Namibia als Backpacker

15 Antworten · 11,2k Aufrufe · gestartet 18. Dez. 2009 von africafan90
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Themenstarter2 Beiträge · seit 200918. Dez. 2009 · #1
Hallo,

ich bin ganz neu hier im Forum und habe einmal ein paar Fragen zu meiner geplanten Reisen nach Namibia. Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.


Ich bin 19 Jahre alt und gehe zurzeit noch in die 13. Klasse des Gymnasiums. Nächstes Jahr möchte ich nach meinem Abitur, d.h. Mitte 2010 starten zu einem Abenteuer und mir meinen Kindheitstraum Afrika zu erfüllen.

Für die ersten drei Monate in Namibia habe ich einen Praktikumsplatz in einem Forschungsprojekt im Etosha NP gefunden. Danach möchte ich als absoluter Natur und Tierfan natürlcih noch möglichst viel vom Land mitbekommen. Dafür habe ich mind. ein halbes Jahr bis ein dreiviertel Jahr zeit.

Mein Problem ist nur folgendes: Ich stell mir irgendwie das Herumreisen in Namibia so ernorm kompliziert vor und zwar: Muss ich dazu sagen, dass man als Schüler ja nicht gerade dicke bei Kasse ist. Zudem möchte ich nicht irgendeine geplante Safaritour über eine Agentur buchen, sondern irgendwie selber das Land alleine (oder falls man andere trifft) zu erforschen, als Backpacker.

Am besten wäre es natürlcih meiner Meinung nach ein Auto zu mieten oder zu kaufen und später wieder zu verkaufen, aber ich glaub das ist zu teuer (ein halbes Jahr). Ich weiß nur nicht wie man sonst jetzt am besten reisen kann.
Habt ihr vielleicht noch irgendeinen tip?? Erfahrungen??

2. Problem das Übernachten. Funktioniert Zelten? Wie sieht es mit Zeltplätzen aus? Ich habe nämlich irgendwie keine Lust wie ein Touri jeden Abend in ein Apartement oder Hotel zu müssen. (Manchmal ist ja ok aber ja nicht immer)


Sry wegen dem langen Text aber ich muss mich einfach mal an jemanden wenden mit den ganzen Fragen, weil ich jetzt langsam einmal planen müsste. Hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen. Danke im Vorraus.

Grüße,

africafan
1'457 Beiträge · seit 200618. Dez. 2009 · #2
geht gut, vor Allem wenn du in nördöstlicher Richtung in andere Länder weiter willst. In Sachen Tieren wird es dann aber auch schon schwer. In Sambia (South Luangwa) Botswana (Okavango) usw kann man aber gut in einzelne Parks als Tagestourist oder auch mal über Nacht.

such doch mal das Forum durch, ich hab da schon einiges zu geschrieben. Wenn es dann konkreter wird: immer nur zu !

eine Vorauswahl:

"Übernachten ohne Zelt und Schlafsack ?"
http://namibia-forum.ch/forum/8-camping/113389-uebernachtungen-ohne-zelt-und-schlafsack.html

"Erfahrungsaustausch Bus und Bahn"
http://namibia-forum.ch/forum/7-routen/107436-erfahrungsaustausch-gewuenscht-zum-bus-zugverkehr.html

"Bus und Bahn nach Swakop"
http://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/120781-bus-oder-bahnverbindung.html

"Zelt in Windhoek kaufen"
http://namibia-forum.ch/forum/8-camping/99607-zelt-in-windhoek.html

UND GANZ WICHTIG:
"Was kostet das südliche Afrika?" dieser thread zeigt auch, was hier mehrheitlich für Arten von Reisen vertreten werden
http://namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/97960-euren-rat-brauche-ich.html
33,1k Beiträge · seit 200618. Dez. 2009 · #3
Hallo Africafan,

neben den genannten Forumlinks zum Thema, stellt sich mir beim Lesen eine wichtige, praktische Frage. Willst Du nach Deinem Praktikum NUR Namibia bereisen? Das wird natürlich schwierig, da Du ja nur 90 Tage im Jahr in Namibia als Tourist sein darfst. Du kannst also, angenommen Du hast für das Praktikum ein Workpermit, die Praktikumszeit +90 Tage in Namibia sein. Wenn Du kein Workpermit hast, dann sozusagen nur die Praktikumszeit.
Am besten wäre es natürlcih meiner Meinung nach ein Auto zu mieten oder zu kaufen und später wieder zu verkaufen, aber ich glaub das ist zu teuer (ein halbes Jahr). Ich weiß nur nicht wie man sonst jetzt am besten reisen kann.
Habt ihr vielleicht noch irgendeinen tip?? Erfahrungen??
Du bekommst Gebrauchtwagen, z.B. einen Citi Golf relativ günstig. Vielleicht lohnt sich bei einem halben Jahr aber der Stress mit Kauf und -Wiederverkauf nicht so wirklich. Hier http://www.travel-namibia.com/linkliste unter "Infrastruktur & Transport" und "Fahrzeugverkauf" findest Du Links zu einigen Autohändlern in Namibia.
2. Problem das Übernachten. Funktioniert Zelten? Wie sieht es mit Zeltplätzen aus? Ich habe nämlich irgendwie keine Lust wie ein Touri jeden Abend in ein Apartement oder Hotel zu müssen. (Manchmal ist ja ok aber ja nicht immer)
Schau Dir dazu mal die zahlreichen Threads hier an und vielleicht die Campingliste von Thomas Richter: http://www.thomasrichter.de/namibia/camping.htm

Sonnige Grüße
Christian
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Gast18. Dez. 2009 · #4
africafan90 schrieb:
2. Problem das Übernachten. Funktioniert Zelten? Wie sieht es mit Zeltplätzen aus? Ich habe nämlich irgendwie keine Lust wie ein Touri jeden Abend in ein Apartement oder Hotel zu müssen. (Manchmal ist ja ok aber ja nicht immer)
Sei mir nicht böse, aber da musste ich schon ein bisschen schmunzeln... 😛
In Namibia sind nämlich sehr viele Touris mit den Zelt und auf Campingplätzen unterwegs, und bisher hab ich die auch genauso bezeichnet - du wirst also auch als einer gelten, ob du willst oder nicht 😄
Viel Erfolg fürs Abi, und dann viel Spaß in Afrika!
Themenstarter2 Beiträge · seit 200920. Dez. 2009 · #5
nee ich will auch noch nach südafrika

mir stellt sich irgendwie aber die Frage wie die einheimischen in namibia reisen,

die müssen ja auch irgendwie von a nach b kommen ohne autos oder??
2'349 Beiträge · seit 200921. Dez. 2009 · #6
für Namibia und Südafrika siehe z.B. hier:

www.intercape.co.za (Preise sind in südafrikanischen Rand)

siehe auch das Streckennetz auf der website

auf http://www.wilddog-safaris.com/ , http://www.chameleonbackpackers.com/chameleon_backpackers.asp und http://www.cardboardbox.com.na/ werden auch sehr günstige Studenten-Camping-Reisen in ganz kleinen Gruppen angeboten.

Wegen den Lebenskosten: siehe z.B. hier: http://www.bwana.de/praktikum-in-namibia.html

Einheimische trampen oft (meist gegen Bezahlung) oder fahren mit Bekannten, die ein Auto haben. Es gibt auch s.g. "Ovambo-Taxis" (völlig überladene VW-Busse...) die gegen Gebühr von A nach B fahren. Einige werden auch ab und zu von ihren Arbeitgebern (z.B. Farmern) in die nächste Stadt mitgenommen, wenn diese eh hin fahren. Einheimische "reisen" aber ziemlich selten und meist nicht weit. 🙂 Sie fahren meist nur Ortschaften an.

In die landschaftlich schönen Gebiete und dahin wo Tiere sind ist es meist nur mit eigenem Mietwagen oder über Gruppenreisen möglich.

Tue dich doch am besten mit anderen jungen Leuten zusammen (Internetplattformen! z.B. studivz). Ein VW Chico oder ähnliche Fahrzeuge z.B. kosten ca. 18 Euro am Tag.

Und für die größeren Strecken (auch bis nach Kapstadt bzw. innerhalb von Südafrika) oder nach Swakopmund ist z.B. der Intercape oder Zug gut.

siehe zu Infos über Reisen in Namibia (und Camping bzw. Backpacking) auch hier:

www.namibia-tourism.com

www.namibia-info.net

www.onguma.de
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2009
2'349 Beiträge · seit 200921. Dez. 2009 · #7
@ travelnamibia:

Kann africafan90 überhaupt als "Touri" (Ausländer ohne Wohnsitz dort) einen PKW in Namibia anmelden, wenn er dort einen kaufen würde???

@africafan90:

Den Stress würde ich mir mit 19 Jahren und das erste mal in Afrika nicht geben... Nicht falsch verstehen bitte! Ist nicht abwertend gemeint. 🙂 Aber da rate ich ab... Davon abgesehen: Da kann man auch böse übers Ohr gehauen werden. Beachte aber, dass Fahrer unter 21 Jahre meist einen geringen Versicherungsaufpreis bei Mietautos zahlen müssen. Lese dir hierzu die AGBs des Vermieters gut durch bzw. frage nach!
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2009
33,1k Beiträge · seit 200621. Dez. 2009 · #8
Hi Otjikoko,
Kann africafan90 überhaupt als "Touri" (Ausländer ohne Wohnsitz dort) einen PKW in Namibia anmelden, wenn er dort einen kaufen würde???
Nein, rechtlich eigentlich nicht. Zu dem Thema hatten wir vor einigen Monaten mal einen Thread und viele machen es anscheinend (jeder kennt ja jemanden der einem die P.O.Box bereit stellt). Ich habe gehört, dass es in Zukunft wohl vielleicht (man sieht an meiner Formulierung, dass es nichts definitives ist) der Nachweis eines Wohnsitzes in Namibia durch Resident Permit, Wasser-/Stromabrechnung auf eigenen Namen etc. dafür Pflicht werden soll (so wie bei Eröffnung eines Bankkontos etc.).

Sonnige Grüße
Christian
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33,1k Beiträge · seit 200621. Dez. 2009 · #9
Hi africafan90,
nee ich will auch noch nach südafrika
...was nicht den eigentlichen Kern meiner Frage beantwortet...
mir stellt sich irgendwie aber die Frage wie die einheimischen in namibia reisen, die müssen ja auch irgendwie von a nach b kommen ohne autos oder?? ndwie von a nach b kommen ohne autos oder??
Ja, kommen sie. Mit dem eigenen Auto oder dem Donkeykart oder dem Ovambotaxi oder Flugzeug oder Shuttle oder Bahn. Außer mit dem Auto kommst Du mit den anderen nur in große Orte bzw. insgesamt nicht sehr weit. Und interessant wird es ja eben erst außerhalb der Dörfer/Städte und in den Nationalparks.

Ich will Dir eine Rundreise durch Namibia sicherlich nicht ausreden. Aber es ist kein klassisches Backpackerland in dem Du ohne Auto reisen kannst.

Sonnige Grüße
Christian
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447 Beiträge · seit 200821. Dez. 2009 · #10
Hi africafan90,

ich finde den Vorschlag gar nicht schlecht:
in die landschaftlich schönen Gebiete und dahin wo Tiere sind ist es meist nur mit eigenem Mietwagen oder über Gruppenreisen möglich.

Tue dich doch am besten mit anderen jungen Leuten zusammen (Internetplattformen! z.B. studivz). Ein VW Chico oder ähnliche Fahrzeuge z.B. kosten ca. 18 Euro am Tag.
Vielleicht triffst Du ja während Deines Praktikums Gleichgesinnte. Ansonsten Aushänge in Hostels/günstigen Pensionen machen, vielleicht findet sich jemand. Allerdings kommst Du mit dem Golf Chico in manchen Parks auch nicht unbedingt sehr weit. Aber Du bist schon mal unabhängig.

Falls Du niemand für NAM findest, könntest Du darüber nachdenken, Deine Backpacking-Aktivitäten nach Südafrika zu verlegen, denn hier gibt es den Bazbus mit entsprechender Infrastruktur für Backpacker: Klick mich

Den Bazbus selbst kenne ich leider nicht, aber ich hab was ähnliches vor Jahren in Australien und Neuseeland gemacht. Wie Du war ich allein unterwegs und kam zu den richtig guten Sachen ohne Auto nicht hin. Allerdings konnte ich mit dem Bus günstig rumreisen, ein- und aussteigen wo ich wollte und auch so lange bleiben wie ich Lust hatte. Touren in die Nationalparks und zu abgelegenen Highlights hab ich dann vor Ort gebucht. Oft ist das Buspersonal dabei auch noch behilflich und es finden sich nette Mitreisende, mit denen man darüber hinaus auch noch eine Weile zusammen weiterreist.

Viel Spaß bei der weiteren Planung,

Kathrin
Kathrin und Olli Manchmal wollen die Goetter, dass etwas nicht gelingt, damit die Menschen die Demut bewahren. Reisebericht Botswana Apr/Mai 08: http://www.namibia-forum.ch/download/olliboe08.pdf Reisebericht Botswana Jun 09: Feuertaufe im Regenwasser Norwegen 2010
74 Beiträge · seit 200921. Dez. 2009 · #11
Um andere deutsche Praktikanten etc. in Windhoek zu treffen, geht nichts über den "Mittagsstammtisch" bei Enrico am Goetheinstitut - Mo-Fr trifft man dort um die Mittagszeit (so gegen 13 Uhr) immer andere junge Deutsche "auf Zeit in Namibia". Zumindest für die Wochenenden während des Praktikums sollten sich da immer Gleichgesinnte für spontane Touren finden.
Und bei Hertz in Windhoek (Gartenstraße nähe Ausspannplatz) gibt es günstige Wochenendraten für kleine Mietwagen (es muss m.E. kein 4x4 sein, ich bevorzuge den CitiGolf, so es denn noch welche gibt).
1'457 Beiträge · seit 200621. Dez. 2009 · #12
der Bazbus ist hoffnungslos überteuert und das einzige, was ihn vorteilhaft macht ist die Sicherheit (weil man direkt bei der Unterkunft abgesetzt wird).
Auch sonst habe ich eher negatives gehört. Da sind wohl meißt junge Mädels aus USA, Australien und so weiter drin, die einen dicken Partytrip vorhaben bei dem Geld und Anstand keine Rolle spielen sollen.

Ich denke, wie oben schon gesagt, dass die "richtige Backpackererfahrung" am einfachsten nordöstlich von Namibia zu holen ist.
2'349 Beiträge · seit 200921. Dez. 2009 · #13
Meinst du mit Bazbus den Intercape? Der ist mit 50 Euro für die Strecke von Windhoek nach Kapstadt finde ich nicht teuer....

Da reisen auch etliche Einheimische mit.
33,1k Beiträge · seit 200621. Dez. 2009 · #14
Ich denke mal er meintden Bazbus (http://www.bazbus.com/), den Backpackerbus in SA, wenn er von Bazbus schreibt 😉

Sonnige Grüße
Christian
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2'349 Beiträge · seit 200921. Dez. 2009 · #15
😊 uiiii....

ach so.... 😄

Ok! Danke Christian! Wieder was gelernt...
409 Beiträge · seit 200922. Dez. 2009 · #16
Hallo africafan90

schoen, dass Du Dir Deinen Afrikatraum bald erfuellen willst.
Besonders nachdem Du Dir den Abiturtraum dann auch hoffentlich erfolgreich erfuellt haben wirst. Der Unterschied wird jedoch ein grosser sein. Fuer Afrika gibt es naemlich kein Kursverzeichnis und keinen Stundenplan. Afrika ist anders. Und besonders anders als Dein Traum. Es ist naemlich nicht so, dass Hemmingway immer noch auf den gruenen Huegeln herumsitzt und Hardy Krueger im Landrover vorbeirauscht und beide zu einer Loewenjagd aufbrechen. Afrika ist anders. Es leben Menschen mit Handy und Internet dort und Menschen, die fuenf Ziegen in einer Wellblechbarracke ihr Hab und Gut nennen.
Es gibt schon seit Jahrzehnten und laenger Menschen, die das Land bereisen - Touristen eben. Mit oder ohne Auto, mit oder ohne Zelt, im Hotel oder nicht. Afrika ist schon entdeckt. Das soll Dich nicht desillusionieren. Denn Du hast Afrika ja noch nicht entdeckt, jedenfalls noch nicht fuer Dich, allenfalls fuer Deine Traeume.
Vielleicht wirst Du ja alles anders machen als all die Menschen vor Dir. Vielleicht solltest Du einfach nur mit offenen Augen und Ohren kommen und dann mal sehen und lauschen. Viele Fragen stellen und Antworten anhoeren. Wenn Du kommst, um Deinen Traum zu finden, werden die Orte, Landschaften und Menschen Dir dienen muessen.
Das waere schade.
Herzlich Willkommen.

Gruss
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)