GEGernot EickerThemenstarterGast23. Aug. 2009 · #1moin,
Botswana ist dabei, es allen auswärtigen Campingfahrzeugen zu verbieten, Gamedrives in den Parks zu machen.
Man darf dann zwar in den Park hineinfahren, muss dann aber seinen Wagen stehen lassen, um mit örtlichen Anbietern herumzufahren.
Wer sich nicht daran hält, muss mit drastischen Strafen rechnen.
Einem On-Dit zufolge soll das Gesetz schon unterschrieben sein.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200623. Aug. 2009 · #2Hi Gernot,
das steht aber "schon immer" (seit 1996) im Gesetz:
"(4) All game drives, walking safaris and other tours shall be conducted only by holders of
professional guide licences issued under the Wildlife Conservation and National Parks Act,
1992, and where relevant the holders of tourist enterprise licences shall ensure that tourists are made aware of any potential dangers that may be encountered around the premises of such enterprises. "
(Quelle: CHAPTER 42:09 - TOURISM: SUBSIDIARY LEGISLATION, TOURISM REGULATIONS
under section 12, 12th July, 1996)
Oder was wurde jetzt konkret neues beschlossen? Vielleicht wird jetzt einfach nur versucht dieses auch wirklich durch zu setzen? Dann gute Nacht Tourismus in Botswana...
Sonnige Grüße
Christian
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Satara89 Beiträge · seit 200623. Aug. 2009 · #3travelNAMIBIA schrieb:Hi Gernot,
Oder was wurde jetzt konkret neues beschlossen? Vielleicht wird jetzt einfach nur versucht dieses auch wirklich durch zu setzen? Dann gute Nacht Tourismus in Botswana...
Sonnige Grüße
Christian
Mich würde mal interessieren, was die wirklichen Gründe dafür sind ?
Geht es nur um Geldmache ?
Also, um den lokalen Safarifirmen und Rangers das Einkommen auch in Zukunft zu garantieren ?
oder nimmt die Zahl der unbegleiteten (bzw. "unprofessionellen") Touristen in den Parks so stark zu, daß es zu Störungen im Park kommt,
so z.B.
Fehlverhalten - wie Störung der Tiere, Zerstörung von Pflanzen, Hinterlassen von Unrat,
Abweichen von zugelassen Wegen u.s.w
sich unnötig in Gefahr begeben ? und eventuell Hilfsaktionen zu provozieren bzw. Schlagzeilen.
Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass durch die Zunahmen von "unbegleiteten" Touristen auch das Fehlverhalten zunimmt.
Die Parks eignen sich in keinster Weise für Massentourismus.
Bei einer ständig steigenden Zahl von Touristen kommt es aber zwangsläufig zur immer stärkeren Belastung der Natur.
Was wäre die Alternative ?
Die Zahlen dogmatisch zu begrenzen oder vielleicht es weiter über die Eintrittsgelder zu regeln, dann könnten sich immer weniger einen solche Safari leisten.
Was wäre denn die Lösung alternativ zum Gesetzesvorhaben ???
Viele Grüsse
S.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200623. Aug. 2009 · #4Hi Satara,
tja, wenn man es begrenzen will/muss, dann geht es wohl nur über das Geld oder Verbote, d.h. entweder Eintrittsgebühren rauf, oder eben geführte (teure) Touren vorschreiben oder Camper ganz verbieten und nur noch die Leute in die sehr teuren Lodges lassen....
Sonnige Grüße
Christian
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Tomcat1'155 Beiträge · seit 200623. Aug. 2009 · #5Das haben sie in Tanzania abgeschaut. Ich finde die Idee gar nicht so schlecht
Botswana ist in den letzen Jahren zu einer Art Safari "Fun" Land verkommen. Man saugt sich ein paar Infos aus einem Forum mietet einen 4*4 und los geht’s .
Naiv und unbedingt abenteuerlustig . Alles ist planbar könnte man meinen. Wenn es brenzlig wird, man irgendwo in der Pampa abgesumpft ist, sich im Busch verfahren hat , wird vielen erst bewusst was Wildnis ist. Da habe ich schon so einige Sachen gesehen.
Eins Beschränkung des Tourismus kann ökologisch gesehen nur ein Vorteil für Botswana sein. Leider wird sich dann der Massentourismus noch mehr auf Namibia konzentrieren.
klaus63630 Beiträge · seit 200823. Aug. 2009 · #6Hallo zusammen!
Ich möchte Sinn und Zweck der anscheinend geplanten Einschränkung des Selbstfahrertourismus in Botswana gar nicht diskutieren. Jedes Land hat das Recht zu bestimmen, ob und wieviel und welchen Tourismus es haben will.
Genauso muss jeder Tourist entscheiden, ob er ein Land unter den gegebenen Bedingungen besucht.
Mir geht es um´s Praktische:
Es werden ja schon eifrig die Camps im Moremi, Chobe und co. für 2010 gebucht. Moremi soll Juli 2010 sogar schon ausgebucht sein. Welchen Sinn macht es denn 3rd Bridge oder Xakanaxa zu buchen, wenn man diese Camps ev. nur auf einem festgelegten Weg anfahren darf und sonst nicht selbst herumfahren darf? Diese Camps dürften doch konsequenterweise ab sofort nicht mehr für Selbstfahrer buchbar sein. Gibt es bei der Buchung durch den DWNP irgendwelche HInweise auf diese Einschränkung?
Gruß
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200623. Aug. 2009 · #7Hi zusammen,
hoffe, dass Gernot uns Aufklärung geben kann, denn - wie ich geschrieben habe - gibt es das Gesetz dazu ja bereist seit 1996.
Gernooooot, bitte, Quellen, Berichte, weitere Informationen dazu...
Sonnige Grüße
Christian
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GEGernot EickerThemenstarterGast24. Aug. 2009 · #8moin Christian,
am Wochenende bin ich nach 4 Wochen Botswana zurückgekommen. In Maun habe ich einen eigenen Wagen mit Camping-Ausrüstungseit über 20 Jahren.
Es ist klar, dass man nach so langer Zeit viele "Locals" she gut kennt bzw. mit denen befreundet ist. Die haben alle übereinstimmend gesagt, dass ich es ja gut hätte, da ich weiterhin Gamedrives etc. unternehmen könnte, da mein Auto ja eine Bots.Nr. hätte.
Mit der neuen Regelung will man verhindern, dass "Horden" von 4x4 -vor allen Dingen aus ZA- die Parks vermüllen und die Einrichtung beschädigt.
Es ist klar, in die Parks darf jeder mit Permit, doch der "innerparkliche" Verkehr wird verboten.
Die Gamedrives werden von örtlichen Unternehmern durchgeführt. Das soll dazu beitragen, dass die örtliche Bevölkerung mehr an ihren Gebieten verdient.
Auch das soll verhindern, dass die Parks nur so als Spielplatz genutzt werden.
Wann diese Regelung Gesetz wird, konnte mir keiner sagen. Doch "unterschrieben" ist schon alles!!!
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #9Hmmm, wie soll denn das gehandhabt werden?
Beispiel: Ich habe für den 1. Sept. meinetwegen das Thrid Bridge Camp gebucht, für den 2. Sept. Xakanaxa, für den 3. Sept. North Gate usw... Ich muss dann ja mit meinem Miet-4x4 von A nach B. Wird mir dann - wie zu alte DDR-Zeiten - vorgeschrieben, nach wie vielen Stunden/Minuten ich das nächste Camp zu erreichen habe? 😕
Na, das sind ja tolle Aussichten! Ich will mal egoistisch denken und hoffen, dass diese Reglung - obwohl wahrscheinlich vonnöten - so schnell noch nicht umgesetzt wird. Wir wollen nämlich in 3 Wochen in den Parks sein.
LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955
Fotobuch Kruger National Park 2025:
https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #10Hi Gernot,
Wann diese Regelung Gesetz wird, konnte mir keiner sagen. Doch "unterschrieben" ist schon alles!!!
Es ist ja bereit seit 1996 Gesetz (siehe mein erster Beitrag dazu)... ich gehe dann davon aus, dass es jetzt einfach nur erst umgesetzt werden soll.
Sonnige Grüße
Christian
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fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200824. Aug. 2009 · #11Hallo,
jetzt rein zur Interpretation - das was wir machen hat m.E. nichts mit "All game drives, walking safaris and other tours shall be conducted only by holders of
professional guide licences issued under the Wildlife Conservation and National Parks Act.." zu tun.
Wir besuchen die Parks.
Nach meinem Verständnis geht es darum, dass nur lizensierte Unternehmen sowas kommerziell anbieten dürfen - also Du kannst nicht in D einen Bus kaufen und dann in BW in den Parks Safaris veranstalten, das darf nur der lizensierte Operator - ich denke mit privaten Besuchen der Parks hat das nichts zu tun und das steht auch nicht wirklich da.
Gruss
Christian
PS: ... und dass man in BW nur noch in die Camps fahren darf und dann dort die Leute zu den Gamedrives abgeholt werden, dass glaubt Ihr doch hoffentlich selbst nicht ... das würden die Jungs logistisch nie auf die Reihe bekommen. 🤪
alles rein subjektiv !!!!
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #12Hi Fordfahrer,
nein, das Gesetz bedeutet, dass Game Drives, Wanderungen jeglicher Art etc nur von professionellen Guides unternommen werden dürfen. Du fährst ins Camp und von dort wirst Du dann geführt. Im ganzen Gesetz ist das noch deutlicher geschrieben.
Und zu der Logistik: Jede Lodge oder jeder Campingplatz hat doch irgendwelche "Aufpasser" vor Ort (ist das so bei Campingplätzen, ich bin kein Camper). Da ist es doch kein Problem, dass die Fahrzeuge haben die die Touris umher fahren, oder?
Sonnige Grüße
Christian
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Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #13Hallo,
ob das nun so ist oder nicht mag ich nicht wirklich beurteilen, nur so viel..
klar haben die Camps Fahrzeuge, nur die stehen ja den Campbesuchern in erster Linie zur Verfügung (denk ich mal)
und ob jemand beim Campingplatz oder einem Camp Tagelang mit seinem Auto auf podenzielle Kunden wartet zweifle ich mal sehr an.
Auch scheint es mir bei der relativ geringen Dichte an Parkbesuchern nicht wirlich logisch die Pirschfahrten zu verbiten.
Naiv wie ich bin denke ich geht es darum das nur Lizenzierte Unternehmen die Parkwege verlassen dürfen um näher mit den Kunden an die Tiere zu kommen.
Leider habe auch ich schon gesehen wie 4x4-Fanatics sich einen Deut um die vorgegebenen Wege kümmern (Europäer wie Afrikaner) und einen riesen Flurschaden anrichteten.
Schau ma mal - würde Kaiser Franz wohl sagen 🙂
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
klaus63630 Beiträge · seit 200824. Aug. 2009 · #14Hallo,
ich will hier keine Abstimmung über die Auslegung botswanischer Gesetze provozieren, die Idee von Fordfahrer erscheint mir allerdings noch am nachvollziehbarsten. Danach würden die Auswüchse bei den kommerziellen Safaris eingedämmt (gibt es die?) und die Campinglätze könnten nach wie vor von den Privatfahrern auch zum selbständigen Game Drive genutzt werden. Dies würde auch erklären, weshalb die Plätze ohne Einschränkung weiter gebucht werden könnten.
Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass an den Camps wirklich genügend entsprechende Fahrzeuge und ausgebildetes Personal vorgehalten würden (denke gerade an Linyanti. Genau das wäre der Supergau für eine Botswanareise: man fährt in den Moremi und sitzt dann tagelang im Camp, weil kein Fahrzeug oder Fahrer ausfgetrieben werden kann.
Gruß
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #15klaus63 schrieb:Hallo,
Danach würden die Auswüchse bei den kommerziellen Safaris eingedämmt (gibt es die?)
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
es gibt sie nach meiner Meinung.
Beispiel:
Ich kenne einen Landsmann von mir der von der
Schweiz aus diverse Touren anbietet und in den jeweiligen Ländern so Geld verdient bis er die max. Aufenthaltsdauer erreicht hat. Er bezahlt weder Steuern in CH noch sonst wo!
Wie gesagt, als Privatperson nicht als Firma, ob dies wohl Wildwuchs ist?
Gruss VA
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ULUlli931 Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #16Und es gibt ja auch hier im Forum mindestens ein prominentes Mitglied auf das die Klassifikation von VA zutrifft...
Gruß
Ulli
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200924. Aug. 2009 · #17ach ja ??
wer denn ???
na auf jeden fall hat dieser dann den dreh raus !!
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200824. Aug. 2009 · #18um wieder zum Thema zu kommen ...
ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das realisiert werden soll - zählt dann die Anfahrt zu den Camps als Gamedrive oder nicht - oder muss ich mir die Augen verbinden - oder gibt's dann ein Pilot Car? 😛
Das einzig vorstellbare wäre eine generelle Schließung der Parks für Privatfahrzeuge (wie das,glaube ich, teilw. in Kenia der Fall ist) - aber das würde ja das ganze Konzept über den Haufen werfen und zu einem schlagartigen Besucherrückgang führen -z.B. durch uns 🙁 - dass man mehr Ranger einsetzen könnte um off-road Fahrten einhalt zu gebieten, wäre verständlich
Gruss
Christian
... und nicht schon wieder Beschuldigungen - bitte 😎
Topobär5'479 Beiträge · seit 200924. Aug. 2009 · #19In Kenia ist mir kein einziger National Park bekannt, in den man nicht als Selbstfahrer hinein darf.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Aug. 2009 · #20Hi Christian,
wenn es wirklich stimmt, dann ist genau das was Du schreibst die Idee dahinter.
aber das würde ja das ganze Konzept über den Haufen werfen und zu einem schlagartigen Besucherrückgang führen -z.B. durch uns
Oder warum meinst Du hat Botswana die teuersten Übernachtungspreise in ganz Afrika... damit eben wenig Touristen kommen und diese viel zahlen. 50% weniger Besucher, aber die 50% verbleibenden zahlen eben 3x soviel. Geht irgendwie auf die Rechnung - scheinbar!
Nachdenkliche sonnige Grüße
Christian
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