Topobär5'480 Beiträge · seit 200924. Aug. 2009 · #21Auch wenn ich Euch enttäuschen muss. An die ostafrikanischen Safarikosten (Eintrittspreise + Unterkunftskosten) kommt Botswana noch nicht heran.
Ich sehe das Ganze ansonsten recht leidenschaftslos. Es gibt in Afrika genug Reiseziele, so dass ich immer was nach meinem Geschmack finde. Jedes Land muss selbst herausfinden, welcher Weg der richtige für es ist. Das läuft letztendlich nach Marktwirtschaftlichen Gesichtpunkten. Wie bekommt man den Größten Gewinn bei minimalem Impact in den Nationalparks. Gibt es genug Reisende mit großem Geldbeutel, geht die Rechnung auf. KlappTs nicht, wird man das Rad wieder zurück drehen.
klaus63630 Beiträge · seit 200824. Aug. 2009 · #22Hallo Christian,
wenn eine geringere Besucherzahl gewünscht wird, dann dürfte diese 2010 ff. von alleine eintreten und zwar in einem ganz anderem als dem gewünschten Bereich. In der Presse kann man hören, dass gerade aus USA und GB die Fernreisen sehr sehr deutlich nachlassen. Dies wird man wohl erst 2010 spüren. Die ganzen Luxusunterkünfte werden es vielleicht gar nicht so einfach haben, ihre Kapazitäten 2010 und in den Folgejahren zu füllen. Wenn dann auch noch die "Privatfahrer" von den Parks ausgeschlossen werden, könnte Botswana einen sehr deutlichen Besucherrückgang erleben.
Vielleicht erleben wir es ja noch, dass Botswana wie die Seychellen mit "affordable Botswana" wirbt.
Gruß
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #23Hi Klaus,
stimme Dir zu... und zudem diskutieren wir mit dem möglichen "Ausschluss von eigenen Fahrten" über etwas was nirgends anscheinend geschrieben steht, auf keiner Regierungsseite auftaucht, in keiner Zeitung steht etc. Vielleicht eine Ente?!
Vielleicht kommt es ja ganz anders bzw. alles bleibt beim alten 🙂
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Duma273 Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #24Nächstes Jahr will ich auch nach Botswana. Mein Ziel wäre die Kalahari. Wenn die das durchziehen möchten können sie eigentlich nur den Park für private bzw. Mietfahrzeuge sperren. Ansonsten könnte ich mir ja den ganzen Tag zeitlassen um von Camp A nach Camp B zu kommen. Außerdem gibt es im CKGR Camps mit nur wenigen Stellplätzen, teilweise nur einen. Soll da jemand auf einen warten um vielleicht einen Gamedrive zu machen? Da wünsche ich der Regierung von Botswana viel Spaß beim umsetzen des Gesetztes. Ich hoffe das es nicht so schlimm wird. Ansonsten ist Afrika ja ziemlich groß mit genügend alternativen. 😉
Jürgen
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200731. Aug. 2009 · #25Hi,
na lasst uns doch abwarten, wie es letzendlich wird. So oder so werden wir nichts ändern können.
Ich habe für März 2010 alle Camps ohne Einschränkungen gebucht und bestätigt bekommen und wie Duma schon schrieb - wie sollten sie den Gesetzentwurf z. B. in der Centralkalahari umsetzen wollen?
Da es das Gesetz schon seit 3 Jahren gibt/b zw. geben soll - warum musste es dann jetzt noch einmal extra unterschrieben werden?
Vielleicht drehen die Behörden einfach zur WM 2010 durch und denken jetzt kommen 2010 abertausende von Extra Touris?
Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
LLLa Leona2'780 Beiträge · seit 200701. Sept. 2009 · #26Wenn davon gesprochen wird wer in Botswana game drives "führen" darf, (to conduct = führen, begleiten, Reiseleiter = Tourconductor) dann ist klar von kommerziellen Safarianbietern die Rede, das hat nichts mit einer Selbstfahrertour im gemieteten 4x4 mit auswärtigem Kennzeichen zu tun.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Sept. 2009 · #27Hi La Leone,
mal abgesehen davon, dass keiner weiß wie was wann geplant ist, wie kommst Du darauf:
Wenn davon gesprochen wird wer in Botswana game drives "führen" darf, (to conduct = führen, begleiten, Reiseleiter = Tourconductor) dann ist klar von kommerziellen Safarianbietern
Natürlich ist es kommerziell, alles ist kommerziell und auch wenn die Führungen von den "Campaufsehern" durchgeführt werden sollen (damit eben keiner alleine fährt) wird das nicht umsonst sein. Demnach würde es auf den Fall (wenn er eintritt) wahrscheinlich/vielleicht auch zutreffen.
Sonnige Grüße
Christian
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LLLa Leona2'780 Beiträge · seit 200701. Sept. 2009 · #28Als Selbstfahrer im gemieteten Auto habe ich keinen kommerziellen Gewinn, ich bin für den lokalen Tourismus keine Konkurrenz sondern eine Einnahmequelle einer spezifischen Sparte von Tourist. Individual reisender Tourist.
Ich bin der Konsument und habe keinen Erwerb aus meiner Aktivität als selbstfahrender Tourist, auch nehme ich niemandem Arbeit weg.
Es sieht anders aus zB für Rotelbusse, Overland Touren, geführte Selbstfahrertouren wie von Britz, Rotunda etc mit auswärtigen Reiseleitern. All diese Unternehmen haben einen kommerziellen Gewinn und sind für botswanische Arbeiter / Unternehmen eine Konkurrenz.
Es ist schon möglich dass ich im Unrecht bin, aber die Wortwahl müsste dann ev. anders lauten zB: "individual tourists are not allowed to drive their vehicles inside the parks for the purpose of game viewing".
gruss leona
GEGernot EickerThemenstarterGast01. Sept. 2009 · #29moin,
in Botswana haben die POlitiker folgendes vor: ausländische(!) Fahrzeuge dürfen in die Parks zu den Campingplätzen fahren. Gamedrives werden denen aber nicht erlaubt. Das machen örtliche Unternehmer. Man könnte das vergleichen mit einer Hotelanlöage, zu der man hingefahren ist, um von dort aus mit hoteleigenen Fahrzeugen einen Gamedrive zu machen. Nur, das "Hotel" ist eine Ansammlung von Einzelzelten und/oder Campingfahrzeugen.
Ich halte das für machbar, denn jeder Camper muss sich ja anmelden und braucht eine Genehmigung. So ist es für die Behörde relativ einfach, den Bedarf an Game-Drive-Fahrzeugen zu ermitteln und die dann auch bereitzustellen.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200601. Sept. 2009 · #30La Leona schrieb:Es schrieb:
Hallo la Leona,
ich bin ganz auf deiner Linie und sehe das ähnlich!
Nur in einem Punkt sehe ich es eine Nuance anders
klar die Individis nehmen keine Arbeitsplätze weg, aber - sie schaffen auch keine.
Die Zeit wird es zeigen und wenn es so weit kommen sollte werde ich mich halt
als offizieller Kalahariseepferdchenforscher anmelden die dürfen dann driven 🙂
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Topobär5'480 Beiträge · seit 200901. Sept. 2009 · #31@Gernot Eicker
Wenns nur das ist, werden sich die großen 4x4-Vermieter wie z.B. Britz eben auch in Botswana zugelassene Fahrzeuge anschaffen.
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200601. Sept. 2009 · #32Fakt ist zur Zeit lediglich, dass seit 01. September per Gesetz die Arbeit ausländischer Reiseunternehmen vereinfacht wurde. Geplant war eine Einführung bereits ab 01. Juni, aber dann hat man das Gesetzesblatt nicht rechtzeitig veröffentlicht bekommen.
Man bezahlt eine Jahresgebühr von 2.000 US$ und darf dann mit einem vorbezeichneten eigenem Fahrzeug und einem vorbezeichneten eigenem Tourguide kreuz und quer durch Botswana fahren. Allerdings nicht in die Nationalparks und Game Reserves. Die sind weiterhin nur in Botswana komplett registrierten Unternehmen vorbehalten, die auch nur die speziell eingerichteten HATAB Campingplätze nutzen, somit keine Konkurrenz zu den Selbstfahrern darstellen.
Der Registrierungsvorgang für die Unternehmen ist ähnlich wie in Namibia und Südafrika, also keine regionale Besonderheit. Arbeitsvisa für Dolmetscher werden weiterhin normal vergeben. ( Namibia ist übrigens das einzige Land im südlichen Afrika, was zur Zeit noch keine gesetzlich geregelte Tourguideausbildung hat).
Ein Grund war, das man festgestellt hat, dass Botswana in den Letzten Jahren nicht über genügend ausgebildete und registierte Tourguides verfügt, um den Bedarf zu decken. Zusätzlich hat AIDS hier verheerende Lücken geschlagen. Was meint ihr denn, wieso die Buchungslage mit Botswana in den letzen Jahren so kompliziert geworden ist? Die Botswanesen sind nicht dümmer geworden, sondern nur toter. Wir haben es jetzt bereits überall mit kurz angelernten Aushilfskräften in den Buchungsbüros zu tun.
Und wer einmal mit der privatisierten Buchungsabteilung - grundsätzlich die richtige Richtung - für ein Teil des Central Kalahari Nationalparks zu tun hatte, sucht ob der völlig von der Realität entfernten Vorstellung wie Tourismus funktioniert auch sofort nach verwandschaftlichen Beziehungen der Firmenbesitzer zu Parteigenossen. Man bemühte sich, es zu können.
Pläne zur Tourismussteuerung gibt es zur Zeit in Botswana viele. Es ist halt gerade Wahlkammpf dort.
Eine der Pläne vor 2 Jahren war z.B. in den Geschützten Gebieten 14 mittelpreisige Unterkünfte anzubieten. ( Mittepreisig heißt in Botswana ca 220 Euro pro Person pro Nacht ). Von diesen 14 haben sich nur zwei realisiert - Nxai Pan und Tau Pan Lodge. 12 andere hat man bisher aus unterschiedlichsten Gründen noch nicht umsetzen können. Speziell die bereits vergebenen Konzessionen für "Billigunterkünfte" an den staatlichen Campingplätzen in Moremi wurden wieder zurückgezogen.
Eine der Pläne ist auch, den Jagdtourismus ab 2010 ganz aus dem Programm zu nehmen und dafür die Konzessionsinhaber nördlich des Moremis/Okavango Deltas zu zwingen Campingplätze für Normaltouristen anzubieten. Für eine Umsetzung spricht zur Zeit der Ausbau zu einer echten Schotterstraße von Mababe nach Seronga. Aber proklamiert oder gar Gesetz ist das alles noch nicht.
Schauen wir also einmal, was denn an Plänen tatsächlich in Richtung Verwirklichung geht und was dann so heiß gegessen wird wie es gekocht wird.
Mit sonnigen Grüßen vom Leuchtturm aus Windhoek
Carsten Möhle
jaw2'048 Beiträge · seit 200702. Sept. 2009 · #33Hallo Carsten,
danke dass du das hier endlich klar gestellt hast. Das stochern im Nebel und Kaffeesatzlesen war nicht gerade ermunternd.
Zusätzlich hat AIDS hier verheerende Lücken geschlagen. Was meint ihr denn, wieso die Buchungslage mit Botswana in den letzen Jahren so kompliziert geworden ist? Die Botswanesen sind nicht dümmer geworden, sondern nur toter. Wir haben es jetzt bereits überall mit kurz angelernten Aushilfskräften in den Buchungsbüros zu tun.
gut dass auch das hier mal gesagt wird. Die Standardantwort die ich immer wieder (nicht nur in Botswana) erhalte: We lost so much staff....
es gibt aber auch im eigenen Land immer noch viel zu viele, die glauben, dass alle guten Leute von Südafrika oder anderen entwickelten Ländern abgeworben werden.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200602. Sept. 2009 · #34Hallo Carsten,
danke für die informativen wie auch zu gleich nachdenklich machenden Worte!
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch