Enteignungsdebatte nun ad acta ?

49 Antworten · 29,9k Aufrufe · gestartet 20. Dez. 2004 von Gast
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ThemenstarterGast20. Dez. 2004 · #1
Zu Beginn des Jahres wurde sehr hitzig über Farmenteignungen in Namibia berichtet. Was ist aus den Farmern geworden, die Briefe bakamen, in denen sie aufgefordert wurden, ihre Farm zum Kauf anzubieten ? Oder schwillt da noch etwas...???

Hat die namibische Regierung doch aus den Zimbabwe - Fehlern gelernt ?
ThemenstarterGast20. Dez. 2004 · #2
Hallo Gast,
die "Enteignungen" ruhen bis auf Weiteres. Es wird sicherlich nichts neues geben ehe Pohamba im März das Präsidentenamt antritt.
Viele Grüße
Christian
ThemenstarterGast20. Dez. 2004 · #3
Hallo lieber Gast,
mir scheint das Thema auch etwas sehr hoch aufgehängt gewesen zu sein.Wenn man sich vergegenwärtigt, dass noch nicht einmal 20 Briefe dieser Art versendet worden sind ( davon 2 oder 3 an schwarze Neufarmer !!)und die darin genannten Fristen ganz überwiegend ohne Angebotsabgabe verstrichen sind, ohne dass irgendwelche Sanktionen bekannt geworden wären, dann reduziert sich m.E. diese Aktion dann doch auf eine Wahlkampf-Kampagne. Natürlich ist das Thema damit nicht vom Tisch, aber der Druck ist raus. Man kann offensichtlich wieder vernünftig miteinander reden und verhandeln, wobei auf beiden Seiten die Bereitschaft gewachsen zu sein scheint, aufeinander zuzugehen. Für mich als Besucher war es nur überraschend, dass kein Farmer so richtig auf dieses Thema anzuspringen scheint - als wäre es ein "Unthema". Vielleicht liegt´s aber auch daran, dass eine öffentlich angeheizte Diskussion darüber für nicht hilfreich angesehen wird.
Gruß Joli 😄
ThemenstarterGast05. Feb. 2005 · #4
Hallo!

Dafür, dass es eine "Wahlkampfaktion" war, hat das Ganze nach Aussagen einiger von uns besuchten Farmbetriebe einen ziemlichen Rückgang der Besucherzahlen in 2004 ausgelöst. Wir haben erst während unserer Reise von diesem Spiegel-Artikel (habe ihn nie gelesen) erfahren, aber in Deutschland gab es bereits wieder einige "Paniker", die uns fragten, ob wir den von den "Herrero-Aufständen" etwas mitbekommen hätten...

Es ist immer das gleiche - Medien greifen eine Sache auf, interpretieren sie in ihrem Sinne und kein Mensch denkt an die Auswirkungen vor Ort. Habe gerade mal eine Farmpächterin angemailt, ob sie etwas vom Fortgang der Geschichte weiß. Wäre ja schön, wenn es sich wirklich nur um "falschen Alarm" gehandelt hätte.

Gruß

Ingo
ThemenstarterGast05. Feb. 2005 · #5
Hallo Ingo,
ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich hier um "Fehlalarm" gehandelt hat. Dafür ist das Thema zu stark emotionalisiert und auch politisch zu hoch aufgehängt. Dem Vernehmen nach hat es inzwischen ja wohl auch eine Art "Nachfassaktion" gegeben. Richtig ist aber bestimmt auch, dass die Uhren in Afrika anders gehen - und das ist bei manchen Themen so verkehrt nicht.
Dass die Buchungszahlen teilweise massiv eingebrochen sind, ist hier und an anderer Stelle schon mehrfach mit dem Thema "Landenteignung" in Zusammenhang gebracht worden; ich meine, dass daran auch Zweifel erlaubt sein müssen: Namibia ist für uns Deutsche von einem ausgesprochen günstigen zu einem ausgesprochen teuren Reiseland geworden; der deutliche Zuwachs von Backpacker-Touristen zeigt m.E. einen Touristenwandel an - und das bekommen gerade Gästefarmen besonders deutlich zu spüren. Vermutlich aber werden hier mehrer Faktoren kumulierend zusammenwirken.
Gruß Joli
ThemenstarterGast15. Feb. 2005 · #6
Wer hat davon gelesen, ob Farmer wieder Enteignungsbriefe bekommen haben ...
ThemenstarterGast15. Feb. 2005 · #7
Hallo Gast,
ich habe davon gelesen - mag aber schon einen Monat her sein. Geh doch mal in das Archiv der AZ . Da müsste der Artikel bestimmt noch aufrufbar sein.
Gruß Joli
ThemenstarterGast15. Feb. 2005 · #8
Der Artikel steht in der AZ unter Politik am 21.01.05....
ThemenstarterGast16. Feb. 2005 · #9
" Enteignungen" ruhen bis auf Weiteres von Christian.

Das stimmt nicht ganz. Es sind 25 Farmer, die einen Brief erhalten haben, und meine Eltern sind momentan am verhandeln mit
Hr. Pohamba. Das ganze soll noch vor dem 21. März über die Bühne gehen.

Gruss

Uschi 🙁
ThemenstarterGast23. März 2005 · #10
Uschi, gibt es dazu neue news ???
ThemenstarterGast23. März 2005 · #11
hallo Herbert,

nein leider nicht.

gruss
Uschi
ThemenstarterGast23. März 2005 · #12
Hallo Herbert, hallo Uschi,

ich fände es nett, solche Dialoge per PN abzuwickeln. - Danke!

Gruß, Michael
ThemenstarterGast23. März 2005 · #13
Hallo Michael,

das finde ich nicht, micht interessiert das Thema auch.

evy
ThemenstarterGast25. März 2005 · #14
Yoshi,
wenn Du es so ertrebenswert findest, die elementaren Themen der
jungen Republik Namibia quasi hinter den Kulissen zu diskutieren,
warum setzt Du nicht Zeichen und folgst Deinem Imp.., pardon,
impetus?
Evelyn"..", mich auch! Aber es wird immer schwerer, objektive
Beiträge zu finden. Was, oder wer, lässt nach, bei der Suche....?
Na kommt Ihr erstmal zurück! Die alten Lesenden hier, freuen sich
auf Euren Erlebnisbericht. Wetten, Afri... Osei, Can.. halten nicht Stand,
wenn es um Hintergrund- und Erfahrungsberichte geht?
Wer viel liest, wird geduldig
ThemenstarterGast25. März 2005 · #15
@evelyn und Gast

Es ging mri nicht um das Thema als solches, sondern den Dialog "Gibt`s was Neues? - Nee!" Solche Dialoge sollte man m.E. privat abwickeln.

Hinsichtlich der politischen Entwicklung in Namibia reicht es schon, regelmäßig die Web-Ausgaben des Namibian www.namibian.com.na und der Allgemeinen Zeitung zu verfolgen www.az.com.na.

Von besonderer Bedeutung erscheint mir hier, die vom Parlament beschlossene Gründung einer nur dem Präsidenten verantwortlichen Jugendmiliz in der letzten Sitzung des alten Parlaments. Sinn und Zweck der Miliz wurde nicht bestimmt.

Es gibt also schon Neuigkeiten! Nur allein auf eventuelle Landenteignung zu schauen, verstellt u.U. den Blick auf die Tatsache, dass auch in Namibia möglicherweise nach und nach die Strukturen für eine Einparteienherschaft geschaffen werden.

Gruß, Michael
ThemenstarterGast25. März 2005 · #16
Okay Yoshikawa,

aber Uschi hat ja keine öffentliche Mailadresse, vielleicht kam unter andrem deshalb die Nachfrage im Forum und vielleicht kennen sie sich gar nicht?

Das von Uschi genannte Datum war abgelaufen, deshalb hätte es gut sein können, das sie von einem neuen Verhandlungsstand hätte berichten können.

Danke für den Link.

evy
ThemenstarterGast10. Apr. 2005 · #17
Man muß bei dieser Debatte eben auch mal bedenken, wieviel LAnd in den Händen von Deutschen ist, im Vergleich zum Bevölkerungsanteil und Landesbesitz "Einheimischer" ( ich weiß, dass deutsche auch Einheimische sind, aber trotzdem).
ThemenstarterGast10. Apr. 2005 · #18
Wem bringt eine Enteignung ( `s-debatte) etwas und wer hat wirklich Vorteile? Will man die Zustände wie in anderen afrikanischen (Nachbar-)Ländern?Wie bekannt ist,existieren die Farmen der "Weißen" auch nicht gerade im finanziellen Überfluß- wie sollen die Farmen existieren, wenn sie enteignet, aufgeteilt und dann ohne "Gäste"-Farming sind?

Dies habe ich in Namibia immer wieder gehört.Wer kann dazu sachliche(!) Beiträge liefern?
ThemenstarterGast11. Apr. 2005 · #19
Hallo Gast,

ohne die Geschichte SWAs/Namibias seit Mitte des vorvergangenen Jahrhunderts zumindest in seinen Grundzügen zu kennen, ist m.E. ein seriöser Einstieg in eine Diskussion kaum möglich. Zu viele Einflüsse aus der Vergangenheit spielen hier für Namibia -und auch die anderen Staaten des Südens Afrikas- in der Landfrage eine Rolle. Eine Diskussion, ausschließlich auf dem Status Quo beruhend, führt in jedem Fall in die Irre.

Daher mein Tip:
Googeln, Wikipedia, Amazon, örtliche Büchereien.

Gruß, Michael
ThemenstarterGast11. Apr. 2005 · #20
dieses forum wurde mir empfohlen:als lebendig,auskunftsfreudig aber mit elitären zügen...
aber danke für den klasse tipp.
werde nicht noch einmal stören.
Gast
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