NaukluftThemenstarter1'910 Beiträge · seit 200614. März 2006 · #1Aus der AZ von heute..., es hat sich nix geändert...
http://www.az.com.na/index.php?page=news/news.php&identifier=1079863842&id=14788&PHPSESSID=1499110a9aba6d5bef6a254a7d0ec0a0nun ein älteres Ehepaar UND die Klauerei nimmt andere Formen an, der Mann stark verletzt die Frau bedrängt... die Polizei aber wie so oft gleichgültig und lustlos. Wann stirbt einer, greift dann die Polizei durch??
So sind wir wieder beim Thema, um Tourismus wird geworben, dass ich nicht lache... ABER Respekt vor den älteren Herrschaften, die haben Ihren Urlaub fortgesetzt ! Wie ich letztes Jahr nach dem Überfall auch !
Wir lassen uns nicht wegen solchen Individuen Namibia madig machen 🤩 Trotzdem verdammt ärgerlich...
Gruss, Klaus
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200615. März 2006 · #2Hallo zusammen,
so schlimm, wie es auch ist, aber warum wird immer nur auf die Polizei geschimpft? Was sollen sie denn machen... Gut, sie können den Fall aufnehmen. Da geht `s doch schon los: Beschreibe mal einen Schwarzen! Selbst wenn sich die Polizei sofort auf die Socken macht und nach den Tätern sucht... die sind doch längst über alle Berge. Nicht, dass ich für die Überfälle Verständnis zeige. Auf gar keinen Fall!!!
Wenn ich nach Namibia fahre, muss ich mit Überfällen rechnen (und nicht nur dort, das passiert dir auch in Deutschland) Man kann nur froh sein, dass dem älteren Ehepaar nicht mehr passiert ist. Möglicherweise sahen sie auch nach "leichter Beute" aus, waren allein auf weiter Flur (ich kenne den weg nicht). Vielleicht hätte ihnen das gute, alte Pfefferspray doch ein wenig geholfen. Auch wenn hier darüber öfters mit den Augen gerollt wird. Haben die Täter aber Waffen, haben sie klar die besseren "Argumente". Gut, das rechtfertigt alles nicht die steigende Kriminalität in Namibia.
LG
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955
Fotobuch Kruger National Park 2025:
https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278 YOYoshikawaGast15. März 2006 · #3Nun ja Pascalinah,
in der Regel wird hier nur über Überfälle auf Touristen gepostet. Worüber wir hier nicht reden ist, dass die meisten Opfer der Kriminalität Einheimische sind. Eine unfähige Polizei und Justiz kann sich kein Staatswesen auf Dauer leisten, da die schleichend eintretende Abwesenheit von Recht und Gesetz ein geregeltes Miteinander der Bürger eines Staates unmöglich macht. Wohin das führt, zeigt im Extrembeispiel Zimbabwe.
Im Spätsommer letzten Jahres wurde sowohl in der AZ als auch im Namibian darüber berichtet, dass viele Fälle - wenn ich mich recht erinnere war es eine fünfstellige Anzahl - auch nach einigen Jahren noch nicht zur Verhandlung gekommen sind. Die Verweigerung des Rechts bedeutet im Endeffekt die Abwesenheit eines Rechtsstaates.
In diesen Tagen konnten viele Polizeistationen ihre Fahrzeuge nicht ausrücken lassen, weil sie Schulden bei den Mineralöllieferanten nicht zahlen konnten und deswegen keinen Sprit mehr hatten.
Auch die Selbstbedienungsmentalität greift, seit vier, fünf Jahren, rasch zunehmend auf allen Ebenen um sich.
Wenn ich nach Namibia fahre, muss ich mit Überfällen rechnen (und nicht nur dort, das passiert dir auch in Deutschland)
Das stimmt zwar, aber es redet eine Entwicklung klein, die dazu beitragen kann, dass dieses wunderschöne Land den Weg all der Länder Afrikas geht, die vor ihm ihre Unabhängigkeit erlangt haben, mit der bisherigen Ausnahme Botswana.
Gruß, Michael
duwisib466 Beiträge · seit 200616. März 2006 · #4Yoshikawa: Dir ist nichts hinzuzufügen!
Ciao
Jürgen
NaukluftThemenstarter1'910 Beiträge · seit 200616. März 2006 · #5Jürgen und Michael, Danke!
Möchte aber dass noch hinzufügen!
Durch LU oder MA kann ich nach 23 Uhr laufen und das Auto überall hinstellen und kann ohne Angst zu haben an der Ampel stehen... 🙄
Auch sind in KEINEM Geschäft Gitter an den Türen, Security die Dich rein bzw. wieder raus lassen.
UND ich muss mir hier keinen Starkstrom und Stacheldraht um das Haus legen...
Das hat mich sehr erschreckt... , dass kanns ja wohl nicht sein ODER?
allerbester Gruss, Klaus
Gruss, der K l a u s
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YOYoshikawaGast16. März 2006 · #6Hallo Klaus,
„Es kann ja wohl nicht sein…“ eröffnet in der Fortsetzung natürlich die Möglichkeit, eher philosophisch oder gar politisch – eine Rubrik, die Chrigu wohlweislich nicht in das Angebot aufgenommen haben dürfte ;)– fortzufahren. Auf die Elektrozäune und die ihrer Anschaffung zu Grunde liegenden Entwicklungen möchte ich hier jetzt auch nicht näher eingehen. Vielmehr möchte ich hier einmal auf die Verantwortung einer Regierung gegenüber ihren Staatsbürgern eingehen.
In einem Land, dessen Bevölkerungsmehrheit jahrzehntelang unterdrückt und ausgebeutet wurde, ist ein großer Einkommens- und Vermögensunterschied zwischen Arm und Reich zu erwarten. Nicht erwarten sollte man im Allgemeinen, dass dieser Unterschied nach sechzehn Jahren Unabhängigkeit noch zugenommen hat, da dieser wachsende Unterschied nicht dadurch hervorgerufen wurde, dass die vormaligen Unterdrücker noch reicher geworden sind.
Einer Regierungspartei, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, den vormals benachteiligten Gruppen aus ihrer unzweifelhaft vorhandenen Misere herauszuhelfen, sollte Wissen, dass eine wesentliche Voraussetzung, dies zu ändern, die Bereitstellung von Bildungseinrichtungen zumindest für die Kinder dieser Menschen ist. Wenn es nach sechzehn Jahren Unabhängigkeit nicht möglich ist, allen Kindern einen Platz in einer Schule zu verschaffen und die zuständige Ministerin im Parlament verlauten lässt, dass man zwar Pläne habe, aber kein Geld, sie in die Tat umzusetzen, dann sind Gelder, die man eigentlich nicht hat, für nachrangige Dinge ausgegeben worden.
Wenn die seit sechzehn Jahren ununterbrochen regierende Partei es geschafft hat, dass Patienten in Krankenhäuser ihr eigenes Bettzeug mitbringen müssen und gelegentlich auch für ihr Essen selbst sorgen müssen, auch dann sind Gelder, die man eigentlich nicht hat, für nachrangige Dinge ausgegeben worden.
Die von mir kurz angerissenen Bereiche sollen deutlich machen, dass wir Touristen in unserem drei- bis nn-Wochen-Urlaubs-Ufo, in der Regel von der wirklichen Realität des Landes überhaupt nichts mitbekommen. Unsere Reaktionen, wie hier im Forum, auf das, was wir in den Ländern des südlichen Afrikas sehen, verändern nichts. Das wirklich Traurige ist für mich, dass der Teil meiner Ausgaben, der tatsächlich in Namibia bleibt – damit meine ich nicht die Gästefarmer, Autovermieter und Lodge-Eigentümer, sondern den Staat, repräsentiert durch seine Regierung!-, nicht oder viel zu wenig dafür benutzt wird, das Los der tatsächlich leidenden Bevölkerung zu verändern.
Ich fürchte, ich werde noch einmal an die schöne Zeit zurückdenken, in der es noch möglich war für Individualreisende, problemlos durch Namibia zu reisen.
Gruß, Michael
NaukluftThemenstarter1'910 Beiträge · seit 200616. März 2006 · #7Hallo Michael,
DANKE für Deine Anschaulichen Ausführungen und ja Du hast Recht!
Im "alten" hatten wir das Thema schon mal, da war gerade der "neue" Präsi in DEU, wegen den Reperat.-Zahlungen...
Für mich ists dann mit diesem Post abgeschlossen, wir wollen "UNSEREN" chrigu nicht in irgendwelche "Fissematenten" 🤢 bringen und unser, von Ihm geschaffene, schönes Forum mit dem GUTEN Ton.
allerbester Gruss, Klaus<br><br>Post geändert von: Naukluft, am: 16/03/2006 15:44
Gruss, der K l a u s
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KOkonno1'457 Beiträge · seit 200616. März 2006 · #8Die Polizei tut deshalb nichts, weil sie schlicht und ergreifend nicht die Mittel dazu hat. Die gehen unter Anderem auch in touristische Infrastruktur !
Ich bin auch nach 23 Uhr durch sämtliche Städte des südlichen Afrikas gelaufen, gebe Klaus aber trotzdem recht: Vorsicht ist besser als Nachsicht !
Das die Partei in einigen Dingen versagt hat stimmt, dass sie aber in anderen einiges erreicht hat muß auch gesagt werden. Hoffen wir, sie kommt auch in der Landfrage voran.
Doch sorry, ihr wolltet den thread ja schließen. . .
GEGeorg1'036 Beiträge · seit 200616. März 2006 · #9Interessante Diskussion
Grundsätzlich wissen wir ja was läuft............
Es nützt nichts das Problem zu vertecken mit Hinweisen was in Europa alles passiert.
Das stimmt zwar zum Teil , aber Pro Kopf Bevölkerung sieht das dann wesentlich anders aus.....
Ich kenn die früheren Verhältnisse als wir nicht einmal die Haustüre schliessen musste so sicher fühlten wir uns.
Wenn ich heute durch Windhuk gehe habe ich ein sehr unsicheres Gefühl.
Das ist was Zählt. Dieses Gefühl habe ich in meiner Stadt hier nicht !!!!!!!!!
Auch ich wurde in Windhuk verfolgt bin aber schnell zurück zum Hotel.....
Selbst auf der Indpendence Av. (Kaiserstrasse) am Mittag, belebteTrottoirs verscuhten Kindebanden mich zu berauben. Ich aheb mich ernergisch zur Wehr gesetzt unter den Augen der dort herumlungernden Banditen ( direkt unter der Uhr an der Schneiderpassage)
Nachmittags etwa 5:30 Bahnhofstr,. Ein Taxi fuhr langsam neben uns her und mehrer dunkle Gestalten verfolgten uns. Ein paar von Vorne die anderen von Hinten. Wir wurden regelrecht wie Schafe getrieben.
Nein Wir hatten keine Kameras am Hals,
Nein wir hatten keine Taschen nicht aber auch garnichts.
Nein wir sind nich blauäugig
Nein wir sind keine Neulinge
Mit Sicherheit sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen.
Wir verlassen das mit Elekrozaun gesicherte Hotel nur noch mit Auto.
Selbst das ist unsicher bei dem Slogan " Drive by Night and kill a White "
Oder wie fühlt man sich wenn eine Horde mit Bannern herumläuft auf den steht " Kill all Whites "
Schlimm ist auch was anderes.
Der Uniformierte der immer in der Schneiderpassage steht und in der Nase bohrt ist um diese Zeit weg, also alles offen für Kriminelle.
In den 70 er Jahren konnte ich abends Schaufensterbummel machen in der Schneiderpassage oder Kaisertsr. ich hatte nie so ein Gefühl der Unsicherheit wie es jetzt ist.
Jetzt kann man denken ich will das alte Regime zurück, nein nur die alte Sicherheit..........
Schaut euch den Justizpalast an, da kann man sehen zu was das Geld verschleudert wird oder auch den "Heldnacker".
Schaut euch die Korruption an, da verschwinden Millionen,
Schaut euch die Unfähigkeit mancher Politiker an
Schaut euch die neue Diskriminierung an in umgekehrter Form
Das ist leider die Realität, ich hoffe sie ufert nicht aus wie in Zimbabwe(Rhodesien) es wäre schade um mein geliebtes Namibia.
All die Leute die hier glauben, mal schnell dort eine Farm zu kaufen sollen auch daran denken man kann sehr schnell enteignet werden
oder noch schlimmer siehe Zibabwe
Welt verbessern wollen ist gut und sehr romantisch, ich nehme es da anders, zuerst vor der eigenen Türe kehren und mal sehen was hier so alles im argen liegt....
Oh wei , jetzt hab ich aber was geschrieben, da werden bestimmt Angriffe kommen, Gott sei Dank nur virtuell.
Wie es wirklich im Moment dort ist, sehe ich dann selbst,
nächste Woche fliege ich und freu mich sogar....... trotzdem....
Grüsse Georg<br><br>Post geändert von: Georg, am: 16/03/2006 20:51
NaukluftThemenstarter1'910 Beiträge · seit 200616. März 2006 · #10DANKE Georg,
kann und will Dir nicht Widersprechen, dem ist nichts hinzuzufügen!!!
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
YOYoshikawaGast17. März 2006 · #11Sorry für den Neustart, aber im heutigen Namibian sind zwei Meinungsartikel, die wie die Faust auf`s Auge passen. Leider kann man da den Artikel nicht direkt linken, deshalb hier die Überschriften:
"Time For An Independence Resolution"
und
"Political Perspective" in
http://www.namibian.com.na/Schönes Wochenende, Michael