CHChristineThemenstarter38 Beiträge · seit 200631. Mai 2006 · #1
Hallo alle Zusammen, hier unser "etwas anderer" Reisebericht: Ohne eine ganze Heerschar von himmlischen und irdischen Schutzengeln wäre unser wunderschöner Namibia-Urlaub nach nur acht Tagen wohl innerhalb weniger Sekunden schlagartig beendet gewesen: Am Mittwoch, 3. Mai 2006, gegen 16 Uhr, überschlug sich unser Toyota Landcruiser (als Bushcamper) auf der C 35 - etwa 30 km vor Uis. Wie eines der beigefügten Fotos zeigt, blieben vom Aufbau nur Trümmer übrig, die über etliche Meter auf der Straße verstreut herumlagen - daneben unser gesamtes persönliches Gepäck! Wir krochen leicht benommen auf der Fahrerseite durchs Fenster ins Freie. Dank Sicherheitsgurt und besagten Schutzengeln waren wir mit ein paar Schnitt- und Schürfwunden sowie einigen schmerzhaften Prellungen davon gekommen. Beim Anblick unseres platt gedrückten Autos konnten wir das selbst kaum fassen... eine halbe Sekunde ohne volle Konzentration, eine lang gezogene Rechtskurve und eine tückische Bodenwelle („Wanne“) am linken Fahrbahnrand. Schon schleuderte das Fahrzeug... Wir hatten uns an diesem Tag sicher nicht zu viel vorgenommen. Aus Swakopmund kommend, wo wir (nach einer Urlaubswoche und über 1.000 km Schotterpisten-Erfahrung) zwei erholsame Tage verbracht hatten, waren wir unterwegs über Hentiesbaay zum Restcamp bei Uis - also kurz vor unserem Ziel... Aber zurück zu unseren irdischen Schutzengeln: Am Steuer des ersten Wagens, der einige Minuten nach dem Unfall anhielt, saß Daniel Wessels, Pensionär aus Swakopmund, Vater von Restcampbetreiber Xaragu. Er kümmerte sich um uns, half ruhig und besonnen dabei, das Chaos etwas zu ordnen. Ihm gebührt dafür unser ganz besonderer Dank! Zumal er auch dafür sorgte, dass der nächste Fahrer in Richtung Uis dort sowohl die Polizei informierte als auch kompetente Helfer zum Abtransport unserer ‚Trümmerlandschaft’ organisierte. Diese Schutzengel, an der Spitze der Ing. Johan van der Westhuizen und seine Frau, schafften gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern sogar das Autowrack zur White Lady nach Uis (Restaurant mit Gästezimmern). Dort erlebten wir dann drei besonders bemerkenswerte und natürlich auch erholsame Tage! Wir waren rund zweieinhalb Stunden nach dem Unfall im Polizeiwagen (als Krankentransporter) in die Buschklinik nach Uis gelangt - zur „zweiten Hilfe“ mit Jod, Salben, Verbänden und jeweils einerPainkiller-Spritze. Als auch das überstanden war, gab es in der Bar der White Lady eine muntere ‚Geburtstagsfeier’ mit Johan I, Johann II (White Lady-Wirt), und vielen neuen Freunden!. Und diese nahmen uns auch am folgenden Tag gleich mit zu einem Ausflug zum Brandberg - ganz nach dem Motto: Bewegung ist das beste Mittel gegen Prellungen! Am folgenden Tag gab es einen ebenso wunderschönen Ausflug in die Uisberge. Am Samstag konnten wir dann mit einem neuen Leihwagen unsere geplanten Reise fortsetzen: ohne weitere Umwege nach Etosha und schließlich wieder nach Windhoek! Also Ende gut, alles gut. Bis hin zum Abschluss in Kapstadt auf dem Tafelberg bei strahlendem Sonnenschein und ohne die kleinste weitere Panne! Nochmals allen, die uns nach dem bösen Unfall geholfen haben (u.a. mit Eiswasser und mit Cola gegen mögliche Schockwirkungen) unseren herzlichen Dank! Christine
leider gelingt es mir nicht fotos hier reinzukriegen 😈 😈 <br><br>Post geändert von: Christine, am: 31/05/2006 18:36
CHChristineThemenstarter38 Beiträge · seit 200631. Mai 2006 · #2
Außerdem_ wer hat Erfahrung mit Versicherungen: man sagte uns, daß der koplette Aufbau sowie die Campingausrüstung nie von der Versicherung (Vollkasko- etwas Sebstbeteiligung..) ersetzt wird!!? Danke für Eure Hilfe1 Christine
CHChristineThemenstarter38 Beiträge · seit 200631. Mai 2006 · #3
noch ein Versuch [img size=640] Post geändert von: Christine, am: 31/05/2006 18:34<br><br>Post geändert von: Christine, am: 31/05/2006 18:35
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200631. Mai 2006 · #4
Hallo Christine,
schön das es Euch noch gibt und es "nur" bei ein paar leichteren Blessuren blieb, dass war wohl eine etwas andere Erfahrung... 😮 🙂
allerbeste Genesungswünsche, Klaus
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
GEGeorg1'036 Beiträge · seit 200631. Mai 2006 · #5
Hallo Christine,
Autsch hab ich gedacht, kann jedem passieren.
Gott sei dank habt ihr das überlebt. Besonders die Hifsbereitschaft der Leute dort imponiert immer wieder.
Jetzt wären wir gerne noch informiert ob da die Versicherung bezahlt ?????
Hallo Christine, da habt Ihr aber Euren Schutzengel aber arg strapaziert. Salopp gesagt: Ihr hattet mehr Glück als Verstand. Ein Glück nur Blechschaden, mann kanns fast nicht glauben wenn man das Bild so sieht. Gisela
da habt Ihr nicht nur Glück gehabt, meine ich. Im Nachgang kann man sagen, Ihr werdet dadurch stark, Ihr wachst zusammen und die helfenden Menschen, die Ihr kennengelernt habt, werden sicher zu echten Freunden.
es freut mich außerordentlich, dass ihr diesen Unfall so glimpflich überstanden habt. Das ist sicher alles andere als selbstverständlich. Schön auch, zu hören, wieviele hilfsbereite Menschen es in solchen Fällen gibt.
Bleibt nun allerdings noch die Frage nach dem finanziellen Schaden, wie du es ja auch schon andeutest. Wie hat sich der Vermieter diesbezüglich bei der Übernahme bzw. Rückgabe des Ersatzfahrzeugs dazu denn geäußert? Welche (vorläufigen?) Kosten sind euch berechnet bzw. über die Kreditkarte belastet worden? Für Unfälle ohne Fremdbeteiligung schließen viele Vermieter ja ohnehin jegliche Vollkasko-Leistungen aus. Das wäre ja bei euch dann so ein typischer Fall. Im früheren Forum wurde in solchen Fällen von abenteuerlichen Dingen wie Einbehaltung des Passes und Gefängnisaufenthalten berichtet, wenn finanzielle Forderungen von Autovermietern aus welchen Gründen auch immer nicht erfüllt werden konnten. Mit welchen Zugeständnissen bzw. Forderungen hat man euch "fliegen lassen"?
Ich hoffe, dass es auch für diese Situation eine Lösung in eurem Interesse geben wird. Auf jeden Fall wäre ich - und andere sicher auch - an weiteren Informationen interessiert.
Mögen auch bei diesem Urlaub "der anderen Art" letztendlich die positiven Erfahrungen überwiegen.
Viele Grüße Armin
frank41542215 Beiträge · seit 200631. Mai 2006 · #9
Hi Christine,
ich finde es toll das Du die Bilder und die Gschichte eingestellt hast und ich finde es ganz bewundernswert das Ihr Eure Reise fortgesetzt habt! Das Ihr auf Hilfsbereitschaft gestossen seid hätte ich erwartet und Ihr könnt sicher sein, das auch die schwarze Bevölkerung Euch gerne und selbstlos geholfen hätte!
Deine Versicherungsfrage haben wir nicht verstanden und unseren Anwalt gefragt. Es dürfte kein Problem sein. Alle "fest mit dem Wagen verbundenen Teile", und die Kabinen (die nur aufgesetzt sind und sich deswegen auch so leicht gelöst haben) sind fest verbunden gehören zum Fahrzeug und sind somit versichert. Solttet Ihr da Probleme haben, so meldet Euch ruhig!
Der Wagen könnte von BRITZ sein ??? Dann gibt es sicher keine Probleme, das ist ein sehr seriöser Anbieter. Oder war dies ein anderer? Ich bin mir mit dem Logo nicht sicher ...
Grundsätzlich zeigt dies, das die Warnung auf Pads LANGSAM zu fahren wirklich wichtig ist. Wer mit 100 über den Pad donnert (ohne die Strecke zu kennen) riskiert schlicht sein Leben!
Es freut uns sehr, dass es für Euch soweit gut ausgegangen ist!
Lieber Gruß
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BEBernd_113 Beiträge · seit 200601. Juni 2006 · #10
Hallo,
Ihr habt Riesenschwein gehabt; seid glücklich damit - der Rest wird wie von selbst!
Ich gratuliere Euch für das Wahnsinnsglück, hilfsbreite Menschen gefunden zu haben, und ich Danke Euch für die Schilderung!
Guten Abend Bernd
Hiluchs527 Beiträge · seit 200601. Juni 2006 · #11
Da kann ich trotz allen Unglücks nur einen herzlichen Glückwunsch an Euch richte, dass Ihr alles heil überstanden habt. DIe Fahrerkabine auf dem Foto sieht aus, als ob da keine Maus mehr drin Platz hatte.
Wie habt Ihr es denn da noch herausgeschafft? Und wie oft habt Ihr Euch denn bei welcher Geschwindigkeit überschlagen?
GRuß
CHChristineThemenstarter38 Beiträge · seit 200601. Juni 2006 · #12
Danke für die vielen Glückwünsche!! Es wurde mir eigentlich viel später bewußt, wieviel Glück wir wirklich hatten!! Wir können nicht einmal sicher sagen ob es ein 21/2 oder 31/2-facher Überschlag war Es ging alles so schnell... Ich fuhr gerade mal 80 !! Also nicht übertrieben schnell, aber für solche Straßen schon mehr als genug. WIr konnten noch durch das Fenster auf meiner Fahrerseite raus (sind nicht zu dick!!) hatten wohl 30-40 cm Platz. Der Vermieter ist Afri-Camper in Südafrika. Die hatten uns uns gesagt, der Luftdruck soll 3 besser 31/2 sein. Ob das nicht auch zuviel war? Allrad sollten wir auf solchen Straßen auch noch nicht zuschalten... Zu den Kosten bisher sieht es so aus: 2. Mietwagen natürlich... Das "Auto" wird von der Versicherung bezahlt (Selbstbeteiligung = Eur 500,00), Aufbauten sind nicht versichert. Die Campingausrüstung auch nicht. Selbst den Wagenheber, Verbandskasten, Feuerlöscher (unbrauchbar) hat man uns in Rechnung gestellt: zusätzl. ca Eur 3000,00. Die haben Kreditkarte - im Moment noch nicht abgebucht. Wir hatten natürlich geglaubt, unser kompletter Wagen wäre versichert.angry: Trotz allem: Namibia und seine Menschen war einfach ganz toll!!!! Wir wollen auf jeden Fall noch mal wieder dort hin!!:😁 Liebe Grüße Christine
Erst einmal meine besten Wünsche für Euch, dass Ihr den Unfallschock hoffentlich soweit überwunden habt und Euch nichts Schlimmeres zugestossen ist. Als ich von den Schäden und den Umständen, die zu dem Unfall geführt haben, gelesen habe, befürchtete ich schon, dass die Versicherung nicht alles bezahlen wird.
Im Nachhinein ist man immer schlauer, aber meist wird in solchen Fällen dann doch auf nicht angepasste Geschwindigkeit hingewiesen. 🙁
Euer Fall beweist eindrucksvoll (wenn man das so sagen darf), dass das Fahrverhalten von Fahrzeugen mit Campingaufbau ebenso wie der anderen 4x4 UND die ungewohnten Strassenverhältnisse NICHT unterschätzt werden sollten. Der normale deutsche Autofahrer ist eben nur sein PKW-Gefühl gewohnt und wird überrascht sein, was ihn möglicherweise erwartet.
Ich finde es sehr bewundernswert, dass Ihr Eure Geschichte hier veröffentlicht und es freut mich sehr, dass Ihr gleich Hilfe bekommen habt.
Der finanzielle Schaden ist sicherlich ärgerlich, ist aber im Vergleich zu dem, was hätte passieren können, dann eher zu vernachlässigen ! 😵
Gruss A/T
AUCH DIE LAENGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT...(chinesisches Sprichwort)
Namibia-die Perle Afrikas
helen1'490 Beiträge · seit 200601. Juni 2006 · #14
Hallo Christine, wir waren drei Tage nach euch auf dieser Straße unterwegs. Und es hat mich jetzt ziemlich erschreckt, was da eigentlich alles passieren kann. Man macht sich doch wenig Gedanken darüber. Ihr hattet wirklich mehrere Schutzengel und ich finde es bewundernswert, dass ihr eure Reise fortgesetzt habt. Aber ich glaube das war auch die beste Ablenkung. Namibia ist einfach ein tolles Land!
Hoffentlich habt ihr nicht allzuviele Probleme mit der Versicherung.
Hallo Christine, wer gibt schon gerne öffentlich zu, dass er möglicherweise einen Fehler gemacht hat. Um so anerkennenswerter, dass Ihr Euren Unfall hier so frei schildert, denn das ist bestimmt besser und für andere hilfreicher als jede schulmeisterliche Warnung vor zu hoher Geschwindigkeit auf den Pads von Namibia. Gerade der Umstand, dass Ihr ja schon so einige Pad-Km hinter Euch hattet, zeigt, dass man nicht einmal leichtsinnig sein muss, um in eine solche Situation zu geraten - es genügt bereits eine kurze Unaufmerksamkeit. Und die unterläuft einem nach stundenlanger, ereignisloser Fahrt auf verkehrsarmen Pads schneller als man glaubt. - Ich freue mich für Euch, dass Euch Schlimmeres erspart geblieben ist. Herzlichen Glückwunsch zu "zweiten" Geburtstag. Gruß Joli