FloriThemenstarter761 Beiträge · seit 201027. Jan. 2010 · #1
Es gibt bestimmt Campingplätze ( z. B. bei Lodges), von denen aus "walking safaris" angeboten werden. Hat jemand von Euch das schon mal gemacht? Wir werden im September/Oktober in Sambia sein. 🙂
Wir haben schon mehrere Walking Safari im South Luangwa und in Südafika gemacht. Macht das unbedingt, es ist ein noch intensiveres Erlebnis als im Auto.
Gruß, Mkango
Burschi4'140 Beiträge · seit 200928. Jan. 2010 · #3
Hallo Flori, kann euch das nur empfehlen. Ist mal ein ganz anderes Erlebnis, als immer nur im Auto zu sitzen. Man lernt dabei vieles über Spuren, Tiere und Pflanzen, was man sonst bei den Gamedrives nicht zu sehen bekommt und hat mal ne ganz andere Perspektive. Viel Spaß dabei: Burschi
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200628. Jan. 2010 · #4
aber bitte nicht erwarten, dass man dort besonders viele Tiere sieht. Auf der Walking Safari im South Luangwa haben wir zB nur ein totes Hippo gesehen. Aber wie gesagt, das Erlebnis zählt.
Oft gibt es dies auch im Okavangodelta. Hier ist die Chance Tiere zu sehen vor Allem im südlichen Teil relativ groß.
tiffernine146 Beiträge · seit 200928. Jan. 2010 · #5
Unbedingt walking safaris machen.
Ich habe im South Luangwa auf walking safaris zweimal Löwen aus ziemlich naher Entfernungn erlebt. Ein anderes mal im Ruaha in Tansania sahen wir aufeinmal eine Staubwolke und flüchtende Büffel. Ein Löwenrudel war auf Jagd. Unser guide rief mit Funk ein Auto aus der Lodge und wir beobachteten dann die Löwen bei Ihrem Festmahl bevor wir weiter gingen. Einmalige Erlebnisse. Auf der anderen Seite gab es natürlich auch walks wo wir nicht viel aufregendes gesehen haben aber oft tolle Spuren von Raubkatzen die wir verfolgt haben - auch das ist ein tolles Erlebnis.
Sehr zu empfehlen Walking-Safaris im North-Luangwa. Im Buffalo-Camp werden sie zweimal am Tag angeboten. Wir haben dort schon sehr viele Tiere hautnah erlebt. Löwen, Büffel,Hyänen, abends Leoparden. Und immer, wenn es brenzlich wird mit der Sicherheit, dass sofort ein Auto kommt. Interessant, auch für Leute mit Kindern, Kinder dürfen mit auf Walks.
Hallo Flori, ganz und gar super, immer zu empfehlen. Wir waren im North Luangwa im Buffalo Camp (Mark Harvey von der Kapishya Lodge fragen) auf Walking Safrais, gleich die erste Tour waren wir nur wenige Meter entfernt als Löwen einen Büffel töteten, absolut spannend. Auch danach ging es noch zweimal dahin.
wir haben so etwas im Krüger Park gemacht. Wollhuter Trail in Berg en Dal. War echt der Wahnsinn, 3 Tage unterwegs im Park ganz nah an den Tieren. Nachts in einem kleinen Camp mitten im Park übernachtet. Der Koch hat dort die besten Mahlzeiten aus seiner Feldküche gezaubert.
Leider muss man sich für solche walks laaaaaaaaaaaange im voraus anmelden.
Ich würde es sofort wieder machen.
gruß mike
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200928. Jan. 2010 · #9
Ich bin von Fusssafaris bisher eher entäuscht. Meine Erfahrungen beziehen sich in erster Linie auf Tanzania (Arusha NP) und Kenia (Hells Gate NP).
Die Tiere haben eine größere Fluchtdistanz, als beim Auto. Wenn man mehr als nur Landschaftsaufnahmen mit Tieren machen möchte, benötigt man schon etwas mehr Brennweite. Kein Problem, wozu hat man denn eine Teleobjektiv in den Dimensionen einer Panzerfaust. Nicht umsonst hat das Teil den Spitznamen Gorillahantel bekommen. Damit ist der Fotjäger im Gelände aber nicht mehr so beweglich. Folglich rennen die lieben Mitreisenden im Begeisterungsrausch mit ihrer Mini-Point-and-Shoot-Knipse vorneweg und vertreiben alle Tiere, bevor sie mit der Spielzeugknipse nur annähernd in Reichweite für ein gutes Foto kommen können. Der mit Gorillahantel ausgerüstete Fotojäger, hätte aus der Entfernung tolle Aufnahmen machen können. Er befindet sich aber abgeschlagen am Ende der Fusssafarigruppe. Wenn er dann keuchend und schwitzend den Fotopunkt erreicht, dann gibt es immerhin noch die erfüllende Möglichkeit am Horizont ein paar davongaloppiernde Zebraärsche zu knipsen, die dank aufgewirbelter Staubfahnen und Luftturbulenzen in einer feinen Unschärfe in den Weiten der afrikanische Savanne entschwinden. Es gibt dann so impressionistische Unschärfen, dass die Herren Renoir und Monet eine große Freude an den Bildern hätten.
Natürlich findet die Fusssafari praktischerweise gleich auf der Hauptverkehrsstrasse im Nationalpark statt. Eine Karawane von röhrenden Schulbussen wirbelt unglaubliche Mengen von Staub auf. Der Fotojäger verkrümelt sich ins Unterholz und wirft sich schützend auf die Fotoausrüstung. Nachdem man wieder auf dem Weg ist und sich den Staub von den Klamotten geklopft hat, heisst es sich zu beeilen, weil sich schon laut hupend die nächste Armada von Bussen ankündigt.
Auch mitten in der trockensten Trockenzeit kann es in Afrika zu Niederschlägen kommen. Die Schauer sind sehr lokal aber durchaus heftig. Sie bilden sich bevorzug über zu Fuss in Nationalpark herumstreunende Touristen. Mit Blitz und Donner werden die Himmelsschleusen geöffnet. Da bleibt kein Auge trocken! Bis auf die Fotoausüstung in der "All-Weather-Fototasche" ist man bis auf die Knochen durchnässt. Zwei Fusssafaris - zwei Buschduschen. Möglicherweise gehört das mit zum Programm ...
Das hört sich ja nicht gut an. Aber so etwas ist uns noch nie passiert. Wir hatten sehr gute Ranger dabei und wenig Touris, so ist es sehr schön. Wir fanden es sehr lehrreich und konnten auch gute Aufnahmen machen. Allerdings ist es immer Zufall. Trotzdem finde ich eine gute Walking-Safari sehr gut, allerdings nicht in der Nähe von irgendwelchen Autos. Da muß man schon einwenig abwegen.
dass man auf Walking Safaris weniger Tiere sieht als mit dem Auto stimmt schon. Ist aber eigentlich doch auch klar - der Radius in dem man sich bewegt ist ja auch viel kleiner, also ist die Chance auch geringer, was zu sehen.
Im Hluhluwe sind wir damals bis auf wenige Meter an White Rhinos herangekommen, ohne dass die sich auch nur gestört hätten.
Im South Luangwa haben wir kaum Säugetiere gesehen, dafür aber viel über Spuren und Kot gelernt - das mit dem Kot klingt eklig, es ist aber wirklich interessant, was an "Resten" bei den unterschiedlichen Tierarten drin ist. Und zum Abschluss dann noch zwei dösende Löwinnen...
Im Vwaza Marsh in Malawi war es wirklich enttäuschend. Das habe ich schon fast verdrängt, deshalb hatte ich es in meinem letzten Post auch vergessen.
Vögel lassen sich meiner Meinung nach zu Fuß auch besser beobachten als aus dem Auto.
@Kiboko: Als passionierter Fotograf ist sowas natürlich enttäuschend, kann ich nachvollziehen. Wir persönlich genießen manchmal auch einfach nur die Gegend, die Geräusche und Gerüche und freuen uns die Tiere nur beobachten zu können - notfalls mit dem Fernglas, das leichter zu transportieren ist als eine Gorillahantel 😛 Und auf Walking Safaris ist das dann meistens eher der Fall und die Kamera bleibt schonmal stecken.
Gruß, Mkango
PS: Die besten "Walking Safaris" gibt es meiner Meinung nach im Dreiländereck Uganda/Ruanda/DRC. Nur heißen die da anders und sind auch auf nur eine einzige Tierart ausgerichtet 😁
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200929. Jan. 2010 · #12
Mkango schrieb:
PS: Die besten "Walking Safaris" gibt es meiner Meinung nach im Dreiländereck Uganda/Ruanda/DRC. Nur heißen die da anders und sind auch auf nur eine einzige Tierart ausgerichtet 😁
Du meinst bestimmt den hier: Sehr zum empfehlen, wenn auch nicht ganz billig.
Lohnen tut sich auch eine Fusssafari im Kibale NP, Uganda. Stolz präsentiert der Chef seinen Dosenöffner. Man sollte aber etwas abgehärtet sein. Mit größter Freude werden Fruchtschalen ausgespuckt. Mit Wonne wird auf die unterm Baum stehenden Fotografen gepinkelt. Also immer hübsch nach oben schauen und bloss nicht unter einen Äffchen stehen bleiben.
Sehr nett sind auch Fusssafaris in Madagaskar. Die Lemuren sind aber sehr flink und hüpfen schneller von Baum zu Baum, als der Fotograf zwischen Schlingpflanzen und Bambbusstangen am Steilhang hinterherhangeln kann.
Wichtig ist eine gewisse Resistenz gegen Affen-Pipi und Vogel-AA.
Aber es ist auf jeden Fall besser als der Hells Gate NP in Kenia:
FloriThemenstarter761 Beiträge · seit 201030. Jan. 2010 · #13
Das sind ja tolle Fotos! 😁 Da wir noch nie eine Safari *zu Fuß* gemacht haben, wollen wir es unbedingt mal versuchen. 🙂 Wie sieht es im Lower Zambesi NP oder Kafue aus? Wir werden von Namibia aus kommend nach Sambia einreisen, daher wissen wir nicht , ob wir es so weit nach Norden schaffen.
Hallo Flori, vom Lower Sambesi muss ich euch abraten, überhaupt hinzufahren, es wird gejagt im Park, auch durch Officials und man kommt selbst mit dem SAuto nur schwer an Tiere ran.
Die Einfahrt in den Park führt über eine relativ lange und tiefe Furt, die auch das ganze Jahr Wasser frührt, weil das vom Sambesi River hineinläuft.
Uganda/DRC/Ruanda ist wohl etwas zu weit für Euch 😐
Für den Kafue würde ich im Lufupa Camp mal nachfragen, aber die sind so gut organisiert, da gibt es bestimmt Walking Safaris
FloriThemenstarter761 Beiträge · seit 201030. Jan. 2010 · #15
Ich hab mir das mal angeschaut, wir werden also nicht in den Lower Zambesi hineinfahren. Allerdings - die Lodges mit Campingplätzen vorher, am Zambesi, die sehen doch sehr schön aus? Wie sieht es dort mit Tieren aus bzw. walks? Kennt sich jemand dort aus?
Lufupa hatte ich auch auf der Liste, nun sicher! 🙂