Wüstenfeeling

17 Antworten · 3'460 Aufrufe · gestartet 13. Apr. 2010 von diallery
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Themenstarter21 Beiträge · seit 201013. Apr. 2010 · #1
Die Flüge sind gebucht, die Fahrzeug Anfragen deponiert, dir Route in ganz groben Zügen geplant:

Im Uhrzeigersinn, Dauer 14 Tage,
meist Campen aber auch mal eine bezahlbare Lodge oder Hotel
mit Zwischenstops Richtung Sossusveil
Swakopmund
Brandberg
Vingerklip
Etosha
mit Zwischenstop (Waterberg?) nach Windhoek

Wir zwei Männer entfliehen alle paar Jahre zusammen unseren familiären und beruflichen Verpflichtungen und gehen in die Wüste. Das letzte Mal waren wir an einem 11 tägigen Tracking in der Zentralsahara. Es ist für beide der erste Besuch im südlichen Afrika.

Nun suche ich Tipps für eine gutes "Wüstenfeeling" auf dieser Tour. Wo und wie sollen wir Campen um den unvergleichlichen Sternenhimmel über der Wüste zu sehen oder die unglaubliche Stille wieder zu erleben? Ein paar tolle Wüstenfotos zu schiessen? Gibt es eine besonders eimpfehlenswertes Tracking? Eine 4x4 Route?

Gruss und Dank für alle wertvollen Tipps bisher
Dani
7'267 Beiträge · seit 200613. Apr. 2010 · #2
Hallo Dani

Du wirst die Sahara nicht mit der Namib vergleichen können. Hier hat es zwar viele Dünen und auch sehr viel Sand, das ist aber nur beschränkt zugänglich und dadurch selten einsam. An vielen einsamen Orten hat es dafür keine Dünen.

Ich empfehle Dir für einen gandiosen Sternenhimmel ein Camp im Namib Naukluft Park. z.B. Mirabib, Blutkuppe oder auch Archers Rock. Wenn Du Sand willst ist natürlich das Sossusvlei mit seinen roten Dünen genial. Aber auch der Küstengürtel zwischen Swakopmund und Walvis Bay hat sehr schöne Dünen (einfach nicht in Rot).
Genial wäre natürlich so etwas wie unsere Sperrgebiets-Tour die nächste Woche startet. Da hast Du Einsamkeit und grosse Sanddünen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter21 Beiträge · seit 201014. Apr. 2010 · #4
Hallo

@chrigu: Danke für den Tipp, wir werden sicher im Namib Naukluft Park mindestens eine Nacht einlegen.

@Armin: Eigentlich wollten wir nicht so weit in den Süden, aber das ganze Gebiet um die D707 zwischen Namib und Tiras Bergen sieht sehr verlockend aus. Falls wir dort beginnen ist es vermutlich für den ersten Tag zu weit von Windhoek entfernt. Wo würdest am Tag der Landung noch einen Zwischenstopp auf dem Weg dorthin einlegen?

Es ist richtig schlimm beim planen, bei nur 14 Tagen muss man so vieles wieder streichen.

Dani
7'267 Beiträge · seit 200614. Apr. 2010 · #5
Hallo Dani

Lass den Süden weg, wenn DU nur 14 Tage hast. Dann fahrt Ihr wirklich viel zu viel, bzw. abt noch wenier Zeit für die schönen Orte unterwegs.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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2'346 Beiträge · seit 200615. Apr. 2010 · #6
Hallo Dani,

den Zwischenstopp würde ich auf Farm Rooiklip am Gamsberg einlegen.

http://www.natron.net/rooiklip/index.html

Grundsätzlich stimme ich den Bedenken von chrigu jedoch auch zu, es sei denn, ihr konzentriert euch wirklich nur auf den Süden. Dann ist das auch in 14 Tagen machbar.

Viel Spaß
Armin
5'479 Beiträge · seit 200915. Apr. 2010 · #7
Wenn Ihr Einsamkeit und Wüstenfeeling sucht, empfehle ich Euch das Damaraland. ISt allerdings keine Sandwüst, sondern eher Steinwüste. Dafür findet Ihr dort Ruhe und Einsamkeit.

Hier mal ein Streckenvorschlag:

Windhoek - Blutkuppe oder Arch Rock - Cape Cross - Messum Crater - Brandberg - Doros Krater - Twyfelfontein - Palmwag - Palmwag Conzession - Amspoort - Hoanib Schlucht - Sesfontein - Khowarib Schlucht - Kamanjab - Windhoek

Fahrt im Oktober/November. Dann ist das Land stark ausgedörrt und absolut mit den Fels- und Gebirgs-Gebieten der Sahara vergleichbar. Nach der Regenzeit März bis Juni gibt es ausgedehnte Graslandschaften und man kommt sich eher vor, wie in der amerikanischen Prärie. Ich war schon zu beiden Zeiten dort und da ich ebenfalls ein großer Wüstenliebhaber bin, würde ich immer Oktober/November empfehlen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter21 Beiträge · seit 201015. Apr. 2010 · #8
@Topobär: Die Flüge sind für Mai gebucht. Bei einigen der Vorschläge sehe ich auf der Karte keine Pads. Wie kommt man zum Beispiel zum Messum Krater? Allradtour querfeldein?

Es muss nicht Sand sein. Was mich der Wüste reizt sind die Stille, die Weite und der Sternenhimmel. Ich möchte auch versuchen ein paar Startrails (Zeitrafferaufnahmen des Sternenhimmels) zu machen.

Es soll nicht eine reine Wüstenfahrt werden. Wenn schon im südlichen Afrika möchten wir die Tiere sehen und auch mal bequem schlafen und gut essen....
5'479 Beiträge · seit 200915. Apr. 2010 · #9
Die von mir vorgeschlagene Route lässt sich komplett auf Tracks fahren, d.h. auf sehr kleinen und zum Teil auch sehr schlechten Wegen, die auf den üblichen Touristenkarten nicht eingezeichnet sind, wohl aber bei T4A.

Tiere gibt es auf der Tour problemlos zu sehen, vor allem in der Palmwag Conzession und im Hoanib Canyon. Gute Chancen für Wüstenelefanten.

Auch gibt es bei der vorgeschlagenen Route die Möglichkeit, die ein oder andere Nacht in einer Lodge zu verbringen.
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7'267 Beiträge · seit 200615. Apr. 2010 · #10
Die von Topobär vorgeschlagene Route ist Super. Die Frage ist immer ob ein Namibia-Ersttäter, auch wenn schon hinreichlich erfahren, damit nicht überfordert ist. Es ist schon eine recht Einsame Tour. Zudem gibt es einige Gebiete mit Elefanten. Da wäre etwas Erfahrung auch nicht schlecht.

Messum siehst Du z.B. hier: auf Karte zeigen

Gruss Chrigu
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Themenstarter21 Beiträge · seit 201018. Apr. 2010 · #11
Auf Grund der Antworten wird das Damaraland betont. Mit Hilfe der Suche im Forum und der Camping Liste bin ich bei folgender, provisorischer Planung:

1. Tag: Ankunft früh Morgens, Auto übernehmen, Einkauf, Fahrt zur Kalahari Anib Lodge (Camp)
2. Tag: Kalahari Anib Lodge (Camp) 2
3. Tag: gegen Abend Camping im Sesriem Park
4. Tag: Sonnenaufgang Veil, dann Blutkoppe
5. Tag: Swakopmund
6. Tag: über Messum Krater zum Brandberg, White Lady Lodge
7. Brandberg White Lady Lodge, Ausflüge
8. Tag: Twyfelfontein, Aabadi Mountain Camp
9. Tag: Reserve
10. Tag: Etosha Safari Camp
11. Tag: Etosha Okaukuejo
12. Tag: Etosha Namutoni
13. Tag: Wo übernachten auf dem Weg nach Windhoek? Waterberg? Andere Tipps?
14. Tag: Letzte Nach im Hotel in Windhoek, welches?

Macht die Route Sinn? Reservieren nur Sesriem Park und Etosho um flexibel zu bleiben?

Danke
Dani
2'349 Beiträge · seit 200918. Apr. 2010 · #12
Nicht schlecht:

ABER:

Ein GANZER TAG für den Vlei und Dünenwanderungen ist besser! Nur am morgen schafft man sehr wenig und ihr seid im Stress und kaputt, wenn ihr an der Blutkuppe seid.

MIND. 2 Nächte Swakop (besser 3)

Etosha Safari Camp auslassen. Was willst du denn DA???? Lieber 10km weiter fahren und gleich nach Okaukujeo!

Dann 1 Nacht Halali

Letzte Nacht lieber Onguma Bush Camp (Campsite) als Namutoni!

Übernachtungsalternative zum Waterberg: Mount Etjo Safari Lodge (Campsite: Camp Dinosaur). Wäre aber eher für 2 Nächte sinnvoll.

50km nördlich von Windhoek hat auch die Guestfarm Duesternbrook nen Campsite (Leoparden-Drive!).

Gruß, Otji!
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2010
499 Beiträge · seit 200619. Apr. 2010 · #13
Hoi Dani,

auf dem Weg nach Windhoek bietet sich sicher das Waterberg Camp an. Gibt im Sonnenuntergang schöne rote Felsen...
Zur Namib noch eine Bemerkung: ich war bis jetzt 3 Mal (das letzte Mal vorige Woche) immer zum Sonnenunter(!)gang im Deadvlei und jedesmal mutterseelenallein. War vielleicht Glück, aber man schafft es "rechtzeitig" zurück zum Tor. Und die Stimmung ist genial.
Ciao
Tobias
Themenstarter21 Beiträge · seit 201019. Apr. 2010 · #14
@Otikoko:
Etosha Safari Camp war nur so eine Idee, um nach dem Campen im Damaraland wieder in einem Bett zu schlafen und gut zu essen. Bin offen für Alternativen.

Halali habe ich hier im Forum diverses nicht so erfreuliches gelesen: "Charme der alten DDR", "strenger Geruch, Kühler für das Fleisch funktionierten nicht..."
Deshalb wollte ich es weglassen. Lasse mich aber gerne belehren.

Zu Duesternbrook gibt es auch sehr gemischte Aussagen im Forum. Wie ist es aktuell?

@Tobias:
Danke für den Tipp mit dem Deadvlei am Abend. Du bist also eher für Waterberg?


Jetzt bleibt nur hoffen, dass sich der Vulkan beruhigt und die Asche verschwindet....

Gruss
Daniel
499 Beiträge · seit 200619. Apr. 2010 · #15
diallery schrieb:
@Tobias:
Danke für den Tipp mit dem Deadvlei am Abend. Du bist also eher für Waterberg?

Hoi Dani,

ja. mir gefällt der Waterberg. Und die Stimmung in der Abendsonne ist wunderschön. In einer Dreiviertelstunde bist Du auf dem Plateau...
Aber das ist eine ganz persönliche Meinung.
In Windhoek ist die Pension Steiner unser Anlaufpunkt. Saubere Zimmer, guter Service, Parkplatz im Innenhof, bewacht. Und alles in Laufweite.
Ciao
Tobias
zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2010
14 Beiträge · seit 201019. Apr. 2010 · #16
Also ich kann nur sagen, dass uns Etosha Safari Camp weit besser gefallen hat als Okaukuejo. Wir waren allerdings mit Auto und Dachzelt unterwegs, also haben wir die Betten nicht getestet 😉 Aber vom Camp her und der Freundlichkeit der Gastgeber war Etosha Safari um Häuser besser. Natürlich versäumt man im März, als wir in Namibia waren, nicht viel, wenn man nicht direkt im Nationalpark übernachtet, denn am beleuchteten Wasserloch war absolut nichts los...
Zu Düsternbrook kann ich nur sagen, dass es uns wirklich sehr gut gefallen hat. Nette Leute, Campingplatz ok und wir haben dort Unmegen Tiere gesehen (zB sehr viel mehr als auf der Bagatelle Kalahari Ranch - dort waren wir fast entäuscht). Aber da macht wohl jeder andere Erfahrungen!
Themenstarter21 Beiträge · seit 201024. Apr. 2010 · #17
Bezahlbare und guten Unterkunft für die letzte Nacht in Windhoek? Tipps hier aus dem Forum Casa Blanca oder Pension Steiner? Weitere Tipps?

Und in Swokopmund?

Danke für die Hilfe
Dani
2'349 Beiträge · seit 200924. Apr. 2010 · #18
Hallo Dani!

Hier meine Tips:

Windhoek:

http://www.wheretostay.co.za/hotelpensioneros/ (günstig!)

http://www.natron.net/nouveau/main.html

(beide bei der Medi Clinic iun Gehnähe zu Joes Beerhouse)

http://rivendellnamibia.com/

Klein Windhoek:

http://www.natron.net/tour/casapiccolo/

Meine Wahl wäre Rivendell. Oder Pension Eros, wenn es günstig und bei Joes sein soll.

Swakop:

http://www.fischreiher.net/

http://www.swakop.com/intermezzo/


Gruß, Otji!
zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2010