SESepplThemenstarter76 Beiträge · seit 200912. Feb. 2010 · #1Hallo zusammen,
ich habe mit GPS in Namibia 0,0 Ahnung, möchte mir aber ein passendes Gerät gerne anschaffen.
Ich kenne leider nur ganz normale Straßennavis für Deutschland und Europa (TomTom, , Medion, Garmin etc.) Mit solchen Geräten habe ich sehr gute Erfahrungen sammeln können. Ich gebe einfach meinen gewünschten Zielort ein und das Gerät führt mich mit Sprachansage und Kartenführung zum Zielort.
Wenn ich jetzt hier lese hört sich das navigieren viel komplizierter an. Wenn ich mir ein normales Garmin-Gerät, und dazu die Karten von Tracks4Africa kaufe, habe ich dann Navigationsmöglichkeiten wie hier in Europa? Damit meine ich, dass ich in Namibia auch einfach das gewünschte Ziel eingebe und los geht’s.? Was muss ich beachten?
Sorry, ich habe wirklich keinen richtigen Plan in dieser Sache.
Viele Grüße
Seppl
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200912. Feb. 2010 · #2Hallo Seppl,
ich bin kein GPS-Experte aber ich kann dir Folgendes sagen:
Garmin ist gut, aber die Tracks4africa-Maps kennen leider sehr viele der kleinen Straßen (Sandpads) nicht! Meist sind da nur die großen Straßen vermerkt.
Du kannst also nicht einfach das Ziel eingeben, denn das Gerät würde dich unter Umständen auf einen Umweg von 100 oder wesentlich mehr Kilometern schicken oder das Ziel gar nicht finden.
Für Lodgen und Nationalparks brauchst du eh die GPS-Koordinaten, denn das Navi findet meistens nur Ortschaften. SEHR kleine Ortschaften evtl. auch nicht.
ABER: Es geht schon im Prinzip. Nur gut finde ich es nicht. Diese Erfahrung habe ich im August jedenfalls mit dem Garmin und der Tracks4Africa-Map meines Onkels gemacht. Da habe ich zum ersten (und letzten mal) mal ein Navi ausprobiert.
Ein mir bekanntes Ehepaar wurde von ihrem Garmin mal 20km vollkommen grundlos in die falsche Richtung geleitet, obwohl die Straße dem Gerät bekannt war. Sie hatten die GPS-Koordinaten einer Farm eingegeben, die sie anfahren wollten.
Allerdings: Ich finde, dass man für Namibia gar kein Navi braucht! Alles ist gut beschildert und eine normale Straßenkarte auf Papier genügt doch völlig! Navigieren ist dort doch viel einfacher als in Europa! 🙂 Das ist zumindest meine Meinung...
Gruß, Otji.
GUGuido.Gast12. Feb. 2010 · #3Hallo,
Otjikoko schrieb:Garmin ist gut, aber die Tracks4africa-Maps kennen leider sehr viele der kleinen Straßen (Sandpads) nicht! Meist sind da nur die großen Straßen vermerkt.
Das sehe ich nicht so. Natürlich werden die T4A-Karten niemals 100,0% aller abseitigsten Pisten kennen, aber die Abdeckung auch kleinster Pisten halte ich für sehr gut. Das zeigt sich u.a. auch daran, dass das Strassennetz von Namibia laut der zuständigen Behörde 42.260 km umfasst (Asphalt: 5821 km, Schotter: 24262 km, Sand: 11967 km, Salz: 209 km). T4A hat aber fast das Doppelte an Wegenetz erfasst (72.764 km).
Allerdings: Ich finde, dass man für Namibia gar kein Navi braucht! Alles ist gut beschildert und eine normale Srtaßenkarte auf Papier genügt doch völlig!
Das sehe ich genauso. Sofern man nicht entlegene Pisten und Riviere im Kaokoveld fahren will, braucht man kein GPS. Namibia ist gut ausgeschildert.
Mit Navi gibt man in der Regel keine Adresse samt Strassennamen als Ziel ein, sondern einen POI (Point of interest), also eine Lodge, eine Campsite, ein Einkaufszentrum, ein Wasserloch im Etosha o.ä.
Beste Grüße
Guido
Daene45 Beiträge · seit 200812. Feb. 2010 · #4Hallo Seppl
geh mal ins Wiki-da findest Du (fast ) alle Antworten.
Garmin funkt mit T4A . Es ist nice to have , aber eine Karte brauchst Du trotzdem, weil auch das Navi sich mal verfranzt und bis auf wenige Gegenden ist es nicht noetig. Interessant ist fuer mich die Zeitplanung, um ggf einen Campground vorher anzulaufen oder doch noch bis zum Traumziel zu fahren.
LG
Hardy
For once you have tasted flight you will walk the earth with your eyes turned skywards, for there you have been and there you will long to return.
Leonardo da Vinci
LandRobert351 Beiträge · seit 200812. Feb. 2010 · #5Grüß Dich Seppl,
ich verstehe Deine Frage nur zu gut da ich mich vor Jahren auch in derselben Situation befand. Aber lass Dir eins aus eigener Erfahrung sagen:
Wir haben uns das erste GPS (Nüvi 755) extra für unseren ersten Namibia-Urlaub vor einigen Jahren zugelegt, zusammen mit den T4A-Karten. Also keinerlei Erfahrung damit zuvor - auch nicht in Deutschland. Auch uns haben die vielen weitschichtigen und subjektiven Inormationen hierzu im Forum anfangs sehr verunsichert. Aber letztendlich ist es erstmal genauso wie Du sagst: Ziel - sofern dem Navi bekannt - eingeben und los gehts. Und das reicht fürs erste für die Hauptstrecken und die üblichen touristischen Ziele!
Aber Achtung: Das Navi gibt nur die Strecke vor aber nicht deren Beschaffenheit. Also diesbezüglich ist trotzdem Vorsicht geboten wenn Du abseits der Hauptstraßen oder während der Regenzeit unterwegs bist. Dann bedarf es schon weiterer Informationen und Erfahrung. Also letzendlich sich nur auf das Navi zu verlassen ist abhängig wo und wann Du untergwegs bist.
Schöne Grüße aus Bayern
gglink5'538 Beiträge · seit 200812. Feb. 2010 · #6Hallo Zusammen,
ich habe ein Garmin - Nuevi 295. Ein sehr preiswertes Gerät, das ich beim Media-Markt gekauft und nach Namibia mitgenommen habe. Die T4A-Karte habe ich mir runtergeladen und es hat alles prima geklappt. Ich bin nicht nur die allerkleinsten Wege gefahren, von denen ich bis dahin überhaupt keine Ahnung hatte, sondern ich habe das Gerät auf Off Road eingestellt und da hat es mich über die tollsten Pisten und Flußbetten vom Brandberg nach Twyfelfontein gelotst.
Danach habe ich es verliehen gehabt und auch Swakop-Moni war total begeistert. Man muss nur eines tun - nicht unbedingt den Zielort über Adresse eingeben, sondern über Extras gehen. Da findet sich jede/r Lodge Campingplatz und jede Sehenswürdigkeit.
Also ich kann Garmin nur empfehlen. Natürlich braucht man kein Navi, wenn man sich an die B- und C-Straßen hält. Aber schon bei den D-Straßen ist die Beschilderung nach meinen Erfahrungen manchmal sehr mangelhaft oder gar nicht vorhanden.
Liebe Grüße und viel Spaß und als Kölner Immi sage ich zu Seppl:
Et hät noch immer jod gegange.
Liebe Grüße
Gerd
SESepplThemenstarter76 Beiträge · seit 200912. Feb. 2010 · #7Ist ja der Wahnsinn! Vor ein paar Minuten Fragen gestellt und jetzt schon so viele Antworten! Danke!
Wir möchten unbedingt abgelegene Gebiete besuchen und auch mal 4x4 Strecken und kleine Pisten abfahren. Diese Strecken und Gebiete möchten wir gerne finden und vor allem auch wieder einen Weg zurück finden. Deswegen der Gedanke an ein Navi.
Bei meinen normalen Navi (Wir sind sehr oft in abgelegenen Gegenden in Südeuropa unterwegs) Zoome ich mir die Karte vom jeweiligen Land beliebig groß, dann drücke ich mit dem Finger auf der Karte (auf den Touchscreen) einfach auf den gewünschten Punkt, den ich anfahren möchte. Den markierten Punkt wähle ich dann als Ziel, drücke dann auf Route berechnen und schon führt mich das Gerät über alle möglichen Wege (auch Sand- und Feldwege) zum gewünschten Ziel. Das Ganze mache ich immer in Kombination mit einer guten Papierkarte und dem Navi. Solch eine Möglichkeit hätte ich halt auch gerne in Namibia. Ist das ein Wunschtraum von mir oder funktioniert diese Navigationsmethode auch in Namibia?
Viele Grüße
Seppl
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200612. Feb. 2010 · #8Hallo Seppi,
deine Überlegungen sind vollkommen richtig aus meiner Sicht.
Zudem könntest du zu Hause die Routen vorher planen und ggf. auch eigene Punkte ablegen.
Dass sich das Navi manchmal verfranst stimmt auch, nur sage ich dann immer, vertraut dem Navi zu 90% und kontrolliert auf der Papierkarte vor dem Start ob die Route in etwa stimmen mag. Das Navi folgt eigenen Kriterien die nicht immer dem gewünschten Verlauf entsprechen.
Zum Argument es braucht kein Navi in Namibia, natürlich ist es nicht zwingend nötig, jedoch stell ich mir die Frage weshalb die meisten in Europa ein Navi besitzen wo A alles viel besser beschildert ist und B das Kartenmaterial in allen erdenklichen Formaten vorhanden ist.
Hasst du ein Navi so nutze es, es macht das Reisen einfach viel entspannter.
Ach ja Karte - Kompass, geht auch aber mit einer Karte 1:1 500 000 dürfte das nicht einfach sein 😉
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
gglink5'538 Beiträge · seit 200812. Feb. 2010 · #9Hallo Seppl,
ich habe mir die Mühe mit dem Vergrößern überhaupt nicht gemacht. Ich habe einfach beim Download als Sprache Deutsch eingegeben und dann sagt Dir das Nuevi auch bei Off Road - Fahrten den "Weg" sehr genau an.
Liebe Grüße
Gerd
swisschees1'715 Beiträge · seit 200612. Feb. 2010 · #10Genau solche Aussagen führt wohl zur Verwirrung eines Neulings.
Otjikoko schrieb:....Garmin ist gut, aber die Tracks4africa-Maps kennen leider sehr viele der kleinen Straßen (Sandpads) nicht! Meist sind da nur die großen Straßen vermerkt.
Gerade die T4A-GPS-Karten ist stark was die weniger befahrenen Pisten anbelangt. Es bedingt aber, dass man die neuste Version dabei hat.
Für Lodgen und Nationalparks brauchst du eh die GPS-Koordinaten, denn das Navi findet meistens nur Ortschaften. SEHR kleine Ortschaften evtl. auch nicht.
Sicher ist nicht jede Lodge und erst recht nicht jede Farm auf dem GPS zu finden aber doch mehr als auf einer Papierkarte.
Du kannst also nicht einfach das Ziel eingeben, denn das Gerät würde dich unter Umständen auf einen Umweg von 100 oder wesentlich mehr Kilometern schicken oder das Ziel gar nicht finden.
...Ein mir bekanntes Ehepaar wurde von ihrem Garmin mal 20km vollkommen grundlos in die falsche Richtung geleitet, obwohl die Straße dem Gerät bekannt war. Sie hatten die GPS-Koordinaten einer Farm eingegeben, die sie anfahren wollten.
Ein GPS ist kein Ersatz für eine Papierkarte und/oder geistige Windstille 🙂
Ob ein Navi notwendig ist oder nicht, werde ich nicht mehr diskutieren, das haben wir hier schon oft genug.
Gruss
Emanuel
Armin2'346 Beiträge · seit 200612. Feb. 2010 · #11Hallo Seppl,
was in den Antworten - außer der von Kurt ansatzweise - noch gar nicht zum Ausdruck kam, ist die Möglichkeit, mit der Software MapSource in Kombination mit T4A die Reiseroute schon zu Hause am PC zu planen. Da kannst du dann schon sehen, welche Route dir das System vorschlägt und bei Bedarf durch willkürliche "Zwischenstationen" in Form von Wegpunkten korrigieren. Geht eigentlich recht einfach, wenn man sich mal ein wenig eingearbeitet hat. Die so fertiggestellten Routen, beispielsweise Tagesetappen, kannst du dann komplett vom PC auf deín Navi übertragen und so mit nach Namibia nehmen. Zumindest mir macht das Ganze sogar auch noch Spaß.
Und was auch noch nicht angesprochen wurde: Die T4A-Karten funktionieren sogar in den Städten, auch wenn es davon in Namibia nicht so viele gibt. Aber das Gerät lotst dich auf jeden Fall sicher durch das Straßengewirr vom Autovermieter zur Unterkunft - gerade in unbekannter Umgebung und noch dazu im Linksverkehr auch ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Dies nur zu deiner Information, denn ich glaube, der Kommentar von Otjikoko lässt die Fähigkeiten von GPS-Geräten in Verbindung mit T4A in einem zu schlechten Licht stehen.
Viel Spaß
Armin
GUGuido.Gast12. Feb. 2010 · #12Hallo,
Armin schrieb:Die so fertiggestellten Routen, beispielsweise Tagesetappen, kannst du dann komplett vom PC auf deín Navi übertragen und so mit nach Namibia nehmen.
Das geht nur, wenn man ein höherwertigeres (=teureres) Navi von Garmin hat. Bei den ganzen Einstiegsmodellen, die ansonsten wunderbar mit den T4A-Karten arbeiten, geht das nicht.
Beste Grüße
Guido
Armin2'346 Beiträge · seit 200612. Feb. 2010 · #13Hallo Guido,
das kann aber schon mein popeliges eTrex Legend. Müsste doch eigentlich bei allen Garmins, die eine Kartendarstellung haben, gehen.
Gruß
Armin
swisschees1'715 Beiträge · seit 200612. Feb. 2010 · #14Auch ich mache meine Routenplanung mit Mapsource, so kann man recht gut abschätzen was machbar ist und was nicht. Man bekommt bei den Routen die Kilometer und die Fahrzeit angezeigt.
Auch wenn bei den billigeren Nüvi die Routen nicht übertragen kann mit den PIO (Wegpunkte) sollte das gehen. Diese kann man auf dem GPS dann unter Favoriten anwählen und die Route berechnen lassen.
Gruss
Emanuel
GUGuido.Gast12. Feb. 2010 · #15Hallo Armin,
Armin schrieb:das kann aber schon mein popeliges eTrex Legend. Müsste doch eigentlich bei allen Garmins, die eine Kartendarstellung haben, gehen.
Von den 16 nüvi-Modellen, die Garmin derzeit auf der deutschen Website listet, können 9 Modelle das nicht.
Ich nutze auch intensiv Mapsource+Google Earth zur Planung und habe auch nur das billigste nüvi für 90 EUR, an das man keine Routen übertragen kann. Ich speichere vor Reiseantritt direkt auf dem Gerät die einzelnen Ziele als "Favorit" ab und dann muss ich später nicht mehr lange nach dem richtigen Ziel suchen.
Beste Grüße
Guido
SESepplThemenstarter76 Beiträge · seit 200913. Feb. 2010 · #16Hallo zusammen,
nochmals vielen Dank für die vielen wertvollen Infos. Nachdem ich die Beiträge gelesen habe steht die Entscheidung, dass wir uns ein Navi zulegen. Was haltet Ihr von den nachfolgend genannten Gräten?
nüvi 255(T)
nüvi 550 Allround
Sind das die richtigen Garmins für Tracks4? Das nüvi 550 soll wasserdicht sein. Da ist mir der Gedanke gekommen, dass ich dies auch ganz gut am Motorrad nutzen kann .Was meint Ihr dazu?
Grüße
Seppl
JEjeweller235 Beiträge · seit 200913. Feb. 2010 · #17Mein gott, war das schoen in sued-west vor 40 jahren,
wir sind einfach drauflos gefahren.
swisschees1'715 Beiträge · seit 200613. Feb. 2010 · #18jeweller schrieb:Mein gott, war das schoen in sued-west vor 40 jahren,
wir sind einfach drauflos gefahren.
Na, und. Habe etwa zur gleichen Zeit Afrika durchquert mit Michelin-Karten und ohne Kompass in einem 2x4 VW-Bus.
Würde heute aber trotzdem nicht auf einen 4x4 und Navi verzichten.
Übrigens Livingston hat Afrika zu Fuss erkundet, ich nehme an Du fauler Sack benützt ein Auto 😉
Gruss
Emanuel
PS: So nun habe ich mich doch wieder auf diese Diskusion eingelassen. 😊
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200613. Feb. 2010 · #19swisschees schrieb:PS: So nun habe ich mich doch wieder auf diese Diskusion eingelassen.
Na und, wenn's spass macht 😄 😄 😄 😛
Griesslix Kurt
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