Hoanib-Canyon

19 Antworten · 6'443 Aufrufe · gestartet 28. Jan. 2010 von Topobär
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200928. Jan. 2010 · #1
Ich kenne nur einen kleinen Teil des Hoanib-Canyons. Bin bislang nur die Runde Gibrisfläche - Hoanib - Dubis-Pforte - Ganamub gefahren.

Diesmal will ich den Hoanib-Canyon von der Dubis-Pforte bis nach Amspoort fahren und von dort nach Purros.

Dazu jetzt einige Fragen.

1.) Mit welchen Fahrzeiten muss ich für die Strecken Dubis-Amspoort und Amspoort-Purros rechnen?

2.) Wie ist die Wegbeschaffenheit?

3.) Ist der Ausstieg aus dem Flussbett bei Amspoort gut zu finden? Was verbirgt sich überhaupt hinter Amspoort? Der Ort steht in jeder Karte und ich hab noch nicht einmal von einer Tonne oder ähnlichem gehört.

4.) Der Canyon gehört ja noch zur Palmwag Konzession. Somit braucht man ein Permit. Auf unserer Route kommen wir nicht an der Palmwag Lodge vorbei, um uns dort ein Permit zu besorgen. Habe jetzt aber gerüchteweise gehört, man könne das Permit auch bei der Einfahrt in die Schlucht erwerben. Weiss da jemand genaueres?
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1'667 Beiträge · seit 200928. Jan. 2010 · #2
Hallo,Topobär
das Permit kannst du am Eingang der Schlucht erwerben.
Dort kannst du auch bezahlen, wenn du im Hoanib übernachten willst.
LG
Birgitt
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409 Beiträge · seit 200928. Jan. 2010 · #3
Hi Toptbaer

vier Fragen vier moegliche Antworten.

1. Dubis-Amspoort ist fahrzeittechnisch etwas schneller machbar als die Hoanibstrecke die du schon kennst. Du bleibst meist im Fluss, es gibt kaum staubsandige Seitenstrecken. Der Fluss wird ausserdem breiter.
Amspoort-Purros: Weites Veld mit guter Trockenpiste. Fahrzeit je nachdem ob Du in den Hoarusib einsteigst (dann laenger) oder vorher auf die D-Pad abbiegst (dann schneller)

2. Flusssand und feuchte stellen und uebergaenge moeglich, ganz nach reisezeit.

3. Ausstieg gut zu finden, mit GPS sowieso. Nur kurz vorher eine knifflige, unterbodenschutzgefaehrdende Stelle.
Warum Amspoort so heisst? Carsten Moehle fragen, der kennt sich mit sowas aus... 😉

4. Der Canyon gehoert NICHT zur Palmwag Konzession. Das behaupten die nur immer, damit sie an ihre Gebuehren kommen wenn Leute von der Lodge kommend sich als Tagesgaeste registrieren und schon am Abend wieder im Hoanib sind zum campen. Die Grenze des Konzessionsgebietes verlaeuft in der Flussmitte. Ich wuerde empfehlen, auf der Palmwag abgewandten Seite zu campen.

Ansonsten Gute Pad!

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
33,1k Beiträge · seit 200628. Jan. 2010 · #4
Hi Camelthorn,

Widerspruch!
4. Der Canyon gehoert NICHT zur Palmwag Konzession.
Laut offiziellen Dokumenten/Karten des MET gehört der Hoanib komplett zu Palmwag. Die nördliche Grenze der Palmwag-Konzession bildet "der nördliche Uferrand des Hoanib".

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
409 Beiträge · seit 200929. Jan. 2010 · #5
objection acknowledged - will follow it up!

Wen dem so waere, dann handelt es sich hier um eine Ausnahme von den gaengigen Grenzbestimmungen. Normalerweise bildet immer die Flussmitte die Grenze zwischen Anspruchsbereichen. Wenn ich recht informiert bin auch bei Farmgrenzen. Riviere und durchfliessendes Wasser gehoeren nur begrenzt zum Eigentum der Farmer. Das Wasser hat quasi ein Wegerecht und ist oeffentliches Eigentum.
Sollte travelNamibia Recht behalten blieben immer noch die noerdlichen Riverbanks zum campen.

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
33,1k Beiträge · seit 200629. Jan. 2010 · #6
Hi Camelthorn,

behaupte nicht, dass ich recht habe, habe vielmehr nur das offizielle des MET wiedergegeben. Und da es Staatsland ist, können diese wohl die Grenzen "frei Schnauze" ziehen?!

Sonnige Grüße und lass uns wissen was Du heraus findest,
Christian
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1'667 Beiträge · seit 200929. Jan. 2010 · #7
Hallo,Christian
Hallo,Camelthorn
Wer immer von euch beiden Recht haben mag, man kann doch auch die paar Nam Dollar am Eingang zum Hoanib zahlen und sich dann, überall wo man möchte, in diesem wunderschönen Flussbett zum campen hinstellen.
Nur nicht unter die Elefantenbäume 🤩
LG
Birgitt
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3'766 Beiträge · seit 200629. Jan. 2010 · #8
Hallo, wir sind über Ganamub und selbigen Fluss bei Diepoort eingefahren, ganz legal und ohne Gebühren.

Hier meine laienhafte Annahme über die Namensgebung

Diepoort - Die-Poort - die Pforte der Eingang ect.
Amspoort - Ams-Poort vll hat einer den Einganggefunden der so hiess 😄

für mich klingt das Afrikaans.

Grüsse Kurt

PS
der Austieg bei Ammsport ist eine ca. 5Meter breite Schneisse in der Flussböschung rechts des Verlaufs.
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 29. Jan. 2010
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200929. Jan. 2010 · #9
Meine Frage ging eher in die Richtung, woran man erkennt, dass man in Amspoort ist. Gibt's dort eine Tonne oder ähnliches?
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931 Beiträge · seit 200629. Jan. 2010 · #10
Du siehst es dann schon... Wie Kurt bereits beschrieb: es geht eine recht steile Ausfahrt die Uferböschung hinauf. Die ist auch ohne Tonne und T4A zu finden 😉

Die Beschaffenheit kann dir zu der Jahreszeit ohnehin keiner vorhersagen. Das geht von völlig problemlos bis unmöglich. Auch Fahrzeitangaben nützen da gar nichts.

Gruß

Ulli
0
3'766 Beiträge · seit 200629. Jan. 2010 · #11
Topobär schrieb:
Meine Frage ging eher in die Richtung, woran man erkennt, dass man in Amspoort ist. Gibt's dort eine Tonne oder ähnliches?
Weiss nicht ob dir das Weiter Hilft,
man schaut nach rechts und dann ist ein Einschnitt in der etwa 2-3Meter hohen Böschung S19 20.805 E13 09.63
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 31. Jan. 2010
1'677 Beiträge · seit 200730. Jan. 2010 · #12
Hallo Topobär,

wir haben im Februar 2002 den Ausstieg gut gefunden. Gleich nach dem Ausstieg gab viele zerfaserte Fahrspuren, so dass wir nicht auf Anhieb den richtigen Weg gefunden haben. Man muss nach dem Ausstieg erst den Tsuxub nach Westen überqueren, danach biegt der Weg rechtwinklig nach Norden ab.

Im Oktober 2008 wollten wir die gleiche Strecke noch mal fahren, aber da war alles anders. In Amspoort hat der Track im Hoanib vor einer Sanddüne geendet. Der Ausstieg war so steil, dass wir nicht mal den Versuch gemacht haben, hoch zu kommen. Wir waren aber auch ziemlich schwer beladen. Außerdem machte die tiefsandige Spur kurz vor dem Anstieg eine Kurve, so dass man gar keinen Schwung holen konnte. Wir sind sogar zu Fuß herumgelaufen, um Alternativen zu suchen, haben aber nichts gefunden. Also sind wir den Hoanib wieder zurückgefahren.

Wir haben daraus gelernt, dass sich die Wege und Uferböschungen offensichtlich ändern, wenn der Fluss mal fließt. Vielleicht gibt es ja inzwischen wieder einen brauchbaren Ausstieg.

Viel Glück!
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
6 Beiträge · seit 200701. März 2010 · #13
Hallo Camelthorn

Du scheinst Dich ja auszukennen in dieser Gegend.
Kannst Du uns GPS-Daten zur Verfügung stellen?
Wir wollen Anfang Mai durch das Palmwag-Konzessionsgebiet (Westroute) nach Amspoort und dann weiter nach Puros.
Wie viele Tage (ohne Stress)sollen wir einplanen für diese Tour?
Ansonsten kann ich die Aussage von Birgitt bestätigen:
Kurz vor der Elephant Song Campsite stand 2007 ein Uniformierter, der abkassierte. Anschliessend gab es eine Wasserdurchfahrt die es in sich hatte. Unwillkürlich dachte ich, jetzt hat er erst sein Geld kassiert und dann lässt er uns ersaufen. Er besuchte und am nächsten Morgen beim Frühstück und war sehr nett.

Gruss Gerhard
17 Beiträge · seit 200701. März 2010 · #14
Wir waren 2007 dort im Oktober. Von Sesfontain los und wollten im Elephant Song camp übernachten. Haben wir nicht entdeckt, sind also weiter bis Amspoort und dann rechts weg, wie in den vorigen Beiträgen beschrieben. An der Einfahrtsenge in den Hoanib gabs eine unbesetzte Kontrollhütte, also niemand da, der kassierte. Entfernung Sesfontain - Amspoort ca. 4 Std.

Amspoort selbst besteht maximal aus einem Himbakral (verlassen) den wir in der Ferne sahen, ist also keine Ortschaft. Abgebogen aus dem Flussbett raus nach rechts wird schon vorher.Übernachtet haben wir dann im weitläufigen Xsuxub Tal. Nächster Tag weiter- immer den Spuren nach- Richtung Purros. Dann noch die Entscheidung wenn sich vor Purros die Spuren wieder teilen: rechts weiter direkt nach Purros (kürzer, einfacher) oder geradeaus weiter durch den Hoarusib(länger,schöner, anspruchsvoller) nach Purros. Wir nahmen den Hoarusib und kamen ins Schwitzen... Meine ersten Wasserdurchfahrten, zu hoher Gang drinnen, fast steckengeblieben und Elefanten rundherum.

Doch nix passiert, happy end am community camp in Purros, für mich eine der schönsten campsites Namibias.
Viel Spass.

p.s.:Solltet ihr weiter Richtung Norden wollen, gibts eine interessante Revierroute von Purros nach Orupembe (Info im Purros camp.
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200901. März 2010 · #15
Meinst Du den Hoarusib und Khumib Eco Trail, der durch beide Flusstäler führt und diese über einen Pass westlich des "Haifischzahns" verbindet?

Die Strecke ist in der Tat ein Traum. Bin ich schon zweimal von Norden kommend mit dem Motorrad gefahren. Wollen wir dieses mal von Süden kommend mir den Auto machen.
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6 Beiträge · seit 200701. März 2010 · #16
Hallo Tizziano

Vielen Dank für die Informationen.
Wir sind auch erst an der Elephant Song Campsite vorbeigefahren.
Liegt am linken Flussufer etwas flussaufwärts auf einer Anhöhe mit schöner Aussicht. Aber es gibt nichts dort, ausser ein paar halbverfallener Strohdachhütten und planierten Stellplätzen.
Die Campsite in Puros ist auch für uns eine der Schönsten in Namibia.
Waren 2005 dort. Am Morgen begrüssten uns die Elefanten.
Die Revierroute nach Orupembe kennen wir schon. Sind nicht weit gekommen. Waren die Ersten im Jahr. Noch keine Spur vorhanden und tiefster Tiefsand. Haben dann die D3707 nach Orupembe genommen.

Gruss Gerhard
409 Beiträge · seit 200904. März 2010 · #17
gerhardo schrieb:
Hallo Camelthorn

Du scheinst Dich ja auszukennen in dieser Gegend.
Kannst Du uns GPS-Daten zur Verfügung stellen?
Wir wollen Anfang Mai durch das Palmwag-Konzessionsgebiet (Westroute) nach Amspoort und dann weiter nach Puros.
Wie viele Tage (ohne Stress)sollen wir einplanen für diese Tour?
Hallo Gerhard-o
Die GPS-Daten sind leider einem Datencrash zum Opfer gefallen. Mit T4A bist Du aber gut bedient.
Ich bin nie (offiziell) im Palwag-Konzessionsgebiet gefahren, kann also nicht sagen wieviel Zeit man sinnvollerweise dort aufwaenden sollte. Grob wuerde ich sagen: einen Tag Palwaggebiet, campen in Amspoort (ruhig 2-3 km in Richtung Skeleton Park fahren, die Schattenbaeume werden dort immer besser - die Elefantendichte allerdings auch) dann am naechsten Tag weiter auf der Pad nach Purros. Wenn Du mit Deinem Auto ein kleines (oder auch groesseres) Bad nehmen moechtest, fahre bis in den Huarusib und dann rechts bis Puros. Dort ist immer genug Wasser zum splashen - zeitweise auch zum Absaufen...
Die trockene Variante ist, vorher einen Abzweig nach Puros zu nehmen. Auf alle Faelle ist die Strecke (Amspoort-Puros) gut in einem Tag zu machen. Mehr Zeit ist natuerlich immer besser

Jute Fahrt

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
zuletzt bearbeitet 04. März 2010
6 Beiträge · seit 200706. März 2010 · #18
Hallo Camelthorn

Danke für die Informationen. Wir haben jetzt mal 4 Tage eingeplant. Vor Puros werden wir uns wahrscheinlich für trockene Wegvariante entscheiden. Um diese Zeit hat es noch viel Wasser und da wir nur mit einem Fahrzeug unterwegs sind, möchte ich das Risiko des Absaufens nicht eingehen.

Gruss Gerhard
48 Beiträge · seit 201029. März 2010 · #19
Hallo,

bin hier neu im Forum, war aber schon öfter auf Pad im südlichen Afrika, besonders Namibia. Auch die von Dir beschriebene Strecke sind wir schon mit Motorrad und Auto gefahre, wobei ich den Vorrednern recht gebe, was Streckenauskünfte angeht, da es ja absolut wetterabhängig ist. Ich möchte diese Strecke im April fahren, bist Du schon dort gewesen oder steht die Reise noch bevor ?