Unser erster Namibia-Trip im September

14 Antworten · 3'030 Aufrufe · gestartet 17. Feb. 2010 von wirzweibeide
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Themenstarter11 Beiträge · seit 201017. Feb. 2010 · #1
Im September wollen wir, Sonja & Martin, unsere erste Reise in Richtung Südafrika / Namibia starten. Eine Freundin von uns arbeitet zur Zeit in Kapstadt, daher wollen wir dort am Anfang der Reise ungefähr eine Woche verbringen.

Anschließend soll es von Kapstadt aus nach Norden in Richtung Namibia gehen. Hier stellt sich uns schon das erste Problem: Gibt es Mietwagen mit Einwegmiete von Kapstadt nach Windhoek (von wo aus wir am Ende zurück nach Deutschland fliegen wollen/müssen)?

Beim Mietwagen hatten wir an etwas "mit Bodenfreiheit" gedacht, wir wollen nicht unbedingt offroad fahren, aber uns auch nicht nach dem Urlaub mit Rückenschmerzen gleich zum Physiotherapeuten legen müssen. Also ein SUV oder vll. ein Single-Cab sollte es schon sein.

Bei der Reiseroute sind wir uns auch noch nicht ganz sicher: Vom Süden kommend wollen wir über Lüderitz und Sossusvlei in Richtung Waterberg und Etosha Park fahren und von dort aus über die Skeleton Coast, Brandbermassiv und Swakopmund nach Windhoek.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob das zu viel Strecke für die eingeplanten zwei bis drei Wochen (ohne die Woche in Kapstadt) sind wie genau man diese Strecke dann ausgestaltet.

Dazu haben wir auch uns schon mal eine Google-Map angelegt, auf der wir in den kommenden Wochen Infos zusammensuchen & speichern wollen. Wer Lust hat daran ein wenig mitzubasteln, kann ja mal Kontakt mit uns aufnehmen. Noch ist sie ziemlich leer...

Vom Budget haben wir 3500 Euro für den Trip von Kapstadt durch Namibia eingeplant. Die Zeit in Kapstadt können wir bei der Freundin schlafen, aber für die restliche Zeit sollten die Kosten für Mietwagen, Sprit, Unterkunft, Verpflegung & sonstigen Ausgaben 200 Euro am Tag nicht überschreiten (lieber weniger... 😉 Denkt ihr das bekommt man hin? Wir haben schon ein paar Unterkünfte angeschaut, die lagen alle um 400 bis 600 NAD pro Nacht (teilweise mit Frühstück).

Soooo... Viele Fragen, aber ihr seid ja eine recht aktive Community und wir freuen uns über alle Anregungen, Tipps und was immer ihr sonst noch auf Lager habt.

Liebe Grüße,

Sonja & Martin

PS: Im Gegenzug basteln wir dann auch hinterher einen Reisebericht, wie wir das für Korsika auch schonmal gemacht haben 😉
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2010
1'816 Beiträge · seit 200818. Feb. 2010 · #2
Hallo, ich würde von Kapstadt nach Windhoek fliegen (evtl. kann man Frankfurt-Kapstadt mit stopover WDH bu chen mit Air Naminbia, ist zwar nicht so ne tolle Fluggesellschaft, aber auf eurem geplanten Rückflug schlicht die schnellste).

Dann eure Tour ab WDH, wir hatten auch einen Geländewagen, würde ich IMMMER nehmen, weil man die meiste Zeit auf nichtasphaltierten Straßen fährt, außerdem sitzt man höher. Einen 4x4 braucht ihr auf eurer Route eigentlich nicht. Schadet aber auch nicht, wir bekamen ein upgrade auf ein DoubleCab, war klasse, v.a. weil man auch ins Vlei fahren konnte. Gebucht war bei Thrifty ein 2x4 X-Trail.

Den Süden würd ich mir bei eurem Zeitlimit noch mal überlegen. Wir waren dort nicht, sind von Windhoek nach Desert Homestead gefahren. Die Lodge ist klasse. Dann weiter über Büllsport (schöne kurze Wanderung) nach Swakopmund und dann in den Norden. Auf jeden FAll im Etosha Park übernachten!

Gruß boris
191 Beiträge · seit 200918. Feb. 2010 · #3
Hallo Sonja & Martin, meine allererste Namibia-Reise habe ich genauso durch geführt, wie Ihr es plant, damals noch mit einem 1.1 VW Golf, allerdings ohne einen Aufenthalt in CapeTown. Ich war 7 Wochen unterwegs und habe in etwa Eure geplante Strecke gemacht. Das Ganze in 3 Wochen halte ich persönlich für keine gute Idee es sei denn Ihr schätzt ein "Japanisches" Reisetempo, d.h. pro Reiseziel maximal 1 Tag. Allein an der Südafrikanischen Westküste gibt es viel zu sehen, z.B.Lambert´s Bay mit der Tölpelkolonie usw. Von der zurückzulegenden Strecke mal ganz abgesehen. Für die Ziele in Südnamibia wie Fish River Canyon, Lüderitz mit Kolmanskop und Soussousvlei braucht Ihr allein schon 4 Tage. Ich würde empfehlen bis maximal Etosha nach Norden zu fahren, mehr wäre nur Hetzerei. Zu Eurem Budget stellt sich die Frage ob Ihr Campen (Dachzelt?) wollt oder nur "feste Unterkünfte" vorgesehen habt. Das hat einen großen Einfluß auf die Gesamtkosten.

Beste Grüße
Gerd
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1'816 Beiträge · seit 200818. Feb. 2010 · #4
Hab was vergessen: zu den Kosten: wir hatten das meiste über DERTour gebucht (z.B. Desert homestead 3=2). Das war billiger als direkt bei den Lodges, zumal von der Zeit der Planung bis zur Reise bei uns der Nam$ erheblich stieg. wir kamen so doch um einiges billiger weg.

Aber man muss je nach Gegend so 30 - 50€ p.P./Nacht mit Frühstück rechnen. Dinner kostet in den Lodge so 120-140 Nam$. Man hat meist auch keine Alternative, als dort zu essen.

Incl. Flüge (nach VicFalls und 2 TAge Chobe, war richtig teuer) haben wir für 3 Wochen ca. 4000€/p.P ausgegeben.

Gruß boris
5'538 Beiträge · seit 200818. Feb. 2010 · #5
Hallo Sonja und Martin,

wenn Ihr von Kapstadt mit dem Wagen fahren wollt, dann würde ich mich auf den Süden konzentrieren. Von Kapstadt bis zum Oranje solltet Ihr mindestens 3 - 5 Tage einplanen, denn es ist "Blumenzeit". Die ganze Strecke von Kapstadt am Olifants River hoch ist ein einziges Blumenbeet. Wenn Ihr dann noch Glück habt und es im Namaqualand Winterregen gab, dann erlebt Ihr dort Euer Blumenwunder schlechthin. Eure Freunde in Kapstadt sollten sich im Juni und Juli beim Fremdenverkehrsamt in Springbok erkundigen, ob es ausreichend geregnet hat. Wenn ja, dann plant für die Strecke bis Namibia mindestens 5 Tage ein. Dann habt Ihr den Fish River, Lüderitzbucht, die D 707, Sossusvlei und evtl. noch die Kalahari. Das ist mehr als genug.

Es gibt Einwegmieten von Kapstadt nach Windhoek. Das sollte Euer geringstes Problem sein.

Wenn Ihr - wie von Gerd (Gobobos) vorgeschlagen nach WDH fliegt, sieht das natürlich anders aus. Aber dann verpasst Ihr die Blüte in Südafrika. Das müsst Ihr entscheiden.

Viele liebe Grüße
Gerd
1'086 Beiträge · seit 200918. Feb. 2010 · #6
Wenn Ihr bis 10. September mit AIR NAMIBIAS fliegt seid Ihr noch im Shouldertarif. Ab dem 11. September beginnt der Hochsaisontarif. Es ist auf jeden Fall sinnvoll die Reise in Kapstadt zu beginnen, da die Anmietung eines Fahrzeuges in Kapstadt in der Regel billiger ist als in Windhoek.
Einwegmieten sind kein Problem. Beachtet, dass es in der Fahrerkabine bei einem Single-Cab sehr eng sein kann. Einen Nissan X-Trail finde ich da besser.
Ihr solltet Euch auf jeden Fall das "blühende Namaqualand" nicht entgehen lassen. In Namibia empfehle ich eine Übernachtung in der Nähe des Fishriver-Canyons bevor Ihr nach Lüderitz weiterfahrt. Von Sossusvlei würde ich dann direkt nach Swakopmund und danach weiter über das Brandbergmassiv in den Etosha Park fahren. Auf dem Rückweg von Etosha kann dann noch ein Stopp am Waterberg eingelegt werden. Alles in Allem viel Programm in relativ kurzer Zeit.
Themenstarter11 Beiträge · seit 201018. Feb. 2010 · #7
Hui, wir merken schon, viel Tour und wenig Zeit. Aber erst einmal vielen Dank für die schon soooo vielen Antworten!

Die Veränderung der Route ist erstmal im Kopf abgespeichert: Von Kapstadt werden wir wohl wirklich fahren, wenn die Blumen blühen. Das war ursprünglich der Grund für diese Entscheidung. Lamberts Bay, Namaqua, Fish River und D707 (wären wir wahrscheinlich nie von selbst drauf gekommen dort langzufahren) sind eingetragen, anschließend weiter in Küstennähe zum Brandbergmassiv über Swakopsmund. Etosha & eventuell Waterberg zum Ende...

Uns ist klar, dass das eine Menge ist. Kilometermäßig scheint der Weg von Kapstadt bis zur Grenze 800km zu sein, der Rest der Tour auch um die 2500 Kilometer. Und dass Aufenthalte länger als ein bis zwei Nächte dann eher nicht drin sind, ist uns auch bewusst... Länger als vier Wochen insgesamt ist aber angesichts verbleibender Urlaubstage nicht drin.

Was angesichts dessen natürlich interessant ist: Welche Gegend ist nur landschaftlich attraktiv, wo man ohne schlechtes Gewissen durchfahren kann und sich von der schieren Größe des Landes einnehmen lassen kann. Und wo hingegen bleibt man mal eine oder zwei Nächte länger?

Die Frage ob Zelt auf dem Dach oder Lodges haben wir uns auch gestellt - allerdings scheinen die "campingfertigen" Mietwagen verbundenen Mehrkosten (idR +30 Euro) mit dem damit verbundenen Aufwand (Zeltplätze anfahren, dort sicher auch nochmal Gebühren zahlen) fast ebenso teuer - und geschuldet der Tatsache, dass wir einfach Null Campingerfahrung haben, wären Lodges oder nette Backpacker dann doch unsere Wahl.

Was den Flug angeht war KLM bisher unsere Wahl, da sie recht günstig sowohl nach Kapstadt als auch ab Windhoek fliegen. Sicher nicht so schnell wie Namibia Air, aber fast nur halb so teuer. Und wir fliegen ab bzw. landen in Hannover - da kommt man von uns aus in einer Stunde mit dem Zug hin und zurück...

So. Ein guter Plan ist dazu da, nicht eingehalten zu werden. Und wie wir dieses Forum bisher erlebt habe, kommen noch so viele Anregungen, dass das auch noch ein paar Mal passiert.

Danke dafür! 😉

Sonja & Martin
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2010
235 Beiträge · seit 200918. Feb. 2010 · #8
Hallo Sonja&Martin,namaqua ist pflicht.Ich lebe seit
20 jahren in cape-town und fahre fast jedes 2.jahr
zur bluetenzeit rauf. Es wird aber jetzt
langsam zeit,
uebernachtungen zu buchen,sonst schlaft ihr auf der
strasse. Google einfach "namaqualand"da findest du was
noetig ist.
Gruss Hubert
Themenstarter11 Beiträge · seit 201018. Feb. 2010 · #9
Wie gesagt - das war der ursprüngliche Grund nicht ab Kapstadt zu fliegen, sondern zu fahren. Hast du eine Unterkunftsempfehlung?

Gruß,

Wir2beide 😉
3'491 Beiträge · seit 200618. Feb. 2010 · #10
Hallo Sonja und Martin,
vor allem solltet Ihr bei Eurer Planung nicht vergessen, dass es im September an der Westküste noch recht frisch sein kann - auch in Kapstadt. Und die Namaqualand-Blüte kann man so etwa auf den Zeitraum 2.Augusthälfte/1.Septemberhälfte eingrenzen. Daraus folgt ein Problem - entweder fliegt Ihr Ende August/ Anfang vom September, dann ist es an der Westküste noch kälter - oder Ihr fliegt Mitte September, dann kommt Ihr mit Sicherheit zu spät zur Wüstenblüte.
Unterschätzt mir den südafrikanischen Winter an der Cape nicht:es ist dort u.U. nasskalt und viele Unterkünfte sind nur unzureichend auf diese Temperaturen eingerichtet.Direkt an der Küste kann es da schon sehr ungemütlich werden; im Landesinneren - z.B. Cederberge - müsst Ihr sogar mit Schnee rechnen und dicke Wolken behindern die Sicht.Und sollte das so, wie geschildert, zutreffen, dann fällt die Wüstenblüte buchstäblich ins Wasser.
So gesehen spricht manches dafür, die Wüstenblüte von vorneherein nicht in die Planung aufzunehmen und so spät wie möglich zu fliegen - also Ende September.
Was die Route anbetrifft, so würde auch ich mich auf den Süden Namibias beschränken - also nur bis zur Höhe Swakopmund-Windhoek.Und selbst bei dieser räumlichen Beschränkung müsst Ihr Euch auf einige Ziele konzentrieren, weil die Zeit einfach nicht reicht: 5 Tage von Kapstadt bis Noordoewer - 10 Tage von Noordoewer bis Swakopmund (incl.) - 3-4 Tage von Swakopmund bis Windhoek - so in etwa könnte die Grobplanung aussehen.Denkt dran: nie weniger als 2 Nächte an einem Ziel.
Gruß Joli
Gast18. Feb. 2010 · #11
Hallo,

wirzweibeide schrieb:
Hui, wir merken schon, viel Tour und wenig Zeit.
Die meisten bevorzugen hier eine langsamere Form des Reisens, was aber nicht heißt, dass das die einzig richtige Form des Reisens ist. Ich halte Eure Tour in 3 Wochen für machbar. Freilich ist das dann kein Urlaub zum körperlichen Relaxen.
Die Frage ob Zelt auf dem Dach oder Lodges haben wir uns auch gestellt - allerdings scheinen die "campingfertigen" Mietwagen verbundenen Mehrkosten (idR +30 Euro) mit dem damit verbundenen Aufwand (Zeltplätze anfahren, dort sicher auch nochmal Gebühren zahlen) fast ebenso teuer - und geschuldet der Tatsache, dass wir einfach Null Campingerfahrung haben, wären Lodges oder nette Backpacker dann doch unsere Wahl.
Die Mehrkosten für ein ausgestattetes Campingfahrzeug sollten für 2 Personen eher bei 15 EUR liegen. Richtige Backpacker-Unterkünfte gibt es in Namibia kaum. Wir hatten bei unserer ersten Namibiareise auch null Campingerfahrung, weil Camping auf einem typischen Campingplatz in Europa das Grauen für mich wäre. Aber Camping in Namibia ist kein Drama. Es kann im September teilweise etwas kalt sein, aber viele feste Unterkünfte sind auch nicht beheizt und deshalb auch nicht wesentlich wärmer.
Was den Flug angeht war KLM bisher unsere Wahl, da sie recht günstig sowohl nach Kapstadt als auch ab Windhoek fliegen.
KLM fliegt definitiv nicht nach Namibia. Der Teil der Flugstrecke (von Windhuk nach Johannesburg oder Kapstadt) würde dann von Air Namibia durchgeführt.

Beste Grüße

Guido
5'538 Beiträge · seit 200818. Feb. 2010 · #12
Hallo Sonja und Martin,

ich sehe das mit den Unterkünften in Namaqualand nicht so zeitkritisch, denn der Run aus Südafrika und Namibia setzt erst ein, wenn die Leute sicher sind, dass es auch geregnet hat. Ich mache es genau so. Ich rufe auch immer erst im Juni/Juli im Kamiskroon Hotel an und lasse mir sagen, wie die Blütensituation/Regensituation ist.

Übernachtungsempfehlungen für Namaqualand:

Kamiskroon - das Kamiskroon Hotel
Springbok - Mountain View Guest House oder Annis Cottage - preiswerter aber nicht mein Geschmack: Springbok Lodge.

Was das Wetter angeht, kann ich Joli nur bestätigen. Wir hatten schon richtig kalte und nasse Ferien mit viel Nebel, aber auch herrliche Sonnen-tage. Es ist halt Winter.

Was die Strecke angeht, solltet Ihr wirklich Eure Karten noch mal prüfen. Mit 3.500 km von Kapstadt bis Etoscha und wieder nach Windhoek kommt Ihr nicht hin. Ich würde es deshalb auch bei Swakopmund/Windhoek lassen.

Zu den Flügen kann ich nur eines sagen: Air Namibia bietet für nur geringes Geld den Gabelflug FRA - WDH - Kapstadt und dann WDH - FRA an. Ihr dürft aber nicht bei Air Namibia selbst buchen. Versuche es doch einfach mal bei www.fliege-preiswerter.de

So und jetzt noch viel Spaß bei der weiteren Planung.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter11 Beiträge · seit 201018. Feb. 2010 · #13
Erstmal @joli: Danke für den Tipp, aber Ende September fliegen geht von Martin aus nicht, der muss dann bald wieder zur Uni um seine Abschlussarbeit zu schreiben. Weiter als bis zum 25. in den August hinein können wir auch nicht: Prüfungszeitraum...

Zu unserer Form des Reisens: Also bei der Hochzeitsreise waren wir das erste Mal "groß unterwegs" und haben auch alles selbst geplant. Wenn ihr mal in den Bericht reinschaut merkt ihr: Wir waren viel unterwegs, hier und dort schauen, mal ein paar Schritte durch die eine oder andere Stadt machen, aber wir haben auch viel Spaß daran, einfach durch die Gegend zu fahren und Sachen zu entdecken. Am Pool liegen oder ähnliches ist nicht so sehr unser "Urlaubsmodus"...

Namibia haben wir uns ähnlich vorgestellt: Eher von einem Ort zum Nächsten fahren und uns für die Fahrt auch so viel Zeit lassen, dass man unterwegs mal aussteigen kann, sich das eine oder andere anschauen oder einfach mal hinsetzen und alles auf sich wirken lassen (weniger wandern, was viele von euch auch sehr genießen, wie wir schon in ein paar Reiseberichten lesen konnten). Das schließt dann auch ein, dass wir dann auch mal nur eine Nacht bleiben und früh am Morgen gleich wieder aufbrechen. Ob wir dann mitten im Nirgendwo oder mitten in einem kulturellen Hotspot schlafen - es hat beides seinen Reiz.

Deshalb soll die Karte auch noch wachsen mit ganz vielen tollen Sachen, die man entlang des Weges nicht verpassen sollte. Damit es eben nicht nur der Weg von A nach B ist, sondern ein bisschen Abenteuer. Auf der anderen Seite wollen wir natürlich zwischendurch mal hier und da einen Tag eine Pause einlegen um eine Pirschfahrt (heißt das so?) zu machen oder einfach mal eine Stadt zu erkunden und mit Menschen in Kontakt zu kommen. In Soussusvlei z.B. war das definitiv angedacht.

Was die Flüge angeht, spuckt uns KLM zu unseren Daten einen Preis von ca. 850 Euro pro Person hin nach Kapstadt und zurück ab Winhoek aus. Also beide Flüge zusammen. Da reicht auch fliege-preiswerter.de aktuell mit seinem Summer Special nicht ran, aber wir schreiben trotzdem nochmal eine Mail hin. Dass wir mit KLM (bzw. Air France) vielleicht einmal mehr umsteigen müssen... wird schon passen. Ist zur Zeit eher unsere geringste Sorge.

Viel schlimmer: Die Strecke. Die 3500 Kilometer waren eher ne grobe Schätzung als eine exakte Messung. Google Maps spuckt uns keine exakten Daten zu Namibia aus, lediglich die 800 Kilometer von Kapstadt bis zur Grenze. Von daher werden wir nochmal neu vermessen, versprochen.

Die Gründe soweit hochzufahren sind, dass uns ein Bekannter sehr von der Skeleton Coast und Etosha vorgeschwärmt hat. Natürlich kann man das auch ein wenig abkürzen. Müssen wir nochmal drüber nachdenken. Unterdessen haben wir uns mal zur Info von Umfala eine Route zusammenstellen lassen - bei denen übernachtet man immer zwei Nächte und ist dafür an jedem zweiten Tag 350 - 400 Kilometer unterwegs... Wir persönlich würden wie gesagt eher jeden Tag uns ein wenig fortbewegen, aber dafür nicht ganz so weit (eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 - 50 km/h bei kleinen Zwischenstopps sollte man hinkommen, oder?).

Nicht die Kälte, sondern vielmehr die Möglichkeit auf Regen hält uns ein wenig von der Variante Dachzelt ab. Ebenso davon, das Ganze mit dem Motorrad zu bewältigen. Auf Korsika hatten wir ein kleines Ferienhaus als "Basislager" und konnten dort eben auch mal zu Hause bleiben oder später losfahren, wenn es richtig geschüttet hat. Aber in Namibia hätten wir das nicht - und sind die Sachen oder das Zelt erstmal klamm, wirds unangenehm. So viel schlechte Gedanken von den Campingunerfahrenen... Daher sammeln wir vorerst mal ein paar Lodges zusammen, um auf der sicheren Seite zu sein. Der letzte Trip hat uns auch gelehrt, dass es immer gut ist, eine alternative Unterkunft im Hinterkopf zu haben.

Trotzdem überlegen wir ernsthaft, die Variante Dachzelt zu wählen, allein um flexibel zu sein. Wenn das feststeht, wissen wir auch ob wir noch z.B. in Namaqualand eine Unterkunft buchen müssen. Aber in den kommenden Wochen sollte das Ganze einigermaßen stehen. Dabei seid ihr gerade eine wirklich große Hilfe, danke dafür!

Liebe Grüße,

Martin & Sonja
781 Beiträge · seit 200718. Feb. 2010 · #14
Hmmmm... Die Form des Reisens hat uns auf unserer ersten "echten" Tour auch Kopfzerbrechen bereitet: Wir wollten zwar überall offroad hinkommen (auch noch dahin, wo es keine Lodges mehr gibt), aber ich wollte nach einigen für mich traumatischen Erfahrungen auf keinen Fall campen - weder auf dem Dach, noch auf dem Boden! 😐

Wir haben uns dann für eine Zwischenlösung entschieden: Schlafen im Auto! Dafür gibt es - je nach Budget und Anspruch ein paar nette Alternativen, wie z.B. den Toyota Bushcamper, den Nissan Trax (s. Avatar), den Discoverer X oder den Onduzu. Interessiert? Dann guckt doch mal z.B. hier: http://www.namibia-forum.ch/forum/21-mietwagen/82527-onduzo-oder-toyota-hilux.html

Gruß,
Antje
Themenstarter11 Beiträge · seit 201023. Feb. 2010 · #15
Soooo... Kurzes Update zum Planungsstand:

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Langfassung:

Wir haben den Gedanken ein wenig arbeiten lassen, dass Camping ja nun günstiger und viel Flexibler ist. Und schwupps war ein Auto gebucht für 20 Tage, mit dem wir uns dann wohin auch immer treiben lassen. Es ist sogar ein Double Cab mit Dachzelt von Africamper geworden, etwas zum "im Kofferraum schlafen" war zu unseren Reisezeiten nicht mehr verfügbar, jedenfalls nicht erschwinglich.

Abfahrtsort ist nach wie vor Kapstadt, Ankunft in Windhoek. Dazwischen haben wir einiges schon ins Auge gefasst, wir müssen uns noch ein paar Campingplätze am Streckenverlauf heraussuchen. Aber das wird schon. Hier gibts ja genug Infos.

Flug ist immer noch ein großes Fragezeichen, günstiger als KLM (mit Umsteigen, aber dafür ab Hannover) wirds wohl nicht mehr. Von daher wird das wohl die Wahl.

Von daher: Namibia, wir kommen. Ganz anders als wir gedacht hätten, aber wir freuen uns drauf!

Liebe Grüße,

Sonja & Martin
zuletzt bearbeitet 23. Feb. 2010