Ameib Ranch- Klettersteig

14 Antworten · 8'591 Aufrufe · gestartet 21. März 2010 von brendyka
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Themenstarter143 Beiträge · seit 200921. März 2010 · #1
Hallo,

ich möchte Euch von einer wunderschönen, abwechslungsreichen Wanderung, die eigenltich recht unbekannt ist, berichten. Als ich mich seinerzeit auf unsere Reise vorbereitet hatte, fand ich hierzu kaum Informationen. Da wir von dieser Wanderung absolut begeistert haben, will ich nun ein paar Infos dazu an Euch weitergeben.
Der Startpunkt des Klettersteiges ist westlich vom Elefantenkopf und mit grün/weißen Punkten bestens markiert. Der Rundweg führt an sehr interessanten Felsformationen vorbei, man genießt herrliche Ausblicke. Wir haben für diese Wanderung, die wirklich Spaß macht ca. 2 Stunden an Zeit benötigt, dabei sehr viel fotographiert und uns wirklich Zeit gelassen.
Damit Ihr einen besseren Eindruck bekommt, hänge ich einen Auszug aus unserem Reisebericht an, hier könnt Ihr Genaueres nachlesen. Fotos sind hier zu finden:
http://www.namibia-forum.ch/community/photos/album.html?albumid=11501&userid=7380
http://www.namibia-forum.ch/community/photos/album.html?albumid=11502&userid=7380
http://www.namibia-forum.ch/community/photos/album.html?albumid=11503&userid=7380

Und hier der Auszug aus unserem Reisebericht:

Dann Rückweg zum Auto und weiter zum Elephant Head. Wir hatten einen Plan vom Klettersteig, aber der Startpunkt war nicht darauf eingezeichnet. Während wir uns den recht wenig interessanten Elefantenkopf genauer anschauten, mit etwas Fantasie waren im Fels Kopf und Rüssel zu erkennen, fanden wir links davon den Startpunkt des Klettersteigs, der mit grünen Punkten prima markiert war. Philipp fand die vielen gigantischen Felskugeln, die überall umeinander lagen dafür umso schöner. Der Klettersteig führt zunächst um die vielen Felskugeln und Felsformationen herum mit vielen schönen Fotomotiven und auch gutem Blick auf den Berg gegenüber . Dann ging's ganz langsam und gemütlich nach oben. Der Weg ist nicht allzu schwer, immer wieder gab es recht enge und tiefe Passagen („Tunnel“), in denen man aufpassen muss, nicht stecken zu bleiben bzw. nicht mit dem Rucksack hängen zu bleiben. Dann ging's recht ordentlich nach oben, ab und zu mal etwas schwierigere Aufstiege, bei denen aber zumindest immer ein oder mehrere Steigeisen vorhanden waren, so dass das überhaupt keine Problem war, da hoch zu kommen. Es gab immer auch immer wieder Pflanzen, die am Felsen entlang gerankt waren. Und man konnte von jedem Punkt immer wieder die herrliche Aussicht genießen. Tolle Felsen und blitzblauer Himmel, was will man mehr! Und dazu noch einen abwechslungsreichen Weg, der so richtig Spaß machte, perfekt! Weiter oben nahmen wir die Abzweige zum Burghof (fast rechteckige, allerdings kleine Fläche von großen extravaganten Felsen umgeben) wieder mit genialem Ausblick und zu den Märchentürmen (Blick den Fels hinunter und auf die beiden „Fortsetzungen nach vorne“ von eben jenem auf rechter und linker Seite sowie die Landschaft dazwischen), die sich beide echt gelohnt haben. Dann schon bald die schwierigste Stelle – man kommt in eine Art „Sackgasse“, eine recht enge Felsspalte, ca. 1,5 Meter breit und da führte der Weg ca. 5 Meter nach „oben“. Eine recht hohe Felswand musste mit Hilfe von ein paar angebrachten Steigeisen und einer Kette zum „Festhalten“ erklommen werden, es ging senkrecht nach oben. Wie Philipp so schön schrieb- nichts für Leute mit Höhenangst (Michael) und Anti-Kletter-Freaks (Mutter), haha!!! Michael war dennoch als erster recht schnell oben, blieb aber fast mit seinem Rucksack hängen. Dann folgte Katrin, der er am Ende des Aufstiegs ein bißchen half, ihr die Hand reichte, damit ihr die beiden letzten Meter nicht so schwer fielen und Philipp, der wie immer ruckzuck oben war. Ich wollte bei dem Gedanken, dass ich da auch wieder runter musste, nicht hochklettern, da wir dachten, wir müssten den gleichen Weg wieder zurücknehmen. Also waren 3 oben und ich wartete unten. Oben hatte man einen genialen 360 ° Rundblick mit einzelnen Kugeln auf diesem Felsen im Vordergrund. Es hatte den Anschein bzw. war sicher, dass der Weg hier die Felsen hinabführte und folglich doch ein Rundweg war. Es dauerte also nicht lange, bis Michael und Philipp zurückkamen, um mich zu holen, da sie mir mein Päuschen in der schattigen Felsspalte nicht gönnten. Ich musste nun doch da hoch. Die ersten Meter überhaupt kein Problem. Als ich eigentlich schon oben war, hatte ich mich dann wohl etwas dumm angestellt. Da lag ich nun und kam nicht weiter. Mit den Beinen konnte ich die unteren Steigeisen nicht mehr erreichen, um mich dort abzudrücken. Und oben zog Michael an meinen Armen, was mich aber auch nicht voran brachte bzw. ich hatte irgendwie das Gefühl, dass er mich nicht halten könnte und wir beide abstürzen würden. Dabei hatte ich den höchsten Punkt schon längst überwunden und ich musste nur noch aufstehen. Philipp fand das äußerst amüsant, Robbe Mutter. Ohne mich, gäb's halt nichts zu lachen. Von Oben sah die Stelle gar nicht schlimm aus, tja, ich hatte mir das nur eingeredet und so mussten die beiden Männer erst mal einige Überzeugungsarbeit leisten. Der Aufstieg war wirklich machbar. Oben musste man später nochmal einen groooßen Schritt über eine Felsspalte machen. Der Abstieg war aufgrund des einfachen Weges über leicht abfallenden Fels recht unspektakulär, die Aussicht aber weiterhin super. Zunächst gab es eine Rock Bridge zu sehen und später eine Art kleinen „Waverock“, also eine erstarrte Steinwelle, in der sich eine größere Höhle befand, die recht ordentlich bewachsen war, eine Augenweide. Ganz da unten sah man auch unser Auto stehen, was neben den riesigen Felskugeln wie ein Spielzeug wirkte. In der üblichen Hitze, man schwitze sich echt was ab, ging's den Berg hinunter und mit dem Auto zurück zum Campingplatz.

LG Heidi
5'479 Beiträge · seit 200922. März 2010 · #2
Hört sich für einen Kletterer wie mich recht Interessant an. Sind im Mai in der Gegend. Woher hattest Du den Plan für den Klettersteig?
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118 Beiträge · seit 200722. März 2010 · #3
Hallo Topobär,

es ist kein Problem den Klettersteig zu finden. Wenn du nach Ameib fährst, kommst du am Eingang am Haupthaus vorbei. Dort bekommst du Kartenmaterial. Dann geht es etwa 5 km auf guter Pad zum Elephants Head, wo du parken kannst. Von dort musst du in östlicher Richtung nördlich am Felsmassiv vorbei und den Markierungen folgen.
Als Tagesausflug von Swakopmund ist diese Tour sehr gut vorstellbar.
Viele Grüße

Keimoes
Themenstarter143 Beiträge · seit 200922. März 2010 · #4
Hallo Topobär und Keimoes,

der Klettersteig startet 100 %-ig westlich vom Elephantshead, nicht wie von Keimoes geschrieben östlich. Ich hab die Karte auf Nachfrage bei der Ameib Ranch erhalten, ist aber ein bißchen klein gezeichnet. Falls Du möchtest kann ich die Karte bzw. den Plan einscannen, dann bitte PN mit Deiner Email-Adresse an mich.

LG Heidi
118 Beiträge · seit 200722. März 2010 · #5
Hallo Heidi,

natürlich startet der Weg westlich des Elephants Head. Jedoch musst du das Felsmassiv nördlich umrunden um im Osten aufzusteigen (der Klettersteig).
Du kannst natürlich auch im Westen relativ leicht aufsteigen und dann den Klettersteig im Osten absteigen (schwierigere Variante). Aber dann wäre es doch ein Kletterfall und kein -steig.
Aber wie auch immer, man kann nicht viel falsch machen, wenn am etwas Zeit mitbringt.
Viel Spaß

Keimoes
11 Beiträge · seit 201024. Apr. 2010 · #6
Aber dann wäre es doch ein Kletterfall und kein -steig.

Kletterfall -hmm- man kann auch absteigen...

Egal, Klettersteig, hört sich im Moment alpin an. Tomaselli, Pisciadu, Pösnecker etc. in den Dolomiten.

Der von Dir beschriebene Steig bedeutet sicher nur ab und zu mal Hand anlegen, Sicherung ist nicht vorhanden oder nötig oder ?

Du hast nicht zufällig Koordinaten im UTM-Gitter vom Einstieg ?

Gruss Runabout
zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2010
Themenstarter143 Beiträge · seit 200924. Apr. 2010 · #7
Hallo Runabout,

als alpin vergleichbar mit .... ist der Klettersteig nicht. Es ist ein relativ einfacher Weg, der wirklich Spaß macht. Du musst nicht ständig klettern.

Ja, Du musst nur ab und zu mal Hand anlegen. Die Steigeisen usw. sind angebracht, um Dir den Aufstieg zu erleichtern. An der einzig etwas schwierigeren Passage ist zusätzlich eine Kette angebracht, damit Du mit den Händen einen Halt hast. Zusätzliche Sicherung ist nicht vorhanden und auch nicht nötig./b].

Koordinaten hab ich keine! Der Weg ist aber bestens markiert, dass Du den Einstieg nicht verfehlen kannst. Fotos sind in meinem Album zu finden.

LG Heidi
11 Beiträge · seit 201001. Mai 2010 · #8
Hallo, ich melde mich hier noch einmal.

Konnte endlich Eure Fotos anschauen. Danach wäre meine Frage überflüssig gewesen. Aber schöne Fotos sind es.

Nur ein kleiner Tipp bei solchen Fotos: Öfters mal eine Person mit ins Bild bringen. Dann kann man sich die Grösse solcher Felsen besser vorstellen. Wie bei dieser einen Kugel.

Übrigens, hat viel Ähnlichkeit mit Joshua´s Tree Nationalpark in den USA.

Gruss Runabout
652 Beiträge · seit 200701. Mai 2010 · #9
Hallo zusammen,inzwischen gibt es auf Ameib einen 2. Klettersteig. Er ist etwas schwieriger und man sollte 3 Stunden einplanen-aber wunderschön.
Unter neueste Bilder habe ich gerade 4 hochgeladen.
Viele Grüße Mutsel
Themenstarter143 Beiträge · seit 200901. Mai 2010 · #10
Hallo Mutsel,

danke für die Info und die Bilder. Schade, dass ich nicht schon vor unserer Reise vom 2. Klettersteig gehört habe. Wenn wir wiedermal nach Namibia kommen, ist der sicher Bestandteil in unserer Planung.

Bisher haben wir folgende Wanderungen unternommen: Waterkloof Trail, Olive Trail, Tinkas Nature Walk, Rock Sculpture Trail und den Klettersteig 1.

Kennt jemand noch weitere interessante schöne Wanderungen, gerne auch mit ein bißchen Klettern???

LG Heidi
387 Beiträge · seit 200906. Mai 2010 · #11
Hallo,
wir sind im April den 1. Klettersteig gegangen. Das letzte Stück kostete ein bisschen Überwindung, aber ansonsten war es OK.
Vom 2. Klettersteig wurde nichts erzählt.
Viele Grüße
Katja
5'479 Beiträge · seit 200926. Mai 2010 · #12
Haben den Klettersteig jetzt auch gemacht. Ist wirklich einfach aber landschaftlich super schön.

Hatten allerdings unangenehmen Kontakt mit einer Art namibischer Brennessel. Die Pflanze wuchs leider mitten in einem engen Durchgang, so dass man nicht um die Berührung herum kam. Hat erheblich stärker gebrannt, als die deutschen Verwandten, war aber nach 15 min. auch schon wieder vorbei.

Hab die Pflanze in unserem Bestimmungsbuch leider nicht gefunden, so dass ich den genauen Namen leider nicht nennen kann.
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387 Beiträge · seit 200926. Mai 2010 · #13
Ja, lange Hosen tragen auf diesem Trail ist nicht verkehrt. Ich hatte diesmal ausnahmsweise kurze Hosen an, da ich nicht erwartet hätte, dass man beim Klettern zum Teil auch durchs Gebüsch muss.
War aber noch OK, und Kontakt mit den seltsamen Brennesseln hatten wir zum Glück auch nicht.

Gruß
Katja
zuletzt bearbeitet 26. Mai 2010
290 Beiträge · seit 200727. Mai 2010 · #14
Hallo,

danke für diesen Tipp! Hat inzwischen jemand Koordinaten des/der Einstiege?

Danke!
Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de
387 Beiträge · seit 200927. Mai 2010 · #15
Leider nicht, war aber eigentlich nicht schwierig zu finden.
Man läuft einfach unterhalb (linkerhand) des Elefantenkopfs vorbei (Parkplatz ist ausgeschildert), dann findet man jede Menge Markierungen. Manchmal hilft es allerdings, wenn man ab und an zurückblickt, denn die Markierungen sind nicht immer optimal in Laufrichtung angebracht.

Gruß
Katja