kurz gesehen und tot...

9 Antworten · 2'498 Aufrufe · gestartet 17. Nov. 2010 von Sambezi
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378 Beiträge · seit 200717. Nov. 2010 · #2
Hallo Sambesi,

was schlägst du vor? Sollen die Menschen in Rheinland Pfalz künftig nur noch in Safarifahrzeugen durch die Gegend fahren und nur noch in abgegrenzten Arealen aussteigen dürfen?

Ein Wald-/Parkbesuch künftig nur noch in Begleitung eines Rangers?

Bei aller Tierliebe, freilaufende Raubkatzen kann ich mir in unseren Gefilden nun wirklich nicht vorstellen. Bevor das erste Kind dran glauben muss, sollte schleunigst etwas geschehen.

Gruß Bernd
ThemenstarterGast17. Nov. 2010 · #3
Hallo,

a hat er schon jemanden ewas getan? wird er jemanden etwas tun? Er muss ja schon ein Jahr draußen rumlaufen....

b in unseren Gefilden... aber in den Gefilden Afrikas, Asiens usw. o.k.

weil es dort keine Menschen bzw. Kinder in der Nähe von Tieren gibt bzw. die Dorfbewohner alle im DorfJeep übernachten, jeder dort einen bewaffneten Ranger an seiner Seite hat etc....

wir uns sooo maßlos aufregen, wenn Elefant, Tiger, Puma Löwe, Leopard und Co dort bejagt werden....

Aber konkret: da wir ja soo weit dem Rest der Welt geistig und technisch voraus sind - könnte man ihn einfangen und nicht zum Abschuss freigeben.

Gruß

PS: in Afrika leben die Tiere nicht nur im Zoo bzw. NP - also auf dem Campingplatz immer schön im Wagen bleiben...
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2010
378 Beiträge · seit 200717. Nov. 2010 · #4
Sambezi schrieb:
a hat er schon jemanden ewas getan? wird er jemanden etwas tun?
Möchtest du die Garantie dafür übernehmen?

Sambezi schrieb:
b in unseren Gefilden... aber in den Gefilden Afrikas, Asiens usw. o.k.

weil es dort keine Menschen bzw. Kinder in der Nähe von Tieren gibt bzw. die Dorfbewohner alle im DorfJeep übernachten, jeder dort einen bewaffneten Ranger an seiner Seite hat etc....
Eventuelle Unterschiede siehst du keine?

Sambezi schrieb:
wir uns sooo maßlos aufregen, wenn Elefant, Tiger, Puma Löwe, Leopard und Co dort bejagt werden....
Die Gründe dafür sind sicher nicht die Gleichen wie in Rheinland Pfalz

Gruß Bernd
ThemenstarterGast17. Nov. 2010 · #5
Geopard schrieb:

Möchtest du die Garantie dafür übernehmen?

muss ich ja nicht - deswegen hab ich geschriebeb - einfangen.......


Sambezi schrieb:
b in unseren Gefilden... aber in den Gefilden Afrikas, Asiens usw. o.k.

weil es dort keine Menschen bzw. Kinder in der Nähe von Tieren gibt bzw. die Dorfbewohner alle im DorfJeep übernachten, jeder dort einen bewaffneten Ranger an seiner Seite hat etc....
Eventuelle Unterschiede siehst du keine?
ob ein kleiner Junge in Dtl. von einem Raubkatze gefressen wird oder ein kleines Mädchen beim Wasserholen am Luangwa vom Krokodil verschluckt wird - ehrlich gesagt, nein.....

Sambezi schrieb:
wir uns sooo maßlos aufregen, wenn Elefant, Tiger, Puma Löwe, Leopard und Co dort bejagt werden....
Die Gründe dafür sind sicher nicht die Gleichen wie in Rheinland Pfalz

Das stimmt - oft wird in Afrika geschossen, wenn etwas passiert ist - aber selbst dann wird versucht, das Tier einzufangen und wir finden es gut....

Gruß Bernd
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2010
2'610 Beiträge · seit 200717. Nov. 2010 · #6
Hi Sambezi,

ich kann dir nur voll zustimmen - s. "Bruno", der wurde auch nicht eingefangen, sondern sofort erschossen. Aber wenn in Namibia ein Löwe mit Sender erschossen wird, heult die ganze Welt empört auf.

Aber, wie sagt mein Mann immer so schön (in Anlehnung an ein Indianersprichwort) " est wenn ihr den letzen Baum gefällt, den letzen Fisch vergiftet - und in diesem Fall - den letzten Panther erschossen habt, werdet ihr merken, dass ihr Geld nicht essen könnt"

Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
579 Beiträge · seit 201017. Nov. 2010 · #7
Hallo,

ich kann mich da auch weitgehend anschließen. Wenn in Afrika ein Löwe erschossen wird, ist das Geschrei groß. Wenn in der Serengeti Gnus durch eine Schotterpiste gestört werden, entrüsten wir uns, unterschreiben Petitionen usw. Anderswo machen wir gern Vorgaben, wie bitte schön die Tierwelt zu schützen ist. Und wehe die unfähigen Afrikaner regeln das dann nicht so, wie wir uns das vorstellen.

Die Unterstützung für den Tierschutz nimmt dann schon um 98% ab, wenn nicht nur zur Schau getragene Entrüstung und unterschriebene Petitionen gefragt sind, sondern substanzielle Unterstützung (Geld, Arbeitsleistung, ...).

Und wenn sich hier in Deutschland ein Bär oder ein Wölfchen sehen lässt, ist Tierschutz ziemlich out und die Mehrheit skandiert "Abknallen die gefährliche Bestie". Insbesondere bei den wieder vermehrt in Deutschland auftauchenden Wölfen bin ich immer wieder ganz perplex, was bei Sichtungen teilweise an Hysterie losbricht und wie unmöglich dann eine konstruktive Diskussion ist.

Sonnige Grüße
5'479 Beiträge · seit 200918. Nov. 2010 · #8
Vielen Dank am Sambezi, Jambotessi und Lowflyer für Ihre deutlichen Worte gegen die in Deutschland leider weit verbreitete Doppelmoral.

Entweder muss man das Recht auf eine raubtierfreie Umwelt jedem Menschen weltweit zugestehen und somit akzeptieren, dass in Afrika auch noch die letzten Katzen abgeknallt werden, oder man legt weltweit die gleichen Maßstäbe beim Tierschutz an.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
378 Beiträge · seit 200718. Nov. 2010 · #9
Ihr habt natürlich alle Recht. Ein freilaufendes Raubtier bleibt ein freilaufendes Raubtier - ob in der weiten Steppe Afrikas oder in dichtbesiedelten Städten Europas. Da gibt es keinen Unterschied.

Falls der liebe nette und kuschelige Panter erst mal das erste Kleinkind gerissen hat können wir uns ja gerne weiter über das Thema austauschen.

Den der dann die Verantwortung dafür trägt, den sucht man dann vergebens

Bernd
579 Beiträge · seit 201018. Nov. 2010 · #10
Hallo,
Geopard schrieb:
Falls der liebe nette und kuschelige Panter erst mal das erste Kleinkind gerissen hat können wir uns ja gerne weiter über das Thema austauschen.
Das ist DAS Totschlagargument, mit dem bei Wölfen auch immer argumentiert wird. Statistiken und Fakten interessieren nicht. Erstmal prophylaktisch die vermeintliche Bestie abschießen.

Es werden in Deutschland nicht nur theoretisch und vielleicht Kleinkinder durch Hunde gefährdet, sondern jedes Jahr werden Kleinkinder durch Hunde zerfleischt. Erschießen wir jetzt auch mal prophylaktisch 5 Millionen Hunde in Deutschland?

Ich sehe den Panther - so die ganze Geschichte denn stimmt - auch als problematisch an. Weniger weil es ein Panther ist, sondern weil er aus der Gefangenschaft kommt, ggf. an Menschen gewöhnt ist und eventuell ein unnormales Verhalten zeigt. Andererseits soll er schon seit August 2009 unterwegs sein und hat sich bisher wohl ganz anständig verhalten. Wenn man demnächst auf ihn schießt wird wohl wie üblich eine tödliche Patrone und kein Betäubungspfeil im Lauf sein.

Sonnige Grüße