Viele Fragen von einem Namibia-Neuling!!!

3 Antworten · 1'117 Aufrufe · gestartet 09. Mai 2010 von Flumi1
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Themenstarter1 Beiträge · seit 201009. Mai 2010 · #1
Hallo an alle User.
Ich bin gerade zufällig über dieses Forum gestoßen und hoffe, meine doch eher breitgefächerten Fragen können hier beantwortet werden.
Ich fange am besten mal ganz vorne an:
meine Freundin hat zwei Praktikumstellen in Windhoek und Pretoria erhalten. Dazwischen sind 15 Tage für einen Urlaub geplant. 10 Tage Rundreise in Namibia und 5 Tage in Kapstadt.
Von einem Bekannten hat meine Freundin eine komplett ausgearbeitete Route(siehe Anhang) als Excel-Datei zugesendet bekommen, die uns nun als Grundlage für die Reise gelten soll. Allerdings gibt es noch so einige Unklarheiten bezüglich mehrerer Punkte dieser Unternehmung.
Geplant ist, sich einen Mietwagen zu leihen und auf eigene Faust die Route zu bestreiten. Hier schon die ersten Fragen:
Ist es "sicher" die Reise zu zweit und nur in einem Auto durchzuführen?
Welcher Fahrzeugtyp (4x4(400€) oder front(200€)) ist für unsere Route empfehlenswert?
Da die Reise ja über mehrere Tage geht, haben wir uns auch Gedanken über die Übernachtungen gemacht. Aus Kostengründen sind wir bei Campingplätzen gelandet. Hier werden erneut einige Fragen aufgeworfen:
Zeltplätze "sicher"?
Ist es empfehlenswert ein Zelt und/oder Schlafsack mitzubringen oder kann beides günstig in Windhoek(unserem Startpunkt) gekauft werden?Kann ein Zelt auch geliehen werden?
Zu guter letzt:
gibt es Verbesserungen oder Gegenmeinungen zu den geplanten Reisezielen?

Besten Dank schonmal im Voraus!!!

MfG Robert

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zuletzt bearbeitet 09. Mai 2010
3'491 Beiträge · seit 200610. Mai 2010 · #2
Hallo Flumi,
sei erst einmal herzlich begrüßt bei den "Namibia-Verrückten". Ich habe mir die Reiseplanung angesehen und muss sagen: gut gemacht - sowohl in der Art der Aufbereitung als auch in der Routenwahl. Wenn ich etwas zu "meckern" habe, dann ist es das Übliche, d.h. zuviel in der kurzen Zeit. Bis auf Swakopmund und Sossusvlei seid Ihr überall nur eine Nacht.Besonders in Etosha macht sich das negativ bemerkbar.Wenn man Tierbeobachtungen genießen möchte, dann braucht man Zeit dafür. Daher mein Rat: 1 Nacht Namutoni und jeweils 2 Nächte in Halali und Okaukuejo ( aber schnell entscheiden, sonst bekommt Ihr dort keinen Platz mehr ).Dafür allerdings müsst Ihr Sossusvlei völlig streichen. Das tut zwar weh, aber Ihr könnt nun mal in 10 Tagen nicht ganz Namibia bereisen. Lieber das Wenige genießen statt durchs Land zu hetzen.
Beim Auto könnt Ihr sparen - ein Normalfahrzeug reicht, Ihr braucht kein 4x4. Schön wäre allerdings, wenn Ihr Euch für ein etwas höheres Fahrzeug, wie VW-Bus,Toyota Condor oder Nissan X-Trail ( die gibt es alle auch in Normalversion), entscheiden könntet, denn eine erhöhte Sitzposition ist wirklich ein Gewinn. Für Kapstadt dagegen reicht ein normaler PKW.
In puncto Sicherheit müsst Ihr Euch keine besonderen Gedanken machen - es genügen Umsicht und allgemeine Vorsichtsmaßnahmen: nach Einbruch der Dunkelheit rennt man nicht mehr draußen herum und bestimmte Stadtteile meidet man sowieso.Nutzt die angebotenen Bewachungsmöglichkeiten. Mit dem Campen haben wir keine Erfahrung; es erscheint mir aber sicherer, alles Wertvolle im Auto mitzuführen und nicht auf dem Campingplatz zu lassen. Campingausrüstung gibt es in Windhoek zu mieten. Sehr beliebt sind übrigens Autos mit Dachzelt. Dann hättet Ihr sowieso immer alles dabei. Aber denkt dran - im August kann es nachts noch ziemlich kühl sein - auch in Namibia ( in Kapstadt sowieso - da kann es sogar Schnee in den Bergen geben).
Dass Ihr Euer Standquartier nicht in Kapstadt direkt, sondern in Hout Bay aufschlagt, ist ungewöhnlich, aber nicht ungeschickt. Ok - das Nachtleben von Kapstadt bleibt Euch damit verschlossen, aber dafür sind alle anderen Ziele auf der Kaphalbinsel besser zu erreichen. Und die Waterfront von Kapstadt kann man auch am Tage sehr gut besuchen.
Ich wünsche Euch viel Spaß.
Gruß Joli
2'610 Beiträge · seit 200710. Mai 2010 · #3
Hi Robert,

auf die Gefahr hin, dass mich die Swakop-Fans steinigen 😄 : ich würde Soussusvlei und Swakop auslassen (in Swakop ist es viel zu kalt) und die Route grob so planen:

Windhoek, Spitzkoppe (2 Nächte), Tweifelfontein (1-2 Nächte), Etosha (3-4 Nächte) und wieder zurück.

Lieber weniger und das in Ruhe, als alles nur kurz anreissen.

Wenn ihr ein Fahrzeug mit Dachzelt und Campingausrüsting mietet, braucht ihr meist nur noch ein Laken und Schlafsäcke mitbringen, alles andere ist vorhanden.

Und die Campplätze sind in Namibia genau so sicher oder auch unsicher, wie sonst wo.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
841 Beiträge · seit 200810. Mai 2010 · #4
Hallo Robert,

wie hier schon gesagt, weniger ist oft mehr.

Meine Anmerkungen :
den ersten Tag schon einen Teilabschnitt Richtung Norden zurücklegen, z.B. Otjiwarongo, Waterberg. Dann hast du am nächsten Tag mehr Zeit für den ersten Etosha Besuch. Bedenke, im August ist es um 17 Uhr schon dunkel.

Auf jeden Fall 2 nächte Okaukuejo.

Verzichte auf Hentjes Bay und fahr durch bis Swakopmund. Du gewinnst einen halben Tag. Von dort auf jeden Fall die Dolphin Cruise in Walvis Bay unternehemen.

Am Sossusvlei würde ich dir am ersten Abend eine Unterkunft nördlich von Sesriem empfehlen. Du kannst dadurch etwas später von Swakop aufbrechen.

Viel Spass bei der weiteren Planung.

Gruß
Namib Tom
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia