Mit Kind nach Namibia

31 Antworten · 14,3k Aufrufe · gestartet 02. Nov. 2010 von PrinzPrinz
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Themenstarter1 Beiträge · seit 201002. Nov. 2010 · #1
Wir würden gerne im Februar/März mit unserer 4-jährigen Tochter für drei Wochen in Namibia reisen. Hat jemand Erfahrungen, ob das überhaupt Sinn macht und Kind und Eltern was davon haben? Welches Fahrzeug ist am Besten geeignet? Eher Camping oder Lodge? Gibt es Gegenden, die man eher nicht bereisen sollte (Malaria etc.) Danke...
409 Beiträge · seit 200902. Nov. 2010 · #3
Hallo Prinzessin von PrinzPrinz!

Du laesst anfragen, ob es fuer dich als Vierjaehrige Sinn macht mit Deinen Eltern mehrere Wochen lang Namibia zu bereisen.
Nun, das haengt ganz davon ab, wie denn die Eltern so "drauf" sind. Sind sie eher aengstliche Naturen, wird es nicht einfach werden. Sie werden so tun, als ob sie Dich vor allem und jedem beschuetzen und bewahren muessen und dabei versuchen sie nur ihre verzeihliche Unsicherheit in einem fremden Land unter Kontrolle zu halten, was sie natuerlich nie zugeben wuerden. Camping? Geht nur, wenn es den Eltern ohnehin Spass macht. Fuer Dich ist Camping kein Problem, ist klar, Du wirst es geniessen, abends am Lagerfeuer mit einem langen Stock in der Glut herumzustochern und dann im warmen Schlafsack Dich einzuzelten. Aber wie gesagt, wenn die Eltern paniken und hinter jedem Busch Loewen sehen, kannste das vergessen. Da kommste nicht zur Ruhe.
Also vielleicht doch besser Lodge. Da haben wir natuerlich das Poolproblem. Mit 4 kannst Du wahrscheinlich schon so gut schwimmen, dass Deine Eltern keine Angst mehr haben muessen, dass Du in jeden Lodgepool plumpst. Haben sie aber, und das kann nerven. Auch die Strebenabstaende an fast allen Gelaendern auf rustikalen Lodges erlauben es Dir muehlos, Deine Balancier- und Kletterkuensste vorzufuehren. Panik! Dazu kommt, dass Deine Eltern sich wahrscheinlich nur langsam daran gewoehnen werden, dass es in namibischen Restaurants, auch auf Lodges, durchaus ueblich ist, dass Kinder sich kindgemaess verhalten. Also rumlaufen, laut sind, Glaeser umschmeissen und Tischnachbarn anquatschen. Leider werden Deine Eltern Dich dauernd anzischen und fruehzeitiges Zubettgehen androhen bis sie nach vier Wochen merken, dass sie nicht in Deutschland sind und dann ins Forum schreiben, wie gut man in Namibia mit Kindern essen gehen kann. Nur dann ist es fuer Dich zu spaet.
Summasummarum: Sprich mal mit Deinen Eltern und frag sie, was ihnen denn gut tun wuerde. Denn: Sind die Eltern zufrieden, freut sich das Kind.

Gruss

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Gast02. Nov. 2010 · #4
Hallo Camelthorn,

das ist klasse geschrieben!!!!!!!!!!

Gruß
62 Beiträge · seit 201003. Nov. 2010 · #5
Hallo PrinzPrinz,

meine Antwort dazu: Nein
Begründung: Eine Namibiareise lebt vom unterwegs sein, d.h. fast jeden Tag fährt man mindestens 300 km. Auch wenn Kinder gern Auto fahren, erinnere ich mich an die Zeit, wo es nach 5 km vom Rücksitz schallte: "Wann sin`mer da?" und es lagen noch 400 km vor uns, aber in Deutschland.
Ein 4-jähriges Kind will noch spielen, kann sich auch noch auf Dinge konzentrieren, will Beständigkeit. Und wir Erwachsene sind wohl gern auf der Flucht aus Angst vor den eigenen Gedanken, die bei längerem Verweilen hoch kommen.
Ich habe unterwegs in Namibia nie so kleine Kinder getroffen. Ich würde sagen, ab einem Alter von 12 Jahren macht es Sinn.
Zu Bedenken sind auch die gesundheitlichen Risiken.Ich würde keinem Kleinkind eine Malariaprophylaxe antun. Es kann auch eine andere Erkrankung durch den langen Flug, das andere Klima bekommen und im Busch sieht es ganz schlecht aus mit einem Notarzt. Man kann nicht erwarten, dass 10 Minuten nach der Alarmierung wie in Deutschland Hilfe eintrifft. Es gibt ungefährlichere Sandkästen für das Kind als die Namib und die Kalahari. Außerdem gibt es auch in Deutschland Safariparks, wo man mit so kleinen Kindern hingehen kann. Bei meiner Löwenbegegnung in Botswana hätte ich kein Kleinkind dabei haben mögen.
Hebt Euch diese Reise für später auf. Ruckzuck ist das Kind 12. Dann macht es viel mehr Spass.

Liebe Grüße von Liane
1'086 Beiträge · seit 200903. Nov. 2010 · #6
Hallo PrinzPrinz,

wo Liane recht hat, da hat sie recht.

Außerdem ist Februar/März eh nicht die beste Reisezeit.

Gruß Klaus
579 Beiträge · seit 201003. Nov. 2010 · #7
Hallo Liane,

Liane schrieb:
Begründung: Eine Namibiareise lebt vom unterwegs sein, d.h. fast jeden Tag fährt man mindestens 300 km. Auch wenn Kinder gern Auto fahren, erinnere ich mich an die Zeit, wo es nach 5 km vom Rücksitz schallte: "Wann sin`mer da?" und es lagen noch 400 km vor uns, aber in Deutschland.
Nur sollte man nicht immer von sich auf andere schließen. Jedes Kind ist anders. Nicht jeder fährt jeden Tag mindestens 300 km. Nicht jedes Kind quengelt nach 5 km. Und es soll auch Eltern geben, die bei Bedarf in der Lage sind, ihr Kind im Auto mal 2 Stunden zu unterhalten und dabei sogar Spaß haben.
Zu Bedenken sind auch die gesundheitlichen Risiken.Ich würde keinem Kleinkind eine Malariaprophylaxe antun.
Da stimme ich zu, aber auch das dürfen und müssen Eltern mit Ihren Ärzten jeweils individuell entscheiden. Es ist im Übrigen kein Problem, im südlichen Afrika eine attraktive und malariafreie Route zusammen zu stellen.
Außerdem gibt es auch in Deutschland Safariparks, wo man mit so kleinen Kindern hingehen kann.
Oh ja, in den Safariparks und Zoos in Deutschland, kann man seinen Kindern so tolle Zombietiere zeigen, die psychisch und physisch alle völlig degeneriert sind.
Hebt Euch diese Reise für später auf. Ruckzuck ist das Kind 12. Dann macht es viel mehr Spass.
Ruckzuck verändern sich vor allem Entwicklungsländer wie Namibia und Botswana und vieles was man da heute noch sehen und erleben kann, wird in 8 oder 10 Jahren nicht mehr möglich sein.

Nein, Eltern wissen, was sie selbst an Reiseerfahrungen haben. Sie haben vielleicht auch schon Reisererfahrungen mit ihrem Kleinkind und sie kennen vor allem ihr Kind. Auf der Basis sollte sie solche Entscheidungen verantwortlich fällen können. Ich sehe überhaupt keinen Grund, pauschal von solchen Reisen mit Kleinkind abzuraten.

Sonnige Grüße
zuletzt bearbeitet 03. Nov. 2010
1'927 Beiträge · seit 200803. Nov. 2010 · #8
oh, oh

beim Thema Kind köchelts wie üblich hoch 😮

Nachdem mir im Thread bereits durch die Blume erklärt wurde, dass ich mein Kind nicht "kindgerecht" hochgepäppelt habe - ich war der etwas altmodischen Meinung, mein Filius sollte im Restaurant nicht die Gläser umwerfen, Nachbarn anquatschen oder spazierengehen wo andere in Ruhe Nahrung aufnehmen - wollte ich mir hier eigentlich eine Antwort ersparen.

(Mein Sohn nennt dieses "kindgerechte" Verhalten übrigens ganz banal "schlechte Erziehung", ich sehe es mittlerweile etwas gelassener)

Nur soviel: Lianes Beschreibung, in der offensichtlich sehr viel Erfahrung steckt, ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Für mich sind FERNREISEN kein hinreichender Grund, ein 4-jähriges Kind 11 h und mehr in einen Flieger zu sperren.

Gruss
Peter
180 Beiträge · seit 201003. Nov. 2010 · #9
Hallo PrinzPrinz
Ich erlaube mir auf deine Frage zu antworten, obwohl ich noch nie in Namibia war, aber über 30 Jahre Reiseerfahrung in der ganzen Welt habe, mit und ohne Kinder. Alle unsere Kinder gingen zum ersten Mal auf grosse Überseereise nach Ecuador, China, Nicaragua oder Australien, als sie 6 Jahre alt waren (war aber in erster Linie von den Finanzen abhängig).
Meine zwei wichtigsten Fragen an euch: Wie reiseerfahren seid ihr selbst, und: Traut ihr euch das zu?
Meine Kinder schliefen bei Nachtflügen kurz nach dem Start bis zur Landung. Es hängt ja auch davon ab, was ihr in Namibia sehen wollt. Einfach mit dem Kind im Schlepptau das grosse Programm abzuspulen, wird wohl auch nicht in eurem Sinn sein. Ich habe unsere eigene Reise mit den Kindern (10 und 17) für nächstes Jahr intensiv recherchiert. Ich könnte mir wohl vorstellen mit einem 4 Jahre alten Kind ein normales Auto zu mieten und auf Gästefarmen oder einfachen Lodges unterzukommen. Nicht zu lange Strecken fahren, mindestens 2, wenn nicht 3 Nächte an einem Ort bleiben und mich einfach auf wenige Orte beschränken.

Gruss
Jacqueline
http://www.TickerFactory.com/
Gast03. Nov. 2010 · #10
peter 08 schrieb:
Nachdem mir im Thread bereits durch die Blume erklärt wurde, dass ich mein Kind nicht "kindgerecht" hochgepäppelt habe - ich war der etwas altmodischen Meinung, mein Filius sollte im Restaurant nicht die Gläser umwerfen, Nachbarn anquatschen oder spazierengehen wo andere in Ruhe Nahrung aufnehmen - wollte ich mir hier eigentlich eine Antwort ersparen.

(Mein Sohn nennt dieses "kindgerechte" Verhalten übrigens ganz banal "schlechte Erziehung", ich sehe es mittlerweile etwas gelassener
Genauso sehe ich das auch *g*


Ansonsten finde ich hat es Jacqueline auf den Punkt gebracht. Der lange Flug ist meiner Ansicht nach kein Hinderungsgrund, wenn ich sehe wieviele deutschstämmige Krabbelkinder aus Namibia jedes Jahr die Großeltern in Deutschland besuchen fliegen 😉.
Wenn man das Programm auf das Kleinkind zuschneidet und die eigenen Wünsche dabei noch ein paar Jährchen zurückstellt kann das ein sehr schöner und relaxter Urlaub für alle werden.
lg
WoMa
154 Beiträge · seit 201003. Nov. 2010 · #11
Hallo,

ich denke, es kommt auch viel auf das Kind an.

Meine älteste war 3 Monate alt bei der ersten Reise nach Afrika. Und damals war vieles noch nicht so einfach wie heute.
Mein älterer Enkel war mit 2 1/2 Jahren in Malawi und hat alles "gut weggesteckt". Es reist jetzt (8) regelmäßig mit mir und meinem Mann nach Afrika.
Seinen jüngeren Bruder (jetzt 4) würde ich noch lange nicht mitnehmen.

Was Ihr unbedingt beachten solltet. Mit 4 Jahren vergessen die Kinder viel von dem erlebten. Also viel fotografieren und filmen.

Da es auch malariafreie Gegenden gibt, kann man sich auf diese Gegenden konzentrieren und braucht keine Prophylaxe. Am besten sprecht Ihr mit Euerm Kinderarzt und entscheidet dann.

Gruß
Brigitte
zuletzt bearbeitet 03. Nov. 2010
351 Beiträge · seit 200803. Nov. 2010 · #12
Hallo,

also wir standen vor unserer ersten Namibia-Reise auch vor den selben Fragen, die man sich als verantwortungsbewußte Eltern zunächst ganz zwangsläufig stellt. Unser kleinster war damls 3 Jahre alt, die beiden älteren allerdings schon 14 und 16. Und diese Reise war dazu noch die erste Afrika- und Flugreise für die ganze Familie. Die Einstellung von uns beiden Eltern und das uns natürlich bekannte Wesen und Verhalten unserer drei Kinder und davon vor allem unseres kleinen Burschen sprachen sich letztendlich für dieses Reise aus, die wir dann mit gesundem Menschenverstand und angepaßter Vorsicht aber ohne nennenswerte Begleitängste alle zusammen entspannt erleben und genießen durften (und vor allem nicht missen möchten, da sie der Auslöser weiterer erlebnisreicher Reisen nach Namibia und Botswana war).
Man kann nicht kategorisch zu solch einer Reise raten oder davon abraten. Bestimmend muß immer die Einstellung und Eignung aller Beteiligten, also Kinder und Eltern für solch ein Vorhaben sein um diese Frage mit ja oder nein zu beantworten.




Schöne Grüße aus Bayern
Niemals aufgeben !
106 Beiträge · seit 200904. Nov. 2010 · #13
Sambezi schrieb:
Hallo Camelthorn,

das ist klasse geschrieben!!!!!!!!!!

Gruß
..... 😄 richtig cool ...und du hast total recht wir planen auch ne reise mit ner maus und man muss isch echt erst mal von seinen ganzen bedenken befreien =)


viel spass im urlaub
106 Beiträge · seit 200904. Nov. 2010 · #14
Liane schrieb:
Hallo PrinzPrinz,

meine Antwort dazu: Nein
Begründung: Eine Namibiareise lebt vom unterwegs sein, d.h. fast jeden Tag fährt man mindestens 300 km. Auch wenn Kinder gern Auto fahren, erinnere ich mich an die Zeit, wo es nach 5 km vom Rücksitz schallte: "Wann sin`mer da?" und es lagen noch 400 km vor uns, aber in Deutschland.
Ein 4-jähriges Kind will noch spielen, kann sich auch noch auf Dinge konzentrieren, will Beständigkeit. Und wir Erwachsene sind wohl gern auf der Flucht aus Angst vor den eigenen Gedanken, die bei längerem Verweilen hoch kommen.
Ich habe unterwegs in Namibia nie so kleine Kinder getroffen. Ich würde sagen, ab einem Alter von 12 Jahren macht es Sinn.
Zu Bedenken sind auch die gesundheitlichen Risiken.Ich würde keinem Kleinkind eine Malariaprophylaxe antun. Es kann auch eine andere Erkrankung durch den langen Flug, das andere Klima bekommen und im Busch sieht es ganz schlecht aus mit einem Notarzt. Man kann nicht erwarten, dass 10 Minuten nach der Alarmierung wie in Deutschland Hilfe eintrifft. Es gibt ungefährlichere Sandkästen für das Kind als die Namib und die Kalahari. Außerdem gibt es auch in Deutschland Safariparks, wo man mit so kleinen Kindern hingehen kann. Bei meiner Löwenbegegnung in Botswana hätte ich kein Kleinkind dabei haben mögen.
Hebt Euch diese Reise für später auf. Ruckzuck ist das Kind 12. Dann macht es viel mehr Spass.

Liebe Grüße von Liane
meine antwort dazu:

wieso nicht mit einem kleinkind unterwegs sein ?! Man kann super kurze etappen fahren mehrere Tage an einem Ort verweilen, viiiiiele tolle kinderfreundliche dinge tun (welches kind beobachtet nicht gern tiere und erlebt dinge in der natur ??), nur einen bereih von Namibia bereisen der kein Malariarisiko hat z.B. der Süden !! Ich hingegen kenne einige leute die mit kleine kindern in namibia unterwegs waren und es war nie ein problem, man muss sich eben auf eine andere art des reisens einlassen...klar gibt es auch safariparks in deutschland aber geht es nur um die safari als auch das erlebnis der anderen Kulturen, des aderen Lebens und das das Kind viele neue Eindrücke sammelt die es in deutschland evtl nie sammeln würde? Ich finde 12 Jahre ist zu spät...aber das sollte jeder selber entscheiden !!
Liebe Grüsse
409 Beiträge · seit 200904. Nov. 2010 · #16
peter 08 schrieb:


Nachdem mir im Thread bereits durch die Blume erklärt wurde, dass ich mein Kind nicht "kindgerecht" hochgepäppelt habe - ich war der etwas altmodischen Meinung, mein Filius sollte im Restaurant nicht die Gläser umwerfen, Nachbarn anquatschen oder spazierengehen wo andere in Ruhe Nahrung aufnehmen - wollte ich mir hier eigentlich eine Antwort ersparen.

(Mein Sohn nennt dieses "kindgerechte" Verhalten übrigens ganz banal "schlechte Erziehung", ich sehe es mittlerweile etwas gelassener)


Gruss
Peter
Hallo Peter,
nicht immer gleich auf den Schlips getreten fuehlen. Du hast einfach nur nicht richtig gelesen: "Kindgemaess" und "kindgerecht" sind zwei unterschiedliche Dinge.
Kann ja mal passieren.

Nichtsfuerungut

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Gast04. Nov. 2010 · #17
Hallo,

ich würde einfach sagen:

Sagrotan Eltern - nein

weltoffene und reiseerfahrene Eltern - ja

Gruß
1'927 Beiträge · seit 200804. Nov. 2010 · #18
Hallo @camelthorn

bin kein Schlipsträger

alles klar 🙂 🙂 🙂
57 Beiträge · seit 200704. Nov. 2010 · #19
Wir waren mit unseren Kindern (beim Start 4 Mt/3 und 4 Jahre) für ein halbes Jahr mit Landrover und Dachzelt im südlichen Afrika unterwegs (Südafrika/Namibia/Botswana/Lesotho).

Wir hatten keine Probleme. Mit der einheimischen Bevölkerung hatten wir überall gleich Kontakt - und zwar dank den Kindern. Egal ob weiss oder schwarz. Den einzigen negativen Erfahrungen hatten wir mit Touristen, die einfach nicht verstehen konnten, wieso wir mit 3 Kleinkindern unterwegs sind und uns doch keinen gescheiten Grund nennen konnten, wieso man dies nicht darf. Für alle Einheimischen ist das das normalste der Welt.

Wir haben 30'000 km zurückgelegt und hatten nie wirklich grosse Quenglereien. Die Tagesstrecken wurden den Kindern angepasst und mit kinderspezifischen Stopps verkürzt. Unsere Kinder sahen immer mehr als wir und machten uns auf Dinge aufmerksam, die wir gar nicht sahen (oder als uninteressant ansahen).

Unsere Kinder reden heute noch täglich von Afrika, spielen täglich Afrika. Reisen im Landrover von Park zu Park...

Meine Antwort: Ja. Wenn die Eltern offen genug dafür sind. Wir wussten, dass unseren Kindern das gefällt.
409 Beiträge · seit 200904. Nov. 2010 · #20
Noch was:
Das Erleben von kleinen Kindern auf Afrikasafari kratzt natuerlich am gerne kultivierten Bild des abenteuerlichen und gefahrvollen Reisens.
Ich werde nie die enttaeuschten Blicke einer verstaubten/verschwitzten 4x4 Besatzung vergessen, die sich unter "extremsten Bedingungen" und auf "eigene Faust" zu einer abgelegenen Lodge "durchgeschlagen" haben und dann uns mit unseren beiden Kindern (1 und 4 Jahre) quietschfidel antrafen. Das war schon schlimm genug. Als dann noch ein Reisebus mit 30 Senioren vorfuhr die teilweise rollatorunterstuetzt einliefen, brach fuer die "Eroberer" eine Welt zusammen.

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)