Wer die Biographie von Gerhard Seyfried ( Bulletten und Freakadellen ) kennt, wundert sich, wie realistisch und vorbehaltlos historische Quellen von ihm in den Roman / die Fiktion eingearbeitet wurden.
Seyfried hat auch mehrere Monate vor Ort in Namibia recherchiert und auch intensive Quellenkunde in Berlin betrieben.
Fakten sind gut in die Story eingewoben,für Situationen und Szenen, in denen es keine Fakten gab, hat er natürlich Phantasie walten lassen müssen. Kann man so machen.
Hat er meiner Ansicht nach stimmiger als Uwe Timm bei Morenga gemacht.
Ein sachlicher Fehler ist ihm unterlaufen: Sein Alter Ego der Landvermesser reitet im Dezember den ganzen Tag in Richtung Gobabis und hat abends einen Sonnenbrand auf der linken Wange.
Im Dezember müsste der Sonnenbrand auf der ungeschützten rechten Wange sein.
Für Arte hat er einen ausgewogenen Themenabend über das Deutsch-Herero Verhältnis mitproduziert.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Der Autor Gerhard Seyfried 2. von rechts beim Hererotag 2003 neben Super Journalistin Katrin Türk