Malariaprophylaxe

9 Antworten · 2'330 Aufrufe · gestartet 08. Okt. 2009 von Mego
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Themenstarter104 Beiträge · seit 200908. Okt. 2009 · #1
Bin völlig verunsichert bezüglich der Malariaprophylaxe. Ich will im März in den Norden ( falls das Wetter schlecht ist ) in den Süden Namibias. Im Forum gibt es ganz verschiedene Aussagen. Ist Malarone OK oder brauch man für den Süden keine MP. ?

Grüße Mego
454 Beiträge · seit 200608. Okt. 2009 · #2
wie du richtig schreibst, es gibt verschiedene aussagen, und bei 100 aussagen wirst du 100 verschiedene antworten bekomme. und:raten oder empfehlen kann dir nur dein arzt oder tropeninstitut. jeder kann dir hier was raten, was ist wenn dann doch die malaria kommt ?? oder du entscheidest fuer dich selbst.
der sueden ist in der regel auch offiziell malaria frei, der norden je nach regen und jahreszeit.
aber auch in frankfurt ist malaria schon verbreitet worden ohne dass die leute weg waren...
33,1k Beiträge · seit 200608. Okt. 2009 · #3
Hallo Mego,

die Gebiete südlich von Windhoek gelten eigentlich bei allen Experten, Tropeninstituten etc. als absolut Malariafrei.

Sonnige Grüße
Christian

P.S. Bin kein Arzt!
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'335 Beiträge · seit 200614. Okt. 2009 · #4
shanti schrieb:
aber auch in frankfurt ist malaria schon verbreitet worden ohne dass die leute weg waren...
Bist Du Dir sicher? Ich habe noch nicht davon gehört, dass es in den letzten hundert Jahren zu Übertragungen von Plasmodium hier in Deutschland gekommen ist.
Falls Du hier über Infos verfügst, bitte posten.

Es stimmt allerdings, dass Anopheles in Frankfurt und anderen Gegenden mittlerweile heimisch ist und sich fortpflanzt. Die Bedingungen für eine Übertragung für Malaria sind also in dieser Hinsicht gegeben, allerdings gibt es nicht genügend Infizierte um eine wirkliche Ausbreitung zu sichern.

Gruß Cora
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454 Beiträge · seit 200614. Okt. 2009 · #5
ich habe hier vor einem jahr mal etwas gelesen, soll schon vorgekommen sein, dadurch dass die viecher mit dem gepaeck mitgekommen sind. mir ging es eigentlich darum, dass es auch in den suedlichen breitengraden europas vorkommen kann und man hier jemandem nicht wirklich eine empfehlung geben kann. entweder sollte man sich rat bei experten suchen, die muessen auch verantwortung uebernehmen oder jeder muss es fuer sich entscheiden.
namibia ist in malaria guertel eingeteilt und je weiter man sich in den norden naehert desto groesser wird offiziell das risiko. auch abhaengig von der jahreszeit und der regenmenge, die faellt....also definitiv nicht vorherseh- und empfehlbar...
272 Beiträge · seit 200814. Okt. 2009 · #6
shanti schrieb:
entweder sollte man sich rat bei experten suchen, die muessen auch verantwortung uebernehmen oder jeder muss es fuer sich entscheiden.
Nö, die "experten" übernehmen auch keine Verantwortung. Wie sollten sie auch?

Du bekommst einen qualifizierten Rat und dann musst Du selber entscheiden. Ist halt eine Abwägung zwischen dem Risiko einer Malaria-Infektion und den Risiken/Nebenwirkungen der Prophylaxe. Dabei muss jeder selbst entscheiden und für sich die Verantwortung übernehmen.

Eine Strategie ohne Risiko gibt es nicht (außer vielleicht zuhause bleiben) und die Verantwortung für die eigene Entscheidung für oder wider Malariaprophylaxe kann einem auch niemand abnehmen.
Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 14. Okt. 2009
1'910 Beiträge · seit 200614. Okt. 2009 · #7
Hallo hier nochmal unsere FAQ,häufige Fragen

unter dem Punkt "Malaria, kann ich... muss ich?
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Gast14. Okt. 2009 · #8
Werte Shanti,

wir reisen seit einem Jahr mit wenigen Unterbrechungen durch das südliche und östliche Afrika.
Derzeit sind wir in Mosambik in Hochrisiko Malariagebiten unterwegs wie das Sambezi Delta.

Nach 4 Wochen Lariam im letzten Jahr (als Neuling), verordnet vom Tropeninstitut HD hatte ich extremste Nebenwirkungen und setzte das Mittel ab. Malorone ist noch teurer und hat auch entsprechend Nebenwirkungen.

In Südafrika ging ich zur Reiseberatung, hier bekamen wir Artemisia zur Vorbeugung
und Coartem zur Stand by Medikation. Zusätzlich kauften wir uns in Sambia noch Fanzidar,
außerdem haben wir einige Malariatests dabei. Das ist hier der neueste Stand der Forschung.

Mit dem was ich heute weiß, würde ich in Namibia nur in und kurz nach der Regenzeit Prophylaxe nehmen, bis kurz hinter Windhoek, und in Sa das gleiche, hier auch nur Kruger Park bis Kwazulu Natal.

Es gibt in Südafrika und Namibia genügend Kliniken in erreichbarer Nähe, vielleicht extreme Touren
ins Hartmannstal mal ausgenommen, wo man sofort einen Test machen und die entsprechende Medikation bekommt. Ein Malariatest in Tansania kostete in einer Dispensary 50 €Cent, der Test den wir dabei haben kostet in SA 5 € in der Apotheke.

Soviel dazu.

Bei obiger Reiseberatung bekamen wir auch eine Cholera Impfung,
ein oral verabreichter Cocktail ohne Nebenwirkungen,
von dem man in D noch nie gehört hat, da gibt es
immer noch eine Injektion eines Mittels mit erheblichen Nebenwirkungen.

Die Impfung verleiht außerdem noch dem Magen eine gweisse Resitenz gegen
allerlei Übeltäter, die Magenprobleme verursachen können wie E-Coli.
Wir nahmen die Cholera Impfung wegen Simbabwe)

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen,

Grüße aus dem Gorongosa NP in Mosambik,

Beate
2'048 Beiträge · seit 200715. Okt. 2009 · #9
Hallo Beate,

Artemisia ist ein Produkt aus einer Pflanze der Beifußgattung mit ca. 250 Arten. Dazu gehören auch z.B. Estragon, Wermuth und Beinwell. Beifußgewächse werden in verschiedensten Bereichen als pflanzliche Heilmittel eingesetzt. Die Wirkung speziell als Malariaprophylaxe ist m.W. nie wissenschaftlich belegt worden.

Zu den Schluckimpfungen: Solche Impfungen sind in Deutschland nur für Typhus zugelassen. Früher gab es auch die Impfung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitits) als Schluckimpfung - da werden sich viele Fomis daran erinnern. Der Nachteil ist, dass nach einer solchen Impfung mit abgeschwächten Erregern eine Aktivierung im Darm stattfinden kann. Davon bekommt der geimpfte nichts zu spüren, aber er scheidet infektiöse, völlig aktive Erreger mit dem Stuhl aus. Die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung wurde deshalb auch aus dem Verkehr genommen, weil es zu vermehrten Ansteckungen ungeimpfter Erwaschener z.B. beim Wickeln geimpfter Kleinkinder gekommen war.

Dieses Problem gibt es natürlich nicht mehr, wenn drum herum alle geimpft wären.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 15. Okt. 2009
Gast15. Okt. 2009 · #10
Ja, ich weiß dass Artemisis ein pflanzliches Produkt ist,
und da es als Nahrungsergänzung auf dem Markt ist,
kann ich es sogar empfehlen und auch weitergeben.

Meinetwegen stopft euch weiterhin Chemie rein,
wenn renommierte Ärzte in SA dazu raten,
und es dutzende von Menschen in den verschiedensten Ländern Afrikas bestätigen,
benötige ich keine wissenschaftliche Studie mehr.

Artemisia wird bereits in einigen Ländern von Communities angebaut,
in diesen Versuchs-Dörfern hat sich herausgestellt,
dass die Wirkung den Menschen mehr hilft,
als der regelmäßige Gebrauch eines Moskitonetzes,
den sich in manchen afrikanischen Ländern nicht alle Menschen leisten können.

Und dass ein Moskitonetz hilft, obwohl kein Medikament
mit Versuchsreihen, ist ja wohl unumstritten.

Zur Choleraimpfung, die für unsereins übertrieben ist,
wenn aber schon, dann ein Produkt ohne Nebenwirkungen.
Aber es war eine zeitlang bötig um nach Simbabwe zu kommen,
bzw. wieder hinaus ( Sambia ).

Eine solche Schluckimpfung ist etwas,
was sich in SA innerhalb weniger Minuten erledigen lässt.

Viele Grüße,

Beate