YOYoshikawaNeuThemenstarterGast26. Mai 2010 · #1Moin Zusammen.
In letzter Zeit häufen sich wieder die jubilierenden Auswanderer-Threads:
MPs Warn of Land Grab
WHITE farmers again became the centre of discussion in the National Assembly on Tuesday during debate on the Ministry of Lands' budget.
At least three MPs cautioned that if nothing was done to speed up land reform, it could trigger the same situation as the Zimbabwean land grab that started ten years ago.
http://allafrica.com/stories/201005210527.htmlViel Glück!
Gruß, Michael
giraffenmog649 Beiträge · seit 200727. Mai 2010 · #2Tiiiiefer Seufzzz....
Ich denke, jedem Auswanderer sollte klar sein, daß er in dem Land seiner Wahl nicht die selben Verhältnisse vorfindet, die er hier in Europa hatte. (Sonst könnte man sich ja auch das Auswandern sparen....)
Und sowohl die Kriminalität als auch die politische Risiken möchte ich hier gar nicht klein reden. Aber: Ich denke nicht, daß es der Verständigung zwischen Schwarz und Weiß auf die Dauer dienlich ist, regelmäßig solche Panik-Meldungen im Netz zu verteilen. Wenn jemand gezielt danach fragt, ist sicher nichts dagegen einzuwenden, wenn Du mit Deiner Einschätzung antwortest. Aber was soll diese Angstmacherei?
Da kann man doch gut dagegen halten, daß hier in Europs x Menschen jeden Tag im Autoverkehr sterben, die psychischen Störungen permantent zunehmen, Alkoholismus mittlerweile zur Volkskrankheit wird, nicht eben viele Menschen ihre Altersversorgung durch die letzte Bankenkrise verloren haben - und man hier nie weiß, was man für einen Mist auf dem Teller hat, wenn man Fleisch im Supermakrt gekauft hat. Ach ja - und schmecken tut das Fleisch hier grundsätzlich nicht.
Wenn ich auf jede Meldung hier mit Panik reagieren würde, dann würde ich nicht nur hierbleiben - sondern mich vermutlich auf meiner Couch verbarrikadieren!
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200627. Mai 2010 · #3Hi giraffenmog,
Danke, dass ich einmal nicht alleine bei so einem Thema dastehe 🙂 Und Deine Frage nach Michaels Intention ("Angstmacherei") habe ich ihm auch schon häufiger gestellt...
Sonnige Grüße
Christian
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Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200627. Mai 2010 · #4Lieber Michael,
das Leben ist manchmal bittersüss, ich hoffe das du die frohen Farben Afrikas erkennen mögest wenn sie dir erscheinen.
Gruss Kurt
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Tobias499 Beiträge · seit 200627. Mai 2010 · #5Ein Klavier ist für die einen ein Holzkasten mit schwarz-weissen Tasten und für die anderen ein Instrument, was Millionen Töne/Farben produzieren kann...
Für mich bleibt Afrika ein unerschöpflicher Fundus von Abenteuern, Menschen, Flora und Fauna!
Tobias
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200827. Mai 2010 · #6interessant in dieser Diskussion ist eigentlich hauptsächlich die Tatsache, dass man anscheinend aus der Geschichte nichts gelernt hat und das man natürlich eine Landreform machen kann aber dass die Umverteilung von Land nicht automatisch zur wirtschaftlichen Verbesserung der Eigentümer führt - weil A die Kenntnisse, B die Motivation und C das Kapital für eine profitable Entwicklung fehlen
Eigentlich müsste man doch eher darüber nachdenken, wie das Land am Besten vorangebracht werden kann, wie Jobs geschaffen werden können und wie man aus profitablen Betrieben entsprechenden Mehrwert für die Gemeinschaft herausholt.
Das andere ist eine Rückkehr zu feudalistischen Ansichten und wird überhaupt nichts bringen, denn eine funktionierende Farm zu zerteilen, bedeutet nicht, dass dann die neuen Eigentümer ähnlich "gut" davon leben können wie der vorherige Eigentümer.
Und - semi aride Gebiete zu befarmen ist eine Wissenschaft ... .
Wenn man außerdem "vermögenden" Ausländern den Zugang erschwert/verbietet, geben die eben ihr Geld woanders aus - das ist nicht wirklich zeitgemäß.
Bei uns ist man über jeden "Investor" glücklich - egal welche Hautfarbe.
Nur so ein Gedanke
Schade um die Kurzsichtigkeit
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200627. Mai 2010 · #7Hi fordfahrer,
Wenn man außerdem "vermögenden" Ausländern den Zugang erschwert/verbietet, geben die eben ihr Geld woanders aus - das ist nicht wirklich zeitgemäß.
Na ja, es geht um solche Ausländer die gerne mal 70.000 Hektar haben um dort 2x im Jahr zur Jagd hinzugehen und es ansonsten brach liegen zu lassen! Und da kann man schon einmal über schritte zu mehr Wirtschaftlichkeit drüber nachdenken...
Sonnige Grüße
Christian
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fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200828. Mai 2010 · #8na ja - das ist Grauzone - aber für die Nutzung des Landes kann man ja entsprechende Regelungen schaffen (wie bei uns) - und, mal ehrlich, darum geht's doch gar nicht - eigentlich ist das grotesk - eine Bodenreform im Kapitalismus! - entweder es ist ein "freier" Markt oder nicht - oder man macht eine Bodenreform wie bei uns vor 50 Jahren und dann Sozialismus.
Die wirtschadtlich sinnvollen Nutzung kann man anderes "erzwingen".
Gruss
Christian
giraffenmog649 Beiträge · seit 200731. Mai 2010 · #9@fordfahrer:
Es ist immer eine Frage des eigenen Standpunktes, wie man so ein Thema angeht. Aus der volkswirtschaftlichen Sicht ist Deine Postion sicher für das Wohl des Landes besser - aus Sicht der Politiker, die von der Meinung der Wähler abhängig sind, kann sich die Sache ganz anders darstellen.
Den Weg von Zimbabwe noch mal zu probieren halte ich ebenfalls für keine gute Idee - aber wenn ich mir die politische Verbindungen der beiden Länder so anschaue, ist das womöglich nicht jedermanns Meinung. Immerhin: Mugabe und seinen Anhängern geht es ziemlich gut.....
Auch ein Namibianer, der gerne eine Farm hätte - aber mit seinem geringem Einkommen vermutlich niemals eine Chance hat eine zu kaufen - dürfte das anders sehen. Kann gut sein, daß er/sie die Farm nicht annähernd so profitabel führen würde, wie der weiße Vorbesitzer... Aber ich bin mir fast sicher, daß jeder Einwohner von Katutura dazu sagen würde: "Mir egal - laßt es mich einfach mal probieren! Ihr werdeet Euch wundern."
Das sind historische Lasten, die Namibia mitschleppt, die aus einer Zeit mit Machtverhältnissen stammen, die es heute so nicht mehr gibt. Und leider gibt es dafür auch nicht die einzige, allgemeingültige Lösung, die allen gerecdht werden kann. Ich beniede die Politiker nicht, die dieses Problem handhaben bzw. lösen müssen.
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200931. Mai 2010 · #10Hallo an alle,
das ist wohl wirklich eine sehr schwierige diskussion.
Aus einer seit 20 jahren in Namibia taetigen quelle habe ich jetzt erfahren, dass auch die namibische regierung dem Simbabwe Beispiel sehr sehr negativ gegenueber steht und trotz landreform niemals dort hinkommen moechte.
Auch wuerde jetzt vor kurzem Farmland, nachdem ein entsprechender Antrag gestellt wurde, "déklassiert" und Auslaender fuer Residenzland zugaenglich gemacht. Der Antragsteller ist Deutscher Investor. Diese Beispiele geben zumindest Hoffnung, dass wir nie, oder zumindest nicht so schnell in eine Simbabwe Loesung abgleiten werden.
Ich selbst glaube, (um auf das Thema Auswanderer zurueck zu kommen) eine Auswanderung sicherlich nicht sehr einfach ist, und man sich als potenzieller Auswanderer ueber die entsprechenden politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des Landes im klaren sein muss. Dennoch bin ich der Meinung, dass derjenige, der davon ueberzeugt ist, das dies sein Leben ist, in Namibia noch die Chance hat seinen Traum zu verwirklichen.
Ich halte persoenlich nicht sehr viel von schwarzmalerei auch nicht von dem rosaroten Anstrich. Afrika, insbesondere Namibia ist ein Land mit vielen Vorteilen (aus meiner Sicht) aber eben auch mit Nachteilen. Seine Schlussfolgerung und seine Entscheidungen muss da jeder fuer sich selbst entscheiden.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Renzo120 Beiträge · seit 201502. Okt. 2018 · #11Hallo,
wie Christian sicher weiss, wird die aktuelle Land Conference live von nbc gezeigt. Man kann es auf Youtube verfolgen:
Bei YouTube ansehen ↗
(Oder einfach "Land Conference Namibia" in Youtube eingeben)
Egoistisch gesagt mache ich mir sorgen darueber...........
Renzo