Kgalagadi oder Etosha??

17 Antworten · 5'528 Aufrufe · gestartet 21. Feb. 2006 von melli
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Themenstarter14 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #1
Moin, Ihr lieben Spezialisten!!
Wir wollen im November für 23 Tage Namibia und Südafrika besuchen. Nun steht die Frage: Kgalagadi oder Etosha?? Eigentlich wollten wir nur den Süden Namibias (ab Windhoek) ansehen, da wir keinen Bock auf eine Malaria-Prophylaxe haben und diese für Etosha wohl dringend nötig ist.
Deshalb hatten wir uns den Kgalagadi NP ausgesucht. Wer war schon mal dort? Ist er eine empfehlenswerte Alternative zu Etosha? Oder ist man nur in Namibia gewesen, wenn man auch Etosha gesehen hat? Ich habe gelesen, daß Kgalagadi ein toller Geheimtipp sein soll.
Mich würden nun Eure Erfahrungen und Meinungen dazu interessieren.
Danke dafür schon vorab und viele Grüße
melli.
7'267 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #2
hallo melli

die beiden parks sind nicht vergleichbar aber beide wunderschön. der etosha np wird von der salzpfanne dominiert und hat eine unglaubliche tiervielfalt. der kgalagadi np ist teil der kalahari mit viel sand und dünen. die tierwelt ist auf das wüstenklima angepasst, so siehst du keine elefanten und auch fast keine giraffen. dafür natürlich unmengen von oryx, springböcken und gnus. du hast recht gute chancen auf löwen.
im kgalagadi sind viel weniger leute unterwegs als im etosha. die camps finde ich schöner.
wenn du sagst, ihr seit im süden unterwegs, dann würde ich in den kgalagadi np (und auch in den augrabies np) gehen und mir die etosha für ein anders mal aufheben 🙂
einige bilder des kgalagadi haben wir hier: www.big5.ch

chrigu
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127 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #3
Hallo,

wir werden im Oktober in Etosha sein. Ist eine Malaria Prophylaxe wirklich dringend nötig??

Gruß Dina
291 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #4
Hallo Dina,

in der Regenzeit hätte ich gesagt ja, im Oktober bin ich mir nicht sicher was Malaria Prophylaxe angeht.

Letztendlich hängt es auch davon ab ob ihr noch Richtung Kuene wollt, da würde ich dann eh was nehmen...

Viele Grüsse.
Christian

P.S.: Gerade beim Thema Malaria Prophylaxe hat jeder seine eigene Meinung. Ich persönlich nehme lieber was, liegt vielleicht aber auch daran das ich keine Nebenwirkungen habe. Glück gehabt...
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127 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #5
Hallo Christian,

vielen Dank. Wir sind ganz "klassisch" von Okaukejo bis Naumotoni unterwegs (insg. 5 Übernachtungen). Im vergangenen Jahr waren wir im Sept./Okt. im Krüger Park und habe auf Prophylaxe verzichtet, deshalb bin ich sehr unsicher. Welches Mittel hast du denn eingenommen?


Gruß Dina
291 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #6
Wir hatten bisher immer Lariam. Zugegeben ein echter Hammer, aber Nebenwirkungen hatten wir keine. Wir haben es immer Abends genommen und dann ab ins Bett. War mal so ein Tipp den ich bekommen hatte. Ob es was gebracht hat, keine Ahnung....

Ach so, viel Trinken soll helfen die Nebenwirkungen zu vermeiden.

Viele Grüsse.
Christian
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Gast21. Feb. 2006 · #7
Hallo Melli,

wie Chrigu schon sagte, sind beide nicht vergleichbar, jedoch wunderschön. Zum Kgalagadi muss man wissen, dass man mit einem normalen PKW nur den südafrikanischen Teil befahren kann. Da man sich mit einem PKW -mit zwei Ausnahmen- in den Flusstälern des Auobs und des Nossobs bewegt, sieht man an weiten Strecken in einem normalen PKW weniger, da der Flusssand, der beim Graden der Straßen an die Seiten transportiert wird, die Sicht einschränkt.

Mit einem 4x4 hat man die Option, sich auf zusätzlichen Wegen und im botswanischen Teil zu tummeln. Für die Anreise sollte man sich -egal, mit welchem Fahrzeugtyp!- bei Bokspits auf die botswanische Seite begeben, die auf nahezu der gesamten Strecke um Klassen besser ist als die südafrikanische Rüttelstrecke. In diesem Fall nach der südafrikanischen Grenzabfertigung in Bokspits an der ersten Abzweigung rechts ca. 500m bis zur Polizeistation fahren. Dort werden die Grenzformalitäten erledigt.

In jedem Fall muss man den Park auf der Seite (Südafrika/Botswana) verlassen, auf der man eingereist ist.

Gruß, Michael<br><br>Post geändert von: Yoshikawa, am: 21/02/2006 14:25
7'267 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #8
Yoshikawa schrieb:
In jedem Fall muss man den Park auf der Seite (Südafrika/Botswana) verlassen, auf der man eingereist ist.
Wir sind, wie uns auch and der Grenze empfohlen wurde, via Botswana in den Park gefahren. Innerhalb des Parks wechselt man ja sowieso ständig das Land. Am Ende des Aufenthalts sind wir beim Südafrikanischen Posten in Twee Revieren vorbeigefahren und haben uns den Südafrika-Einresiestempel geholt und auf der südafrikanischen Seite ausgefahren. Alles ohne Probleme.

Die Fahrt mit einem 4x4 im Botswanischen Teil muss sehr gut sein, leider kann das nur in Gruppen (=mehr als 1 Fahrzeug) gemacht werden.

chrigu
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38 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #9
Hallo Melli,

erst mal muß ich sagen, daß ich noch nicht im kgalagadi Park war, wir aber dieses Jahr dort hin fahren werden.

Meine persönliche Meinung ist die, daß Etosha sehr sehr schön ist, auch total Besuchenswert aber für ein "Muß" der die erste Reise nach Namibia, halte ich ihn nicht........

Wir waren zwei mal ohne Etosha in Namibia und haben ihn dann letztes Jahr im August doch "mitgenommen" war toll, würden aber nicht extra einen Umweg dafür in Kauf nehmen.......wie z.B.für das Tirasgebirge.........

Viel Spaß beim planen und denke daran es ist wahrscheinlich nicht das letzte Mal, daß Du nach Namibia oder ins südliche Afrika reist......

Eva
3'491 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #10
Hallo Melli, hallo Dina,
wir haben einmal Kgalagadi besucht - und werden es bestimmt nie wieder tun. Der schlimmste Pad-Zustand, den wir je in Afrika kennengelernt haben - von der Alternativroute über Botswana, von der Yoshikawa sprach, wussten wir auf der Hinfahrt nichts - erst beim Rückweg. Allerdings soll die Pad inzwischen gepflegt worden und deutlich besser geworden sein. Die Unterkünfte in Twee Revieren waren einfach, aber ganz nett; die dort gebotene Möglichkeit, im Restaurant zu essen, sollte man aber tunlichst nicht nutzen, sondern sich statt dessen aus dem Shop alles Erforderliche holen, um auf Selbstverpflegung umzusteigen. Das gilt ganz besonders für´s Frühstück - schlicht ungenießbar. Die Pads im südlichen Teil des Parks (zu mehr reichte unsere Zeit nicht ) sind mit 2x4 machbar, aber nach unseren Erfahrungen ziemlich schlecht und dazu auch wenig "tier-ergiebig" - wenn man das mit Etosha vergleicht. So gesehen, gäbe es für mich keine Frage, was ich vorziehen würde.- Nun muss ich aber auch zugeben, dass ich mit meinem Negativ-Urteil ziemlich allein bin - vielleicht hatten wir zu hohe Erwartungen oder schlicht Pech.
Malariarisiko im Oktober/November ? - Man spricht dann von der kleinen Regenzeit, d.h. es könnte auch mal regnen - in Etosha eher als im Kgalagadi. Aber nicht sehr wahrscheinlich. Mal abgesehen davon, dass wir ohnehin nicht viel von der medikamentösen Prophylaxe halten, ich würde im Oktober/November in beiden Gebieten ganz sicher keine Prophylaxe machen.
Gruß Joli
Gast21. Feb. 2006 · #11
Hallo Chrigu,

Gruppenfahrten sind in Botswana nur auf den extra zu buchenden (!) Wilderness Trails vorgeschrieben. Die neu erschlossenen Camps im Nordosten des Parks und die Straße in die Mabuasehube Section kann man einzeln und ohne Zusatzkosten befahren. Zu beachten ist, dass es auf der Botswana-Seite nur Campsites und diese in der Regel ohne Wasser gibt. Versorgungsmöglichkeiten sind nicht gegeben.

Habt ihr den südafrikanischen Einreisestempel tatsächlich ohne botswanischen Ausreisestempel bekommen?

Jolis Erfahrungen hinsichtlich der Qualität des Restaurants in Twee Rivieren kann ich voll und ganz bestätigen. Hinsichtlich des Sortiments in den Shops von Nossob und Mata Mata sollte man sich keinen Illsuionen hingeben, man kann damit sein Überleben sichern, mehr aber auch nicht.

Gruß, Michael
7'267 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #12
Habt ihr den südafrikanischen Einreisestempel tatsächlich ohne botswanischen Ausreisestempel bekommen?
Sorry, das habe ich ganz vergessen. wir haben bei der einreise in den park auf der botswanaseite ausstempeln lassen und vier tage später auf der südafrika seite wieder ein. eigentlich wollten wir das am gleichen tag erledigen, dummerweise war das büro schon zu. dann waren wir halt vier tage ohne stempel unterwegs. wir haben uns dazu auch einige gedanken gemacht, die grenzbeamten waren aber sehr freundlich und haben gesagt das sei kein problem.

strasse und essen kann ich auch bestätigen. trotzdem ist es sehr reizvoll wenn man genügend zeit mitbringt. ein 4x4 ist wegen des komforts von vorteil.

gruss chrigu
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655 Beiträge · seit 200621. Feb. 2006 · #13
hallo melli, unsere erfahrungen mit dem kgal. liegen schon etwas zurück, und im etosha waren wir noch nicht, obwohl seitdem schon 5x in namibia. wir waren in einem wohnmobil bzw. vwbus unterwegs, jedem der drei camps je 2 nächte. wie oben geschrieben ist der erhöhte sitz sehr sinnvoll, sonst kuckt man unter umständen nur auf sand rechts und links. es ist eine wunderschöne landschaft, und man hat die chance auf viele tiere, besonders auch vögel. da die zahl der plätze in den camps begrenzt ist (rechtzeitig buchen!), gibt es nicht die menge an besuchern, wie ich es auf bildern im etosha gesehen habe. und wenn ihr eh mehr im süden bleiben wollt, ist augrabies auch ein sehr lohnendes ziel. und etosha..., wenn es euch erstmal gepackt habt, kommt ihr sowieso wieder. (bei uns geht es zum glück in 5 wochen wieder los😄 lb gruß von helga
www.goamus.de (da gibt's auch bilder vom park)
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935 Beiträge · seit 200627. Feb. 2006 · #14
Hallo Melli,
ich war im November 2005 im Kglagadi NP. Die Straße vom Abzweig wurde im November geteert, allerdings waren nur die ersten 10 km fertig. Die restliche Strecke war gut zu befahren.
Wie schon von Joli erwähnt, ist das Restaurant in Twee Rivieren nicht zu empfehlen. Im Shop gibt es eine gute Auswahl an Fleisch etc. das für einen herrlichen Braii geeignet sind. 100mal besser als das Restaurant.
Wir hatten als Unterkünfte die Campsite Twee Rivereen, Nossob, Kalahari Tented Camp und Kieliekrankie wilderness camp gebucht. Die Reservierung und Bezahlung hat super gut geklappt. Weitere Informationen erhältst du unter http://www.sanparks.org/parks/kgalagadi/
Falls ihr mehrere NP in RSA besuchen wollt lohnt sich der Kauf der Wildcard. Auch dazu gibt es Infos bei sanparks. Die Karte selber kannst du an der Rezeption des NP kaufen.
Um möglichst viele Tiere sehen zu können solltest du direkt morgens nach Öffnung der Tore auf Pirschfahrt gehen. Frühstücken kannst du unterwegs an den Rastplätzen wie z.b. Melkvlei. Dort sind inzwischen gute, Löwen sichere, Sanitäranlagen vorhanden.
Viel Spaß
Gruß
Rebecca
2'732 Beiträge · seit 200628. Feb. 2006 · #15
Hallo Rebecca,

die Strasse die die meinst ist im desolaten Zustand wieder - es hatte derartig heftig geregnet, dass die Arbeiten von Neuem beginnen sollen.

Die Loewensichern Klos haben mir damals auch gefallen! Die Picknickplätze sind es aber nicht!

Beide Parks sind um diese Jahreszeit eine Reise wert. Die letzten verbliebnen Wasserlöcher locken zahlreiche Tiere und du kannst praktisch darauf warten, dass eines vorbeikommt.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
53 Beiträge · seit 200601. März 2006 · #16
Hallo Melli,
habe eben per Zufall einige schöne Bilder vom Makgadikgadi National Park entdeckt. Hier der Link: http://www.reisen-botswana.com/Meno.html
Ich war selbst einmal vor über 30 Jahren dort in der Gegend, aber damals gab es dort nichts als Staub und Hitze. Wenn ich die Bilder sehe, scheint das jetzt ganz anders zu sein.
Viel Spass.
Beste Grüße,
Reimer
Namibia f&uuml;r Selbstfahrer www.namibia-diy.com
2'732 Beiträge · seit 200601. März 2006 · #17
Reimer,

Kgalagadi hat nichts mit Makgadikgadi zu tun. Das sind zwei verschieden Nationalparks!
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
53 Beiträge · seit 200602. März 2006 · #18
Hallo Andreas,
sorry, Du hast völlig recht, die beiden Parks haben nichts miteinander zu tun, außer dass sie beide in Botsuana sind. Ich habe da auf die schnelle nicht genau hingesehen.
Grüße, Reimer
Namibia f&uuml;r Selbstfahrer www.namibia-diy.com