1 Monat Namibia - leider vorbei - Allgemeines

5 Antworten · 1'521 Aufrufe · gestartet 10. Aug. 2009 von Lea
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Themenstarter135 Beiträge · seit 200910. Aug. 2009 · #1
Hallo

Unsere Reise durch Namibia ist leider bereits wieder Vergangenheit. Wir (2 Erwachsene, 2 Teenager) waren alle traurig, als wir abreisen mussten und hoffen sehr, dass wir dieses wunderschöne Land bald wieder besuchen dürfen.

Da wir in diesem Forum sehr viele Tipps und Hilfen erhielten, möchte ich für andere Erstreisende ein paar kurz Infos zurückgeben, wie wir es erlebt haben. Über die Unterkünfte schreibe ich separat. Die Route beschreibe ich nicht, da es eine "normale" Erstroute war, über die schon viel geschrieben wurde.

Flug mit Air Namibia: Soweit o.k., Service und Freundlichkeit könnten besser sein, Pünktlichkeit = super.

Lebenskosten/Lebensmittel: Lebenskosten relativ hoch. Lebensmittel mit Grosseinkäufen in den grösseren Orten erledigt (fast alles ist erhältlich) und mit Einkäufen in den kleinen Shops ergänzt (Milch, Brot usw.).

Benzin: Hat immer gut gereicht, da 140 l Tank. Trotzdem immer aufgetankt, bevor wir längere Strecken gefahren sind. Aktuelle Benzinkosten ca. N$ 7.20 bis 7.40.

Geldbeschaffung: Problemlos an ATM's mit EC, Kreditkarte und Travelcash. In einigen Restaurants, Lodges und sogar Tankstellen konnten wir mit Kreditkarte bezahlen. Jedoch ist es gut, immer genügend Bargeld dabei zu haben. Zu Beginn ging uns das Geld aus, weil auf Maltahöhe die Bank nur am Freitag 😉 geöffnet ist. Glücklicherweise konnten wir am nächsten Ort mit Euro bezahlen.

Sicherheit: Wir kamen am Sonntag in Windhoek an. War zuerst schon etwas ein beklemmendes Gefühl mit den eingemauerten und vergitterten Häusern und der fast leeren Stadt. Ansonsten hatten wir kein Problem, dass wir Angst haben mussten oder in eine brenzlige Situation kamen. Haben die "normalen" Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Das System mit den Parkwächtern hat gut geklappt. Obwohl wir nicht wissen, was wirklich passieren würde, wenn doch jemand ans Auto gehen würde.

Strassen: Wir waren überrascht in welch gutem Zustand die Schotterstrassen sind. Hatten es uns schlimmer vorgestellt, vor allem, dass die Strassen schmaler wären. Die Strassen waren supergut zu fahren. Was passiere könnte, wenn man die Höchstgeschwindigkeiten übertreibt - sahen wir bei der Rückgabe des Autos bei unserem Vermieter 🙁 . Wir genossen den 4x4, die Bodenfreiheit und die Höhe des Autos (Toyota Hilux).

Routen / km: Es lohnt sich, nicht zu viele km zu fahren und die Tage an den wunderschönen Plätzen zu geniessen. Da wir 2 Dachzelte hatten, mussten wir sowieso immer zusammenpacken und fuhren oft weiter, dafür manchmal nur wenige km. Wir genossen es sehr, zu wandern, klettern, oder einfach "zu sein" und die freie Zeit und Landschaft zu geniessen. Wir haben meistens gecampt, etwa einmal pro Woche waren wir auf einer Guestfarm, in einem B&B usw.

Auto/ -vermietung: Toyota Hilux mit 2 Dachzelten und Campingausrüstung für 4 Personen von Savanna. Alles i.O., ca. 1 Stunde Erklärung bei der Übernahme, kurze Abgabe ca. 15 Min. Auto mit ca. 40'000 km in gutem Zustand, keine Pannen, keine platten Reifen. Platz reicht gut für 4 Personen mit 5 Gepäckstücken. Gibt halt jeden Tag eine Umräumerei und ca. eine halbe Stunde fürs Aufstellen und Abräumen.

Wetter: Nur einen Tag Nieselregen und Nebel im Namib Naukluftpark. Sonst immer schönes Wetter 😁 . Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad (Schatten). Supertolles Reisewetter! Wärmer müsste ich es nicht haben. Am Abend wurde es schnell dunkel, da Sonnenuntergang ca. um 17.30 Uhr und auch kalt. In der Nacht waren wir froh um unsere Skiunterwäsche, Fleecepullis und Fleecedecken .... Wir verkrochen uns immer frühzeitig in unsere Schlafsäcke, standen dafür kurz nach Sonnenaufgang ca. 6.30 Uhr auf.

Die Menschen erlebten wir als sehr freundlich, hilfsbereit und gespächsbereit. Wir haben viel über Land und Leute erfahren.

So, das wärs für den Moment. Am liebsten würde ich gleich wieder abreisen - aber eben.....

Lea
33,1k Beiträge · seit 200610. Aug. 2009 · #2
Hi Lea,

danke für Eure Eindrücke.
Was mir nicht ganz klar ist, ist
Lebenskosten relativ hoch.
Wo habt ihr denn eingekauft, gegessen? Pauschalisiert kann man sagen, dass in Namibia alles etwa 50-65% so teuer ist wie in Deutschland, Restaurants eher noch günstiger. Kannst Du dazu nochmal kurz was schreiben - kann ich - als lokaler - nämlich gar nicht nachvollziehen, denn alle Europäer sind immer so überrascht wie günstig "alles" (Lebensmittel, Essen gehen) in Nam ist.

Vielen Dank & sonnige Grüße
Christian

P.S. Vielleicht schreibst Du Deine Unterkunftseindrücke dann auch nochmal unter www.bewerte-namibia.de rein 🙂
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zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2009
181 Beiträge · seit 200810. Aug. 2009 · #3
Hallo Lea,

mir ist genau dasselbe aufgefallen, wie Christian.

Fandest du die Lebenshaltungskosten wirklich hoch?

Ich kann eigentlich nur genau das Gegenteil behaupten. Essen gehen ist auf jeden Fall viel günstiger als in Deutschland und beim Einkaufen kann man noch mehr sparen wenn man einheimische Produkte kauft.
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
Themenstarter135 Beiträge · seit 200910. Aug. 2009 · #4
Hallo Christian

Mit relativ hoch meine ich, dass Namibia sicher kein "Billigreiseland" (wie z.B. Länder in Asien) ist. Eher vergleichbar mit den Kosten in Europa. Für eine Grosseinkauf z.B. bei Pick'n'Pay bezahlten wir nicht viel weniger als daheim. Klar wir kauften auch Wein, Savanna light 😉 usw. Benzin ist sicher günstiger als bei uns zur Zeit. Getränke in Restaurants sind ebenfalls günstiger und das Essen in den Restaurants auch, da hast du recht. Aber ob es wirklich 50 bis 65 % günstiger ist als z.B. in Deutschland....? Für uns waren die Preise o.k. so - man darf einfach nicht denken afrikanisches Land = billig. Wir fragten uns, und haben mit verschiedenen Leuten auch darüber diskutiert, wie die einheimischen Leute die Kosten empfinden.

Kann man bei bewerte-namibia.de auch Campingplätze bewerten?

Lieben Gruss nach Namibia

Lea
33,1k Beiträge · seit 200610. Aug. 2009 · #5
Hi Lea,

meinte 50-65% der Kosten in D, also 35-50% günstiger. Und zudem sind die meisten afrikanischen Länder keine billigen Reiseländer. Wenn Du nach Westafrika fährst, dann zahlst Du gerne das doppelte bei Restaurant & Lebensmitteln im Vergleich zu Europa (da eben alles und jedes importiert werden muss). Aber das nur am Rande. So gesehen ist Namibia günstig. Aber für den Durchschnittsverdiener in Nam ist es alles andere als günstig.

Ja, Campingplätze könne auch bewertet werden.

Sonnige Grüße
Christian
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Themenstarter135 Beiträge · seit 200910. Aug. 2009 · #6
Hallo Christian

o.k. dann habe ich das mit den Prozentzahlen falsch verstanden. Du hast ja viel mehr Erfahrungen, da du da lebst. Es ist nur unser subjektiver Eindruck mit den Einkaufspreisen. Haben natürlich auch nicht alle Preise verglichen oder geschaut wo was am günstigsten ist, sondern dort eingekauft wo wir grad waren. Gestaunt haben wir, was in den grossen Geschäften alles angeboten wird (klar, viel Importware) und im Gegensatz dazu, die (schwarzen) Farmarbeiter, die praktisch nur Maisbrei essen können, weil sogar die Milch zu teuer ist.

Schaue mal in die Bewertungliste rein.

Grüsse

Lea