ELelefantThemenstarter118 Beiträge · seit 200828. Dez. 2009 · #1Hallo Simbabwe Fans,
wer war in letzter Zeit im Matusadona N.P.- mit 4x4 oder mit Boot- und hat Erfahrungen mit Wegen, Infrastruktur u.s.w. Wer weiß wer Boote verleiht in Sambia oder Simbabwe zum Besuch in Matusadona?
Hat jemand in letzter Zeit den Gonarezhou N.p: BESUCHTß
elefant
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200628. Dez. 2009 · #2Haben im November zwei Schweizer getroffen die im Matusadona waren. Aus dem Overland-Forum weiß ich, dass die Strecke dorthin eine Höllenritt sein muss. Die Strecke soll in einem üblen Zustand sein.
Gonarezhou haben wir wegen dem Regen und der schlammigen Zufahrt aufgegeben. In Park soll es aber nicht so viele Tiere geben, denn es wurde von beiden Seiten (MOZ & ZIM) gnadenlos gewildert.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
pollux1'677 Beiträge · seit 200728. Dez. 2009 · #3Hallo elefant,
im Gonarezhou NP waren wir vom 2. bis 10. Oktober 2009. Wir fanden es toll. Frag, wenn Du etwas Spezielles wissen willst.
Gruß Beatrix
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
DaktariSabine41 Beiträge · seit 200929. Dez. 2009 · #4Guten Morgen Elefant,
tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte, ich war ein paar Tage unterwegs.
Zu Matusadona: Ich war zwar nicht direkt dort im Oktober, bin aber die Strecke Karoi-Chizarira-Kamativi-Hwange-Vic Falls gefahren. Ein gutes Stück dieser Strecke muss man auch zurücklegen, wenn man auf dem Landweg nach Matusadona unterwegs ist. Die Strecke ist in der Tat sehr schlecht. Man braucht sehr viel Geduld dafür. Von Karoi kommend sind nach dem Abbiegen von der Hauptstraße noch ca. 50 km geteert und in ganz ordentlichem Zustand, danach geht's aber gleich richtig los. Man muss mit allem rechnen: Sand, tiefem und losem Schotter, Felsen, die aus der Piste ragen und auf unvorsichtige Reifen und Ölwannen lauern, Schlamm, enorme Schlaglöcher, Waschbrett ... Was man sich nur ausmalen kann ist auch da, also bitte, bitte nicht eilig haben. 2.und 3. Gang, mehr ist nicht drin oder nur ganz kurzfristig.
In Gonarezhou war ich ebenfalls im Oktober. Die Straßen könnten wirklich besser sein, aber es lohnt sich allemal hinein zu fahren. Wir haben auch nicht nur die wunderschöne Landschaft sehr genossen, sondern auch viele Tiere gesehen. Elefanten, natürlich, die dort auch mal recht unwirsch sein können, Büffel, Kudus, Klipspringer, Grysböckchen, Mangusten, Wasserböcke, Zebras, um nur ein paar zu nennen, und jede Menge Vogelarten bis zum Umfallen!
Wenn Du mehr wissen möchtest, frag einfach!
Liebe Grüße und falls wir uns nicht mehr "sprechen", allen Zimbabwe-fans einen guten Rutsch!
Sabine
ELelefantThemenstarter118 Beiträge · seit 200829. Dez. 2009 · #5Vielen Dank für die Hinweise.
Dann werden wir wohl Matusadona wieder streichen.
Zu Gonarezhou:
Welche Zufahrt habt ihr denn genommen?
Welche campgrounds könnt ihr empfehlen? Gibt es dort Wasser und Feuerholz?
Macht es Sinn sich auf einen Teil des NP zu beschränken?
elefant
pme470 Beiträge · seit 200629. Dez. 2009 · #6Hallo Elefant
War im Juni in Matus. Wir sind von Kariba in den Park gefahren und haben uns mit den Wildhütern und der Anti-Wilderei Unit unterhalten. Die Strasseverhältnisse sind ja schon beschrieben worden. Es ist aber so, dass die Wege im Park kontinulierich wieder hergestellt werden.
In Kariba sind einige Hausboote wieder in Betrieb und die Fähre von Kariba über den See ist ebenfalls wieder in Betrieb, wird jedoch zeitweise von der Krokodilfarm gechartert.
Im August 2010 werden wir nach 12 Nächten Mana Pools noch 4 Nächte auf einem Hausboot in Matusadona unterwegs sein (Boot und zu Fuss). Unsere Reservation hat Tailormade Safaris arrangiert:
constance@tailormade-safaris.com
Beste Grüsse
Patrick
pollux1'677 Beiträge · seit 200729. Dez. 2009 · #7Hallo elefant,
wir sind von Süden gekommen, aus Mozambique, über den Grenzübergang Chicualacuala und auch so wieder zurück.
Im südöstlichen Teil des Parks waren wir zwei Tage auf der Mabalauta Campsite, die in der Nähe des Office liegt. Hier gibt es ein älteres Waschhaus und Feuerholz. Sie liegt zwar am Fluss, aber die Aussicht ist nicht besonders gut. An dem Tag dazwischen sind wir entlang der Pools im trockenen Mwenezi River gewandert. Man darf tatsächlich wandern, obwohl es Löwen, Elefanten, Büffel etc. gibt. Die Parkangestellten gehen zum Angeln.
Eine Nacht waren wir auf der Rossi Pools Campsite. Sie hat ein Schattendach, von dem man einen schönen Blick direkt oben vom Uferrand auf den Fluss hat. Man sieht Wasservögel, Krokodile und Tiere, die zum Trinken kommen. Es war Feuerholz da, aber es gibt kein Wasser.
Vom Ort Boli bis zum Eingang zum nordwestlichen Teil des Parks haben wir fast zweieinhalb Stunden gebraucht wegen der schlechten Straße. Es gibt meist eine Parallelspur mit etwas weniger Schlaglöchern, aber die Fahrt ist anstrengend. Über den Runde führt ein Causeway. Wir hatten zum Glück einen niedrigen Wasserstand. Bei hohem Wasserstand ist er sicher nicht passierbar.
Im Office mussten wir genau angeben, wann wir auf welcher Campsite sein werden. Das war für uns etwas unlogisch, weil wir am Ende der fünf Tage wahrscheinlich die einzigen Touristen waren. Im Buch waren am Ende nur eine Handvoll Einheimische eingetragen, die wahrscheinlich zum Fischen da waren.
Die Campsites können wir alle empfehlen:
Chipinda Pools und Chinguli haben Waschhäuser in verschiedenen Stadien des Zerfalls, aber es gibt Wasser und einen Attendant, der Feuerholz bringt. In Chipinda Pools sind die vielen Vögel einfach überwältigend. Unter unserem Schattendach hingen Flughunde. Chinguli hat weniger Vögel, aber eine tolle Lage mit spektakulärer Aussicht.
Nicht weit von Chinguli in Richtung der Felsen liegen kurz nacheinander die Plätze Fishans, Director’s und Hlaro, jeweils für eine Gruppe, jede hat Grillstelle und Longdrop. Alle haben eine schöne Aussicht über den Fluss auf die berühmten Cliffs. Hlaro liegt am nächsten zu den Cliffs, Director's Camp hat den meisten Schatten.
Besonders schön ist die Chilojo Campsite, die genau gegenüber den Cliffs liegt.
Viel weiter als diese Campsite sind wir nicht gekommen (wir wollten nach Lisoda), weil wir an der nächsten Furt umgekehrt sind. Sie war uns zu riskant und unbenutzt. Später haben wir erfahren, dass die übernächste Furt, Chitove, passierbar gewesen wäre. Solche Informationen waren aber nicht mal am Anfang im Office zu bekommen.
Der Nordteil des Parks ist viel sehenswerter als der Südteil. Insgesamt haben wir nicht sehr viele Säugetiere gesehen, im Südteil nur einen Elefanten, im Nordteil auch nur vereinzelte. Laut der Spuren gibt es viele, sie sind aber scheuer. Trotzdem haben wir den Park genossen, schon weil wir ihn fast alleine für uns hatten.
Grüße Beatrix
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
DaktariSabine41 Beiträge · seit 200930. Dez. 2009 · #8Hallo zusammen!
den tollen und detaillierten Informationen von Beatrix habe ich nichts hinzu zu fügen! Vielen Dank dafür!
Euch allen einen schönen Tag und auf dass 2010 für alle, aber ganz besonders für Zimbabwe besser wird!
Sabine
ELelefantThemenstarter118 Beiträge · seit 200830. Dez. 2009 · #9Hallo Beatrix,
ganz herzlichen Dank für den ausführlichen und sehr informativen Bericht.
Da wir im April in Simbabwe sein werden, werden etwaige Flußquerungen nach der Regenzeit wohl ein Problem sein.
elefant