CHchicabaluThemenstarter31 Beiträge · seit 200814. Feb. 2010 · #1
Hallo ans Forum,
ich meine immer wieder aus euren Beiträgen herauszuhören, dass ein Aufenthalt am Waterberg nicht unbedingt empfohlen wird. Das verunsichert mich etwas, wir haben für September auf der Rückfahrt vom Etosha nach Windhoek 2 Nächte in der Waterberg Wilderness Lodge eingeplant. Was spricht dafür, was dagegen? Wir waren letztes Jahr zum ersten Mal in Namibia, sind es langsam angegegangen und haben uns z.B. für dieses Mal Erongo und Waterberg mit vorgenommen, das es letztes Jahr zu viel geworden wäre. Danke für Eure Kommentare!
Was spricht dafür? der Waterberg ist eine beeindruckende Landschaft. Die roten Felsen im schrägen Licht von Sonnenauf- oder Untergang geben dir Farbkontraste, die du sicher nicht so schnell vergessen kannst. Die Möglichkeiten zu wandern sind es sicherlich wert, dort zu bleiben. Die Unterkünfte sind großzügig, im Tal mit Blick auf die Felsformationen und vom Plateau mit einer schönen Aussicht auf die Fläche. Das Essen ist mit das Beste, das ich in Namibia bisher hatte und die Weinkarte ist so umfassend, dass ich es erst nicht glauben wollte. Familie Rust als Gastgeber mit Südwester (er) und Schweizer (sie) Charme führt eine der Lodges, wo ich immer wieder hinkommen würde.
Was spricht dagegen? Wenn du vorher in den Nationalparks warst erscheint die game-farm der Familie Rust trotz aller Mühe eher wie ein großer Zoo. Bilder kannst du hier aber immer ohne Zaun bekommen. Dafür gibt es Breitmaulnashörner fast zum Anfassen.
Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Guten Morgen! @ Chicabalu Lass Dich nicht irre machen. Bleib bei Deiner Buchung. Ich war schon öfter am Waterberg, ich fand's immer schön. Meist war ich als Camper im staatlichen Camp (mittlerweile etwas heruntergekommen), im letzten Jahr in der von Dir erwähnten Lodge (allerdings auch als Camper). Es lohnt sich. Die Landschaft ist grandios - und man kann geführte Pirschfahrten machen. Freu Dich drauf! Wolff-Rüdiger
Hallo Chicabalu, ich kann nur zustimmen - der Waterberg ist schon ein durchaus lohnendes Ziel - einmal von der Landschaft her, aber auch die Geschichte ist es wert, dass man sich mit ihr etwas näher befasst. Und die Begegnung mit den Breitmaulnashörnern auf der Wilderness Lodge ist ebenfalls ein bestimmt unvergessliches Erlebnis - wenngleich ich da auch etwas zwiespältig bin: die Rusts gehen mit der Fußpirsch auf Nashörner doch ein hohes Risiko ein. Ich möchte nur vor falschen Erwartungen warnen: die Waterberg Wilderness Lodge gehört nicht zur Wilderness-Gruppe, ist also absolut keine Luxuslodge, sondern eine "Farm-Lodge" - der ehemalige Farmcharakter ist überall spürbar - bei den Unterkünften, beim Essen und beim Lodgemanagement. Andererseits: die Wilderness Lodge ist ganz bestimmt dem staatlichen Restcamp vorzuziehen; nach der Renovierung sind die Unterkünfte dort zwar deutlich aufgewertet worden, aber Service und Essen sollen katastrophal schlecht sein. Wir haben Gäste getroffen, die 3 Std. auf das Abendessen gewartet haben, dies dann allerdings - da kalt - nicht angerührt haben und am nächsten Morgen fluchtartig abgereist sind, obwohl sie länger gebucht und gezahlt hatten. Die meisten Namibia-Reisenden haben ein Problem - nämlich zu wenig Zeit.Und da man die Strecke Etosha-Windhoek bequem in einem Rutsch schaffen kann, rate auch ich davon ab, für nur eine Nacht am Waterberg Zwischenstation zu machen - es ist nicht notwendig und mit nur einer Nacht auch nicht lohnend. Wenn Ihr jedoch zumindest 2 Nächte für den Waterberg eingeplant habt, dann bleibt ruhig dabei - Ihr werdet es genießen. Gruß Joli
Macht es, die Aussicht vom Berg und der Weg hoch ist schon sehr schön. Bei den Game-Drives auf dem Plateau hatte ich immer weniger Glück. Muss nach Etosha also nicht wirklich sein! LG lamp
auch ich kann dem hier geschriebenen gut zustimmen. Nimm Dir mindestens zwei Tage Zeit und Du wirst die einmalige Natur genießen können. Sicher gibt es nicht ganz die grandiose Tierwelt von Etosha, Chobe, Moremi und Co. Aber auf dem Plateau stehen und diese traumhafte Aussicht genießen ist echt ein Abstecher wert. Auch die angebotenen Wanderungen sind echt klasse und wertvoll.
Ein kleines ABER gab es allerdings bei unserem Aufenthalt im Juli 2007. Die Waterberg Wilderness Farm der Familie Rust wird schon mit harter Südwester-Hand geführt, das hat uns ein wenig irritiert, da wir während unserer 4-wöchigen Namibiatour sonst solche gefühlten Spannungen zwischen Personal und Inhaber nirgends mitbekommen haben.
CHchicabaluThemenstarter31 Beiträge · seit 200814. Feb. 2010 · #7
Vielen Dank für Eure Kommentare, die genau das bestätigen, was wir uns erhoffen, schöne Landschaft, Ruhe, gutes Essen und vielleicht das Glück Tiere zu sehen, - natürlich weniger die Spannungen zwischen Personal und Eigentümern, das haben wir letztes Jahr allerdings auch schon im Osten des Etosha in einer Lodge so empfunden, wo es uns ansonsten unwahrscheinlich gut gefallen hat. Vielleicht war es auch nur eine Momentaufnahme, wir werden dieses Jahr noch einmal dorthin fahren und schauen, ob sich der Eindruck bestätigt - hoffentlich nicht.
Das Areal der Wilderness Lodge ist sehr schön. Am Talende ist eine fast gartenartige Vegetation. Es gibt einige ausgeschilderte Walks dort. Nachdem man sich ja teils auch länger im Auto aufhält, fanden wir es wohltuend dort ein bisschen zu laufen. Wir waren auf der Campsite, alles tiptop. Würde somit ebenfalls bei der Buchung bleiben. Von der Lodge aus wird eine Wanderung auf das Plateau angeboten (bis zum "Rand"). Wenn man ausgiebiger auf das Plateau möchte, muss man sich -soweit ich weiss- den Gamedrives vom NWR anschliessen. Ich würde bei Interesse schon am Ankunftstag die Zeiten etc. bei NWR auschecken... beim Camp einige KM vor der Lodge. Beste Grüsse
Ich war Anfang Dezember 2009 auf der Campsite, es war mein zweiter Platz in Namibia. Ich hatte noch keinen Überblick. Trotz des nicht niedrigen Übernachtungspreises gab es keinen Strom. Ansonsten war alles sauber und für Holz wurde gesorgt. Bewertung 4- im Vergleich. Der Besitzer ist eine ausdruckstarke Persönlichkeit, aber das muss man in dem Lande und unter den Bedingungen wohl auch sein.Für den Game-Drive habe ich wie alle anderen bezahlt, aber er hätte die Wasserstellen an dem Nachmittag ohnehin kontrollieren müssen. Also 10 x ... in der Kasse! Fazit: nicht ganz zufrieden
und dann noch diese Lebensweisheit aus Afrika: Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!
ANAnnagreta97 Beiträge · seit 200820. Feb. 2010 · #10
Hallo,
bin gerade ins Forum gestoßen und habe deine Anfrage zur Waterberg Wilderness Lodge gelesen. Ich stimme weitgehend meinen Vorrednern zu. Wir waren im Herbst 2007 dort, leider nur einen Tag. Die Lage ist wunderschön, die Zimmer groß und geschmackvoll eingerichtet, es gibt jeweils eine kleine Terrasse, das Bad ist riesig und sauber. Ganz herrlich fanden wir die große Terrasse unter einem Riesenbaum, auf der es mittags Kaffee und Kuchen gibt. Die Landschaft ist ein Traum! Wenn man oben auf dem Plateau steht ( dorthin gab es damals eine kostenlose geführte Wanderung ), hat man unglaubliche Rundblicke. Das Essen, sowohl abends als auch morgens, war nicht besonders. Man nimmt es in einem unpersönlichen, großen Raum ein. Damals war auch eine Gruppe da, die ziemlich lautstarke Unterhaltungen bei Tisch führte. Die "Chemie" zwischen den Besitzern und dem Personal schien uns damals etwas gestört zu sein. Es gab dort keine fröhlichen Menschen (wie z.B. in der Hohenstein Lodge im Erongo Gebirge- dort herrschte eine tolle Stimmung!).Doch wir wurden freundlich bedient. Herr Rust ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, sehr laut, sehr bestimmend. Seine Frau hingegen fanden wir sehr nett. Sie war allerdings nur an der von der Lodge etwas entfernter liegenden Rezeption anzutreffen.Mit ihr habe ich ein sehr gutes Gespräch geführt. Wegen des wunderschönen Umfeldes und der gepflegten Unterkunft würden wir dort wieder hinfahren, dann allerdings die Plateau Lodge vorziehen. Es ist viel ruhiger dort.Und zwei Tage bleiben!