angepasst.
Vieles was wir als Fortschritt sehen, verhindert ihre Genügsamkeit.
Siggi
Menschen für Afrika begeistern
http://www.safaris-in-afika.de