Reiseplanung April 2010

2 Antworten · 810 Aufrufe · gestartet 13. Dez. 2009 von DanielN
Antworten
Themenstarter20 Beiträge · seit 200813. Dez. 2009 · #1
Hallo Namibia Reisende

Bis jetzt kenne ich den Norden Afrikas.
Wir bereisten Libyen, Tunesien, Marokko.

Im April 2010 ergibt sich für mich und meine Frau die Möglichkeit für vier / fünf Wochen in den Süden von Afrika zu reisen. Wir haben uns für Namibia entschieden.

Konkret planen wir am 2.4 oder 3.4.10 anzureisen.
Rückreise wäre geplant am 30.4.10 oder 1.5.10.
Wenn ich die Freitheit noch habe 5 Wochen zu gehen, würde die Rückreise am 7.5.10 efolgen.

Ich gehe ich nun davon aus, dass ich mit vier Wochen die Reise plane.

Zum Reisen steht uns ein Fahrzeug zur Verfügung, welches in Namibia stationiert ist. Es ist mit allem ausgerüstet, was für eine solche Reise notwendig ist.
(Ist ein alter MB710 4x4 LKW mit einfachem Wohnaufbau)
So können wir, wie wir es uns gewohnt sind, ziemlich flexibel, autonom reisen und möchten nicht schon jeden Tag vorausgeplant haben.
So weit das möglich ist)

Wir haben nicht den Anspruch, in vier Wochen eine Rundreise rund um Namibia zu machen.
Wir möchten uns auf den Norden konzerieren und den Süden beim nächsten Mal bereisen.
Eventuell noch bis Sossusvlei runter, dann aber wieder Richtung Norden.
Es soll Zeit da sein, in einem Gebiet, wo es einem gefällt auch etwas mehr Zeit zu investieren.
So nun habe ich dazu ein paar Fragen, damit wir uns in der Detailplanung etwas gesicherter an die Arbeit machen können.

Fragen:
1.
Ist der April die richtige Jahreszeit um den Norden zu bereisen.
Welche Gebiete sind in dieser Jahreszeit schlecht passierbar, oder nicht lohneswert?

2.
Ist es zwingend,in dieser Jahreszeit die Campingplätze im Voraus zu reservieren?
Wie ist es mit der Reservationen in den Nationalparks.

3.
Kann man auch frei campieren?
Ist es grundsätzlich verboten?
Ist es in gewissen Gebieten zu gefährlich?
Ich denke da an Tiere.

4.
Kann man auch Teile von Botswana noch mit einplanen. Z.B. auf dem Weg rauf ins Caprivi,Okavango Delta. Lohnt sich das?

5.
Soll ich den Norden im Uhrzeiger- oder Gegenuhrzeiger planen.

6.
Welche Fixpunkte sind ein MUSS.

Auf eure ersten Antworten und Tipps bin ich gespannt. In der Zwischenzeit lese ich mich durch den Tschungel von Berichten, Bücher und das tolle Forum.

Wenn ich den ersten Entwurf zusammengestellt habe werde ich die Tour gerne zur Prüfung wieder hier einstellen.

Freundliche Grüsse

Daniel
3'491 Beiträge · seit 200613. Dez. 2009 · #2
Hallo Daniel,
erst einmal herzlich willkommen bei den "Namibia-Verrückten". Ich will gerne versuchen, Deine Fragen aus meiner Sicht zu beantworten:
1.Reisezeit: Namibia hat vom Prinzip her in jedem Monat etwas zu bieten. So gesehen, gibt es keine Einschränkungen. Dennoch: im April ist die Regenzeit gerade vorbei, d.h. es wird vermutlich noch recht grün sein. Das Wüstenerlebnis Namibia wird daher etwas "gemäßigt" ausfallen. Da Ihr aber Wüstenerfahrung habt, könnte gerade das besonders reizvoll sein - grüne Wüste ? - Wo gibts das schon ?!
Trotzdem würde ich im April eher den Süden als den Norden als Reiseschwerpunkt wählen. Der Süden besticht vor allem durch seine wunderschönen Landschaften; der Norden dagegen durch sein reiches Tierleben. Aber letzteres ist im April nicht ganz so reichlich und auch schwerer zu entdecken. Deshalb.
2. Reservierung: In Etosha und für Sossusvlei muss man eigentlich immer reservieren. Das sind nun mal die beiden Ziele, die jeder Besucher anfahren möchte und deshalb sind sie iaR sehr gut besucht.
3.Frei Campen: theoretisch kann man auf fast jeder Farm campen - wenn man vorher nett fragt. Das kann sogar ausgesprochen reizvoll sein, weil man nur so wirklich mit den Menschen in Kontakt kommt. Es gibt aber im ganzen Land reichlich offizielle Campsites - und die sollen auch recht gut sein. Neben den Straßen sollte man dagegen nicht übernachten, auch wenn es dort Parkplätze gibt. Es wird immer wieder von Überfällen berichtet. Tiere dagegen sind sicher keine Gefahr.
4. Okavango, Caprivi: 4 Wochen sind zwar ausreichend für einen Erstbesuch, aber doch nicht so reichlich, dass man dann auch noch Botswana einplanen sollte. Selbst für den Caprivi wird es nicht reichen, zumindest dann nicht, wenn man sich etwas intensiver mit dem "Kernland" Namibias beschäftigen möchte.
5. Rechts oder links herum ? - Das ist wirklich egal. Ja - es gibt ein paar Gegenden, die sollte man besser von Ost nach West (z.B. die 4 Pässe über die Randstufe: Spreetshoogte, Remshoogte, Bosua, Gamsberg ) fahren, aber ob das links oder rechts herum bedeutet, hängt vom weiteren Routenverlauf ab. Wenn möglich, sollte man die Sonne im Rücken haben, aber wirklich ausschlaggebend ist das auch nicht.
6. Highlights:das hängt letztlich davon ab, für welches Gebiet Ihr Euch entscheidet. Wenn Ihr etwas weiter seid mit Eurer Planung, dann solltet Ihr die Frage noch einmal stellen.
Viel Spaß dabei.
Gruß Joli
5'479 Beiträge · seit 200914. Dez. 2009 · #3
Ihr habt ein Fahrzeug, dass Euch weitgehende Autonomie ermöglicht und durch die Reisen in der Sahara Wüstenerfahrung.

Deshalb würde ich Euch den Nordwesten vom Erongogebirge bis zum Kunene empfehlen. In der Region gibt es sehr schöne Campsites, aber auch tolle Möglichkeiten wild zu zelten. Auch gibt es dort im Gegensatz zum Rest des Landes kaum Farmen und somit auch keine Zäune.

Etosha lässt sich da dann auch sehr gut einbauen.

Botswana würde ich Euch schon allein wegen des Fahrzeuges nicht empfehlen. LKW sind in den Nationalparks unverschämt teuer.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"