LILioThemenstarter245 Beiträge · seit 200905. Feb. 2010 · #1
Hallo,
unsere Tour steht so weit fest. Nur die letzten beiden Übernachtungen machen uns noch Kopfzerbrechen.
Wir möchten gerne zum Abschluss noch ein echtes Highlight erleben. Und haben deshalb im Okonjima Bushcamp reserviert. Jetzt haben wir Zweifel, ob Erindi nicht die bessere Wahl wäre.
Ich kann mich einfach nicht entscheiden.
Wie ist Eure Meinung dazu?
Liebe Grüße Lio
gglink5'538 Beiträge · seit 200805. Feb. 2010 · #2
Hallo Annette,
das könnte ich auch nicht von der Papierform. Beide Lodgen sind sehr schön, bei beiden ist das Essen gut und der Service ließ keine Wünsche offen. Außerdem werden bei beiden Lodgen die Tiere mit Halsbandsender versehen, damit sie gefunden werden können. Das ist aber trotzdem noch keine Garantie. Auf der Okonjima mussten wir drei Ausfahrten machen, um einen Leoparden zu sehen. Wie ich hier gelesen habe, haben andere Fomis auf Erindi nicht das ganz große Glück gehabt. Es sind halt trotz Halsband wilde Tiere.
Was aus meiner Sicht für Erindi spricht, ist die Vielzahl der anderen Tiere - Hippos, Kroks, Giraffen, Elefanten, Wildhunde, Löwen und Cheetahs (allerdings wie auf Okonjima in Gehegen).
Bin gespannt, was das Forum sonst noch zu dieser Auswahl sagt.
Liebe Grüße Gerd PS: Danke, die DVD ist pünktlich angekommen.
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200905. Feb. 2010 · #3
Ich würde www.mount-etjo.com Erindi vorziehen. Da kommen alle Wildarten (mit Ausnahme von Wildhunden) vor, die es auf Erindi auch gibt und noch einige Arten mehr! siehe website. Die wahrscheinlichkeit da mehr Tiere zu sehen ist meiner Meinung nach höher. habe da 12 Rhinos mit 2 Kälbern aus der Nähe gesehen! Nachteil: Da sind die Löwen nicht in Freiheit sondern nur in einem Gehege. Die Löwenfütterung hat Zoocharakter und ist ihr Geld nicht wert...
Aber das ist nur meine Meinung!
Ansonsten würde ich Okonjima vorziehen!
Soll aber alles nicht heißen, dass Erindi schlecht ist. Ich war zweimal da. Beim ersten mal: Service gut, Game Drive unspektakulär, aber 2 Löwen aus der Nähe gesehen. Champagner kostenlos beim Drive erhalten. Viele Pflanzen- und Vogel-Infos erzählt bekommen.
Beim zweiten mal (Aug. 09): Essen schlecht, Game Drive sehr entäuschend (auch wenn kurz ein Rhino zu sehen war)... auch vom service und den bemühungen vom fahrer her... (auch kein Champagner mehr).
kommt natürlich auch auf glück an bei den Drives...
70.000ha sind halt sehr groß.... und der busch ist da dicht. die tiere können überall sein....
und is halt auch teuer da...
die frage ist, ob es unbedingt eine von diesen beiden unterkünften sein soll.
Ansonsten kann ich auch www.duesternbrook.net (50km nördlich von Windhoek)für Leoparden u. Geparde empfehlen.
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200905. Feb. 2010 · #4
neeeeeeeeeeeeeeee fuer ein paar naechte zum schluss mit ein bisschen romantik und "schoen" .. doch nicht duesternbrook.. !!!!!!!!!! die zimmer sind schrecklich, die atmosphaere bizarre.. (und nur rentner )
aber gut, jedem das seine ..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Silberadler563 Beiträge · seit 200905. Feb. 2010 · #5
Hallo,
Miss Ellie schrieb:
neeeeeeeeeeeeeeee fuer ein paar naechte zum schluss mit ein bisschen romantik und "schoen" .. doch nicht duesternbrook.. !!!!!!!!!! die zimmer sind schrecklich, die atmosphaere bizarre.. (und nur rentner )
aber gut, jedem das seine ..
Du hast die "Erfahrung" einer Nacht! Wir waren 14 Tage auf Düsternbrook. Was ist da bizarr? Das erlebten wir ohne Aufschlag!
Gruß
Mike
gglink5'538 Beiträge · seit 200805. Feb. 2010 · #6
Hallo Zusammen,
ich kenne alle drei Lodgen. Zum Abschluss Düsternbrock - nicht unbedingt, wenn ich Erindi haben kann. Mount Etjo kenne ich leider nicht, aber ich glaube nicht, dass du dort mehr Tierarten triffst als auf Erindi. Es gibt außer Büffeln nichts, was man dort nicht findet - ist das auf Mount Etjo auch so?
Liebe Grüße Gerd
Silberadler563 Beiträge · seit 200906. Feb. 2010 · #7
Hallo zusammen,
ich kenne nur Erindi und Düsternbrook!
Aber ich möchte doch einmal ein Bild von Wildhunden von Erindi einstellen, um zu zeigen in welchen erbärmlichen Zustand diese Tiere uns präsentiert wurden. Auch die Löwin wurde trotz Halsband von den Ranger nicht geortet sondern war ein Zufallsprodukt. Der Anblick der Tiere mit Halsband ist meiner Meinung nach gewöhnungsbedürftig.
Auf Erindi findet Massentourismus statt. Die familiäre Atmosphäre, wie sie in Düsternbrook herrscht, kann da nicht aufkommen.
Gruß Mike
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200906. Feb. 2010 · #8
@ Silberadler:
Der Wildhund auf deinem Bild sieht schlimm aus... Das wunderet mich sehr... Ich war ja nur einige Wochen vor euch dort und da ging es den Wildhunden allen noch sehr gut. Zumindest den vielen die ich dort sah.
Allerdings muss man dazu ja auch sagen, dass das Wildtiere in Freiheit sind und es da schon mal sein kann, dass ein oder zwei Tiere krankheitsbedingt so aussehen. That's nature! Falls der Großteil der Tiere so ausgesehen hat, ist da allerdings etwas nicht in Ordung... Eine ansteckende Krankheit, Verletzungen, Parasitenbefall oder Mangelerscheinungen wegen Nahrungsmangel kann aber in der Natur immer vorkommen. Ich würde nicht sagen, dass dies die Schuld von Erindi ist. Es sei denn es handelt sich hier um ein Tier im Gehege, welches unter der Obhut der Lodge steht. Die meisten Wildhunde leben dort allerdings frei auf dem 70.000ha großen Gebiet und sind sich selbst überlassen.
Ich halte das entweder für eine Entstellung durch Verletzung (evtl. bei der Jagd vom Gnu oder Zebra getreten oder von anderen Raubtieren oder Artgenossen angegriffen worden), die sich entzündet hat und/oder für ein Parasiten-Problem. So was kommt leider vor... Ich kann das aber nicht beurteilen von diesem einen Foto. Ihr werdet bestimmt mehrere Hunde dort gesehen haben und könnt das evtl. besser einschätzen.
Was die familiäre Atmosphäre angeht: Stimmt! Die herrscht dort NICHT. Erindi ist ein großes privates Reservat ausgelegt für sehr viele Gäste (auch wenn meist der Großteil der Chalets leer steht) und leider keine individuelle kleine Lodge oder Gästefarm. Für die Tiere dort sind die 70.000ha allerdings toll!
Familiär ist es allerdings auf Mount Etjo auch nicht! Es kommen da ab und zu auch Busreisegruppen hin. Obwohl es eine schöne Lodge ist und da deutlich weniger Gästezimmer sind als auf Erindi. Es gibt da sogar Flamingos.
@ gglink:
ja, das ist tatsächlich so auf Mount Etjo. Es gibt da mehr Arten als auf Erindi. Dort gibt es z.B. auch Blessbock, Sable Antilope, Roan Antilope, Lechwe, Tsessebe, Hippo, Black and White Rhino, Elefant, Reedbock, Bushbock, Nyala, Bergzebra, Wasserbock,... usw.
hier eine genaue Liste mit allen auf Mount Etjo vorkommenenden Säugetierarten:
Lediglich die Löwen sind dort (anders als auf Erindi) nicht frei sondern in einem Gehege. Büffel gibt es da auch keine. Was Crocs angeht bin ich nicht mehr ganz sicher... Ich GLAUBE ich hab welche da gesehen. Bin mir aber nicht mehr 100%ig sicher.
Und Wildhunde wie auf Erindi gibt es da auch nicht.
Okonjima verfolgt mit der Africat foundation einen interessanten Ansatz zur Verknüpfung von - teilweise - Hochpreistourismus mit Großkatzenschutz (Geparden). Bis zu 100 Tiere finden sich dort in Pflege. Ein Wahnsinns-Aufwand. Das Management hat sich dieser Sache "mit Haut und Haaren" verschrieben. Okonjima beherbergt mit der foundation die größte Organisation zum Schutz der Wildkatzen in Namibia. Wissenschaftler und Touristen kommen aus aller Welt, um hier die Tiere in der Wildnis zu beobachten. Letztes Jahr bekam Okonjima einen Preis für die ideale Verbindung von Forschung und Tourismus.
Mir würden die paar Bilder der gruseligen Düsternbrock-Zimmer und auf Erindi von dem kranken wild dog schon reichen, um da eher nicht hinzufahren, sondern nach Okonjima. Wenn man sich hier in einem anderen thread noch diesen Typen anguckt, der in Erindi Experimente mit ferngesteuerten Autos macht, um Löwen gegenüber Menschen stressresistenter zu machen - da hört's auf.
Düsternbrock wäre auch nicht gerade meine erste Wahl bzgl. Ausstattung. Eine ziemlich schräge Veranstaltung.
Da würde ich eher noch die Amani Lodge empfehlen. Die wissen wenigstens, was sie tun, und wollen einem nicht eine Meinung in Sachen Naturschutz aufzwingen, wie der Besitzer von Düsternbrock (oder was er dafür hält).
Also, mit Okonjima Bushcamp habt Ihr M. E. eine sehr gute Wahl getroffen!
Die Geschmäcker sind halt sehr verschieden.
LG Dirk
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LILioThemenstarter245 Beiträge · seit 200906. Feb. 2010 · #10
Hallo,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Man sieht mal wieder, dass die Geschmächer verschieden sind. Und das ist ja auch gut so.
Ich tendiere dazu, bei unserer bestehenden Buchung für Okonjima zu bleiben, obwohl mir auch Mount Etjo sehr gefällt.
Hat jemand eigene Erfahrungen zum Okonjima Bush Camp und kann berichten?
wenn ich mich richtig erinnere kann joli Dir über das Bushcamp berichten. Unsere Erfahrungen beziehen sich auch auf das Maincamp und das war jeden Cent wert.
LG lisolu
Matou66843 Beiträge · seit 200806. Feb. 2010 · #14
@lio:
Zum Bushcamp: exklusive Häuser - man kriegt von seinen Nachbarn nichts mit. Der Service ist top, zuvorkommend und extrem freundlich. Das Essen ist reichhaltig und gut. Die Riesige Lapa/Boma ist sehr schön eingerichtet. Schöner Feuerplatz. Im Hintergrund sieht man immer Tiere wie Oryx u.a.
Die tägliche Abendfahrt zum Hide ist empfehlenswert, weil neben Stachelschweinen (meist 10 und mehr) auch Wildkatzen und ganz selten auch mal eine Braune Hyäne zur Fütterung vorbeischauen.
Leoparden haben wir dort gleich drei gesehen, wobei die ziemlich schwierig zu finden sind. Das Gelände ist halt gigantisch groß.
Der lustigste Guide war mit Abstand Dean aus Simbabwe. Falle er noch da arbeitet, unbedingt immer bei ihm mitfahren!
Da viele der Gäste dort offenbar vglw. reich sind, gibt's auch viele Dinnergespräche à la: "Ja, und dann habe ich meine Firma XY verkauft und mit meinen Teilhabern dieses und jenes gegründet" - laber, blablabla - gähn, schnarch. Die Damen am Tisch waren immer alle Hausfrauen... . Mit ein bißchen Abstand kann man sich dabei königlich amüsieren. Mein Eindruck: Je mehr Kohle die Leute hatten, und je angeberischer und elitärer sie taten, desto weniger haben sie von der ganzen Konzeption auf Okonjima kapiert. Egal, deren Problem.
Wir waren drei Nächte da und fanden es insgesamt klasse.
LG
Dirk
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LILioThemenstarter245 Beiträge · seit 200906. Feb. 2010 · #15
Hallo Lisolu,
danke für Deine Antwort. Wenn schon das Maincamp so schön ist, dann sollte es das Bushcamp bestimmt auch sein.
Hallo Dirk,
danke auch für Deine ausführlichen Beschreibungen.
Ich hoffe doch sehr, dass sich die Kontakte mit derartig wichtigen Menschen in Grenzen halten. Das ist natürlich der Nachteil bei so hochpreisigen Unterkünften. Zum Glück gibt es auch eine ganze Menge nette Menschen mit viel Geld.
Die Preise sind wirklich heftig. Wir hatten ursprünglich im Hauptcamp buchen wollen, aber zu unseren Reisezeiten war das bereits belegt.
Noch immer sind wir unschlüssig, ob wir zumindest für einen der beiden Tage das "all-inclusive-Programm" nehmen sollten, denn die Drives sind ja auch nicht gerade Schnäppchen. Meinst Du, das lohnt sich?
Sollte Dean noch dort sein, werden wir versuchen, in seine Gruppe zu kommen.
von allen hier genannten unterkünften kenne ich nur okonjima main camp. und das war wirklich eine sehr ansprechende lodge!! wir waren jedoch wg. des ansatzes der africat foundation dort.wir wollten sehen, wie tierschutz auch aussehen kann. zur lodge: es ging nicht familiär zu dort. es waren recht viele chalets belegt und entsprechend lebhaft war es. vor allem beim dinner...aber im bush camp ist es sicher wesentlich exclusiver. ich war letzten juli im main camp. bei interesse: http://www.geo-reisecommunity.de/tipp/173421/Otjiwarongo-Namibia-Okonjima-und-AFRICAT das ist mein bericht zum aufenthalt dort.
wie man dir als alternative düsternbrook vorschlagen kann, ist mir jedoch rätselhaft. die bilder dieser unterkunft zeigen, dass sie in einer ganz anderen kategorie, als okonjima angesiedelt ist.
bleib ruhig bei deiner buchung!!
baiba/lioness
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200922. Mai 2010 · #17
Hier noch nachträglich was von mir:
Ich möchte jetzt gar nicht Werbung für Erindi machen, sondern nur diese Fotos zeigen, die von mir auf Erindi Ende August 2009 aufgenommen wurden, also nur 3-4 Wochen bevor Mikes Aufnahmen (siehe hier) dort entstanden.
Verblüffend ist allerdings, dass die Hunden zum Zeitpunkt meines Besuches völlig in Ordnung aussahen. Das Blut an den Schnauzen stammt nur von einem kurz vorher gefressenen Beutetier.
Ich habe keine Ahnung, was da passiert sein könnte... Sehr seltsam.
Ich hoffe, dass es den Hunden jetzt wieder gut geht.
Evtl. weiß jemand von euch was und kann dazu was sagen?
War jemand von euch seit dem mal dort und konnte sie sehen?