Etoscha Park und staatliche Camps

8 Antworten · 3'636 Aufrufe · gestartet 28. Dez. 2004 von Gast
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ThemenstarterGast28. Dez. 2004 · #1
Sind diese Camps i. d. R. o. k. oder sollte man auf jeden Fall außerhalb übernachten ? Im Parks selbst finde ich es ja praktischer und preiswert...Man hört so viel Widersprüchliches. Vielleicht kann jemand berichten ?

Vielen Dank für Eure Antworten.
ThemenstarterGast28. Dez. 2004 · #2
Hallo "Gast",

die halb-staatlichen Unterkünfte in den Schutzgebieten sind im Allgemeinen sauber und ordentlich (und meist funktioniert auch alles) und werden nach und nach modernisiert. Dennoch ist es absolut kein Luxus, sondern nur eine Übernachtungsmöglichkeit. Das Essen in den Restaurants ist einfach und in Buffet-Form. Speziell in Etosha hält man sich ja wg. der Tierwelt auf, so dass die Unterkunft wirklich nur zum Sclafen dient. Es ist also m. M. n. ziemlich egal wie die Unterkünfte sind. Preislich wurde leider in den lketzten Jaren (bei nicht besser werdendem Service und Ausstattung) ordentlich nach oben "korrigiert". Dennoch spricht speziell bei Etosha einiges für die staatlichen Camps, da diese die einzine im Park sind und man so wirklich von Sonnenauf- bis SOnnenuntergang den Park genießen kann und sich nachts die Tiere an den beleuchteten Wasserstellen begucken kann.
Alternativ würde ich ansonsten eine Gästefarm/Lodge möglichst nahe am Park nehmen um morgens schnell dort zu sein (z.B. Vreugde Guestfarm).

Schönen Gruß
Christian

P.S. Das Bernabé-de-la-Bat Restcamp im Waterberg Plateau Park ist was Standard und Ausstattung angeht deutlich besser als die in Etosha.
ThemenstarterGast28. Dez. 2004 · #3
...und für die staatlichen Restcamps gibt es zurzeit 50% Ermäßigung!

Gruß
Armin
ThemenstarterGast29. Dez. 2004 · #4
Hallo Gast,
ich gehöre sicherlich zu einem der unverbesserlichsten Etosha-Fans - inzwischen haben wir dort 99 Tage verbracht - ausschließlich in den staatlichen Camps. Das allein zeigt, dass man dort durchaus "überleben" kann. Ja - der Zustand ist im Laufe der Jahre schlechter geworden und dafür die Preise deutlich höher. Aber es tut sich was: in Okaukuejo z.B. haben wir in diesem Jahr die allerbesten Erfahrungen gemacht - dort ist renoviert worden. Das Essen - na ja. In Namutoni war das Buffett ausgesprochen gut - in Halali und Okaukuejo dagegen nur teuer ( 90 N$ pro Person ). Selbstverpflegung ist also eine durchaus bedenkenwerte Alternative; es gibt in jedem Camp einen Shop, in dem man sich versorgen kann. Getränke aller Art sind eigentlich immer da, alles andere hängt vom Zufall ab; coffeinhaltigen Pulverkaffee gibt es seit Jahren nicht mehr. Wer also konkrete Wunschvorstellungen in seine Verpflegung hat, sollte sich vorher in Outjo ( bei Ziel Okaukuejo ) oder in Tsumeb ( bei Ziel Namutoni) eindecken. Der entscheidende Vorteil der in Etosha liegenden Camps jedoch ist - wie Chris schon sagte - die deutlich längere Verweildauer im Park, wobei die Morgen- und Abendstunden die schönsten sind. Für einen echten Etosha-Fan sind die außerhalb des Parks gelegenen Lodges einfach keine Alternative - vom Preis her sowieso nicht. Trotzdem beschließen wir Etosha sehr gerne mit einem Verwöhnaufenthalt in der Aoba-Lodge.
Viel Spaß und guten Rutsch
Gruß Joli 😄
ThemenstarterGast29. Dez. 2004 · #5
Was ist bei der Okaukuejo-Lodge denn der Unterschied zwischen

- Lux Bungalow
- Std. Chalet
- Std. Bungalow
und Econo Bungalow ???

Ist das außer dem Preis nur die Anzahl der Betten oder gibt es noch mehr Unterschiede ?
Sind die Preise pro Person oder pro Bungalow ?

Ich seh grad das es ähnliche Unterscheidungen auch bei der Namutoni Lodge gibt. Hierfür also die gleiche Frage 🙂

Gruß

Götz
ThemenstarterGast29. Dez. 2004 · #6
Hallo Götz,
die Preise gelten grundsätzlich immer für eine Unterkunfteinheit, also pro Bungalow osä. Die Preisunterschiede haben ihre Ursache im Komfort - bei den Luxus- bzw. Semi-VIP-Varianten hat der Bungalow 2 Schlafzimmer mit je 2 Doppelbetten. Außerdem sollte alles benötigte Geschirr, Töpfe, Pfannen, Bestecke usw. vorhanden sein. Klimaanlage, Kühlschrank, Kochplatte und Wasserkocher gehören ebenfalls dazu. Ferner kleiner Aufenthaltraum mit Stühlen und Tisch, kleine Terrasse mit Braai-Stelle. So gesehen bin ich der Meinung, dass sich der Mehrpreis für die Luxusvarianten durchaus lohnt.
Gruß Joli 😄
ThemenstarterGast29. Dez. 2004 · #7
Hallo Götz,

ich würde an deiner Stelle die Econ Bungalows in Okaukuejo meiden. Die sind wirklich ziemlich mickrig. Ich kann Joli nur beipflichten. Ich würde im Zweifel immer die "luxuriösere" Variante nehmen - allein schon, um das Gefühl zu haben, das beste getan zu haben, um eine akzeptable Unterkunft zu bekommen. Eine Garantie ist das trotzdem nicht und der Begriff "Luxus" sollte in keinem Fall zu übertriebenen Erwartungen führen.

Der entscheidende Punkt ist letztendlich, ob du eine Unterkunft erwischst, die schon renoviert worden ist oder nicht. Nach schlechten Erfahrungen mit einem "Econ Bungalow" in Okaukuejo in 2001 haben wir 2003 dort "nach oben gegriffen" und einen "Standard Bungalow" genommen. Der war gelinde gesagt abenteuerlich. In gut drei Monaten werden wir´s dann mal mit einem "Lux Bungalow" versuchen. Danach kommt dann wohl nur noch die Präsidenten-Suite. In Namutoni haben wir bisher immer die gleiche Wohnung im Fort genommen. Die war beim ersten Mal schon in Ordnung. Beim zweiten Mal war sie nochmals renoviert worden - verstehe das, wer will.

Lasst euch auf keinen Fall entmutigen, geht einfach das erträgliche Risiko ein und bucht in den staatlichen Restcamps. Die Vorteile überwiegen.

Gruß und viel Spaß bei der Planung
Armin
ThemenstarterGast30. Dez. 2004 · #8
Danke an alle für die Tipps 🙂
ThemenstarterGast02. Jan. 2005 · #9
Ich kann nur als Alternative zu den gewöhnungsbedürftigen staatlichen restcamps die "Sachsenheim-Gästefarm" empfehlen. Die ist locker in 20 min vom östlichen Tor aus zu erreichen, mit wirklichem Anschluß an die nette Gastfamilie, die deutscher Abstammung ist. Wir haben dort 3 sehr schöne Tage verlebt, in guten Gesprächen viel über das Land gelernt. Uns war das lieber, als mit mehreren hundert Touristen mit Bierflasche und Zigarette am "staatlichen" Waserloch zu stehen des nachts ( wir haben das auch erlebt). Aber wie so alles auf der Welt ist das Geschmackssache. Die Sachsenheim Farm ist gegenüber den völlig überteuerten Lodges am Eingang des Parks wirklich preiswert.
Viele Grüße und gute Reise Sebastian
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