kirnkraftwerkThemenstarter3 Beiträge · seit 201024. Jan. 2010 · #1Hallo aus der Eifel,
ich möchte im Juli einen Kurztrip nach Namibia unternehmen und brauche euren Rat.
Seit 15 Jahren träume ich davon, Tiere in freier Wildbahn zu sehen - ich brauche nichts Spektakuläres und kann auch alles andere Sehenswerte auf der Strecke links (oder rechts) liegen lassen. Aus familiären Gründen habe ich nur 6 Tage insgesamt zur Verfügung, möchte mit Air Namibia per Nachtflug hin und ebenso zurückfliegen. Mit einem Mietwagen soll es direkt von Windhoek hoch in die Etoschapfanne gehen.
Diverse Reiseveranstalter haben mir einen Quartierwechsel empfohlen, d.h. die ersten zwei Nächte in Halali und dann weiter nach Namutoni.
Macht das Sinn oder ist es angesichts der knapp bemessenen Zeit besser, nur das eine oder eben das andere Camp anzusteuern?
Ich freue mich auf eure Ratschläge!
Andi
Hanne6'152 Beiträge · seit 200624. Jan. 2010 · #2Hallo Andi,
würde Onguma wählen - direkt am Eingang Namutoni- immer morgens
sehr früh reinfahren, verschiedene Wasserlöcher anfahren,
Halali und zum Abschluss Okaukuejo -- jeweis 2 Nächte so hast
Du die Tage in der Pfanne sehr gut genutzt und wirst mit sicher-
heit sehr viele Tierbeoachtungen machen.
Juli ist ein guter Monat für Tierbeobachtunghen - aber Du
solltest nicht lange mit der Buchung überlegen- Juli ist
Hauptreisezeit.
Einen schönen Sonntag wünscht Dir
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
kirnkraftwerkThemenstarter3 Beiträge · seit 201024. Jan. 2010 · #3Hallo Hanne,
danke für deine schnelle Antwort!
Ich hatte den letzten Tag als Sicherheitspuffer eingeplant und wollte schon Donnerstags wieder nach Windhoek runterfahren, damit wir auch mit einer Autopanne unseren Flieger am Freitag Abend auf alle Fälle kriegen könnten. Fällt das unter übertriebene Ängstlichkeit?
Grüße
Andi
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200624. Jan. 2010 · #4ich weiß, du willst es NICHT hören. Aber 6 Tage ? könntet ihr nicht wann anders fliegen und dafür länger. Ich weiß jetzt nicht ob das Geld keine Rolle spielt (will ich auch nicht wissen), aber ich würde mir den Flugpreis für eine lange Reise sparen. Namibia ohne Namib ist wie Paris ohne EIfelturm.
Ansonsten würde ich persönlich NICHT mehrmals in die Pfanne rein und raus (von Onguma), sondern nur im Etosha schlafen (wo man Tiere auch nachts beobachten kann). Ich würde auch auf Nummer sicher gehen und wenn dir Windhoek nicht so liegt, dann empfiehlt es sich doch für dich auf einer Gamefarm zu nächtigen und die Tiere abzuhaken, die du im Etosha verpasst hast ?
Silberadler563 Beiträge · seit 200924. Jan. 2010 · #5Hallo Andi,
grundsätzlich ist ein Wechsel nicht von Nöten, da Halali sehr zentral zu allen Wasserlöchern liegt. Die Entfernung zu dem westlich gelegensten Wasserloch „Onkondeka“ beträgt 90 und zum östlichsten Wasserloch „Twee Palms“ beträgt 81 Km. Aber alles ist eine „Geschmacksfrage“. Hinsichtlich der Buchung muss ich Hanne vollkommen Recht geben.
Gruß Mike
kirnkraftwerkThemenstarter3 Beiträge · seit 201024. Jan. 2010 · #6Verrätst du mir bitte, was eine Gamefarm ist, wo ich diese finde und wie ich derartiges buchen könnte?
Danke...!
gglink5'538 Beiträge · seit 200824. Jan. 2010 · #7Hallo Andi,
im Juli gehst Du am besten nach Halali und Okaukuejo. Die Wasserlöcher dort sind in dieser Jahreszeit (Winter, trocken) nachts sehr gut besucht und Du hast dort die besten Chancen alle Tiere zu sehen.
Deshalb meine Empfehlung - zwei Nächte Halali, danach als Krönung zwei oder drei Nächte Okaukuejo.
Liebe Grüße
Gerd
Armin2'346 Beiträge · seit 200624. Jan. 2010 · #8Hallo Andi,
die letzte Nacht in/bei Windhoek zu verbringen hat nichts mit übertriebener Ängstlichkeit zu tun. Würde ich auf jeden Fall so machen. Dann spricht auch gar nichts dagegen, am Morgen der Abreise aus Etosha noch einen ausgiebigen Game-Drive zu machen.
Ein anderer Punkt ist aber die erste Nacht. Wie hast du das denn vorgesehen? Vom Flughafen bis Namutoni geht es zwar nur auf guter Asphaltstraße, aber es sind immerhin 585 km. Nach einem anstrengenden Flug und der anschließenden Prozedur der Fahrzeugübernahme, eventuellen Besorgungen (z. B. Geld) halte ich die Weiterfahrt bis Etosha auch in Anbetracht der Gewöhnung an den Linksverkehr usw. für mehr als leichtsinnig. Ich weiß nicht, ob die erste und letzte Nacht in deinen sechs Tagen schon eingerechnet sind. Wenn ja, dann würde es mir auf jeden Fall eindeutig "zu eng" werden.
In Etosha würde ich auf jeden Fall auch einen Ortswechsel vornehmen und den Besuch mit Okaukuejo wegen seines beeindruckenden Wasserlochs abschließen - dort aber unbedingt im Park und nicht außerhalb (wenn du noch was bekommst, was ich für sehr fraglich halte). Bedenken solltest du auch, dass Juli "tiefster Winter" mit früher Dunkelheit ist. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es eiskalt. Darauf solltest du dich einrichten. Habe schon manche Stunde zitternd am Wasserloch verbracht.
Viel Spaß - und überdenke dein Vorhaben noch einmal.
Armin
Reinhard728 Beiträge · seit 200624. Jan. 2010 · #9Hallo Andi,
ich hab mal einen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag - oder doch?: wenn es dir nur auf Tiere in freier Wildbahn ankommt und du alles drum herum vergessen kannst: Ihr habt doch in in der Eifel einen sehr schönen Nationalpark:
http://www.nationalpark-eifel.de/ 🤩
Du kannst auch an einem Tag hin und wieder zurück fahren. 😉
Schönen Abend noch.
Gruß
Reinhard
Burschi4'140 Beiträge · seit 200925. Jan. 2010 · #10Hallo Andi,
bei Etoscha ist Okaukuejo erste und Halali zweite und Namutoni dritte Wahl.
Wenn es dir nur auf Tiere ankommt, so kannst du auch noch eine Game Lodge besuchen auf dem Weg nach Süden zurück nach Windhoek. Das sind Gäste Lodgen, die auf den Gamedrives viele verschiedene Tiere in "freier" Wildbahn bieten, die z.T. halbzahm sind und du sie so in allernächster Nähe betrachten kannst.
Beispiele:
Omaruru Game lodge (Elefanten, Nashörner, Hippos, Giraffen, viele Antilopen)
MtEtjo Lodge (wie Omaruru, aber weniger Garantie mit Elefanten und Nashörnern)
Okapuka (z.B. Blessböcke, Krokodil, Nashörner u.a.)
Düsternbrook (Geparden, Leoparden, Wasserböcke und Nashörner mit Glück)
Gruß Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200625. Jan. 2010 · #11Hallo Andi,
sechs Tage Namibia sind besser als 1 Tag Büro.
Da du nur wenig Zeit hast und dir trotzdem deinen Wunsch erfüllen möchtest
die Tierwelt Afrikas einmal life zu sehen ist dein Idee im Grundsatz richtig.
Etosha, wenn ich wählen müsste würde ich das Okaukujo Camp bevorzugen.
Ich würde mir überlegen im Osten über Namutomi einzureisen und 2 Nächte in Halali zu verbringen
Dann hättest du die Möglichkeit den Osten stressles zu erkunden und die ersten Eindrücke Afrikas
wirken zu lassen. Dann würde meine Reise zum Okaukuejo Camp führen.
Meiner Meinung nach das Beste in Etosha, es hat ein wirklich gut zu beobachtendes Wasserloch, Swimmingpool und Restaurant so wie einen Shop.
Auch hast du die Möglichkeit einen Nightdrive (Nachtpirschfahrt) zu machen der ganz andere Eindrücke vermittelt als am Tage.
Die Rückkehr mit einem Tag reserve muss nicht sein, aber da würde ich einfach die Strecke teilen und in einer Lodge übernachten vll mit eigenem Gambestand (Game = Wild).
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch