Etosha oder Chobe NP

11 Antworten · 7'183 Aufrufe · gestartet 08. März 2010 von moonlight
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Themenstarter4 Beiträge · seit 201008. März 2010 · #1
Hallo!

Wir planen im Mai eine Reise nach Namibia und Botswana. Wer werden natürlich in beide NP reisen. Ich wollte mich bei euch erkundigen, was ihr für landschaftlich interessanter hält. Und wo es mehr Tiere (vor allem Löwen, Elefanten, Giraffen) zu beobachten gibt!

LG Andrea
2'349 Beiträge · seit 200908. März 2010 · #2
Hallo Andrea!

mehr Giraffen: Etosha (viele!!!)

mehr Löwen: in beiden in etwa gleich Ist Glückssache... Durch mehr freie Flächen in Etosha evtl. leichter zu sehen.

Elefanten: mit über 60.000 (!) Dickhäutern sicherlich im Chobe!!! 😉

mehr Zebras: Etosha

Die Landschaften kann man nicht vergleichen... Chobe ist die Vegetsation dichter und grüner und üppiger. Der Fluß ist super! mind. 1 Bootsfahrt in nem kleinen Alu-Boot mit ca. 10 Sitzen (nicht in den großen Touri-Dampfern) ist Pflicht! Besser 2 (eine früh, eine nachmittags), da zu verschiedenen Tageseiten verschiedene Wildarten zum Fluß kommen.

Etosha besticht durch endlose weiten und viel freie Flächen auf denen Tierbeobachtungen sehr gut möglich sind. Da es dort in der Trockenzeit wenig Wasser gibt ist an den Wasserlöchern in dieser Zeit immer was los. Im Mai ist wahrscheinlich aber auch noch viel Wasser im Bush (Pfützen)...

Dies gilt aber auch für Chobe.

Büffel, Hippos, Krokos und viele andere, schöne Antilopenarten Botswanas gibt es nur im Chobe. Die Artenvielfalt ist dort größer als in Etosha.

Gnus und Springböcke werdet ihr in Etosha viele sehen, im Chobe vermutlich nicht.

Ich habe bei einer dreistündigen Bootsfahrt auf dem Chobe mal 2500 Elefanten, 1200 Büffel, und etliche Krokos und Hippos gesehen, sowie Herden der seltenen Sable Antilopen.

Affen (Paviane, Grüne Meerkatzen) gibt es am Chobe. In Etosha keine.

Anstelle von Namutoni würde ich Onguma Bush Camp empfehlen! Auch der Game Drive (sehr viele Palmen) ist auf Onguma toll. Es gibt da auch ein Wasserloch an den Unterkünften um Tiere abends zu beobachten. Auch camping möglich.

Für Camping am Chobe: Ihaha Campsite ist super! Elefanten hautnah!

siehe auch:

http://www.namibia-info.net/nordnamibia/chobe.html und http://www.namibia-info.net/zentralnamibia/etosha.html

Etosha ist bequem ohne 4x4 befahrbar. Chobe nur mit 4x4!!!

Gruß, Otji.
zuletzt bearbeitet 08. März 2010
4'451 Beiträge · seit 200808. März 2010 · #3
Hallo Andrea,
wir waren 2009 im April im Etosha, dort haben wir ca 70 Elefanten beobachten können, auch an Löwen hats nicht gefehlt, 14 Stück am Wasserloch, Chobe waren wir im September 2009 , leider aber ohne Löwen, dafür unmengen Elefanten und Hippos. 🙂 Dennoch musst Du immer bedenken, das war absolutes Glück, da gibt es keine Garantie. 🙂
Wir sind wiedermal im April im Etosha und hoffen auf viele Tierbeobachtungen.
Euch eine schöne Reise.
Lieben Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
378 Beiträge · seit 200708. März 2010 · #4
Hallo Andrea,

Etosha war damals der erste Nationalpark in dem ich auf Safari war. Bedingt dadurch, dass ich zu dem Zeitpunkt noch nichts anderes kannte, war ich sehr begeistert.

Heute, nachdem ich einige Parks in einigen Ländern Afrikas erleben durfte, hat sich das etwas relativiert. Obwohl Etosha sicherlich sehenswert ist und man auch die Gelegenheit hat viele Tiere zu sehen, rangiert der Park mittlerweile ganz unten in meiner Gunst. Mir ist Etosha viel zu struckturiert. Die angelegten Wege erinnern sehr stark an heimische Safariparks. Sehr schön sind die zahlreichen Wasserlöcher an denen man in der Trockenzeit spannende Erlebnisse haben kann, aber im Vergleich zu Nationalparks wie z.B. Chobe und Moremi in Botswana, Serengeti und Ngorongoro in Tansania oder Tsavo und Masai Mara in Kenia tut sich Etosha schwer.

Gruß Bernd
zuletzt bearbeitet 08. März 2010
5'479 Beiträge · seit 200908. März 2010 · #5
Schön mal jemanden zu hören, der Etosha nicht in den höchsten Tönen lobt. Ich teile Deine Ansicht zu Etosha und den übrigen Nationalparks zu 100%.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
5'538 Beiträge · seit 200808. März 2010 · #6
Hallo Andrea,

Otjikoko hat eigentlich fast alles schon gesagt. Die Etoscha ist interessanter, wenn Du andere Tiere als Hippos, Kroks, Büffel und Elefanten sehen willst. Löwen habe ich bei all meinen Besuchen gesehen - mal 40 Stück an einem Tag in mehreren Gruppen an verschiedenen Wasserlöchern, mal "nur" 2 oder 3, aber auf jeden Fall sind sie dort häufiger und besser zu sehen.

Ich würde auf jeden Fall mit der Etoscha beginnen und dafür 3 oder 4 Tage einplanen und dann noch einmal 3 Tage für den Chobe Park. Eine supertolle Adresse für den Chobe ist die Ichingo Chobe River Lodge auf dem Impalila Island. Das ist auf der namibischen Seite des Flusses und die Preise sind dort nicht ganz so hoch wie in den meisten Kasane Lodges, aber billig ist die auch nicht. Empfehlen kann ich Dir bei dieser Lodge das Hausboot. Da kann man ein, zwei Tage auf dem Chobe fahren - übernachtet wird im Boot in richtig großen Zimmern. Hier der Link zu der Homepage. www.ichobezi.co.za

Liebe Grüße
Gerd
761 Beiträge · seit 201008. März 2010 · #7
Chobe und auch Moremi sind nur mit 4x4 zu befahren, ist abenteuerlicher, wenn man so will. Ursprünglicher, näher an der Natur.
Etosha ist eingezäunt, in Botswana laufen Elefanten und Hyänen schon mal direkt über den Campingplatz. ( Savuti) Oder in Ihaha : vor uns der Chobe- Fluss und ein Wasserbüffel im Gebüsch hinter uns. etc.
Interessant war immer das Wasserloch abends und nachts in Okaukuejo, auch wenn dort viele Zuschauer sind. Aber zum Glück leise ( als wir dort waren )
Mit den Tierbeobachtungen kann man enormes Glück haben sowohl in Etosha als auch Chobe. 🙂
~ Africa is a feeling ~
74 Beiträge · seit 200729. Apr. 2010 · #8
Wenn ich beide NP's mit Schulnoten bewerten sollte, würde das so aussehen:

Etosha: 3-
Chobe: 1+

Begründung: Etosha empfinde ich schon fast Zoo-ähnlich, während Chobe und Moremi eben wirklich noch Wildnis und Wildheit bedeuten. Fast zwangsläufig ist es in Etosha einfacher, Tiere zu beobachten, aber wenn Du dabei wirklich Wildnis empfinden willst, musst Du Dir die evtl. vielen anderen Autos neben Dir einfach wegdenken 😵
In einem Camp in Etosha hörst Du nachts vielleicht die Löwen brüllen, aber niemals wird, wenn Du am abendlichen Lagerfeuer sitzt, eine Hyäne in zehn Meter Entfernung an Dir vorbei schleichen und kein Elefant wird direkt vor Deiner Nase die reifen Früchte vom Kameldornbaum schütteln, um sie dann genüsslich zu verspeisen (wie in Savuti).
Entscheide selbst, was Dir lieber ist... 🙂

Gruß Wolfgang
Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht aendern kann; gib mir den Mut, Dinge zu aendern, die ich zu aendern vermag; und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
1'086 Beiträge · seit 200929. Apr. 2010 · #9
Wie so oft im Leben, man braucht ein kleines bischen Glück. Die beiden Parks sind keine Zoos. Die Tiere laufen frei herum und man braucht Pirschglück. Es hat soll schon Leute gegeben haben, die haben in Etosha keinen einzigen Elefanten gesehen.
40 Beiträge · seit 200902. Mai 2010 · #10
Wir sind heute, also 2.5.2010, zurück gekommen. Ich fand den Chobe interessanter als Etosha (auch fahrenstechnisch ..., also bitte nur mit 4x4). Im Chobe haben wir sehr viele Elefanten gesehen, aber auch Büffel, Kudus usw. usw.
Wir haben mehrere Reisende gesprochen, die im Etosha bzw ihrer ganzen Reise keinen einzigen Elefanten gesichtet haben (lag wohl an der Reisezeit). Rund um Halali haben wir schlicht und ergreifend überhaupt nichts gesehen, andere wiederum am gleichen Tag Löwen, von denen wir noch nicht mal ne Schwanzspitze entdeckt haben. So ist es eben. Aber beim West- und Osteingang zum Etosha gab es Zebras, Giraffen usw. en masse, das hat uns entschädigt.
Euch eine gute Reise, Sue
461 Beiträge · seit 200803. Mai 2010 · #11
Etosha UND Chobe

Beide Parks kann man miteinander vergleichen, ohne Frage.
An Etosha gefällt mir die Weite die unzähligen Arten von Antilopen und anderen Tiere. Wenn man zB im Norden des Parks einfach mal eine Gnu Herde beim herumtollen sehen kann.
Chobe und Savuti sind megatoll keine Frage und in Kombination Kasane, Chobe, Moremi für den Selfdriver einfach der Hammer.

Aber ich denke es ist nicht der richtige Ansatz Anzahl Tiere und Arten miteinander zu vergleichen. Die beiden Parks haben doch einen völlig unterschiedlichen Charakter und man muss sich halt etwas Zeit nehmen und den jeweiligen Park auf sich wirken lassen.
Genügend Zeit mitbringen, den jeweiligen Park auf sich wirken lassen und man erlebt was.

PS: Der alte Indianer pflegte nach einem schnellen Ritt neben seinem Pferd niederzukauern. Auf die Frage warum erklärte er, dass er noch auf die Ankunft seiner Seele warte ....