Selbsfahrer Neulinge

16 Antworten · 3'064 Aufrufe · gestartet 12. Apr. 2010 von neoline
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Themenstarter9 Beiträge · seit 201012. Apr. 2010 · #1
Hallo zusammen 😉

ich habe dieses Forum endeckt und mich schon mal ein bisschen durchgewühlt.
Wir spielen mit dem Gedanken.. naja, oder besser im groben plane ich schon mal, eine SelbstfahrerTour nach Botswana zu machen. Aber es tun sich endlos viele Fragen und Unsicherheiten auf ... Letztes Jahr war ich mit drifters in Kenia / Tansania auf einer rustikalen camping/zelt safari... naja, seitdem hat mich afrika ganz gepackt. ich möchte aber, dass mein mann endlich mitkommt.. er würde aber nicht in eine gruppe mitfahren. u.a. kommt deshalb nur selbstfahrer in frage..
im Groben möchten wir von windoek über maun, moremi, und unbedingt in den Chobe... ggf noch zu den vicfalls...
das ganz geht aber nur 14 Tage..zum einen ist es zeitlich für uns sonst ein bisschen schwierig und ich denke das gibt der geldbeutel auch nicht ganz her, wenn wir drei oder gar vier wochen fahren...
wir haben gute bekannte die schon seit 95 regelmässig in namibia, botwana , südafrika unterwegs sind. so grob habe ich auch schon einige infos von den beiden. dieses jahr fahren die auch wieder. geschickt wäre es natürlich, wenn wir ähnlich fahren um etwas in kontakt bleiben zu können.
No genug bla bla.. nun mal zum Thema:
Ist es überhaupt möglich ohne großartige Erfahrung mit 4x4 daeinigermaßen sicher durch zu kommen? Hat ihr eine Route die getestet ist und entspannt in 14 tagen zu machen ist? Wichtig ist für uns wirklich die Natur... hat jemand auch so ganz grob einen Preis? Ich weiß so genau kann man das nicht sagen, aber so als ersten Anhaltspunkt wäre das toll. Ich bin eben schon ganz aufgeregt, weil ich möchte da unbedingt hin.. ich möchte wieder nachts die löwen und elefanten hören 😉 Mir wurde schon gesagt, dass wir uns sputen müssen, da die camsites in z.b chobe sehr schnell ausgebucht sind...
Ich bin dankbar für sämtliche Tipps 😉

Viele Grüße
neoline
33,1k Beiträge · seit 200612. Apr. 2010 · #2
Hi Neoline,

willkommen im Forum!

Erste allgemeine Frage bevor es ins Detail gehen könnte: Wollt ihr nur campen, gar nicht campen oder eine Kombination aus beidem machen? Das hat natürlich u.a. große Auswirkungen auf die auf Euch zukommenden Kosten.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter9 Beiträge · seit 201012. Apr. 2010 · #3
Hi Christian,

ich denke 1 -2 Nächte (zu Beginn und zum Ende) in eine Lodge sind vielleicht ganz gut..ansonsten nur campen mit dachzelt (oder ich habe bei einem namibischen autovermieter ein 4x4 mit aufklappbarem "Zelt" gesehen, weiss nur gerade den namen nicht..)

DANKE!!!!!

Viele Grüße
neoline
1'155 Beiträge · seit 200612. Apr. 2010 · #4
Hallo Neoline

Ihr seid noch nie mit einen 4*4 unterwegs gewesen?

Im Busch, gerade in Botswana kann es immer zu Grenzsituationen kommen. Das Auto steckt im Schlamm fest z.B nach der Regenzeit. Das Auto gräbt sich
in den weichen Sand (kann immer mal passieren), ein Reifen geht kaputt und muss im tiefen Sand gewechselt werden. Vielleicht taucht dann gerade noch
eine Herde Elefanten auf, oder es wimmelt von Moskitos. Ok das sind Grenzsituationen, diese können aber immer vorkommen. Könnt ihr ruhigen Gewissens mit
solchen Sachen umgehen, sonst kann so ein Trip schnell in negativen Stress ausarten. Ich habe schon einige getroffen, die ihren Urlaub wegen Überforderung gar nicht geniessen konnten.

Gruss Beat
1'003 Beiträge · seit 200812. Apr. 2010 · #5
zeitlich wird das aber eng -
mindestens 5 Tage An- und Abreise = 9 Tage Rest - 1 Tag Vic Falls = 8 Tage Moremi und Chobe
d.h. 3 Ü im Moremi
3 Ü im Chobe und 2 Ü Kasane (Vor und nach Vic Falls)
An- und Abreise werden ziemlich anstrengend - und es darf nichts passieren - Auto etc. !

geht aber - preislich geschickter ist das von JNB aus - Entfernung WDH-Maun oder JNB- Maun ist ähnlich

Gruss
Christian

PS - ich würd's nicht machen - macht nur Moremi und nehmt Euch mehr Zeit
Themenstarter9 Beiträge · seit 201012. Apr. 2010 · #6
Hallo,

also robust sind wir schon, das ist ok. Aber ich denke ihr habt mehr erfahrung, welche gebiete oder ecken man als neuling besser meiden sollte... wegen tiefsand etc., schlamm, etc.
Ich denke September ist als Reisezeit ganz gut, weil da ja eigentlich eher wenig regen ist.. oder?

Grüße
neoline
5'479 Beiträge · seit 200912. Apr. 2010 · #7
@Tomcat:
Wenn das schon Grenzsituationen sein sollen, hoffe ich, dass Du nie wirkliche Probleme bekommst. 😉 Meiner Meinung nach sind das Standardsituationen die auf einer Fahrt in den Busch immer mal wieder vorkommen.

@neoline:
Jetzt der gewünschte und von mir schon selbst durchgeführte Routenvorschlag:

1.Tag: Windhoek - Ghanzi
2.Tag: Ghanzi - Maun
3.Tag: Maun - Moremi (3rd bridge)
4.Tag: Moremi (3rd bridge) - Moremi (Xakanaxa)
5.Tag: Moremi (Xakanaxa) - Chobe (Savuti)
6.Tag: Chobe (Savuti) - Chobe (Ihaha)
7.Tag: Chobe (Ihaha) - Kasane
8.Tag: Tagesausflug zu den VicFalls
9.Tag: Kasane - Popa Falls
10.Tag: Popa Falls - Tsodillo Hills
11.Tag: Tsodillo Hills - Tsumkwe
12.Tag: Tsumkwe - Etosha (Namutoni)
13.Tag: Etosha (Namutoni) - Etosha (Okaukuejo)
14.Tag: Etosha - Windhoek
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2010
1'155 Beiträge · seit 200612. Apr. 2010 · #8
@Topobär

... für den Ersttäter sind das schon Grenzsituationen ...ich von meiner Seite habe schon einiges anderes erlebt und überlebt, Du würdest dich wahrscheinlich wundern : -)
Themenstarter9 Beiträge · seit 201012. Apr. 2010 · #9
erstmal super vielen dank für deine schnelle antwort und den Routenvorschlag 😉
Die klingt aber schon echt recht vollgepackt.. meinste nicht, dass das zu stressig ist. Vielleicht läst man die popa falls doch lieber weg uns relaxt mal einen tag... hmm..
aber toll, dass du die tour schon erprobt hast.. magst du mir sagen in welchen camps du warst..
und was du ganz grob dafür bezahlt hast?

Danke!!!

Liebe Grüße
neoline 🤪
Themenstarter9 Beiträge · seit 201012. Apr. 2010 · #10
genau das sind ja auch meine befürchtungen, dass wenn die tour zu hart wird, man das ganze nicht mehr richtig geniessen kann...
wie gesagt, robust sind wir schon. mein mann ist handwerklich auch recht geschickt...
aber wenn man dann so alleine vor einem wasserloch steht und laaange keiner in sicht ist, ist man ja einfach auf sich alleine gestellt... und da ist man ja vielleicht nicht mehr ganz so cool 😉

LG neoline
728 Beiträge · seit 200612. Apr. 2010 · #11
Hallo Neoline,
du schreibst von September. Du meinst nicht September 2010? Das ist Hochsaison bis etwa Ende Oktober. Und das sieht nicht gut aus.
Du musst die Übernachtungen auf den Camp sites in den National Parks (3rd Bridge, Xakanaxa, Savuti, Ihaha: Vorschläge von Topobär) frühzeitig buchen und bezahlen. Sie haben leider seit Oktober 2009 unterschiedliche Betreiber (kannst du hier im Forum finden) und kosten im Einzelfall (Savuti) bis zu 50 USD pro Person und Nacht. Die Zahl der Plätze ist aus guten Gründen sehr begrenzt und wer keine bestätigte Reservierung hat, kommt nicht in den Park, allenfalls als Tagesgast.
Den Eintritt für die Personen und das Auto könnt ihr dann in z.B. Maun zahlen.
Von Maun zum Moremi und von dort weiter zum Chobe NP bis nach Kasane gibt es eigentlich nur eine Piste und die ist häufig sandig. Das kann man auch als Anfänger (jeder war mal einer 🙂 schaffen. Zwei linke Hände sollte man allerdings nicht haben. Und den Reifen eines Toyota Hilux sollte man wechseln können. Und wissen, wo und warum man Luft (aus den Reifen 😉 )ablässt.
Aus meiner Sicht die Hauptprobleme: die Reservierungsfrage und zweitens die knappe Zeit. Ich würde Etosha weglassen wenn man aus Botswana kommt. Und einen Reservetag, wenn das Auto mal nicht mag, wäre auch gut.
In Abwandlung eines viel gehörten Schnacks: wir haben alle eine Uhr, in Afrika aber brauchst du Zeit.
Gruß
Reinhard
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zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2010
Gast12. Apr. 2010 · #12
moin,

als ich Anfang der 1970-er Jahre das 1. Mal nach Botswana wollte, gabe es nirgendwo einen 4x4 mit Campingausrüstung zu mieten. Nach vielen Schreibereien mit Empfehlungen von z.B Sielmann und Grizcmek habe ich schliesslich einen alten Landrover ( vor IIa) und einen noch älteren Toyota in Jo'burg auftun können. Wir mussten zunächst mal Campingequipment in der Stadt kaufen, die aber nichts taugte, wie wir in der 1. Nacht
kurz vor der Grenze nach Botswana feststellen mussten (BTW habe ich meinen Hintern über dem Benzinkocher ein bischen aufgewärmt). Am nächsten Morgen in der nächsten Stadt war unser 1. Ziel ein Bettengeschäft, wo wir uns mit Decken versorgt haben.
Natürlich hatten wir kein GPS oder so was ähnliches. Es ging einfach nach Norden immer Richtung Sonne, also auch quer durch die Pfannen, was ein unglaubliches Erlebnis war: eine unendliche reinweisse Fläche von Horizont zu Horizont.
Wir traffen dann natürlich irgendwann auf die "Strasse" nach Maun. Die wurde damals gerade "bearbeitet". Entsprechend war die Fahrerei. Pech war eigentlich nur, dass wir dabei den Anlasser des Landrovers verloren hatten. War aber nicht sooo schlimm: wir hatten ja noch den anderen und ein Überleitungskabel.
Ein unglaubliches Erlebnis war, als wir am Ufer des Thamalakane standen: Wasser und Grün in der Wüste.
Es folgten dann Tage im CroCamp mit Lindsay Birch und seinen Kumpanenen.
Jaaa, und bis zum Chobe und den ganzen WEg wieder zurück haben wir auch noch geschafft (bis zum -jetzt ausgebrannten- Carlton in Jo'burg, wo wir mit ausgesuchter Höflichkeit vom Porter begrüüst wurden, obwohl wir aussahen wie die Pottsäue 🙂
5'479 Beiträge · seit 200912. Apr. 2010 · #13
@neoline:

Wenn man die Tour als mit Beginn und Ende in Windhoek macht, kam es uns darauf am, die gesamte Strecke interessant zu gestalten. Deshalb haben wir auch den Rückweg ab Kasane interessant gestaltet.

Man kann alternativ auch in drei Tagen auf Asphalt von Kasane wieder Richtung Windhoek düsen und dafür mehr Zeit in Moremi/Chobe verbringen. Das hätte bei uns aber als Abschluß des Urlaubs einen sehr faden Beigeschmack hinterlassen.

Grundsätzlich sind unsere Reisen immer sehr vollgepackt. Wir sind immer vom ersten Sonnenstrahl bis zum letzten Licht des Tages draußen unterwegs. Relaxen ist nicht unser Urlaubsziel.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter9 Beiträge · seit 201012. Apr. 2010 · #14
moin moin ( da kommen wir wohl beide aus dem Norden )

oha, ja 1970 😉 das war wahrscheinlich eine sehr aufregende Tour 😉
😎
Themenstarter9 Beiträge · seit 201012. Apr. 2010 · #15
@ topobär

ja, für mich alleine persönlich kann eine tour auch vollgepackt sein
😉 allerdings möchte mein mann denke ich auch mal einen tag vielleicht nur "in den Busch und wieder zum camp fahren und relaxen... und etwas mehr zeit für garantiert passierende unvorhergesehende dinge sind für uns vielleicht nicht so schlecht...

Danke! 🤪
Themenstarter9 Beiträge · seit 201012. Apr. 2010 · #16
@ reinhard

ja, ich denke ein reservetag und etosha ggf weglasse ist vielleicht besser..
und ja.. 😊 ich meinte sep 2010... meinst du wir kriegen nichts mehr?... öhh...
728 Beiträge · seit 200612. Apr. 2010 · #17
Neoline:
eine Möglichkeit: du klickst links auf Botswana und dann auf Camping und schnüffelst mal durch die threads. Du wirst Korrespondenz mit Big Foot Tours, Mapula Lodge, DWNP per e-mail, Fax und Telefon führen müssen und angeben müssen, welche Plätze du gern zu welchem Datum hättest.
zweite Möglichkeit, die wahrscheinlich mehr Erfolg verspricht: du beauftragst einen Profi, diese Buchungen vorzunehmen. Das vereinfacht manches: weil, wer's öfters macht kann's schneller. Kostet natürlich etwas.
Als Kandidaten fallen mir diejenigen ein, die hier auch im Forum unterwegs sind: Hans Schoelink, Michael Iwanowski, Carsten Möhle (keine Reihenfolge! Bin weder verwandt noch verschwägert und auch nicht Kunde von einem der drei). Sicher gibt es noch viele andere.
Ich an deiner Stelle würde mit diesen Leuten Kontakt aufnehmen (haben alle eigene homepages) weil das vermutlich der einzige Weg ist, noch Plätze zu bekommen, wenn überhaupt.
Gruß
Reinhard
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