SYsylvtobThemenstarter2 Beiträge · seit 200614. Feb. 2006 · #1Hallo zusammen
Haben so einige unterschiedliche Meinungen gehört bezüglich PW oder 4x4 für Namibia?
Was könnt Ihr empfehlen?
Grüsse sylv und tob
Reinhard728 Beiträge · seit 200614. Feb. 2006 · #2Sind 2004 mit einem guten Pkw (Mercedes C) einige tausend km durch Namibia gefahren. Ging auch. Aber für den schönen Wagen war es auf den C und D-Straßen eine arge Tortur. Der Wagen hält es aus, aber weder der Wagen noch die Reifen sind für solche Belastungen gebaut. Ein Reifen ging dann in der Nähe von Sesriem kaputt. Was nicht heißt, dass man mit anderen Wagen/Reifen keinen Plattfuß hat. Aber größere, derbere Reifen (dasselbe gilt fürs Auto) werden mit den Belastungen eher fertig. Allrad ist vergleichsweise selten nötig. Du kanst Namibia jahrelang ohne Allrad befahren und fast alles sehen. Große Reifen und vor allem große Bodenfreiheit sind das Wichtigste. Das Auto muss einfach und 1. robust, 2. robust und 3. robust sein. Die Straßen (außer den wenigen Asphaltstraßen) stellen völlig andere Anforderungen an das Auto als unser mitteleuropäisches Straßennetz. Der Wagen (und der Reifen) muss es aushalten, mit 60 vielleicht auch 80 km/h über einen mördermäßig scharfkantigen, mehr als apfelsinen-großen Stein zu rauschen, der auf ansonsten glatter, betonharter Straße liegt.
Gruß Reinhard
alikana197 Beiträge · seit 200614. Feb. 2006 · #3Hallo Sylv und Tob,
wenn Ihr diese Frage stellt, vermute ich einfach mal, dass Ihr zum ersten Mal nach Namibia fahrt. Daraus folgere ich, dass Ihr nicht unbedingt Extremtouren in die "Landschaft" unternehmen, sondern auf den klassischen Pad-Routen unterwegs sein werdet. Und dafür reicht ein normaler PKW allemal aus - für 95% aller Strecken in Namibia. Ein etwas größeres Fahrzeug allerdings ist angenehm - wegen der Sitzhöhe und des größeren Passagierraums. Nachdem der Toyota Condor fast überall aus dem Programm genommen wurde, ist die Auswahl geeigneter Fahrzeuge ziemlich dünn - der Sharan als angedachter Nachfolger des Toyota Condor ist nach meiner Meinung keine wirkliche Alternative - wesentlich teurer und außerdem angeblich extrem reparaturanfällig. Ein 4x4 Fahrzeug aber muss es dann aber auch nicht sein - noch teurer.
Gruß Joli
BuboBubo222 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #4Hallo Ihr Zwei,
ich kann meinen Vorredner nur zustimmen.
Man braucht nicht unbedingt 4x4, wenn man auf den üblichen Pads bleibt, doch gibt das Auto ein Stück mehr Sicherheit auf den Schotterpisten. Die Reifen sind robuster (man muss nicht unbedingt JEDEM grösseren Stein ausweichen) und die Bodenfreiheit ist nicht zu unterschätzen.
Manche Zufahrten zu Gästefarmen sind zudem recht schlecht und mit einem normalen PKW nur sehr langsam und beschwerlich zu erreichen.
Zudem ist man etwas flexibler, wenn man dann doch mal 4x4 braucht, wie z.B. die letzten 5 km in der Sossusvlei, die aber auch zu Fuss oder per Transfer machbar sind.
Ohne bzw. zu geringsten Extrakosten hatten wir ausserdem einen Kühlschrank - betrieben über eine zweite Batterie - im Auto, Campinggeschirr und -tisch & -stühle und wesentlich mehr Platz. Für uns auch ein Vorteil 😎 (Wir sind keine Camper, aber so wurde der Lunch recht gemütlich ). 🙂 🙂
LG
Sandra
christian1060291 Beiträge · seit 200615. Feb. 2006 · #5Hallo,
also ich gehöre wohl zu den 4x4 Befürwortern... 😉
Hat für mich folgende Gründe:
1.) Sind wird zu 95% in Camps, sprich das Dachzelt bietet sich einfach an. Würde meine bessere Hälfte dort wohl nie in ein Zelt auf dem Boden bringen.
2.) Ich persönlich, oder besser wir, fühlen uns mit einem 4x4 deutlich wohler. Man hat eben noch ein paar Reserven, wenn man sie denn mal braucht. Was, wenn man ehrlich ist, nicht sehr oft ist.
Letztendlich hängt es von persönlichen Geschmack, von der Art des Reisens (Camping oder Lodges) und von der Jahreszeit ab. In der Regenzeit braucht man den 4x4 öfter.
Ich persönlich möchte in Namibia nicht mit einem normalen PKW unterwegs sein.
Egal wie, schönen Urlaub und viel Spass...
Christian
P.S.: Wir hatten bisher noch keinen Reifenschaden, was aber nur Glück ist. Damit muss man in Namibia immer rechnen, egal mit welchem Auto.
Unsere neue Webseite ist jetzt online, mit Wildlife Fotos aus Europa, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika:
WildlifeMoments.de
AfricaAdventure.de SIsirtobi3 Beiträge · seit 200604. Aug. 2006 · #6Hallo zusammen,
meine Meinung zum Thema Größe und Art des Mietwagens:
Wir waren letzten Winter 4 Wochen in Namibia. Einen 4x4 konnten wir uns nicht leisten, aber damals gab es noch bei allen Autovermietungen den Toyota Condor. Der wurde uns sehr empfohlen, wegen des (sic!) höheren Radstands und gröberer Reifen. Den haben wir dann genommen.
In Namibia selbst gibt es aber auch durchaus Leute, die da anderer Meinung sind. Wegen des hohen Schwerpunkts kippt der Condor nämlich schnell und gilt daher teilweise auch als gefährlich. Den Elch-Test (bzw. den Antilopen-Test) würde er wohl nicht bestehen. Man munkelt, dass Toyota genau deswegen auch die Produktion eingestellt hat...
Nun ja, Condors gibts angeblich kaum noch, und im Nachhinein muss man sagen, ein stinknormaler Leihwagen wie z.B. Nissan Primera oder Toyota Avensis hätte es auch getan.
Die Sandpisten der Touristenrouten sind meiner Erfahrung nach fast überall in vorbildlichem Zustand, und eine Reifenpanne haben wir auch mit dem Condor gehabt... Übrigens auf der Asphaltstraße zwischen Khorixas und Outjo....
Nur zum Ugab-Rhino-Camp wären wir ohne die höhere Bodenfreiheit wahrscheinlich nicht gekommen, aber das ist jetzt, da die Rhinos weg sind, eh nicht mehr so spannend.
Beim nächsten Mal werden wir eine Menge Geld sparen und einen normalen PKW nehman. Vielleicht nicht gerade den kleinsten Chico...
Und: Zelten geht in Namibia auch dann prima, wenn das Zelt nicht auf dem Autodach steht...
Beste Gruesse,
SirTobi.
African Traveller449 Beiträge · seit 200604. Aug. 2006 · #7Ohne wieder eine endlose Diskussion über das Für und Wider eines 4x4s anzetteln zu wollen, möchte ich Dir doch widersprechen. Ich habe mittlerweile pari versucht, NAM,BOT und RSA mit dem ein oder anderen Auto kennenzulernen. Richtig ist, und wohl auch unbestritten, dass man sich in RSA OHNE Probleme mit einem 2x4 bewegen kann, alles andere ist für den normalen Touristen Luxus. Bei BOT und NAM liegen die Dinge sicher anders. Auf "normalen" Strassen, und da schliesse ich gute Gravelroads mit ein, MUSS man keinen 4x4 oder Condor haben, klar. Aus dem direkten Vergleich beider Fahrzeugkonzepte kann ich Dir aber sagen, dass Du in einem höherliegenden Auto einfach entspannter fährst und möglicherweise mit einem 4x4 noch viel entspannter. Warum ? Es ist m.E. nicht der Antrieb, sondern die Bodenfreiheit und der größere Raddurchmesser, der Wellblech viel erträglicher macht und aufgeschütteten Sand oder Steine, z.B. in der Mitte schlechter Pads und Farmwege, einfacher passieren läßt, weil man normalerweise keine Beschädigungen am nicht versicherten Unterboden oder am Kühler bzw. der Ölwanne riskiert. Ferner surfst Du nicht so in den Fahrspuren der Pads. Reifenschäden zählen in BOT und NAM eh zum Normalfall. Was die Wankelmütigkeit des Condors angeht, stimmt dies aufgrund des höheren Schwerpunkts sicherlich. Das Problem ist aber vielmehr die Unerfahrenheit der meisten Fahrer mit einem solchen Fahrzeug. Hiesige Fahrfähigkeiten werden einfach auf NAM und BOT und Zambia und Zimbabwe etc. übertragen, wie man es von seinem Auto zuhause gewöhnt ist. Und das funktioniert eben nicht, jetzt gerade in der Ferienzeit auch tagtäglich auf den Autobahnen zu sehen. Und alle wundern sich: Warum fährt mein Auto so komisch bei 4 Leuten, vollem Gepäck, 2 Fahrrädern auf dem Dach und 2 noch an der Heckklappe ? 🤩
Will heissen: Die im südlichen Afrika vermieteten Fahrzeuge besitzen auch teilweise noch nicht einmal die Sicherheitsausstattungen, die sonst schon seit Jahren zum Standard gehören. Es gilt sich UND die Fahrweise also umzustellen und eher mal etwas langsamer als zu schnell zu fahren. Und, by the way, der Chico ist ein absolut stabiles und solides Auto, einzig die Klimaanlage fehlt.... 🙄
Gruss A/T
AUCH DIE LAENGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT...(chinesisches Sprichwort)
Namibia-die Perle Afrikas
TOToko413 Beiträge · seit 200605. Aug. 2006 · #8Hallo Sylv en Tob,
ihr habt ja nun achon eine Menge gehoert. Wir waren 2x mit dem Condor unterwegs und haben nur gute Erfahrungen. Der Condor/VW Sharan liegt hoeher und das macht vor allem bei Tierbeobachtungen Sinn. Fuer "NamEinsteiger" ist in der Regel kein 4x4 noetig. Wenn Ihr ihn dennoch mietet, solltet ihr vorab ein paar Fahrstunden nehmen.
Gruesse Toko
Hiluchs527 Beiträge · seit 200605. Aug. 2006 · #9Wozu Fahrstunden? Die meisten Leute, die einen 4x4 mieten, benötigen den Allradantrieb wohl nicht. Also wir haben es beim ersten Mal Namibia auch ohne Fahrstunden und mit 4x4 und auch Einsatz des Allrads im Sossusvlei bewältigt, wozu ich aber sagen muß, dass ich mich erstens für einen guten Autofahrer halte:) und außerdem als ausgebildeter Militärkraftfahrer schon die ein oder andere schwere Geländefahrt hinter mir habe.
Ich will jetzt gar nicht mehr wiederholen, was die Vorteile eines 4x4 sind, denn die wurden wohl schon überwiegend genannt.
Ihr müßt Euch einfach klarmachen, dass es 1. auch ohne 4x4-Kfz geht und 2. der 4x4 deutliche Mehrkosten verursacht, die sich allerdings in erhebliche Einsparungen gegenüber einem normalen Kfz verwandeln können, wenn Ihr ein Dachzelt draufhabt und dort auch drin schlaft, anstatt für 150,- EUR eine Lodge zu buchen.
Insgesamt würde ich noch hinzufügen: Der 4x4 macht einfach mehr Spaß als ein normaler PKW und gehört für mich einfach zur Afrikastimmung während einer solchen Reise dazu!
Wenn Ihr es Euch also leisten könnt, dann nehmt einen 4x4 und Ihr werdet es nicht bereuen.
Wenn nicht, dann nehmt einen normalen PKW und ihr werdet Eure Reise auch genießen.
Übrigens, es gibt auch ältere, technisch einwandfreie 4x4 im Vermieterangebot, die zum Normal-PKW-Preis erhältlich sind. Wir hatten damit viel Freude!
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200605. Aug. 2006 · #10Hallo Zusammen,
grundsätzlich kann man in Namibia fasst alles mit einem PW machen, die Vorteile eines erhöhten Fahrzeug wurden bereits genannt.
Das der Toyto Condor 2x4eine gute Alternative ist/war wurde auch erwähnt.
Und dieser Condor wird von den grossen Vermietern nicht mehr eingesetzt, die haben ihn durch den Nissaa X-Trail ersetzt der in etwa ähnlich ist.
Wer noch einen 2x4 oder 4x4 Condor sucht sollte bei Leopard Tours vorbei schauen die haben noch solche, mE ist es auch ein seriöser Autovermieter, Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
uwe1025136 Beiträge · seit 200606. Aug. 2006 · #11Moin Leute,
es ist wohl eine Frage des Geldes: natürlich ist ein Toyota Hilux mit Dachzelt was sehr nettes... das gute Teil kostet aber zwischen 80 -120 € am Tag. Bei 4 Woche (28 Tage) eine Menge Geld!
Wir sind vorgestern aus Namibia zurück gekommen - hatten einen Golf Chico gebucht und einen Toyota Corolla bekommen (bei Budget übrigens - kann ich nur empfehlen!). Wir hatten ein Zelt, Isomatten unf Schlafsäcke aus Deutschland mitgenommen. Tisch, Stühle, Kocher, Geschirr usw. haben wir in Windhoek bei Camping Adventure für knapp 100,- € für 4 Wochen gemietet. Wir waren nie in einer Lodge, sondern haben jede Nacht gezeltet. Es war eine super tolle Reise. Ein 4x4 wäre z.B. fürs Sossusvlei nett gewesen, aber das wars dann auch schon. Selbst zum Camp Aussicht sind wir mit der Karre hochgekommen (war aber ein bisserl grenzwertig). Die Strecke zu den Epupa Fällen ist völlig problemlos befahrbar - bei der einen Sandpassage heißt es 2. Gang, Vollgas und durch - war wirklich kein Problem. Also, 4x4 ist bestimmt nice to have, aber für alle normalen Stecken (Kaokoveld und einige Strecken im Caprivi mal ausgenommen) in der Trockenzeit!!!! wirklich nicht nötig.
Viel Spaß
uwe1025
"Colors of Africa" - die ersten Fotos unserer Afrikareise 2011 sind online!
Uwe Hasubek Photography
Manaslu232 Beiträge · seit 200610. Aug. 2006 · #12IInsgesamt würde ich noch hinzufügen: Der 4x4 macht einfach mehr Spaß als ein normaler PKW und gehört für mich einfach zur Afrikastimmung während einer solchen Reise dazu!
Wenn Ihr es Euch also leisten könnt, dann nehmt einen 4x4 und Ihr werdet es nicht bereuen.
Das ist genau auch meine Meinung. Mein Mann und Ich haben beide je einen 4x4 Hilux während drei Wochen gefahren, mehrheitlich auf Schotterpisten und Sand. Und es machte mächtig viel Spass!
Grüessli, Manaslu